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	<title>Glaube + Heimat &#187; Mitteldeutschland</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Künftig ohne Kastanien?</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 13:36:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Neugestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlossplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Wittenberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Neugestaltung des Schlossplatzes in Wittenberg wirft Fragen auf
uf eine Vervollständigung der bisherigen »Mosaiksteinchen« im Hinblick auf ernestinisches Schloss und askanische Burg hofft Andreas Hille bei Ausgrabungen auf dem Schlossplatz in Wittenberg. Bei einer Diskussionsrunde in der Evangelischen Akademie in der Lutherstadt begründete der Archäologe vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt seine Zuversicht unlängst damit, dass bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neugestaltung des Schlossplatzes in Wittenberg wirft Fragen auf</strong></p>
<p><div id="attachment_3309" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/Schloßplatz_0036.jpg" alt="Blick auf den Schlossplatz der Lutherstadt Wittenberg. Kurz vor Redaktionsschluss am Dienstag erfuhr die Redaktion, dass die erste Kastanie bereits gefällt wurde. Foto: Achim Kuhn " title="Schloßplatz_0036" width="300" height="309" class="size-full wp-image-3309" /><p class="wp-caption-text">Blick auf den Schlossplatz der Lutherstadt Wittenberg. Kurz vor Redaktionsschluss am Dienstag erfuhr die Redaktion, dass die erste Kastanie bereits gefällt wurde. Foto: Achim Kuhn </p></div>Auf eine Vervollständigung der bisherigen »Mosaiksteinchen« im Hinblick auf ernestinisches Schloss und askanische Burg hofft Andreas Hille bei Ausgrabungen auf dem Schlossplatz in Wittenberg. Bei einer Diskussionsrunde in der Evangelischen Akademie in der Lutherstadt begründete der Archäologe vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt seine Zuversicht unlängst damit, dass bei Bodenuntersuchungen in Wittenberg schon oft klein angefangen wurde und dann sei (Stichwort Anbau am Lutherhaus) »etwas Großes« rausgekommen.</p>
<p>Die jüngste Grabung steht im Zusammenhang mit geplanten baulichen Aktivitäten in Wittenberg bis zum Reformationsjubiläum 2017. Laut Oberbürgermeister Eckhard Naumann (SPD) belaufe sich das Investitionsvolumen auf etwa 50 Millionen Euro. Davon müssen die EU-Mittel bis 2015 verbaut sein. Was die Sanierung des Schlossensembles und dessen künftige Nutzung betrifft, so sei im Erdgeschoss ein Empfang für die Schlosskirche vorgesehen, in der ersten Etage eine reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek. </p>
<p>Und in einen noch zu errichtenden Südflügel wird das Evangelische Predigerseminar einziehen. Im Gegenzug erhält die Stiftung Luthergedenkstätten mit dem Augusteum als bisherigem Sitz des Seminars dringend benötigte Flächen etwa für eigene  Sonderausstellungen. Die Baulast trage sie schon.</p>
<p>Vorigen Monat hatte das Land Sachsen-Anhalt eine Million Euro für Planungsarbeiten und die Grabungen für dieses Jahr bereitgestellt. Seit dem 28. Juni koordiniert die sachsen-anhaltische Landesentwicklungsgesellschaft (Saleg) die Untersuchungen. Bereits Anfang Juli, so Saleg-Mann Frank Herfurth, waren etwa 2000 Tonnen Aushub abtransportiert worden, inzwischen dürfte es erheblich mehr sein. Nun ist klar, dass, wo gehobelt wird, Späne fallen. </p>
<p>Im Fall des Schlossplatzes werden es allerdings ganze Bäume sein. Konkret handelt es sich um stattliche Kastanien, die der Zukunft im Weg stehen. Die Bäume spenden nicht nur Schatten und prägen das Bild des Platzes zum Teil seit fast 150 Jahren. Sie bieten auch Lebensraum. Buchfinken sind es gegenwärtig, deren Drang zur Arterhaltung zumindest eine Galgenfrist für zwei der fünf grünen Riesen zur Folge hat: Solange die Piepmätze brüten, darf nicht gefällt werden. Nicht gegraben werde auch an zwei weiteren Kastanien, deren Wurzeln über Versorgungsleitungen liegen.<br />
<strong></p>
<p>Bäume in die Planung einbeziehen und nicht fällen</strong><br />
Mit ihrem »Talk am Turm« wollten Akademiedirektor Friedrich Kramer und die für Umweltmanagement zuständige Studienleiterin Siegrun Höh-ne den zahlreich erschienenen Besuchern die Möglichkeit geben, sich Informationen aus erster Hand zu holen. Denn genau daran hat es dem Anschein nach in der Vergangenheit gehapert.</p>
<p> Von einem Kommunikationsdesaster sprach ein Besucher. Wichtig sei nicht, was er (Naumann) gesagt habe, sondern was bei den Menschen ankommt. Nicht zerstreuen ließen sich Zweifel an der Notwendigkeit des Anbaus, zumal die Direktorin des Predigerseminars, Hanna Kasparick, einräumte, dass ihre Einrichtung im Augusteum gut aufgehoben sei. </p>
