»Plus+Punkt« für Anhalt

19. Juni 2018 von redaktionguh  
Abgelegt unter Anhalt

Comments Off

Jugendkirche: Seit dem Start kamen 450 Teenager nach Großpaschleben

»Wir haben in Gottes Namen angefangen«, blickte Oberkirchenrätin Ramona Eva Möbius bei der jüngsten Tagung der Landessynode auf die Entwicklung der Jugendkirche »Plus+Punkt« zurück. 2013 habe es erste Überlegungen gegeben, im Dezember 2016 war das Projekt mit einem Gottesdienst und der Amtseinführung von Kreisjugendpfarrer Martin Olejnicki in der romanischen Dorfkirche von Großpaschleben bei Köthen gestartet. Damals habe es dort nur »vier Wände und vier Gemeindeglieder« und wenig Hoffnung für die baufällige Kirche gegeben. Von einladend und ausstrahlend keine Spur. »Was daraus in kurzer Zeit entstanden ist, gleicht einem Wunder.« Möbius dankte allen, die dazu ermutigt hatten, und auch der Landessynode, die das Projekt mitgetragen habe.

Sommer, Sonne, Strand? Beim Konfirmandentag im vorigen Jahr wurde in der Jugendkirche Urlaubsgefühl erzeugt – mit Hilfe vieler Tonnen Sand im Innenraum. – Foto: Heiko Rebsch

Sommer, Sonne, Strand? Beim Konfirmandentag im vorigen Jahr wurde in der Jugendkirche Urlaubsgefühl erzeugt – mit Hilfe vieler Tonnen Sand im Innenraum. – Foto: Heiko Rebsch

Landesjugendpfarrer Matthias Kopischke betonte vor der Synode, dass die Jugendkirche nicht auf Großpaschleben begrenzt bleiben soll. Das Projekt sei auch in den Gemeinden vorgestellt worden. Konfirmandentage und Jugendgottesdienste, die ein wichtiger Bestandteil der Arbeit seien, solle es auch in anderen Orten in der Landeskirche geben. »Jugendgruppen aus Dessau oder Ballenstedt können uns einladen«, unterstrich er. Als Beispiel nannte er den Konfirmandentag. Nach einem ersten derartigen Treffen mit rund einhundert Teilnehmern im vorigen Jahr in Großpaschleben soll es am 8. September 2018 wieder einen geben, dieses Mal aber im Christophorushaus in Wolfen-Nord.

Auch Martin Olejnicki, der zusammen mit dem Jugendreferenten Uwe Kretschmann in der und für die Jugendkirche arbeitet, verwies auf den erlebnispädagogischen Ansatz und darauf, wie wichtig es ist, mit den Angeboten hinauszugehen. In die Kirche kommen indes nicht ausschließlich Jugendliche aus den Kirchengemeinden. »Es kommen auch Ethiklehrer mit ihren Schulklassen«, so Olejnicki, um zu bestimmten Themen zu arbeiten. So bietet die Jugendkirche Module zu Themen wie »Wertvolles Leben«, »Grenzenlos frei«, »Endstation Friedhof« oder »Schein und Sein« an. »Die Jugendlichen«, so Pfarrer Olejnicki, »sind sehr sensibel dafür, was gerade in unserem Land passiert.« Bisher seien über 450 Teenager in den »Plus+Punkt« gekommen.

Mit Blick auf die eingangs erwähnte bauliche Situation in der romanischen Kirche gibt es in Großpaschleben noch einiges zu tun. Ramona Eva Möbius gab bei der Synodentagung bekannt, dass in einem ersten Bauabschnitt in diesem Jahr Toiletten und eine Küchenzeile in die Kirche eingebaut werden sollen. Die Landeskirche stelle dafür 70 000 Euro zur Verfügung. Irgendwann sollen Gruppenräume und Schlafplätze hinzukommen.

Für Landesjugendpfarrer Matthias Kopischke ist auch eine andere Art des Aufbaus wichtig: Kontaktpflege zu Nachbarn wie den Bewohnern des Heinrichshauses, Kindertagesstätten oder Senioren. Er hat festgestellt: »Es waren schon Menschen bei uns, die seit langem keinen Fuß mehr in die Kirche gesetzt haben.«

Angela Stoye

www.pluspunkt-anhalt.com

Weltpremiere in der Porzellankirche der Leuchtenburg

18. Juni 2018 von redaktionguh  
Abgelegt unter Kultur vor Ort

Comments Off

Foto: Stiftung Leuchtenburg

Foto: Stiftung Leuchtenburg

Kann man mit Porzellanklängen Musik machen? Der aus Weimar stammende und an der Harvard-University in Boston wirkende Kompositionsprofessor Hans Tutschku ist fest davon überzeugt. Gemeinsam mit dem »Ensemble für intuitive Musik Weimar« (EFIM) hat er ein neues Werk für die Porzellankirche der Leuchtenburg bei Kahla konzipiert, das am 24. Juni seine Uraufführung erlebt (Beginn: 19 Uhr). In ihm entwickelt sich ein Wechselspiel von Trompete/Flügelhorn, Violoncello und Orgel mit Porzellanklängen.

