»Etwas Einzigartiges«

25. November 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Ministerpräsident Reiner Haseloff würdigte bei seinem Besuch der Synode in Bernburg die  Region Anhalt.

Ministerpräsident Reiner Haseloff wird von dem Synodalen Andreas Schindler und Kirchenpräsident Joachim Liebig bei seinem Besuch der Landessynode in Bernburg ­begrüßt. Foto: Engelbert Pülicher

Ministerpräsident Reiner Haseloff wird von dem Synodalen Andreas Schindler und Kirchenpräsident Joachim Liebig bei seinem Besuch der Landessynode in Bernburg ­begrüßt. Foto: Engelbert Pülicher


»Dieses Bundesland braucht Christen, und es braucht, dass sie erkennbar sind.« Der sachsen-anhaltische Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) rief am 18. November in Bernburg die Kirche zu mehr Selbstbewusstsein auf. Christen würden mit Verantwortung tragen für die ethischen Grundlagen der Gesellschaft, sagte er bei seinem Besuch vor der in der Saalestadt tagenden Landessynode Anhalts.

Der Regierungschef würdigte Anhalt, welches 2012 sein 800-jähriges Jubiläum feiert, als »etwas Einzigartiges« im Land. Die Geschichte der Region sei auch vom Christentum geprägt worden und daher sei eine wesentliche Rolle der evangelischen Landeskirche bei dem Jubiläum im nächsten Jahr selbstverständlich.

Zwar seien im Bundesland nur drei bis vier Prozent der Einwohner katholisch und bis zu 15 Prozent evangelisch. Daher könne nicht mehr von einer Volkskirche gesprochen werden. Die Christen jedoch könnten als »biblischer Sauerteig« wirken, Impulse geben und immer wieder die gesellschaftlichen Verhältnisse hinterfragen, so der Ministerpräsident, der selbst der katholischen Kirche angehört.

Das 800. Gründungsjubiläum der historischen Region Anhalt will das Bundesland unterstützen. Allein für Bauvorhaben stellt es aus verschiedenen Ressorts rund 50 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld fließt in die Sanierung von Schlössern und andere historischen Bauten in Ballenstedt, Bernburg, Coswig, Dessau-Roßlau, Harzgerode und Oranienbaum.

Zudem will die Landesregierung mit 1,4 Millionen Euro Ausstellungen und Konferenzen fördern. Vom »Landesgeburtstag«, so Ministerpräsident Haseloff am 8. November nach einer Kabinettssitzung in Dessau-Roßlau, sollten auch über 2012 hinaus nachhaltige Impulse ausgehen. So werde erwogen, alle Akteure im Herbst 2012 zu einer Konferenz unter dem Motto »Anhalt-Perspektiven« einzuladen.

Anhalt war 1212 nach dem Tod von Herzog Bernhard in Bernburg ein selbstständiges Territorium geworden. Der Name geht auf die Burg Anhalt zurück, heute eine Festungsruine auf dem großen Hausberg zwischen Meisdorf und Mägdesprung im Harz. Das Gebiet, das die Bezeichnungen Fürstentum, später Freistaat und Land führte, wurde Ende 1945 aufgelöst.

Den alten Grenzen entspricht einzig noch die Evangelische Landeskirche Anhalts. Sie beteiligt sich unter anderem mit einem Kirchentag in Ballenstedt und der schon seit September dieses Jahres gezeigten Wanderausstellung »Von der Wiege bis zu Bahre – gelebter Glaube in Anhalt« an dem 800-jährigen Jubiläum.

Angela Stoye

www.anhalt800.de

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