Neustart der Gespräche

31. März 2014 von redaktionguh  
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Rechtspopulistische Parteien in ganz Europa erhoffen sich auch von der Angst vor dem Islam bessere Chancen bei der im Mai anstehenden Europawahl. Dabei setzen sie auf sehr diffuse Stimmungen: auf den Eindruck von Chaos angesichts der Wanderbewegung aus anderen Kulturen, auf Misstrauen, gepaart mit Unkenntnis. Bei einigen übersteigert zu Furcht, bei manchen zu Fremdenhass.

Dem kann man nur gemeinsam mit Muslimen begegnen. Indem man die offenen, toleranten unter ihnen ins Gespräch einbindet. Deswegen ist der Vorstoß von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zur Wiederbelebung der Islamkonferenz zu begrüßen. Für diese wurden neue Themen und eine andere Form der Gespräche vereinbart.

Leicht wird es nicht werden. Die Unterschiede zwischen den Vertretern der Muslime sind beträchtlich. Eine theologische Zentrale im Islam gibt es nicht. Übrigens dürften das die Kirchen der Reformation mit ihrem breiten Glaubensspektrum und der Bibel als einzigem Zentrum nachvollziehen können.

Innere Sicherheit gleich zu Beginn der Islamkonferenz 2006 in den Mittelpunkt zu stellen, hat sich als Sackgasse erwiesen. Auch weil Angst stets ein schlechter Ratgeber ist. Nun hat man nachgeholt, was sich eigentlich von selbst verstehen müsste, und die Muslime gefragt, was ihnen wichtig ist. Wohlfahrt und Seelsorge, sagt Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime. Das könnte neue Türen aufstoßen. Zumal der Blick nicht auf die Abwehr einer vermeintlichen Gefahr verengt wäre.

Hier sind nun wieder die Kirchen stärker gefragt. Denn worauf es bei Seelsorge im Alltag ankommt, vermögen sie am besten zu beurteilen. Zudem können Diakonie und Caritas ihre Erfahrungen bei einer auf religiösen Grundsätzen fußenden Sozialarbeit einbringen.

Tomas Gärtner

Wenn das dicke Fell porös wird

31. März 2014 von redaktionguh  
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Thema: Polizeiseelsorge ist zu einem wichtigen Arbeitsfeld in den östlichen Landeskirchen geworden

Der Kirche hat neben der Arbeit in den Kirchengemeinden ebenso eine Aufgabe in der Sonderseelsorge: in Krankenhäusern, bei Schaustellern und beim Militär. Und bei der Polizei.

Ich bin ein Zyniker.« Olaf Sendel, Polizeioberrat in Merseburg, sagt diesen Satz mit einem herzlichen Lachen. Es fällt sehr schwer, ihm das zu glauben. Er ist seit 1991 Polizist. Und es ist nur zu ahnen, was er in diesen Jahren alles gesehen oder erlebt hat. Der dunkle Humor: Er ist eine der Pflegemaßnahmen am dicken Fell des Polizisten, der ohne diesen Schutz kaum arbeiten könnte. Doch dann und wann wird dieser Schutz durchbrochen.

Polizeipfarrer begleiten die Polizisten bei schwierigen Einsätzen und sind zur Stelle, wenn die seelischen Belastungen zu groß werden. Foto: epd-Bild/Gudrun Petersen

Polizeipfarrer begleiten die Polizisten bei schwierigen Einsätzen und sind zur Stelle, wenn die seelischen Belastungen zu groß werden. Foto: epd-Bild/Gudrun Petersen

Olaf Sendel stockt kurz. Eigentlich immer, wenn es um persönliches Leid gehe, werde das dicke Fell schon porös, sagt er. »Sie schleppen das mit sich rum. Waschen können sie sich, aber das bleibt.« Jeder Einsatz ist ein Sprung ins Ungewisse. Immer dorthin, wo es brennt. Zu häuslichen Auseinandersetzungen zum Beispiel. Wenn Sendel darüber spricht, verrät seine Wortwahl etwas über die Polizei: »Wir kommen, wenn die Interaktion nonverbal, also unschön wird.« Er ist ganz nah dran in der Sache, aber emotional und sprachlich auf Distanz. Ein Außenstehender hätte diese Situtaion wohl so beschrieben: »…, wenn sich Menschen die Köpfe einschlagen.«