Den Direktor des Studios für elektroakustische Musik der Elite-Universität fasziniert die künstlerische Neugestaltung des Architekten Michael J. Brown (Los Angeles). Durch 30 deckenhohe Porzellanlamellen ist ein optisch neuer Raum entstanden, den Tutschku mit einem mehrkanaligen Sound beleben will.

Kartenvorbestellung: Telefon (03 64 24) 71 33 00

Im Zeichen der Taube

18. Juni 2018 von redaktionguh  
Abgelegt unter Kirche vor Ort

Comments Off

10. Altmark-Kirchentag: Diskussionen um Frieden in Bismarcks Geburtsort

Blaue Plakate gaben von allen Seiten die Richtung vor: Auf ihnen eine weiße Taube mit wachem Blick, Kreuz um den Hals, vollgepacktem Rucksack und Wanderschuhen an den Füßen, mit denen sie wacker ausschreitet. Unter dem doppeldeutig gewählten Motto »Frieden geht.« ging am 9. und 10. Juni in Schönhausen im Kirchenkreis Stendal der zehnte ökumenische Altmark-Kirchentag über die sprichwörtliche wie die ganz reale Bühne. Diese war neben der 800-jährigen Kirche St. Willebrord aufgebaut und ein Treffpunkt der großen Festgemeinde – ganz gleich, ob am Sonnabend beim Kindermusical »Lydia, die Purpurhändlerin« und am Abend beim Konzert von Sarah Kaiser und Band oder am Sonntag zum Eröffnungs- und zum Abschlussgottesdienst.

Bühne frei: Gottesdienste, wie hier der Eröffnungsgottesdienst am Sonntagmorgen, und Konzerte zogen viele Besucher an. So mancher suchte Schutz unter den Schatten spendenden Eichen. – Foto: Angela Stoye

Bühne frei: Gottesdienste, wie hier der Eröffnungsgottesdienst am Sonntagmorgen, und Konzerte zogen viele Besucher an. So mancher suchte Schutz unter den Schatten spendenden Eichen. – Foto: Angela Stoye

Am Geburts- und Taufort des späteren deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck (1815–1898), sechs Jahrzehnte nach der Zerstörung des Bismarckschen Familienschlosses in Schönhausen und auf den Tag genau fünf Jahre nach der Elbe-Flut 2013, als im benachbarten Fischbeck der Deich brach und das Umland überschwemmte, ging es beim Kirchentag um den Frieden. Ob »Frieden geht.« im Sinne von: Er ist möglich. Oder ob »Frieden geht.« im Sinne von: Er ist bedroht und könnte fortgehen.

Im Eröffnungsgottesdienst betont Heinrich Bedford-Strohm, bayrischer Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzender, dass das Motto nicht naiv sei: »Denn Gott hat eine Saat gesät, die auch die härtesten Kampfstiefel nicht mehr austreten können!« Viele Menschen hätten aus diesem Geist heraus die Welt verändert. Und Jesus selber habe das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat (Markus 4) erzählt, das gerade dann zähle, wenn Menschen nicht mehr tun könnten.

Unter dem Donnerschlag eines aufziehenden Gewitters startete Punkt 13 Uhr eine Podiumsdiskussion zu Friedens- und Europafragen. Darin verwies Andrea Hopp, Leiterin der Otto-von Bismarck-Stiftung Schönhausen, auf die Rolle des Reichskanzlers in der europäischen Politik. Bismarck könne nur in einer kombinierten Betrachtung von Person und Zeit verstanden werden. Kultische Überhöhung wie früher dürfe es nicht geben. Hopp verwies auf das preisgekrönte Projekt »Kunst für Demokratie« in Schönhausen, das sich in diesem Jahr Jahrestagen widme, beginnend mit 1618. Der SPD-Europaabgeordnete Arne Lietz sagte mit Blick auf die schwierige Verfassung Europas – Brexit und erstarkender Nationalismus –, dass die kirchlichen Stimmen in Europa für den Frieden viel zu leise seien. Dies bedauerte auch Pfarrerin Eva Hadem, Leiterin des Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrums. In der EKM gebe es Überlegungen, wie man zu einer Kirche des gerechten Friedens werden könne. Jedoch könne jeder in persönlichen Begegnungen etwas an der Basis verändern. Reverend Bruce Reinstra aus der Diözese Worcester sagte: »Wir haben ein Recht auf Frieden, andere haben es auch. Wir in Europa denken, dass den Fremden unter uns nicht zu vertrauen ist. Das ist schade. Denn Jesus hat vertraut und wir sollten es auch tun.«

