Begegnung auf dem Kreuzweg

25. März 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Kirchenjahr: Jugendliche und junge Erwachsene aus Erfurt inszenierten bemerkenswertes Passionsspiel rund um den Domberg

Passionsspiele gibt es nicht nur in Oberammergau.  Auch in der Thüringer  Landeshauptstadt haben evangelische und katholische Christen das Karfreitagsgeschehen anschaulich gemacht.

Der 21-jährige Theologiestudent Nils Hoffmann hat die Rolle als Jesus im Erfurter Passionsspiel übernommen – hier eine Aufnahme von den Proben. Foto: Susanne Kay

Der 21-jährige Theologiestudent Nils Hoffmann hat die Rolle als Jesus im Erfurter Passionsspiel übernommen – hier eine Aufnahme von den Proben. Foto: Susanne Kay

»Ans Kreuz mit ihm«, brüllt es ungehalten durch den Erfurter Dom. »Los, kreuzigen!«, erheben sich immer wieder Rufe aus den hinteren Reihen der Menschenmenge, die sich ins Langhaus des Domes schiebt. Mit jedem Schritt wird diese Menge lauter, tosender. Fast wähnt man sich in einer Turnhalle – wäre da nicht noch das unbarmherzige Peitschen der Lederriemen. Nein, hier geht es nicht um Sieg oder Niederlage. Hier geht es um Leben und Tod. Und bei allem Wissen darum, dass diese Szene eine gespielte ist, lässt sich diese seltsame Angst, die da fröstelnd in dem Beobachter aufsteigt, nur mit Mühe unterdrücken.

»Wir wollten die Passion nicht als etwas Vergangenes darstellen«, erklärt Schwester Ulrike Harnisch als Organisatorin und zugleich Co-Regisseurin der Erfurter Passionsspiele. Wiewohl der Auslöser durchaus ein geschichtlicher war: Weihbischof Reinhard Hauke nämlich hatte von einem geistlichen Spiel über die Auferstehung erfahren, das im 13. Jahrhundert zu Ostern im Erfurter Dom aufgeführt wurde. Für die vier (ausverkauften!) Aufführungen am vergangenen Wochenende wurde zwar nicht dessen Text, doch quasi der historische Faden wieder aufgenommen. »Ganz wichtig war uns aber zu fragen, wie Jesus den Menschen heute auf seinem Kreuzweg gegenübertreten würde«, unterstreicht Ulrike Harnisch.

Die Begegnungen, die Regisseur Jupp Kokott (im »richtigen Leben« ist der 31-Jährige Orthopädiemechaniker) und nicht weniger als 33 Laienschauspieler und Helfer aus katholischen wie evangelischen Gemeinden auf dem Domberg in Szene setzten, könnten eindrücklicher kaum sein. Nach dem Verhör bei Pontius Pilatus prügeln zwei Soldaten Jesus den Kreuzweg entlang bis zur letzten Station. 150 Menschen – die Besucher dieses Passionsspiels – folgen ihm von der Kunigundenhalle im Kreuzgang über den ganzen Domberg bis schließlich in den Dom.

Und so begegnen sie mit ihm auch Julia, der blutjungen Selbstmörderin. »Ich bin in einem Kerker«, schreit sie der Welt entgegen. »Ich bin meine eigene Gefangene. Alles geschieht ohne mich. Automatisch.« Als sie sich immer mehr dem Abgrund nähert, löst sich Jesus von seinen Peinigern. Trotz langen Zauderns lässt sie sich an seiner Hand aus der Gefahr führen. »Danke, dass du dich für das Leben entschieden hast. So ist mein Tod nicht umsonst.«

Nicht im Entferntesten eifernd spricht Nils Hoffmann seinen Jesus nach Versen aus dem Johannes-Evangelium. Während sich der 21-jährige Theologiestudent ungemein überzeugend zumeist an die Original-Texte hält, haben Anne Kaufhold alias Julia und all die anderen jungen Erwachsenen sich ihre Worte über Monate hinweg selbst erarbeitet. »Bist du moralisch oder was?« wird da die Freundin abgekanzelt, die auf einer Alkohol getränkten Party nicht wild mit rumknutschen will. In einer enormen atmosphärischen Dichte wollen in der Kriegsszene zwei Rekruten eine unschuldige Frau hinrichten. »Ich komm’ mir vor wie im Computerspiel«, flüstert es aus einer Gruppe Jugendlicher. Hammerschläge sind das Gröbste, das die Inszenierung von Jesu Tod erzählt. Später nur das leere Kreuz. Und der Choral »O Haupt voll Blut und Wunden«.

