Geben, was der andere braucht

25. September 2009 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Mit einem Auto voller Waren war Beate Weber-Kehr (l.) vom Bundesverband Deutscher Tafeln gekommen. Die Leiterin von Hildburghausen, Tina Lenk, nahm sie ­entgegen.	(Foto: Wolfgang Swietek)

Mit einem Auto voller Waren war Beate Weber-Kehr (l.) vom Bundesverband Deutscher Tafeln gekommen. Die Leiterin von Hildburghausen, Tina Lenk, nahm sie ­entgegen. (Foto: Wolfgang Swietek)

31. Tafel von Thüringen in Hildburghausen eröffnet

Wenn ein Kreisstadtbürgermeister und ein Landtagsabgeordneter, die beide der Partei »Die Linke« angehören, zu einem Festgottesdienst in die Kirche kommen, wenn ein evangelischer und ein katholischer Geistlicher dort gemeinsam zum Gebet auffordern und das an einem Dienstagmittag, dann muss dies ein ganz besonderer Anlass sein. Grund für das Kommen von Bürgermeister Steffen Harzer und Tilo Kummer sowie Oberpfarrer Christoph Victor von der evangelischen Kirchengemeinde Hildburghausen und Dietmar Ruhlig von der katholischen Kirchengemeinde St. Leopold war die Eröffnung der 31. Tafel im Freistaat Thüringen, die am Donnerstag dieser Woche erstmals ihre Pforten für die Bedürftigen der ­Region öffnet.

»Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch.« Mit dem Spruch der Woche hatte Oberpfarrer Christoph Victor am 22. September den ökumenischen Gottesdienst in der Christuskirche eröffnet. Das sage aber im Umkehrschluss auch, so Victor, dass Sorgen da sind und dringend Hilfe gebraucht werde. Und das in einem der reichsten Länder der Erde.

Überwältigend war die Bereitschaft, welche die Diakonie erfuhr, als sie mit der Eröffnung dieser Tafel eine letzte Lücke im Freistaat Thüringen, im Kirchenkreis Hildburghausen-Eisfeld, schließen wollte. Sofort hatten sich Helfer gemeldet – 46 sind es inzwischen – die bereit waren, sich für das Wohl ihrer Mitbürger zu engagieren. Dietmar Ruhlig dazu: »Unsere beiden Kirchen standen in DDR-Zeiten in aller Bedrängnis zusammen. Nun arbeiten wir wieder gemeinsam – Diakonie und Caritas – mit dem gleichen Anliegen.« Auch wenn die beiden Kirchen ­dabei federführend sind, sei dies doch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. So sei es erfreulich, dass es keinerlei Überzeugungsarbeit bedurfte, als die Kirchen in der Stadtverwaltung und im Landratsamt vorgesprochen hatten.

Bürgermeister Steffen Harzer und Landrat Thomas Müller waren beide bereit zur Hilfe und sicherten dies auch persönlich bei der Eröffnung der Tafel erneut zu. Das Motto der Tafel-Bewegung, einst im thüringischen Blankenhain formuliert und nun bei allen 854 Tafeln deutschlandweit gültig, solle auch hier umgesetzt werden: »Einem anderen geben, was er braucht – ein Stück Brot, ein Lächeln, ein offenes Ohr.« Den Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und keine Lobby haben, ein Stück ihrer Würde und Lebensqualität zurückgeben, das will die Tafel erreichen.

Wolfgang Swietek

Jetzt ist die Zeit … zum Feiern – Abend der Begegnung

25. September 2009 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de  
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Auf dem Boden der Jakobskirche liegt eine große Deutschlandkarte. Immer wieder kommen Besucher, um einen roten Punkt darauf zu kleben. Neben Weimar, Jena, Erfurt und Meiningen haben auch Magdeburg, Hamburg, Kaiserslautern, Stuttgart und Darmstadt bereits ihre Markierung erhalten. »Meine Patentochter wohnt dort«, erklärt eine Besucherin den Punkt im Hessischen. Die Aktion ist Teil der »Liturgischen Nacht«, die zum Auftakt des 1. Mitteldeutschen Kirchentages am 19. September Hunderte Besucher in die ­Jakobskirche lockt. »Unsere Aufgabe ist es«, sagt Jugendreferent Frederik Seeger vom CVJM Thüringen, »Menschen aus dem Dunkel ins Licht zu führen.« Dazu sollen auch die
Bündel mit Haushaltskerzen dienen, die in Anspielung auf die Zeit vor 20 Jahren rund um das Gotteshaus verteilt sind.

