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	<title>â‡’ Glaube + Heimat &#187; redaktionguh</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Eine neue Welt im Alter</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 01:33:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Altenarbeit der mitteldeutschen Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Regina Scheibner]]></category>
		<category><![CDATA[Silke Luther]]></category>

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		<description><![CDATA[Thema: Die aktiven Senioren wollen mehr, als sich fÃ¼r andere aufopfern.
&#x202F;
Die kirchliche Altenarbeit lÃ¶st sich langsam vom Kaffee-und-Kuchen-Image.Â Alternativen werden allerdings noch zu wenig bedacht.
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Den Bastel- und GesprÃ¤chskreis der Kirchengemeinde Jena-Lobeda, den Regina Scheibner seit mehr als 20 Jahren besucht, mÃ¶chte sie auch im Ruhestand nicht missen. Die einstige Lehrerin an der Fachschule fÃ¼r Augenoptik suchte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Thema: </strong><em>Die aktiven Senioren wollen mehr, als sich fÃ¼r andere aufopfern.<br />
&#x202F;</em></h5>
<h5>Die kirchliche Altenarbeit lÃ¶st sich langsam vom Kaffee-und-Kuchen-Image.Â Alternativen werden allerdings noch zu wenig bedacht.<br />
&#x202F;</h5>
<p>Den Bastel- und GesprÃ¤chskreis der Kirchengemeinde Jena-Lobeda, den Regina Scheibner seit mehr als 20 Jahren besucht, mÃ¶chte sie auch im Ruhestand nicht missen. Die einstige Lehrerin an der Fachschule fÃ¼r Augenoptik suchte jedoch fÃ¼r die nachberufliche Lebensphase nach grÃ¶ÃŸeren Herausforderungen und fand sie Ã¼ber den Kontakt zum Jenaer SeniorenbÃ¼ro. Ein BÃ¼ndel Briefe, geschrieben von ihr und ihrem Bruder in den 1940er Jahren an den Vater an der Front, fÃ¼hrte zu einem Projekt im Offenen HÃ¶rfunkkanal, das sie mit Kindern einer zweiten Klasse gestaltete. Die Sendung wurde 2010 mit einem Rundfunkpreis ausgezeichnet. </p>
<p>Was davon blieb, ist nicht nur eine warmherzige Beziehung zwischen der 75-JÃ¤hrigen und den Kindern, sondern ein vÃ¶llig neues BetÃ¤tigungsfeld fÃ¼r die Seniorin. Seitdem geht sie in den Studios des HÃ¶rfunks ein und aus und hat zahlreiche Features produziert. Recherche, Texte schreiben, Musikauswahl, Sprecher suchen â€“ das sei zwar sehr arbeitsintensiv, bekennt sie, aber damit habe sich ihr im Alter eine neue Welt erschlossen.</p>
<div id="attachment_9397" class="wp-caption alignleft" style="width: 590px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/02/Titelseite-07.jpg" rel="shadowbox[post-9396];player=img;"><img class="size-full wp-image-9397" title="Titelseite-07" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/02/Titelseite-07.jpg" alt="Frauen und MÃ¤nner erwarten im Rentenalter noch einmal eine neue und aktive Phase fÃ¼r ihr Leben.<br />
Foto: Yuri Arcurs/Fotolia.com" width="580" height="336" /></a><p class="wp-caption-text">Frauen und MÃ¤nner erwarten im Rentenalter noch einmal eine neue und aktive Phase fÃ¼r ihr Leben.<br />
Foto: Yuri Arcurs/Fotolia.com</p></div>
<p>Wir leben lÃ¤nger und sind lÃ¤nger gesund als unsere Vorfahren, haben somit beim Ausstieg aus dem Berufsleben noch eine groÃŸe Lebensspanne vor uns, die gestaltet werden will. Das belegen zahlreiche demografische Studien. BezÃ¼glich der Altersstruktur fÃ¼hrt die evangelische Kirche den Trend sogar an. Man rechnet, dass im Jahr 2040 bereits 36 Prozent der Kirchenmitglieder 65 Jahre und Ã¤lter sein werden, das sind 14 Prozent mehr als in der Gesamtgesellschaft. Viele Menschen wollen auch dann noch ihre Kompetenzen und Erfahrungen einbringen.</p>
<p>Diesem Potenzial WirkungsmÃ¶glichkeiten zu erschlieÃŸen, ist das Feld von Seniorenarbeit in Kirche und Kommunen fÃ¼r das sogenannte dritte Lebensalter, also die Jahre zwischen 60 und 80. Neben Begegnungs- und Betreuungsangeboten gilt es, MitwirkungsmÃ¶glichkeiten zu finden, die Verantwortung und KreativitÃ¤t erfordern und das GefÃ¼hl vermitteln, gebraucht zu werden.</p>
<p>Wie sich die Seniorenarbeit langsam vom Kaffee-und-Kuchen-Image lÃ¶st, so lÃ¶st sich ehrenamtliches Engagement immer weiter von altruisÂ­tischen Idealen â€“ also der Rolle des aufopferungsvollen Wirkens. Wer tÃ¤tig ist, mÃ¶chte auch selbst etwas davon haben. Solchen BedÃ¼rfnissen kommen einzelne Angebote bereits nach â€“ wie in Jena die Evangelische Erwachsenenbildung (EEB). Hier organisieren die Teilnehmer selbst den wÃ¶chentlichen Mittwochkreis und seit zehn Jahren jÃ¤hrliche Seniorenbegleiter-Kurse, die eine facettenreiche Ausbildung vermitteln. Projekte, die die Ressourcen des Alters nutzen, gibt es jedoch insgesamt noch zu wenig.</p>
<p>Die Frage, wie die Â»jungen AltenÂ« in den Blick genommen werden kÃ¶nnen, ist nicht erst 2012, im aktuellen EuropÃ¤ischen Jahr fÃ¼r aktives Altern und SolidaritÃ¤t zwischen den Generationen prÃ¤sent. Sie findet sich in der VerÃ¶ffentlichung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Â»Im Â­Alter neu werden kÃ¶nnenÂ« ebenso wie in den vom Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD erarbeiteten Studien Â»ReligiositÃ¤t und kirchliche Bindung im â€ºdritten Alterâ€¹Â« und Â»Wie die Kirche Ã¤ltere Menschen wahrnimmtÂ«.</p>
<p>Diese Frage wurde auch beim zweiten Treffen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Altenarbeit der mitteldeutschen Kirche (EKM) Ende Januar in Halle erÃ¶rtert. Silke Luther von der EEB konkretisierte: Beim Thema Â»Altersbilder im WandelÂ« ging es darum, wie Menschen eigenverantwortlich Aufgaben in der Kirchengemeinde Ã¼bernehmen kÃ¶nnen, die Â­ihren BedÃ¼rfnissen, Interessen und FÃ¤higkeiten gerecht werden. Zudem sei wiederum deutlich geworden, das eine Struktur fÃ¼r die Arbeit mit Ã¤lteren Menschen in der EKM erforderlich ist, um Austausch und Impulsgebung zu gewÃ¤hrleisten.<br />
<em>Reinhild Rubin</em></p>
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		<title>Protest als Schule der Demokratie</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2012/02/09/protest-als-schule-der-demokratie/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 13:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[NeonaziaufmÃ¤rsche Dresden Jena]]></category>
		<category><![CDATA[Sitzblockaden]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist Dresden sein Problem mit NeoÂ­nazis los? Ihren GroÃŸaufmarsch, am 18.&#xA0;Februar haben sie zumindest abgesagt. Die Blockaden der vergangenen Jahre haben Wirkung gezeigt, sagen einige. Manches scheint dafÃ¼r zu sprechen. Die Frustration unter den verhinderten Neonazi-Demonstranten jedenfalls war 2010 und 2011 nicht zu Ã¼bersehen. In Jena hatten Sitzblockaden schon vor Jahren den braunen Spuk beendet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.sonntag-sachsen.de/files/2012/02/DSC_7719.jpg" alt="DSC_7719" title="DSC_7719" width="580" height="274" class="alignleft size-full wp-image-5479" />Ist Dresden sein Problem mit NeoÂ­nazis los? Ihren GroÃŸaufmarsch, am 18.&#xA0;Februar haben sie zumindest abgesagt. Die Blockaden der vergangenen Jahre haben Wirkung gezeigt, sagen einige. Manches scheint dafÃ¼r zu sprechen. Die Frustration unter den verhinderten Neonazi-Demonstranten jedenfalls war 2010 und 2011 nicht zu Ã¼bersehen. In Jena hatten Sitzblockaden schon vor Jahren den braunen Spuk beendet. </p>
