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	<title>⇒ Glaube + Heimat &#187; Mitteldeutschland</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Was den Weg zusammenhält</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 08:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Augustinerkloster]]></category>
		<category><![CDATA[Lutherweg]]></category>
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		<category><![CDATA[Reformationsdekade]]></category>

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		<description><![CDATA[Vertreter aus Kirche und Tourismus treffen sich zum zweiten Lutherwegtag in Eisleben
Je umfangreicher die Wegstrecken werden, desto wichtiger erscheint es uns, das Verbindende am Lutherweg im Auge zu behalten«, sagt Sonja Hahn. Die Kunsthistorikerin aus Garitz bei Zerbst muss es wissen. Seit gut zwei Jahren steht sie als Präsidentin der Lutherweggesellschaft vor, die Trägerin des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vertreter aus Kirche und Tourismus treffen sich zum zweiten Lutherwegtag in Eisleben</strong></p>
<p>Je umfangreicher die Wegstrecken werden, desto wichtiger erscheint es uns, das Verbindende am Lutherweg im Auge zu behalten«, sagt Sonja Hahn. Die Kunsthistorikerin aus Garitz bei Zerbst muss es wissen. Seit gut zwei Jahren steht sie als Präsidentin der Lutherweggesellschaft vor, die Trägerin des Lutherweges durch Sachsen-Anhalt ist. Der 2008 eröffnete Pilgerweg verbindet auf einem Rundkurs von 410 Kilometern die Lutherstädte Wittenberg und Eisleben. Auch in Thüringen und Sachsen wurden im vergangenen Jahr mehrere Teilstrecken in Dienst genommen.</p>
<p><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/02/Luther-Logo-06.jpg" rel="shadowbox[post-9319];player=img;"><img class="size-full wp-image-9320 alignleft" title="Luther-Logo-06" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/02/Luther-Logo-06.jpg" alt="Luther-Logo-06" width="200" height="221" /></a></p>
<p>Die Gemeinsamkeiten entlang des Weges sollen deshalb im Zentrum des zweiten Lutherwegtages stehen, der am 18.&#xA0;Februar in Eisleben geplant ist. Zu dem Treffen in der Katharinenschule (Katharinenstraße 1a) werden zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Tourismus und Kommunen erwartet. Ziel sei eine intensivere Zusammenarbeit der Stationen am Lutherweg, der als Pilger- und Wanderweg durch ganz Mitteldeutschland führt.</p>
<p>Auf dem Programm stehen dabei ein Grundsatz­referat des anhaltischen Kirchenpräsidenten Joachim Liebig zum Thema Gastfreundschaft sowie Gespräche in Arbeitsgruppen und eine Mittagsandacht in der Annenkirche. Ferner sind Sachstandsberichte über den Lutherweg in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant. Diese Runden seien besonders wichtig, weil längst nicht überall klar ist, was andernorts läuft, unterstreicht Sonja Hahn.</p>
<p>Lutherweg in Thüringen wächst weiter So soll allein in Thüringen der Lutherweg zunächst auf einer Strecke von 530 Kilometern hergerichtet und mit Wegweisern sowie Informationstafeln versehen werden. Im Freistaat wird der nach dem Reformator benannte Wanderweg am Ende mehr als 30 Lutherorte und Stätten der Reformation auf vorhandenen Routen vom Augustinerkloster in Erfurt aus miteinander verbinden.</p>
<p>»In der Reformationsdekade geben wir den Menschen Gelegenheit, an authentischen Stätten auf den Spuren der Reformation zu wandeln«, betont Kultusminister Christoph Matschie (SPD). Das erste Thüringer Teilstück war 2009 zwischen Nordhausen und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt eröffnet worden, zuletzt kamen der Abschnitt von Möhra zur Wartburg und die Erfurter Luthermeile dazu. In diesem Jahr folgen nun eine Strecke rund um Heldburg (Kirchenkreis Hildburghausen-Eisfeld) und die Anbindung über den Saale-Orla-Kreis, Greiz, Gera und das Altenburger Land nach Sachsen. So langsam nimmt der mitteldeutsche Lutherweg Gestalt an.</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
<blockquote><p>Das Programm des Lutherwegtages steht unter <a href="http://www.lutherweg.de">www.lutherweg.de</a>. Die Teilnahmegebühr inklusive Verpflegung liegt bei 15 Euro. Anmeldungen sind zu richten an: Ute Klopfleisch, &lt;ute.klopfleisch@lutherstadt-eisleben.de&gt;,  Fax  (03475) 655181</p></blockquote>
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		<title>Neuer Vorstoß</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 14:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Albrecht Steinhäuser]]></category>
		<category><![CDATA[André Schröder]]></category>
		<category><![CDATA[Helga Paschke]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Bullerjahn]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Mayer]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsleistungen für die Kirchen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Sachsen-Anhalt: Linke will Staatsleistungen ablösen.

