Der Traum von einer Stadt

29. Dezember 2012 von redaktionguh  
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Neujahr: Worte zur Jahreslosung von Landesbischöfin Ilse Junkermann

Wir haben hier keine bleibende Stadt,
sondern die zukünftige suchen wir.

Hebräer 13,14

»Wir haben hier keine bleibende Stadt«, so beginnt die Jahreslosung für das neue Jahr 2013 (Hebräer 13,14). Am Anfang: der Blick auf das Ende? Denn genau das sagt das Wort aus der Jahreslosung: Was vor uns liegt, wird zu Ende gehen. Was wir erhoffen, was wir uns wünschen für das neue Jahr, worauf wir uns freuen – nichts von dem bleibt. Nichts bleibt.

Auch nicht die Stadt. Eine Stadt steht für Beständigkeit, für Sicherheit und Geborgenheit und Schutz. Auch sie, so wird uns gesagt, bleibt nicht. Wir stellen uns jetzt schon darauf ein und wissen: Wir haben hier keine bleibende Stadt. Was wir suchen, wonach wir uns sehnen, was wir vielleicht auch in Zeitabschnitten erleben – es vergeht.

Die Ruinen der Akropolis von Pergamon sind nicht nur Zeugnis von hoher Baukunst, sondern auch von Vergänglichkeit. Kein Tempel und auch keine Kirche ist für die Ewigkeit gebaut. – Foto: Harald Krille

Die Ruinen der Akropolis von Pergamon sind nicht nur Zeugnis von hoher Baukunst, sondern auch von Vergänglichkeit. Kein Tempel und auch keine Kirche ist für die Ewigkeit gebaut. – Foto: Harald Krille

Am Anfang des Jahres wird unser Blick auf das Ende gelenkt. Die Jahreslosung ist eine Mahnung, uns nicht festzusetzen, nicht Sicherheit und Geborgenheit und Zuflucht dort zu suchen, wo es keine bleibende Sicherheit und Geborgenheit und Zuflucht gibt. Denn es ist ja nicht nur die Stadt, die keine Bleibe in der Zeit hat. Mit der »Stadt« ist alles gemeint, was Sicherheit verspricht und Behausung.

So steht die »Stadt« als Symbol für Sicherheiten, die wir suchen: im technischen Fortschritt. Im Wohlstand. In der Medizin. In der eigenen Kraft. In der Familie. Ja, auch in der Kirchengemeinde, in der Gemeinschaft, in Gruppen und Kreisen.

Worin suchen Sie Sicherheit und Geborgenheit? Wohin ziehen Sie sich bei innerer oder äußerer Gefahr zurück? Ganz gleich, welche Antwort wir geben, die Jahreslosung konfrontiert uns mit der Wahrheit: Nichts bleibt.

Wir haben es gerade in der Weihnachtszeit auf vielen Krippen-Darstellungen gesehen: Draußen vor der Stadt ist der Retter geboren: in einer Höhle oder einem Stall oder einem abbruchreifen Haus.

Was im Vers vor der Jahreslosung, in Hebräer 13,13 steht, haben viele Maler mit dem Weihnachtsgeschehen verbunden: Das Entscheidende ist vor den Toren der Stadt geschehen. Deshalb haben wir hier keine bleibende Stadt.

Das ist ein bitterer Gedanke. Weil es schmerzt, vom Vertrauten Abschied zu nehmen. Es tut weh, sich mit Veränderungen auseinanderzusetzen und sich wieder und wieder auf den Weg machen zu müssen. Die vielen Veränderungen auch in unseren Kirchen, sie kosten viel Kraft.

Doch Veränderung an sich ist noch kein Wert. Veränderung wohin und worauf zu – das ist entscheidend.

»… sondern die zukünftige suchen wir.« Es gibt eine Stadt, in der wir finden können, was wir suchen. Im Hebräerbrief wird sie nicht geschildert. Denn den Leserinnen und Lesern des Briefes ist klar: Es ist die Stadt Gottes. Es ist die Stadt, in der Gott selbst bei den Menschen wohnt, bei ihm finden die Menschen auf Dauer Geborgenheit. Es ist die Stadt, in der Gerechtigkeit und Frieden sich küssen. Das gibt Sicherheit für alle, keiner muss mehr um sein Leben, keine mehr um ihr Überleben bangen. Es ist die Stadt ohne Leid und Geschrei und Schmerz. Wer möchte nicht in einer solchen Stadt Zuflucht finden vor Krankheit und schwerem Schicksal?