<p>Ist eine demokratisch fragwÃ¼rdige Methode also die einzig wirksame gegen Demokratiefeinde? </p>
<p>Nein. Entscheidend ist nicht diese oder jene Art des Protestes, sondern dessen breite Basis. Wer sich symbolisch in eine Menschenkette einreiht, ist ebenso wichtig wie jemand, der sich auf die StraÃŸe setzt. Denn beide haben begriffen, dass sie die LÃ¶sung nicht Verwaltung, Gerichten und Polizei Ã¼berlassen kÃ¶nnen, sondern sich selbst aufmachen mÃ¼ssen. </p>
<p>Auch wenn sich am 18. Februar in Dresden kein einziger Neonazi blicken lassen sollte, in der Vorbereitung haben alle Beteiligten mehr Ã¼ber Demokratie gelernt als in den Jahren zuvor. Zum Beispiel, dass Widerstand gegen Rechtsextremisten anstrengende Diskussion braucht, aber nicht Sturheit. Dass Kompromisse nÃ¶tig sind, weil erst der Konsens die gewÃ¼nschte politische Wirkung entfaltet. </p>
<p>Noch ist es fÃ¼r Triumph zu frÃ¼h. Das Fatalste wÃ¤re es, erleichtert daheim die FÃ¼ÃŸe hochzulegen. Vielleicht hat Dresden nun erstmals die Chance, Trauer und Gedenken in ein Freudenfest der Demokratie mÃ¼nden zu lassen. </p>
<p>Geschafft wÃ¤re es damit noch lÃ¤ngst nicht. GroÃŸe NeonaziaufmÃ¤rsche lassen sich verdrÃ¤ngen. Rechtsextremes Denken aber ist damit nicht aus der Welt. Um Menschen dagegen zu immunisieren, braucht es geduldige, unspektakulÃ¤re Kleinarbeit.</p>
<p><em>Tomas GÃ¤rtner</em></p>
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		<title>Gewachsene IdentitÃ¤t</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 12:55:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[800 Jahre Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph StÃ¶lzl]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Liebig]]></category>
		<category><![CDATA[Klemens Koschig]]></category>
		<category><![CDATA[Reiner Haseloff]]></category>

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		<description><![CDATA[&#x202F;
JubilÃ¤um Â»800 Jahre AnhaltÂ« in Dessau-RoÃŸlau erÃ¶ffnet.
&#x202F;
Â»Wir sind ein sehr altes Bundesland, das nicht Geschichte ist, sondern eine groÃŸe Geschichte vor sich hat.Â« In seinem GruÃŸwort beim Festakt zur ErÃ¶ffnung des 800-jÃ¤hrigen Anhalt-JubilÃ¤ums am 3.&#xA0;Februar in Dessau-RoÃŸlau rÃ¤umte MinisterprÃ¤sident Reiner Haseloff&#xA0;(CDU) aber auch ein, dass es erst in den vergangenen Monaten gelungen sei, die Vorbereitungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9409" class="wp-caption alignleft" style="width: 590px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/02/Mitteldeutschland-07.jpg" rel="shadowbox[post-9408];player=img;"><img class="size-full wp-image-9409" title="Mitteldeutschland-07" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/02/Mitteldeutschland-07.jpg" alt="Die neogotische Petrikirche im anhaltischen WÃ¶rlitz birgt eine Besonderheit: Der 66 Meter hohe Turm lÃ¤dt seit 1994 als Bibelturm zum Entdecken des Buches der BÃ¼cher ein. In der ehemaligen TÃ¼rmerwohnung befindet sich die Â­interaktive Ausstellung Â»Zwischen Himmel und ErdeÂ«. Wer sich die MÃ¼he macht, die 200 Stufen bis zur Turmspitze zu erklimmen, wird mit einem atemberaubenden Ausblick Ã¼ber den WÃ¶rlitzer Park und die Elbelandschaft belohnt.<br />
Foto: Thomas Klitzsch" width="580" height="386" /></a><p class="wp-caption-text">Die neogotische Petrikirche im anhaltischen WÃ¶rlitz birgt eine Besonderheit: Der 66 Meter hohe Turm lÃ¤dt seit 1994 als Bibelturm zum Entdecken des Buches der BÃ¼cher ein. In der ehemaligen TÃ¼rmerwohnung befindet sich die Â­interaktive Ausstellung Â»Zwischen Himmel und ErdeÂ«. Wer sich die MÃ¼he macht, die 200 Stufen bis zur Turmspitze zu erklimmen, wird mit einem atemberaubenden Ausblick Ã¼ber den WÃ¶rlitzer Park und die Elbelandschaft belohnt.<br />
Foto: Thomas Klitzsch</p></div>
<h5>&#x202F;<br />
JubilÃ¤um Â»800 Jahre AnhaltÂ« in Dessau-RoÃŸlau erÃ¶ffnet.<br />
&#x202F;</h5>
<p>Â»Wir sind ein sehr altes Bundesland, das nicht Geschichte ist, sondern eine groÃŸe Geschichte vor sich hat.Â« In seinem GruÃŸwort beim Festakt zur ErÃ¶ffnung des 800-jÃ¤hrigen Anhalt-JubilÃ¤ums am 3.&#xA0;Februar in Dessau-RoÃŸlau rÃ¤umte MinisterprÃ¤sident Reiner Haseloff&#xA0;(CDU) aber auch ein, dass es erst in den vergangenen Monaten gelungen sei, die Vorbereitungen auf das JubilÃ¤um Â»konsistent werden zu lassenÂ«. Der Regierungschef betonte, dass die anhaltische Geschichte zu groÃŸen Teilen positiv besetzt sei Â»mit PersÃ¶nlichkeiten, die wir gerne vorzeigenÂ«. Deshalb nutzte er die Gelegenheit, das JubilÃ¤um fÃ¼r das gesamte Sachsen-Anhalt aufzuweiten. Anhalt mit seiner Weltoffenheit sei Programm dafÃ¼r, Â»wie wir uns in Zukunft zu entwickeln hoffenÂ«.</p>
<p>Zuvor hatte der OberbÃ¼rgermeister von Dessau-RoÃŸlau und Sprecher des Netzwerkes Anhalt, Klemens Koschig, die vielen GÃ¤ste aus Politik und Gesellschaft begrÃ¼ÃŸt und den Festakt im Anhaltischen Theater erÃ¶ffnet. Er pries dabei die verschiedenartigen Landschaften Anhalts und ihre Menschen.</p>
<p>Anhalt wurde nach dem Tod Herzog Bernhards, dem Askanier, am 9. Februar 1212 in Bernburg selbststÃ¤ndiges Territorium. Sein Sohn Albrecht erbte das Herzogtum Sachsen, der Ã¤ltere Heinrich die Grafschaft Anhalt. Der Name war der Burg Ã¼ber dem Selketal bei Ballenstedt entlehnt, auf der die FÃ¼rsten zeitweise residierten. Ab 1918 trug Anhalt die Bezeichnung Freistaat. Mit Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgte nach mehr als 700 Jahren der eigenstÃ¤ndigen Existenz die Vereinigung mit dem preuÃŸischen Teil von Sachsen. 1947 wurde die Provinz Sachsen-Anhalt in ein Land umgewidmet, welches fÃ¼nf Jahre spÃ¤ter von der Landkarte verschwand, weil die DDR die historisch gewachsenen LÃ¤nder durch Bezirke ersetzte.</p>
<p>In seinem Festvortrag fragte der Historiker Christoph StÃ¶lzl nach der Konstante in der Landesgeschichte. Es sei der Nonkonformismus, so der Â­PrÃ¤sident der Hochschule fÃ¼r Musik Â»Franz LisztÂ« in Weimar bei seinem Â»Blick in den Brunnen der GeschichteÂ«. Er schlug den Bogen vom Dessauer ReformationsfÃ¼rsten Georg III. Ã¼ber die Zarin Katharina die GroÃŸe, den KÃ¶thener FÃ¼rsten und Sprachreformer Ludwig I., den Philosophen Moses Mendelssohn, den WÃ¶rlitzer GartenreichgrÃ¼nder Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau bis hin zu Hugo Junkers und Kurt Weill. Alle hÃ¤tten sich immer durch das Abweichen von gÃ¤ngigen Positionen ausgezeichnet. </p>