Es ist die Aufgabe der Polizeipfarrer, Polizistinnen und Polizisten zu begleiten. Thea Ilse, Landespolizeipfarrerin von Sachsen-Anhalt, ist eine von ihnen. Sie ist dabei, wenn junge Berufsanwärter ausgebildet werden, ebenso bei Weiterbildung und Supervision. Und natürlich als Seelsorgerin. Am Anfang wurde sie kritisch beäugt. »Statt Parteisekretär ist jetzt wohl die Pfarrerin da«, bekam sie mitunter zu hören. Thea Ilse lacht darüber. Sie lacht viel. Es ist ihr wichtig, nahe dabei zu sein. In Gorleben zum Beispiel. »Ich habe noch nie so viel über die Bibel erzählt wie auf diesen Einsätzen. Man sitzt Stunden an einer Stelle und es passiert nichts. Und dann kommen sie auf all die Fragen, die sie haben.« Dort kann es auch für eine Pfarrerin brenzlig werden. Als Thea Ilse noch ohne ihre rote Jacke mit der Aufschrift »Polizeiseelsorge« in Gorleben auftauchte und nach Rundgängen in die Einsatzfahrzeuge stieg, wurde sie von den Demonstranten für einen Polizeispitzel gehalten. Eine eher unschöne Situation, wie sie sagt.

Immer wieder Gorleben. In Olaf Sendel klingen die Einsätze rund um die Castor-Transporte genauso nach. »Sie können nach Gorleben fahren mit dem Befehl zu räumen und finden Atomkraft selbst nicht in Ordnung.« Was dann? »Reden. Immer wieder reden. Sonst werden Sie krank.« Es gäbe unzählige weitere Beispiele, wo eine Lücke klafft zwischen Befehl und der Überzeugung des Beamten. In den Medien erscheinen sie dann doch immer wieder als die Prügelknaben oder willfährigen Vollstrecker der Staatsmacht. Für manche Beobachter scheint der Gedanke fremd zu sein, dass in der Uniform ein Mensch steckt. Dabei werden Einsatzbefehle oft intensiv diskutiert. Vor und nach dem Einsatz. Die Polizeiarbeit ist ein Feld, auf dem Menschen auch anderweitig zerrieben werden können. In einem Internetforum für Polizisten schrieb ein Beamter: »Wer Spielball der Politiker sein will oder ein Sklave der Landesregierung, ist bei der Polizei bestens aufgehoben.« Erstaunlich, wie seine Kollegen im Forum reagierten. Sie erinnerten ihn daran, warum sie Polizist werden wollten. »Ich bin mir sicher, Sie finden keinen Polizisten, der nicht sagt: Ich will für die Menschen da sein. Diese Überzeugung hält uns alle zusammen«, sagt Olaf Sendel. In der derzeitigen Lage, in der zu den alltäglichen Gefahren und Belastungen des Berufs noch Sparzwänge und Personalmangel hinzukommen, werde eine Person als Gesprächspartner immer wichtiger: der Polizeipfarrer. »Ohne den«, sagt Sendel, »ohne den geht’s gar nicht mehr.«

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland gibt jährlich 105 600 Euro für die Arbeit der Polizeipfarrer aus, der Freistaat Thüringen zahlt 30 000 Euro dazu. Gut angelegtes Geld. »Wir können«, meint Thea Ilse, »in unserer Gesellschaft so leben wie wir leben, weil andere bereit sind, für uns in den Ring zu springen.«

Stefan Körner

Im ewigen Kreislauf der Schöpfung

29. März 2014 von redaktionguh  
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Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Johannes 12, Vers 24

Es sind die Kräfte des Frühlings, die den Menschen plötzlich ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Die Natur erwacht zu neuem Leben und bringt uns Hoffnung ins Herz.

Da möchte man am liebsten gar nichts mehr wissen vom Welken und Sterben. Unsere Gesellschaft bedient gern diese Vermeidungsstrategie: Warum sollte man erst den Tod Jesu bedenken, wenn man auch gleich bunte Ostereier und Freude haben kann?

Im ewigen Kreislauf der Schöpfung gibt es aber das eine nicht ohne das andere.

Jesus wusste, dass er sich nicht am Leid vorbeimogeln kann. Er hat uns aber auch gezeigt, dass das Leben nicht im Dunkel stehenbleibt, sondern sich wieder dem Licht entgegenstreckt.

Cornelia Bickelhaupt, Pastorin an der Kirche St. Trinitatis Sondershausen

Cornelia Bickelhaupt, Pastorin an der Kirche St. Trinitatis Sondershausen

Das Weizenkorn muss sterben, um zu einer fruchtbringenden Pflanze verwandelt zu werden, sagte er. Er wollte damit behutsam andeuten, dass sein Weg nicht am Sterben vorbeigeht, sondern nur da hindurch zu neuem Leben führen kann.

