Mut zur Zivilcourage

30. Oktober 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.
Jeremia 17, Vers 14

Jutta Noetzel ist Pfarrerin in Herzberg.

Jutta Noetzel ist Pfarrerin in Herzberg.

Wer kann sich schon sicher sein, dass richtig ist, was er sagt? Berufsredner pflegen leidenschaftlicher zu sprechen und eindringlicher zu gestikulieren, je unsicherer der Boden der Argumentation wird. Der normale Bürger spricht nach, was die anerkannten Autoritäten meinen. Manch Einfältiger verstummt.

In dieser Woche gedenken wir der Reformation, die mit dem Thesenanschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg vor 494 Jahren ihren Lauf begann. Woher hatte Luther seine Gewissheit, mit seinen 95 Thesen in die Öffentlichkeit zu gehen? Woher den Mut, in Worms vor den Reichstag zu treten, zu reden und zu schließen: »Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen.«

Von Jeremia, dem Propheten, wird erzählt, dass er in solch einem Moment gebetet hat: »Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen, denn du bist mein Ruhm.« Heilung im altorientalischen Sinn des Ins-Recht-Setzens. Wer zu Unrecht ins Unrecht gesetzt wird, lässt Federn.

Ich mag sie, diese Unbequemen, die sich trauen, auf ihre innere Stimme zu hören, die ihrem eigenen Gewissen folgen und dafür Ächtung in Kauf nehmen. Ich mag ihr Ringen um Wahrheit, das brennende Feuer in ihrem Herzen, ihr Vertrauen auf Gott, das stärker ist als die Zweifel. Sie halten ­meinen Glauben lebendig und meine Sicht auf das Leben veränderlich.

Luther leitete bisweilen seinen Familiennamen vom Griechischen eleúteros »der Freie« her. Der Reformationstag in diesem Jahr mag uns ermutigen, frei genug zu sein, den Impulsen unseres Gewissens zu folgen. Die Stimme zu erheben, obwohl es gerade so schwer ist, sich sicher zu sein, ob es richtig ist, was man sagt. Im Meer der Meinungen nicht zu resignieren. Lösungen, die angeblich alternativlos sind, nicht blind zu glauben. Zivilcourage zu zeigen. Immer mit der Gewissheit: »Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen, denn du bist mein Ruhm.«

Jutta Noetzel, Pfarrerin in Herzberg

Am Scheideweg

28. Oktober 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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libyen_neue_flaggeIn den vergangenen Wochen und Monaten hat die Welt staunend nach Nordafrika geblickt. Was niemand für möglich gehalten hatte, ist nun Realität: In Tunesien, Ägypten und zuletzt Libyen haben sich die Menschen von ihren Tyrannen befreit und ihr Schicksal selbst in die Hand genommen. Doch inzwischen gerät der vielgelobte arabische Aufbruch ins Zwielicht. In Tunesien triumphieren die Islamisten bei der ersten freien Wahl, und in Libyen hat der Übergangsrat angekündigt, die Scharia – das islamische Recht – einzuführen. Auch die ungeklärten Todesumstände des selbsternannten Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi und das Massaker an mehr als 50 seiner Getreuen werfen kein gutes Licht auf die »Arabellion«. Zwar wird dem libyschen Machthaber niemand eine Träne nachweinen. Allerdings wäre es allemal besser gewesen, ihn vor Gericht zu stellen als seine Leiche Schaulustigen zu präsentieren.

Keine Frage: Der »arabische Frühling« steht an einem Scheideweg. Ein nicht ganz unwichtiger Punkt in der weiteren Entwicklung wird sein, wie sich das Verhältnis zwischen Islamismus und säkularer Welt gestaltet und wie es um die Religionsfreiheit bestellt ist. Übernehmen tatsächlich Islamisten die Kontrolle, wie manche westlichen Beobachter befürchten, oder gibt es nach dem Vorbild der Türkei eine Trennung von Religion und Staat?

Natürlich können wir diese Länder nicht mit unseren Maßstäben messen. Gleichwohl ist es von zentraler Bedeutung, dass demokratische Werte respektiert werden. Dabei muss die Einführung der Scharia allein noch kein Beleg für den Sieg des Fundamentalismus sein. Die meisten arabischen Länder stützen sich darauf. Wesentlich ­erscheint vielmehr die Frage, ob es die alleinige Basis ist – wie etwa in Saudi Arabien – oder ob auch ­andere Rechtsgrundlagen gelten. Europa hat jedenfalls ein großes Interesse daran, dass sich im arabischen Raum echte Demokratien entwickeln. Ansonsten könnte auf den Traum von einer freieren Welt ein böses Erwachen folgen.