<p>StÃ¶lzl forderte dazu auf, sich die reiche Geschichte fÃ¼r die Gegenwart nutzbar zu machen. Erben sei Â»auch ein TalentÂ«, so der Historiker. Mit Weltoffenheit und Toleranz solle man auch kÃ¼nftig Â»mutig nach Anhalt holen, was zu Anhalt passtÂ«.</p>
<p>Als PrÃ¤sident der Landeskirche Anhalts, die die einstigen Grenzen des Landes bis heute abbildet, wagte Joachim Liebig einen optimistischen Blick in die Zukunft. Er hofft, dass mit der Feier des 800-jÃ¤hrigen JubilÃ¤ums ein Bewusstseinswandel einsetzt, der die Â»traditionsreiche Linie von Innovation und wirtschaftlicher GesundungÂ« fortfÃ¼hrt. In einigen Jahrzehnten kÃ¶nnte der mitteldeutsche Raum mit Anhalt fester Bestandteil der wirtschaftlich tragenden Regionen in einem vereinigten Europa sein. Als Christ sei er zutiefst davon Ã¼berzeugt, dass alle Zukunft in Gottes Hand liegt. Der Aufwand fÃ¼r das JubilÃ¤um hÃ¤tte sich schon gelohnt, wenn Menschen Â»hoffnungsfroh trotz aller Schwierigkeiten und RÃ¼ckschlÃ¤ge sich nicht entmutigen lassen und zugleich dankbarÂ« seien fÃ¼r das Erreichte. Â»Diese HaltungÂ«, so der KirchenprÃ¤sident, Â»ist nicht nur Christenart, sondern auch zutiefst anhaltisch.Â«</p>
<p><em>Angela Stoye</em></p>
<p><a href="http://www.anhalt800.de/anhalt800/startseite/" target="_blank">www.anhalt800.de</a><br />
<a href="http://www.landeskirche-anhalts.de/" target="_blank">www.landeskirche-anhalts.de</a></p>
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		<title>Neuer VorstoÃŸ</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 14:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Albrecht SteinhÃ¤user]]></category>
		<category><![CDATA[AndrÃ© SchrÃ¶der]]></category>
		<category><![CDATA[Helga Paschke]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Bullerjahn]]></category>
		<category><![CDATA[JÃ¶rg Mayer]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsleistungen fÃ¼r die Kirchen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Sachsen-Anhalt: Linke will Staatsleistungen ablÃ¶sen.

Ganz Ã¼berraschend kommt der VorstoÃŸ nicht. Seit Monaten hat die Linkspartei in Sachsen-Anhalt intern Ã¼ber die Staatsleistungen fÃ¼r die Kirchen diskutiert. Nun hat die Finanzexpertin der Fraktion, Helga Paschke, angekÃ¼ndigt, diese Zahlungen auf den PrÃ¼fstand stellen zu wollen. Nach ihren Angaben bereitet die Landtagsfraktion derzeit einen Antrag vor, der bis zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-9296" title="275731_2515" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/275731_2515.jpg" alt="275731_2515" width="590" height="403" /></strong></p>
<p><strong>Sachsen-Anhalt: Linke will Staatsleistungen ablÃ¶sen.<br />
</strong></p>
<p>Ganz Ã¼berraschend kommt der VorstoÃŸ nicht. Seit Monaten hat die Linkspartei in Sachsen-Anhalt intern Ã¼ber die Staatsleistungen fÃ¼r die Kirchen diskutiert. Nun hat die Finanzexpertin der Fraktion, <a href="http://www.helga-paschke.de/" target="_blank">Helga Paschke</a>, angekÃ¼ndigt, diese Zahlungen auf den PrÃ¼fstand stellen zu wollen. Nach ihren Angaben bereitet die Landtagsfraktion derzeit einen Antrag vor, der bis zum MÃ¤rz ins Parlament kommt und mit dem die StaatskirchenÂ­vertrÃ¤ge Â»grundsÃ¤tzlichÂ« evaluiert werden sollen.</p>
<p>Â»Wir wollen die Staatsleistungen nicht abschaffen, sondern ablÃ¶senÂ«, so die Finanzexpertin der Linken, deren Vorgehen auch<a href="http://www.bodo-ramelow.de/nc/presse/presseartikel/detail_presseartikel/zurueck/presseartikel/artikel/debatte-ueber-zahlungen-an-kirchen/" target="_blank"> mit der ThÃ¼ringer Fraktion abgestimmt</a> ist. Nach ihren Vorstellungen kÃ¶nnte ein Summe in HÃ¶he von 320 Millionen verteilt auf 20 Jahren die bestehenden Staatsleistungen ersetzen.</p>
<p>Die Kirchen reagieren gelassen auf die AnkÃ¼ndigung. Â»NatÃ¼rlich kann man Ã¼ber eine AblÃ¶sung redenÂ«, sagt Oberkirchenrat Albrecht SteinhÃ¤user, Beauftragter der evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung Sachsen-Anhalt, der damit auch auf der Linie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) liegt. Insgesamt geht es um Staatsleistungen in HÃ¶he von 460 Millionen Euro. Derzeit erhalten allein die Kirchen in Sachsen-Anhalt rund 30 Millionen Euro. In ThÃ¼ringen sind es immerhin noch 22 Millionen.</p>
<p>Dagegen sieht Finanzdezernent JÃ¶rg Mayer von der braunschweiÂ­gischen Landeskirche, die mit Blankenburg im Harz und CalvÃ¶rde in der Altmark Ã¼ber Gebiete auch in Sachsen-Anhalt verfÃ¼gt, keinen Anlass zu verhandeln. Â»Es gibt gÃ¼ltige VertrÃ¤ge, die nicht einseitig aufgekÃ¼ndigt werden kÃ¶nnenÂ«, stellt er seine Position klar.</p>
<p>Ohnehin wÃ¼rde eine AblÃ¶sung den Staat teuer zu stehen kommen. Nach kirchlichen Berechnungen wÃ¼rde es im Falle einer AblÃ¶sung allein in Sachsen-Anhalt um einen Betrag von mindestens 600 Millionen Euro gehen. Angesichts der klammen Kassen im Land hÃ¤lt SteinhÃ¤user das fÃ¼r unrealistisch. Â»Das muss auf Bundesebene verhandelt werdenÂ«, ist er Ã¼berzeugt. Zudem verweist der Beauftragte darauf, dass es sich hier keineswegs nur um historische AnsprÃ¼che in Folge der Enteignungen kirchlicher LÃ¤ndereien handelt.</p>
<p>Zwar wÃ¼rden die Wurzeln Anfang des 19. Jahrhunderts liegen. Die StaatskirchenvertrÃ¤ge seien jedoch unter heutigen Bedingungen ausgehandelt worden. Er vermutet deshalb hinter dem Ansatz der Linken den Versuch, an dieser Stelle Â»SympathiepunkteÂ« zu sammeln. Viel spannender ist fÃ¼r ihn die Frage, wie die anderen Parteien damit umgehen.</p>
<p>Die haben bislang eher zurÃ¼ckhaltend reagiert. Der CDU-Fraktionsvorsitzende, AndrÃ© SchrÃ¶der, erteilt den PlÃ¤nen eine deutliche Absage. Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) setzt dagegen auf eine offene Diskussion. Man solle sich nicht allein an historischen VertrÃ¤gen festhalten, sondern lieber gemeinsam nach LÃ¶sungen suchen, rÃ¤t er und verweist auf mÃ¶gliche Ã„nderungen frÃ¼hestens im Haushalt 2014/2015.</p>
<p>Dass die Gedankenspiele damit nicht vom Tisch sind, wissen auch die Kirchen. Mit dem Infragestellen der Staatsleistungen sei immer die Anfrage an den gesellschaftlichen Stellenwert der Kirche verbunden, ist Albrecht SteinhÃ¤user Ã¼berzeugt. Er sieht deshalb nur einen Weg: Â»Wir mÃ¼ssen zeigen, welchen gesellschaftlichen Stellenwert die Â­Kirche hat und dass es auch fÃ¼r Nichtchristen gut ist, dass es uns gibt.Â«</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Er kennt die NÃ¶te der FlÃ¼chtlinge</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2011/12/05/er-kennt-die-note-der-fluchtlinge/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 06:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[ThÃ¼ringen]]></category>
		<category><![CDATA[Asylbewerberheim Jena]]></category>
		<category><![CDATA[Jana Babayan]]></category>
		<category><![CDATA[Samvel Babayan]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab nÃ¤chstem Jahr wird der gebÃ¼rtige Armenier Samvel Babayan das neue Asylbewerberheim in Jena leiten.
