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	<title>Glaube + Heimat &#187; Thüringen</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Offene Türen in Henfstädt</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 14:03:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Langener]]></category>
		<category><![CDATA[Werratal-Radweg]]></category>

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		<description><![CDATA[Kirche und Tourismus: Unterwegs auf dem Werratal-Radweg

Radtouristen kämpfen nicht nur mit Wetter, Anstiegen und Sitzbeschwerden. Sie versuchen, ­während sie unterwegs sind, den Widerspruch zwischen Vorwärtskommen und Verweilen zu lösen. Deshalb lieben sie weder Umwege noch Wartezeiten.
Im April ist die Morgenluft im Oberen Werratal noch sehr kalt, auch wenn dann tagsüber die Sonne schon wärmt. Wir sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kirche und Tourismus: Unterwegs auf dem Werratal-Radweg<br />
</strong></p>
<p><em>Radtouristen kämpfen nicht nur mit Wetter, Anstiegen und Sitzbeschwerden. Sie versuchen, ­während sie unterwegs sind, den Widerspruch zwischen Vorwärtskommen und Verweilen zu lösen. Deshalb lieben sie weder Umwege noch Wartezeiten.</em></p>
<div id="attachment_3244" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-3244 " title="Hans Langner" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/DSCF5248.jpg" alt="Hans Langner wohnt im ehemaligen Pfarrhaus gleich neben der Kirche und kümmert sich um Gebäude, Blumen und Gäste. Foto: Thomas Schäfer" width="300" height="400" /><p class="wp-caption-text">Hans Langner wohnt im ehemaligen Pfarrhaus gleich neben der Kirche und kümmert sich um Gebäude, Blumen und Gäste. Foto: Thomas Schäfer</p></div>
<p>Im April ist die Morgenluft im Oberen Werratal noch sehr kalt, auch wenn dann tagsüber die Sonne schon wärmt. Wir sind der Aschewolke über Island inzwischen dankbar, die den Besuch bei Freunden in England verhinderte und Freiraum für eine spontane Fahrradtour von der Quelle bis zur Mündung der Werra schaffte. Was für eine herrliche Landschaft, was für ein zumeist gut ausgebauter Werratal-Radweg und was für eine Fülle sehenswerter Dinge: zum Beispiel die Kirche in Henfstädt genau auf der Mitte zwischen Hildburghausen und Meiningen. Ihre imposante Lage und der interessante Staffelgiebel am Turm machen uns neugierig.</p>
<p>Es ist noch nicht einmal 9 Uhr, als wir die Fahrräder an der Kirche abstellen. Eine freundliche Frau putzt die Fenster im Haus daneben. Unsere Frage, ob man in die Kirche könne, beantwortet sie mit einem lauten Ruf nach Hans Langner. Er wohnt im Obergeschoss des ehemaligen Pfarrhauses, das jetzt der politischen Gemeinde gehört und im Erdgeschoss die Heimatstube birgt.</p>
<p>Es vergehen nur wenige Minuten, bis Hans Langner kommt. Obwohl wir ihn in der Morgentoilette gestört haben und er normalerweise erst gegen 10 Uhr aufschließt, begrüßt er uns und öffnet wie selbstverständlich alle Türen. »So alte Gemäuer können nicht genug lüften«, erklärt er ohne Umschweife. Wir schauen uns in der gepflegten Dorfkirche gotischen Ursprungs um. Dass sie einmal vom Verfall bedroht war, ist heute nicht mehr vorstellbar. Hans Langner weist uns auf einige Besonderheiten hin, drückt uns schließlich eine Beschreibung in die Hand und lässt uns allein. Als wir wieder in die Pedale treten, verbindet sich mit Henfstädt eine freundliche Erinnerung.</p>
<p>Nach einigen Monaten kommen wir noch einmal hierher. Diesmal ist es sommerlich heiß und Hans Langner erwartet uns, denn wir sind angemeldet. Wie an jedem Mittwochnachmittag treffen sich die Frauen zum ­gemeinsamen Kaffeetrinken in der Heimatstube. Wir setzen uns zum Gespräch in den Schatten der Kirche.</p>