In der Predigt im Schlussgottesdienst ging der katholische Magdeburger Bischof Gerhard Feige der Frage nach, wie Frieden zu erreichen sei: Jeder könne im Alltag lernen, mit den Augen des anderen zu sehen. Und mit anderen in offenen Dialog treten und damit zu rechnen, nicht recht zu behalten. Das Bemühen um Frieden bedeute jedoch nicht, um des lieben Friedens willen zu kuschen. »Versöhnung muss immer wieder erkämpft werden.« Christen könnten im Vertrauen leben, »das der göttliche Frieden unter uns begonnen hat«.

Das Schlusswort hatte der Superintendent des Kirchenkreises Stendal, Michael Kleemann. Er dankte allen Mitwirkenden für ihren Einsatz und besonders der Neuapostolischen Kirche, die zum ersten Mal bei einem Altmarkkirchentag dabei war. Sodann verkündete er den Austragungsort des 11. Altmärkischen Kirchentages am 14. Juni 2020: Es ist Kalbe an der Milde im Kirchenkreis Salzwedel.

Angela Stoye/Renate Wähnelt

Vertrauen in die Menschlichkeit des Anderen

17. Juni 2018 von redaktionguh  
Abgelegt unter Wort zur Woche

Comments Off

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19, Vers 10

Vor einiger Zeit sprach ich mit einem Bekannten über die Zunahme des Populismus in Europa, die in Deutschland vor allem als Stärkung des rechten Rands erfahren wird. Bei jenem Gespräch lag die letzte Bundestagswahl, bei der die AfD den Einzug ins Bundesparlament geschafft hatte, kurz hinter uns. Mein Bekannter – ein gelernter Jurist, der Firmen in Unternehmensfragen berät – erzählte mir von zwei Kunden aus Sachsen, die er bis vor kurzem betreut hatte. Zwischen ihnen und ihm habe eigentlich eine ganz gute Atmosphäre geherrscht und die regel­mäßigen Treffen seien eine angenehme Sache gewesen – bis sie eines Tages auf Politik zu sprechen gekommen waren.

Wohl ohne sich viel dabei zu denken, hatten ihm jene beiden mitgeteilt, bei der letzten Wahl für die AfD gestimmt zu haben. Womit sie nicht gerechnet hatten: Mein Bekannter brach von diesem Moment an alle Beziehungen mit ihnen ab. Er verzichtete damit aus moralischen Gründen auf gute Geschäfte. Aber was wäre passiert, wenn er nicht so rigoros gehandelt hätte? Er hätte zum Beispiel fragen können, was sie zu jener Option bewog und welche Erfahrungen und Erwartungen dabei im Hintergrund standen. Vielleicht hätte es sogar die Chance zu einem kritisch-konstruktiven Dialog gegeben?

Der Spruch für diese Woche steht am Ende der Zachäus-Geschichte. Sven Petry schreibt dazu in seinem Buch »Fürchtet euch nicht«: »In der Erzählung vom Zöllner Zachäus empört sich die Menge darüber, dass Jesus … sich einem zuwendet, mit dem sonst niemand etwas zu tun haben möchte. Jesus heißt in der Geschichte von Zachäus nicht gut, was der Zöllner getan hat. Aber er traut ihm zu, dass er sich ändern kann. Es braucht auch heute Menschen, die solches Vertrauen in die Menschlichkeit des Anderen aufbringen. Und die selbst dort die Türen offenhalten, wo die Gespräche als sinnlos gelten.« Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Constantin Plaul, Halle

Wild beten und fromm tanzen

17. Juni 2018 von redaktionguh  
Abgelegt unter Mitteldeutschland

Comments Off

Evangelisches Jugendfestival »Kannste glauben« vom 22. bis 24. Juni in Volkenroda

Im Flur des Kinder- und Jugendpfarramtes in Magdeburg hängt an einem Holzbalken ein Tippschein: 402, 520, 453 und andere Zahlen. Wir sind zwar nicht unter die Zocker gegangen, aber wir tippen, wieviel Jugendliche zum Evangelischen Jugendfestival ins Kloster Volkenroda kommen werden. Ich habe optimistisch 679 geschätzt. Etwa 450 Meldungen liegen uns schon vor.