Ja, diese suchen wir. Lasst uns auf der Suche bleiben und das Bild dieser Stadt vor Augen haben und uns nicht zufriedengeben mit vorläufigen Sicherheiten. Lasst uns diese Stadt vor Augen haben und unseren Weg von diesem Ziel her prägen lassen: dass wir auf dem Weg durch dieses Jahr auf Gott und seinen Friedenswillen vertrauen. Dass wir in diesem Jahr uns für Gerechtigkeit einsetzen. Dass wir in diesem Jahr besonders uns dafür einsetzen, dass wir ausziehen können aus Verhältnissen weltweit, die unmenschlich, ungerecht und zerstörerisch sind.

Im Jahr 2013 jährt es sich zum 50. Mal, dass Martin Luther King seine berühmte Rede beim Marsch auf Washington gehalten hat (am 23. August 1963). Er beschreibt darin seinen Traum von einer Stadt und einem Staat, in dem alle Menschen gleiche Rechte haben, gleichen Zugang zu Bildung und einem Leben in Würde, weil Gott alle Menschen gleich erschaffen hat. Und er ermahnt die 250000 Menschen, die sich mit auf den Weg gemacht haben: Lasst euren Weg vom Ziel geprägt sein! Verzichtet auf Gewalt! Geht den Weg in diese Stadt entschieden, geht ihn mit zivilem Ungehorsam, aber verlasst nicht den Weg des Friedens! Gut, wenn sein Traum der gerechten Stadt uns Antrieb und Auftrieb gibt, auf der Suche zu bleiben.

So lasst uns bereit sein zu Aufbruch und Veränderung. Lasst uns Kraft schöpfen aus dem Bild der künftigen Stadt. Lasst uns Ausschau halten nach Weg-Zeichen der Gottes-Stadt und lasst uns selbst Zeichen für sie auf diesem Suchweg setzen.

Erzieher lernen Medienkompetenz

25. Dezember 2012 von redaktionguh  
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Evangelische Fachschule für soziale Berufe bietet ein Projekt für kreative Köpfe an

Wie können Kinder im Kindergartenalter sinnvoll an das Thema Medien herangeführt werden? Dieser Frage widmete sich ein Projekt, das die künftigen Erzieher an der Evangelischen Fachschule für soziale Berufe in Wolmirstedt fernab vom klassischen Unterricht erlebten.

Medienpädagoge Torsten Kirchhof demonstriert am Computer eindrucksvoll, wie Medien sinnvoll in den Alltag von Hort oder Kindergarten integriert ­werden können. – Foto: privat

Medienpädagoge Torsten Kirchhof demonstriert am Computer eindrucksvoll, wie Medien sinnvoll in den Alltag von Hort oder Kindergarten integriert ­werden können. – Foto: privat

Medienpädagoge Torsten Kirchhof vom Medienkompetenzzentrum in Halle weiß um die Brisanz des Themas. Schließlich biete gerade der Konsum von Film und Fernsehen häufig Anlass zu Diskussionen. »Uns geht es um die Einbeziehung des Kindes. Unsere Arbeitsweise ist handlungsorientiert und soll Fantasie und Kreativität der Kinder ansprechen«, sagt Kirchhof. Wie Basteln oder Malen gäbe es auch im medienpädagogischen Bereich viele Gestaltungsmöglichkeiten. »Wir wollen, dass Kinder sich zum Beispiel selbst an einer Kamera ausprobieren. Eine Geschichte in Bildern erzählen – Fotos oder bewegte Bilder.«

Auch ein Hörbuch könne solch ein spannendes Experiment sein: Eine Geschichte vertonen, indem die Geräusche von Sturm oder Regen mit einer Geräuschtonne erzeugt werden, das Ganze aufzeichnen und schließlich am Computer in das richtige Format bringen. Bei all diesen Schritten könnten Kinder wunderbar einbezogen werden. »Es gibt so viele Möglichkeiten, die den Beruf des Erziehers noch interessanter und moderner machen«, stellte Teilnehmerin Bianca Bothe fest. Man könne viele Ideen mit in den Berufsalltag nehmen, sagt die 22-Jährige, die gerade ihr Anerkennungsjahr absolviert. Wie kreativ der Beruf sei, werde viel zu wenig wahrgenommen.

(mkz)

Küchentisch wird zum Altar

25. Dezember 2012 von redaktionguh  
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Der Pfarrbereich Wangenheim hat eine besondere Advents- und Passionstradition

Wer behauptet, Kurt Schuchardt sei derjenige, der im Dorf am häufigsten in der Kirche war, wird in Tüngeda (Kirchenkreis Gotha) keinen Widerspruch ernten. Schließlich war Kurti, wie ihn die meisten Tüngedaer nennen, 50 Jahre lang Küster der Kirchengemeinde. Oder auch 51 Jahre, sagt seine Frau Birgit, das lasse sich nicht mehr so genau ermitteln.

