Ein geschenkter Urlaubstag
20. Juli 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT
Abgelegt unter Thüringen

Kerstin Rickes nimmt ihre beiden Töchter nach einem erlebnisreichen Ferientag am Bus wieder in Empfang. Foto: Ingried Ehrhardt
Kinder aus dem Kreis Hildburghausen besuchten den Freizeitpark in Heroldsbach
Die Freundinnen Vanessa (10) und Vezire (11) sind im Gegensatz zu den jüngeren Ausflüglern kein bisschen müde, als sie auf dem Parkplatz im südthüringischen Städtchen Hildburghausen aus dem Bus steigen. Fröhlich plappern sie drauflos, was das für ein toller Ferientag im Freizeit- und Erlebnispark Schloss Thurn in Heroldsbach war. Auf Karussells sind sie gefahren, Ritterspiele haben sie gesehen, auch eine Westernshow. Aber das Größte, das war die Fahrt auf der Wildwasserbahn. »Am liebsten wären wir gar nicht mehr aus dem Boot geklettert«, schwärmt Vanessa. »Na ja, dafür hat uns für die Achterbahn der Mut gefehlt«, gesteht Vezire.
25 Kinder steigen an jenem Juni-Montagabend glücklich, zufrieden und manche auch erschöpft aus dem Reisebus. Die meisten werden von ihren Müttern in Empfang genommen. Natürlich sind die neugierig. Die Mütter wissen den geschenkten Urlaubstag der Diakonie Mitteldeutschland sehr wohl zu schätzen. »Nur gut, dass es dieses Projekt gibt«, gesteht eine Alleinerziehende aus Poppenhausen. Sie lebt von ALG II. Ihre beiden Jungs haben den Tagesausflug mitgemacht. Die Tochter sei noch zu klein. »So einen Ausflug könnte ich nie bezahlen. Es ist doch nicht nur der Eintritt, wir müssten was essen, dann wollen die Kinder Eis, was trinken.« Die Frau ist glücklich, dass es ihren Söhnen gefallen hat. Es werde für die beiden wohl der erlebnisreichste Tag in den Ferien bleiben, erklärt sie offen. Was könne sie den Jungs schon bieten? Ein Schwimmbadbesuch gehöre schon zum Besonderen.
Kerstin Rickes und ihre Töchter leben ebenfalls von ALG II. Für die kleine Lisa-Marie (7) und ihre Schwester Julia (12) ging ein wunderschöner Tag zu Ende. Dass es noch ein Abschiedsgeschenk, ein neues Buch nach Wahl aus der großen Bücherkiste gibt, macht den Tag perfekt. Das Lesegeschenk stammt von der Kultur-
stiftung »Selbst.Los!«. Auch Kerstin Rickes aus Hildburghausen ist alleinerziehend. Ihr Ziel ist es, eine Arbeit zu finden, von der sie und ihre Kinder leben können. Deshalb besucht sie, die sich ehrenamtlich in der »Tafel« engagiert, derzeit einen Lehrgang, der sie befähigt, demente oder behinderte Menschen zu betreuen. Dieser nimmt noch einen Teil der Sommerferien ein. »Ich bin froh, dass meine Töchter die Fahrt in den Freizeitpark hatten«, erklärt sie dankbar.
Auch für Tina Lenk, Diplom-Sozialpädagogin und Kirchenkreissozialarbeiterin der Kreisdiakoniestelle Hildburghausen/Eisfeld, endet ein ereignisreicher, glücklicher Tag. Sie war die Organisatorin des Tagesausfluges für diese Kinder, die von Armut betroffen sind. Gemeinsam mit vier Frauen oblag ihr auch die Betreuung und Verantwortung für die 25 Steppkes aus Hildburghausen und Umgebung. Tina Lenk kennt aus der täglichen Arbeit die Probleme und Nöte Alleinerziehender. Auch deshalb sei es so wichtig, dass sich das Diakoniewerk der Superintendenturen Sonneberg, Hildburghausen, Eisfeld als Träger der Kreisdiakoniestelle weiter engagiere und solche Projekte wie »einen Urlaubstag schenken« verwirkliche. Dass der bayerische Freizeitpark Schloss Thurn den südthüringischen Kindern den Eintritt und das Mittagessen sponserte, das sei nicht nur eine überraschende, sondern obendrein eine ganz tolle Geste des Unternehmens gewesen, freut sich Tina Lenk.
Ingrid Ehrhardt







Felix Otto liebt die Vezire überalles auf der Welt.Ich wollte mal die
Telefonnummer von der Vezire und die Adresse,Vezire ich wohne in Effelder in
Thüringen,in der Sonneberger Str.93 in Effelder-Rauenstein.
DEIN GELIEBTER FELIX OTTO
ICH VERMISSE DICH VEZIRE!!!!!!