Manchmal sei sie richtig froh gewesen, weitergehen zu können, bekennt Karola Stöber, die für das Passionsspiel extra aus Georgenthal angereist war. Einfach zu beklemmend seien einige Szenen gewesen. Kein Vergleich zu ihrer Erfahrung aus Oberammergau, wo man allein schon durch die Theatersitzreihen viel weniger »drin« gewesen sei im Geschehen.

Was alles an Fragen aus der Ungeheuerlichkeit dieses Geschehens erwächst – der ein wenig belehrend vorgetragene Epilog vermag es ebenso wenig zu fassen wie der Prolog zum Anbeginn. Auch heute also rettet Jesus, segnet, verblüfft mit seiner radikalen Ehrlichkeit, und noch der niederträchtigste Soldat wähnt sich ihm überlegen. War er von Gott erwählt in dem Maß, wie er auf Erden verworfen wurde? Opferte er sich selbst um des Heils anderer Willen?

Am Ende zeichnet sich hinter einem Vorhang der Schatten eines Mannes ab, der segnend seine Hände über jene jenseits dieses Vorhangs breitet – in stummer und zugleich vielsagender Geste.

Kathrin Schanze

So einfach ist das nicht

25. März 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Wirf dein Anliegen auf den Herrn, der wird dich versorgen und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen. Psalm 55, Vers 23

Theresa Rinecker, Seelsorgeseminar Weimar

Theresa Rinecker, Seelsorgeseminar Weimar

So kann das mit Worten sein: Hat man sie einmal nicht nur gesprochen, sondern gesungen, dann gehen sie doppelt mit. In dem kleinen Kirchenchor war uns die Melodie zu diesen Worten eine Hilfe. Felix Mendelssohn-Bartholdy hat uns mit seiner Musik etwas zum Weitergeben vermacht, wo wir leere Hände hatten. Dort, wo sich uns die Worte ­versagten, konnten wir singen: »… und wird den ­Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen, …«

So einfach klingt das. Das Anliegen auf den Herrn werfen. Als ginge das wie Handball-Spielen. Wirf den Ball weiter, und dann hat der andere die Verantwortung. Er ist nun dran.

Ich denke an die vielen und mich selbst, die Kerzen entzünden und Gebete seufzen. Menschen sorgen sich um Leib und Seele, um sich und andere. Wenn die Last nicht kleiner wird, reicht die Kraft nicht. Es wäre so notwendig, damit wieder Luft und Sonne geatmet werden können. Allein, so wie ich mir das wünsche, funktioniert es nicht. Keine Zauberhand setzt mein Leben unter einen anderen Stern.

Im Psalm 55 mahnt ein Betender sich selbst. Er erinnert sich. Er hält sich selbst und Gott seine bittere Erfahrung vor. Engste Gefährten und Vertraute haben enttäuscht, sie haben sich abgewandt. Sich selbst ermunternd, hält er klagend, betend die Hoffnung aufrecht. Wenn uns Vertrautes, Menschen oder Gesundheit verloren gehen, ist dies bedrohlich. Der Halt und der Boden kommen ins Wanken. Das sicher geglaubte Leben rutscht, wird gewaltig verrückt, es droht wegzubrechen.

»Woher kommt mir Hilfe? Lass mich nicht fallen, du nicht, sei mir Halt, Hilfe und Schutz. Lass es so nicht für immer.« Unmerklich kann es geschehen, dass über solchem Bitten und Sich-Ausrichten unsere Gebrochenheit in ein neues Licht kommt, auch ohne Zauberer. Im Chor haben wir weiter gesungen: »Denn seine Gnade reicht soweit der Himmel ist und keiner wird zuschanden, der auf ihn harret.«

Theresa Rinecker, Seelsorgeseminar Weimar

Keine Kunst

25. März 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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kopf12

Seit 1997 hieß es jährlich Bühne frei für das Kleinkunstfestival »Grenzgänger«. Nun scheint das Aus für diese einmalige kirchliche Veranstaltungsreihe besiegelt. Weil die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland als Rechtsnachfolgerin der Kirchenprovinz Sachsen den jährlichen Zuschuss von 50.000 auf 20.000 Euro gekürzt hat, sieht sich der Trägerverein außerstande, die Vorbereitung und Organisation weiter ehrenamtlich zu leisten. Das ist aus mehreren Gründen bedauerlich. Gegründet wurde das Festival als Folge des Kirchbautages 1996. Damals waren die Experten zu dem Schluss gekommen, dass es im ländlichen Raum Nachholbedarf in Sachen Mehrfachnutzung von Kirchen gibt. Tatsächlich haben die »Grenzgänger« hier einiges geleistet.