Doch seit geraumer Zeit kann Kurt Schuchardt sein Haus nicht mehr verlassen. Und so ist die Kirche, obzwar nur wenige Schritte entfernt, für den Mann unerreichbar. Trotzdem muss er nicht auf den Gottesdienst verzichten. Seit 2008 gibt es im Pfarrbereich Wangenheim – mit Warza, Westhausen, Reichenbach und Tüngeda – »Gottesdienste im Wohnzimmer«. Immer zur Passions- und zur Adventszeit besucht Pfarrer Thomas Bruhnke mit Gemeindegliedern Menschen, denen Krankheit den Besuch der Gottesdienste verwehrt. »Man darf«, sagt Pfarrer Bruhnke, »das nicht mit einem Hausbesuch verwechseln: Es kommt die Gemeinde.« Und er erzählt, dass nicht immer der Pfarrer den Gottesdienst leitet. In diesem Falle legt er Wert darauf, schließlich hat Kurt Schuchardt immer dafür gesorgt, dass in der Tüngedaer Kirche alles seine Ordnung hat. Dieser hat sich für den Gottesdienst bei sich zu Hause Gäste eingeladen, seinen Freund Manfred Ludwig und Ulrike Kaufmann vom Gemeindekirchenrat.

Sie feiern miteinander Gottesdienst: Pfarrer Thomas Bruhnke spielt Geige, die kleine Gemeinde singt: Birgit und Kurt Schuchardt, Manfred Ludwig und Ulrike Kaufmann (von links). – Foto: Klaus-Dieter Simmen

Sie feiern miteinander Gottesdienst: Pfarrer Thomas Bruhnke spielt Geige, die kleine Gemeinde singt: Birgit und Kurt Schuchardt, Manfred Ludwig und Ulrike Kaufmann (von links). – Foto: Klaus-Dieter Simmen

Mit wenigen Handgriffen verwandelt Thomas Bruhnke den Küchentisch in einen Altar. Fürs Abendmahl kommt auch der goldene Kelch auf den Tisch. Während die Gottesdienste in der Passionszeit von tiefem Ernst getragen sind, wird im Advent viel gesungen, werden Geschichten erzählt, und die Freude über die Geburt Jesu lässt auch das Wohnzimmer ein bisschen in jenem Glanz strahlen, den man sonst aus der Kirche kennt.

In diesem Jahr kann das Pfarramt Wangenheim bereits auf 25 Gottesdienste im Wohnzimmer blicken. Was im Advent vor vier Jahren begann, hat sich mittlerweile in allen Dörfern des Pfarrbereiches etabliert. »Wenn du nicht in die Kirche kannst, so kommt eben die Kirche zu dir«, meint Pfarrer Bruhnke. Das sei ein Privileg für jene, die durch Krankheit belastet sind. Damit soll auch ein großes Stück Kraft vermittelt werden.

In Ermanglung einer Orgel in der Küche hat Pfarrer Bruhnke seine Geige mitgebracht. Mit bekannten Weihnachtsliedern stimmt sich die kleine Gemeinde auf das Ereignis ein. Denn, so Bruhnke, eines der wichtigsten Worte zur Weihnachtszeit sei – Erscheinung. Gott ist auf der Erde erschienen. Um dieses Thema rankt sich der Gottesdienst im Wohnzimmer. Zum Schluss darf sich Kurt Schuchardt noch ein Lied wünschen. Und so singen alle zum Abschluss »Tochter Zion«.

Klaus-Dieter Simmen

Schätze aus 500 Jahren

25. Dezember 2012 von redaktionguh  
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Die Musik stand 2012 im Mittelpunkt des Themenjahres der Reformationsdekade. Dietlind Steinhöfel sprach mit dem Landeskirchenmusikdirektor der mitteldeutschen Kirche (EKM), Dietrich Ehrenwerth.

Herr Ehrenwerth, das Jahr »Reformation und Musik« geht zu Ende. Welche Bilanz ziehen Sie?
Ehrenwerth: Die Kirchenmusikerinnen und -musiker der EKM haben unendlich viel auf die Beine gestellt in diesem Jahr. Eine große Zahl von Konzerten und Abendmusiken hat sich am Jahresthema ausgerichtet. Und dann gab es erstmals den Propsteichortag mit etwa 3000 Sängerinnen und Sängern an fünf Orten: Gotha, Apolda, Suhl, Merseburg und Magdeburg. Die Chöre sangen miteinander auch an ungewöhnlichen Orten wie im Straßenbahndepot in Gotha oder auf den Marktplätzen. Wir hoffen, in einigen Jahren wieder zu einem solchen Chortag einladen zu können. Das ist neben dem Organisationsaufwand auch eine finanzielle Frage. In diesem Jahr wurden wir unterstützt vom Freistaat Thüringen, aus dem landeskirchlichen Luther-Fonds und aus der Kollekte des Sonntags Kantate.

