Jazz, Paprika und Jiddisch

28. Juli 2015 von redaktionguh  
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Yiddish Summer: Ein Festival, wo Künstler und Publikum glücklich sind

Der »Yiddish Summer Weimar« zieht alljährlich Künstler und Besucher aus aller Welt an.

Wenn man an einem Abend einen der derzeit besten Jazzpianisten der Welt live erleben kann, am nächsten Tag bei einem Kochkurs unter fachkundiger Anleitung die Zubereitung von »gefilte paprike mit rayz« erlernt und im Anschluss bei in die Beine fahrender Musik und schwungvollen Tänzen neue Freunde findet – dann ist es wieder Zeit für den Yiddish Summer Weimar.

Alan Bern mit seinem Team: Marie Czarnikow, Johannes Gräßer und Andreas Schmittges (von links). Bern stammt aus einer jüdischen Familie, die in den Vereinigten Staaten lebt. Seine Mutter wurde in New York geboren. Deren Eltern stammen aus Polen, Berns Vater aus Bessarabien. Als Alan Bern 1955 auf die Welt kam, lebte die Familie in Bloomington, Indiana, der Musikstadt. Die Kunst- und Musikszene prägte sein Leben. Foto: Adrienne Uebbing

Alan Bern mit seinem Team: Marie Czarnikow, Johannes Gräßer und Andreas Schmittges (von links). Bern stammt aus einer jüdischen Familie, die in den Vereinigten Staaten lebt. Seine Mutter wurde in New York geboren. Deren Eltern stammen aus Polen, Berns Vater aus Bessarabien. Als Alan Bern 1955 auf die Welt kam, lebte die Familie in Bloomington, Indiana, der Musikstadt. Die Kunst- und Musikszene prägte sein Leben. Foto: Adrienne Uebbing

Seine Begeisterung wirkt ansteckend, und man glaubt ihm aufs Wort, wenn Alan Bern, Künstlerischer Leiter der Veranstaltungsreihe, sagt: »Berlin, Paris und New York würden viel geben für ein solches Festival.« Umfang und Bandbreite sind bei der diesjährigen 15. Auflage des vielfach ausgezeichneten Festivals beeindruckend. Das Programmheft hat Gewicht, nicht nur im wörtlichen Sinne. Verspricht es doch neben Quantität auch allerhöchste Qualität. Denn seit Jahren kommen international anerkannte Künstler und Wissenschaftler zum »Yiddish Summer Weimar«, um als Dozenten Einheimische wie Jiddisch-Fans aus aller Welt mit den vielen Facetten jiddischer Kultur vertraut zu machen. Den hohen Stellenwert und die nachhaltige Wirkung, die von dieser Veranstaltungsreihe in die Welt hinausgeht, hat auch die Kulturstiftung des Bundes erkannt. So konnten die Festival-Macher kürzlich nicht ohne Stolz verkünden, dass dank der von dort zugesagten Förderung in Höhe von 210 000 Euro der »Yiddish Summer Weimar« im Jahr 2016 das »wichtigste Zentrum weltweit zur Erforschung jiddischer Kultur« werden soll. Das Festival werde dann über sechs Wochen gehen und um eine Konferenz ergänzt.

Zurück geht der »Yiddish Summer« auf einen Workshop für jiddische Musik unter Leitung von Alan Bern im Rahmen der Europäischen Sommer­akademie 1999. Unter dem Namen »Klezmerwochen Weimar« wuchs das Festival kontinuierlich, bevor es 2006 nach Gründung des Trägervereins »Other music« in »Yiddish Summer Weimar« umbenannt wurde. In amerikanischen Reiseführern wird der »Yiddish Summer« mittlerweile neben dem Kunstfest als wichtigste Kulturveranstaltung in Weimar aufgeführt.

Nachdem in den letzten Jahren interkulturelle Themen das Festivalprogramm bestimmt haben, steht unter dem Leitthema »Yidishkayt revisited« in diesem Jahr die Welt, die Klezmermusik, jiddisches Lied, Tanz, Gestik, Humor, Sprache, Geschichte und Kultur umspannt, selbst im Mittelpunkt: In ihrer Geschichte hat sich die jiddische Kultur von West- nach Osteuropa ausgebreitet, nach Nord- und Südamerika, nach Israel und Australien und selbst bis nach China und Japan. Wohin sie auch immer ging, verwandelte sie die sie umgebende Kultur und erfuhr selbst einen Wandel. Eine einmalige Schatztruhe, voll mit Geschichte und Geschichten, die es beim »Yiddish Summer Weimar« zu entdecken gilt.

Es sei, so Bern, »ein Festival, wo die Künstler wirklich glücklich sind«. Hier gebe es eine echte Gemeinschaft zwischen Lehrenden und Lernenden, »hier werden Sachen erfunden«. Damit sei Weimar zu einem Zentrum für jiddische Kultur avanciert.