<p>Allerdings gehe es um eine »Gesamtlösung für Wittenberg, wo alle gewinnen«. Inwieweit die Natur dabei verliert (und mit ihr der Mensch?), ließ sich erahnen, als Siegrun Höhne vom Wert der Bäume sprach. Abgesehen vom emotionalen Wert haben sie auch einen messbaren: Je nach Art und Alter speichern sie pro Jahr einige Tausend Tonnen Kohlendioxid und filtern ebenso viel Staub aus der Luft. Höhne, die sich grundsätzlich darüber freue, dass der »hässliche Schlossplatz ästhetisch gestaltet werden soll«, bat die Verantwortlichen, entweder einen Teil des Altbaumbestandes in die Bauplanungen mit einzubeziehen. Oder, falls dies nicht geht, Neupflanzungen wegen des Klimaschutzes im Stadtgebiet vorzunehmen.</p>
<p>Nach dem jetzigen Stand sind offensichtlich 23 Ersatzbäume vorgesehen. Das ist, nicht nur nach Höhnes Auffassung, zu wenig. <br />
<em><br />
Corinna Nitz</em></p>
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		<title>Aufstehen gegen Rechts-Rock</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 11:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[strong>Zum Friedensgebet am 10. Juli war die Trinitatiskirche in Gera überfüllt
Trotz brütender Hitze beteiligten sich viele Bürgerinnen und Bürger am 10. Juli in Gera an den friedlichen Protesten gegen die NPD-Propagandaveranstaltung »Rock für Deutschland«. Ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit setzten die Kirchen mit einem ökumenischen Friedensgebet. Die Kirche St. Trinitatis, nur etwa 400 Meter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3198" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/TH-Seite-5.jpg" alt="Nach dem Friedensgebet in der Trinitatiskirche zu Gera ziehen die Christen zur Geraer Heinrichsbrücke. Foto: Uwe Müller" title="TH-Seite-5" width="560" height="372" class="size-full wp-image-3198" /><p class="wp-caption-text">Nach dem Friedensgebet in der Trinitatiskirche zu Gera ziehen die Christen zur Geraer Heinrichsbrücke. Foto: Uwe Müller</p></div><strong>Zum Friedensgebet am 10. Juli war die Trinitatiskirche in Gera überfüllt</strong></p>
<p>Trotz brütender Hitze beteiligten sich viele Bürgerinnen und Bürger am 10. Juli in Gera an den friedlichen Protesten gegen die NPD-Propagandaveranstaltung »Rock für Deutschland«. Ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit setzten die Kirchen mit einem ökumenischen Friedensgebet. Die Kirche St. Trinitatis, nur etwa 400 Meter vom Veranstaltungsort der Neonazis entfernt, war bereits bis auf den letzten Platz besetzt, als die Glocken noch zum Friedensgebet riefen. 350 Menschen fanden sich in dem Gotteshaus ein, viele nahmen mit einem Stehplatz vorlieb oder setzten sich im Mittelgang auf den Fußboden. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Oberbürgermeister Norbert Vornehm (SPD) und Bürgermeister Norbert Hein (CDU).<br />
Propst Reinhard Werneburg, Regionalbischof im Propstsprengel Eisenach-Erfurt, erklärte: »Wir müssen erschrecken, wenn mit Musik zu Rassismus und Gewalt eingeladen wird. Aber wir dürfen uns nicht lähmen ­lassen.« Angesichts von 149 Opfern rechtsextremer Gewalt seit der Wiedervereinigung, davon die Hälfte in den sogenannten neuen Bundes­ländern, forderte er auf: Der Anstand gebiete es, dagegen den Aufstand anzusagen. Die Freiheit sei ein hohes Gut, »sie bedarf unserer Aufmerksamkeit und Pflege«. Es brauche Vorbilder, wie sie zum Beispiel die junge deutsche Fußballnationalmannschaft verkörpere – mit einem gemeinsamen Traum, einem gemeinsamen Weg und einem gemeinsamen Ziel.<br />
»Rechtsrock ist keine musikalische Kunstrichtung. Es ist kriminelle Energie, gepaart mit Hass und Gewalt«, äußerte Stadtjugendpfarrer Michael Kleim.<br />
Die Kirchen hatten sich in Gera in die vielfältigen Aktionen des Runden Tisches und von Bürgerbündnissen eingebracht. An 15 Veranstaltungsorten versammelten sich Bürger, um gegen das NPD-Konzert zu demonstrieren. Auf der Heinrichsbrücke, einer der Hauptverkehrsadern der Stadt, wurde der Straßenbahnverkehr mit ­einer Sitzblockade unterbrochen. Nur unter Geleitschutz der Polizei konnten die Rechtsextremen durch einen abgeriegelten Korridor auf der Brücke zu ihrem Veranstaltungsort gelangen. »Ihr habt den Krieg verlor’n«, skandierten Gegendemonstranten, als Teilnehmer zum NPD-Propagandafestival zur Spielwiese liefen.<br />
Dass die Erben der »Kriegsverlierer« von 1945 zum achten Mal Gera auserkoren hatten, um ihre Ideologie wiederauferstehen zu lassen, wollten zahlreiche Menschen nicht hinnehmen. So viele wie noch nie demonstrierten gegen die rechte Veranstaltung. Die Kirche spricht von bis zu 2000 Teilnehmern an den verschiedenen Aktionen. Beim NPD-Fest hatten sich Polizeiangaben zufolge rund 1200 Personen aus Thüringen, Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen versammelt. Im Vorjahr hatte die NPD noch 4000 Leute mobilisieren können.<br />
Uwe Müller</p>
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		<title>Neue Lust aufs Land wecken</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/07/14/neue-lust-aufs-land-wecken/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 10:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[Vertreter aus Mitteldeutschland sehen Nachholbedarf beim Thema Kirche auf dem Land.
