Mit Blaulicht vor der Kirche
18. Juni 2009 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de
Abgelegt unter Thüringen
Kirchspiel feierte erstmals Familien-Feuerwehr-Gottesdienst im Sinne des heiligen Florian
Das Vorbild der Feuerwehrleute ist der heilige Florian, ein römischer Offizier, der sich im Jahr 304 für gefangene Christen einsetzte und wegen seines Festhaltens am Glauben den Tod durch Ertrinken auf sich nahm.
Am vergangenen Sonntag trafen sich in der Dicel-Kirche zu Seebach bei Eisenach rund 30 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Thal, Seebach und Schönau mit ihren Familien. Aber nicht, um den Heiligen zu ehren, sondern für die Arbeit der Feuerwehrleute zu beten, die freiwillig etwas für andere Menschen tun, ihr Leben einsetzen.

Ein feierlicher Anblick: die Florians-Jünger ziehen nach dem Gottesdienst zum Feuerwehrgerätehaus
Foto: Susanne Reinhardt
Pfarrer Johannes Reinhardt ging in seiner Predigt auf das St.-Florian-Prinzip ein. Da heißt es in einem makaberen Spruch: »Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andre an.« Im Klartext: Hauptsache mir geht es gut, die anderen sind mir gleichgültig. Dabei machten doch gerade die zwischenmenschlichen Beziehungen, das Helfen das Leben lebenswert, so der Pfarrer.
Zum besseren Verständnis für die anwesenden Kinder unterhielt er sich mit einer Handpuppe, dem Raben Jonathan, dem die Jugendreferentin des Kirchenkreises, Angela Lange, ihre Stimme verlieh. Im Gespräch stellte der Vogel die Frage, ob es denn bald auch einen »Frisör- oder Jäger-, Arzt- oder Bäckergottesdienst« geben würde. Die Freiwilligkeit sei es, was die Besonderheit ausmache, lautete die Antwort. Und das fand der neunjährige Christoph aus der Jugendwehr richtig klasse, wie auch die siebenjährige Anna-Katharina, die mit ihren Eltern aus Thal zu diesem Familiengottesdienst gekommen war. Das gemeinsame Singen mit Gitarrenbegleitung gefiel dem angehenden Feuerwehrmann Maximilian (14) besonders.
Im Anschluss begab sich der Pfarrer, gefolgt von den Feuerwehrleuten, den Fahrzeugen und den Gottesdienstbesuchern zum Feuerwehrgerätehaus, wo man ins Gespräch kam und weitere gemeinsame Feste besprach.
Susanne Reinhardt