Natürlich ist das Ende einer solchen Kulturreihe nicht ungewöhnlich. In Zeiten knapper Kassen muss die Frage nach dem Sinn von dauerhaften Zuschüssen erlaubt sein. Das ist in der Kirche nicht anders als anderswo. Doch es bleibt ein hoher Preis, den die EKM für die vergleichsweise kleine Summe zahlt. Immerhin ist das Festival für kleine Gemeinden aus der Taufe gehoben worden. Dass nun gerade dort gespart wird, macht es nicht leichter. Zwar hat die Landeskirche die Beweislast umgedreht, es reicht demnach nicht mehr, allein auf eine gewachsene Tradition zu verweisen. Durchschnittlich 4000 Besucher bei 60 Veranstaltungen pro Jahr sprechen jedoch eine deutliche Sprache.

Zudem praktizierte das »Grenzgänger«-Festival genau das, was Landesbischöfin Ilse Junkermann in ihrem Bericht vor der Synode jetzt ­angemahnt hat, dass sich die Gemeinden öffnen. Durch solche Angebote gewinnt die Kirche an ­Attraktivität auch für Fernstehende. Eigentlich hätte der Trägerverein mit seinem Ansatz, Kleinkunst in Dorfkirchen zu holen, eine zweite Chance verdient. Dafür wäre jedoch eine Fortsetzung der Förderung erforderlich. Ein solches Projekt auslaufen zu lassen, ist keine Kunst, einen Rettungsversuch zu unternehmen dagegen schon.

Martin Hanusch

Kirche mit anderen

25. März 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Mitteldeutsche Landessynode beriet in Bad Sulza über Zukunft der Gemeindearbeit

Im Fokus: Drei Tage lang ging es auf der Frühjahrstagung der Synode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland im thüringischen Bad Sulza um Zukunftsfragen. Fotos: Maik Schuck

Im Fokus: Drei Tage lang ging es auf der Frühjahrstagung der Synode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland im thüringischen Bad Sulza um Zukunftsfragen. Fotos: Maik Schuck

»Umkehr ist nötig zu einer Kirche, die bereit ist, sich verändern zu lassen, die bereit ist, aus einer geschlossenen oder geschlossen wirkenden Gemeinschaft herauszugehen.« Schon zum Auftakt stimmte Landesbischöfin Ilse Junkermann die 83 Synodalen bei der Frühjahrstagung vom 18. bis 20. März im thüringischen Bad Sulza auf das anstehende Schwerpunktthema ein. Einen Tag wollte sich das Kirchenparlament Zeit nehmen, um über das zentrale Thema »Gemeinde unterwegs« zu beraten.

Bereits in ihrem Bericht »Ein geselliger Gott freut sich an einer geselligen Kirche« warb die Bischöfin für mehr Offenheit in den Gemeinden. Heute müsse die »Kirche für andere« weiterentwickelt werden zu einer »Kirche mit anderen«. Kirche dürfe »kein Verein von untereinander Gleichgesinnten« sein, sagte sie. »Geselligkeit braucht Vielfalt und im besten Fall Freude am anderen, in jedem Fall Respekt vor dem Anderssein des Anderen.« Zudem sei es »ganz wichtig, dass wir auch so aus uns herausgehen, dass wir mit anderen feiern«. Der Sonntag mit seinen Gottesdiensten gebe eine Ahnung davon, dass Menschsein mehr ist als Arbeiten, Geld verdienen und sich sein Leben verdienen, stellte die Theologin in ihrem Bericht fest. Für die Kirche sei der Sonntag und sein Schutz deshalb unaufgebbar.

Zugleich verwies die Landesbischöfin darauf, dass die Gesellschaften nicht über ihre Grenzen hinaus leben dürften, wenn es eine gelingende Gemeinschaft zwischen den Menschen geben solle. Als Beispiel nannte sie den Klimawandel und den Schuldenberg. »Eine Ethik des Genug ist Voraussetzung für eine Qualität von Leben, die das Glück nicht darin verheißt, dass der Konsumgüterverbrauch endlos gesteigert werden kann.« Vielmehr gehe es um eine Qualität von oben, die von gelingender Gemeinschaft geprägt sei.