Noch bis zum 9. August vermitteln insgesamt zehn Workshops die ganze Bandbreite jiddischer Kultur. Mehr als 200 Teilnehmer aus aller Welt haben sich dieses Jahr angemeldet, die Dozenten gehören zu den Besten ihres Fachs und kommen unter anderem aus den USA, Lettland, Frankreich und Großbritannien.

Unter dem Motto »Yiddish Summer Weimar goes Erfurt« werden nun zum ersten Mal auch Veranstaltungen in Erfurt sein. In Zusammenarbeit mit der Alten Synagoge Erfurt (8. August) und Begegnungsstätte Kleine Synagoge Erfurt (2. August) stehen dort zwei sehr unterschiedliche Konzerte auf dem Programm. Vom 11. bis 15. August bietet die Festivalwoche, ergänzt durch eine Vortragsreihe sowie eine Dokumentarfilm-Retrospektive, zahlreiche kostenlose Schnupperkurse für die ganze Familie. Sie reichen vom Tanzen über »Jiddische Sprache für Ahnungslose«, ein Jugendklezmerorchester und einen offenen Chorworkshop bis zum Kochkurs, den die französische Köchin Paulette Bielasiak leiten wird. »Die jiddische Kultur ist im Herzen eine Kultur zum Mitmachen«, so Bern. Dieses wolle man mit dem Programm deutlich machen.

Das komplette Programm finden Interessierte auf der sehr übersichtlich gestalteten und zweisprachigen Homepage. Dort ist in diesem Jahr erstmals ein Online-Kartenkauf möglich.

Adrienne Uebbing

www.yiddishsummer.eu

David gegen Goliath

28. Juli 2015 von redaktionguh  
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Evangelisches Musicalprojekt Altmark trotzt seit 15 Jahren der demografischen Falle

Schulen schließen, die Jungen ziehen weg: Die Altmark, doppelt so groß wie das Saarland, ist das, was Demografen eine schrumpfende Region nennen. Gemeindearbeit in der Altmark erscheint als moderner Kampf von David gegen Goliath. Von erfolgreicher regionaler Jugendarbeit mag man da eigentlich gar nicht reden. Aber warum nicht? Seit nunmehr 15 Jahren gibt es ein ganz besonderes Projekt, das Kinder und Erwachsene der beiden altmärkischen Kirchenkreise und des benachbarten Jerichower Landes gleichermaßen erfasst: das Evangelische Musicalprojekt Altmark. Die Auftritte in Beetzendorf, Arendsee, Osterburg, Tangerhütte und Bismark haben längst einen festen Platz in den Kirchengemeinden. Kirchentage, nicht nur der gemeinsame regionale, sondern auch der Deutsche Evangelische Kirchentag, sind mit dem Musicalprojekt bereichert worden.

In diesem Jahr führten die Mädchen und Jungen aus der Altmark das Musical »König David« von Thomas Riegler mehrere Male auf. Foto: Holger Thiel

In diesem Jahr führten die Mädchen und Jungen aus der Altmark das Musical »König David« von Thomas Riegler mehrere Male auf. Foto: Holger Thiel

Woher nimmt »David« die Kraft, den langen Atem? »Einfach nicht aufhören, sondern weitermachen und immer wieder neue Wege finden«, erklärt Kreiskantor Friedemann Lessing (Osterburg), Spiritus Rector des Musicalprojektes, dessen rund 100 Aktive in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in der 15-jährigen Geschichte »König David« von Thomas Riegler auf die Bühne brachten. Nach »abenteuerlichen Anfängen im Jahr 2000«, so Lessing, sei das Projekt zwei Jahre später auf ordentliche finanzielle Füße gestellt worden. Beide Kirchenkreise, aber auch die beiden Landkreise unterstützen diese Form der musikalischen Kinder- und Jugendarbeit. Seit neun Jahren hat Ute Mertens, Superintendentin des Kirchenkreises Elbe-Fläming, die theologische Leitung inne. In der demografischen Not rückt der Norden Sachsen-Anhalts enger zusammen.