Ganz überraschend kommt der Vorstoß nicht. Seit Monaten hat die Linkspartei in Sachsen-Anhalt intern über die Staatsleistungen für die Kirchen diskutiert. Nun hat die Finanzexpertin der Fraktion, Helga Paschke, angekündigt, diese Zahlungen auf den Prüfstand stellen zu wollen. Nach ihren Angaben bereitet die Landtagsfraktion derzeit einen Antrag vor, der bis zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-9296" title="275731_2515" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/275731_2515.jpg" alt="275731_2515" width="590" height="403" /></strong></p>
<p><strong>Sachsen-Anhalt: Linke will Staatsleistungen ablösen.<br />
</strong></p>
<p>Ganz überraschend kommt der Vorstoß nicht. Seit Monaten hat die Linkspartei in Sachsen-Anhalt intern über die Staatsleistungen für die Kirchen diskutiert. Nun hat die Finanzexpertin der Fraktion, <a href="http://www.helga-paschke.de/" target="_blank">Helga Paschke</a>, angekündigt, diese Zahlungen auf den Prüfstand stellen zu wollen. Nach ihren Angaben bereitet die Landtagsfraktion derzeit einen Antrag vor, der bis zum März ins Parlament kommt und mit dem die Staatskirchen­verträge »grundsätzlich« evaluiert werden sollen.</p>
<p>»Wir wollen die Staatsleistungen nicht abschaffen, sondern ablösen«, so die Finanzexpertin der Linken, deren Vorgehen auch<a href="http://www.bodo-ramelow.de/nc/presse/presseartikel/detail_presseartikel/zurueck/presseartikel/artikel/debatte-ueber-zahlungen-an-kirchen/" target="_blank"> mit der Thüringer Fraktion abgestimmt</a> ist. Nach ihren Vorstellungen könnte ein Summe in Höhe von 320 Millionen verteilt auf 20 Jahren die bestehenden Staatsleistungen ersetzen.</p>
<p>Die Kirchen reagieren gelassen auf die Ankündigung. »Natürlich kann man über eine Ablösung reden«, sagt Oberkirchenrat Albrecht Steinhäuser, Beauftragter der evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung Sachsen-Anhalt, der damit auch auf der Linie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) liegt. Insgesamt geht es um Staatsleistungen in Höhe von 460 Millionen Euro. Derzeit erhalten allein die Kirchen in Sachsen-Anhalt rund 30 Millionen Euro. In Thüringen sind es immerhin noch 22 Millionen.</p>
<p>Dagegen sieht Finanzdezernent Jörg Mayer von der braunschwei­gischen Landeskirche, die mit Blankenburg im Harz und Calvörde in der Altmark über Gebiete auch in Sachsen-Anhalt verfügt, keinen Anlass zu verhandeln. »Es gibt gültige Verträge, die nicht einseitig aufgekündigt werden können«, stellt er seine Position klar.</p>
<p>Ohnehin würde eine Ablösung den Staat teuer zu stehen kommen. Nach kirchlichen Berechnungen würde es im Falle einer Ablösung allein in Sachsen-Anhalt um einen Betrag von mindestens 600 Millionen Euro gehen. Angesichts der klammen Kassen im Land hält Steinhäuser das für unrealistisch. »Das muss auf Bundesebene verhandelt werden«, ist er überzeugt. Zudem verweist der Beauftragte darauf, dass es sich hier keineswegs nur um historische Ansprüche in Folge der Enteignungen kirchlicher Ländereien handelt.</p>
<p>Zwar würden die Wurzeln Anfang des 19. Jahrhunderts liegen. Die Staatskirchenverträge seien jedoch unter heutigen Bedingungen ausgehandelt worden. Er vermutet deshalb hinter dem Ansatz der Linken den Versuch, an dieser Stelle »Sympathiepunkte« zu sammeln. Viel spannender ist für ihn die Frage, wie die anderen Parteien damit umgehen.</p>
<p>Die haben bislang eher zurückhaltend reagiert. Der CDU-Fraktionsvorsitzende, André Schröder, erteilt den Plänen eine deutliche Absage. Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) setzt dagegen auf eine offene Diskussion. Man solle sich nicht allein an historischen Verträgen festhalten, sondern lieber gemeinsam nach Lösungen suchen, rät er und verweist auf mögliche Änderungen frühestens im Haushalt 2014/2015.</p>
<p>Dass die Gedankenspiele damit nicht vom Tisch sind, wissen auch die Kirchen. Mit dem Infragestellen der Staatsleistungen sei immer die Anfrage an den gesellschaftlichen Stellenwert der Kirche verbunden, ist Albrecht Steinhäuser überzeugt. Er sieht deshalb nur einen Weg: »Wir müssen zeigen, welchen gesellschaftlichen Stellenwert die ­Kirche hat und dass es auch für Nichtchristen gut ist, dass es uns gibt.«</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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		<title>Tor für Gemeindeaufbau</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 14:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Fuhrmann]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Kirche in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gunter Kennel]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchenmusik in Mitteldeutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[&#xA0;
In der mitteldeutschen Kirche und in Anhalt gibt es wenig Nachwuchssorgen im Blick auf die Kirchenmusik.
»Wer heute Kirchenmusik studiert, hat gute Chancen, eine Stelle zu finden.« Wolfgang Kupke, Rektor der Kirchenmusikhochschule in Halle, wird nicht müde, die Vorteile der Ausbildung zu betonen. »Dieser Beruf ist unglaublich vielseitig und eine tolle Aufgabe dazu«, schwärmt der Kirchenmusiker.
Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_9129" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/HAL-Kirchenmusikhochschule_0312.jpg" alt="Der Rektor der Kirchenmusikhochschule in Halle, Wolfgang Kupke (r.), mit einem Studenten. Rund 60 Studierende lassen sich in Halle für Kirchenmusik ausbilden. Foto: Jens Schlüter" title="HAL-Kirchenmusikhochschule_0312" width="580" height="387" class="size-full wp-image-9129" /><p class="wp-caption-text">Der Rektor der Kirchenmusikhochschule in Halle, Wolfgang Kupke (r.), mit einem Studenten. Rund 60 Studierende lassen sich in Halle für Kirchenmusik ausbilden. Foto: Jens Schlüter</p></div><br />
&#xA0;<br />
<strong>In der mitteldeutschen Kirche und in Anhalt gibt es wenig Nachwuchssorgen im Blick auf die Kirchenmusik.</strong><br />
<div id="attachment_9157" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/HAL-Kirchenmusikhochschule_05312.jpg" alt="Rektor der Kirchenmusikhochschule in Halle, Wolfgang Kupke." title="HAL-Kirchenmusikhochschule_05312" width="150" height="225" class="size-full wp-image-9157" /><p class="wp-caption-text">Rektor der Kirchenmusikhochschule in Halle, Wolfgang Kupke.</p></div><br />
»Wer heute Kirchenmusik studiert, hat gute Chancen, eine Stelle zu finden.« Wolfgang Kupke, Rektor der <a href="http://www.ehk-halle.de/" target="_blank">Kirchenmusikhochschule in Halle</a>, wird nicht müde, die Vorteile der Ausbildung zu betonen. »Dieser Beruf ist unglaublich vielseitig und eine tolle Aufgabe dazu«, schwärmt der Kirchenmusiker.</p>
<p>Dabei kann er über mangelnden ­Zuspruch gar nicht klagen. An der ­Kirchenmusikhochschule in Halle studieren derzeit mehr als 60 junge Frauen und Männer. Etwa die Hälfte der Bewerber stammt aus der mitteldeutschen Kirche, drei sind aus Anhalt. Die anderen kommen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und zum Teil aus den alten Bundesländern. Auch die <a href="http://www.hfm-weimar.de/" target="_blank">Musikhochschule in Weimar</a> verzeichne eine konstante Zahl von Studenten, so Landeskirchenmusikdirektor Dietrich Ehrenwerth.</p>
<p>An anderen Ausbildungsstätten – insgesamt gibt es sechs kirchliche und 21 staatliche in der Bundesrepublik – seien die Studentenzahlen dagegen erheblich zurückgegangen.</p>
<p>Das ist wohl auch der Grund dafür, weshalb der Berliner Landeskirchenmusikdirektor Gunter Kennel, der ­zugleich Vorsitzender der Ständigen Konferenz für Kirchenmusik in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, Alarm geschlagen und vor einer schwierigen Nachwuchssituation gewarnt hat. Künftig könnte ein Mangel an qualifizierten Kirchenmusikern drohen.</p>