Jana und Samvel Babayan sind ein schÃ¶nes Paar. Sie strahlen aus, was sie zusammen durchlebt haben, und sie wirken wie zwei Menschen, die vertrauensvoll in der Gegenwart stehen. Seit 1993 leben der Armenier und die Georgierin, beide Mitte Vierzig, in Jena. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ab nÃ¤chstem Jahr wird der gebÃ¼rtige Armenier Samvel Babayan das neue Asylbewerberheim in Jena leiten.</strong><br />
<div id="attachment_8626" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/CIMG0007.jpg" alt="Jana und Samvel Babayan leben seit 1993 in Jena. Vier Jahre spÃ¤ter Â­haben sie die deutsche StaatsbÃ¼rgerschaft angenommen. Die Christen engagieren sich in der Melanchthongemeinde und fÃ¼r FlÃ¼chtlinge. (Foto:&#xA0;Reinhild&#xA0;Rubin)" title="Jana und Samvel Babayan leben seit 1993 in Jena. Vier Jahre spÃ¤ter Â­haben sie die deutsche StaatsbÃ¼rgerschaft angenommen. Die Christen engagieren sich in der Melanchthongemeinde und fÃ¼r FlÃ¼chtlinge. (Foto:&#xA0;Reinhild&#xA0;Rubin)" width="270" height="321" class="size-full wp-image-8626" /><p class="wp-caption-text">Jana und Samvel Babayan leben seit 1993 in Jena. Vier Jahre spÃ¤ter Â­haben sie die deutsche StaatsbÃ¼rgerschaft angenommen. Die Christen engagieren sich in der Melanchthongemeinde und fÃ¼r FlÃ¼chtlinge. (Foto:&#xA0;Reinhild&#xA0;Rubin)</p></div> Jana und Samvel Babayan sind ein schÃ¶nes Paar. Sie strahlen aus, was sie zusammen durchlebt haben, und sie wirken wie zwei Menschen, die vertrauensvoll in der Gegenwart stehen. Seit 1993 leben der Armenier und die Georgierin, beide Mitte Vierzig, in Jena. Nach Deutschland waren sie Â­einige Jahre zuvor gekommen.</p>
<p>Als 1993 armenische FlÃ¼chtlinge in der Jenaer Stadtkirche Asyl fanden, war es fÃ¼r die Babayans selbstverstÃ¤ndlich, zur Stelle zu sein und zu helfen: mit Verpflegung, Kleidung, Â­Beratung und guten Worten. Sie selbst befanden sich damals noch im Status der Duldung in Deutschland, und sie wussten, was es bedeutet, FlÃ¼chtling zu sein.</p>
<p>Leben in Asylbewerberheimen, das Zurechtfinden im BehÃ¶rdendschungel, die Sprache erlernen aus eigener Kraft, Ablehnungen und offenen Hass ertragen, das FremdheitsgefÃ¼hl aushalten und Ã¼berwinden, darÃ¼ber kÃ¶nnte das Ehepaar lange reden, denn natÃ¼rlich sind auch ihnen diese Erfahrungen nicht erspart geblieben; ebenso wenig wie zunÃ¤chst ein sozialer Abstieg. Der diplomierte Ingenieur arbeitete in einer Reinigungsfirma und als Hausmeister, seine Frau verdiente mit Kinderbeutreuung dazu. Â»Wir wollten unabhÃ¤ngig vom Sozialamt seinÂ«, sagt Samvel Babayan. </p>
<p>1990 und 1992 wurden die TÃ¶chter geboren. Die jÃ¼ngere ist blind und leidet an Epilepsie, fÃ¼r das Ehepaar bedeutete das einen stÃ¤ndigen Kampf um die Entwicklung des Kindes. Â»In Armenien hÃ¤tte unsere Roxana keine Chance Â­gehabtÂ«, betont Jana Babayan. Heute lebt und arbeitet die 19-jÃ¤hrige Roxana in einer Einrichtung in Chemnitz, die 20-jÃ¤hrige Ludmilla studiert in Passau.</p>
<p>Seit 1997 haben die Babayans die deutsche StaatsbÃ¼rgerschaft. Dass sie sich inzwischen als voll integriert empfinden, liegt zu einem wesentlichen Teil an der Jenaer Melanchthongemeinde, in der sie beide aktiv sind und die ihnen zur Heimat geworden ist. Dort wurden Samvel und die Kinder getauft, feierten die MÃ¤dchen ihre gemeinsame Konfirmation, gibt es Â­einen festen Freundeskreis.</p>
<p>Â»Wir haben hier erlebt, dass Gott unter den Menschen zu finden istÂ«, sagt Samvel. Es waren nicht nur die persÃ¶nliche UnterstÃ¼tzung und die Ã¤rztliche Hilfe fÃ¼r Roxana, die die Familie erfuhr. Die Gemeinde sammelte Geld fÃ¼r die Dialyse fÃ¼r Janas Mutter, sie ermÃ¶glichte auch, dass die ganze Familie im Jahr 2008 nach 16 Jahren zum ersten Mal nach Georgien reisen konnte, und sie hilft dabei, dass Samvels Mutter dieses Weihnachtsfest in Jena verbringen kann.</p>
<p>Â»Unsere Heimat ist hierÂ«, betont Samvel Babayan, fÃ¼r den Integration nicht im Verleugnen der eigenen Wurzeln besteht. Man muss sich einlassen auf die neue Gesellschaft, dann kann man sich auch einbringen, meint er. </p>
<p>Seit 2004 arbeitete er als Sozialarbeiter in AsylbewerberunterkÃ¼nften und in einer Wohneinrichtung fÃ¼r jÃ¼dische Zuwanderer, seit Mai ist er Leiter des Ãœbergangswohnheims in Jena-Ost. Derzeit wird das Haus umgebaut und dient ab Anfang nÃ¤chsten Jahres als Asylbewerberheim, das er leiten wird. </p>
<p>Eine gute Konstellation, wie er selbst sagt, denn er kennt die NÃ¶te von FlÃ¼chtlingen, ist quasi einer von ihnen. Die Geschichte seiner Familie ist zudem Ermutigung fÃ¼r den Aufbau eines neuen Lebens.</p>
<p><em>Reinhild Rubin</em></p>
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		<title>Sonnenschein im Gottesdienst</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 14:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[ThÃ¼ringen]]></category>
		<category><![CDATA[Annenkirche Eisenach]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Â­Hilsemer]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenscheingottesdienst]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#x202F;
Am zweiten Advent wird in die Eisenacher Annenkirche eingeladen.