Martin Hanusch

Wir freuen uns auf weitere Schritte

28. Oktober 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Erstmals hat ein Oberhaupt der katholischen Kirche mit dem Erfurter Augustinerkloster einen authentischen Lutherort betreten. Foto: epd-bild

Erstmals hat ein Oberhaupt der katholischen Kirche mit dem Erfurter Augustinerkloster einen authentischen Lutherort betreten. Foto: epd-bild

 

Reformationsjubiläum: Die evangelische Kirche feiert selbstbewusst und lädt die katholische Kirche ein mitzufeiern

 
Die Visite von Benedikt XVI. im Erfurter Augustinerkloster hat gezeigt, dass die ­Ökumene keine rein ­deutsche Angelegenheit ist. ­Wittenberg und Rom müssen aufeinander zugehen.

Vor einigen Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, dass ein römisch-katholischer Papst an einen Ursprungsort der Reformation kommt – Martin Luther hätte sich vermutlich die Augen gerieben. Bei seiner Deutschlandreise hat Papst Benedikt XVI. auf Einladung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am 23. September auch das evangelische Augustinerkloster in Erfurt besucht.

Der Papst hat im Kapitelsaal vor den evangelischen und römisch-katholischen Gesprächspartnern betont, wie sehr die Fragen Martin Luthers nach einem gnädigen Gott ihn beeindrucken und auch seine Fragen sind – leider hat er zu den Antworten Luthers und seinen daraus gezogenen Konsequenzen dann geschwiegen. Und im anschließenden ökumenischen Gottesdienst hat Benedikt XVI. über Martin Luther kein Wort mehr verloren. Das war schade und hat manchen traurig gemacht.

Ärgerlich war seine Rede vom »ökumenischen Gastgeschenk«, das er nicht dabei habe und seine Aussage, über den Glauben könne man nicht verhandeln. Diese Unterstellung hat bei vielen Menschen, die mit ganzem Herzen um ein größeres ökumenisches Miteinander ringen, Enttäuschung hervorgerufen. Welche oder welcher Protestant wollte wohl mit dem Papst über seinen Glauben verhandeln?

Auch wenn es sich bei dieser Formulierung wohl um eine Antwort auf Hans Küng gehandelt haben mag,  der ein solches Gastgeschenk an die Deutschen im Spiegel-Interview vom 19. September gefordert hatte, war dies wohl dem Ort und den dort Versammelten nicht angemessen. Insbesondere römisch-katholische Geschwister beklagen die ökumenische Enge und Unfreiheit innerhalb ihrer Kirche und fühlen sich nicht selten vom Papst vor den Kopf gestoßen.

Wir als Evangelische sind sehr gerne Gastgeberinnen und Gastgeber im Augustinerkloster gewesen! Der Papst hat mit seinem Besuch des ­Augustinerklosters gleichsam einen Gegenbesuch angetreten zu Martin Luthers Besuch vor genau 500 Jahren in Rom. Und wir sind auch gerne und überzeugt evangelisch!

Denn die reformatorischen Kirchen laden alle getauften Christinnen und Christen zum Abendmahl mit Brot und Wein ein und mit der Verheißung, dass in dieser Feier die volle Gegenwart des Herrn Jesus Christus zu empfangen ist, weil nicht die Kirche, sondern Christus selbst einlädt. Die reformatorischen Kirchen betreiben Ökumene zudem nicht in Abhängigkeit davon, ob ein Papst kantig oder konziliant agiert, sondern weil wir in unserem Selbstverständnis ökumenisch ausgerichtet sind. Deshalb sind wir weder beleidigt noch euphorisiert über diesen historischen Besuch.

Unsere römisch-katholischen Geschwister in Deutschland haben nach der Abreise von Benedikt XVI. deutlich gemacht, dass sie die ökumenischen Aussagen des Papstes während der Begegnung konstruktiv und perspektivreich interpretieren: Erzbischof Robert Zollitsch hat davon gesprochen, dass der Papst der römisch-katholischen Kirche in Deutschland den Schlüssel zur weiteren Gestaltung der Ökumene in die Hand gelegt habe, gerade mit Blick auf das Reforma­tionsjubiläum 2017.

