Bildung und Versöhnung

29. Januar 2018 von redaktionguh  
Abgelegt unter Kirche vor Ort

Gera: Startschuss für Ökumenische Akademie

Ein neues ökumenisches Projekt geht in diesen Tagen in Gera an den Start: An diesem Sonntag, 28. Januar, wird in der Kirche St. Marien um 17 Uhr Pfarrer Frank Hiddemann als Leiter der »Ökumenischen Akademie Gera« eingeführt. Beginn für die praktische Arbeit des neuen Bildungsprojekts ist Anfang Februar. Zu seiner Realisierung haben sich insgesamt fünf Träger zusammengeschlossen: Die Diako Thüringen gGmbH, die Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen, die evangelischen Kirchenkreise Altenburger Land und Gera sowie das katholische Dekanat Gera tragen gemeinsam die halbe Stelle für Hiddemann, der daneben als Gemeindepfarrer in Gera tätig bleibt.

Ebenso ambitioniert wie die Trägerschaft ist das Programm der neuen Akademie. So will Hiddemann ab April in einer siebenteiligen Reihe unter dem Titel »Deutschland zuerst?« Fachleute und Politiker, darunter auch Vertreter der AfD, zu drängenden gesellschaftlichen Problemen befragen. »Wir können nicht auf Dauer rund ein Drittel der Bevölkerung ausgrenzen, wir müssen miteinander ins Gespräch kommen«, betont Hiddemann gegenüber der Kirchenzeitung. Dazu sei es auch notwendig, sich in Grauzonen zu begeben. Wichtig sei, dass diese Gespräche im kirchlichen Raum stattfinden und Argumente dabei einem Faktencheck unterzogen werden. »Versöhnung braucht zur Zeit riskante politische Debatten«, schreibt Hiddemann im Veranstaltungsprogramm.

Ein ganz anderes Format soll sich dem Thema »Christen in Nahost« widmen. Im Rahmen von »kulinarisch-liturgischen Nachmittagen« sind dabei Begegnungen mit Christinnen und Christen aus dem Orient geplant. Und in einer »Akademie am Vormittag« stehen Rentnerinnen und Rentner und ihre Erfahrungen mit dem Ruhestand im Mittelpunkt. Im ersten Vortrag im Februar geht es beispielsweise um die Frage »How to survive the Ruhestand? (Wie überlebe ich den Ruhestand – d. Red.) Vom Chefarzt zum Kulturmanager«.

Glaubenskurse und Angebote zu geführten Radtouren und Wanderungen gehören ebenso zum Programm der Akademie.

(G+H)

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