»Endlich werden wir mal gehört.« Pfarrerin Anne-Katrin Kummer aus dem thüringischen Gefell zeigt sich sichtlich angetan vom Treffen der Landpfarrer in Hannover. Rund 70 Theologen aus der gesamten EKD trafen sich Ende Juni erstmals zu einem Konsultationstag. Aus der mitteldeutschen Kirche sind das Pfarrerehepaar Kummer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3196" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/1229588_11996130.jpg" alt="Foto: Christa Richert, sxc.hu" title="Landleben" width="560" height="420" class="size-full wp-image-3196" /><p class="wp-caption-text">Foto: Christa Richert, sxc.hu</p></div><br />
<strong>Vertreter aus Mitteldeutschland sehen Nachholbedarf beim Thema Kirche auf dem Land.</strong></p>
<p>»Endlich werden wir mal gehört.« Pfarrerin Anne-Katrin Kummer aus dem thüringischen Gefell zeigt sich sichtlich angetan vom Treffen der Landpfarrer in Hannover. Rund 70 Theologen aus der gesamten EKD trafen sich Ende Juni erstmals zu einem Konsultationstag. Aus der mitteldeutschen Kirche sind das Pfarrerehepaar Kummer aus Gefell (Kirchenkreis Schleiz) und Pfarrerin Magdalena Wohlfahrt aus Kirchheilingen (Kirchenkreis Mühlhausen) dabei gewesen. Die anhaltische Landeskirche hat Pfarrer Mathias Kipp aus Sandersleben (Kirchenkreis Bernburg) und Kreisoberpfarrer Dietrich Lauter (Kirchenkreis Köthen) entsandt.</p>
<p>»Es ist gut, wenn sich der Blick auf die Landgemeinden richtet«, findet auch Magdalena Wohlfahrt. Allerdings hofft sie, dass bei künftigen Treffen mehr Zeit für den Erfahrungstausch bleibt. Ansonsten begrüßt die Pfarrerin den Ansatz, sich einem vernachlässigten Arbeitsfeld zuzuwenden. Ihr Kollege Wolfram Kummer aus Gefell geht sogar ein Stück weiter. Bei der Konsultation sei deutlich geworden, »dass die Landgemeinden nicht das Problem sind«. Hier werde das Geld eingenommen, das andernorts mit ausgegeben wird. Darüber hinaus habe sich bei dem Treffen gezeigt, dass die Situation im ländlichen Raum keineswegs einheitlich und miteinander vergleichbar sei. »Hier gibt es sehr große Unterschiede – nicht nur zwischen Ost und West«, so Kummer. Dennoch sieht auch er die Notwendigkeit, am Thema dranzubleiben.</p>
<p>»Tatsächlich müssen wir überlegen, wie kirchliche Arbeit auf dem Land strukturiert werden kann, um zukunftsfähig zu bleiben«, sagt Wolf von Nordheim, Referent im <a href="http://www.kirche-im-aufbruch.ekd.de/projektbuero.html" target="_blank">Reformbüro der EKD</a> und selbst lange Landpfarrer. Heute ist der Theologe als Referent im Reformbüro für das Thema »Kirche auf dem Land« zuständig. Nach seiner Ansicht muss es darum gehen, die Auflösung von Kirchengemeinden zu vermeiden, »so lange es irgend geht«.</p>
<p>Eine dezidiert evangelische Antwort auf Überalterung und Abwanderung könnte sein: Gemeinde gebe es solange vor Ort, wie sich Christenmenschen finden, die das wollen. Das bedeute freilich auch eine Veränderung im Profil des Pfarramtes, eine Stärkung der Kernkompetenzen in Verkündigung und Seelsorge und eine stärkere Übernahme von Verantwortung in den Gemeinden. »Dann steht zum Beispiel die Frage, wie sich Gemeinde organisieren muss, wenn kein Hauptamtlicher mehr vor Ort ist.« Zugleich will von Nordheim aus dem allgemeinen Klagen heraus und zu positiven Ansätzen kommen, um wieder die Lust aufs Land zu wecken.</p>
<p>Für die Zukunft hat sich die EKD dabei einiges vorgenommen. Noch im Oktober soll sich nach dem Willen des Reformbüros eine Landkirchenkonferenz konstituieren – in Analogie zur seit Jahren bestehenden Citykirchenkonferenz – als Arbeits- und Austauschebene. Dieser Zusammenschluss könnte der Kirche auf dem Land »eine eigene Stimme geben«, hofft von Nordheim. Zudem ist eine Tagung geplant zur Präsenz in den ausgedünnten Räumen. Arbeitstitel: »Lagerfeuer, Leuchtfeuer, Herdfeuer.« Außerdem sei an Workshops gedacht, wo es um die spezielle Frage und »aufsuchende Analyse« von gelungenen Beispielen gehen soll, so der Referent im Reformbüro. Der Grund ist denkbar einfach. »Es gibt viele tolle Sachen und niemand erfährt davon.«</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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		<title>Erholung, Spaß und Bildung</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/24/erholung-spas-und-bildung/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 14:45:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Knast Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub schenken]]></category>

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		<description><![CDATA[Diakonie Mitteldeutschland startet erneut Spendenaktion für unbeschwerte Ferien.
Bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung lernen die Kinder, sich selbst zu akzeptieren, Regeln zu vereinbaren und sie auch zu halten. Das hat Karl-Michael Schmidt erfahren, der seit drei Jahren im Kinder- und Jugend-Freizeitzentrum (KJFE) »Knast« in Magdeburg arbeitet, einer Einrichtung des evangelischen Kirchenkreises. Die offene Jugendarbeit der Elbestadt profitiert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3075" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/IMG_0204.jpg" alt="Gemeinsam mit den Kindern und ­Jugendlichen der evangelischen ­Nicolaigemeinde in Magdeburg spielten und sangen fünf Kinder der evangelischen Freizeiteinrichtung »Knast« am 20. Juni das Musical »Bileam und die Eselin« zum Sommerfest der ­Kirchengemeinde.	Foto: Viktoria Kühne" title="Nicolaigemeinde Magdeburg" width="560" height="373" class="size-full wp-image-3075" /><p class="wp-caption-text">Gemeinsam mit den Kindern und ­Jugendlichen der evangelischen ­Nicolaigemeinde in Magdeburg spielten und sangen fünf Kinder der evangelischen Freizeiteinrichtung »Knast« am 20. Juni das Musical »Bileam und die Eselin« zum Sommerfest der ­Kirchengemeinde.	Foto: Viktoria Kühne</p></div><br />
<strong>Diakonie Mitteldeutschland startet erneut Spendenaktion für unbeschwerte Ferien.</strong></p>
<p>Bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung lernen die Kinder, sich selbst zu akzeptieren, Regeln zu vereinbaren und sie auch zu halten. Das hat Karl-Michael Schmidt erfahren, der seit drei Jahren im <a href="http://www.evangelische-jugend-md.de/" target="_blank">Kinder- und Jugend-Freizeitzentrum (KJFE) »Knast«</a> in Magdeburg arbeitet, einer Einrichtung des evangelischen Kirchenkreises. Die offene Jugendarbeit der Elbestadt profitiert von der Initiative der mitteldeutschen Diakonie <a href="http://www.urlaubschenken.de/">»Kindern Urlaub schenken«</a>. So könnten Tagesausflüge oder Paddeltouren organisiert werden. Beim Ausflug nach Potsdam zum Beispiel waren die Jugendlichen auch auf den Spuren Einsteins unterwegs, sagt der Gemeindepä­dagoge und Religionslehrer. Zu den ­Angeboten gehöre immer auch Bildungsarbeit.</p>