Wir freuen uns auf die weiteren Schritte auf dem Weg der Ökumene! Dabei werden wir deutlich benennen, wie wir gemeinsam sein wollen und wo wir verschieden bleiben können. Es bleibt aber auch unabdingbar, dass diese Ökumene keine deutsche Angelegenheit sein kann. Nicht Hannover (der Sitz des Kirchenamts der EKD) und Bonn (der Sitz der Deutschen Bischofskonferenz) müssen aufeinander zugehen, sondern Wittenberg und Rom.

Katrin Göring-Eckardt

Die Autorin ist Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Immer wieder, immer schöner

27. Oktober 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Schaut man von einem der ­umliegenden Berge auf Suhl, so ist die  Hauptkirche  »St. Marien«  inmitten der ehemaligen  Altstadt nicht zu übersehen – mit ihrem  gedrungenen Turm prägt sie das Bild. Im Innern überrascht ein im Stil des Rokoko gestalteter Kirchenraum. Foto: Norbert Seidel.

Schaut man von einem der ­umliegenden Berge auf Suhl, so ist die Hauptkirche »St. Marien« inmitten der ehemaligen Altstadt nicht zu übersehen – mit ihrem gedrungenen Turm prägt sie das Bild. Im Innern überrascht ein im Stil des Rokoko gestalteter Kirchenraum. Foto: Norbert Seidel.

 

Hauptkirche »St. Marien« in Suhl feiert Wiederaufbau vor 250 Jahren.

 
Dreimal abgebrannt und wieder aufgebaut – die Hauptkirche »St. Marien« in Suhl teilte mit der Stadt und den Menschen eine wechselvolle Geschichte. In den Jahren 1487 bis 1491 gebaut, brannte beim ersten großen Suhler Stadtbrand im April 1590 auch die Hauptkirche aus. Rasch wurden Häuser und Kirche wieder aufgebaut. Bereits zwei Jahre später erhielt sie eine Glocke und eine Orgel.

In den Wirren des 30-jährigen Krieges, als kroatische Soldaten unter dem Feldherrn Isolani am Gallustag 1634 die Stadt plünderten und schließlich an mehreren Stellen anzündeten, wurde fast die ganze Stadt samt Hauptkirche ein Raub der Flammen. Die Menschen hausten in Kellerlöchern und Notunterkünften; Hunger und Seuchen machten sich breit. Nachdem Wohnhäuser und Werkstätten notdürftig hergerichtet waren, konnte ab 1643 auch an den Kirchenbau gedacht werden. Am 8. Oktober 1654 wurde die erneuerte Hauptkirche eingeweiht.

Vierzehn Stunden wütete am 1. Mai 1753 das Feuer in der Stadt Suhl. Auch die Hauptkirche war betroffen. Dank der Hilfe aus anderen Orten wurde die Stadt zügig wieder aufgebaut. Am 4. Mai 1757 begannen die Arbeiten an der Hauptkirche unter Nutzung der noch brauchbaren Mauern. Zugleich vergrößerte man aber auch die Kirche und gestaltete das Innere im heiter-festlichen Stil des Rokoko. Das Schiff erhielt drei Emporen und im Chor wurden Altar, Kanzel und Orgel schwungvoll übereinander komponiert.

Ein prächtiger Orgelprospekt krönt den Kanzelaltar. Meister Johann Michael Wagner aus Schmiedefeld baute 1760/61 die Orgel. Am 1. November 1761 konnte die so schön wieder erstandene Hauptkirche eingeweiht werden. Erst 1769/78 folgte der Turm und 1770 erhielt die Kirche ein Geläut. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde die Hauptkirche mehrfach renoviert und geringfügig umgebaut.

250 Jahre sind vergangen, seit in dieser (vierten) Hauptkirche der erste Gottesdienst gefeiert wurde. Seitdem ist diese Kirche nicht nur Versammlungs- und Gottesdienstort für die Christen in Suhl, sondern auch ein Ort der Musik und Kultur. Zahlreiche Konzerte in beiden Suhler Kirchen ­bereichern alljährlich das kulturelle Leben in der Stadt. »St. Marien« spiegelt die wechselvolle Geschichte der Stadt Suhl und zeugt vom Fleiß und der Opferbereitschaft der Menschen und ihrem Gottvertrauen.

Helmut Günzler

Die Hauptkirchengemeinde Suhl lädt am 6. November (9.30 Uhr) zum Festgottesdienst ein. Weitere Veranstaltungen sind in der Rubrik »Termine« zu finden.

Spektakuläre Präsentation erweist sich als Touristenmagnet

27. Oktober 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Die Marienkirche am Dom bietet bei der Ausstellung zum »Naumburger Meister« einen würdigen Rahmen, um die Kathedrale von Reims vorzustellen. Foto: Klaus-Peter Voigt.