<p>Doch davon ist in der EKM derzeit noch nichts zu spüren. »Es wird keine weißen Flecken geben, solange es ­genug Stellen gibt, die so umfänglich sind, dass man davon leben kann«, glaubt Christian Fuhrmann, zuständiger Referent im Landeskirchenamt. Wichtig für die Zukunft sei eine gute Stellenstruktur und »eine Abstimmung zwischen dem, was nötig ist, und dem, was möglich ist«. Die Erwartungen an Kirchenmusiker seien sehr hoch – bisweilen zu hoch.</p>
<p>Momentan versehen in der EKM 185 Kirchenmusiker ihren Dienst. Davon habe jedoch fast die Hälfte keine volle Stelle, bedauert Ehrenwerth. Hier sieht er derzeit den größten Handlungsbedarf. Gute Stellen mit reicher kirchenmusikalischer Tradition hätten viele Bewerber, gut ausgebildeter Nachwuchs stehe hier Schlange. Dagegen ließen sich Teilzeitstellen nur schwer besetzen.<br />
&#xA0;<br />
<img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/HAL-Kirchenmusikhochschule_02312.jpg" alt="HAL-Kirchenmusikhochschule_02312" title="HAL-Kirchenmusikhochschule_02312" width="580" height="387" class="alignnone size-full wp-image-9132" /><br />
Das ist auch die Erfahrung, die sein anhaltischer Kollege Martin Herrmann macht. In der Landeskirche ­Anhalts gibt es in den fünf Kirchenkreisen jeweils einen hauptamtlichen Kirchenmusiker. Dazu kämen in den Kirchenkreisen Zerbst, Dessau und Bernburg jeweils noch Mitarbeiter mit einer Teilzeitstelle. Deren wirtschaftliche Situation sieht Herrmann eher kritisch, weil sie kaum Zuverdienstmöglichkeiten hätten. »Diese Menschen schicken wir alle in die Alters­armut«, bedauert er.</p>
<p>Soweit will Wolfgang Kupke nicht gehen. Er kenne keinen Kirchenmu­siker, der am Hungertuch nagen müsse. Gleichwohl sieht er hier Handlungsbedarf, ebenso wie bei der Werbung um Nachwuchs. Zwar sei die Zahl der Bewerber der Kirchenmusikhochschule in den letzten Jahren konstant hoch gewesen. Dennoch müsse sich die Ausbildungsstätte weiterhin kümmern, »sonst sind wir schnell weg vom Fenster«, so Kupke. Eine Möglichkeit sieht er darin, die Studienangebote attraktiv zu halten. Zudem wirbt die Kirchenmusikhochschule im Internet und auf Postkarten um Nachwuchs.</p>
<p>Aber auch die Landeskirche und die Gemeinden könnten ihren Beitrag leisten, ist er überzeugt. Sie müssten das Signal aussenden: »Wir brauchen euch.« Die Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit der ­Kirchenmusiker vor Ort sei die beste Werbung bzw. Antiwerbung für den Beruf, bestätigt Dietrich Ehrenwerth. Die Kirchenmusik sei immer auch ein Tor für den Gemeindeaufbau, meint Kupke. Das sieht der zuständige Referent im Landeskirchenamt genauso: »Musizierende Gemeinden«, sagt Christian Fuhrmann, »sind meist sehr lebendige Gemeinden.«</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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		<title>Aktion »Hausverkauf«</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2012/01/09/aktion-%c2%bbhausverkauf%c2%ab/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 08:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion Hausverkauf 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Diethard Brandt]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Kirche Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Grundstücksverwaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach wie vor gibt es zu viele Gebäude in der EKM, die für die kirchliche Arbeit nicht mehr gebraucht werden. Kirchengemeinden klagen darüber, dass ein Gebäudeverkauf daran scheitert, dass der Grund und Boden nicht veräußert werden dürfe. Dietlind Steinhöfel sprach mit dem für die kirchliche Grundstücksverwaltung zuständigen Referatsleiter im Landeskirchenamt der EKM, Oberkonsistorialrat Diethard Brandt.
Herr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach wie vor gibt es zu viele Gebäude in der EKM, die für die kirchliche Arbeit nicht mehr gebraucht werden. Kirchengemeinden klagen darüber, dass ein Gebäudeverkauf daran scheitert, dass der Grund und Boden nicht veräußert werden dürfe. Dietlind Steinhöfel sprach mit dem für die kirchliche Grundstücksverwaltung zuständigen Referatsleiter im Landeskirchenamt der EKM, Oberkonsistorialrat Diethard Brandt.</strong><br />
<div id="attachment_9087" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/Diethard-Brandt.jpg" alt="Diethard Brandt" title="Diethard-Brandt" width="300" height="394" class="size-full wp-image-9087" /><p class="wp-caption-text">Diethard Brandt</p></div><br />
</strong><em>Herr Brandt, wie ist das mit dem Grund und Boden bei Gebäuden?</em><br />
<strong>Brandt:</strong> Auf der einen Seite gilt noch immer das seit Jahrhunderten bestehende allgemeine Erhaltungsgebot für kirchliche Grundstücke. Andererseits wurden seitens des Landeskirchenamtes aber in den letzten Jahren erhebliche Erleichterungen für die <a href="http://www.kirchengrundstuecke.de/" target="_blank">Abgabe kirchlicher Gebäude</a> geschaffen, damit sich Kirchengemeinden von unnötigen Lasten befreien können. Es ist seit Langem möglich, auch Grund und Boden mit dem Gebäude zu verkaufen. An der Grundstücksfrage sollte daher eine Gebäudeabgabe eigentlich nicht scheitern.</p>
<p>Die Landeskirche hat immer wieder ermutigt, sich ernsthaft dem Thema zu widmen. Zum einen ist die Nachfrage, insbesondere für Gebäude auf dem Lande, seit Jahren gering. Oft ist der Zustand zudem so mangelhaft, dass Interessenten dann doch Abstand nehmen. Zum anderen mangelt es an der Zielstrebigkeit vor Ort, eine einmal getroffene Entscheidung in die Tat umzusetzen. Es liegt in der Natur der Sache, am Hausverkauf dranzubleiben, was heutzutage nicht einfach ist.</p>
<p>Ich empfehle, eine geeignete Person aus der Kirchengemeinde oder deren Umfeld zu beauftragen. Das muss kein Kirchenältester sein und schon gar nicht die Pfarrerin oder der Pfarrer. Das Kreiskirchenamt berät gern oder übernimmt den Verkaufsauftrag auch direkt.</p>
<p><em>Die Landeskirche will eine Aktion anstoßen. Was verbirgt sich dahinter ?</em><br />
<strong><em>Brandt:</em></strong> Das Landeskirchenamt startet die »Aktion Hausverkauf 2012«, um den Kirchengemeinden die Abgabe von Gebäuden weiter zu erleichtern. Ab sofort wird auf den Nachweis der Bemühungen um einen Erbbauvertrag bzw. einen Tauschvertrag verzichtet, um Zeit zu sparen. Es wird dabei davon ausgegangen, dass die Kirchengemeinden weiterhin grundsätzlich ein Augenmerk auf die Erhaltung des kirchlichen Eigentums an Grundstücken haben und nur in den notwendigen Fällen einen Mitverkauf von Grund und Boden beschließen.</p>
<p><em>Was muss beim Kaufvertrag beachtet werden?</em><br />
<strong>Brandt: </strong>Bei größeren Grundstücken ist eine Grundstücksteilung vorzusehen. Grund und Boden soll zum ortsüblichen Preis veräußert werden. Ein Gutachten für das Gebäude braucht nicht erstellt zu werden, wenn der zu erwartende Preis ohnehin nur sehr gering sein wird. Zudem ist ein Vorkaufsrecht für alle Verkaufsfälle zu vereinbaren und in das Grundbuch einzutragen. Ich empfehle in jedem Fall, das Kreiskirchenamt einzubeziehen, damit der Kaufvertrag den üblichen Anforderungen entspricht und es nicht hinterher zu Ärger kommt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Singen ist doppelt beten</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2012/01/06/singen-ist-doppelt-beten/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 10:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[EKD-Synode]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Göring-Eckardt]]></category>
		<category><![CDATA[Taizé-Treffen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch aus der mitteldeutschen Kirche (EKM) waren junge Leute beim Taizé-Jugendtreffen in Berlin dabei.