Das zeigt ein wenig die Herausforderungen heutiger Jugendveranstaltungen. Langfristige Zusagen sind schwer zu bekommen. Die Welt ist schneller geworden, gerade die Jugendwelt. Lange Anmeldevorläufe widersprechen den Möglichkeiten der Sofortkommunikation. Binnen Sekunden können sich die Jugendlichen über WhatsApp & Co verabreden: »Morgen Festival. 40 Euro. 3 Musikbühnen. Zelt mitbringen! Kommste?« Darin steckt natürlich die Chance, dass sich einige noch spontan entscheiden. Letztes Mal waren über 700 Jugendliche dabei.

Volles Programm: An drei Tagen gibt es unter anderem Grenzerfahrungen in luftiger Höhe, einen Vaterunser-Gebetsparcours oder praktische Tipps, wie man den Glauben im Schulalltag leben kann. – Foto: Matthias Sengewald

Volles Programm: An drei Tagen gibt es unter anderem Grenzerfahrungen in luftiger Höhe, einen Vaterunser-Gebetsparcours oder praktische Tipps, wie man den Glauben im Schulalltag leben kann. – Foto: Matthias Sengewald

Ergraute Ex-Jugendliche denken jetzt zurück an alte Zeiten: Landesjugendsonntage und Petersbergtreffen – das waren noch Massen! Tausende. Ohne Smartphone, dafür Ormig-Abzüge: »Nur zum innerkirchlichen Dienstgebrauch.« Die Zeiten sind anders geworden, das wissen wir alle. Nicht so genau wissen wir, wie wir darauf reagieren sollen. Man fährt nicht etwa zum Evangelischen Jugendfestival, weil das für junge Christen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) eben dazugehört. Man fährt dorthin, wo es Spaß macht, wo man Freunde trifft, wo es cool ist. Gute Musik, nette Leute, kein Stress. Kirche kann – muss nicht sein.

Und dann soll’s ja auch evangelisch zugehen. Jugendliche aus den Jungen Gemeinden der EKM, aus Anhalt und von den Jugendverbänden wie dem Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM), Entschieden für Christus (EC), Pfadfinder (VCP), die sich unter dem Dach des Bundes evangelische Jugend in Mitteldeutschland zusammenfinden, fühlen sich für das Festival verantwortlich. Eine tolle Gelegenheit trotz aller Unterschiedlichkeit miteinander was auf die Beine zu stellen.

Genau das macht das Festival aus. Leute mit unterschiedlicher Frömmigkeit feiern gemeinsam. Das ist Herausforderung und Bereicherung zugleich. Da ist Sarah, die selbstverständlich über vielerlei Geschlechtlichkeit in der Schöpfung streitet und Tim, der das deutlich in Frage stellt. Und beide sind Christen. Die können streiten und dann auch miteinander tanzen. Denn es gibt Hip-Hop von »2schneidig«, christliche Lobpreisbands, Punk-Rock und Blues sowie Jugendbands mit tollem handgemachtem Sound. Und damit auch Körper und Seele aktiv dabei sind, gibt’s den Songwriter-Workshop, Glasritzkurse und Infos über Jugendarbeit in Kolumbien. Man kann sich als Poetry-Slammer probieren, Jugendlichen aus Polen, Schweden und der Slowakei begegnen. Eine Gruppe geflüchteter Jugendlicher ist auch dabei. Auf dem Programm stehen Impro-Theater, politische Diskussion, Gespräche über Gott und das Leid. Fröhlich wird es beim Lach-Yoga und in der Silent-Disco. Es wird fromm gebetet und wild getanzt. Und auch wild gebetet und fromm getanzt.

Vieles ist möglich im Kloster Volkenroda. Unter dem Motto »Kannste glauben!« wird von der Eröffnung am Freitagabend bis zum Abschlussgottesdienst am Sonntag ein abwechslungsreiches Programm geboten. Schon am Mittwoch, 22. Juni, kommen etwa 60 Jugendliche zum Vor-Camp. Da werden Zelte aufgebaut und das Moderieren trainiert, Beleuchtung und Tontechnik installiert, Abläufe besprochen, Teams eingeteilt und Andachten gehalten. Damit alles gut wird. Ja, ich bin optimistisch, dass ich spontan doch noch gewinne mit meinem Tipp. Denn es lohnt sich.

Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer der EKM

www.evangelischesjugendfestival.de

Ökumene passiert

16. Juni 2018 von redaktionguh  
Abgelegt unter Kommentar

Comments Off

Wir leben fröhliche Ökumene, sagt seit Jahren die Superintendentin des Kirchenkreises Elbe-Fläming. Genauso präsentieren sich die Christen der Region seit April auf der Landesgartenschau an ihrem Kirchenpavillon. Fröhlich, gemeinsam einladend und organisierend, so dass auch die vielen nichtreligiösen Besucher gern verweilen, der täglichen Mittagsandacht lauschen.