Die Berührungsängste schwinden

Die Organisatoren des Musicalprojektes setzen auf Familienbande. Ein Blick in die fast eineinhalbseitige A5-Auflistung der Mitwirkenden zeugt davon. Doch nicht nur das. Friedemann Lessing kooperiert mit der »Grundschule am Hain« in Osterburg. Mit Unterstützung der Grundschullehrerin Susanne Bernhardt wird musiziert. »Mit fast 30 Schülern hatten wir angefangen, im Schuljahr 2014/15 waren mehr als die Hälfte Kinder der Schule beim Musicalprojekt dabei«, schildert Lessing. »Die Berührungsängste schwinden«, erklärt sie. »Was uns jetzt fehlt, ist der Übergang, die Fünft- und Sechstklässler«, macht der Kantor deutlich. Bange blickt er trotzdem nicht in die Zukunft. Das Musical für das kommende Jahr, das in den Wintermonaten in den verschiedenen Kirchengemeinden einstudiert und während einer gemeinsamen Probewoche in der brandenburgischen Jugendbildungsstätte Hirschluch zusammengeführt und um Kostüme, Bühne, Choreografie und Band ergänzt wird, ist bereits in Planung. 2016 wird das Evangelische Musicalprojekt neue Wege beschreiten. Mit »Max und die Käsebande« von Peter Schindler wird es erstmalig auf den ersten Blick nicht biblisch sein. »Jeder kann mitmachen«, lädt Friedemann Lessing ein. Auf die Aufführungen darf man schon jetzt gespannt sein.

Holger Thiel

Termine 2016: 21. Mai in Beetzendorf, 22. Mai in Osterburg, 28. Mai in Tangerhütte, 11. Juni beim Altmärkischen Kirchentag in Uchtspringe und am 19. Juni in Arendsee

Gemeinsames Wohnen

28. Juli 2015 von redaktionguh  
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Ein Modell für die Zukunft

Die frühere Ministerpräsidentin Thüringens, Christine Lieberknecht (CDU), ist Botschafterin der Stiftung christliche Collegiate in Erfurt und unterstützt das Modell »Gemeinschaftswohnen« (s. G+H, Nr. 28, Seite 5). Dietlind Steinhöfel sprach mit der Theologin und Politikerin.

Christine Lieberknecht

Christine Lieberknecht

Frau Lieberknecht, was verbirgt sich hinter der Idee des »Collegiatswohnens« und für wen ist es gedacht?
Lieberknecht:
Das Collegiatswohnen zielt auf eine gleichermaßen traditionsbewusste wie innovative Form eines solidarischen Zusammenlebens. Diese Gemeinschaftswohn-Idee will sich den Herausforderungen des demografischen und kulturellen Wandels im 21. Jahrhundert stellen. Dabei ist das Collegiatswohnen für alle Menschen offen, die Nachbarschaftshilfe konkret leben und gestalten wollen.

In Erfurt und Ichtershausen soll solch eine Wohngemeinschaft entstehen. Gibt es einen Zeitplan?
Lieberknecht:
Die Realisierung sowohl in Erfurt als auch in Ichtershausen wird in einzelnen Bauabschnitten vollzogen werden. Dabei entsteht das Erfurter Collegiatswohnen in enger Kooperation mit der Johanniter Unfallhilfe als Investor und Bauherr. Im Jahr 2021 sollen hier alle Bauabschnitte abgeschlossen sein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt soll auch das Baugeschehen am Standort Ichtershausen, der ehemaligen Jugendstrafvollzugsanstalt, beendet sein. Eventuell gelingt hier die Fertigstellung aller geplanten Bauabschnitte schon im Jahr 2019.

Was ist Ihre persönliche Motivation, sich hierbei ehrenamtlich zu engagieren?
Lieberknecht:
Ich bin persönlich von dieser traditionsverbundenen wie zukunftsorientierten Gemeinschaftswohn-Idee sehr beeindruckt. Diese Idee atmet zudem den ökumenisch offenen Geist der Kinder Gottes. Sie besticht durch ihre einladende Entschlossenheit zu konkreter Mitmenschlichkeit im Hier und Jetzt.

Können solche Modelle beispielgebend sein, zum Beispiel im Blick auf den demografischen Wandel?
Lieberknecht:
Ich bin ganz sicher, dass solche Modelle wie das Collegiatswohnen ein breites Interesse bei vielen Menschen finden werden. So erfordern die Veränderungen in der Zusammensetzung unserer Bevölkerung geradezu ein neues Miteinander in familienübergreifenden Wohnformen. Die oft beschworene Gerechtigkeit unter den Generationen wird hier als Reichtum der unterschiedlichen Gaben Gottes empfunden und weitet den Blick für das ganze Leben bis hin zu Krankheit und Tod. Wie hat es uns erst kürzlich ein Spruch aus dem Herrnhuter Losungsbuch mit auf den Weg gegeben: »Ein Gramm Beispiel gilt mehr als ein Zentner gute Worte« (Franz von Sales, zur Losung am 17. Juli).

Einladung zur Neekener Nachtmusik

27. Juli 2015 von redaktionguh  
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Wunderschön ist die Dorfkirche in Neeken bei Roßlau mit ihrer Ausstattung, die nach dem 30-jährigen Krieg eingebaut wurde und bis heute erhalten ist. Erst Ostern dieses Jahres wurde die Kirche nach jahrelanger Restaurierung wieder in den Dienst der Gemeinde gestellt.