Dunkel war es in der weitläufigen Messehalle, dunkel und still. Zu Tausenden knieten die jungen Menschen auf dem Fußboden. Vor ihnen saßen die weiß gekleideten Brüder aus Taizé auf ihren Gebetsschemeln. Gemeinsam hatten sie gesungen, hatten sie in der Stille zu Gott [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch aus der mitteldeutschen Kirche (EKM) waren junge Leute beim Taizé-Jugendtreffen in Berlin dabei.</strong></p>
<div id="attachment_9051" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-9051" title="378498_44737232" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/378498_44737232.jpg" alt="Abendgebet beim Europäischen Taizé-Jugendtreffen am 28. Dezember auf dem Berliner Messegelände mit den Brüdern der Ordensgemeinschaft aus Taizé. Zum fünftägigen Jugendtreffen über den Jahreswechsel waren rund 30000 junge Leute zwischen 17 und 35 Jahren aus ganz Europa angereist. Foto: epd-bild/Rolf Zöllner " width="580" height="266" /><p class="wp-caption-text">Abendgebet beim Europäischen Taizé-Jugendtreffen am 28. Dezember auf dem Berliner Messegelände mit den Brüdern der Ordensgemeinschaft aus Taizé. Zum fünftägigen Jugendtreffen über den Jahreswechsel waren rund 30000 junge Leute zwischen 17 und 35 Jahren aus ganz Europa angereist. Foto: epd-bild/Rolf Zöllner </p></div>
<p>Dunkel war es in der weitläufigen Messehalle, dunkel und still. Zu Tausenden knieten die jungen Menschen auf dem Fußboden. Vor ihnen saßen die weiß gekleideten Brüder aus Taizé auf ihren Gebetsschemeln. Gemeinsam hatten sie gesungen, hatten sie in der Stille zu Gott gebetet. Nun gingen zwei Kinder nach vorn zum Altar. Sie holten ein Licht, das Friedenslicht aus Bethlehem. Von Kerze zu Kerze gaben sie es weiter, zunächst an die Brüder von Taizé, dann an die Menschen in der Halle. Wo es eben noch dunkel war, entstand ein Lichtermeer.</p>
<p>Das Kerzengebet am Silvesterabend war wohl der eindrücklichste Moment des <a href="http://www.taize.fr/de_rubrique351.html" target="_blank">34. Europäischen Jugendtreffens</a> der ökumenischen Bruderschaft von Taizé, zu dem vom 28. Dezember bis 1. Januar rund 30000 junge Erwachsene – viele davon aus Osteuropa – in Berlin zusammengekommen waren. In mehr als 160 Berliner Kirchengemeinden trafen sie sich zum Thema »Wege des Vertrauens«.</p>
<p>Mit dabei war auch eine Gruppe aus Gera: Unter Leitung des katholischen Kaplans Adam R. Prokop hatten sich insgesamt sieben junge Leute aus evangelischen und katholischen Gemeinden der Stadt nach Berlin aufgemacht. »Es ist unfassbar, wie in so einer riesigen Messehalle plötzlich Stille herrschen kann«, sagte die 18-jährige Annekathrin Griebsch. »Wenn um Stille gebeten wird, ist es einfach still.« Die gleichaltrige Kathrin Bartl war beeindruckt davon, »wie viele Menschen aus wie viel Nationen sich beim Taizé-Treffen zusammenfinden und über den christlichen Glauben reden«. Egal, woher die Menschen kämen – »wir glauben gemeinsam an Gott«.</p>
<p>Doch die wenigsten Teilnehmer waren so wie die Geraer mit einer Gruppe nach Berlin gefahren. Viele hatten sich einzeln auf den Weg gemacht, etwa die 26-jährige Erfurterin Sandra Weigel. Sie ist besonders von den Liedern der Taizé-Brüder begeistert, dabei komme sie ganz zur Ruhe. Beim Berliner Treffen engagierte sie sich deswegen ehrenamtlich als Chorsängerin. Schon vor Beginn des Treffens, am zweiten Weihnachtsfeiertag, war sie nach Berlin gefahren, drei Stunden am Tag probte sie mit anderen Sängern für die großen Auftritte an jedem Abend, bevor der Prior von Taizé, Alois Löser, das Wort ergriff.</p>
<p>Er forderte die jungen Leute zu Solidarität, Bewahrung der Schöpfung und mehr gelebter Ökumene auf und vor allem dazu, öfter zusammen zu beten. »Uns öfter gemeinsam zu Wortgottesdiensten zusammenfinden heißt bereits, die Einheit vorwegzunehmen und es dem Heiligen Geist zu überlassen, uns zu vereinen«, sagte Bruder Alois. Damit freilich bewegte sich der Prior von Taizé in ökumenisch sicheren Gewässern: Diese Aussagen hätte auch Papst Benedikt XVI. unterschreiben können, der das Taizé-Jugendtreffen im Dezember 2012 nach Rom eingeladen hat. Spektakuläre Forderungen, etwa nach einem gemeinsamen Abendmahl, erlebten die Besucher des Taizé-Treffens nicht.</p>
<p>In der Kuppel des Berliner Reichstagsgebäudes begrüßte die Thüringer Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) einige Hundert Teilnehmer des Treffens zu Podiumsdiskussionen. »Ich erhoffe mir von eurem Treffen einen Energieschub für die Demokratie«, sagte die Politikerin, die auch Präses der EKD-Synode ist. Neben anderen Abgeordneten berichtete sie, wie sie Politik und christlichen Glauben verbinde. Doch die Diskussion blieb an der Oberfläche und von Allgemeinplätzen bestimmt, wie man sie überall dort hören kann, wo Politiker auf christlichen Veranstaltungen über ihre christliche Motivation, sich politisch zu engagieren, berichten.</p>
<p>Im Zentrum des Berliner Taizé-Treffen jedenfalls stand anderes: »Die Taizé-Lieder nehmen dich aus deinem Alltag heraus und bringen dich in Kontakt zu Gott«, brachte es die 29-jährige rumänische Studentin Joanna Azamfriei auf den Punkt. »Wenn ich diese Lieder singe, bete ich doppelt.«</p>