<p>Viele der Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen lernten zum ersten Mal kennen, dass man miteinander spielen kann und sich nicht nur verbal attackieren müsse, um sein Selbstbewusstsein zu stärken. Inzwischen arbeitet Schmidt auch mit ­Kantorin Hedwig Geske von der Magdeburger Nicolaigemeinde zusammen. Bei einem Musicalprojekt haben auch »seine« Kinder mitgespielt. »Ich möchte eine Brücke bauen zwischen KJFE und Kirchengemeinde«, sagt er.</p>
<p>Die <a href="http://www.diakoniewerk-son-hbn.de/index.html" target="_blank">Kreisdiakoniestelle im südthüringischen Hildburghausen-Eisfeld</a> organisiert ebenfalls Freizeiten mit der Unterstützung der Diakonieaktion. Im letzten Jahr war es eine Kinder-Familien-Freizeit im Advent vor allem für Alleinerziehende. In diesem Jahr ist eine Tagesfreizeit für Kinder geplant, in der es in den Erlebnispark Schloss Thurn gehen soll. »Viele ­Eltern haben kein Geld für Eintrittskarten«, sagt Tina Lenk von der Kreisdiakoniestelle. Ehrenamtliche der Hildburghäuser Tafel unterstützen die Hauptamtlichen bei der Betreuung.</p>
<p>Zum fünften Mal ruft die Diakonie nun zur Spendenaktion »Kindern Urlaub schenken« auf. Seit 2006 ist das Volumen stetig gewachsen, informiert Fundraiser Andreas Hesse. Waren es im Jahr 2006 noch 5000 Euro Spenden für 60 Kinder, konnte 2007 schon 130 Kindern »Urlaub geschenkt« werden, 2008 waren es bereits 1000 Kinder. Im vergangenen Jahre kamen insgesamt 110.000 Euro zusammen. 2700 Kindern und Jugendliche konnten so einige unbeschwerte Ferientage genießen und lernten mitunter eine andere Welt kennen.</p>
<p>Der aktuelle Spendenstand für 2010 liegt derzeit bei 8.164,52 Euro. Schon mit 15 Euro könne ein Kind einen Tag lang Erholung, Bildung und Förderung ­geboten werden, informiert die Diakonie.</p>
<p><em>Dietlind Steinhöfel</em></p>
<p>Spendenkonto: 200 2000, BLZ 520 604 10, EKK, Kontoinhaber: Diakonie Mitteldeutschland, Kennwort: Urlaub schenken</p>
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		<item>
		<title>»Es ist ein Prozess angestoßen, der jetzt diskutiert werden kann«</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 14:25:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Konsultationstag am 12. Juni in Jena war ein erster Schritt zu einem gemeinsamen Finanzsystem der EKM.
Dass die Eigenverantwortung und der Verkündigungsdienst mit dem neuen Finanzsystem der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) gestärkt werden sollen, stieß bei den meisten der rund 220 Teilnehmer des Konsultationstages am 12. Juni in Jena auf positive Resonanz. Von Haupt- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3041" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/1267983_31359539.jpg" alt="Foto:sxc.hu" title="1267983_31359539" width="560" height="391" class="size-full wp-image-3041" /><p class="wp-caption-text">Foto:sxc.hu</p></div><br />
<strong>Der Konsultationstag am 12. Juni in Jena war ein erster Schritt zu einem gemeinsamen Finanzsystem der EKM.</strong></p>
<p>Dass die Eigenverantwortung und der Verkündigungsdienst mit dem neuen Finanzsystem der <a href="http://www.ekmd.de/" target="_blank">Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM)</a> gestärkt werden sollen, stieß bei den meisten der rund 220 Teilnehmer des Konsultationstages am 12. Juni in Jena auf positive Resonanz. Von Haupt- und Ehrenamtlichen wurde die Ausgewogenheit und die Transparenz der von einer Arbeitsgruppe (AG) erarbeitete Grobstruktur gelobt. Entsprechend konstruktiv war die Atmosphäre. In Detailfragen gab es dennoch kontroverse Diskussionen.</p>
<p>»Gemeinschaft verpflichtet«, hatte Landesbischöfin Ilse Junkermann in ihrer Andacht zu Beginn des Tages betont. Und auch das Finanzgesetz der EKM gibt das Solidaritätsprinzip vor, zudem Subsidiarität, Transparenz und Zukunftsfähigkeit. Dabei soll es zwar ein Ausgleichen der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit geben, aber keine Gleichmacherei. »Die Eigenverantwortung und die Gesamtverantwortung müssen sich ergänzen«, heißt es im Finanzgesetz.</p>
<p>Ein wichtiger Punkt: Die Personalverantwortung im Verkündigungsdienst soll auf die Ebene der Kirchenkreise und -gemeinden gestellt werden. Hiefür wurde ein Stellenschlüssel erarbeitet, der nicht nur die absolute Gemeindegliederzahl in den Blick nimmt, sondern unter anderem auch den prozentualen Anteil evangelischer Christen an der Bevölkerung und die Einwohnerzahl der Gemeinden. Superintendent Martin Herzfeld aus Suhl findet diese Sichtweise interessant. So würden sowohl eher säkular geprägte Städte als auch volkskirchliche Strukturen berücksichtigt, sagte er gegenüber der Kirchenzeitung. Dass Personaldezernent Christian Frühwald davon sprach, nach dem vorgelegten Modell würden weniger Stellen im Verkündigungsdienst abgeschmolzen als es der Stellenplan der ehemaligen Landeskirchen vorsehe, rief positives Erstaunen hervor. Durch die Umstrukturierung gäbe es Einsparungen auf landeskirchlicher Ebene, so Frühwald.</p>
<p>Eine intensive Diskussion entspann sich um den Religionsunterricht. Hier soll der Pflichtstundenanteil für Pfarrer wegfallen und der ­Kirchenkreis Personalverantwortung übernehmen. Hanfried Victor, Schulbeauftragter im Thüringer Nord-West-Bereich, fürchtet, dass hier eingespart werden könnte, wenn der Kirchenkreis entscheide, was ihm wichtig ist. »Wir unterrichten bis zu 3500 Religionsschüler regelmäßig. Wie erreichen wir in dieser Kontinuität sonst so viele junge Menschen?« Der Stendaler Superintendent Michael Kleemann, Mitglied der AG, betonte, dass natürlich zwischen Landeskirche und Ministerien weiter verhandelt werden müsse.</p>
<p>Der Konsultationstag in Jena war ein erster Schritt hin zu einem gemeinsamen Finanzsystem. Stefan Große betonte zum Schluss noch einmal, dass nur eine Grobstruktur vorgelegt wurde. Die Vorlage soll nun zeitnah in die Gemeinden gehen, und die Arbeitsgruppe wird sich über ein geeignetes Stellungnahmeverfahren einigen. »Ich bin optimistisch«, sagte er gegenüber »Glaube+Heimat«. Auch der Geraer Propst Hans Mikosch zeigte sich zufrieden: »Es ist ein Prozess angestoßen, der jetzt diskutiert werden kann.«</p>
<p><em>Dietlind Steinhöfel</em></p>
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		<title>Kirche für junge Leute</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 13:58:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[junge Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Konfirmation]]></category>

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		<description><![CDATA[Kirchengemeinden entwickeln Angebote für Konfirmierte.