Das Weizenkorn wird in die Erde gelegt und stirbt. Es wartet dort, ruht und ist ganz allein. Das Korn in der Dunkelheit und Kühle der Erde sehnt sich nach Wärme und Licht. Ein winziger Keim reckt sich dem entgegen. Ein erstes Grün verheißt Hoffnung, und mit der Hoffnung wächst auch die Pflanze, um viele Körner zu tragen. Wer hätte das gedacht, dass in so einem kleinen Korn so große Möglichkeiten stecken, wenn man es loslassen und sterben lassen kann? So leuchtet uns in der Passionszeit schon von fern die Sonne am Ostermorgen.

Alles Sterben birgt die Hoffnung der Auferstehung in sich, auch wenn es uns schwerfällt und schmerzt und wir am liebsten gleich nur die reine Freude hätten. Jesus ist zu uns gekommen, damit wir das mit ihm erfahren können: Die Dunkelheit wird nicht bleiben. Das Licht ist stärker und verwandelt sie zu neuem Leben. Die Schöpfung zeigt es uns in jedem Frühling.

Cornelia Bickelhaupt, Pastorin an der Kirche St. Trinitatis Sondershausen

Puppen erzählen vom Aufbrechen

26. März 2014 von redaktionguh  
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Das ZDF überträgt den Gottesdienst am 6. April aus den Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg

So aufgeregt waren die Puppenspieler wohl noch nie. Obwohl Susanne Kurz, Doreen Stürtz, Jessica Hirsch, Matthias Tschirschwitz, Andy Neumann, Sven Goldmann, Sebastian Harbach und Dennis Kramm aus der Werkstatt für behinderte Menschen der Pfeifferschen Stiftungen schon öfter ihre Marionetten tanzen ließen – diesmal proben sie unter der Leitung von Christine Feibig für ein womöglich einmaliges Ereignis. Das ZDF überträgt den Fernsehgottesdienst am 6. April aus der Samariterkirche der Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg.

Die Puppenspieler (von links) Andy Neumann, Sven Goldmann, Dennis Kramm, Susanne Kurz, Doreen Stürtz und  Matthias Tschirschwitz proben seit Wochen mit ihren handgefertigten Marionetten für den ZDF-Fernsehgottesdienst, der am 6. April aus der Samariterkirche der Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg übertragen wird. Foto: Pfeiffersche Stiftungen

Die Puppenspieler (von links) Andy Neumann, Sven Goldmann, Dennis Kramm, Susanne Kurz, Doreen Stürtz und Matthias Tschirschwitz proben seit Wochen mit ihren handgefertigten Marionetten für den ZDF-Fernsehgottesdienst, der am 6. April aus der Samariterkirche der Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg übertragen wird. Foto: Pfeiffersche Stiftungen

Seit dem vorigen Sommer sind viele Mitarbeitende der diakonischen Einrichtung mit den Vorbereitungen beschäftigt, handelt es sich doch um eine absolute Premiere, sagt Kommunikationschefin Ulrike Petermann. Und das, obwohl die Stiftungen in diesem Jahr immerhin ihr 125-jähriges Bestehen feiern. Der Fernsehgottesdienst, den auch das Schweizer Fernsehen überträgt, ist ein erster großer Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Fein gemacht hat sich dafür auch die kleine Samariterkirche – sie wurde gerade frisch gemalert.

Kribbelndes Lampenfieber

Da bei Ulrike Petermann nicht nur Fäden zusammenlaufen, sondern sie beim Gottesdienst selbst mitmacht, empfindet sie das größer werdende Kribbeln der Vorfreude und des Lampenfiebers doppelt. Es haben außerdem beileibe nicht nur die Puppenspieler ihre Proben. Alle Mitwirkenden müssen sich aufeinander einspielen. In den Gottesdienst sind Pfarrer Hans Bartosch, Seelsorger in den Stiftungen; Jana John, die Pflegedirektorin, und Jessica Tonn, eine Beschäftigte in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, einbezogen. »Die musikalische Leitung hat Kantor Michael Scholl, und es wird uns neben Saxofon, Orgel und Schlagzeug sowie E-Klavier auch eine Sängerin begleiten«, zählt Ulrike Petermann weiter auf.

Die Predigt wird Pfarrer Christoph Radbruch, Vorsteher der Stiftungen, halten. Unter dem Thema »Aufbrechen! Grenzen überwinden!« will er anhand einer Heilungsgeschichte aus dem Neuen Testament ermutigen aufzubrechen, um neue Erfahrungen zu machen. Die Bibelgeschichte werden die Puppenspieler erzählen.