Aber nicht nur der Bischofsbericht thematisierte die aktuellen Herausforderungen. Auch im Beitrag der Bildungskammer zu den Perspektiven der Gemeindepädagogik drehte es sich letztlich um einen notwendigen Mentalitätswandel. Die Bildungsangebote in der EKM müssten sich künftig verstärkt an Benachteiligte wenden, erklärte der Hallenser Religionspädagoge Michael Domsgen. Bislang erreichten die Gemeinden vor allem Menschen der etablierten Mittelschicht. Nach christlichem Verständnis sollte es jedoch darum gehen, möglichst vielen Menschen den Zugang zu Bildung zu verschaffen und Benachteiligten durch Bildungsangebote neue Chancen zu eröffnen. Hier müsse die Gemeindepädagogik Angebote unterbreiten. Familienpatenschaften, Ehrenamtsbörsen sowie kulturelle Initiativen und Kirchbauvereine würden in diese Richtung weisen.

Einen Vorgeschmack auf solche Überlegungen gab schließlich die Weiterarbeit am Schwerpunktthema »Gemeinde unterwegs«. In einem Bericht waren die rund 200 Wortmeldungen der Herbstsynode zur Ausrichtung der Gemeindearbeit, zu den Themen Gottesdienst, Kinder- und Jugendarbeit, Kirchenmusik, Mission, Diakonie sowie zur haupt- und ehrenamtlichen Arbeit zusammengefasst worden. In Arbeitsgruppen diskutierten die Synodalen anschließend die anstehenden Aufgaben – vom Wahrnehmen der eigenen Gemeinderealität über die Vernetzung in der Region bis zur gabenorientierten Teamleitung.

Es sei gut gewesen, dass sich die Synode darauf eingelassen habe, lobte Präses Wolf von Marschall. Zugleich kündigte er eine Weiterarbeit am Thema an. So soll es im Jahr 2012 einen Gemeindekongress geben, um die Ergebnisse in die Gemeinden und Kirchenkreise zu tragen. »Ich glaube«, fügte der Präses hinzu, »wir sind auf einem guten Weg.«

Martin Hanusch

Die Berichte und Beschlüsse der Synode stehen im Internet unter: www.ekmd.de

»Eine Million Euro sind kein Pappenstiel«

25. März 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Kauf des Erfurter Hotels Nikolai durch die EKM sorgte für Diskussionen

Trügerische Idylle. Auf der Synode gab es Streit um das frühere Hotel. Foto: Lutz Edelhoff

Trügerische Idylle. Auf der Synode gab es Streit um das frühere Hotel. Foto: Lutz Edelhoff

Schwester Katharina Schridde von der Communität Casteller Ring (CCR) im Erfurter Augustinerkloster wurde deutlich. Mit dem Kauf des ehemaligen Hotels Nikolai in Erfurt durch die mitteldeutsche Kirche seien Fakten geschaffen worden, ohne die kirchlichen Gremien zu informieren. Da der Vorgang nicht nur in der Thüringer Landeshauptstadt zahlreiche Irritationen hervorgerufen habe, müsste er nun von einem Untersuchungsauschuss geklärt werden, forderte sie in einem entsprechenden Antrag, der auch von Pröpstin Elfriede Begrich unterzeichnet war.

Hintergrund der Kontroverse war der Erwerb des früheren Hotels durch die EKM. Das in der Erfurter Augustinerstraße in unmittelbarer Nähe zum neuen Landeskirchenamt gelegene Haus hatte die Landeskirche für 750.000 Euro zu Beginn des Jahres erworben, um es als Gästehaus zu nutzen. Nach einer kurzen Umbauphase wurde es am 8. Februar wieder eröffnet und soll vorrangig Gäste der EKM beherbergen. Die Landeskirche gehe davon aus, dass nach dem Umzug der beiden Standorte des Kirchenamtes Eisenach und Magdeburg nach Erfurt im Frühjahr 2011 der Bedarf an Übernachtungen stark ansteigt, hieß es im Februar zur Begründung.

Doch das stieß in der Synode nicht nur auf Zustimmung. In der kontroversen Aussprache zu dem Antrag kritisierten mehrere Synodale die mangelnde Transparenz im Zusammenhang mit dem Kauf. Eine Investitionssumme von insgesamt einer Million Euro hätte dem Kirchenparlament vorgelegt werden müssen, betonte der Synodale Reinhard Hotop (Schleusingen). Das Verfahren sei in der Art und Weise der Vermittlung problematisch, meinte auch Pfarrer Michael Wendel (Braunsdorf). »Eine Million Euro sind kein Pappenstiel.« Von den Synodalen wurde vor allem kritisiert, dass sie nicht bereits im Vorfeld über den Erwerb informiert worden waren.