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Eröffnet worden ist der »24-Stunden-Kirchentag« bereits am späten Nachmittag mit einem Festgottesdienst in der Stadtkirche. Hier reichen die Plätze kaum aus, um die rund 800 Besucher zu fassen. »Wir mussten ­sogar Stühle dazustellen«, erklärt Weimars Superintendent Henrich Herbst später zufrieden. Von Anfang an herrscht in und vor der Kirche eine ­locker-beschwingte Atmosphäre. Eine Band begleitet die Gemeinde beim Gesang, und als die Konfirmanden Transparente mit Sprüchen aus der Wendezeit in die Herderkirche tragen, brandet Beifall auf. »Lügen haben kurze Beine, Egon zeig’ mal deine«, »Stasi in die Volkswirtschaft!« oder »Wir sind das Volk!« ist darauf zu lesen. Doch der Eröffnungsgottesdienst bleibt nicht beim verklärten Blick zurück. »Heute müssen wir über das reden, wie die Wirtschaft sich neu ausrichten kann, damit sie den Menschen dient«, sagt der württembergische Landesbischof Otfried July in seiner Predigt. Vertreterinnen aus drei Generationen geben Zeugnisse der Betroffenheit, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind aufgerufen, das aufzuschreiben, wozu jetzt die Zeit sein sollte.

Aus den Partnerkirchen ist nicht ­allein der Stuttgarter Landesbischof gekommen. Sein slowakischer Amtskollege, Generalbischof Milos Klátik, äußert die Hoffnung, dass die einstige Dreierbeziehung zwischen Thüringen, Württemberg und der Slowakei nun auf Sachen-Anhalt ausgedehnt werden könne. Auch die Stadt zeigt sich »fürchterlich stolz« darauf, Gastgeberin für den Mitteldeutschen ­Kirchentag zu sein. »Lassen Sie uns gemeinsam der Gesellschaft und der Stadt Bestes suchen«, ruft Oberbürgermeister Stefan Wolf den Besuchern zu.

Bei denen kommt vor allem die Aktion der Konfirmanden gut an. »Die Geschichte mit den Transparenten war einfach super«, findet eine Kirchentagsbesucherin aus Bad Sulza. Ähnlich äußert sich Maria Guericke aus Weimar: »Das hat mich schon sehr bewegt.« Er, sagt Michael Wetzker aus Eisenach, sei ein bisschen enttäuscht über die Beteiligung aus dem Norden der EKM. Zudem wäre ein stärkerer Bezug zum Heute schön ­gewesen.

Lob kommt von Friedrich Hörsch aus Württemberg. Der langjährige Leiter des Thüringer Seelsorgeseminars, der nach seiner Dienstzeit in seine alte Heimat zurückkehrte, ist bereits zur Eröffnung angereist, genießt nun den lauen Spätsommerabend in dem von Fackeln und Kerzen beleuchteten Herdergarten. »Der Kirchentag hat prima angefangen«, ist er überzeugt.

Das finden auch die 600 Jugendlichen, die sich im und rund um das Kulturzentrum »mon ami« am Goetheplatz tummeln. Während draußen Gaukler und Akrobaten ihre Kunststücke präsentieren, geht es im Inneren laut und poetisch zu. Im großen Saal spielen Bands, und unten im Foyer bringen Jugendliche beim »Poetry slam« eigene Texte zu Gehör. »Ein Kirchentag lebt von den Menschen, die sich beteiligen, und von der Begegnung«, sagt Pfarrer Hardy Rylke. Jetzt am Abend und in der Nacht ist die Zeit dafür – und zum Feiern.

Martin Hanusch

Der Markt richtet nicht alles

25. September 2009 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de  
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Der katholische Sozialethiker Friedhelm Hengsbach forderte eine Demokratisierung des Kapitalismus.

Der katholische Sozialethiker Friedhelm Hengsbach forderte eine Demokratisierung des Kapitalismus.

Gleich mit neun Veranstaltungen wartete das Themenzentrum 1 »Demokratie und Gerechtigkeit gestalten« auf. Fulminant war dabei gleich der Start: In der gut gefüllten Herderkirche sprach Friedhelm Hengsbach (Ludwigshafen) zum Thema »Nach der Krise ist vor der Krise – für eine Demokratie jenseits des Finanzkapitalismus«. Der Theologe, Wirtschaftswissenschaftler und Jesuit war bis 2005 Professor für christliche Gesellschaftsethik in Frankfurt (Main).