<p><em>Benjamin Lassiwe</em></p>
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		<title>Theologie fürs Ehrenamt</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 14:30:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Achim Dettmers]]></category>
		<category><![CDATA[Dietlind Steinhöfel]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchliche Fernunterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[&#xA0;
Seit mehr als 50 Jahren bildet der Kirchliche Fernunterricht (KFU) Frauen und Männer aus, die als Prädikanten ehrenamtlich Gottesdienste eigenverantwortlich halten. Getragen wird der KFU von vier ostdeutschen Landeskirchen. Am 1. Januar beginnt Achim Detmers (46) sein Amt als Rektor des KFU. Der anhaltische Pfarrer und promovierte Kirchenhistoriker kommt ursprünglich aus Ostfriesland und war EKD-Beauftragter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_8987" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/Dettmers.jpg" alt="Achim Detmers" title="Dettmers" width="580" height="387" class="size-full wp-image-8987" /><p class="wp-caption-text">Achim Detmers</p></div><br />
&#xA0;<br />
Seit mehr als 50 Jahren bildet der <a href="http://www.kfu-ekmd.de/" target="_blank">Kirchliche Fernunterricht (KFU)</a> Frauen und Männer aus, die als Prädikanten ehrenamtlich Gottesdienste eigenverantwortlich halten. Getragen wird der KFU von vier ostdeutschen Landeskirchen. Am 1. Januar beginnt Achim Detmers (46) sein Amt als Rektor des KFU. Der anhaltische Pfarrer und promovierte Kirchenhistoriker kommt ursprünglich aus Ostfriesland und war EKD-Beauftragter für das<a href="http://www.ekd.de/calvin/" target="_blank"> Calvin-Jahr</a>, bevor er 2010 als Studienleiter zum KFU kam. Dietlind Steinhöfel sprach mit dem neuen Rektor.</p>
<p><em>Herr Dr. Detmers, der KFU bezeichnet auf seiner Homepage die Ausbildung als »Evangelische Theologie fürs Ehrenamt«. Was verbirgt sich dahinter?</em><br />
<strong>Detmers: </strong>In der Geschichte des KFU war es bis zur Wende im Einzelfall möglich, mit dem KFU-Studium ins Pfarramt zu gelangen. Das ist heute nicht mehr unser Ziel. Wir bilden ausschließlich für das Ehrenamt aus. Das Studium dient der persönlichen Bildung von Gemeindegliedern, die so vorbereitet unterschiedliche Aufgaben in der Kirche wahrnehmen können: vor allem die Gestaltung von Andachten und Gottesdiensten, aber auch Bibelabende usw.</p>
<p><em>Was hat sich in der Ausbildung fürs Amt der Prädikanten in den letzten Jahren verändert?</em><br />
<strong>Detmers:</strong> Das KFU-Studium hat trotz der steigenden Teilnahmezahlen die »familiäre« Atmosphäre bewahrt, für die der KFU sehr geschätzt wird. Gleichwohl ist das Studium etwas akademischer geworden. Für uns ist es eine Herausforderung, unser Angebot immer wieder methodisch und didaktisch darauf abzustimmen, dass nicht nur akademisch Vorgebildete, sondern auch der Tischlergeselle oder die Konditormeisterin das Examen schaffen können.</p>
<p><em>Haben Sie einen Überblick, wie viele Absolventen in den Gemeinden aktiv das gottesdienstliche Leben mitgestalten?</em><br />
<strong>Detmers:</strong> Wir haben gute Kontakte zu unseren Absolventen, die regelmäßig auch an unseren Fortbildungen teilnehmen. Mein Eindruck ist, dass ein großer Teil unserer Absolventen in den Gemeinden aktiv ist und auch regelmäßig Gottesdienste hält.</p>
<p><em>Welche Visionen haben Sie als neuer Rektor für die Entwicklung dieses besonderen Zweiges der Ehrenamtsarbeit?</em><br />
<strong>Detmers:</strong> Wir haben Studierende aus fast allen 23 Gliedkirchen der EKD und sehen, wie unterschiedlich die Ausbildung dort jeweils gestaltet ist. Ich denke, es ist an der Zeit, die Ausbildungsgänge stärker anzugleichen. Dem KFU als Einrichtung, die von vier Landeskirchen getragen wird, kommt dabei eine wichtige Rolle zu.<br />
Mit der derzeitigen personellen Ausstattung werden wir das Angebot des KFU nicht ausweiten können. Mit 122 Studierenden im neuen Kurs sind unsere Kapazitätsgrenzen mehr als ausgeschöpft. Aber es wird in den nächsten Jahren darum gehen, unser Lehrangebot weiter zu verbessern. Auch eine Kooperation mit einer universitären Einrichtung ist geplant.</p>
<p><a href="http://www.kfu-ekmd.de">www.kfu-ekmd.de</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jahrelanges Tauziehen im dritten Anlauf beendet</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2011/12/30/jahrelanges-tauziehen-im-dritten-anlauf-beendet/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 11:38:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsrechtliche Kommission der Diakonie Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Henry Moes]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Scholtissek]]></category>

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		<description><![CDATA[Arbeitsrechtliche Kommission der Diakonie ist durch weitere Nachwahl wieder arbeitsfähig.