&#xA0;
Wenn sich am kommenden Sonntag die TÃ¼ren der Eisenacher Annenkirche zum Gottesdienst Ã¶ffnen, weiÃŸ die Gemeinde: Es wird eine besondere Feier mit besonderen Menschen. Denn am 3.&#xA0;Dezember wird Â»SonnenscheingottesdienstÂ« gefeiert, den Menschen mit und ohne Behinderung miteinander gestalten. Â»Macht hoch die TÃ¼r, die Tor macht weitÂ« ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8610" class="wp-caption alignright" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/sonne1.jpg" alt="Viermal im Jahr feiern in der Eisenacher Annenkirche Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam einen Â»SonnenscheingottesdienstÂ«&#xA0;â€“ mit viel Musik und FrÃ¶hlichkeit. (Foto:&#xA0;Norman&#xA0;MeiÃŸner)" title="Viermal im Jahr feiern in der Eisenacher Annenkirche Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam einen Â»SonnenscheingottesdienstÂ«&#xA0;â€“ mit viel Musik und FrÃ¶hlichkeit. (Foto:&#xA0;Norman&#xA0;MeiÃŸner)" width="580" height="350" class="size-full wp-image-8610" /><p class="wp-caption-text">Viermal im Jahr feiern in der Eisenacher Annenkirche Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam einen Â»SonnenscheingottesdienstÂ«&#xA0;â€“ mit viel Musik und FrÃ¶hlichkeit. (Foto:&#xA0;Norman&#xA0;MeiÃŸner)</p></div>
<h5>
&#x202F;<br />
Am zweiten Advent wird in die Eisenacher Annenkirche eingeladen.<br />
&#xA0;</h5>
<p>Wenn sich am kommenden Sonntag die TÃ¼ren der Eisenacher Annenkirche zum Gottesdienst Ã¶ffnen, weiÃŸ die Gemeinde: Es wird eine besondere Feier mit besonderen Menschen. Denn am 3.&#xA0;Dezember wird Â»SonnenscheingottesdienstÂ« gefeiert, den Menschen mit und ohne Behinderung miteinander gestalten. Â»Macht hoch die TÃ¼r, die Tor macht weitÂ« ist an diesem zweiten Advent zu hÃ¶ren und zu erleben.</p>
<p>Wer vielleicht denkt, mit dem Â»SonnenscheingottesdienstÂ« soll ein wenig Sonnenschein in das Leben der Behinderten gebracht werden, irrt. Es verhÃ¤lt sich genau umgekehrt. Die Behinderten seien es, die wie Sonnenschein fÃ¼r andere Menschen sein kÃ¶nnten, so die Erfahrung von Manfred Hilsemer, Pfarrer an der kleinen Kirche im Westen der Wartburgstadt. Er weiÃŸ das bereits aus seiner Zeit Â­zwischen 2001 und 2009, als er beim Diakonieverbund Eisenach tÃ¤tig war.</p>
<p>Gern erinnert er sich an die FrÃ¶hlichkeit eines Mannes mit Down Syndrom, der mit Freude zur allwÃ¶chentlichen Morgenandacht gekommen sei, erzÃ¤hlt Hilsemer. Â»Menschen mit Behinderung, denen es nicht gut geht, kommen mit Freude zur Arbeit, wÃ¤hrend die â€ºnormalenâ€¹ Mitarbeiter oft missmutig sind, obwohl man denken kÃ¶nnte, dass es ihnen gut geht.Â« </p>
<p>Nach jenem Mann mit Down Syndrom sind die Â»SonnenscheingottesdiensteÂ« in Eisenach benannt. An sein Lachen und seine FrÃ¶hlichkeit dachte der Pfarrer, als ein Name fÃ¼r die neue Â­Veranstaltungsreihe gesucht wurde, die seit 2010 angeboten wird.</p>
<p>AnfÃ¤ngliche Skepsis war schnell ausgerÃ¤umt, denn seine Gemeinde sei von den Â»SonnenscheingottesdienstenÂ« sehr angetan. Â»Fast durchweg Â­totale Begeisterung.Â« Kein Wunder, denn Behinderte sind besondere Menschen und sie verstehen es, die Herzen zu erobern. Wenn sie sich an der FÃ¼rbitte beteiligen und nach jedem Gebetswunsch ein Licht entzÃ¼nden, wÃ¼rden ganz schnell viele Kerzen brennen. </p>
<p>AnrÃ¼hrend zum Beispiel sei eine FÃ¼rbitte in der Passionszeit gewesen. Neben den persÃ¶nlichen Â­WÃ¼nschen fÃ¼r Herrn Sowieso und die Oma, die operiert werden muss, betete jemand fÃ¼r Jesus, Â»der es jetzt so schwer hatÂ«, erzÃ¤hlt der Pfarrer. Die Gemeinde berÃ¼hrte so etwas. In solchen Momenten gewinnen die Menschen, die etwas anders sind, die Sympathie der Gottesdienstbesucher.</p>
<p>Einmal im Vierteljahr lassen sich etwa 100&#xA0;Menschen in die Eisenacher Annenkirche zum Â»SonnenscheingottesdienstÂ« einladen. Vorbereitet wird er von einem fÃ¼nfkÃ¶pfigen Team. Er soll erlebnisorientiert, die Predigt kurz sein. Bilder, kleine Anspiele oder TheaterstÃ¼cke vermitteln die biblische Botschaft. </p>
<p>Einmal im Jahr wird die Band Â»StolpersteineÂ« eingeladen, deren Mitglieder bis auf den Leiter ein Handicap haben. Sie kÃ¶nnen zwar keine Noten lesen und demzufolge nicht vom Blatt spielen, aber wenn sie ein StÃ¼ck kennen, musizieren sie mit groÃŸer Freude. Â»Einer spielt leidenschaftlich Mundharmonika. Das ist wirklich anrÃ¼hrend!Â« </p>
<p>FÃ¼r Manfred Â­Hilsemer ist das ein Beweis, dass alle Menschen Begabungen haben, die es nur zu entdecken gilt. Â»Der Fokus liegt nicht auf den â€ºarmen Behindertenâ€¹, fÃ¼r die wir etwas tun wollen, sondern wir kÃ¶nnen von ihnen profitieren, von ihrer FrÃ¶hlichkeitÂ«, betont er.</p>
<p><em> Sabine Kuschel</em></p>
<blockquote><p>
Der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Zum Â»SonnenscheingottesdienstÂ« unter dem Motto Â»Macht hoch die TÃ¼r, die Tor macht weitÂ« wird um 10.30 Uhr in die AnnenÂ­kirche, Eisenach, eingeladen.</p></blockquote>
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		<title>Mehr als ein Experiment</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 06:36:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Intterview]]></category>
		<category><![CDATA[Propst Hans Mikosch]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 4. Dezember wird der Geraer Propst Hans Mikosch in den Ruhestand verabschiedet.
&#x202F;
strong>Einst Visitator in der Ostregion der ThÃ¼ringer Landeskirche und Bischofsstellvertreter, mit der Fusion zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Regionalbischof und Stellvertreter der LandesbischÃ¶fin, wird Propst Hans Mikosch am Sonntag in den Ruhestand verabschiedet. Martin Hanusch sprach mit dem promovierten Theologen.