Die Marienkirche am Dom bietet bei der Ausstellung zum »Naumburger Meister« einen würdigen Rahmen, um die Kathedrale von Reims vorzustellen. Foto: Klaus-Peter Voigt.

 

Sachsen-Anhalts Landesausstellung zum »Naumburger Meister« zog mehr Besucher an als erwartet.

 
Schlangestehen an der Naumburger Domkasse. In den engen Gassen der Stadt herrschte ein munteres Gewimmel. Der Sakralbau lockte in den vergangenen Wochen so viele Gäste an wie vermutlich niemals zuvor. Mit der Landesausstellung »Der Naumburger Meister« wurde die Saale-Unstrut-Region zum Touristenmagnet. Am 2. November schließt die spektakuläre Präsentation ihre Pforten.

Eine Woche vor dem Ende der Exposition hatten sie bereits 170.000 Besucher gesehen. Die kühnsten Erwartungen sind damit übertroffen worden. Sonst kommen durchschnittlich jährlich etwa 140.000 Besucher in den Dom. Er ist damit die unbestrittene Nummer eins an der »Straße der Romanik« quer durch Sachsen-Anhalt.

Seine größte Anziehungskraft verdankt St. Peter und Paul jedoch den Mitte des 13. Jahrhunderts vom so genannten Naumburger Meister geschaffenen lebensgroßen zwölf Stifterstandbildern im Westchor. Zu den bekanntesten gehören Ekkehard und Uta. Letztere wird gern als »schönste Frau« des Mittelalters bezeichnet, sagt Kerstin Wille von den Vereinigten Domstiftern zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz. Ihr Schöpfer sei einer der großen Gestalten des Kathedralzeitalters gewesen, der mit einem Werktrupp von Bildhauern und Steinmetzen unterwegs war.

Nur noch wenige Tage

Die Arbeiten lassen sich vom Beginn der Tätigkeit in Frankreich unter anderem an der Kathedrale von Reims über Mainz nach Naumburg und Meißen verfolgen. An mehreren Orten waren über nun über 500 Exponate auf 2500 Quadratmetern zu sehen. Unter ihnen die Plastik des Childe-bert I. aus dem Pariser Louvre.
Zu den Orten, die mit Beginn der Ausstellung nach langer Zeit wieder erstmals der Öffentlichkeit zugänglich wurden, gehört der ein Hektar große Domgarten. Rekultiviert bleibt er auch künftig ein besonderer Bereich am Gotteshaus. Teiche, ein kleiner Küchengarten und die Bastionen einer alten Immunitätsmauer gehen eine Symbiose ein. Die heimische Flora dort mag den Bildhauern im 13. Jahrhunderte als Vorlage für die Gestaltung von Kapitellen und Friesen gedient haben.

Der Naumburger Dom bleibt nach Ende der Ausstellung bis zum 25. November wegen des Abbaus der Exponate ohne Alternativprogramm geschlossen. Ab dem ersten Adventwochenende kann das Gotteshaus wieder besichtigt werden.

Klaus-Peter Voigt

Ein Ort des Lebens

27. Oktober 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Die Familie Stecker aus Jena kostet jeden unbeschwerten Moment aus. Foto: Guido Werner.

Die Familie Stecker aus Jena kostet jeden unbeschwerten Moment aus. Foto: Guido Werner.

 

Erstes Kinder- und Jugendhospiz in Mitteldeutschland wird am 1. November in Tambach-Dietharz eröffnet.

 
Familie Stecker aus Jena ist keine »ganz normale Familie«. Ihre Tochter Lynn leidet an einer seltenen Erkrankung, die seit ihrer Geburt das Leben des inzwischen vierjährigen Mädchens bedroht. Und doch sind sie kein Einzelfall: 22.000 Familien in Deutschland leben mit schwerkranken Kindern, die rund um die Uhr ­Betreuung brauchen.

»Bis zur Geburt unserer Tochter waren wir beide berufstätig. Seit unsere Lynn da ist, bleibt mein Mann zu ihrer Pflege zu Hause«, sagt Cornelia Stecker. Die Steckers gehören zu jenen Menschen, die sich für die Entstehung eines Kinderhospizes in Mitteldeuschland stark gemacht haben. Am 1. November wird es nun in Tambach-Dietharz im Thüringer Wald eröffnet. Lynn werde zwar auch bei akuten Fällen im Krankenhaus gut versorgt, doch im Kinderhospiz ginge es um mehr. »Dort wird die ganze Familie im Alltag unterstützt, auch die Eltern und Geschwisterkinder«, sagt Cornelia Stecker.