Die Mitglieder von »Die drolligen Puppenspieler« üben jede Woche. Die wunderschönen Puppen bekommen über ihre bunten Gewänder einen kleinen Leinensack gezogen. Sie sollen kranke Menschen darstellen, Aussätzige, die ausgestoßen abseits vom Dorf leben müssen.

Grenzen überwinden

Die Frauen und Männer üben, wie sich ihre Puppe bewegt, damit erlebbar wird, dass das Bein schmerzt oder die Hand. Besonders knifflig ist die Stelle, an der ein Mädchen aus dem Dorf einen Korb Speisen am Haus der Aussätzigen abstellt. Manchmal rutscht er Susanne Kurz aus der kleinen Puppenhand. Christine Feibig leitet die Gruppe seit ihrer Gründung. Sie bleibt gelassen: »Ist nicht schlimm, das üben wir noch mal extra. Wichtig ist, dass die Puppe nicht fliegt, denkt dran: Nicht schweben, bitte!«

An Schweben mag so mancher nicht einmal denken, der in den Pfeifferschen Stiftungen lebt oder betreut wird – und in verschiedener Weise an Grenzen stößt, als Patient im Krankenhaus, als Mensch mit Behinderung, als Gast im Hospiz, wo die Grenze des Lebens gegenwärtig ist.

Aber auch die Pflegenden stoßen an Grenzen, wenn sie zum Beispiel nicht die Zeit für Zuwendung haben, die sie den ihnen Anbefohlenen geben möchten. Oder der Vorsteher selbst, der nicht alle Kosten der Einrichtung ohne Weiteres an die Krankenkassen, Bewohner und Patienten weitergeben kann, beschreibt er selbst eine seiner Grenzen. Sie alle wollen aus ihren Grenzerfahrungen heraus im Gottesdienst auch fragen und sagen, wie ihnen der Glaube hilft, Grenzen zu überwinden.

Öffentliche Generalprobe

Wer den Gottesdienst miterleben möchte, muss ihn am 6. April, um 9.30 Uhr beim ZDF verfolgen – die Plätze in der Stiftungskirche sind für die Mitwirkenden und ihre Angehörigen sowie die treuen Gottesdienstbesucher der Stiftungen restlos vergeben. Die Generalprobe am 5. April allerdings ist öffentlich. Wer sie besuchen möchte, kann sich kostenlose Karten unter Telefon (03 91) 8 50 51 11 reservieren. Zur Generalprobe wird um eine Spende für das Kinderhospiz gebeten. Einlass ist um 16.45 Uhr.Renate Wähnelt

www.pfeiffersche-stiftungen.de


www.125jahre-pfeiffers.de


Nicht in Tagespolitik verheddern

25. März 2014 von redaktionguh  
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Propsteitag zum Thema »Kirche, Politik und Öffentlichkeit« lockte 250 Teilnehmer in die Wisentahalle Schleiz

Gegenseitige Herausforderungen und Erwartungen an Kirche und Gesellschaft standen im Mittelpunkt des Propsteitages der Region Gera-Weimar, zu dem am 12. März 250 haupt- und ehrenamtlich in der Verkündigung Mitarbeitende in die Wisentahalle nach Schleiz kamen. In einem dicht gedrängten Programm konnten die Teilnehmer das Thema »Kirche, Politik und Öffentlichkeit« vertiefen und diskutieren. Damit sollte die Aufmerksamkeit »auf das spannungsreiche Mit- und Ineinander von Religion und Kirche einerseits und Politik, Gesellschaft und Öffentlichkeit andererseits« gelenkt werden, erläuterte ­Propst Diethard Kamm, Regionalbischof von Gera-Weimar, das Anliegen.

Propst Diethard Kamm ist Regionalbischof des Propstsprengels Gera-Weimar

Propst Diethard Kamm ist Regionalbischof des Propstsprengels Gera-Weimar

Landesbischöfin Ilse Junkermann betonte in ihrem einleitenden Vortrag, dass es »die einzige und vornehmste Aufgabe« der Kirche sei, »Zeugin des Reiches Gottes zu sein, das in Jesus Christus schon angebrochen ist«. Wenn sie dies tue, sei sie ganz bei ihrer Sache und bei ihrem Auftrag. »Und wenn sie so ganz bei sich ist, ist sie politisch«, führte die Referentin aus. Daraus leite sich konkret »die politische Mitverantwortung jedes Christenmenschen und der ganzen Kirche« ab. Zudem seien die Kirchen »eine wichtige Stimme in der Zivilgesellschaft«. Es gelte, für Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzutreten und dann die Stimme zu erheben, »wenn grundlegende Werte der Gemeinschaft auf Dauer verletzt werden«. Zu ihren Erwartungen an die Gesellschaft gehöre der Schutz der Religionsfreiheit und die Unterstützung der zahlreichen öffentlichen Arbeitsfelder der Kirche.