»Für mich war die Konfirmation ziemlich toll, weil es ein schöner Gottesdienst war und man jetzt zu den Erwachsenen gehört«, sagt Sandra Märtin, die kürzlich in Weimar konfirmiert wurde. Wie sie empfinden viele Konfirmierte, sie sprechen von ihrer Konfirmation als einem schönen Fest, auch weil sie nun nicht mehr als Kinder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3025" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/Jugend1956.jpg" alt="Jugendliche kommen nach der Konfirmation nicht automatisch weiter zur ­Kirche. Angebote wie die »Jugendkirche« in Weimar haben eine wichtige Funktion. Am 4. Juni wurde Pfarrerin Dorothea Knetsch (links) als Jugendpfarrerin für dieses Projekt eingeführt. Foto: Maik Schuck" title="Jugend" width="560" height="372" class="size-full wp-image-3025" /><p class="wp-caption-text">Jugendliche kommen nach der Konfirmation nicht automatisch weiter zur ­Kirche. Angebote wie die »Jugendkirche« in Weimar haben eine wichtige Funktion. Am 4. Juni wurde Pfarrerin Dorothea Knetsch (links) als Jugendpfarrerin für dieses Projekt eingeführt. Foto: Maik Schuck</p></div><br />
<strong>Kirchengemeinden entwickeln Angebote für Konfirmierte.</strong></p>
<p>»Für mich war die Konfirmation ziemlich toll, weil es ein schöner Gottesdienst war und man jetzt zu den Erwachsenen gehört«, sagt Sandra Märtin, die kürzlich in Weimar konfirmiert wurde. Wie sie empfinden viele Konfirmierte, sie sprechen von ihrer Konfirmation als einem schönen Fest, auch weil sie nun nicht mehr als Kinder angesehen werden. Dass sie mit der Konfirmation zum Beispiel ein Patenamt übernehmen kann, ist darüber hinaus für Debora Schurig, ebenfalls aus Weimar, wichtig. Für sie steht fest: »Ich werde auch weiter regelmäßig die Kirche besuchen, da mir in der Konfizeit erst richtig klar geworden ist, was sie bedeutet.« Nicht für alle jungen Leute ist es selbstverständlich, auch nach der Konfirmation den Kontakt zur Kirche zu halten.</p>
<p>Damit die Integration in die Gemeinde gelingt, sei es wichtig, dass Konfirmanden frühzeitig Kontakt zur Jungen Gemeinde (JG) haben, nicht erst nach der Konfirmation, betont Stephan Grötzsch, Pfarrer in Coswig im anhaltischen Kirchenkreis Zerbst. In Coswig gebe es deshalb monatlich ein gemeinsames Treffen von Konfirmanden und Junger Gemeinde, erzählt er. Ebenso würden Mitglieder der JG mit zu den Konfirmandenrüstzeiten fahren, sodass sie einander kennenlernen.</p>
<p>Auch in Zieko, ebenfalls in der Landeskirche Anhalts, treffen sich die Konfirmanden der 7. und 8. Klassen sowie Konfirmierte regelmäßig. Ein Angebot, das gut angenommen wird, sagt Pfarrer Dankmar Pahlings.<br />
Neben den Begegnungen zwischen den noch nicht und den schon Konfirmierten sei es wichtig, dass sich die jungen Leute ausprobieren, dass sie mitgestalten und Verantwortung übernehmen, so die Erfahrung von Micha Hofmann, Kreisjugendreferent im Kirchenkreis Mühlhausen. Eine Möglichkeit dazu biete die Jugendleitercard, eine Fortbildung für die Arbeit in der Kinder- und Jugendarbeit. Zudem gibt es in Mühlhausen eine Jugendkirche, an deren Veranstaltungen die Jugendlichen mit beteiligt seien. So werde beispielsweise monatlich zu einem von ihnen vorbereiteten Jugendgottesdienst eingeladen.</p>
<p>Die Konfirmanden der Weimarer Kirchengemeinden werden jedes Jahr nach der Konfirmation zu einer Après-Konfiparty eingeladen, die in diesem Jahr am 4. Juni gefeiert wurde.  Auch Weimar hat eine Jugendkirche. Die Johanneskirche wurde für das Projekt umfunktioniert. Bisher werde einmal jährlich zur Jugendkirche eingeladen, zu der Lagerfeuer, gemeinsames Kochen und Kirchenschlaf angesagt seien, erläutert Dorothea Knetsch, die neue Kinder- und Jugendpfarrerin. Im Rahmen der Après-Konfiparty war sie in dieses Amt eingeführt worden. Sie sehe ihre Aufgabe darin, das Projekt Jugendkirche weiter voranzubringen.</p>
<p>Die Jugendkirche solle ein Treff für junge Leute mit verschiedenen Angeboten werden, jedoch nicht in Konkurrenz treten zu der bestehenden guten Jugendarbeit in den Weimarer Gemeinden, betont die Pfarrerin. Dieses Anliegen ist ganz in Deboras Sinn, denn sie wünscht sich, dass die JG in der Kirchengemeinde erhalten bleibt. Das findet auch Sandra Märtin. Sie sagt: »Ich finde es super, dass es so was wie die Junge Gemeinde gibt.«</p>
<p><em>Sabine Kuschel</em></p>
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		<title>»Jung, dynamisch und weiblich«</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 12:15:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dorothy Bonchino-Demmler]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Schulen]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Eberl]]></category>

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		<description><![CDATA[Erstmals Studie zu den evangelischen Schulen in Mitteldeutschland vorgestellt.