Dietrich Ehrenwerth

Dietrich Ehrenwerth

Auch die sechs Wochen »Kirche klingt – 366+1« in der EKM und Anhalt mit 42 Konzerten waren ein farbiges Ereignis. Viel Engagement war da von den Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern vor Ort gefragt, in manchen Kirchenkreisen haben sie gemeinsam etwas veranstaltet. »Reformation und Musik«, so schätzt es die EKD ein, sei das bisher erfolgreichste der Themenjahre gewesen. Die große Außenwirkung hängt einfach auch damit zusammen, dass sehr viele Menschen aktiv beteiligt waren.

Die Kirchenmusik ist eine wichtige Größe in der Verkündigung. Hat sich das verstärkt – auch im Bewusstsein der Gemeinden?
Ehrenwerth: Kirchenmusik ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde gewesen! Unser musikalischer Reichtum aus 500 Jahren ist mal wieder deutlich ins Bewusstsein getreten: von den alten Kirchenliedern über die Vielfalt alter und neuer Kompositionen bis hin zu Pop- und Gospelmusik. Auch die Breite unserer Arbeit: Wir haben in der EKM in 820 Chören etwa 15000 Sänger, 140 Instrumentalgruppen, dazu 240 Posaunenchöre mit rund 3000 Bläsern. Neben den etwa 190 hauptberuflichen Kirchenmusikern gibt es neben- und ehrenamtlich 1300 Organisten, 400 Chorleiter und 175 Posaunenchorleiter. Die Vielfalt wird besonders jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit deutlich.

Welche Impulse hat das Themenjahr für die Zukunft gegeben?
Ehrenwerth: Es ist wieder deutlich geworden: Reformation und Musik, Kirche und Musik gehören für ganz viele Menschen zusammen, unser gemeinsames Singen und Spielen in den Gottesdiensten und Chören ist unverzichtbar. Von dieser Erkenntnis wird sicher etwas bleiben. Und die Andachten in unserer Kirchenzeitung zum Lied der Woche haben gezeigt, dass wir Kirchenmusiker auch sprachfähig sind. Das war eine wirklich gute Idee.

Das Licht im toten Winkel

24. Dezember 2012 von redaktionguh  
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Am frühen Nachmittag war es still geworden im Haus: kein Türengedröhn mehr, kaum Stimmen, auch kein anderes jener harten Geräusche, die sonst an der Tagesordnung waren. Ich versuchte, ein wenig zu lesen, versuchte, mich abzulenken von dem, was da kommen sollte und von dem ich nicht wusste, wie es mich berühren würde. Am späten Nachmittag aber war wieder etwas zu hören: zuerst leises Quietschen von Rädern, dann gedämpfte Stimmen, danach auffällig sanftes Öffnen und Schließen von Türen, die sonst schwer ins Schloss fielen.

Als sich die meine auftat, kam mit der entgegengereichten Schüssel und der hingehaltenen Kanne vertrauter Duft auf mich zu – Duft aus Kindheitstagen: orangenfrisch, stollensüß, kaffeeverführerisch. Weihnachtsduft. Dann war ich, so lautlos wie schnell, wieder allein. Doch der Raum, in dem ich wieder allein war, war urplötzlich ein anderer geworden: Seine sechs Quadratmeter große Trostlosigkeit hatte er auf einen Schlag verloren, mit dem Becher heißen Kaffees war mehr als nur die Wärme erhitzten Wassers in die Zelle gekommen, und Stollen wie Orangen lagen auf dem kleinen, an der Wand befestigten Blechtisch wie vom Himmel gefallene Kostbarkeiten. Ich setzte mich auf den Hocker davor, umfasste die Schüssel, in der sie lagen, mit beiden Händen und beugte mich mit fest geschlossenen Augen langsam herab, so tief, dass Nase und Mund das Gebäck und die Früchte fast berührten. Einige Sekunden verharrte ich in dieser Haltung, dann sog ich sie tief ein, die feinen Gerüche, den Duft so vieler heiler Heiliger Abende, die in diesem Moment zugleich auftauchten und hinter mir lagen wie eine Kette von Legenden, von der ich wusste, dass sie, Glied um Glied, einen wahren Kern gehabt hatten, wirklich gewesen waren.