»Mit der Energiewende werden Sie keine Kirchen füllen, aber mit der Behandlung von Sinnfragen«, sagte Bernd Hilder, Chefredakteur der »Thüringischen Landeszeitung«, in seinem Impulsreferat. Er ermahnte die Kirchen, sich wieder mehr ihrer »Kernbotschaft« zu widmen und Themen wie Geburt oder Tod zu erörtern. Auch wenn sie in erster Linie für die Armen und die Schwachen da sei, dürfe sie »die Menschen in der Mitte der Gesellschaft mit ihren Alltagsmühen« nicht vernachlässigen. Der Chefredakteur warnte die Kirchen davor, sich in tagespolitischen Debatten zu »verheddern«, auch wenn es gut sei, unbequeme Fragen zur Sprache zu bringen. Der Glaube sei das »bindende Glied«, nicht die Tagesgeschehen.

In einer Podiumsdiskussion forderte Moderatorin Ulrike Greim die Teilnehmer mit der Schreckensfrage heraus: Was wäre, wenn die Kirche nur noch zehn Prozent ihrer Mitglieder hätte? Landrat Thomas Fügmann sagte, dass dies im Saale-Orla-Kreis, wo es momentan noch 30 Pfarrstellen und zahlreiche diakonische Einrichtungen gebe, »das gesellschaftliche Gefüge ins Wanken bringen« würde. Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter befürchtete einen zunehmenden kulturellen Verfall, hielten doch bereits jetzt Jugendliche den Karfreitag für den Termin eines Car-Rennens. Er empfinde es aber auch als spürbaren Segen, wenn Menschen für ihre Stadt beten. Glaubhaft vorzuleben, »was Christsein heißt«, könne die Kirche auch in der Zukunft stärken, war sich Propst Kamm sicher. Dazu gehöre es, für Flüchtlinge und Asylbewerber einzutreten. Am Rande des Propsteitages blieb Zeit für per­sönliche Begegnungen und Gespräche, die von einem herzlichen Miteinander geprägt waren.

Zur Propstei Gera-Weimar gehören die Kirchenkreise Apolda-Buttstädt, Weimar, Jena, Eisenberg, Schleiz, Greiz, Gera und Altenburger Land.

Michael von Hintzenstern

Mutig gestalten

25. März 2014 von redaktionguh  
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Wenn Thomas Schlegel beginnt, über Ideen zur Zukunft der Gemeinden zu reden, ist er kaum zu bremsen. Der promovierte Theologe kennt die Probleme von Kirche im ländlichen Raum und hat gleichzeitig interessante Modelle parat, die an anderen Stellen ausprobiert werden. Seit diesem Jahr ist der 40-Jährige neuer Referatsleiter im Dezernat Gemeinde der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Zuvor forschte er auf dem Gebiet »Kirche im ländlichen Raum« an der Universität Greifswald.

»Wer ans Land denkt, hat oft die Vorstellung von verschlafenen Dörfern. Aber gerade dort ist viel Bewegung«, sagt er. Der demografische Wandel fordere ja nicht nur die Kirchen heraus, sondern auch die Kommunen. »Uns beschäftigt alle dieselbe Frage.«

Thomas Schlegel ist neuer Referatsleiter Gemeinde im Landeskirchenamt der EKM.

Thomas Schlegel ist neuer Referatsleiter Gemeinde im Landeskirchenamt der EKM.

Eine Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung aus dem Jahr 2009 habe Modellprojekte untersucht, die auf den demografischen Wandel eingehen, erläutert der Theologe. »Und es hat sich gezeigt, dass die Projekte, die nur auf Anpassung basieren, in der Regel nicht zukunftsweisend sind, weil sie weitere Anpassung nötig machen. Das erleben wir seit 20 Jahren mit unseren kirchlichen Strukturen: Wir passen an, wir passen an, aber wir setzen kaum etwas dagegen oder stellen etwas an die Seite. Die Studie sagt: Die Konzepte, die am besten funktionieren, sind jene, die mit Innovation antworten.« Was ist eigentlich, wenn die eingespielten Muster an ihre Grenzen kommen? Vor allem, so schätzt er ein, verhindern traditionelle Bilder mutigere Schritte. Sie erhöhen den Druck auf die Pfarrer, diese steckten aber auch im traditionellen Anspruch an sich selbst. Außerdem sind Alternativen kaum bekannt; gerade aus Ökumene und Regionalplanung kommen inspirierende neue Ansätze. Kirchengemeinden und Theologen müssten in der Zukunft auf schmerzhafte Abschiede zugehen und sich mit neuen Kirchenformen anfreunden.