In seinem Vortrag fand er deutliche Worte für die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise, für die er den Neoliberalismus und die »hemmungslose Kreditvergabe« verantwortlich machte. »Glaubenssätze wie ›Der Markt heilt alles‹ und ›Ein schlanker Staat ist das beste für alle‹ sind über Nacht weggebrochen«, meinte Hengsbach und machte deutlich, dass der Staat nicht nur Retter aus der Krise, sondern auch selbst Teil von ihr sei: »Den Staat als ›Hüter des Gemeinwohls‹ gibt es nicht mehr.« Er sei inzwischen selbst nur ein Knoten im Netzwerk von Wirtschaft, Finanzwelt und gesellschaftlichen Verbänden und gegenwärtig regelrecht zur »Geisel der Finanzeliten« mutiert: »Wenn der Bundesfinanzminister sagt, er habe in den Abgrund geschaut, dann doch nur in den, den ihn die Banker haben schauen lassen«, so Hengsbach. Und wenn Banken »systemrelevant« seien, dann wären sie zu groß und müssten zerschlagen werden.

In seinem Plädoyer für eine »Demokratisierung des Kapitalismus« forderte er mehr Mitbestimmung der Arbeitnehmer in den Betrieben ebenso wie starke Gewerkschaften, einen radikalen ökologischen Umbau der Wirtschaft und reale Investitionen des Staates in die Arbeit an und mit Menschen.
»Kirche zwischen Widerstand und Anpassung?« war ein weiterer Vortrag im Themenzentrum 1 überschrieben, den Franz Segbers (Marburg) hielt. Der Professor für Sozialethik und Diakonie-Referent stellte in seinem Beitrag klar, dass Kirche und Gesellschaft sich fragen müssen: »Vor wem gehen wir in die Knie – vor Gott oder dem Mammon?« Dabei sei mit Mammon nicht der Reichtum an sich gemeint, sondern die permanente Geldvermehrung.

Heftig kritisierte er in diesem Zusammenhang das EKD-Papier »Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive« von 2008, das nach seiner Ansicht dem Mammon das Wort rede, zum Beispiel mit dem Satz: »In einem Ordnungsrahmen, der sowohl scharfen Wettbewerb wie auch sozialen Ausgleich sichert, kann dieses Streben nach persönlichem Wohlergehen zugleich zum Wohlstand aller führen.« Es sei ein fataler Irrtum anzunehmen, dass sich aus der Habgier vieler das Gemeinwohl aller ergäbe.

Und statt auf den scheinbar weltweiten Siegeszug des Kapitalismus zynisch oder resigniert zu reagieren, forderte Segbers dazu auf, in »tätiger Hoffnung für die Verheißung Christi aktiv zu werden«. Und das bedeute für Kirche nicht nur, wie ein Samariter »die unter die Räuber bzw. Räder Geratenen« zu pflegen, sondern die Stimme zu erheben und für deren Rechte einzutreten. »Die Kirche muss Teil einer neuen Gerechtigkeitsbewegung werden«, betonte Segbers.

Rainer Borsdorf

Weltkindertag in Erfurt

25. September 2009 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de  
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Foto: Axel Heyder

Foto: Axel Heyder

Zu den Prominenten, die Kindern in Erfurt Spirelli mit Tomatensoße servierten, gehörte auch KiKa-Moderator Juri Tetzlaff. Zum ökumenischen Weltkindertag waren am 18. September über 1000 Kinder aus ganz Thüringen nach Erfurt gekommen.

Eröffnet wurde das Fest unter dem Motto »…dass es gerecht zugeht« mit einem Kindergottesdienst. Anschließend konnten die Kinder Trommeln bauen und basteln.

Zum Abschluss gab es eine große Tafel, an der die Teilnehmer von ­Prominenten aus Kirche und Politik bedient wurden. Als Gäste kamen neben Diakoniechef Eberhard ­Grüneberg und dem katholischen Weihbischof Reinhard Hauke auch die Thüringer Justizministerin ­Marion Walsmann (CDU) und der ­Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD).

Hinterm Horizont geht’s weiter

25. September 2009 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
2. Timotheus 1, Vers 10

Jürgen Schilling

Jürgen Schilling

Ich gehe über unseren Friedhof. Die Blätter der Bäume rascheln im Wind. Mein Weg führt vorbei an einer Stele. Sie hat ihren Platz auf der sogenannten grünen Wiese. Hier werden Urnen beigesetzt, die kein eigenes Grab mit Stein und Namen erhalten. Die Stele trägt die Inschrift: »Begrenzt ist das Leben, doch unendlich die Erinnerung.«

Ich stocke und denke: Was da steht, ist falsch. Andersherum wird ein richtiger Gedanke daraus. Denn begrenzt ist unsere Fähigkeit, sich zu erinnern. Leider Gottes verblasst manche Erinnerung viel zu schnell. Ewiges Leben aber, das gibt es.