Der Wachstumstrend bei den evangelischen Schulen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ungebrochen. Das geht aus einer Studie hervor, die am 7. Juni im Augustinerkloster Erfurt präsentiert wurde. Evangelische Schulen seien »jung, dynamisch und weiblich«, sagte der Vorsitzende der Evangelischen Schulstiftung, Kirchenrat Marco Eberl, bei der Vorstellung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2981" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/1171414_852279931.jpg" alt="Foto: Mateusz Stachowski, sxc.hu" title="Foto: Mateusz Stachowski, sxc.hu" width="560" height="375" class="size-full wp-image-2981" /><p class="wp-caption-text">Foto: Mateusz Stachowski, sxc.hu</p></div><br />
<strong>Erstmals Studie zu den evangelischen Schulen in Mitteldeutschland vorgestellt.</strong></p>
<p>Der Wachstumstrend bei den evangelischen Schulen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ungebrochen. Das geht aus einer Studie hervor, die am 7. Juni im Augustinerkloster Erfurt präsentiert wurde. Evangelische Schulen seien »jung, dynamisch und weiblich«, sagte der Vorsitzende der <a href="http://www.schulstiftung-ekm.de/" target="_blank">Evangelischen Schulstiftung</a>, Kirchenrat Marco Eberl, bei der Vorstellung der Studie.</p>
<p>Mit der Untersuchung der Jenaer Wissenschaftlerin Dorothy Bonchino-Demmler zu den allgemeinbildenden und berufsbildenden Einrichtungen in evangelischer Trägerschaft liegt jetzt erstmals umfassendes Material zu den betreffenden Schulen vor. Seit 1990 sei ihre Zahl auf dem Gebiet der EKM in mehreren Schüben auf heute 80 mit insgesamt rund 9.100 Schülerinnen und Schülern gestiegen, so Dorothy Bonchino-Demmler. Knapp die Hälfte der Kinder gehört nach der Studie keiner Kirche an. 42 Prozent sind evangelisch. An den Förderschulen sei sogar die Mehrheit von Lehrern und Schülern ohne kirchliche Bindungen.</p>
<p>Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung betrifft die Zusammensetzung der Kollegien. Demnach sind von den rund 1000 Pädagoginnen und Pädagogen ein Großteil unter 40 Jahre alt. Im Förderschulbereich sind die Lehrkräfte im Durchschnitt zehn Jahre älter. Zudem überwiegen die Lehrerinnen an evangelischen Schulen ganz deutlich: 87 Prozent der Lehrkräfte sind weiblich. Dadurch fehle den Jungen hier häufig »ein männliches Vorbild«, erklärte die Wissenschaftlerin. Das Verhältnis sei vor allem an Grundschulen noch sehr unausgeglichen.</p>
<p>Bonchino-Demmler verwies unter dem Stichwort »Schule für alle« zudem kritisch auf den mittleren Leistungsbereich. Die Sekundarschulen rückten erst seit dem Jahr 2004 ins Blickfeld. »Wir sind hier bereits gut vorangekommen, während lange Zeit die Evangelische Regelschule in Mühlhausen die einzige Schule im Sekundarschulbereich war, sind nun mit den Neugründungen in Haldensleben, Gotha und Magdeburg bereits vier Schulen in Betrieb. Und weitere werden in diesem Sommer folgen.«</p>
<p>Kirchenrat Marco Eberl zeigte sich zufrieden über die erste Untersuchung, die in Kooperation mit der Professur für Religionspädagogik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) entstand. »Uns wurde ein Steilpass zugespielt, nun ist es an uns, den Ball aufzunehmen und die Erkenntnisse in der Schulentwicklung umzusetzen. Natürlich brauchen wir dabei wissenschaftliche Begleitung.«</p>
<p>Die Folgestudie, Bonchino-Demmlers Promotionsarbeit, wird sich deshalb qualitativ mit den Lehrkräften an evangelischen Schulen auseinandersetzen. Hier soll unter anderem das evangelische und reformpädagogische Profil der Schulen näher betrachtet werden.</p>
<p><em> (rk/mkz)</em></p>
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		<title>Einsatz im Notfall</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 12:09:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwillige]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolizeipfarrer]]></category>
		<category><![CDATA[Notfallseelsorge]]></category>

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		<description><![CDATA[Gewinnung von Ehrenamtlichen für die Notfallseelsorge bleibt eine Daueraufgabe.
Ein schwerer Unfall: Polizei und Feuerwehr sind da, Rettungssanitäter und Notarzt versuchen, Leben zu retten, sensationsgierige Zuschauer und Medienleute pirschen sich schon heran. Und mittendrin eine Frau mit der Aufschrift »Notfallseelsorge« auf dem Rücken der Leuchtjacke?
»Die meisten unserer Einsätze spielen sich in den Wohnungen der Angehörigen ab«, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2967" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/152283_2606332.jpg" alt="Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger werden in Katastrophen- und Krisensituationen gerufen. Kein leichter Job. Das Überbringen schlechter Nachrichten stellt eine große psychische Belastung dar. Foto: epd-bild/Norbert Neetz" title="Notfallseelsorge" width="560" height="392" class="size-full wp-image-2967" /><p class="wp-caption-text">Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger werden in Katastrophen- und Krisensituationen gerufen. Kein leichter Job. Das Überbringen schlechter Nachrichten stellt eine große psychische Belastung dar. Foto: epd-bild/Norbert Neetz</p></div><br />
<strong>Gewinnung von Ehrenamtlichen für die Notfallseelsorge bleibt eine Daueraufgabe.</strong></p>
<p>Ein schwerer Unfall: Polizei und Feuerwehr sind da, Rettungssanitäter und Notarzt versuchen, Leben zu retten, sensationsgierige Zuschauer und Medienleute pirschen sich schon heran. Und mittendrin eine Frau mit der Aufschrift »<a href="http://www.notfallseelsorge.de/" target="_blank">Notfallseelsorge</a>« auf dem Rücken der Leuchtjacke?</p>