Um darüber mit den Verantwortlichen und Interessierten in den Gemeinden zu diskutieren, lädt die EKM am 11. April zum Fachtag Gemeindeentwicklung nach Halle ein. Hier werden Manuel Slupina vom Berlin-Institut und Thomas Schlegel Impulse geben. »Wenn wir in die Zukunft der Kirche blicken wollen, müssen wir in die ländlichen Räume gucken. Für mich ist das ein Modellraum für die Zukunft«, betont der Kirchenrat.

In seiner neuen Funktion als Referatsleiter will Thomas Schlegel vor allem den Kontakt zur Basis pflegen. »Wir müssen wissen, was in den Gemeinden los ist.« Diskussionen in der Kirchenzeitung seien hilfreich, aber auch Telefonate mit Kirchen­ältesten und anderen Engagierten, Hauptamtliche eingeschlossen. Er freue sich auf die Kontakte.
Dietlind Steinhöfel

Fachtag Gemeindeentwicklung, Halle, 11. April, Anmeldung bis 1. April
Telefon (03 61) 5 18 00-321, E-Mail <Thomas.Schlegel@ekmd.de>

Die Rückkehr eines Räubers

24. März 2014 von redaktionguh  
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Schöpfung: Aufklärung über Wölfe und ihre Lebensweise wird vom Kirchenkreis Meiningen unterstützt

Nach Sachsen-Anhalt sind die Wölfe schon 2008 zurückgekehrt. Fünf Rudel leben laut Wolfsmonitoring inzwischen dort. Nun bereitet sich auch Thüringen auf die Jäger vor.

Noch lässt er auf sich warten, der erste Wolf in Thüringen. Dabei hätte ihm der Freistaat einiges zu bieten. Genügend Wildbret für den Wolfshunger. Weite Waldgebiete, um in Ruhe seine Wolfsjungen aufziehen zu können. Und Bürger, die dem scheuen Räuber gute, weil gut vorbereitete Gastgeber sein wollen. Mehr als achtzig von ihnen kamen vergangene Woche in Meiningen in der Kirche »Zum Heiligen Kreuz« zusammen, um von Referent Uwe Müller vom Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie mehr über den Wolf zu erfahren.

Wolfspaar in Mecklenburg-Vorpommern. Wölfe sind von Natur aus scheue Tiere und meiden Menschen. Foto: NABU/S. Zibolsky

Wolfspaar in Mecklenburg-Vorpommern. Wölfe sind von Natur aus scheue Tiere und meiden Menschen. Foto: NABU/S. Zibolsky

Broschüren zum Naturschutz auf dem Tisch neben den Gemeindebriefen, entlang der Wand Plakate über die Verbreitung des Wolfes in anderen Bundesländern – ein seltsamer Anblick. Aber doch kein Kuriosum. Was Wildtiere und Glauben miteinander zu tun haben, ist leicht erklärt: »Die evangelische Kirche sieht sich in der Verantwortung für den Erhalt der Schöpfung«, sagte Superintendentin Beate Marwede. Der Kirchenkreis Meiningen wolle mit Information und Gespräch einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion über die Rückkehr des Wolfes leisten.

Konkret geht es um Ängste. Nicht jene schaurig-romantischen, wie sie durch die Märchen der Grimms wabern. Sondern um die Sorgen von Jägern und Tierhaltern. Die versucht das Land Thüringen mit einem im vergangenen Jahr vorgestellten Managementplan zu beruhigen. Darin festgelegt ist unter anderem die Begutachtung von gerissenen Tieren, der finanzielle Ausgleich bei Rissschäden, weiterhin die Schadensregulierung und Schadensprävention, die Meldestellen im Freistaat und das sogenannte Wolfsmonitoring, also die wissenschaftliche Beobachtung der Tiere.

Als zentrale Meldestelle dient die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie in Jena. Dort ist Uwe Müller immer wieder gefragt, wenn es um vermeintliche Nachweise für die Existenz des Wolfes oder angeblich von ihm gerissene Ziegen, Schafe oder Mufflons geht. Anhand von Beispielen aus seinem Berufsalltag als Gutachter veranschaulichte er, wie groß einerseits bei einigen Bürgern im Land die Euphorie ist, endlich den ersten Wolf zu entdecken. Und wie viel Unwissenheit andererseits um das Verhalten der Tiere kursiert.