Wer mag, kann die Schönheit des Kirchenraumes am 7. August (21 Uhr) bei einem Abend mit Musik und Lesungen genießen. Pfarrerin Karoline Simmering liest Texte von Teresa von Avila, Dietrich Bonhoeffer und anderen. Adele Andrei aus der Lutherstadt Wittenberg übernimmt mit ihrer Violine den musikalischen Part. Im Anschluss erwartet die Besucher und Besucherinnen eine kleine kulinarische Überraschung.

Foto: Lutz Sebastian

Foto: Lutz Sebastian

Ich schenk dir Langeweile

27. Juli 2015 von redaktionguh  
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Urlaub: Zwischen Erlebnishunger, Kultursuche und Nichtstun

Wir sind eine Macher-Gesellschaft und lassen selbst in der Urlaubszeit kaum eine Lücke in der Tagesplanung.

Urlaub für die Eltern, Ferien für die Kinder – manche sagen, die schönste Zeit des Jahres ist angebrochen. Alles genau geplant, gebucht, die Koffer gepackt … »Wohin fährst du denn?«, wird regelmäßig gefragt, wenn man sagt: »Ich habe ab nächste Woche Urlaub.« – »Ich habe nichts geplant, ich will einfach nichts machen …« Eine seltsame Antwort? Vielleicht. Aber möglicherweise ein Ausweg aus dem Zwang, immer etwas tun zu müssen. Wie oft sagen Kinder heutzutage: »Ich langweile mich.« Ob am Strand, in der Stadt, im Wald – immer muss es ein »Erlebnis« sein, vor allem in den Ferien. Dabei tut es gut, auch einmal »Langeweile« zu haben. Doch viele Kinder und Erwachsene sind es gewöhnt, dass ihre Woche ausgeplant ist: neben der Schule noch Musik, Sport, Nachhilfe, neben der Arbeit das Ehrenamt, Kultur … Langeweile dagegen hat nicht nur für uns einen negativen Klang.

Philosophen wie der Rumäne Emile Michel Cioran (1911 bis 1995) verbindet Langeweile mit Leerheit, der deutsche Philosoph Martin Heidegger (1889 bis 1976) vergleicht sie mit einem »schweigenden Nebel« und Blaise Pascal, französischer Wissenschaftler und Literat (1623 bis 1662), empfindet sie gar unerträglich. Die Denker der Vergangenheit mögen Recht haben. Langeweile ist auch in unserem Sprachgebrauch negativ besetzt. Und trotzdem kann man dieses unerwünschte Nichts-Tun auch von einer anderen Seite sehen.

Wir haben den Drang, immer aktiv zu sein, selbst im Urlaub. Städtereisen, Bildungsreisen oder zumindest Museen, Galerien und ferne Länder stehen auf dem Programm. Dem Stress und Druck des Arbeitsalltags folgt die Jagd nach Urlaubserlebnissen. Der Erholungseffekt ist dann sehr gering bis gar nicht vorhanden. Wer mit Bedacht verreist und seine Urlaubstage nicht bis ins Detail verplant und eben auch Raum lässt fürs »Abhängen«, der kann sowohl erleben als auch sich erholen.

Foto: Adrienne Uebbing

Foto: Adrienne Uebbing

Für Kinder ist es noch schwieriger als für Erwachsene, ein Nichts-Tun zu akzeptieren. Sie wollen Beschäftigung oder erwarten wenigstens Unterhaltung von den verschiedenen Medien, ob Fernsehen, Computer, Smartphone.

Dabei wäre es gut, wenn sie von ihren Eltern auch das Rumtrödeln lernen könnten. Denn ein gewisses Maß an »Langeweile« setzt Kreativität frei, hat der Hirnforscher Gerald Hüther erfahren. »Hirntechnisch ist Langeweile das Beste, was einem Kind passieren kann«, so Hüther in einem Videoblog von 2012. Kinder besäßen von Natur aus eine unglaubliche Entdeckerfreude und Neugierde, die es ihnen ermögliche, sich alles anzueignen. Wem jedoch alles vorgesetzt wird, auch in bester Bildungsabsicht, der verliert die Fähigkeit, selbst auszuprobieren oder zu entdecken. Wer es ausprobiert, erfährt: Beim Nichts-Tun kommen einem die besten eigenen Ideen. Sie können wie eine Belohnung empfunden werden, geschenkt. Nicht ohne Grund hat uns Gott den Sonntag »verordnet«, den wir oft genug nicht wirklich heiligen, wie es im dritten Gebot gefordert wird. Wenn man daran denkt, dass in strenger jüdischer Tradition am Sabbat alle Arbeit verboten ist und man nicht mehr als 1 000 Schritte gehen darf, liegt der Gedanke nahe: Da langweile ich mich ja einen ganzen Tag lang! Oder doch positiv gesehen: Die geschenkte Langeweile gibt mir Kraft und eröffnet neue Möglichkeiten, lässt mich Ruhe neu entdecken und bringt mich auf ungeahnte Ideen.