Dagegen verteidigte Finanzdezernent Stefan Große das Vorgehen. Nach der Kirchenverfassung sei der Haushaltsausschuss der Synode zu außerplanmäßigen Ausgaben wie im vorliegenden Fall sehr wohl berechtigt, sagte er. Ein besseres Investment hätte die Kirche nicht erwerben können, sprang ihm der Synodale Heinrich Strenge (Gonna bei Sangerhausen) bei. Dieter Fischer (Dreitzsch) warnte davor, einen »Stellvertreterkrieg« zu führen.

Am Ende lehnte die Synode den Antrag auf Einrichtung eines Untersuchungssusschusses mit großer Mehrheit ab. Das Verfahren soll nun vom Landeskirchenamt überprüft werden. Das Kuratorium des Erfurter Augustinerklosters werde am 22. April über die umstrittene Bewirtschaftung des Gästehauses durch das Kloster beraten, kündigte Oberkirchenrat Christhard Wagner an. Ein entsprechender Vertragsentwurf stehe dann zur Entscheidung an.

Martin Hanusch

Die innere Einheit bleibt ein Thema

25. März 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Den Aufbruch vor 20 Jahren diskutierten Prominente beim 17. Wittenberger Gespräch

Wahl des freien Wohnsitzes war eine Forderung von 1989. Aber ein Umzug ­endet mitunter in der Identitätskrise. Foto: epd-bild/Volkmar Schulz

Wahl des freien Wohnsitzes war eine Forderung von 1989. Aber ein Umzug ­endet mitunter in der Identitätskrise. Foto: epd-bild/Volkmar Schulz

Es liegt immer an der Sicht des Betrachters. Auf die Frage aus dem Auditorium, warum den ganzen Tag der Begriff von der »inneren Einheit« nicht gefallen sei, antwortete Monika Zimmermann mit einer Gegenfrage: »Vielleicht, weil sie da ist?«

Zimmermann ist Regierungssprecherin des Landes Sachsen-Anhalt. Am 17. März moderierte die Journalistin ein Podiumsgespräch in der Stiftung Leucorea, mit dem sich in der Lutherstadt das 17. Wittenberger Gespräch der Landesregierung zum Thema »Vom Aufbruch 1989 zur Deutschen Einheit 1990« seinem Ende zuneigte. Am Nachmittag hatten politische Akteure von damals aus Ost und West unterschiedliche Aspekte des Vereinigungsprozesses beleuchtet. Zuletzt sprach der Historiker Gerhard A. Ritter über die Kosten der Einheit. Atemberaubende Zahlen waren da durch den Raum geflogen von Milliardenbeträgen, die aufgebracht werden mussten, um am Ende Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zu stemmen.

Der Preis war hoch, aber er hat sich wohl nicht nur nach Ritters Auffassung gelohnt. Für ihn ist der Aufbau Ost »insgesamt ein Erfolg« und die friedliche Revolution der Menschen in der DDR sei eine »Sternstunde« in der damit nicht direkt reich gesegneten deutschen Geschichte.

Eine Sternstunde dürfte für den damaligen Kanzleramtschef Rudolf Seiters jener Augenblick gewesen sein, als er mit Außenminister Hans-Diet­rich Genscher auf den Balkon der Deutschen Botschaft in Prag trat, der den wartenden DDR-Bürgern mitteilte, dass sie ausreisen dürften. In der Leucorea sprach er von einem »bewegenden Moment«, doch davon abgesehen habe der Prozess der Ausreisefreiheit vor allem signalisiert, »dass die DDR nicht mehr handlungsfähig war«.

Neben Seiters und Ritter hatten auf dem Podium Platz genommen: der letzte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maizière (CDU), Magdeburgs Altbischof Axel Noack, Sachsen-Anhalts einstiger Ministerpräsident Reinhard Höppner (SPD) sowie Bundeswehrgeneralleutnant a. D. Jörg Schönboom (CDU). Sie waren in den Zeiten des Umbruchs Getriebene und Treibende zugleich: Stichwort Einigungsvertrag, Stichwort Länderstrukturen, kommunale Selbstverwaltung und so fort. Das Schwierigste, erinnerte sich de Maizière, seien die täglichen Demonstrationen der Menschen gewesen: »Und auf alles musste sofort reagiert werden.«

Neben der gemeinsamen Rückschau war die Gesprächsrunde geprägt vom Blick in Gegenwart und ­Zukunft. Höppner mahnte an, ost- und westdeutsche Geschichte »zusammenzudenken«. Denn wer in der Bundesrepublik mit seiner DDR-­Biografie nicht vorkommt, »fühlt sich im Exil«. Über die Identitätskrisen meinte ­Noack, dass sich das »biologisch ­verwachsen« muss. Schönboom wünschte sich, dass man in den neuen Ländern stolz ist auf das Erreichte. Damit liegt er auf einer Linie mit ­Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer. »Wir haben es nicht nötig, unser Selbstwertgefühl nur an anderen zu orientieren«, betonte der Christdemokrat in seinem Schlusswort. Und was die angefragte innere Einheit angeht, so »brauchen wir ja auch nächstes Jahr wieder ein Thema«.