In Tambach-Dietharz wurde ein ehemaliges Verwaltungsgebäude zum ersten Kinder- und Jugendhospiz in Mitteldeutschland um- und ausgebaut. Eine wunderschöne Lage, finden nicht nur die Familie Stecker. Mithilfe Hunderter Spendenaktionen konnten bisher mehr als 4,6 Millionen Euro an Geldspenden und Fördermitteln eingeworben werden. Zu den Unterstützern gehören bekannte Persönlichkeiten, wie der ehemalige ­Bundesarbeitsminister Norbert Blüm, Tagesschau-Sprecher Jan Hofer, der britische Popsänger Chris Norman, die Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller, Thomas Thieme, Jaecki Schwarz oder Kugelstoßweltmeister Udo Beyer.

»In unser Kinderhospiz kann die gesamte Familie aufgenommen werden, dies bedeutet: Eltern und Partner sowie Geschwister haben die Möglichkeit, sich im Familienverbund auf ihrem schweren Weg begleiten zu ­lassen«, informiert der ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende des Trägervereins Klaus-Dieter Heber. Insgesamt ist für zwölf erkrankte Kinder Platz. Gleichzeitig wurde in Thüringen ein Netzwerk ambulanter Kinderhospizdienste aufgebaut.

Der Trägerverein mit Sitz in Nordhausen, der bereits 2005 gegründet wurde, habe sich bewusst weltanschauungsneutral gehalten, ist vom Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Stephan Masch, zu erfahren. Aber aus ­Erfahrungen anderer Hospize sei der christliche Glaube ein wichtiger Punkt für viele in dieser Situation. Deshalb stehen sie dem Angebot des Tambacher Pfarrers Johannes Seidenberg offen gegenüber. Seidenberg könnte sich vorstellen, dass die nahegelegene Bergkirche mitgenutzt wird und dass er sich als Seelsorger zur Verfügung stellt, wenn das jemand wünscht. »Wir sind im Gespräch«, sagt er. »Die Zusammenarbeit muss sich entwickeln.« Im Umfeld der Bergkirche, die kürzlich einen neuen Altar mit der Beweinung Christi erhalten hatte, könnte er sich einen »Garten der Hoffnung« vorstellen, ist seine Vision. Auch den Posaunenchor würde er gern mit einbinden.

Aufgeschlossen für eine Zusammenarbeit sind jedenfalls beide Seiten: die Kirchengemeinde und der Vorstand der Stiftung. Das Kinder- und Jugendhospiz in Tambach-Dietharz kann durch das Engagement vieler ein Ort zum Leben zu werden.

Dietlind Steinhöfel

www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de

Bischöfe und ihre Autos

26. Oktober 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Nicht nur heiße Luft: Auch die Dienstwagen deutscher Kirchenleiter stoßen Schadstoffe aus. Und das teilweise mehr als nötig, meint jedenfalls die Deutsche Umwelthilfe.

Nicht nur heiße Luft: Auch die Dienstwagen deutscher Kirchenleiter stoßen Schadstoffe aus. Und das teilweise mehr als nötig, meint jedenfalls die Deutsche Umwelthilfe.

 

Deutsche Umwelthilfe kritisiert Kirchenleiter mit zu viel »Benzin im Blut«

 
Erstmals hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in diesem Jahr den CO2-Ausstoß bischöflicher Dienstfahrzeuge systematisch untersucht. »Das Ergebnis ist enttäuschend: Viele Bischöfe predigen ihren Kirchengemeinden richtigerweise die Notwendigkeit des Klimaschutzes, haben aber selbst Benzin im Blut«, so der DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch.

Nur vier leitende Kirchenvertreter, nämlich die bremische Präsidentin Brigitte Böhme, der westfälische Präses Alfred Buß, der schaumburg-lippische Bischof Karl-Hinrich Manzke und der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber erhielten die »grüne Karte«, weil ihr Dienstwagen unter dem von der EU vorgegebenen CO2-Zielwert für 2008, nämlich 140 Gramm pro Kilometer, lag. Besonders vorbildlich: Als einzige Kirchenvertreterin benutzt Brigitte Böhme ein Erdgasauto, das lediglich 128 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt.

»Klimawandel – Lebenswandel« hieß das Themenjahr der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, das kürzlich zu Ende ging. Doch das Verhalten von Landesbischöfin Ilse Junkermann sei in diesem Zusammenhang »zweifelhaft« gewesen, kritisiert die DUH.