Der Urlaub ist eine gute Zeit, um Müßiggang einzuüben. Am Strand liegen, den Wolken nachschauen, Steinchen schmeißen oder nur im Wald den bewegten Schatten der Blätter auf sich wirken lassen. Langeweile muss nicht verlorene Zeit sein.

Dietlind Steinhöfel

Angebot und Nachfrage

26. Juli 2015 von redaktionguh  
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Wenn sich Türen schließen, kann das zuweilen nachdenklich stimmen. Wenn die Ära kirchlicher Rüstzeitheime zu Ende geht, ist das keinesfalls ein Grund für Freudensprünge. Umso weniger, da viele der in der DDR mühevoll ausgebauten Pfarrhäuser und -scheunen, die nach der Wende aufgegeben werden mussten, auf teilweise legendäre Zeiten blicken und – den Charme vergangener Tage atmen. Ehemalige Gäste verbinden mit den christlichen Häusern liebgewordene Erinnerungen an ihre Jugend. Gemeinschaftswaschräume, Schlafen in Mehrbettzimmern – dass die Unterkünfte mitunter mehr als einfach ausgestattet waren, störte nicht. Denn was zählte, war das Gemeinschaftserlebnis, Gespräche bis in die Nacht über Gott und die Welt, im geschützten Raum, abseits vom ideologiebestimmten Alltag. Die meisten der Rüstzeitteilnehmerinnen und -teilnehmer fuhren nach einer solchen Auszeit im Glauben ermutigt und gestärkt wieder nach Hause.

Die Zeit ging darüber. Die Freizeit- und Tagungsstätten sind in die Jahre gekommen und Renovierungskuren sehr teuer. Seit vor mehr als 25 Jahren der Eiserne Vorhang fiel, steht uns die Welt offen. Wer in den Schweizer Alpen wandern, den Grand Canyon in den USA bestaunen oder eine Kreuzfahrt auf der Ostsee unternehmen will, entscheidet sich nicht für einen Aufenthalt in einem hiesigen Freizeitheim. Dass auf Grund verhaltener Nachfrage und großen Sanierungsstaus kirchliche Begegnungsstätten schließen, mag Wehmut auslösen. Ein Aufschrei jedoch wäre zu viel des Protestes. Zwar schade, wenn die Kirche sich von weiteren ihrer Häuser verabschieden und damit ihren christlichen Bildungsauftrag beschneiden würde. Denn damit wäre die Chance vertan, Menschen auf ihren Glauben hin anzusprechen. Aber: Auch die Kirche kommt nicht umhin, ihre Angebote an der Nachfrage der eigenen Mitglieder auszurichten.

Sabine Kuschel

Auch im Dunkel bleibt ein Licht

25. Juli 2015 von redaktionguh  
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Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5, Verse 8 und 9

Er wachte auf vom Rattern des Weckers. Es war dunkel. Er tastete nach dem Schalter: Es wurde Licht. Hinter dem Rollo: das Grau eines Morgens. Beim Zähneputzen wanderte er durch die Wohnung. Sein Blick fiel auf die Glasvitrine: Da standen sie nebeneinander. Die Kerzen. Mutter hatte sie immer in Ehren gehalten. Die Kerze von ihrer Goldenen Hochzeit und von seiner Taufe. Und deine Hochzeitskerze kommt dann auch dazu, hatte sie gesagt. Es war dann anders gekommen. Er öffnete die Glastür und nahm seine Taufkerze heraus. Ein Kreuz war darauf und ein Spruchband ringsherum: Christus spricht: »Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben.«

Felicitas Kühn, Pfarrerin in der Regionalgemeinde Kölleda

Felicitas Kühn, Pfarrerin in der Regionalgemeinde Kölleda

Er spürte den Drang, Licht zu machen, die Kerze anzuzünden. Sie war kaum heruntergebrannt. Er dachte an eine Taufe, das Kind eines Freundes. Da hatte die Pfarrerin gesagt, man könne die Kerze jedes Jahr zum Tauftag anzünden, als Erinnerung. Das hatten sie nie gemacht. Die Kerze war wohl einfach in die Vitrine gewandert.