In Köthen hat sich ein ökumenischer Gottesdienst im Sommer zu Ehren des Apostels Jakobus etabliert. Hier und in vielen anderen Orten gibt es ökumenische Kirchennächte. Fröhlich-ökumenisch sind seit Jahren die Christen in der Altmark unterwegs. Gerade haben sie wieder einen Kirchentag miteinander erlebt. Podiumsdiskussion, Stühle trockenwischen, Bibelarbeit, Informationsstände aufbauen, singen, Gottesdienst feiern.

Es gibt noch mehr Beispiele; Ökumene passiert einfach. Die Akteure glauben an denselben Gott und vertrauen alle auf Jesus Christus. Dieses Gemeinsame zählt. Über unterschiedliche Meinungen lässt sich streiten. Sie auszuhalten ist anstrengend. Anstrengender aber ist, partout den eigenen Standpunkt durchsetzen zu wollen. Schmerzhaft, wenn Unterschiede dauerhaft ausgrenzen. Wie beim Abendmahl, wenn einander Liebende nicht überall gemeinsam zum Tisch des Herrn gehen dürfen.

Dass die Ökumene an der Basis einfach gelebt wird, ist für mich ein deutliches Zeichen an Kirchenobere jeder Konfession: Nehmt die Theorie nicht zu wichtig. Jesu Nachfolge besteht im Handeln. Wenn freilich die Bedeutung der Theorie im tagtäglichen Tun schwindet, dann womöglich auch Macht und Einfluss der Leitenden. Ob hier die – sehr menschliche – Hürde für eine noch tiefere Ökumene liegt?

Renate Wähnelt

»Das Gute, das uns verbindet«

16. Juni 2018 von redaktionguh  
Abgelegt unter Blickpunkt

Comments Off

Jugend und Gott: Am Pfingstsonntag wurde ich konfirmiert. Der Glaube gehört zu meinem Leben, aber nicht bei all meinen Mitschülern ist das so. Über glauben und zweifeln, beten und hoffen habe ich mit ihnen gesprochen.

Können sich Menschen, die sich als nicht-christlich bezeichnen, Gott überhaupt vorstellen? Und wenn ja, wie? Diese Frage beschäftigte mich an einem sonnigen Dienstagmorgen, als ich in meinem Klassenraum saß. Ich besuche die Freie Schule Bildungsmanufaktur in Halle. Der Anteil der Christen in unserer Schule ist sehr gering. Aber ich bin neugierig und ich mache gerne Umfragen, also beschloss ich, meinen Mitschülern und auch Mitarbeitern der Schule die Frage nach Gott zu stellen.

Milan Fuchs auf den Stufen vor der Pauluskirche in Halle. Der 14-Jährige ist in diesem Frühsommer konfirmiert worden. Er findet es spannend und lehrreich auch mit Menschen, die nicht glauben, über Gott zu reden. – Foto: Katja Schmidtke

Milan Fuchs auf den Stufen vor der Pauluskirche in Halle. Der 14-Jährige ist in diesem Frühsommer konfirmiert worden. Er findet es spannend und lehrreich auch mit Menschen, die nicht glauben, über Gott zu reden. – Foto: Katja Schmidtke

Bald darauf ging ich durch die Schule und fragte Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die fast alle von sich sagten, dass sie nicht an Gott glauben, ob sie dennoch eine Vorstellung von Gott hätten. Ich gab keine Antwortmöglichkeiten vor, da ich von jedem seine ganz persönliche Meinung hören wollte.

Bald stellte ich fest, dass es insbesondere Jugendlichen schwerfiel, diese Frage zu beantworten. Die Kinder hingegen konnten mir schnell eine Antwort geben. Ihre Ideen zu Gott waren eher gegenständlich und ich fand einige Sätze durchaus erheiternd wie: »Gott stelle ich mir wie einen Superhelden vor.« oder »Ich stelle mir Gott wie eine Art Pokémon vor.« oder »Gott ist ein alter Mann mit weißem Bart.«

Bei den Erwachsenen hingegen gab es sehr verschiedene Meinungen wie »Es ist höchst unwahrscheinlich, dass es einen Gott gibt« über »Gott ist Verbundenheit« bis hin zu »Gott ist für mich die Kirche.«

Als ich ungefähr eine halbe Stunde durch das Schulhaus gelaufen war, kam ich mit ein paar gleichaltrigen Jugendlichen ins Gespräch. Sie erzählten mir, dass sie schon einmal an Gott geglaubt hätten, aber das jetzt nicht mehr tun würden. Sie meinten, dass der Glaube für sie, die beide eine schwere Verlust­erfahrung in ihrem Leben gemacht hatten, sehr wichtig gewesen sei. Sie hätten dadurch neue Hoffnung gewonnen. Später traf ich einen Gleichaltrigen, der mir sagte, dass er nicht an Gott glaube, aber manchmal, wenn es ihm schlecht gehe, zu Gott bete. Er erzählte mir: »Ich hoffe dann einfach, dass es ihn gibt und er mir hilft.« Das bestätigte meine Gedanken, dass Menschen in schwierigen Situationen einen stärkeren Bezug zu Gott suchen.