»Nach dem Auslaufen ihres Leasingvertrags stieg die Bischöfin auf eine 245 PS starke BMW-Limousine um, die das Klima mit ­einem CO2-Ausstoß von insgesamt 180 Gramm pro Kilometer stärker ­belastet als ihr vorheriges Fahrzeug«, sagte die DUH-Mitarbeiterin Amrei Münster am Dienstag vor Journalisten in Berlin.

Dem widersprach die Bischöfin allerdings in einer Stellungnahme. Der neue 730er BMW habe die gleiche ­Maschine wie das Vorgängermodell, ein 530er BMW. Und der Umstieg sei nicht aus Fahrlust, sondern auf ärztlichen Rat erfolgt: Wegen eines drohenden Bandscheibenvorfalls und der durchschnittlich 4000 bis 5000 monatlich zurückzulegenden Fahrkilometer habe sie ein Auto mit verstellbarem Rücksitz gesucht. Darüber hinaus habe sie ihren Fahrer schon seit Langem angewiesen, aus Umweltgründen mit dem Dienstwagen die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h einzuhalten.

Während die Umwelthilfe Ilse Junkermann die »Rote Karte für Übermotorisierung und zu hohe CO2-Emissionen« erteilte, schnitten Sachsens Landesbischof Jochen Bohl und Anhalts Kirchenpräsident Joachim Liebig besser ab. Bohls BMW 530d und Liebigs BMW 535d erhielten mit 160 beziehungsweise 162 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer die »Gelbe Karte« für positive Ansätze bei der Schadstoffreduktion.

Größter Umweltsünder ist im Übrigen der hannoversche Landesbischof Ralf Meister, dessen VW Phaeton 228 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstößt. Bis auf einen Skoda Superb des Oldenburger Bischofs Jan Janssen fahren alle Kirchenleiter deutsche Fabrikate und fast alle obere Mittelklasse.

Den kleinsten, einen Golf plus, fährt der mecklenburgische Bischof Andreas von Maltzahn.

Benjamin Lassiwe/GKZ

Ganz im Sinne der Kinder

21. Oktober 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Nicht Handwerker, sondern Kinder werden ab November die Kinder-­Arche im ­Mariental von Eisenach ­beleben. (Foto: Silvia Rost)

Nicht Handwerker, sondern Kinder werden ab November die Kinder-­Arche im ­Mariental von Eisenach ­beleben. (Foto: Silvia Rost)

Der erste Kinderkrippenneubau in Eisenach ist ein Energiesparhaus.
 

Wenn in den nächsten Wochen die ersten Kinder in die Eisenacher Kinder-Arche Mariental einziehen werden, ist ihr behagliches Nest schon von vielen Menschen durchdacht, geplant, gebaut und eingerichtet worden. Die kleinen Racker zwischen vier Monaten und zwei Jahren wird es garantiert nicht interessieren, dass sie in einem Energiesparhaus ­betreut werden, die Beheizung und Stromversorgung durch ein Blockheizkraftwerk geschieht und im wesentlichen Naturmaterialien im Inneren der Krippe verbaut wurden.

Sie werden sich wohlfühlen, weil die Kinderkrippe liebevoll, praktisch und den Bedürfnissen der Kinder entsprechend eingerichtet wurde und sechs Erzieherinnen sich intensiv um sie kümmern werden.

Der erste Kinderkrippenneubau in Eisenach ist nun – nach rund sechsmonatigem Bauverzug wegen des strengen Winters – fertig und wird ab 1. November von zunächst 20 Kindern bezogen.

Bauherr und Betreiber des modernen Neubaus in der Südstadt ist der evangelische Betreuungs- und Hilfsverein Diakonia. Das Haus bietet Platz für 45 Kinder im Krippenalter. Mit dem Neubau, der insgesamt 1,8 Millionen kostete, kommt die Stadt Eisenach dem Rechtsanspruch auf ­einen Krippenplatz bis 2013 näher.

Von der Straßenseite her ist nur ein Geschoss zu sehen, der Bau ist etwas in den Garten hineingerückt und steht so hinter der ältesten Villa im Mariental, die 1864 gebaut wurde. Von vorn sieht man dem Neubau seine 600 Quadratmeter Fläche nicht an. Vier Gruppenzimmer und ein Gemeinschaftsraum sowie die dazugehörigen Sanitär- und Versorgungsräume sind auf zwei Etagen angeordnet.