Er zögerte kurz, nahm dann seine Kerze mit und stellte sie sich auf den Küchentisch. Die Streichhölzer musste er erst suchen. Kerze und Kaffee – eine neue Kombination zum Frühstück. Als er das Haus verließ, strahlte ihm die Sonne entgegen. Auch am Abend, als er nach Hause kam schien die Sonne ins Fenster.

Er suchte. Zuerst fand er das Familienstammbuch, darin auch seine Taufurkunde. Vorn drauf ein Bild von einem Hirten inmitten seiner Schafe. Innen der Taufspruch: »Lebt als Kinder des Lichts. Die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.«

Er stellte sich die Urkunde neben die Kerze auf den Tisch. Als es draußen dunkler wurde, zündete er wieder seine Kerze an. Ich bin das Licht der Welt. Lebt als Kinder des Lichts.

Es wird Nacht. Morgen kommt ein neuer Tag. Er bläst die Kerze aus. Das Licht bleibt.

Felicitas Kühn, Pfarrerin in der Regionalgemeinde Kölleda

Crystal auf dem Vormarsch

21. Juli 2015 von redaktionguh  
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Diakonie Naumburg-Zeitz eröffnete neue Suchtberatungsstelle in Zeitz

Eine neue, besorgniserregende Entwicklung haben die Suchtberaterinnen der Diakonie Naumburg-Zeitz erkannt. Zwar stehe Alkohol noch immer an der Spitze der konsumierten Drogen. »Doch Crystal ist kräftig auf dem Vormarsch«, sagte Suchtberaterin Monika Magnus. Die Substanz sei im Gegensatz zu beispielsweise Heroin, wo die Konsumentenzahl im Burgenlandkreis gesunken ist, preiswert und werde nicht nur von der Jugend genutzt. »Auch Berufstätige nehmen die Droge, um den Arbeitsstress auszuhalten«, erklärte die Suchtberaterin weiter. Und ganz verschiedene Probleme ergeben sich mit der wachsenden Konsumentenzahl – nicht nur eine höhere Beschaffungskriminalität. Sorgen bereitet die Betreuung von abhängigen jungen Müttern. »Da ist nicht nur eine Entwöhnung wichtig. Auch die Mutter-Kind-Bindung wird bei der sozialen Begleitung eine Rolle spielen müssen«, sagte Monika Magnus. »Wir werden eine Menge zu tun haben, um die Abhängigen von Crystal wieder in die Gesellschaft zu holen.«

In der neuen Suchtberatungsstelle der Diakonie in Zeitz arbeiten die Suchtberaterinnen Monika Magnus, Jacqueline Klingler und Christine Weise (von li.). Foto: Constanze Matthes

In der neuen Suchtberatungsstelle der Diakonie in Zeitz arbeiten die Suchtberaterinnen Monika Magnus, Jacqueline Klingler und Christine Weise (von li.). Foto: Constanze Matthes

Neben der Suchtberatungsstelle in Naumburg eröffnete die Diakonie neue Räume in Zeitz, um Betroffene und Angehörige zu begleiten. »Es hat ein Vakuum gegeben, das wir nun füllen werden. Wir sind arbeitsfähig«, bemerkte Siegfried Kosdon, Geschäftsführer der Diakonie Naumburg-Zeitz, während der Eröffnung. Im Frühjahr hatte sich der DRK-Kreisverband Naumburg-Nebra mit seiner Suchtberatung aus der Stadt an der Elster zurückgezogen. Zwei Diakonie-Mitarbeiter werden fortan am Standort in der Friedensstraße tätig sein. Christine Weise, Sozialarbeiterin und einst Leiterin der Zeitzer Frauenschutzwohnung, bekommt in Kürze noch einen Kollegen an ihre Seite. Die insgesamt vier Mitarbeiter der Suchtberatung – in Naumburg sind es ebenfalls zwei Ansprechpartner – werden eng zusammenarbeiten. Allgemeines Ziel der Diakonie sei es, eine ganzheitliche Begleitung sowie eine integrierte psychosoziale Beratung zu bieten, erklärt Kosdon. Alle Beratungsangebote werden vernetzt. Klienten erhalten so ein komplexes Hilfsangebot, das unter anderem auch eine Schuldner- und Insolvenzberatung sowie Betreutes Wohnen ermöglicht. Zudem sei die Diakonie eine Kooperation mit der Awo Soziale Dienste Naumburg eingegangen, die einen Teil der Aufgaben, so die Ehe-, Lebens-, Familien- und Erziehungsberatung sowie die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung in Naumburg, übernehmen wird. »Diese Zusammenarbeit ist eine Folge der veränderten Beratungslandschaft in Sachsen-Anhalt«, erläuterte der Diakoniechef weiter. Vorausgegangen war seit 2009 ein mehrjähriger Prozess der Evaluierung sowie Umformung der bisherigen Angebote, um sie zukunftsfähig zu machen. Es folgte zudem das Familienförderungsgesetz des Landes, das ebenfalls Einfluss auf die Beratungslandschaft hatte. So werden die Landkreise aufgefordert, eine Sozial­planung vorzulegen. »Das bedeutet auch, dass der Landkreis Vereinbarungen mit den Trägern abschließt«, so Kosdon.