Corinna Nitz

Sinnsuche unterwegs

25. März 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Tourismus: Das Themenjahr »Fahr Rad – am besten in Thüringen« lockte zur Fachtagung.

Am 23. März hörten und diskutierten Kirchenleute mit Touristikern in Erfurt über spirituellen Radtourismus.

Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind ein Muss für eine zerifizierte Radwegekirche. Foto: Uwe Winkler

Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind ein Muss für eine zerifizierte Radwegekirche. Foto: Uwe Winkler

Die Talkirche in Schwarzburg ist ein Kleinod und liegt am Radweg durch das Schwarzatal. Die kleine Holzkirche wurde im vergangenen Jahr nach einer dreijährigen Bauzeit wiedereröffnet. Nun soll sie Radwegekirche werden. Deshalb sind die stellvertretende Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Sigrid Mattes, und Pfarrer Thomas Volkmann ins Augustinerkloster nach Erfurt zur Fachtagung »Spiritueller Radtourismus« gekommen.

Sie wollen sich informieren, welche Bedingungen sie für das Zerifikat erfüllen müssen. Der ehemaligen Kinderärztin Sigrid Mattes ist die Begeisterung anzumerken. Seit der Renovierung sei die Talkirche an der wild-­romantischen Schwarza von Ostern bis zum Reformationstag geöffnet – das ist eine der Bedingungen für das Prädikat »Radwegekirche«. Zudem kümmere man sich, dass nahe gelegene Toiletten öffentlich zugänglich gemacht würden. Gaststätten sowie Unterkünfte seien auch vorhanden.

In Erfurt wurde jedoch nicht nur über solche technischen Fragen informiert. Vor allem ging es darum, was Touristen in Kirchen suchten und was die Gemeinden anbieten können. Der Radtourismus hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Am beliebtesten Radweg Deutschlands, dem Elberadweg, verzeichnete der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club vergangenes Jahr 145.000 Radler.

Der spirituelle Tourismus als »Nischenthema«, erläuterte Pfarrer Christfried Boelter, zuständig im Gemeindedienst der mitteldeutschen Kirche für offene Kirchen, sei ein Segment des Wander- und Radtourismus. Fast 700 offene Kirchen gäbe es in Mitteldeutschland, 120 davon verlässlich ­geöffnet. Radwege führten meist an Kirchen vorbei. Aber gerade sie seien oft verschlossen. Hier sieht Boelter ein großes Potenzial.

Was spiritueller Tourismus bedeutet, erläuterte Klaus Stemmann von »Kirche im Tourismus« der hannoverschen Landeskirche. Was bewegt Touristen, in eine Kirche zu gehen? Die einen wollen einfach nur »mal gucken« oder ausruhen, sie haben Interesse am Bau und der Kultur des Gebäudes. Andere suchen Stille, wollen ein Gebet sprechen oder entdecken ihre biografischen Wurzeln: Ich bin getauft, vielleicht sogar »hier« getauft. »Menschen suchen im Urlaub nach Sinn, nach Verwandlung«, so Stemmann.

Der Tourismus könne die leiblichen und auch kulturellen Bedürfnisse der Urlauber bedienen. Geist und Seele mit einzubeziehen, das könne er nicht leisten. Hier habe die Kirche ihr Feld. Aber man müsse auch auf jene Rücksicht nehmen, die nur an historischen Erklärungen interessiert seien.

Christfried Boelter ist zufrieden mit der Fachtagung, die vom Gemeindedienst der EKM und der Evangelischen Erwachsenenbildung in Kooperation mit dem Arbeitskreis »Kirche und Tourismus« sowie dem Thüringer Tourismus organisiert wurde. Von den mehr als 30 Teilnehmern sind alle bis zum Tagungsende geblieben. Ging es doch in den abschließenden Workshops um die ganz konkreten Fragen, unter anderem auch um die Vernetzung zwischen Kirche und Tourismus. Hier seien neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit angestoßen worden. Und auch Sigrid Mattes und Thomas Volkmann aus Schwarzburg konnten ihre Fragen loswerden.