Schließlich traf ich zwei Dreizehnjährige, die meinten, sie glaubten nicht an Gott. Als ich sie anschließend fragte, wie sie sich denn Gott noch am ehesten vorstellen könnten, antworteten sie: »Ich glaube, Gott ist mein Unterbewusstsein.« Als ich daraufhin wissen wollte, ob sie denn nicht glaubten, dass sie selbst ein Unterbewusstsein besäßen, brachte ich sie ein wenig zum Schmunzeln und vielleicht auch zum Nachdenken.

Ein interessanter Fakt, der sich für mich aus meiner Umfrage ableiten lässt, ist: Nahezu alle Befragten verbinden Gott mit etwas Positivem. Mit Hoffnung, Kraft und Verbundenheit, sie stellen sich Gott als Beschützer vor. Das sind für mich Begriffe, die ich mit etwas Gutem assoziiere. Und ich finde, der alte Mann mit weißem Bart hat doch irgendwie etwas sehr Nettes.

Diese Gespräche haben mir gezeigt, dass Menschen, die von sich sagen, sie seien nicht christlich, teilweise ähnliche Vorstellungen von Gott haben wie ich. Ich finde es wichtig, sich auch mit Menschen, die nicht an Gott glauben, über den Glauben zu unterhalten.

Am Ende dieser Umfrage stellte ich mir die Frage, was Gott eigentlich für mich selbst ist. Und ich bin zu folgender, zunächst vorläufiger Antwort gekommen: Gott ist für mich das Gute, was jeder in sich trägt. Gott ist das Gute, was uns alle verbindet. Und die Hoffnung und die Kraft, die uns in schwierigen Zeiten helfen können.

Milan Fuchs

Der Autor ist Schüler in Halle.

Was die Jugend will

15. Juni 2018 von redaktionguh  
Abgelegt unter Titelseite

Comments Off

Nachwuchs: Um junge Menschen an Kirche zu gewöhnen und bestenfalls zu binden, spielt die Konfirmandenzeit eine wichtige Rolle. Das be­stätigt jetzt eine Studie, die die EKD in Auftrag gegeben hatte.

Da muss Felix Kalbe erst mal überlegen. »Etwa 20 kirchliche Gremien werden es sein«, schätzt der 22-jährige Theologiestudent aus Gotha, in denen er derzeit ehrenamtlich mitarbeitet.

Kalbe ist neben seiner Studienkollegin Julia Braband (25) eine Ausnahme. Das habe sich eben ergeben, meint er. Begonnen hat alles in der Kirchengemeinde mit dem Kindergottesdienst und später natürlich im Konfirman­denunterricht. Anschließend hat er sich in der Jungen Gemeinde (JG) engagiert und sehr bald gemerkt: wenn man etwas erreichen will, dann geht das nicht ohne Gremienarbeit.

Kannste glauben: Der Bund Evangelischer Jugend in Mitteldeutschland lädt vom 22. bis 24. Juni zum zweiten Mal Jugendliche ab 14 Jahren zum Evangelischen Jugendfestival nach Volkenroda ein (mehr darüber lesen Sie auf Seite 5). – www.evangelischesjugendfestival.de – Foto: Matthias Sengewald

Kannste glauben: Der Bund Evangelischer Jugend in Mitteldeutschland lädt vom 22. bis 24. Juni zum zweiten Mal Jugendliche ab 14 Jahren zum Evangelischen Jugendfestival nach Volkenroda ein (mehr darüber lesen Sie auf Seite 5). – www.evangelischesjugendfestival.de – Foto: Matthias Sengewald

Gemeindekirchenrat, Kreissynode, Landesjugendkonvent und Jugendvertretung in der Landessynode. Als Vertreter der Landessynode ist er in den Landeskirchenrat entsandt, das 22-köpfigen Leitungsgremium der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Dort werden konzeptionelle Entscheidungen getroffen, Verordnungen erlassen und für die Umsetzung der Beschlüsse des Kirchenparlaments gesorgt. Eine große Verantwortung, die Kalbe hier mitträgt. Und wenn man mit ihm spricht, spürt man, dass er mehr weiß, als er sagen kann.