Christgeburt von Valentin Lendenstreich, 1499, Saalfelder Werkstatt, Werktagsansicht eines Altarflügels in der Kirche zu Wülfershausen (Kirchenkreis ­Arnstadt-Ilmenau) – Foto: Andreas Heimler

Christgeburt von Valentin Lendenstreich, 1499, Saalfelder Werkstatt, Werktagsansicht eines Altarflügels in der Kirche zu Wülfershausen (Kirchenkreis ­Arnstadt-Ilmenau) – Foto: Andreas Heimler

Aber jetzt, in diesem Moment, waren sie nur noch unwirklicher Teil meines Bewusstseins, das sich stärkte an dem wirklichen Duft der Dinge, die vor mir lagen, aber dennoch begriff ich schmerzhaft, dass alles anders, die Kette gerissen war.

In diesem Riss aber, der von Sekunde zu Sekunde breiter wurde wie eine abgrundtiefe Schlucht, stieg nun höhnisches Gelächter hinauf und eine Stimme rief triumphierend: Nun, wo sind sie denn, deine Lieben? Deine Mutter? Deine Schwester? Dein Schwager, Cousin und Cousinen? Tante und Onkel? Deine Geliebte? Hat es sich wirklich gelohnt, das Unvermeidliche nicht anzuerkennen? Die wirkliche Macht zu bestreiten? Zu glauben, die Wand durchbrechen zu können, die doch das Gesetz der Geschichte ist, an dem sich nun auch dein Kopf blutig geschlagen hat? Wo ist es also, das lichterfüllte, herzenswarme Gotteshaus, deine Fluchtburg, in die du, wärest du nicht hier, gleich gehen würdest, um mit deiner Familie und den Freunden zu singen und zu beten, um zu lauschen dem kindischen Märchen, um zu feiern die Geburt deines Herrn, den du nie gesehen hast: Stille Nacht, heilige Nacht … Ja, still ist es hier, totenstill. Es begab sich aber zu jener Zeit … Deine Zeit in Freiheit ist um, das ist das Einzige, was sich vor einiger und für lange Zeit für dich begab. O du fröhliche … Nichts gegen Galgenhumor, sing ruhig, du leichtfertiger Dummkopf!

Als ich die Augen wieder öffnete, konnte ich der Stimme aus dem schwarzen Abgrund lange nichts entgegnen, zu einfach wäre die Trotz-Antwort gewesen: Alles und alle sind hier, hier bei mir, in meinem Kopf, meiner Erinnerung, meinem Gedächtnis, und die kannst du mir nicht nehmen! Es hätte zwar gestimmt, aber die Finsternis, die sich um mich herum, trotz der hellen Glühbirne hinterm Glas über der Zellentür, und in mir auszubreiten begann, war stärker, eine schwarze Flut, die aufstieg und gegen die auch der Duft der Weihnachtsspezereien in der abgeplatzten Emailleschüssel vor mir nichts ausrichten konnte.

Würgte nicht schon irgendetwas meine Kehle? Füllte nicht schon etwas anderes meine Augen als Freudentränen? Kroch nicht gerade eine ungeheure Kälte in mir hoch?

Ich weiß es nicht mehr genau. Es ist Jahrzehnte her. Aber ich weiß, was dann geschah, Heiligabend 1973, in einer Zelle des Haftgebäudes des Staatssicherheitsdienstes am Demmlerplatz der mecklenburgischen Stadt S., in der ich seit dem 29. März desselben Jahres gefangen war: Ich erhob mich, weil eine Kraft mich erhob. Ich blickte mich suchend um, und mein Blick fiel auf einen Rest Schokolade, eingewickelt in Staniolpapier.

Ich sah auf den Wandschrank und wusste um einen Teller mit Margarine darin. Ich setzte mich auf das hölzerne Bett gegenüber und zog langsam einen dicken Faden aus der Decke, die über dem karierten Bezug lag. Dann nahm ich die Dinge, die ich entdeckt hatte, legte sie auf den Metalltisch an der Wand und begann, aus dem Staniolpapier einen winzigen Zylinder zu formen. Als er fertig war, füllte ich ihn bis zum Rand mit dem blassen Fett.

Mit einem Streichholz bohrte ich ein Loch in die Masse und schob vorsichtig den Wollfaden hinterher. Wenig später brannte es, das kleine Weihnachtslicht! In einem toten Winkel hinter der Heizungsverkleidung, die an das Tischchen grenzte. Geschützt vor den Augen der Bewacher und ihren ständigen Blicken durch den Spion in der Tür.

Mit ihm war es warm geworden in meiner Zelle und hell, herzwarm, augenhell. Und mit ihm verließ ich sie und ging nun erfüllt, ja, selig in den Gottesdienst, sang: Stille Nacht, heilige Nacht, O du fröhliche … und hörte jene uralte wahre Geschichte, die mit den Worten beginnt: »Es begab sich aber zu der Zeit …«

Ulrich Schacht

Und gerade deshalb!