<p>»Die meisten unserer Einsätze spielen sich in den Wohnungen der Angehörigen ab«, rückt Michael Thiel, Notfallseelsorger im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, ein weit verbreitetes Bild gerade. Häufig werde man von der Rettungsleitstelle gebeten, Polizisten beim Überbringen von Todesnachrichten zu begleiten. Thiel, der Pfarrer im südthüringischen Ort Heilingen ist, war einer der Initiatoren, als es um die Jahrtausendwende darum ging, das System der Notfallseelsorge im Landkreis aufzubauen. Heute ist er dort Teamleiter und betreut 13 Notfallseelsorger, die meisten von ihnen sind Pfarrer.</p>
<p><em>»Die meisten unserer Einsätze spielen sich in den Wohnungen der  Angehörigen ab«</em></p>
<p>Doch das ist keineswegs der einzige Beruf, in dem die Seelsorger zu Hause sind. »Wir wünschen uns natürlich Berufe mit hoher Sozialkompetenz«, sagt <a href="http://www.ekmd.de/lebenglauben/seelsorge/polizeinotfallseelsorge/" target="_blank">Michael Zippel, Landespolizeipfarrer in Thüringen</a> und zugleich »Chef« über die Notfallseelsorger im Freistaat. Aber da die Seelsorgerinnen und Seelsorger ausschließlich ehrenamtlich arbeiten, scheint genau hier das Problem zu liegen: Krankenschwestern, Sozialarbeiter und Pfarrer arbeiten sowieso schon meist an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Und dann noch einmal pro Monat eine Woche lang rund um die Uhr Bereitschaftsdienst machen und nachts um drei Uhr aus dem Bett springen, wenn das Handy klingelt? »Es bleibt unsere Daueraufgabe, ständig neue Seelsorger zu gewinnen«, unterstreicht Zippel, der seit November 2008 die Seelsorger betreut und bei der Gewinnung neuer Mitglieder für die Teams vor allem auf Ruheständler setzt, da Berufstätige kaum zu derartig ausgedehnten Bereitschaftsdiensten in der Lage sind.</p>
<p>In Sachsen-Anhalt geht man in dieser Hinsicht schon seit Jahren einen anderen Weg: Hier müssen die ehrenamtlichen Seelsorger maximal dreimal pro Monat zwölf Stunden Bereitschaftsdienst leisten. Und das Konzept scheint aufzugehen: Obwohl das Bundesland hinsichtlich Fläche und Bevölkerung nur wenig größer ist als Thüringen, arbeiten hier 450 Notfallseelsorger – mehr als doppelt so viele wie im Freistaat. Die Hälfte dieser Ehrenamtlichen ist konfessionslos. Und <a href="http://www.ekmd.de/lebenglauben/seelsorge/polizeinotfallseelsorge/" target="_blank">Polizeipfarrerin Thea Ilse</a>, Michael Zippels Kollegin in Sachsen-Anhalt, warnt davor, Nachwuchs nur im kirchlichen Bereich zu suchen: »Wir müssen uns auch auf ›die Welt da draußen‹ einlassen.« Die gemischten Teams, die dann meist »Notfallbegleitung« heißen, seien »das Lebendigste, was wir haben«, unterstreicht die Pfarrerin.</p>
<p>Sie bildet die Seelsorger inzwischen EKM-weit für ihr anspruchsvolles Ehrenamt aus. Für den 19. Juni hat sie in Wolmirstedt bei Magdeburg ­einen Begegnungs- und Fortbildungstag organisiert, für den bisher 130 Anmeldungen aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen vorliegen.</p>
<p>Und auch wenn die Notfallseelsorge weiter ein Ehrenamt bleibt: Die Politik hat spätestens seit dem Massaker am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 2002 deren Notwendigkeit erkannt und finanziert die Ausbildung und Betreuung der Seelsorger. Deren enorme psychische Belastung beim Versuch, Angehörige plötzlich Verstorbener zu trösten, will Thea Ilse nicht in Abrede stellen, aber: »Wir gehen oft mit dem guten Gefühl nach Hause, den Leuten in der schwersten Stunde ihres Lebens beigestanden zu haben.«</p>
<p><em>Rainer Borsdorf</em></p>
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		<title>»Eine gute Ausgangsbasis«</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/03/%c2%bbeine-gute-ausgangsbasis%c2%ab/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 14:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzdezernent]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Große]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 12. Juni wird in Jena auf einem Konsultationstag über das gemeinsame Finanzsystem für die mittlere Ebene der mitteldeutschen Kirche (EKM) diskutiert. Die Vorlage wurde von einer Arbeitsgruppe (AG) erarbeitet. »Glaube + Heimat« sprach mit Finanzdezernent Stefan Große.
Herr Große, mit welchem Leitbild ging die Arbeitsgruppe an das gemeinsame Finanzsystem heran?
Große: Wir fangen ja nicht bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 12. Juni wird in Jena auf einem Konsultationstag über das gemeinsame Finanzsystem für die mittlere Ebene der mitteldeutschen Kirche (EKM) diskutiert. Die Vorlage wurde von einer Arbeitsgruppe (AG) erarbeitet. »Glaube + Heimat« sprach mit Finanzdezernent Stefan Große.</strong></p>
<p><em><img class="alignleft size-medium wp-image-2919" title="stefan_grosse" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/stefan_grosse-236x300.jpg" alt="stefan_grosse" width="236" height="300" />Herr Große, mit welchem Leitbild ging die Arbeitsgruppe an das gemeinsame Finanzsystem heran?</em><br />
<strong>Große:</strong> Wir fangen ja nicht bei Null an. Wir haben bereits ein Finanz­gesetz. Dort sind die Regelungen für die landeskirchliche Ebene seit 2009 zusammengeführt. Nur die Kirchenkreise und Kirchengemeinden arbeiten bisher noch nach getrennten Systemen. Die <a href="http://www.ekmd.de/attachment/aa234c91bdabf36adbf227d333e5305b/24e5e774af3811dd96b4abf2e3a0b831b831/Verfassung.pdf" target="_blank">Verfassung der EKM</a> schreibt die Eigenverantwortung der mittleren Ebene fest. Zudem ist hier der innerkirchliche Finanzausgleich geregelt. Damit ­ergeben sich aus Verfassung und Finanzgesetz die Grundsätze der Subsidiarität, der Solidarität, der Transparenz und der Zukunftsfähigkeit. Darauf konnte die Arbeitsgruppe aufbauen.</p>
<p><em>Wie war die AG zusammengesetzt und wo lagen die Knackpunkte?</em><br />
<strong>Große:</strong> Die Arbeitgruppe wurde nach Paritätsgesichtspunkten von der Landessynode eingesetzt, also annähernd gleiche Mitgliederzahl aus beiden ehemaligen Kirchen. Der AG gehört auch Personaldezernent Christian Frühwald an. Diese Verbindung ist sehr wichtig. An der Personal- und Stellenplanung im Verkündigungsdienst wird die Funktionsfähigkeit des Finanzsystems nachgewiesen.<br />