Immer wieder sollen Bilder streunender Hunde als Nachweis herhalten. Immer wieder werden Wölfe für tote Schafe verantwortlich gemacht, die offensichtlich gar nicht gerissen wurden, sondern verendeten. Andere Tiere wie Füchse machten sich anschließend an ihrem Kadaver zu schaffen. Mit solchen Anekdoten konnte Uwe Müller aufwarten. Ebenso mit Hinweisen zum Herdenschutz und dem Konfliktpotenzial, das von Wölfen ausgehen kann, sollten diese provoziert oder angefüttert werden.

Weniger Raum als für das Zahlenwerk und die Übersichten blieb für die eigentlich spannende Frage des Abends. Nämlich wie denn nun mit der über kurz oder lang anstehenden Rückkehr des Wolfes nach Thüringen umzugehen sei. Inwieweit gute Gastgeber Gefahren und Unannehmlichkeiten hinzunehmen haben von einem Räuber, der einmal heimisch war, wo sie heute als Jäger und Förster den Wald bestellen oder Nutztiere auf den Wiesen halten.
Diese Fragen auszuloten fiel schwer, da zahlreiche Details, Beispiele und Nebenaspekte das Gespräch wieder und wieder ablenkten. Dennoch: Es wurde zugehört und engagiert diskutiert über ein Thema, das offensichtlich sehr viele Bürger bewegt. Öffentliche Diskussionen sind nötig. Dass sie die Kirche anbietet – warum nicht.

Susann Winkel

Zeit für Antworten

23. März 2014 von redaktionguh  
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Manchmal ist Schweigen Gold. Doch manchmal wirft es Fragen auf. Zum Beispiel das Schweigen der einst so lautstarken Friedensbewegung zu den Vorgängen auf der Krim. Es sei eben in der Situation nicht so einfach, Gut und Böse auszumachen, heißt es da unter anderem kleinlaut. Das verwundert. Immer, wenn die USA in Mittel- oder Südamerika, die Briten auf südatlantischen Inseln, Frankreich in ehemaligen Kolonien oder gar Israelis im Nahen Osten eigene Sicherheits- oder Wirtschaftsinteressen in auch nur annähernd ähnlicher Weise geltend machen wie derzeit Russland gegenüber der Ukraine, ist der Schuldige am gefährdeten Weltfrieden sofort klar. Ähnliches gilt für die Frage des Waffenhandels. Freilich, die USA mit 29 Prozent an erster und Deutschland mit weitem Abstand mit sieben Prozent Anteil am Gesamtvolumen auf Platz drei sind regelmäßig in der Kritik. Doch dass Russland mit 27 Prozent auf Platz zwei der Waffenexporteure der Welt steht und China inzwischen rasant auf sechs Prozent vorgeprescht ist, wird kaum wahrgenommen.

Fragen lassen müssen sich aber auch die Realpolitiker des Westens. Etwa, was aus der im Rahmen der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen zur Deutschen Einheit beschworenen Sicherheitspartnerschaft mit Russland geworden ist? Und wie ernsthaft man wirklich bemüht war, den Einkreisungsängsten der russischen Führung, den Abstiegsängsten einer einstigen Weltmacht konstruktiv entgegenzuwirken?

Fragen muss sich auch jeder, der jetzt Sanktionen gegen Russland fordert, ob ihm Freiheit und Demokratie für die Ukraine auch den Verlust des einen oder anderen Arbeitsplatzes in der Exportwirtschaft wert sind? Oder ein paar Einschränkungen in der Versorgung mit Erdgas?
Manchmal ist es gut zu schweigen. Manchmal aber ist es auch Zeit, sich über Antworten im Klaren zu werden.

Harald Krille

Umkehr und Buße gehen nicht halbtags

21. März 2014 von redaktionguh  
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Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
Lukas 9, Vers 62

Sind sie Exoten? Sie gelten zumindest als skurril und eigenwillig, die sich von einem Tag auf den anderen aus ihrem alten Leben verabschieden. Aussteiger lassen alles stehen und liegen und machen sich ohne Lebensversicherung auf ins Ungewisse. Sie haben beschlossen, dass es so nicht weitergehen kann, dass sie den Alltagstrott satthaben.

Stephan Dorgerloh (SPD), Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt

Stephan Dorgerloh (SPD), Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt

Bei aller Faszination: Das Auswandern in unberührte Natur und auf einsame Inseln mag das Ego befrieden, wird aber die Welt nicht ändern, geschweige denn bessern. Aber genau darauf kommt es an, wenn es um das Mitgehen mit Jesus geht.