Die Erleichterung war zumindest auf einer Seite groß. Nach jahrelangem Streit und einer Blockade durch die Gesamtmitarbeitervertretung ist die Arbeitsrechtliche Kommission der Diakonie Mitteldeutschland nun wieder funktionstüchtig. Mit der am 13.&#xA0;Dezember erfolgten zweiten Nachwahl der Mitarbeitervertreter kann das paritätisch besetzte Gremium, das u.&#xA0;a. die Tarife für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/GAMAV.jpg" alt="GAMAV" title="GAMAV" width="200" height="93" class="alignright size-full wp-image-8952" /><strong>Arbeitsrechtliche Kommission der Diakonie ist durch weitere Nachwahl wieder arbeitsfähig.</strong></p>
<p>Die Erleichterung war zumindest auf einer Seite groß. Nach <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2009/09/17/ist-der-%C2%BBdritte-weg%C2%AB-am-ende/" target="_blank">jahrelangem Streit</a> und einer Blockade durch die Gesamtmitarbeitervertretung ist die Arbeitsrechtliche Kommission der Diakonie Mitteldeutschland nun wieder funktionstüchtig. Mit der am 13.&#xA0;Dezember erfolgten zweiten Nachwahl der Mitarbeitervertreter kann das paritätisch besetzte Gremium, das u.&#xA0;a. die Tarife für die 25.000&#xA0;Diakonie-Beschäftigten aushandelt, aktiv werden. »Ich bin froh, dass die Arbeitsrechtliche Kommission jetzt wieder arbeitsfähig ist«, sagte der <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/09/23/%C2%BBdie-hand-bleibt-ausgestreckt%C2%AB/" target="_blank">Vorsitzende des Dienstgeberverbandes der Diakonie Mitteldeutschland, Klaus Scholtissek</a>, erleichtert.</p>
<p>Die zweite Nachwahl der Dienstnehmerseite für die Kommission war notwendig geworden, nachdem sich bei der ersten Wahl nicht genügend Kandidaten gefunden hatten. In der Versammlung am 13.&#xA0;Dezember stellten sich insgesamt fünf Mitarbeitervertreter zur Wahl, sodass nun alle Sitze und Stellvertreterposten im dritten Anlauf besetzt werden konnten.</p>
<p>In der Diakonie werden Löhne und Gehälter nicht wie sonst üblich zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften ausgehandelt. Stattdessen gibt es den sogenannten <a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2011/09/02/weiter-auf-dem-%C2%BBdritten-weg%C2%AB/" target="_blank">Dritten Weg</a>. Danach entscheidet eine Arbeitsrechtliche Kommission, die paritätisch mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern besetzt ist, über Bezahlung und Arbeitsbedingungen.</p>
<p>In der Diakonie Mitteldeutschland war diese Kommission zuletzt nicht mehr handlungsfähig, weil der Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretrungen (GAMAV) keine Vertreter mehr schickte. Daraufhin hatte die Synode der mitteldeutschen Landeskirche ein Gesetz verschiedet, durch das andere Mitarbeitervertreter in einer Wahlversammlung direkt bestimmt werden sollten. </p>
<p>Trotz dieser Regelung brauch­te es mehrere Anläufe, ehe sich genügend Kandidaten für die Mitarbeit fanden.</p>
<p>Erleichtert über die erfolgte Nachwahl zeigte sich auch der Dachverband. Die Diakonie Mitteldeutschland habe »ein großes Interesse daran, dass die Ins­trumente des Dritten Weges genutzt werden«, sagte Pressesprecher Frieder Weigmann. Dagegen übte der GAMAV erneut scharfe Kritik an dem Verfahren. Er sehe für die neuerliche Wahlversammlung keine gesetzliche Grundlage und keine Legitimation, erklärte Henry Moes für die Vertretung. So seien lediglich 29&#xA0;Wahlberechtigte ­angereist und die zwei Mitglieder und drei Stellvertreter mit jeweils 7 bis 16&#xA0;Stimmen in die Kommission gewählt worden.</p>
<p>Diesen Vorwurf weist die Dienstgeberseite nachdrücklich zurück. Die Nachwahl sei »regulär und gesetzesmäßig«, erklärte ihr Vorsitzender auf Nachfrage. Der GAMAV habe alles unternommen, die Arbeitsrechtliche Kommission zu blockieren. »Die Wahl jetzt als undemokratisch abzuquali­fizieren ist nicht glaubwürdig«, so Scholtissek. Dennoch scheint es noch keineswegs sicher, dass der Konflikt endgültig vom Tisch ist. </p>
<p>Man werde sich juristisch beraten lassen und gegebenenfalls die »Rechtmäßigkeit des Verfahrens von einem Kirchengericht prüfen lassen«, kündigte der Gesamtausschuss an.</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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		<title>Luther und die Hexen</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2011/12/24/luther-und-die-hexen/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 14:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hexenverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Lehmann]]></category>
		<category><![CDATA[Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Schmalkalden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderausstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonderausstellung in Schmalkalden stellt die Rolle Martin Luthers als Befürworter der Hexenverfolgungen infrage.
&#xA0;
Seine markigen Worte haben Gehör im einfachen Volk gefunden. Martin Luther, der Lobpreiser von Wein, Weib und Gesang, wird gern auch als eine jener historischen Autoritäten belangt, die den tausendfachen Mord an vermeintlichen Hexen billigten, ihn sogar einforderten.