22. Dezember 2012 von redaktionguh  
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Es wäre so schön gewesen, wenn das Jahr ruhig und friedlich zu Ende gegangen wäre. Wenn das »O du fröhliche« aus tiefstem Herzen in die Welt gesungen werden könnte. Doch da erreichte uns zwischen Plätzchenbacken, Briefeschreiben und Weihnachtsvorbereitungen die schlimme Nachricht aus dem US-amerikanischen Newtown: 26 Tote, darunter viele Kinder, sind einem Amokläufer zum Opfer gefallen.

In den USA gibt es nach Schätzungen 300 Millionen Waffen in privatem Besitz, auch halbautomatische, wie sie der Todesschütze benutzt hat. Diese wurden unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton verboten, doch unter dem Republikaner George W. Bush erneut erlaubt. Nun wird der Ruf nach schärferen Gesetzen in den USA wieder lauter. Auch in Deutschland, wo die Anzahl der registrierten Waffen rund 6 Millionen beträgt, ist deren Besitz in der Diskussion. Und das ist richtig. Weil man mit Waffen töten kann, gehören sie nicht in Wohnzimmer. Gewalt lässt sich durch schärfere Gesetze wohl begrenzen, aber nicht abschaffen. Noch am Dienstag kam die Nachricht, dass es in Pakistan Tote unter UNICEF-Mitarbeitern gab, die Kinder gegen Polio impfen wollten. Helfer gegen eine Seuche, die jährlich 200 Kinder betrifft.

Täglich neue Tragödien.

Können wir da wegschauen und vom Kind in der Krippe hören oder predigen? Wegschauen dürfen wir nicht. Aber gerade wegen der Tragödien in der Welt müssen wir die Frohe Botschaft weitertragen! Sie ist wichtiger denn je. Und »O du fröhliche«, das Lied von der gnadenbringenden Weihnachtszeit, sollten wir noch lauter singen, damit es viele hören! Denn was haben wir anderes und besseres als diese große Hoffnung von Gottes Gnade und Frieden auf Erden, die neue Wege und die Suche nach friedlichen Auswegen ermöglichen.

Dietlind Steinhöfel

»Uns geht es gut, wir haben etwas zum Teilen«

21. Dezember 2012 von redaktionguh  
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Nun jauchzet, all ihr Frommen, zu dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlichkeit, zwar ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht.
Evangelisches Gesangbuch 9, Strophe 1

Nun jauchzet, all ihr Frommen!« Was ist das für ein altes Vokabular? Richtig, der Text stammt ja auch von 1640, von Michael Schirmer, wie seine Melodie aus demselben Jahr von Johann Crüger. Der Dreißigjährige Krieg dauerte noch acht lange Jahre. Und so richtig auf die Hitliste der Adventslieder hat es der Choral noch nicht geschafft. Das wird ihm wohl dieses Jahr auch wieder nicht gelingen, angesichts der Nähe des 4. Advents zur Christvesper. Selbst in der Begleitliteratur zum Gesangbuch sucht man diesen Choral manchmal vergeblich.

Friedemann Lessing, Kreiskantor im Kirchenkreis Stendal

Friedemann Lessing, Kreiskantor im Kirchenkreis Stendal

Dabei hat er fast aufrührerisches Potenzial. Die vierte Strophe begann im Original mit den Worten: »Ihr großen Potentaten.« Zusammen mit dem Evangelium für den 4. Advent aus Lukas 1,39-45 und dem folgenden Magnifikat ergibt es eine tolle Möglichkeit, über eine starke Frau und mit ihr über die wunderbare Macht Gottes nachzudenken. Die kommt so ganz anders daher: Strophen 1 bis 3 »ohne stolze Pracht«, »kein Zepter, keine Krone«. Und doch hat es dieser König ohne Land und andere irdische Insignien geschafft, unsere Welt mitzugestalten durch Menschen, die an ihn glauben! Und dazu sind wir auch heute aufgerufen, wie es die 5. Strophe beschreibt: »Lasst eure Lieder klingen, dem König Lob zu singen, der ist eu’r höchstes Gut.« Ja, lasst uns singen zu Adventsmusiken, bei Adventsandachten, beim diakonischen Singen in Seniorenheimen und Krankenhäusern – aber auch einfach zu Hause mit der Familie! Und wenn wir über volle Briefkästen stöhnen, denkt daran: Uns geht es gut, wir haben etwas zum Teilen. Singen und Gutes tun: »Halt’ eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn.«

Friedemann Lessing,
Kreiskantor im Kirchenkreis Stendal

Arbeit kann neu beginnen

19. Dezember 2012 von redaktionguh  
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Vorstand für Gustav-Adolf-Werk der EKM

Während des Gottesdienstes zum Auftakt der Synode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am 21. November in Erfurt wurde der neue Vorstand des Gustav-Adolf-Werkes (GAW) der EKM eingesegnet. Das GAW EKM wurde im März gegründet. Zum Vorstand gehören Propst Reinhard Werneburg als Vorsitzender, der Wittenberger Pfarrer Armin Pra, Pfarrer Matthias Dräger aus Kelbra, Hans-Jürgen Ulonska aus Erfurt und Pfarrerin i. R. Veronika Benecke aus Beuster. Noch seien einige Plätze im Vorstand frei, sagte Werneburg, auch für die Aktiven im Thüringer Werk. Denn der Streit zwischen den Thüringern und dem neuen Werk ist noch nicht ausgeräumt.