Das sind meine Überlegungen. Zugleich weiß ich, dass die Gedanken jener, die zu einem Grab gehen, andere sind. Sie haben den Tod vor Augen und den sehnlichen Wunsch im Herzen, die Erinnerung möge nie vergehen. Was ist ewiges Leben für sie?

Manches bleibt ja wirklich. Homers Ilias und Goethes Osterspaziergang. Luthers »Hier stehe ich …!« und van Goghs Sonnenblumen. Bachs »Jauchzet, frohlocket!« und Augustins »Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir«. Auch Großmutters Kuchenrezept wird noch in der Generation der Urenkel weitergegeben. Bleibt es auch ewig?

Auf dem Weg komme ich an einem Grabstein vorbei, auf dem steht: »Ich lebe und ihr sollt auch leben.« Christus sagt das in einer seiner Abschiedsreden. Ich frage mich: Was denken die, die eben noch gelesen haben, das Leben sei begrenzt? Ob sie den Horizont erkennen, den Jesus uns damit eröffnet?

Ich gehe weiter und stelle fest, ein Friedhof ist ein geschäftiger Ort. Hier gibt es ein Kommen und Gehen, es wird mit Harke und Gießkanne hantiert, man trifft Bekannte, fragt sie, wie es ihnen geht, erzählt vom eigenen Leben. Es werden auch Tränen geweint. Und es wird die Auferstehung Jesu verkündet.

Ich gehe durchs Tor zurück in die Stadt. Und ich bin mir sicher: Erinnerungen dürfen verblassen. Denn das Leben bleibt.

Jürgen Schilling, Pfarrer in Gotha

Premiere

25. September 2009 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de  
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Die Rechnung ist aufgegangen. Es sollte ein buntes Fest des Glaubens und der Begegnung werden, und das war es am Ende auch. Mehr als 8000 Menschen drängten sich am vergangenen Wochenende beim 1. Mitteldeutschen Kirchentag durch die Weimarer Innenstadt. Eine bessere Werbung in eigener Sache kann es eigentlich kaum geben. Erfahrene Kirchentagsbesucher kennen das vom großen Deutschen Evangelischen Kirchentag. Von dem hatten sich die Organisatoren auch manches abgeguckt. Mit gut 90 Veranstaltungen ist der Kirchentag deutlich über ein regional begrenztes Ereignis hinausgegangen. Das zeigt im Übrigen auch die öffentliche Resonanz.

Zugleich hat das Treffen, das in der Tradition der Thüringer Kirchentage steht, noch einmal an Profil gewonnen. Denn ähnlich den großen Protestantentreffen schreckte der Kirchentag in Weimar nicht vor Kontroversen zurück. Mit seinen Schwerpunkten im Blick auf das Thema Gerechtigkeit und den kirchlichen Reformprozess hat er hier Maßstäbe gesetzt. Das war kein nostalgischer Blick zurück auf die Zeit vor 20 Jahren, wie mancher mutmaßte, sondern Zeitansage im besten Sinne.

Einziger Wermutstropfen eines gelungenen Festes dürfte die Tatsache sein, dass es zwar der 1. Mitteldeutsche Kirchentag war, aber keiner der gesamten EKM, wie Kirchentagsgeschäftsführerin Claudia Rühlemann erklärte. Und das lag nicht allein an der fehlenden Resonanz aus dem Nordteil der Landeskirche. Es ist auch dem Umstand geschuldet, dass es weiterhin zwei Landesausschüsse gibt. Das muss ja nicht schlecht sein. Doch wenn am Ende der Eindruck entsteht, dass der eine einlädt und der andere nur irgendwie am Rande mitwirkt, ist das kein gutes Zeichen. Ein mitteldeutscher Kirchentag hätte hier etwas mehr Gemeinsamkeit verdient. Die Besucher haben davon nichts gespürt. Sie haben vor allem ein Fest erlebt, das die Kirche von ihrer angenehmsten Seite zeigt – fröhlich, fromm und frei. Daraus könnte eine Tradition werden, dann aber gemeinsam.

Martin Hanusch

Gesegnete Unruhe ist angesagt – Zusammenfassung zum Kirchentag in Weimar

25. September 2009 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de  
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Weimar öffnete die Türen – und mehr als 8000 Menschen kamen zum 24-Stunden-Kirchentag am 19. und 20. September.