&#xA0;
Ein populäres Missverständnis, wie Kai Lehmann, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Sonderausstellung in Schmalkalden stellt die Rolle Martin Luthers als Befürworter der Hexenverfolgungen infrage.</strong></h5>
<p>&#xA0;<br />
<a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/LutherunddieHexen1.jpg" rel="shadowbox[post-8848];player=img;"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/LutherunddieHexen1.jpg" alt="LutherunddieHexen" title="LutherunddieHexen" width="214" height="350" class="alignright size-full wp-image-8884" /></a>Seine markigen Worte haben Gehör im einfachen Volk gefunden. Martin Luther, der Lobpreiser von Wein, Weib und Gesang, wird gern auch als eine jener historischen Autoritäten belangt, die den tausendfachen Mord an vermeintlichen Hexen billigten, ihn sogar einforderten.<br />
&#xA0;<br />
Ein populäres Missverständnis, wie Kai Lehmann, Direktor des <a href="http://www.schmalkalden.com/entdecken-erleben/sehenswertes/museum-schloss-wilhelmsburg.html" target="_blank">Schmalkaldener Museums</a>, betont. Zwar habe Luther als Kind seiner Zeit durchaus an die Existenz von Hexen und die von ihnen ausgehende Gefahr geglaubt und deren Verhör und Bestrafung verlangt. Doch: »Hätte man sich in den protestantischen Gebieten an die Worte Luthers gehalten, dann hätte es zumindest keine Massenverfolgungen geben dürfen«, sagt Lehmann.<br />
&#xA0;<br />
Die gab es aber sehr wohl, wie eine <a href="http://www.mdr.de/thueringen/sued-thueringen/hexenausstellung100.html" target="_blank">Sonderausstellung</a> in der Hofstube von Schloss Wilhelmsburg in detektivischer Detailarbeit darlegt. Rund 300 Akten rollen Hexenprozesse aus dem Thüringer Süden noch einmal auf, über Gerüchte, peinliche Verhöre bis hin zur peniblen Abrechnung der Prozesskosten, welche die Angeklagten oder deren Angehörige selbst zu tragen hatten.<br />
&#xA0;<br />
Neben dem Grauen und der Angst jener Zeit verbürgen die Zeugnisse einen auffälligen Gegensatz: Während im nahe gelegenen Meiningen 250 Hexen der Prozess gemacht wurde, ging in der Herrschaft Schmalkalden nur eine einzige Hexe im Jahr 1597 ins Feuer. Vier weitere Verfahren endeten ohne Todesurteil, wenngleich mit dem bitteren Los der Landesverbannung.<br />
&#xA0;<br />
Der Druck von unten, die Suche nach Sündenböcken für Schicksalsschläge, sei in der einen wie der anderen Stadt vorhanden gewesen, erklärt Lehmann. Doch in Schmalkalden habe es »eine extreme Verfolgungsunwilligkeit der Obrigkeit« gegeben. »Sie haben mit der ›Freiheit eines Christenmenschen‹ entschieden, so wie es Luther gesagt hat.« Darüber hinaus habe der Reformator in Hiob eine Leitfigur gesehen: Gott lässt Schaden als Prüfung zu.<br />
&#xA0;<br />
So warnte Luther seine Zuhörer in einer Predigt vom 12.&#xA0;September&#xA0;1529 vor zu großer Ängstlichkeit, »dass ihr eine irgendwo auftretende Pustel oder Krankheit gleich den Zauberern zuschreibt«.<br />
&#xA0;<br />
Für Kurator Kai Lehmann ergibt sich daraus im Umkehrschluss, dass viele Anzeigen gegen Hexen wegen vermeintlichem Schadenszauber – etwa verdorbener Ernten – im Sinne Luthers gar nicht zulässig waren. Zumal die Bezichtigungen bei genauerem Hinsehen überwiegend aus dem familiären Umfeld der Beklagten kamen und daher andere Beweggründe vermuten lassen.<br />
&#xA0;<br />
Wichtigstes Argument, dem Reformator die historische Bürde des Hexenverfolgers zu nehmen, sei jedoch sein Zweifel am Hexenflug und Hexentanz. Beide Vergehen musste eine angeklagte Hexe aber im Verhör gestehen, um eindeutig überführt werden zu können. Mit fatalen Folgen: Ihre Peiniger zwangen die Frauen (und wenigen Männer), andere Hexen zu bezichtigen, die ihnen beim Hexensabbat begegnet seien.<br />
&#xA0;<br />
Durch diese Besagung, meist eine Denunziation unter Folter, wurden weitere Hexenprozesse ausgelöst – eine verhängnisvolle Kette, die sich anhand der Akten für viele Verfolgungshochburgen im Südthüringer Raum belegen lässt. Doch solche Kettenprozesse hätte es, so Lehmann, gar nicht geben dürfen, hätte man der Skepsis des Reformators gegenüber diesen Elementen des Hexenkultes Beachtung geschenkt.<br />
&#xA0;<br />
Keine Besagung und keine Anzeigen wegen Schadenszauber – das wäre der Garaus für jegliche Massenverfolgungen von Hexen gewesen. Mit ihrer etwas konstruiert wirkenden Beweisführung wird es die Ausstellung nicht leicht haben, an den einpräg­samen Sätzen Martin Luthers zum Thema Hexen zu rütteln. Eine Aufforderung, das gängige Lutherbild gerade in der Reformationsdekade einmal unaufgeregt auf den Prüfstand zu stellen, ist sie jedoch allemal.<br />
&#xA0;<br />
<em>Susann Winkel</em><br />
&#xA0;<br />
<strong>Die Ausstellung »Luther und die Hexen« ist bis 15.&#xA0;Januar&#xA0;2013 auf Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden zu sehen. Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10&#xA0;bis&#xA0;16 Uhr, Informationen unter Telefon: 03683/403186</strong>&#xA0;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wenn Bücher auf Reisen gehen</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2011/12/19/wenn-bucher-auf-reisen-gehen/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 12:45:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtausch]]></category>
		<category><![CDATA[Schmalkalden]]></category>

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		<description><![CDATA[In Schmalkalden wird zum öffentlichen Buchtausch aufgerufen.
&#xA0;

&#xA0;
Es sind nur wenige Schritte, weg von den hübsch geschmückten Buden des Schmalkalder Herrscheklasmarktes und die Stufen hinauf in das Foyer des historischen Rathauses der Fachwerkstadt. Dort, umgeben von den Wappen der Mitglieder des Schmalkaldischen Bundes, finden Touristen wie Einheimische Lektüre für lange Winterabende&#xA0;– zum Mitnehmen, ohne dass ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Schmalkalden wird zum öffentlichen Buchtausch aufgerufen.</strong><br />
&#xA0;<br />
<img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/Buchtausch-22.jpg" alt="Buchtausch-22" title="Buchtausch-22" width="300" height="450" class="alignright size-full wp-image-8802" /><br />
&#xA0;<br />
Es sind nur wenige Schritte, weg von den hübsch geschmückten Buden des Schmalkalder Herrscheklasmarktes und die Stufen hinauf in das Foyer des historischen Rathauses der Fachwerkstadt. Dort, umgeben von den Wappen der Mitglieder des Schmalkaldischen Bundes, finden Touristen wie Einheimische Lektüre für lange Winterabende&#xA0;– zum Mitnehmen, ohne dass ein Händler damit ein Geschäft machen möchte.</p>
<p>Die Bücher, es sind etwa zwei Dutzend, stapeln sich in den Windungen eines S-förmig geschwungenen Regals. Ein »Gebetsbuch für die ganze Familie« ist darunter, auch ein Werk mit dem Titel »Gottes Häuser oder die Kunst, Kirche zu bauen und zu verstehen«. Kinderbücher finden sich in der illustren Sammlung, beispielsweise »Spaghetti mit Schokosoße« von Ruth Löbner, das von den Herausforderungen einer Patchworkfamilie erzählt. Oder dicke Romane wie »Gran Via: Spanische Vorkommnisse«.</p>