Er will nicht nur jugendliches Feigenblatt sein, sondern mitwirken und gestalten, als Lobbyist für die Jugend in der Kirchenleitung. So, wie Julia Braband im Präsidium der Landessynode. Vor zwei Jahren haben beide an einem Schreiben mitgewirkt, das an die Kreissynoden und die Kirchenleitung ging. Darin haben Mitglieder des Landesjugendkonvents eine lange Liste an Forderungen und Wünschen zu Papier gebracht. Vor allem ging es um die Unterstützung der Jungen Gemeinden vor Ort. Aber auch darum, dass die ehrenamtlich tätigen, jungen Menschen in den Kirchengemeinden und -gremien ernst genommen werden. »Ich hoffe, dass Gemeinden mehr mit ihren Jugendlichen ins Gespräch kommen und sie nicht nur zum Gemeindefest an den Bratwurstrost stellen«, sagte Braband damals im Gespräch mit der Kirchenzeitung.

Auf den Brief gab es wenig Resonanz. Damit haben die jungen Erwachsenen fast gerechnet. Trotzdem wollen sie nicht lockerlassen. Es sei an der Zeit, dass nicht über die Jugend, sondern mit ihr geredet werde. Julia Braband hofft, dass der Arbeitstitel der nächsten Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) »Der Glaube junger Menschen, U 27« in Würzburg mehr Verständnis in den Kirchenleitungen weckt.

Die große Organisation Kirche sei für die meisten Jugendlichen unattraktiv, sehen sich die beiden in ihrer Einschätzung durch die neue EKD-Studie zu Konfirmation und ehrenamtlichem Engagement bestätigt. Dabei sei es ja gar nicht so, dass junge Menschen kein Interesse am Glauben und an christlichen Werten hätten. Fast die Hälfte der Konfirmanden gaben bei der Umfrage an, mehr über Gott und den Glauben erfahren zu wollen, um eine persönliche Entscheidung treffen zu können. Julia Braband und Felix Kalbe wünschen sich gerade deshalb eine verständlichere Sprache in der Kirche und klare Antworten auf Glaubensfragen. Sie wissen als angehende Theologen natürlich sehr gut, dass es nicht einfach ist, so vom Glauben zu sprechen, dass Jugendliche etwas damit anfangen können.

Ein grundlegendes Ergebnis der Studie besagt, dass sich die Zufriedenheit mit der Konfirmandenzeit später mitunter in einer deutlich höheren Bindung an die Kirche niederschlage. Das können Braband und Kalbe bestätigen. Gerade deshalb sei es wichtig, meinen sie, dass es zwischen der Konfirmation und der Familiengründung Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene gebe.

Für das Frühjahr 2020 ist in Erfurt eine Landessynode gemeinsam mit jungen Gemeindegliedern geplant. Die Jugendvertreter in der Kirchenleitung versprechen sich von der »Jugendsynode« einen Aufbruch und dass sie mit ihren Anliegen Gehör finden sowie Öffentlichkeit bekommen. Denn sie wollen mehr sein als nur ein Thema.

Willi Wild

www.bejm-online.de

Klingende Verkündigung: Landesposaunenfest im Harz

12. Juni 2018 von redaktionguh  
Abgelegt unter Mitteldeutschland

Comments Off

Foto: Jürgen Meusel

Foto: Jürgen Meusel

Mehrere hundert Besucher hörten zu beim großen Bläserkonzert am 2. Juni im Ballenstedter Schlosspark unter der Leitung des Landesposaunenwartes Steffen Bischoff. Es gehörte zum Programm des anhaltischen Landesposaunenfestes, zu dem am ersten Juniwochenende rund 100 Bläserinnen und Bläser in Gernrode zusammengekommen waren. Das Fest endete am Sonntag mit einem Bläser-Gottesdienst in der Stiftskirche, wo auch an das 60-jährige Bestehen des Posaunenwerkes Anhalts erinnert wurde. Oberkirchenrätin Ramona Eva Möbius zeichnete Frauen und Männer für ihre zehn- bis zu mehr als 60-jährige Mitgliedschaft in einem Bläserchor mit Ehrennadeln oder -urkunden aus. Zudem wählten die Mitglieder der Bläserchöre den neuen Vorstand des Posaunenwerkes. Außerdem hat das Posaunenwerk jetzt einen neuen Landesobmann. Andreas Janßen (Dessau-Roßlau), jüngst zum Pfarrer im Ehrenamt ordiniert, löste den Zerbster Pfarrer Albrecht Lindemann in dem geistlichen Amt ab. In seiner Predigt hob er den Signalcharakter der Posaunen von alter Zeit bis in die Gegenwart hervor. Und: »Sie verkündigen die Hoffnung, auf die hin wir leben.«

(G+H)

Kommentare bitte an: leserbriefe@glaube-und-heimat.de

Mit dem Klangfrosch zur Arche

11. Juni 2018 von redaktionguh  
Abgelegt unter Kirche vor Ort

Comments Off

Ein Kinderspiel: Mit Musik, Geschichten und Bewegung für den Glauben begeistern – in der »Klangwerkstatt« gelingt das. Das Projekt im Kirchenkreis Eisenberg wurde von der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland ausgezeichnet.