Hier kommt ein Mann zu Jesus, der sich grundsätzlich vorstellen kann, dabei zu sein. Ein anderer wird von Jesus direkt eingeladen, jetzt gleich mitzumachen und ein dritter zieht es in Erwägung. Im Prinzip zumindest. Aber ganz so schnell geht das bei allen dreien nicht. Bevor man sich radikal auf das Neue, Unbekannte einlässt, müssen erst noch ein paar Sachen erledigt werden. Also theoretisch könne man sich das ja vorstellen mit der Nachfolge – aber erst sollten doch bitteschön die Kinder aus dem Haus sein.
Wir hängen fest in unseren Lebensbahnen. So schnell kommen wir nicht los. Radikale Brüche lieben deutsche Protestanten nicht. Doch wer mit Jesus unterwegs sein will, kann nicht am alten Leben hängen bleiben. Da gibt es keinen Aufschub. Seine Rede kennt kein »vielleicht« oder »theoretisch«. Seine Anforderungen klingen in unseren Ohren schroff, weil sie klar sind. Wer bereit ist, Neuland unter den Pflug zu nehmen, braucht den Kopf frei und den Blick nach vorn. Umkehr und Buße gehen nicht halbtags.

Das war auch für Luther klar. Seine 95 Thesen sprechen davon. Gerahmte Ablassbriefe über dem Sofa bessern weder Welt noch Kirche. Umkehr und Erneuerung lassen sich nicht delegieren. Wenn wir die Welt verändern wollen, kommt es auf jeden und jede persönlich an.

Stephan Dorgerloh (SPD), Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt

Komponieren mit Smartphones und Tablets

18. März 2014 von redaktionguh  
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Klasse 10 b des Christlichen Gymnasiums Jena erhält auf Musikmesse in Frankfurt den Europäischen Schulmusikpreis

Die Schüler waren von Anfang an begeistert bei der Sache, endlich durften sie im Unterricht mal mit Erlaubnis auf dem Handy tippen«, berichtet Musiklehrer Philipp Schäffler vom Christlichen Gymnasium Jena. Für ihr Projekt »Komponieren mit Smartphones und Tablets« erhält die Klasse 10 b am 15. März auf der Internationalen Musikmesse in Frankfurt am Main den Europäischen Schulmusikpreis. Mit der höchstmöglichen Dotierung von 4 000 Euro in der Hauptkategorie »Musikalische Arbeit im Klassenunterricht (Klasse 5–12)« würdigt die Jury »das methodisch äußerst differenzierte sowie planvoll und zielgerichtete Arbeiten« des promovierten Musikpädagogen sowie die Offenheit im Umgang mit modernen Medien, mit der die Schüler genau dort abgeholt werden, wo sie stehen.

Die Klasse 10 b des Christlichen Gymnasiums Jena mit ihrem Musiklehrer Philipp Schäffler (hinten links). Foto: Christliches Gymnasium Jena

Die Klasse 10 b des Christlichen Gymnasiums Jena mit ihrem Musiklehrer Philipp Schäffler (hinten links). Foto: Christliches Gymnasium Jena

»Die Idee des Projekts war, das Smartphone als Musikinstrument zu verstehen, sprich, all diejenigen Apps auszuprobieren, mit denen man angeblich Musik schaffen kann«, beschreibt Philipp Schäffler im Gespräch mit »Glaube + Heimat« das inhaltliche Anliegen. App ist die Abkürzung von »Application« und bezeichnet die Anwendungssoftware des Smartphones. »Nach einer kurzen Einführungs- und Testphase entschieden sich verschiedene Gruppen für eine App und erstellten damit ein musikalisches Produkt. Dies wurde dann der Klasse vorgestellt und über die verwendete App eine Kritik geschrieben«, berichtet der Musiklehrer weiter. Im Anschluss haben die Jugendlichen noch einen Projekttag für die Parallelklasse 10 a organisiert, an dem das erworbene Wissen weitergegeben werden konnte.

Ein halbes Jahr haben die Schüler im Alter von etwa 16 Jahren gebraucht, bis ein fertiges Stück entstanden ist. Dabei habe sich gezeigt, dass es bei allen technischen Möglichkeiten letztendlich auf die musikalische Vorstellungsgabe und eine tragfähige Idee ankomme, ist sich Philipp Schäffler sicher.

Der Verband der Musikinstrumentenindustrie SOMM – Society of Music Merchants – vergibt den Europäischen Schulmusikpreis bereits zum vierten Mal. Die Jenaer Schüler und ihr Musiklehrer werden ihn in Frankfurt in Empfang nehmen und bei dieser Gelegenheit die Internationale Musikmesse besuchen. Das Preisgeld soll ausschließlich dem Musikunterricht zugutekommen. Eine kleine Bühne mit Schlagzeug und Instrumenten könnte sich Philipp Schäffler da sehr gut vorstellen.

Michael von Hintzenstern

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