Herr Dr. Mikosch, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Am 4. Dezember wird der Geraer Propst Hans Mikosch in den Ruhestand verabschiedet.<br />
&#x202F;</h5>
<p><div id="attachment_5568" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/02/hans_mikosch.jpg" rel="shadowbox[post-8567];player=img;"><img class="size-full wp-image-5568 " title="hans_mikosch" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/02/hans_mikosch.jpg" alt="Propst Hans Mikosch" width="200" height="326" /></a><p class="wp-caption-text">Propst Hans Mikosch</p></div><strong>Einst Visitator in der Ostregion der ThÃ¼ringer Landeskirche und Bischofsstellvertreter, mit der Fusion zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Regionalbischof und Stellvertreter der LandesbischÃ¶fin, wird <a href="http://www.ekmd.de/kirche/landeskirchenrat/707.html" target="_blank">Propst Hans Mikosch</a> am Sonntag in den Ruhestand verabschiedet. Martin Hanusch sprach mit dem promovierten Theologen.</strong></p>
<p><em>Herr Dr. Mikosch, Sie haben den Weg der ThÃ¼ringer Landeskirche bis zur Fusion begleitet. Was hat Ihnen die mitteldeutsche Kirche gebracht? </em><br />
<strong>Mikosch:</strong> Privat wie dienstlich habe ich viele gute Freunde, Kolleginnen und Kollegen gewonnen, die mir im Glauben, in der Theologie, im Herangehen an Fragen der Zeit nahe sind. DafÃ¼r bin ich auÃŸerordentlich dankbar. â€“ Andererseits wÃ¤ge ich im Blick auf die EKD noch ab, was fÃ¼r die Zukunft einer Kirche zielfÃ¼hrender ist: ein konsistoriales Kollegium oder eine stÃ¤rker synodal wie auch regional verortete Kirchenleitung. Bei aller HochschÃ¤tzung der Kirchenkreisebene bleiben aus meiner Erfahrung eher landeskirchlich zu schulternde Aufgaben â€“ etwa im Baubereich, im Religionsunterricht, in der Sonderseelsorge. Das tut meiner positiven GesamteinschÃ¤tzung keinen Abbruch. Mit Axel Noack setze ich fÃ¼r die Zukunft auf die geistgeleitete Weisheit der Synode und die Wirkmacht der Fakten.<br />
Im Ãœbrigen durfte ich in der landesbischofslosen Ãœbergangszeit ganz elementar Â»erfahrenÂ«, was es heiÃŸt, Â­einen Dienstwagen als Wohn- und Â­Arbeitsraum ganztÃ¤gig nutzen zu mÃ¼ssen. Die derzeitige Kritik an der Ausstattung des Bischofs-PKW erschlieÃŸen sich mir von daher nicht.</p>
<p><em>Was ist das Besondere an der EKM?</em><br />
<strong>Mikosch: </strong>Die EKM wirkt schon heute wie ein Scharnier zwischen den kirchlichen ZusammenschlÃ¼ssen. Das Verbindungsmodell der KirchenbÃ¼nde UEK und VELKD erhÃ¤lt im Rahmen der EKD mit der EKM ein Gesicht: Die mehrheitlich aus lutherischen Gemeinden bestehende mitteldeutsche Kirche funktioniert auch nach innen Ã¼berzeugend als eine Gemeinschaft zwischen lutherischen und unierten Kirchen, die Reformierten sind hoch geachtet.<br />
Wie in der rheinischen Kirche werden bei uns auch GemeindepÃ¤daÂ­gogen und PrÃ¤dikanten ordiniert. Als Bekenntnisse stehen das reformierte, das lutherische oder die reformatorischen Bekenntnisschriften mit Bezug auf Â»BarmenÂ« zur Wahl. Vieles, was einst im Bund der Evangelischen Â­Kirchen der DDR zukunftsweisend angedacht war, wird heute in der EKM umgesetzt.</p>
<p><em>VerfÃ¼gt die Kirche Ã¼ber eine zeitgemÃ¤ÃŸe Verfassung?</em><br />
<strong>Mikosch: </strong>Ja. Es lÃ¤sst sich aus meiner Sicht an verschiedenen Punkten festmachen. Die EKM erinnert an die Â­Mitschuld der Kirche bei der AuslÃ¶schung jÃ¼dischen Lebens und tritt jeder Form von Antisemitismus entgegen. Das fordert und legitimiert politische Dreinrede. Unsere Kirche ist fromm und politisch.<br />
Die Leitung der Kirche geschieht im HÃ¶ren auf das Wort Gottes und im Â­geschwisterlichen GesprÃ¤ch. Sie ist geistlicher und rechtlicher Dienst in unaufgebbarer Einheit. Die parlamentarische Arbeit der Synode, die kirchenleitenden und die behÃ¶rdlichen Aufgaben ergÃ¤nzen einander. Ãœberkommene Hierarchien werden damit relativiert. Kirche trÃ¤gt in allen ihren Ã„mtern und Funktionen Dienstcharakter.</p>
<p><em>Wo liegt der Â»MehrwertÂ« dieser vereinten Kirche?</em><br />
<strong>Mikosch:</strong> Eine Kirchenfusion gelingt nur dann, wenn nicht die eine Kirche zum Modell fÃ¼r die andere werden will. Wir alle sind in einen grÃ¶ÃŸeren freien Raum gestellt. Das reformatorische Priestertum aller Getauften ist in der EKM gefordert, sich dem Praxistest zu stellen. Das synodale Element ist signifikant gestÃ¤rkt worden. Neben den Kirchenkreisen dÃ¼rfen aber die oft kleinen Gemeinden mit einem Â­lebendigen Gemeindeleben nicht in Vergessenheit geraten.<br />
Die Vielfalt des gemeindlichen, Â­regionalen wie gesamtkirchlichen Â­Lebens mit seinen Ressourcen an Menschen, an Musik, an Gottesdiensten wie Religionsunterricht, an Sonderseelsorge, an GebÃ¤uden, an Geschichte(n), nicht zuletzt an Glaube und Bekenntnissen bedeutet: Wir haben gemeinsam dazugewonnen. Wir sind mit unserem Zeugnis prÃ¤senter. Manche Arbeitszweige haben an ProfessionalitÃ¤t gewonnen. Wir mÃ¼ssen aber auch ehrlich diskutieren und kommunizieren, wovon wir uns verabschieden und die dafÃ¼r nÃ¶tigen Prozesse mutig und getrost einleiten.</p>
<blockquote><p>Verabschiedung: 4. Dezember, 14.30 Uhr, Gera, Johanneskirche</p></blockquote>
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		<title>Endlich alle Register gezogen</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2011/10/14/endlich-alle-register-gezogen/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 17:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[Barry Jordan]]></category>
		<category><![CDATA[Helge Scholz]]></category>
		<category><![CDATA[Reiner Haseloff]]></category>
		<category><![CDATA[Remter-Orgel Dom Magedburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Neue Remter-Orgel vervollstÃ¤ndigt Orgellandschaft des Magdeburger&#xA0;Domes.