»Es hat ein Vakuum gegeben, das wir nun füllen werden«

Zu den Drogen- beziehungsweise Suchtformen, mit denen sich die Mitarbeiterinnen der Diakonie beschäftigen, zählt auch Cannabis sowie Spiel- und Kaufsucht. »Bei einigen kommt es sogar vor, dass sie mehrere Drogen konsumieren«, so Monika Magnus. 2014 betreute die Diakonie 326 Männer und Frauen. Mehr als die Hälfte sind Alkoholiker. Die Zahl der Klienten mit der Suchtdiagnose Alkohol ist 2014 im Vergleich des Jahres 2012 von 73,3 Prozent auf 55,5 Prozent gesunken. Dafür nahm die Zahl derjenigen, die illegale Drogen konsumieren, deutlich zu und verzeichnete 39,6 Prozent. Auch der Anteil der Klienten mit pathologischen Glücksspielen hat sich nach Angaben der Diakonie leicht erhöht.

Der Diakonie Naumburg-Zeitz gehören insgesamt 160 Mitarbeiter an. Neben den Beratungsangeboten gehören ambulante Pflege und Pflegeberatung zu ihren Arbeitsfeldern. Zudem ist sie Träger des Seniorenzentrums Sankt Georg-Stift und des altersgerechten Wohnens im Barbara-Haus in Teuchern. Constanze Matthes

Soll der Besitz von Cannabis legalisiert werden?

21. Juli 2015 von redaktionguh  
Abgelegt unter Mitteldeutschland

Schon vor etwa 20 Jahren hat das Bundesverfassungsgericht es als unverhältnismäßig bezeichnet, dass der Besitz von selbst geringen Mengen Cannabis strafrechtlich relevant ist. Eine Gesetzesänderung wurde jedoch bisher noch nicht auf den Weg gebracht. Im März stellte Bündnis 90/Die Grünen ein Gesetz zur Diskussion, das den Besitz von Cannabis in geringen Mengen und bei Erwachsenen legalisiert. Die Meinungen in der Gesellschaft gehen weit auseinander.

Pro

Michael Kleim ist Stadtjugendpfarrer in Gera.

Michael Kleim ist Stadtjugendpfarrer in Gera.

Der bisherigen Strafrechtspolitik ist es nicht gelungen, signifikant auf Nachfrage und Angebot illegaler Drogen einzuwirken. Weltweit hat sich ein Schwarzmarkt mit all seinen Folgen etabliert. Dieser Schwarzmarkt entzieht sich jeder Kontrolle. Der Einfluss und die Wirtschaftskraft des organisierten Verbrechens werden gestärkt. Diese Situation zu ändern muss ein vorrangiges Ziel drogenpolitischer Entscheidungen werden.

Der globale Drogenkrieg eskaliert und führt dazu, dass Gesellschaften destabilisiert und demokratische Verhältnisse abgebaut werden. Systematische Menschenrechtsverletzungen sind eine Folge der aktuellen Drogenpolitik. Prohibition (Verbot bestimmter Drogen) tötet. Der Schwarzmarkt, die kriminellen Strukturen, die durch die Illegalität bestimmten Rahmenbedingungen für Drogengebrauch gewachsen sind, erweisen sich als lebensgefährlich. Das Strafrecht differenziert nicht. Mündige Menschen mit einem unauffälligen, integrierten Drogenkonsum sind ebenso von Verfolgung betroffen. Auch bei problematischen Drogengebrauchsmustern erweist sich das Strafrecht als kontraproduktiv. Es dramatisiert die Gesamtsituation und blockiert notwendige Hilfsmöglichkeiten. Mit der strafrechtlichen Verfolgung von Drogengebrauch widersprechen wir dem biblischen Menschenbild, weil wir ausgrenzen und kriminalisieren, statt zu integrieren und zu helfen.

Jugendschutz ist unter den Bedingungen eines Schwarzmarktes kaum durchsetzbar. Gerade dieser Aspekt spricht für eine staatliche Regulierung, in dessen Rahmen Jugendschutz, Konsumentenschutz und Prävention fest verankert werden können.

Wir brauchen eine Drogenpolitik, die an den Menschenrechten orientiert ist. Christinnen und Christen sollten jeden Schritt unterstützen, der in Richtung Entkriminalisierung, Regulierung statt Schwarzmarkt, Rechtssicherheit für Angebote der Drogenhilfe und konkrete Schadensminimierung führt.

