Jesus zeigt Menschen den Weg

Aus allen Himmelsrichtungen kamen Christen nach Roßdorf/Rhön zum Regionalkirchentag

Wegschilder informierten darüber, aus welchen Orten die Besucher des ­Regionalkirchentages Bad Salzungen-Dermbach angereist waren. Foto: Rhönsachs

Wegschilder informierten darüber, aus welchen Orten die Besucher des ­Regionalkirchentages Bad Salzungen-Dermbach angereist waren. Foto: Rhönsachs

Auf dem Roßhof bei Roßdorf/Rhön trafen sich mehrere Hundert Christen am Sonntag, 23. August, zum Regionalkirchentag des Kirchenkreises Bad Salzungen-Dermbach. »Jeder von uns geht jeden Tag seinen eigenen Weg als Christ. Oft fühlen wir uns als Minderheit in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Schule, unter Freunden und Bekannten«, sagte Oberpfarrer Gerald Kotsch (Dermbach) während der Eröffnungsandacht. Manchmal seien es nur sehr wenige, die sich am Sonntag auf den Weg zur Kirche begeben. »Heute sind wir dagegen viele«, konnte Kotsch erfreut feststellen.

»Jesus geht voran« war das Thema des Regionalkirchentages, der eine rund drei Kilometer lange Pilgertour zur Roßdorfer Kirche beinhaltete. »Wir haben uns aufgemacht, weil wir auf Gottes Wort hören. Wir vertrauen darauf, dass wir das Ziel erreichen und er mit uns geht«, sagte Oberpfarrer Kotsch. Wegweiser zu ihren Heimatorten hatten die Kirchentagsbesucher mitgebracht. Jugendwart Jörg Markert ging mit dem Mikrofon durch die Besucherreihen und sammelte die Tafeln ein. Die Überbringer erzählten etwas von ihrem Ort und ­ihrer Kirche. Jugendliche befestigten anschließend die Schilder an einem hohen Pfahl aus Birkenholz. Damit sei die Einladung verbunden, die Orte des Kirchenkreises und deren Kirchen zu besuchen, erklärte Markert.

Ortspfarrerin Jana Petri stellte die einzelnen Stände und Aktionen des »Marktes der Möglichkeiten« vor, der auf dem Roßhof-Gelände aufgebaut war. So präsentierte sich zum Beispiel die Diakonie des Kirchenkreises mit einem Info-Stand. Beim Quiz »Kennen Sie Diakonie?« mussten die Besucher Fotos diakonischen Einrichtungen in der Region zuordnen. In einer aufblasbaren Kirche informierte die Kirchengemeinde Roßdorf über ihr Projekt »Himmelwärts – der etwas ­andere Gottesdienst«. Die jüngsten Kirchentagsbesucher konnten sich ­einen Brustbeutel nach eigenen Wünschen gestalten, und die Evangelische Jugend Werratal hatte Groß-Spiele aufgebaut wie Balance-Wippe, Eimer-Memory oder Geschicklichkeitsspiele. Posaunenchöre aus allen Teilen des Kirchenkreises umrahmten das Treffen musikalisch.

­Foto: Rhönsach

­Foto: Rhönsach

Am späteren Nachmittag setzte sich der lange Pilgerzug in Richtung Roßdorf in Bewegung. An drei Stationen stoppte er zu Kurzandachten. Über »Elia ganz oben und ganz unten« sprach Völkershausens Pfarrer Heinz-Jürgen Bernst an der ersten Station, gestaltet von der Region Vacha. Die Region Bad Liebenstein/Schweina hatte die zweite Station übernommen und vor einem Maisfeld einen Altar aufgebaut. Für die dritte Station zeichnete die Region Hohe Rhön verantwortlich. Jesus habe eine besondere Art, Menschen den Weg zu zeigen, indem er sagt: »Folgt mir nach, ich gehe voran«, so Kaltenwestheims Pfarrer Thomas Brüderle in seiner Kurzandacht.
Mit einem festlichen Abendmahlsgottesdienst in der Roßdorfer Trinitatiskirche endete der Regionalkirchentag.

Stefan Sachs

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