Die ganze Stadt war voller Kirchentag. Musik auf Plätzen und in Straßen, Tanz, Gesang und Gespräch. Die evangelische Kirche zeigte ihr fröhliches Gesicht in Weimar. Es war die Zeit zum Feiern, aber auch zum Nachdenken. Das Thema dess »Jetzt ist die Zeit« füllte sich mit Vorträgen und Diskussionen, mit Informationen in Ausstellungen und auf dem »Markt der Möglichkeiten«. Wofür jetzt die Zeit ist, das formulierten Hunderte Besucherinnen und Besucher des Eröffnungsgottesdienstes bereits am Sonnabend in der Herderkirche. Die Wünsche nach Frieden und einer gerechten Welt, nach Arbeit für alle, Glauben, aber auch nach einer spannenden Jugendarbeit verbanden sich damit, dass nun die Zeit des Dankens für die deutsche Einheit ist.

Kerzen waren als Symbol der friedlichen Revolution und Motiv des Kirchentages überall zu sehen. Im Abschlussgottesdienst wurden die Haushaltskerzen, die die Teilnehmer zu Beginn erhalten hatten, an 20 überdimensionalen Kerzen angezündet. (Foto: Maik Schuck)

Kerzen waren als Symbol der friedlichen Revolution und Motiv des Kirchentages überall zu sehen. Im Abschlussgottesdienst wurden die Haushaltskerzen, die die Teilnehmer zu Beginn erhalten hatten, an 20 überdimensionalen Kerzen angezündet. (Foto: Maik Schuck)

Das Erinnern und Suchen nach Antworten für heute geschah in den vier Themenzentren ebenso wie bei Gesprächen am Rande mit Menschen, die man gerade erst kennengelernt hatte, und zog sich durch die 24 Stunden des evangelischen Festes. Begeistert waren die Besucher von der Lichtinstallation zur Liturgischen Nacht, konzipiert von der Erfurter Theaterpädagogin Sabine Kappelt. Die Jakobskirche wurde in verschiedenen Farben angestrahlt und eine Fülle von Lichtquellen illuminierte den Jakobsfriedhof.

Auch dem Aufruf, dass Gemeinden ihre Partner aus den westlichen Bundesländern einladen sollten, war gefolgt worden. Die Gäste kamen aus Bohmenkirch bei Ulm, aus Stuttgart, Steinenkirch, Oberaspach, Schwäbisch-Hall oder Untersondheim. Die Gemeinde Magdala (Kirchenkreis Jena) feierte mit ihren Gästen aus dem württembergischen Kleinbottwar bereits am Sonnabend ihr Herbstfest. Am Sonntag fuhren sie miteinander zum Kirchentag. Auch aus dem Norden der EKM kamen Kirchentagsbesucher: aus Wittenberg, ein Bus mit 47 Leuten aus dem Pfarrbereich Oschersleben und Gemeindeglieder aus Sangerhausen. Der Kirchenkreis Egeln war mit einem eigenen Stand auf dem »Markt der Möglichkeiten« vertreten.

Die Escola Popular der Evangelischen Jugend, die mit Samba-Rhythmen den Jugendkirchentag begleitet hatte, zog am Sonntagnachmittag durch die Innenstadt und etwa 300 Menschen wie der Rattenfänger von Hameln hinter sich her. Es ging zum Abschlussgottesdienst auf den Platz der Demokratie. Als der bunte Zug ankam, waren die Sitzplätze längst besetzt. Mehrere Tausend hatten sich eingefunden, um den Festabschluss mitzuerleben. In ihrer Predigt rief Landesbischöfin Ilse Junkermann dazu auf, sich auf den Weg zu machen. »Jetzt ist die Zeit! Tut endlich was!« Dankbar blickte sie auf 20 Jahre friedliche Revolution, leitete jedoch bald zur Frage über, was denn heute sei. »Ist alles gut?« Manches sei nicht gut. Zum Beispiel dass täglich 100 Menschen Thüringen verlassen, das sei ein ganzes Dorf pro Woche.

Sie rief die Christen auf, sich einzumischen und gegen Ungerechtigkeit aufzustehen. Demokratie brauche Basisgruppen, »die mitreden, mit handeln, mit verantworten wollen, die heute sagen: Nicht nur der Sozialismus war verbesserlich … auch der Kapitalismus ist für uns Christen verbesserlich.« Gesegnete Unruhe brauche diese Welt. Die deutlichen Worte der Bischöfin wurden mit Applaus beantwortet.

Der Vorsitzende des Thüringer Landesausschusses des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Wolfgang Musigmann, verlas eine Erklärung des Kirchentages. »Der Gebrauch von militärischer Gewalt schafft keinen Frieden«, heißt es darin. Das Papier thematisiert die Armut in der Welt und unserem Land sowie die Gefährdung der Schöpfung.