Draußen sind die ersten Spielgeräte aufgebaut, hier eine Schleife für die Bobbycars, dort Sandkästen und Wiesenfläche, umrahmt von altem Baumbestand. 5000 Quadratmeter Außenfläche hat wohl kaum eine Kindereinrichtung in Thüringen zu bieten.

»Wir haben uns bewusst für eine ökologisch nachhaltige Bauweise der Kindereinrichtung entschieden«, betont Frithjof Carsten, Vorsitzender des Vereins. Dazu gehören auch natürlich Baustoffe, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. So hat man im Haus reine Kalkputze verwendet, die eine Schimmelbildung nicht zulassen.

Fenster, Türen und Fensterbänke sind aus Massivholz. Die Fußböden aus geöltem Holz, was nicht nur antibakteriell ist, sondern eine warme und gemütliche Atmosphäre entstehen lässt. Eine Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung lässt die Luft in den Gruppenräumen stets frisch und sauber sein, ohne dass Fenster geöffnet werden müssen.

Im Sommer wird die Luft in der Anlage gekühlt, im Winter vorgewärmt. Die Fußbodenheizung sorgt für eine gleichmäßige Temperatur in den Räumen.

»Dieses komplette energetische Sys­tem ist derzeit noch nicht üblich und geht weit über den Standard hinaus«, erklärt der Architekt Peter Sauerbier. Es kommt den Anforderungen nahe, die in fünf Jahren bei allen Neubauten üblich sein werden.

Diese vorausschauende Bauweise hat mit rund 30 Prozent Mehrkosten auch ihren Preis. Doch das passt zum Konzept des Betreibers, ökologisch nachhaltig zu bauen – im Sinne der nachfolgenden Generationen. Einige der Vertreter werden hier bald ihre ersten Schritte ins Leben gehen.

Silvia Rost

Trost für junge Seelen

21. Oktober 2011 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de  
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Warme Farben, Blumen auf dem Tisch – im neuen Schulseelsorgeraum der Grundschule »Hans Christian Andersen« ­sollen sich die Schülerinnen und Schüler wohlfühlen. Religionslehrerin Ulrike Taggeselle richtete den Raum mit vielen Helfern ein. Im neuen Umfeld spricht sie mit Theresa und Armin aus der 3. Klasse. Foto: Günter Bauer

Warme Farben, Blumen auf dem Tisch – im neuen Schulseelsorgeraum der Grundschule »Hans Christian Andersen« ­sollen sich die Schülerinnen und Schüler wohlfühlen. Religionslehrerin Ulrike Taggeselle richtete den Raum mit vielen Helfern ein. Im neuen Umfeld spricht sie mit Theresa und Armin aus der 3. Klasse. Foto: Günter Bauer


Die mitteldeutsche Landeskirche qualifiziert Schulseelsorger.
 

Wenn Menschen nicht mehr ein noch aus wissen, Ängste und Sorgen haben, dann brauchen sie jemanden, an den sie sich vertraulich wenden können, der zuhört, Rat erteilt oder einfach Trost spendet. Auch Kinder und Jugendliche haben mitunter solche Probleme.

Doch wo finden sie einen Ansprechpartner?

Die Mädchen und Jungen aus der Grundschule »Hans Christian Andersen« in Halle wissen, wo sie Hilfe bekommen. Dort bietet Religionslehrerin Ulrike Taggeselle bereits seit über einem Jahr Schulseelsorge an. Ihre Offerte richtet sich an alle – Kinder und Lehrer.

Selbst Eltern haben sie schon in Anspruch genommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kinder kirchlich gebunden sind oder den Religionsunterricht besuchen.

»Ich gehe nicht zu Religion, habe aber trotzdem schon mal einen Zettel in den Seelsorge-Briefkasten gesteckt«, erzählt Theresa. Sie habe ein Problem mit einer Freundin gehabt. Das Gespräch mit der Schulseelsorgerin habe ihr sehr geholfen, meint das Mädchen. Damit man ungestört miteinander reden kann, hat Ulrike Taggeselle mit vielen Helfern einen Schulseelsorgeraum eingerichtet.

»Ein solches Schulseelsorgezentrum wie in der halleschen Grundschule ist einmalig«, sagt Pfarrerin Margret Ritzmann von der Projektstelle Schulseelsorge der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) im thüringischen Neudietendorf.

Die Schulseelsorge sei erst im Aufbau.

»Wichtig beim Aufbau eines Schulseelsorgeangebots ist immer auch die Vernetzung innerhalb der Schule und möglichst auch mit kirchlichen Angeboten«, betont die Theologin. Weil man festgestellt habe, wie wichtig solche Hilfe gerade auch für Kinder und Jugendliche ist, bietet das Pädagogisch Theologische Institut der EKM seit zwei Jahren Qualifizierungskurse an.