Zum 1. August hatte der Landeskirchenrat beschlossen, das »GAW der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen« aufzulösen, das, so Werneburg in einem Interview mit der Kirchenzeitung im August, ein »unselbstständiges Werk der Landeskirche« war. Das erkannte der Vorstand des GAW Thüringen nicht an.

Der neue Vorstand des Gustav-Adolf-Werkes der EKM mit dem Vorsitzenden, Propst Reinhard Werneburg (rechts).

Der neue Vorstand des Gustav-Adolf-Werkes der EKM mit dem Vorsitzenden, Propst Reinhard Werneburg (rechts).

Der stellvertretende Vorsitzende des Thüringer Werkes, Pfarrer Martin Michaelis, sagte auf Nachfrage, dass die Auflösung laut Satzung nur die Mitgliederversammlung beschließen könne. Man lehne die Zusammenarbeit nicht ab. »Aber wir wollen als eigenständiges Werk weiterarbeiten«, unterstreicht er. Bis jetzt arbeitet das Thüringer GAW weiter und wehrt sich gegen den Beschluss.

Enno Haaks, Generalsekretär des GAW der Evangelischen Kirche in Deutschland, das in Leipzig seinen Sitz hat, bedauert den Konflikt. Die Gruppe aus der einstigen Kirchenprovinz habe das neue Werk anerkannt und sich aufgelöst. Denn es gäbe nun mal die neue Kirche und somit auch neue Strukturen.

»Als Diasporawerk sind wir darauf angewiesen, um der Partner in der weltweiten Diaspora willen eigene Differenzen zurückzustellen – und insbesondere theologische Fragen zurückzustellen um derer willen, die unseren ganzen Einsatz brauchen. Das war in der 180-jährigen Geschichte des GAW immer ein Wesenszug. Eigentlich kann man sich Differenzen nicht lange erlauben. Das raubt Kraft.« Er hofft, dass das GAW der EKM einen guten Weg findet, damit die Arbeit weitergehen kann. »Ich habe mich über die Worte von Landesbischöfin Ilse Junkermann gefreut, die dieses GAW unterstützt«, sagt der Generalsekretär, der bei der Einsegnung des Vorstandes in Erfurt dabei war. Die Gespräche, die man auch als Dachverband mit dem Thüringer GAW gesucht habe, seien seinerzeit gescheitert.

Der Beschluss zur Vereinigung beider Werke war auf dem Superintendentenkonvent der EKM 2011 gefallen. Die Aktiven aus der KPS bringen sich im gemeinsamen GAW ein. Enno Haaks ist daran gelegen, dass das GAW im gesamten Bereich der mitteldeutschen Kirche gut arbeiten kann. So sieht es auch Armin Pra vom neuen Vorstand: »Ich freue mich, dass wir uns nach den Geburtswehen jetzt wieder auf die Inhalte konzentrieren können und keine veralteten Strukturen mehr haben. Wir sind in der neuen Kirche angekommen.«

Dietlind Steinhöfel

Krippen aus Holz, Pappmaschee, Wachs und Filz

18. Dezember 2012 von redaktionguh  
Abgelegt unter Thüringen (Archiv)

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Eine Krippenausstellung ist in den Kellergewölben der Propstei Zella zu sehen. Gezeigt werden große und kleine Krippen aus unterschiedlichen Materialien wie Holz, Pappmaschee, Wachs und Filz. Holzbildhauer aus der thüringischen und hessischen Rhön, die Behindertenwerkstatt Lebensgemeinschaft Schlitz/Sassen sowie Privatpersonen haben Krippen als Leihgaben für die Präsentation zur Verfügung gestellt. Neben modernen Arbeiten werden auch Krippen von verstorbenen Künstlern gezeigt.

Krippe von Holzbildhauer Robert Schmidt, Zella – Foto: Propstei Zella

Krippe von Holzbildhauer Robert Schmidt, Zella – Foto: Propstei Zella

Vor einem Jahr habe es zum ersten Mal in Zella eine Krippenausstellung gegeben, erläutert Marita Schuchert, Mitarbeiterin der Propstei Zella. Gezeigt wurden die Arbeiten des Empfertshausener Schnitzers Steffen Kranz. Obwohl Krippenausstellungen bis dato in der thüringischen Rhön keine Tradition hatten, so Schuchert, sei die Resonanz groß gewesen. Nach dem Erfolg 2011 stand fest, dass es auch in diesem Jahr eine Krippenausstellung geben wird.