Große Symbolkraft hatten 20 überdimensionale Kerzen, die von Gemeindegliedern auf eine Mauer, die am Bühnenrand errichtet war, aufgestellt wurden und schließlich diese Mauer zum Einsturz brachten. Ein Fest bei strahlendem Sonnenschein ging zu Ende. »Es war wunderbar«, resümierte Ursula Eckardt (68) aus Tambach-Dietharz. Aus dem Thüringer Kirchspiel, zu dem noch Georgenthal gehört, war ein Bus mit 34 Menschen aller Altersgruppen gekommen.

Dietlind Steinhöfel

»Solange die Sonne scheint«

18. September 2009 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Geraer Kirchbauverein wirbt für Photovoltaikanlagen auf Gotteshäusern

Setzen auf die Kraft der Sonne: Oberpfarrer i. R. Roland Geipel, Catrin Ripka und  Dekan Klaus Schreiter (v. l.) vom ökumenischen Geraer Kirchbauverein werben mit dem Projekt »Kirchen zum Klimawandel« für die Installation von Photovoltaikanlagen auf Dächern kirchlicher Immobilien. Foto: Karsten Schaarschmidt

Setzen auf die Kraft der Sonne: Oberpfarrer i. R. Roland Geipel, Catrin Ripka und Dekan Klaus Schreiter (v. l.) vom ökumenischen Geraer Kirchbauverein werben mit dem Projekt »Kirchen zum Klimawandel« für die Installation von Photovoltaikanlagen auf Dächern kirchlicher Immobilien. Foto: Karsten Schaarschmidt


Der ökumenische Kirchbauverein in Gera will den Gemeinden aufs Dach steigen. »Wir legen keine sauren Gurken auf den Tisch«, versichert ­Catrin Ripka, stattdessen will das ­Vorstandsmitglied des Vereins lieber ­Photovoltaikanlagen auf den Dächern kirchlicher Immobilien installieren. »Kirchen zum Klimawandel« heißt das Projekt, das die Bewahrung der Schöpfung oder profaner den Umweltschutz und finanzielle Anreize für Gemeinden wie private Investoren verbinden soll.

»Ohne Engagement kann beim Umweltschutz nichts erreicht werden«, weiß Oberpfarrer i. R. Roland Geipel aus jahrzehntelanger Erfahrung und hat die Umweltgruppen aus DDR-Zeiten vor Augen, die sich im Schutz der Kirche erfolgreich gegen den Raubbau an der Natur durch die Wismut und andere wütende Industrie im einstigen Arbeiter- und Bauernstaat wandten. Großes Engagement legt nun in Zeiten des Klimawandels der Geraer Kirchbauverein an den Tag. Die Idee ist dabei ebenso simpel wie ­nutzbringend: Die Kirchengemeinden haben die Dächer, die Sonne hat die Energie, die sich umweltschonend mittels Photovol­taikanlagen in Strom umwandeln lässt. Der so erzeugte Strom wird in die Netze eingespeist und von den Energieversorgern vergütet. Es sei eine langfristige, vor allem aber »sichere Investition in die Zukunft, sicherer jedenfalls als bei den Banken«, ist Dekan Klaus Schreiter überzeugt. Renditen von rund sieben Prozent seien je nach Fördermittel­anteil beim Bau der Anlage durchaus realistisch.

Soweit die verlockend klingende Theorie. Doch wie sieht die Praxis aus? Der Kirchbauverein hat einen speziellen Fragebogen entwickelt, mit dem geklärt werden kann, ob sich eine Photovoltaikanlage rechnet. Voraussetzung seien, so Catrin Ripka, neben einer bestimmten Mindestfläche des Dachs unter anderem die Dachneigung und Gebäudeausrichtung – und natürlich müsse der Denkmalschutz beachtet werden.

Ist im Ergebnis dieser Prüfung eine Anlage sinnvoll, kommt der finanzielle Teil. Neben der staatlichen Förderung könnte ein Kredit die Kosten decken. Mehr noch favorisieren die Geraer eine Bürgerbeteiligung; sprich: Gemeindemitglieder könnten einzelne Solarmodule erwerben und würden später anteilig am Gewinn ­beteiligt.

Denn ein Ziel bei dem Projekt ist auch, möglichst viele Personen einzubinden und für den Umweltschutz zu sensibilisieren. Ebenfalls sei eine Vermietung der Dachfläche, zum Beispiel an ein Unternehmen, denkbar, nennt Dekan Schreiter eine weitere Finanzierungsvariante. Zu den sozialen Aspekten in der Arbeit des Kirchbauvereins gehört die Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen ­sowie die Beschäftigung von Arbeitssuchenden.

