Musikalischer Paukenschlag zum Geburtstag
3. Juni 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT
Abgelegt unter Thüringen
In Hildburghausen startete Festwoche anlässlich 225 Jahre Christuskirche.

Oberpfarrer Christoph Victor freut sich über die vielen Geburtstagsgäste, die er in der Hildburghäuser Christuskirche begrüßen kann. Der informative Flyer listet alle Konzerte und Ausstellungen im Jubiläumsjahr auf und gibt Auskunft über Bau- geschichte und Schätze des Gotteshauses. Foto: Wolfgang Swietek
»Es soll nicht nur eine Festwoche zum Kirchenjubiläum geben«, sagt Oberpfarrer Christoph Victor, »wir wollen das ganze Jahr über Veranstaltungen anbieten, die wir unter das Motto ›225 Jahre Christuskirche‹ stellen.« Der vergangene Sonntag war jedoch ein Paukenschlag im Jubiläumsjahr: Mit gleich drei Konzerten huldigten Musiker und Sänger dem altehrwürdigen Gotteshaus mit seiner guten Akustik und leiteten die Festwoche ein.
Sie ist in die Jahre gekommen, die Christuskirche, die vor 225 Jahren just an der Stelle errichtet worden ist, wo vor dem großen Stadtbrand von Hildburghausen die alte St.-Lorenz-Kirche gestanden hatte. Ausgang der 90er Jahre schon einmal generalsaniert, machte Schwammbefall erneut größere Baumaßnahmen erforderlich. Doch nun hat sie ein Festkleid angelegt. Die Feierlichkeiten starteten am Sonntagvormittag mit einem Festgottesdienst, den der Höhnbergchor Reurieth unter Leitung von Manfred Dankert musikalisch gestaltete. Unterstützt von zwei Streichern vom Collegium musicum Hildburghausen brachte der Chor die Messe in B-Dur von Joseph Haydn zu Gehör, an deren Ende das berühmte »Heilig, heilig, heilig – heilig ist der Herr« steht. »Wir sollten Gott danken, dass es solche Stätten gibt, wo wir uns versammeln können zu so fröhlichen Anlässen«, sagte Superintendent Michael Kühne zu Beginn des Gottesdienstes.
Bereits am Nachmittag gab es zwei weitere Konzerte. So erlebten zahlreiche Zuhörer das Kirchenchortreffen des Kirchenkreises Hildburghausen-Eisfeld, an dem sich neben Chören der evangelischen Kirchengemeinden erstmals auch Sängerinnen und Sänger der katholischen Pfarrgemeinde Hildburghausen beteiligten. In Einzelbeiträgen und auch als Gesamtchor sangen sie am Sonntag Trinitatis Kompositionen von beispielsweise Mozart, Bach und Mendelssohn-Bartholdy. Zudem hatte der Hildburghäuser Kirchenmusikdirektor Torsten Sterzik zwei Stücke aus eigener Feder beigesteuert: »Ich singe dir mit Herz und Mund« und »Wunderbarer König« für zwei Sing- und zwei Bläserchöre. Einen musikalischen Farbtupfer brachte auch die Gruppe »Cocktail a cappella« unter Leitung von Yvonne Unger ins Programm. Ein weiterer Höhepunkt am späten Nachmittag dann der Auftritt des Auswahlbläserchores der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Und schon am bevorstehenden Wochenende geht es mit viel Musik weiter. Am Samstag, 5. Juni, wird der Stadtchor Freiberg zu Gast sein, ein Chorkonzert zu Ehren von Dietrich Bonhoeffer steht dann auf dem Plan. Weitere Konzerte wird es bis Dezember geben, Fachvorträge zur Geschichte der Kirche, aber auch sehenswerte Ausstellungen. So ab
1. Juni die Wanderausstellung »Johannes Calvin und die Reformierten in Mitteldeutschland«, ab 1. August dann »Große und kleine Schätze in der Christuskirche« und für den 1. Oktober wird die Präsentation »Christliche Motive in der Philatelie« vorbereitet.
Wolfgang Swietek