Kontra

Jürgen Naundorff aus Stollberg im Erzgebirge ist Bundessekretär des Blauen Kreuzes in Deutschland.

Jürgen Naundorff aus Stollberg im Erzgebirge ist Bundessekretär des Blauen Kreuzes in Deutschland.

Wir leben in einer Gesellschaft, die suggeriert: Du musst dich nicht anstrengen, um Beglückendes erleben zu können. Es genügt, wenn du berauschende Substanzen einnimmst, sprich Alkohol trinkst oder einen Joint rauchst. Und damit Letzterem nichts im Wege steht, muss es legalisiert werden. Eine berauschte Gesellschaft! Der Mensch wird als Konsument gesehen. Seinem vermeintlichen Konsumbedürfnis wird der Schutz der Gesundheit geopfert. Von 3,5 Milliarden Euro Steuereinnahmen durch den Canna­bisverkauf ist schon die Rede, laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Mehr als durch den Verkauf von Alkoholika in Deutschland (3,2 Milliarden Euro). So ein Ergebnis ist nur durch einen deutlichen Kaufanreiz zu erreichen. Wieder einmal geht es nicht um den Menschen! In Norwegen werden Alkoholkonsumenten durch einen sehr hohen Preis und eine deutliche Einschränkung der Verfügbarkeit von Alkohol für die Gefahren dieses Suchtmittels sensibilisiert. Das zeigt sich in einem Drittel weniger Krankheitstage (wegen alkoholbedingter Störungen) von Arbeitnehmern gegenüber Deutschland. Bezüglich Cannabis will man bei uns den umgekehrten Weg gehen: Legalisierung einer »weichen« Droge. Die Verfügbarkeit wird erhöht, die Preise werden sinken!

Nachweislich beeinträchtigt bzw. schädigt Cannabis-Konsum den Reifungsprozess des Gehirns Heranwachsender, der bei Männern erst mit 25 und bei Frauen mit 23 Jahren abgeschlossen ist. Je jünger die Konsumierenden, desto schädigender die Wirkung! Bereits jetzt haben junge Menschen kaum Probleme, an Haschisch heranzukommen. Wenn Cannabis legalisiert werden sollte, wird die Hemmschwelle für den Konsum nochmals signifikant sinken! Durch den Zugriff auf Alkohol überall und jederzeit haben wir bereits enorme gesundheitspolitische Probleme. Wollen wir diese durch die Legalisierung eines weiteren Suchtmittels noch vergrößern?

Sache des Vertrauens

20. Juli 2015 von redaktionguh  
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Die Altvorderen der Bibel, die auf Gott vertrauen, haben gute Karten – ob Mose, Hiob oder König David und viele andere. Gott verlässt sie nicht.

Die schwierigen Verhandlungen mit der griechischen Regierung waren von wachsendem Misstrauen geprägt. Die Atom-Gespräche mit dem Iran zogen sich über Jahre, weil man einander nicht vertraut. Wenn die Kinder ausgehen, begleitet sie oft die Sorge der Eltern, die bis zum Misstrauen reichen kann.

»Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.« Zugegeben, an diesem Sprichwort ist viel dran. Kontrolle ist durchaus notwendig. Doch ohne Vertrauen ist ein Zusammenleben nicht möglich. Niemand kann sich bis ins kleinste Detail absichern – weder durch umfangreichen Versicherungsschutz noch durch peinlich genaue Kontrolle. Im Gegenteil: Wer seine Kinder zum Beispiel über die Maßen überwacht, wird sie verlieren. Überbehütete Kinder können entweder nicht selbstständig werden oder sie wenden sich von den Eltern ab. Wenn wir über eine Brücke fahren, müssen wir vertrauen, dass sie hält. Viel Vertrauen gehört dazu, einen ehemaligen Drogenabhängigen oder einstigen Straftäter im Betrieb einzustellen oder ihm Wohnung zu geben. Vertrauen ist notwendig, um Fremde, um Flüchtlinge aufzunehmen.

Vertrauen ist die Grundlage für das Miteinander der Menschen – ob in der Familie, der Nachbarschaft, der Kirche oder der Politik. Nicht ohne Grund haben die Politiker während der Verhandlungen mit Griechenland davon geredet, dass die wichtigste Währung, das Vertrauen, fehle.

Wir brauchen wieder mehr Vertrauen, damit Zuversicht unser Handeln bestimmt. Und wo anders sollten wir es uns holen als im Vertrauen auf Gott? Wenn unsere Kinder ihre eigenen Wege gehen, dann bleibt uns nur, sie Gottes Schutz anheimzustellen. Denn Gott allein kann uns wahre Sicherheit geben.

Dietlind Steinhöfel

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