Dass die Rechnung mit der Sonne aufgeht, beweist die 2003 geweihte ­katholische St.-Elisabeth-Kirche in Gera. Auf ihrem Dach erzeugen 88 Solar­module einer Photovoltaikanlage einen jährlichen Stromertrag von rund 12000 Kilowattstunden. »Wir waren eine der ersten, die eine solche Anlage in Gera installiert haben, und können mittlerweile auf gute Erfolge verweisen«, sagt Schreiter.

Das Projekt des Kirchbauvereins fand inzwischen auch die Aufmerksamkeit und Unterstützung der Stadt Gera. Vor wenigen Tagen unterzeichneten Oberpfarrer i. R. Roland Geipel und Dekan Klaus Schreiter eine »Umweltpartnerschaft« mit der Kommune, die das Projekt jetzt ideell fördert. Wenngleich die Konzentration vorerst auf dem ostthüringischen Raum liege, und, wie Schreiter sagt, zunächst »kleine Brötchen gebacken werden sollen«, Interessenten von Gemeinden bis hin zum privaten Häuslebauer könnten sich trotzdem gerne von überall her an den Geraer Kirchbauverein wenden. Übrigens, bei der Finanzierung der Anlage auf dem Dach der St.-Elisabeth-Kirche habe er für eine Mitinvestition so geworben: »Geld bekommen Sie, solange die Sonne scheint, und wenn die Sonne nicht mehr scheint, brauchen Sie auch kein Geld mehr.«

Karsten Schaarschmidt

Weitere Informationen: Kirchbauverein Gera e.V., Projekt »Kirchen zum Klimawandel«,
Catrin Ripka, Kleiststraße 7, 07546 Gera, Telefon (0365)8303163, E-Mail

»Hier sind wir Christen gefragt«

17. September 2009 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Kirche beteiligte sich an Protestaktionen gegen NPD-»Fest« in Pößneck

Machte sich auf der »Meile der Demokratie« ein Bild von den Protesten gegen die Veranstaltung der Rechten:  Landes-bischöfin Ilse Junkermann. Auch Propst Hans Mikosch aus Gera, der Schleizer Superintendent Ralf-Peter Fuchs und  Landesjugendpfarrerin Dorothee Land waren nach Pößneck gekommen, um Flagge zu zeigen.	Foto: Peter Cissek

Machte sich auf der »Meile der Demokratie« ein Bild von den Protesten gegen die Veranstaltung der Rechten: Landes-bischöfin Ilse Junkermann. Auch Propst Hans Mikosch aus Gera, der Schleizer Superintendent Ralf-Peter Fuchs und Landesjugendpfarrerin Dorothee Land waren nach Pößneck gekommen, um Flagge zu zeigen. Foto: Peter Cissek

Es war ein bewegender Moment. Anlässlich des Protestes gegen das rechtsextreme »Fest der Völker« wurde am vergangenen Sonnabend bei einem Friedensgottesdienst in der Jüdeweiner Kirche eine Gedenktafel an die 25 Opfer der Judenverfolgung in Pößneck enthüllt. »Wir erkannten in ihnen unsere Brüder und Schwestern nicht. Wir bitten um Vergebung«, sagte die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann. Ähnlich wie in Pößneck hätten viele Christen während des Dritten Reichs nichts unternommen, als ihre jüdischen Mitbürger am helllichten Tag aus dem Hause geholt und an grauenvolle Orte der Vernichtung verbracht worden seien. So etwas dürfe sich niemals wiederholen, forderte die Bischöfin.

Das Epitaph in Form eines Sühnekreuzes auf einem Dornenbusch erinnert nicht nur an die ermordeten, sondern auch an die entrechteten Pößnecker Bürger jüdischen Glaubens. Junkermann und Pfarrer Jörg Reichmann verlasen die 25 Namen, die auf der knapp zwei Meter hohen Gedenktafel aus Holz zu lesen sind. Fremdenfeindlichkeit sei mit dem christlichen Glauben unvereinbar. »Die Neonazis stellen das jüdisch-christliche Menschenbild, nach dem vor Gott alle Menschen gleich sind und an dem unsere Gesellschaft orientiert ist, infrage.

Hier sind Christen gefragt. Wir können und dürfen nicht wegschauen. Lasst uns aufstehen und widersprechen, wenn Menschen verleumdet werden und Geschichte verfälscht wird wie durch die Neonazis«, rief Junkermann den Besuchern zu.