»Musik Ã¼berhaupt und besonders die Orgelmusik spricht das Herz von Menschen anÂ«, sagte LandesbischÃ¶fin Ilse Junkermann in ihrer Predigt am 8.&#xA0;Oktober zur Einweihung der neuen Orgel in Magdeburger Dom-Remter.Â  
Alles, was Menschen fÃ¼hlten und was sie bewege, klinge dadurch im Raum und stÃ¤rke die Seele und den christlichen Glauben, betonte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Neue Remter-Orgel vervollstÃ¤ndigt Orgellandschaft des Magdeburger&#xA0;Domes.</h5>
<p><div id="attachment_7991" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/10/Remterorgel-2-1.jpg" alt="Orgelbauer Stefan StÃ¼rzer (li.) und Domorganist Barry Jordan besprechen letzte Details vor der Inbetriebnahme der neuen Orgel im Magdeburger Dom-Remter, die am 8. Oktober erfolgte.    Foto: Klaus-Peter Voigt" title="Remterorgel-2-1" width="280" height="420" class="size-full wp-image-7991" /><p class="wp-caption-text">Orgelbauer Stefan StÃ¼rzer (li.) und Domorganist Barry Jordan besprechen letzte Details vor der Inbetriebnahme der neuen Orgel im Magdeburger Dom-Remter, die am 8.&#xA0;Oktober erfolgte.    Foto: Klaus-Peter Voigt</p></div>Â»Musik Ã¼berhaupt und besonders die Orgelmusik spricht das Herz von Menschen anÂ«, sagte LandesbischÃ¶fin Ilse Junkermann in ihrer Predigt am 8.&#xA0;Oktober zur Einweihung der neuen Orgel in Magdeburger Dom-Remter.Â  </p>
<p>Alles, was Menschen fÃ¼hlten und was sie bewege, klinge dadurch im Raum und stÃ¤rke die Seele und den christlichen Glauben, betonte sie vor den rund 250&#xA0;Gottesdienstbesuchern. </p>
<p>Â»Sehnsucht, Klagen und EnttÃ¤uschungen kommen nicht so einfach Ã¼ber die Lippen, um sie vor Gott zu bringen.Â« </p>
<p>Die Musik sei Hintergrund, Beiklang, Vorbereitung und Ermutigung, alles auszusprechen. Im Lob Gottes solle all das zur Sprache kommen, Â»und es ist gut, dass wir jetzt im Remter dafÃ¼r alle Register ziehen kÃ¶nnenÂ«, schloss Junkermann ihre Predigt. FÃ¼r sein ausgezeichnetes Orgelspiel im Gottesdienst dankten die Besucher Domkantor Barry Jordan mit lang anhaltendem Beifall.</p>
<p>MinisterprÃ¤sident Reiner Haseloff&#xA0;(CDU) nannte die Kirchenmusik einen unverzichtbaren Teil des gesellschaftlichen Lebens, in das investiert werden mÃ¼sse. Die FÃ¶rderung des Neubaus aus dem Konjunkturpaket II sei ein klares Signal, dass Gesellschaft nicht nur aus Ã–konomie und Banken bestehe. AusdrÃ¼cklich dankte er dem Vorsitzenden des FÃ¶rdervereins Â»Aktion Neue DomorgelnÂ«, Helge Scholz. Â»Sie haben immer geglaubt, gesammelt und die Initiative ergriffen.Â«</p>
<p>Â»Eigentlich waren wir nach der Einweihung der groÃŸen Domorgel am Ende unserer KrÃ¤fteÂ«, erinnerte sich Scholz wenige Tage vor der Einweihung an den riesigen Kraftakt, bis die KÃ¶nigin der Instrumente im Magdeburger Dom vor drei Jahren endlich erklingen konnte. </p>
<p>Rund 2,1 Millionen Euro flossen in dieses Vorhaben. Zu FÃ¶rdermitteln der EuropÃ¤ischen Union und von der Ã¶ffentlichen Hand kamen Spenden von Privatpersonen sowie Firmen. VermÃ¤chtnisse seien darunter gewesen wie auch eine Reihe von Â»MonatsratenÂ«.</p>
<p>Von Anfang an gehÃ¶rte auch eine neue Orgel fÃ¼r den Remter zu den Vorhaben. Erst einmal war jedoch eine Pause vorgesehen, bevor sich der 1997 gegrÃ¼ndete Verein an das nÃ¤chste Projekt wagen wollte. Doch der Spendenfluss, einmal in Gang gebracht, lief weiter. </p>
<p>Â»Es war beeindruckend, wie die Magdeburger und viele andere Menschen das Projekt zu ihrer Sache gemacht hatten.Â« Das GlÃ¼ck spielte auch ein wenig mit. Aus dem Konjunkturpaket II sicherte der Bund dem Verein Geld fÃ¼r das neue Instrument zu. Diese Chance galt es zu nutzen.</p>
<p>WÃ¤hrend Scholz im Probenraum des Domchores davon erzÃ¤hlte, stimmten Spezialisten der Firma Glatter-GÃ¶tz aus Pfullendorf Aach/Linz in Baden-WÃ¼rttemberg die Remterorgel. Der Vereinsvorsitzende schwÃ¤rmte vom hervorragenden Klang und dem KÃ¶nnen der Orgelbauer. </p>
<p>Unter anderem kamen bisher aus deren Werkstatt Orgeln fÃ¼r das Moskauer Bolschoi-Theater und fÃ¼r die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles.</p>
<p>Gerade einmal 18 Monate wurden fÃ¼r den Bau des Instruments benÃ¶tigten. Mit seinen 1255&#xA0;Pfeifen und 22&#xA0;Registern ersetzt es die Orgel-VorgÃ¤ngerin von 1949. Vor Ã¼ber zehn Jahren hatte das unter Denkmalschutz stehende Instrument seinen Dienst aufgegeben. Es fand seinen Platz im Orgelmuseum im oberbayrischen Valley.</p>
<p>Die neue Remter-Orgel kostete 450.000 Euro. Mit ihr ist die im Zweiten Weltkrieg erheblich beschÃ¤digte Dom-Orgellandschaft wieder komplett. Die 1969 im nÃ¶rdlichen Seitenschiff von der Potsdamer Firma Schuke eingebaute und fÃ¼r das 120 Meter lange Schiff des Domes viel zu kleine Orgel mit 3000 Pfeifen sollte eigentlich nur eine ZwischenlÃ¶sung sein.</p>
<p> Â»Doch an einen weiteren Neubau war zu DDR-Zeiten nicht zu denkenÂ«, erzÃ¤hlte Scholz. KÃ¼nftig kommt von dieser Orgel die musikalische Begleitung beispielsweise fÃ¼r Andachten oder Trauungen im Hohen Chor.</p>
<p>Die Aktion Neue Domorgeln sieht ihre Arbeit als abgeschlossen an. 2012 lÃ¶st sie sich auf. Einige der Mitstreiter wollen im DomfÃ¶rderverein mitarbeiten. Denn auch Pflege und Erhalt aller drei Orgeln verlangen vollen Einsatz.</p>
<p><em> Klaus-Peter Voigt/Karsten Wiedener</em></p>
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		</item>
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		<title>Beten fÃ¼r den Frieden der Welt</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 14:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[ThÃ¼ringen]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelschlacht von Jena und Â­Auerstedt]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensfest AltengÃ¶nna]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Hoffmann]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.glaube-und-heimat.de/?p=7921</guid>
		<description><![CDATA[strong>Kirchengemeinde AltengÃ¶nna veranstaltete ein Friedensfest zum Gedenken an die Schlacht von Jena und Auerstedt.
AnlÃ¤sslich des 205.&#xA0;Jahrestages der Doppelschlacht von Jena und Â­Auerstedt wird es am 15.&#xA0;Oktober zwischen den Orten Cospeda, LÃ¼tzeroda und Closewitz wieder eine Nachstellung des Kampfgeschehens durch Â­historische MilitÃ¤rverbÃ¤nde aus ganz Europa geben, bei dem 15.000&#xA0;Menschen starben.
Darauf Bezug nehmend hat die Kirchengemeinde AltengÃ¶nna [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_7971" class="wp-caption alignleft" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/10/tauben.jpg" alt="Aufsteigende Friedenstauben (Foto: privat)" title="tauben" width="580" height="555" class="size-full wp-image-7971" /><p class="wp-caption-text">Aufsteigende Friedenstauben (Foto: privat)</p></div><strong>Kirchengemeinde AltengÃ¶nna veranstaltete ein Friedensfest zum Gedenken an die Schlacht von Jena und Auerstedt.</strong></p>
<p>AnlÃ¤sslich des 205.&#xA0;Jahrestages der <a href="http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=11144" target="_blank">Doppelschlacht von Jena und Â­Auerstedt</a> wird es am 15.&#xA0;Oktober zwischen den Orten Cospeda, LÃ¼tzeroda und Closewitz wieder eine Nachstellung des Kampfgeschehens durch Â­historische MilitÃ¤rverbÃ¤nde aus ganz Europa geben, bei dem 15.000&#xA0;Menschen starben.</p>
<p>Darauf Bezug nehmend hat die Kirchengemeinde AltengÃ¶nna (Kirchenkreis Jena), zu der heute alle SchlachtfelddÃ¶rfer von damals gehÃ¶ren, eine Idee aus dem Jahre 1816 aufgegriffen und am 1. Oktober in der Friedenskirche in Vierzehnheiligen ein groÃŸes <a href="http://www.jena.de/fm/41/10-01%20Friedensfest.115704.pdf" target="_blank">Friedensfest</a> veranstaltet. Dabei wurde der Opfer gedacht und in Dankbarkeit daran erinnert, dass wir heute in Mitteleuropa die lÃ¤ngste Friedensepoche der Geschichte erleben dÃ¼rfen.</p>
<p>Wenn alle Menschen der Welt sich dem Friedensgedanken verschreiben wÃ¼rden, herrschte Frieden auf der Erde. Es wÃ¤re schon gut, wenn alle Â­Religionsgemeinschaften diesen Gedanken aufgreifen wÃ¼rden. Von dieser Erkenntnis war die Andacht getragen, mit der das Friedensfest erÃ¶ffnet wurde.</p>
<p>Vertreter der evangelischen, katholischen und russisch-orthodoxen Gemeinden sowie Juden und Muslime sprachen gemeinsam ein FÃ¼rbittenÂ­gebet. Altbischof Roland Hoffmann erreichte mit seiner Auslegung des Wortes Â»Aller Augen warten aus dich, Herr.Â«&#xA0;(Psalm&#xA0;145,15) die Herzen der ZuhÃ¶rer und regte zum Nachdenken an.</p>
<p>Im Anschluss an die Andacht lieÃŸen die Vertreter der Religionsgemeinschaften zusammen mit EhrengÃ¤sten und den Kindern weiÃŸe Tauben in den azurblauen Himmel aufsteigen. </p>
<p>Das Konzert mit dem Chor Â»AuberbabelÂ« aus Jenas Partnerstadt Aubervilliers, der Gruppe russischer Migranten Â»DiamantÂ« und den SÃ¤ngern von Post und Telecom bildete Â­zugleich den Abschluss der Interkulturellen Woche.</p>
<p>Eine Ausstellung in der Kirche zeigte Migranten aus den ehemaligen Sowjetrepubliken mit ihrer Biografie und ihrem Lebensmotto.</p>
<p>Das Fest wurde gemeinsam mit der Maria-Pawlowna-Gesellschaft Weimar, dem Institut fÃ¼r Interkulturelle Kommunikation und der MultikulÂ­turellen Integrationsgruppe sowie der Stadt Jena vorbereitet.</p>
<p><em>RÃ¼diger Grunow</em></p>
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		<title>Eine Chance zu neuen Erfahrungen</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 13:57:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[Mutterhaus Neuvandsburg Elbingerode]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Holmer]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 16.Â  Oktober wird Reinhard Holmer als Direktor des Mutterhauses Neuvandsburg in Elbingerode eingefÃ¼hrt.