Dietlind Steinhöfel

»Nicht irgendeine Kirche«

19. März 2010 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de  
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Luther-Freunde wollen zehn Millionen Euro für Schloss und Schlosskirche in Wittenberg sammeln

Die Schloßkirche in Wittenberg, Foto: Wikipedia

Die Schloßkirche in Wittenberg, Foto: Wikipedia

Rund zehn Millionen Euro will der am Reformationstag 2009 in Wittenberg gegründete »Freundeskreis Luther« für die Sanierung von Schloss und Schlosskirche der Lutherstadt sammeln. Das gab der Vorsitzende des Vereins, der Bielefelder Unternehmer August Oetker, am 16. März in Berlin bekannt. Zum Freundeskreis gehören zahlreiche Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur, darunter der durch sein Engagement für die Dresdener Frauenkirche bekannt gewordene Trompeter Ludwig Güttler und Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck, die auch Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentags im vergangenen Jahr in Bremen war. »Die Schlosskirche ist nicht irgendeine Kirche, sondern die Kirche, von der die Reformation ausging«, begründete Oetker das Engagement des Vereins.

Derzeit befinden sich Schloss und Schlosskirche im Besitz der Stadt Wittenberg beziehungsweise des Landes Sachsen-Anhalt. Nach einer auch mit Bundes-, Landes- und EU-Mitteln finanzierten Sanierung, die nach Angaben des Direktors der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Stefan Rhein, »30 Millionen Euro plus X« kosten wird, sollen die Gebäude in den Besitz der EKD übergehen. Im Schloss könnte ein kirchliches Besucherzentrum entstehen, außerdem sollen dort das Wittenberger Predigerseminar, das Zentrum für Evangelische Predigtkultur sowie eine Forschungsbibliothek zur Reformationsgeschichte untergebracht werden. »Wir erleben derzeit die Entdeckung Wittenbergs durch die EKD«, sagte Rhein. Es bleibe eine gewaltige bauliche Aufgabe, Schloss und Schlosskirche pünktlich zum Reformationsjubiläum am 31. Oktober 2017 fertigzustellen.

Auch der ehemalige ungarische Botschafter in der Bundesrepublik, Gergely Pröhle, erinnerte an die Rolle der Wittenberger Schlosskirche in der Reformation. Eine gemeinschaftliche Spendensammlung zu ihrem Erhalt könne dazu beitragen, dass sich Lutheraner überall auf der Welt wieder ihrer Ursprünge besinnen. Konkrete Pläne für die Umsetzung der Spendensammlung hat der »Freundeskreis Luther« nach Angaben Oetkers derzeit allerdings noch nicht.

Benjamin Lasssiwe

Einmalig in Sachsen-Anhalt

19. März 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Diakonie in Halberstadt eröffnet neue Werkstatt für Sinnesbehinderte und Taubblinde

Hilf mir, es selbst zu tun, aber tue es nicht für mich.« Dieser Satz steht für das Credo der gemeinnützigen »Diakonie Werkstätten Halberstadt«. Deren Leiter Jürgen Viertel sieht darin den Anspruch, Menschen mit Behinderungen eine betreute Berufstätigkeit zu ermöglichen, die einfach mehr bietet als allein Arbeit.

Spezialwerkstatt: Betreuer Olaf Felix mit dem taubblinden Mitarbeiter Dirk Brehmer (re.).	Foto: Dana Toschner.

Spezialwerkstatt: Betreuer Olaf Felix mit dem taubblinden Mitarbeiter Dirk Brehmer (re.). Foto: Dana Toschner.

Rund anderthalb Jahrzehnte hatten die Arbeits- und Berufsbildungsbereiche für sinnesbehinderte und taubblinde Menschen im Seitenflügel der Marie-Hauptmann-Stiftung ihren Platz. Nun heißt es, die Kisten zu packen und sich an neue Räume zu gewöhnen, denn die Mitarbeiter, die aus Sachsen-Anhalt und sogar aus den Nachbarbundesländern kommen, können einen Raum als solchen gar nicht wahrnehmen. Irgendwann werden sie die aus einem Telekomgebäude entstandene »Werkstatt am Park« erkennen. Sie bietet als einzige Einrichtung Sachsen-Anhalts 43 behinderten Mitarbeitern mit diesem besonderen Förderbedarf eine in Räumen und Betreuung optimierte Spezialwerkstatt.