Großer Trubel im Schlöbener Pfarrhaus. Wie an jedem Mittwochnachmittag kommen Mütter und Väter mit ihren Kindern zur »Klangwerkstatt« von Gemeindepädagogin Almut Elsässer. Während sich die Eltern zum Kaffee zurückziehen, treten die Drei- bis Sechsjährigen durch einen bunten Reifen singend in den Raum: »He, schön, dass du da bist.« Sie nehmen im Kreis Platz, dürfen dann die Seidentücher lüften, die in der Mitte liegen. Die Instrumente, die zum Vorschein kommen, sind schnell verteilt: Trommeln, Schellen, eine Kuhglocke, Triangel und Klangfrosch erklingen sogleich. Dann tritt der »schöne Hans« auf, eine Marionette. Aus der Tasche holt er eine Figur, die alle Kinder sofort als Noah erkennen. Mit Trommelschlägen beginnt der Bau der Arche, an dem sich alle beteiligen. Der Rhythmus verändert sich. Immer schneller werden die Bretter zusammengefügt, bis die Tiere paarweise an Bord gehen können.

Abmarsch zur Arche: Die Kinder »singen« die Tiere zu ihrem selbstgebauten Boot. Almut Elsässer begleitet den musikalischen Zug mit der Gitarre. – Foto: Doris Weilandt

Abmarsch zur Arche: Die Kinder »singen« die Tiere zu ihrem selbstgebauten Boot. Almut Elsässer begleitet den musikalischen Zug mit der Gitarre. – Foto: Doris Weilandt

»Ich wollte ein Projekt machen, das alle erreicht, unabhängig von der reli­giösen Prägung«, erzählt Almut Elsässer. »So wachsen die Kinder langsam in die Kinderkirche hinein.« Zumeist werden biblische Geschichten durch Lieder, instrumentale Begleitung und Tänze erzählt. Die Kinder beteiligen sich aktiv an jeder Szene, erfassen spielend den Inhalt und sind auch Teil des Geschehens. Das macht die »Klangwerkstatt« so attraktiv. Obwohl die Gruppen groß sind, gelingt es Almut Elsässer, die Aufmerksamkeit zu erhalten. Selbst die Kleinsten sind konzentriert dabei, den Dauerregen in der Noah-Geschichte auf dem Tamburin von einem Nieseln zur Sintflut zu steigern.

Musik und Bewegung sprechen die Kinder an, egal, ob sie eine ausgesprochene Begabung haben oder nicht. Jeder fühlt sich als Teil der Gemeinschaft, die Almut Elsässer mit dieser Form von »Elementarer Musikpädagogik« herstellt. Durch dieses Angebot wächst in Schlöben und den umliegenden Dörfern eine Gemeinschaft zusammen, die über das Kinderprojekt zueinander gefunden hat. Höhepunkt ist das Kinderwochenende im August mit Übernachtung im Zeltlager.

Für die »Klangwerkstatt für Kinder« erhielt die Gemeindepädagogin den zweiten Preis für innovative Gemeindearbeit von Kirchen und Religionsgemeinschaften, den die Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland vergibt.

Aus dem Kirchenkreis Jena und den Kirchengemeinden im Saale-Holzland-Kreis wurden 14 Projekte eingereicht. Der erste Preis ging an das Projekt »Heimatspuren. (Spät)Aussiedler in Jena« des Kirchgemeindeverbandes Jena-Lobeda. Über 50 Spätaussiedler waren eingeladen, ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Abschließend wurden in einer Ausstellung Gegenstände aus der Heimat präsentiert und Zeitzeugenberichte verlesen. Den dritten Preis teilen sich die Projekte »Kofferraumkirche« des Kirchgemeindeverbandes Magdala und »Besondere Gelegenheiten« der Kirchgemeinde Beutnitz-Golmsdorf.

Doris Weilandt

Sparkassenstiftungspreis für innovative Gemeindearbeit
2017 hat die Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland bereits zum elften Mal den Stiftungspreis für innovative Gemeindearbeit von Kirchen und Religionsgemeinschaften ausgeschrieben. Der jährliche Wettbewerb steht unter dem Motto »Gemeinschaft fördern – Andere einladen«.Gesucht werden Konzepte, die zur Stärkung des Gemeindezusammenhaltes beitragen und auch glaubensferne Menschen einbeziehen. Die Wettbewerbssieger werden mit einem Preisgeld gewürdigt.

www.s-jena.de/stiftung

Kommentare bitte an: leserbriefe@glaube-und-heimat.de

nächste Seite »