Am 22. Dezember wird die Ausstellung noch um eine weitere Krippe bereichert. Die katholische Kirchengemeinde in Zella wird eine Schrankkrippe zur Verfügung stellen, erzählt Schuchert. Es handle sich um eine in einem kleinen Schrank eingebaute Krippe, eine Nachbildung der biblischen Herbergssuche. In Zella sei es Brauch, dass diese Schrankkrippe in der Adventszeit von Haus zu Haus ziehe und jeweils für einen Tag in den Familien bleibe.

(mkz)

Die Krippenausstellung in der Propstei Zella ist bis 2. Februar 2013 dienstags bis sonntags von 13 bis 16 Uhr zu sehen. Montags und feiertags geschlossen. Führungen von Gruppen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Anmeldung: (036964) 93510.

Toleranz und Tatkraft

18. Dezember 2012 von redaktionguh  
Abgelegt unter Sachsen-Anhalt (Archiv)

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Jugend-Kultur-Preis Sachsen-Anhalts ging nach Harzgerode

Manchmal sind Zufälle der Auslöser für wichtige Projekte. Harzgerode verdankt die Instandsetzung des jüdischen Friedhofs einem Zusammentreffen von drei Partnern. Die Sekundarschule, die Kirchengemeinde St. Marien und die Junge Union überlegten schon lange, was mit dem über 70 Jahre hinweg verwahrlosten Gelände geschehen soll. »1941 war dort die letzte Frau mosaischen Glaubens beerdigt worden«, sagt Marcus Weise, Stadtrat und Kreisvorsitzender der Jungen Union Harz.

Während er noch an Plänen für die würdige Gestaltung des Areals arbeitete, hatte sich auch Pfarrerin Anke Dittrich mit diesem Thema beschäftigt. »Es konnte so einfach nicht bleiben. Der Zustand des Friedhofs war katastrophal«, berichtet die Pfarrerin. Bei einem Gespräch kamen beide schnell auf den Punkt: Wir müssen etwas tun. Und wieder spielte der Zufall mit. Auch die Sekundarschule, kurz zuvor mit dem Titel »Schule ohne Rassismus« geehrt, hatte sich ein neues Vorhaben gesucht.

Die Initiative von Sekundarschule, Kirchengemeinde St. Marien und Junger Union in Harzgerode wurde am 10. Dezember von Kultusminister Stephan Dorgerloh (rechts) ausgezeichnet. – Foto: Klaus-Peter Voigt

Die Initiative von Sekundarschule, Kirchengemeinde St. Marien und Junger Union in Harzgerode wurde am 10. Dezember von Kultusminister Stephan Dorgerloh (rechts) ausgezeichnet. – Foto: Klaus-Peter Voigt

In der Kleinstadt blieb das kein Geheimnis, und so fanden sich alle drei Partner bald an einem Tisch zusammen, berichtet Schulleiter Detlef Reimann. Für ihn sei es wichtig, dass Judentum im Unterricht eine Rolle spielt, man so Toleranz vermitteln sowie über Unterschiede zwischen Religionen informieren könne.

So begannen die Arbeiten am verwahrlosten Friedhof. Wege wurden wieder hergerichtet und Unkraut beseitigt, sodass die zum Teil stark verwitterten rund 40 Grabsteine sichtbar wurden. Auch der Gedenkstein von 1964, aufgestellt zur Erinnerung an die jüdischen Opfer der Schoah, wurde wieder hergerichtet. Fast alle Arbeiten übernahmen die Mädchen und Jungen der Schule, viele Erwachsene unterstützten sie.

Das Material konnte aus Spendenmitteln finanziert werden. Am 8. November, nach gut einem Jahr, zeigte sich alles in einem tadellosen Zustand. Für das Engagement vor allem der Schüler gab es in dieser Woche eine besondere Ehrung. Sie wurden mit dem Jugend-Kultur-Preis Sachsen-Anhalts ausgezeichnet, der zum 16. Mal verliehen wurde. Für den dritten Platz gab es 1500 Euro. Marcus Weise versprach in seinen Dankesworten, dass dieses Geld in das Projekt fließen werde. Für die dauerhafte Pflege, die die Sekundarschule übernommen hat, seien immer finanzielle Mittel notwendig. Außerdem wünsche er sich, dass auch in Harzgerode Stolpersteine, die an ehemalige jüdische Mitbürger erinnern, ihren Platz finden.

Klaus-Peter Voigt

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