»Die Arbeit in der ›Werkstatt am Park‹ orientiert sich an den Stärken und Kompetenzen unserer Mitarbeiter. Sie erleben Gemeinschaft und eine sinnvolle Tätigkeit. Sie werden in die Arbeitsprozesse integriert und bekommen so das Gefühl, Teil eines Ganzen zu sein.« So versteht Marion Rehfeldt, die den Bereich für hörsehbehinderte und taubblinde Menschen leitet, ihr Wirken. »Wer nicht auf die Sinne Hören und Sehen zurückgreifen kann, der hat es unheimlich schwer, sich zu orientieren.«

Hoch qualifizierte Mitarbeiter, kleine Arbeitsgruppen, die intensive Zusammenarbeit mit Fachdiensten, aber auch eine spezielle Ausstattung sowie die bauliche Gestaltung der »Werkstatt am Park« ermöglichen, dass sich die Mitarbeiter sicher und angstfrei bewegen können. Ebenso wurden wichtige Aspekte der Akustik berücksichtigt. »Wir haben auf unnötige Komplexität, die verwirrend wirkt oder gefährlich werden könnte, verzichtet«, so die Psychologin Birgit Stemmer. »Das verbliebene Hör- und/oder Sehvermögen der Mitarbeiter wird unterstützt und ihre persönliche Selbstständigkeit gefördert.«

Dabei griffen die »Diakonie Werkstätten Halberstadt« auf ein Planungsbüro zurück, das seit über 30 Jahren für Menschen mit Behinderungen Wohnheime, Speisesäle und Werkstätten entwirft. Die Architekten Steffen W. Klima und Wolfgang Probst setzen dabei auf die Orientierung in allen verbliebenen Sinnesbereichen. Das betrifft Grundhelligkeit und Lichtfarben ebenso wie Leitfarben in den Etagen, spezifisch geformte Handläufe und reliefartige Hinweiszeichen auf Oberflächen.

Damit sich die Mitarbeiter mit den Abläufen und Regeln am späteren Arbeitsplatz vertraut machen können, ist dem Arbeiten in der »Werkstatt am Park« der Berufsbildungsbereich vorangestellt, der sich in einen je zwölfmonatigen Grund- sowie einen Aufbaukurs gliedert. »Der Arbeitsbereich unserer sinnesbehinderten und taubblinden Mitarbeiter unterscheidet sich weder in der Arbeitsgeschwindigkeit noch in der Qualität der hergestellten Produkte von anderen Werkstattbereichen. Und das ist auch gut so!«, meint Jürgen Viertel.

Uwe Kraus

Abwehr und Zuwendung

18. März 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Deutschland sitzt auf der Therapiecouch. Ein ganzes Land ­beginnt, sich selbst das lang Beschwiegene zu erzählen: Jeden Tag kommen neue Fälle sexueller Gewalt ans Licht der Öffentlichkeit. Das tut weh. Und kann zugleich der Beginn einer Heilung sein. Denn das Vertrauen der Opfer in die Welt, in die Gerechtigkeit, in Gott und in sich selbst liegt häufig in Scherben. Wenn man ihnen nun Glauben schenkt, ihr Leid und auch ihre Würde wahrnimmt, können diese Fragmente anfangen, sich zusammenzufügen.

Foto: Sanja Gjenero (sxc.hu)

Foto: Sanja Gjenero (sxc.hu)

Auch die evangelische Kirche ist da gefordert. Es muss in Zukunft alles dafür getan werden, dass Kinder und Jugendliche geschützt werden und man den Opfern mehr glaubt als den Tätern. Die kirchliche Personalpolitik sollte daraufhin kritisch abgeklopft werden. Konkrete Ansprechpartner für Betroffene zu benennen, wie der Personaldezernent der mitteldeutschen Kirche, Christian Frühwald, gegenüber der Kirchenzeitung äußerte, kann ein erster Schritt sein.

Aber die Aufgabe für die Kirchen und alle Christen ist weitaus größer. Zehntausende Kinder und Jugendliche werden jedes Jahr und oft in ihren eigenen – durchaus auch christlichen – Familien zu Opfern. Tausende Frauen und Mädchen werden in Deutschland zur Prostitution gezwungen – auch dies ist sexuelle Gewalt, angereichert mit kommerzieller Ausbeutung. Ähnlich verhält es sich mit nicht geringen Teilen der Pornofilm-Industrie. Auch Christen gehören zu den Kunden.

Ob die Vermarktung von Sexualität oder ihre Verdrängung in einer engen, selbstbezogenen Moral: Beides kann den Menschen zum Objekt machen. Sein Gebrauch – sein Missbrauch – wird so erst möglich. Christen sollten deutlich sagen, wen jede Form von Gewalt trifft: einzelne Menschen – ein jeder und eine jede ist Ebenbild Gottes. Die Opfer und auch die Täter sollten wissen: Mit den Leidenden identifiziert sich Gott ganz besonders. So wie am Kreuz.

Andreas Roth

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