<p>Das Bücherregal ist eines von 18 Buchstaben, die in Kirchen, Gemeindehäusern, Museen oder Burgen in Eisenach, Apolda, Berlin, Hannover, Weimar, Torgau, Wittenberg, Suderburg in der Lüneburger Heide, in Rheinfelden, Magdeburg, Köln, Heidelberg, Eisleben, Frankfurt am Main, Breklum, Augsburg und eben auch dem <a href="http://www.schmalkalden.com/blog/2011/11/buchtauschaktion-der-lutherdekade/" target="_blank">südthüringischen Schmalkalden eine neue Heimstatt</a> gefunden haben. Zusammengesetzt ergeben sie die ­ersten Worte aus dem Johannes-Evangelium: »Am Anfang war das Wort«.</p>
<p>Mit ihnen begann Martin Luther vor einem halben Jahrtausend seine Übersetzung des Neuen Testaments. Der sinnträchtige Bibelspruch ist zugleich das Motto, unter dem in den kommenden sechs Jahren die Aktivitäten zum Lutherjahr 2017 gebündelt werden. Ausstellungen, Symposien, Bühnenstücke wie Konzerte, die sich mit dem Thesenanschlag und seinen Folgen auseinandersetzen, erhalten auf diese Weise eine einprägsame ­gemeinsame Dachmarke, welche die verschiedenen Jahresthemen wie das aktuelle »Reformation und Musik« zusammenführt.</p>
<p><a href="http://www.luther2017.de/en/node/18551" target="_blank">Gestartet wurde die bundesweite Kampagne Ende Oktober in Berlin</a>, von wo aus die 18 Regale mit insgesamt rund 500 Büchern in die Republik verschickt wurden. Sie sollen sich in den kommenden Monaten und ­Jahren im Land verbreiten, so wie es die Botschaft der Reformation im frühen 16. Jahrhundert tat. Die Verteilung der Bücher, die überwiegend in kirchlichen Verlagen erschienen, ist kostenlos nach dem Prinzip des sogenannten Bookcrossing organisiert. Bei diesem »Freilassen« von Büchern darf jeder Interessent eines der Werke, die zur Identifikation einen Aufkleber tragen, an der ausgewiesenen Buchzone mitnehmen, also beispielsweise aus dem Rathaus von Schmalkalden. Ohne zu bezahlen. Als Gegentausch eigene Bücher in dem S-förmigen ­Regal zurückzulassen ist zwar erwünscht, aber nicht verpflichtend.</p>
<p>Noch tun sich die Schmalkalder ein wenig schwer mit dem Tauschhandel. Und so wartet denn im zweiten Monat nach Beginn der Aktion immer noch überwiegend die originale Bücherausstattung auf Lesefreudige, die ihren Bummel über den Herrscheklasmarkt für ein wenig Lektürenachschub unterbrechen.</p>
<p><em>Susann Winkel</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Energiewende mit der Kirche</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2011/12/09/energiewende-mit-der-kirche/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 16:30:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dietlind Steinhöfel]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Große]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat sich das Ziel gesetzt, ihren eigenen Strombedarf mit ­erneuerbaren Energien komplett selbst abzudecken. Dietlind Steinhöfel sprach mit Finanzdezernent Oberkirchenrat Stefan Große.
Die EKM will in erneuerbare Energien investieren. Was heißt das? 
Große: Schon auf der Herbstsynode vor einem Jahr war auf Antrag des Sonderausschusses für Klima, Umwelt und Landwirtschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat sich das Ziel gesetzt, ihren eigenen Strombedarf mit ­erneuerbaren Energien komplett selbst abzudecken. Dietlind Steinhöfel sprach mit Finanzdezernent Oberkirchenrat Stefan Große.</strong></p>
<p><em>Die EKM will in erneuerbare Energien investieren. Was heißt das? </em><br />
<strong>Große:</strong> Schon auf der Herbstsynode vor einem Jahr war auf Antrag des Sonderausschusses für Klima, Umwelt und Landwirtschaft beschlossen worden, dass die Landeskirche prüft, inwieweit sie auf kirchlichen Gebäuden und Grundstücken in erneuerbare Energien investieren kann. Das Ergebnis: Wir können mit fünf Windkraftanlagen den Bedarf der EKM von geschätzt 33 Millionen Kilowattstunden Strom abdecken. Die Standorte müssen gut gewählt sein. Das dauert natürlich. Im Moment ist eine erste Anlage bei Halle geplant.</p>
<p><em>Wie soll das finanziert werden?</em><br />
<strong>Große:</strong> Hier werden keine laufenden Haushaltsmittel benötigt, sondern wir verwenden freie Geldmittel aus Vermögensanlagen. Daher muss ja auch die Rendite stimmen. Das wird juristisch und steuerrechtlich sauber geregelt. Wir gliedern diesen Bereich in einen »Betrieb gewerblicher Art« aus.</p>
<p><em>Inwieweit betrifft dieses Vorhaben die Kirchengemeinden?</em><br />
<strong>Große:</strong> Zum einen werden Standorte für die Anlagen gebraucht. Da schauen wir natürlich zuerst, ob wir Kirchengrund pachten können. Dann sind alle Gemeinden gebeten, ihre Möglichkeiten zu prüfen, Photovoltaikanlagen zu installieren. Dazu hat die Synode im Ausgleichsfonds 250.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Geld ist zweckgebunden. Das Baureferat erarbeitet jetzt Vergabekriterien.</p>
<p>Solaranlagen auf Dächern, vor allem bei Kirchen, sind natürlich immer mit der Denkmalpflege abzustimmen. Aber inzwischen gibt es Module, die vom Design den Denkmalkriterien entgegenkommen. 2010 hat die Landeskirche eine <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2010/08/20/ringen-um-die-schopfung/" target="_blank">Handreichung »Aktiv für den Klimaschutz«</a> herausgegeben, die Gemeinden wichtige Hinweise hierzu gibt.<br />
<img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/Stefan-Grosse.jpg" alt="Stefan Grosse" title="Stefan Grosse" width="200" height="282" class="alignright size-full wp-image-8723" /><br />
<em>Wie viel alternative Energie erzeugt die EKM jetzt schon?</em><br />
<strong>Große:</strong> Die Ergebnisse einer Umfrage innerhalb der Landeskirche besagen, dass Gemeinden zurzeit 24 Photovoltaikanlagen installiert haben, davon sechs auf Kirchendächern. Nach unseren Einschätzungen könnten 23 weitere entstehen – auf Gebäuden oder Grundstücken, ohne dass die Denkmalpflege eingeschaltet werden muss. Zudem könnten größere Solaranlagen auf brachliegenden ehemaligen Militär-, Industrie- oder Gewerbeflächen gebaut werden.</p>
<p><em>Ist die Nutzung von Erdwärme eine weitere Alternative?</em><br />
<strong>Große:</strong> Erdwärme hatten wir beim Neubau des Landeskirchenamtes geprüft, aber das war nicht möglich. Für uns kommt die derzeit wichtigste und effiziente saubere Energie aus Windkraftanlagen. Kritikern kann ich nur sagen: Wir Menschen hinterlassen stets unseren Fußabdruck, ganz gleich, welche technische Lösung wir suchen. Wer gegen Kernkraft und Kohle ist, braucht vielfältige Alternativen.</p>
]]></content:encoded>
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	</channel>
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