Zunächst haben wir geschaut, welche Fragen behandelt werden müssen. Wir hörten die jeweiligen Fachleute an, um das inhaltlich oder theologisch Gewollte zu kennen. Wir haben dazu mit den Referaten Seelsorge, Religionsunterricht, Dienstrecht sowie Diakonie des Landeskirchenamts und dem Vorstand des Diakonischen Werkes gesprochen. Nach diesen Vorarbeiten konnten wir sehr konzentriert arbeiten. Wir hatten eine konstruktive Arbeitsatmosphäre, weil wir alle für unsere EKM gedacht und gestritten haben. Natürlich wird es noch Punkte geben, über die diskutiert wird. Aber ich denke, wir haben jetzt eine gute Ausgangsbasis. Die Überlegungen sind vom Kollegium des Landeskirchenamtes nun hierfür freigegeben worden. Am 5. Juni befasst sich der Landeskirchenrat mit dem Papier. Mit dem Konsultationstag wollen wir ein breites Meinungsbild einholen. Wir arbeiten nicht hinter verschlossenen Türen und legen viel Wert auf die Vorschläge derer, die es betrifft.</p>
<p><em>Wie geht es danach weiter?</em><br />
<strong>Große: </strong>Im September wird das Ergebnis der Weiterarbeit nach dem Konsultationstag mit den Amtsleitern der Kreiskirchenämter, den Präsides der Kreissynoden und nochmals dem Kollegium besprochen. Anfang Oktober befasst sich der Superintendentenkonvent damit, Mitte Oktober noch einmal der Landeskirchenrat. Dann sollen die Eckpunkte soweit stehen, dass die Landessynode im November darüber beraten kann. Sie ist das gesetzgebende Organ und hat selbstverständlich alle Freiheiten. Erst wenn die Eckpunkte klar sind, gehen wir an die Feinarbeit und legen – das ist mein Idealziel – einen Gesetzentwurf zur Frühjahrsynode vor.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Folgen nicht absehbar</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/05/28/folgen-nicht-absehbar/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 11:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Diakoniechef]]></category>
		<category><![CDATA[diakonische Beratungsstellen]]></category>
		<category><![CDATA[Eberhard Grüneberg]]></category>
		<category><![CDATA[Suchthilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Gespräch mit Diakoniechef Eberhard Grüneberg über die Situation der Beratungsstellen
em>Herr Grüneberg, die öffentliche Hand zieht sich mehr und mehr aus der Finanzierung der freiwilligen sozialen Leistungen zurück. Sind davon auch Beratungsstellen der Diakonie betroffen?
Grüneberg: Für den Landeshaushalt 2010 konnten in Sachsen-Anhalt drastische Einsparungen bei Beratungsstellen nach intensiven Gesprächen zwischen Vertretern der Landesregierung, den Fraktionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Gespräch mit Diakoniechef Eberhard Grüneberg über die Situation der Beratungsstellen</strong></p>
<p><div id="attachment_2821" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/05/Grüneberg-3-200x300.jpg" alt="Eberhard Grüneberg" title="Eberhard Grüneberg" width="200" height="300" class="size-medium wp-image-2821" /><p class="wp-caption-text">Eberhard Grüneberg</p></div><em>Herr Grüneberg, die öffentliche Hand zieht sich mehr und mehr aus der Finanzierung der freiwilligen sozialen Leistungen zurück. Sind davon auch Beratungsstellen der Diakonie betroffen?</em><br />
<strong>Grüneberg: </strong>Für den Landeshaushalt 2010 konnten in Sachsen-Anhalt drastische Einsparungen bei Beratungsstellen nach intensiven Gesprächen zwischen Vertretern der Landesregierung, den Fraktionen und den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege verhindert werden. So zum Beispiel in der Suchthilfe. Im Landeshaushalt Thüringen gab es in diesem Jahr keine einschneidenden Kürzungen, sodass in Mitteldeutschland keine diakonische Beratungsstelle geschlossen werden musste.<br />
Mit Blick auf 2011 und Kürzungen durch Steu­erausfälle sind die Folgen noch nicht absehbar, könnten aber dramatisch werden. Die Diakonie Mitteldeutschland weist deshalb immer wieder darauf hin, dass gerade der soziale Bereich, die Hilfen für die Schwächsten, auch systemrelevant für unsere Gesellschaft sind. Sie brauchen deshalb auch einer ausreichenden Förderung im Sinne eines Schutzschirmes.</p>
<p><em>Wie viele diakonische Beratungsstellen gibt es in Mitteldeutschland?</em><br />
<strong>Grüneberg: </strong>Unter dem Dach der Diakonie finden sich knapp 40 Beratungsstellen im Bereich der Hilfen für Schwangere, für Familien-, Ehe-, Erziehungs- und Lebensberatung. Es gibt 37 Beratungsstellen für Sucht- und psychosoziale Probleme, knapp 30 Anlaufstellen für Schuldner-, Insolvenz- oder Wohnungslosenhilfe und 33 Beratungsstellen in der Migrations- und Flüchtlingssozialarbeit. Sie werden alle unterschiedlich finanziert: mit Landes-, Kommunal-, Träger- und Kirchenmitteln. Dazu kommen noch 26 Kreisdiakoniestellen für niedrigschwellige offene Sozialarbeit, die hauptsächlich aus Kirchenmitteln finanziert sind.</p>
<p><em>Weshalb engagiert sich die Diakonie so stark? Könnten das nicht andere Träger übernehmen?</em><br />
<strong>Grüneberg: </strong>Die Menschen, die bei uns Hilfe und Rat suchen, befinden sich in persönlicher Not. Solange wir das Gleichnis vom barmherzigen Samariter kennen, ruft uns unser Glauben in die Verantwortung. Selbst nichts tun, aber es von anderen zu erwarten, passt dazu nicht.</p>
<p><em>Bislang wird diese Arbeit durch die Kirche mitfinanziert. Warum sollte das so bleiben? Kann sich die Kirche das künftig leisten?</em><br />
<strong>Grüneberg: </strong>Menschen in Not erleben in den Beratungsstellen ganz unmittelbar Kirche in ihrer diakonischen Gestalt! Denn die Arbeit orientiert sich am christlichen Menschenbild, stellt an sich selbst hohe fachliche Maßstäbe und steht Menschen unabhängig von sozialer Herkunft oder Konfessionszugehörigkeit offen. Christliche Beratungsstellen sind Ausdruck praktischer Nächstenliebe. Diese Arbeit steht der Kirche sehr gut zu ­Gesicht. Und sie wird gerade auch von kirchenfernen Menschen sehr wertgeschätzt.</p>
]]></content:encoded>
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