Der Pfarrer lobte das Engagement des Pößnecker Aktionsbündnisses Courage, dessen Mitstreiter seit Jahren die Geschichte der Pößnecker Juden erforschten. Während des Friedensgottesdienstes, der ein Bestandteil der am Sonnabend veranstalteten »Meile der Demokratie« war, wurde in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche auch ein Aufruf des Landesjugendkonvents und ein modernes Glaubensbekenntnis der Jugend und der Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Pößneck zur Achtung der Menschenwürde verlesen.

Mit insgesamt 30 Informationsständen auf der »Meile der Demokratie« hatten sich Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Verbände an den Protesten gegen die Rechtsextremisten beteiligt. Eine Sprecherin des Aktionsnetzwerkes wertete die an drei Zugängen zum Veranstaltungsort der Neonazis erfolgten Sitzblockaden als einen Erfolg. Zwar sei es nicht gelungen, das »Nazifest« zu verhindern. Dennoch seien nicht annähernd so viele Besucher gekommen, wie von der NPD angestrebt.

Für die »Meile der Demokratie« sprach Kreisjugendfarrer Joachim Preiser von einer eher »verhaltenen Resonanz«. Die »Meile« sei der Versuch gewesen, das bürgerliche Publikum zu erreichen. Am Wochenende hätten aber viele Pößnecker die Stadt verlassen. Preiser zeigte sich erleichtert, dass die Proteste friedlich abgelaufen sind. Nach Polizeiangaben beteiligten sich an den Protesten bis zu 700 Menschen, das Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus sprach von fast 1000 Teilnehmern.

Zu der NPD-Veranstaltung kamen rund 450 Sympathisanten der rechten Szene. Das sogenannte Fest der Völker wird vom Jenaer Kreisverband der NPD seit 2005 jährlich veranstaltet. Nach Protesten in den Vorjahren, zunächst in Jena und im vergangenen Jahr in Altenburg, verlegte die rechtsextreme Partei ihre Veranstaltung nun nach Pößneck.

(ci/epd)

Aus den Sorgen ein Gebet machen

17. September 2009 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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All eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.
1. Petrus 5, Vers 7

Foto: Constantin Jurcut, Sxc

Foto: Constantin Jurcut, Sxc

Es liegt schon einige Jahre zurück. Beim Essen plapperten wieder einmal alle durcheinander. Man verstand sein eigenes Wort nicht mehr. Jeder wollte mir etwas erzählen. Irgendwann habe ich gesagt: Ich kann nicht allen gleichzeitig zuhören. Unsere damals vierjährige Ella platzte in die entstandene Stille mit den Worten: Aber Gott kann das, oder Papa? Ja, er kann das und er will das: All eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.
Es ist die Hand desselben Gottes – die auf mir liegt, mich manchmal auch drückt und die, die sich anbietet, mir die Sorgen abzunehmen. Es ist dieselbe Hand, seine Hand, die Regen gibt und Sonne. All eure Sorge … Nicht nur die kleinen, nicht nur die großen, nicht nur die eigenen oder nur die der anderen. Es ist ihm nicht gleichgültig, wie es dir geht. Mach aus Sorgen ein Gebet. Machen wir das?

Ja, ich werfe meine Sorgen auf ihn. Ich weiß, keine Last ist ihm zu schwer, er kann mehr tragen als ich. Also werfe ich. Aber mit der anderen Hand fange ich die Sorge wieder auf. Für den Moment des Werfens bin ich sie los, aber ich lasse nicht wirklich los. Das mache ich mit einer Sorge so, mit zweien und dann fängt das Jonglieren an. Wenn es zu viele sind, wundere ich mich, dass ich es nicht tragen kann.

Petrus mutet uns zu, Sorgen wirklich abzugeben. Es ist eine Form von Hochmut, mit seinen Sorgen selbst zurechtkommen zu wollen und so zu tun, als würde man loslassen. In anderem Zusammenhang machen Väter es manchmal so mit ihren Söhnen, ich auch. Der Vater ruft um Hilfe, am Zaun zum Beispiel ein Brett zu halten, damit er es annageln kann. Und Söhne halten fest mit aller Kraft. Aber bevor er wirklich den Nagel einschlägt, stemmt er selbst das Knie noch dagegen.

Mach aus Sorgen ein Gebet, und dann sollen sie ein Gebet bleiben und nicht wieder Sorgen werden. Trauen wir es ihm zu, dass sein Arm weiter reicht und seine Augen den Überblick behalten!

Ernst Wachter, Pfarrer in Elbingerode

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