Es gibt zum einen Kurse für Religionslehrerinnen und Religionslehrer. Gegenwärtig nehmen zwölf ­Pädagogen aus der EKM aus ­allen Schulformen an einem über 20 Tage laufenden Lehrgang teil. Auch Ulrike Taggeselle hatte solch einen Kurs vor zwei Jahren belegt.

Zum ­anderen gibt es auch Qualifizierungsangebote in Sachen Kinder- und Jugend-Seelsorge für Pfarrer und Mitarbeiter der Kirchengemeinden. Alle Lehrgänge finden in Kooperation mit dem Seelsorgeseminar Weimar statt.

Margret Ritzmann, deren Stelle im kommenden Jahr ausläuft, hofft, dass die Landeskirche diesen Seelsorge­bereich auch weiterhin unterstützt.

»Eigentlich stehen alle Religionslehrer auch als Seelsorger zur Verfügung. Viele machen das auch schon, gerade wenn es um sensible, altersspezifische Problemlagen geht«, erklärt Sören Brenner, Schulbeauftragter für die Regionen Halle-Saalkreis, Eisleben, Merseburg-Querfurt, Naumburg-Zeitz und Wittenberg.

Nach der Schulseelsorge-Qualifizierung hätten bereits mehrere Kollegen signalisiert, ähnlich feste Angebote bereitzuhalten wie Ulrike Taggeselle, jeweils immer mit einem eigenen, den Gegebenheiten vor Ort entsprechenden Konzept.

Claudia Crodel

Dieses Kapital kommt aus dem Herzen

21. Oktober 2011 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de  
Abgelegt unter Wort zur Woche

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Dieses Gebot ist uns gegeben: Alle, die Gott lieben, sollen auch ihre Geschwister lieben.
1. Johannes 4, Vers 21

Frau
Da ist diese merkwürdige Frau. Sie ist weise. Kann mehr sehen als andere. Viele Leute kommen zu ihr, um sich beraten zu lassen. Es ist ihr Job. Sie hört zu, sie hört in sich hinein und dann rät sie etwas. Sie begleitet, geht solidarisch ein Stück des Weges mit. Manchmal findet sie das heilende Wort. Das ist eine hohe Form der Mitmenschlichkeit.

Nur: mit ihren Nachbarn ist sie verkracht. Mit der Telekom liegt sie im Rechtsstreit wegen einer Rechnung. Im Ort geht sie nicht mehr einkaufen, weil »die nur Stroh im Kopf haben«. Viele frühere Freunde heben mittlerweile die Hände und winken ab. Nein, eine Freundschaft ist das gewiss nicht mehr.

Ulrike Greim, Rundfunkbeauftragte der EKM

Ulrike Greim, Rundfunkbeauftragte der EKM

Komisch, nicht? Sie ist so klug, aber ihr Herz bleibt hart.

Ganz anders diese Frau nebenan. Sie ist eine wundervolle Mutter. Hat prachtvolle vier Söhne großgezogen. Selbst der Älteste kommt manchmal nach Hause, um sich bei ihr auszuweinen. Bei der kann man das.

Ihren Mann hat sie all die Jahre treu begleitet. All seine Alleingänge toleriert, seinen Missmut ertragen. Und seinen Geiz geschickt umschifft. Sie will es sich abtrainieren, vorwurfsvoll zu sein, sagt sie.

Auch dienstlich läuft es: Die Familienfirma hat einen guten Ruf, die Rechnungen werden pünktlich bezahlt. Ihre Art, die Dinge zu hegen und zu pflegen, sieht man nicht zuletzt in ihrem Garten. Da blüht es, die Kräuter wachsen üppig. Sie gibt gern.

Und am Sonntag predigt der Pfarrer von dem Gebot, Gott zu lieben. Bei ihm klingt es ein bisschen theoretisch. Aber sie mag es. Lädt ihn anschließend zum Mittagessen ein. Für sie geht es um mehr als unser Kleinklein. Der Horizont ist so weit. Und wir sind immer auf dem Weg.

Wohin?

Zu einer Weisheit des Herzens. Denn letztlich geht es nur um diese Fähigkeit: das Herz offen halten zu können. Trotz allem.

»Ich habe keine Angst vor der Liebe«, sagt sie lachend bei Tisch. Und die Jungen nicken. Was für ein Kapital, das sie ihnen da mitgibt!  

Ulrike Greim

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