enn es um den Glauben und um Â»seineÂ« Kirche geht, dann findet Reinhard Holmer deutliche Worte: Â»Die Welt wartet nicht auf noch ein politisches Wort der Kirche! Sie erwartet Wegweisung aus der Ewigkeit, Wort des lebendigen Gottes.Â« Das sagte der ursprÃ¼nglich aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 16.Â  Oktober wird Reinhard Holmer als Direktor des Mutterhauses Neuvandsburg in Elbingerode eingefÃ¼hrt.</strong><br />
<div id="attachment_7964" class="wp-caption alignright" style="width: 343px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/10/Holmer.jpg" rel="shadowbox[post-7923];player=img;"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/10/Holmer.jpg" alt="Reinhard Holmer pedigt. (Foto: Harald Krille)" title="Holmer" width="333" height="227" class="size-full wp-image-7964" /></a><p class="wp-caption-text">Reinhard Holmer pedigt. (Foto: Harald Krille)</p></div>Wenn es um den Glauben und um Â»seineÂ« Kirche geht, dann findet Reinhard Holmer deutliche Worte: Â»Die Welt wartet nicht auf noch ein politisches Wort der Kirche! Sie erwartet Wegweisung aus der Ewigkeit, Wort des lebendigen Gottes.Â« Das sagte der ursprÃ¼nglich aus der mecklenburgischen Landeskirche kommende Pastor, der am 16. Oktober als neuer Direktor des <a href="http://www.neuvandsburg.de/frontend/index.php" target="_blank">Diakonissenmutterhauses Neuvandsburg in Elbingerode</a> eingefÃ¼hrt wird, wÃ¤hrend der diesjÃ¤hrigen Gebetswoche der Evangelischen Allianz. Mit diesem Zusammenschluss theologisch konservativer Christen ist der 1956 geborene Holmer nicht nur im Herzen verbunden. </p>
<p>Seit 18 Jahren leitete er das <a href="http://www.allianzhaus.de/" target="_blank">Allianzhaus im thÃ¼ringischen Bad Blankenburg</a>. Bekannt ist das von Anna von Weling im 19.&#xA0;Jahrhundert gegrÃ¼ndete Zentrum vor allem durch seine jÃ¤hrlichen Glaubenskonferenzen.</p>
<p>Klare Glaubenshaltung ohne theologische oder konfessionelle EngfÃ¼hrungen â€“ das bekamen Reinhard Holmer und seine neun Geschwister schon im Elternhaus vermittelt. </p>
<p>Der Name seines Vaters, <a href="http://www.chronikderwende.de/lexikon/biografien/biographie_jsp/key=holmer_uwe.html" target="_blank">Pastor Uwe Holmer</a>, wurde schlagartig im ganzen Land bekannt, als er als damaliger Leiter der Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal bei Bernau Anfang 1990 dem<a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/20-jahre-wende/tid-17023/pfarrer-uwe-holmer-die-honeckers-waren-ganz-normale-leute_aid_474913.html" target="_blank"> Ehepaar Honecker mehrere Wochen Asyl im Pfarrhaus</a> gewÃ¤hrte.</p>
<p>Reinhard Holmer, der wie seine Geschwister als Pfarrerskind unter erheblichen Benachteiligungen in der DDR zu leiden hatte, bekennt sich bis heute vorbehaltlos zu diesem Akt der NÃ¤chstenliebe. Â»Wie hÃ¤tte man in der Kirche jemals wieder Ã¼ber den barmherzigen Samariter predigen kÃ¶nnen, wenn man sich damals der Anfrage entzogen hÃ¤tte?Â«, fragt er bis heute die Kritiker. </p>
<p>VerstÃ¤ndnis fÃ¼r DDR-Nostalgie, VergangenheitsverklÃ¤rung und den Zulauf der Linkspartei hat er dennoch nicht.</p>
<p>BerÃ¼hrungsÃ¤ngste kennt der Vater von sieben Kindern auch in Sachen Ã–kumene nicht. Ob evangelische Kirchengemeinde in Bad Blankenburg oder katholische&#xA0;â€“ Holmer unterhielt zu beiden gute Kontakte. </p>
<p>Und es darf schon als ein besonderes Zeichen gelten, wenn der evangelische Posaunenchor des Ortes mit dem Allianzhausdirektor regelmÃ¤ÃŸig katholische Gemeindefeste und sogar das Fronleichnamsfest begleitete.</p>
<p>Die letzen Jahre in Bad Blankenburg waren noch einmal ein gewaltiger Kraftakt: Zwei Jahre lang war Reinhard Holmer Leiter einer GroÃŸbaustelle â€“ wurde doch das <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2010/05/28/hoffnungszeichen-fur-die-region/" target="_blank">Allianzzentrum am steilen Berghang umgestaltet und behindertengerecht ausgebaut</a>. Doch statt nun noch einige Jahre relativer Ruhe zu genieÃŸen, stellt er sich gemeinsam mit seiner Frau Friedegard einer neuen Herausforderung.</p>
<p>Er sah die Anfrage, ob er bereit wÃ¤re, Direktor des traditionsreichen Mutterhauses zu werden, als Chance zu neuen Erfahrungen. Â»Schon von der GrÃ¶ÃŸe her&#xA0;â€“ 229&#xA0;Diakonissen und 50&#xA0;Mitarbeiter&#xA0;â€“ ist das eine ganz andere DimensionÂ«, ist ihm bewusst. </p>
<p>Und: Â»Es ist ein Haus mit langer Tradition, die aber in der bisherigen Form zu Ende geht.Â« Doch das Anliegen, diakonische Arbeit und VerkÃ¼ndigung der frohen Botschaft, gehen nach seiner Ãœberzeugung weiter. Â»Es wird ein spannender Prozess&#xA0;â€“ ja zur Geschichte sagen und Wege zur VerÃ¤nderung suchen.Â«</p>
<p>Um 11 Uhr im Festgottesdienst und um 14&#xA0;Uhr wÃ¤hrend einer GruÃŸstunde wird Gelegenheit sein, dem neuen Direktor zu begegnen.</p>
<p><em>Harald Krille</em></p>
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