<p>Hans Langner, der ehemalige Rinderzüchter aus Berlin, kam 1954 nach Henfstädt, heiratete, wanderte in den letzten DDR-Jahren nach Niedersachsen aus und kehrte schließlich 2005 zurück. Seither wohnt er hier mit seiner Frau, hat die Kirche und das Umfeld in seine ganz persönliche Pflege genommen und ins Herz geschlossen. Das ist zu spüren an der Art, wie er erzählt, und an vielen Details zu sehen. »Man muss immer dranbleiben«, ist die Devise des fast 71-Jährigen. »Spinnweben finden Sie bei mir nicht.« Kleine Ausbesserungen von Farbe und Putz nimmt er in Absprache mit den Verantwortlichen selbst vor, mäht die Wiese hinter dem Gotteshaus, hat gemütliche Sitzmöglichkeiten eingerichtet und sorgt innen und außen für Blumenschmuck. Demnächst sei eine Taufe, da müsse er schon weiße Blüten besorgen, erklärt er, der selbst nicht zur evangelischen Kirchengemeinde gehört. Wenn er Blumen braucht, fragt er im Dorf nach.</p>
<p>Als in den vergangenen Jahren die Nößler-Orgel restauriert und schließlich 2009 eingeweiht wurde, legte er mit Hand an, und die Orgelbauer ­blieben nicht ohne einen heißen Tee. Begeistert erzählt er vom Konzert des Saalfelder Kirchenchores, dessen Mitglieder alle im Dorf untergebracht ­waren, oder vom Krippenspiel, von Fackeln im Hof vor der ­Kirche, von Glühweinausschank oder dem »lebendigen Adventskalender«. »Wie man in den Wald reinruft, schallt es zurück«, sagt er und ist um ein gutes Klima bemüht.<br />
<em><br />
Uta Schäfer</em></p>
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		<title>Niedrige Schwellen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 13:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendkirche]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlhausen]]></category>
		<category><![CDATA[St. Martini]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Mühlhäuser Gotteshaus St. Martini wird Jugendkirche
Das Thema ist bundesweit aktuell: Kirchen stehen leer; nach einer künftigen Nutzung wird gesucht. »Bei uns in Mühlhausen ist es umgekehrt, wir haben eine gut funktionierende Jugendkirche, das heißt regelmäßige Veranstaltungen für junge evangelische Christen und für alle interessierten Jugendlichen, in der St.-Martini-Kirche. Von der Ausstattung her war es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3234" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/Mhl_St_Martini_10.jpg" alt="Baureferentin Elke Bergt und der Architekt Bernward Paulick besprechen das Mühlhäuser Bauvorhaben.  Foto: Christine Bose" title="St. Martini Mühlhausen" width="560" height="374" class="size-full wp-image-3234" /><p class="wp-caption-text">Baureferentin Elke Bergt und der Architekt Bernward Paulick besprechen das Mühlhäuser Bauvorhaben.  Foto: Christine Bose</p></div><br />
<strong>Das Mühlhäuser Gotteshaus St. Martini wird Jugendkirche</strong></p>
<p>Das Thema ist bundesweit aktuell: Kirchen stehen leer; nach einer künftigen Nutzung wird gesucht. »Bei uns in Mühlhausen ist es umgekehrt, wir haben eine gut funktionierende Jugendkirche, das heißt regelmäßige Veranstaltungen für junge evangelische Christen und für alle interessierten Jugendlichen, in der St.-Martini-Kirche. Von der Ausstattung her war es bisher ein Provisorium«, erläutern Elke Bergt, Baureferentin des Kirchenkreises, und Architekt Bernward Paulick von der Bauhütte Volkenroda. Es gibt Angebote und Gottesdienste, doch nur zu festgesetzten Zeiten.</p>
<p>Seit fast zwei Jahren war mit den jungen Frauen und Männern um Micha Hofmann, Referent für Jugendarbeit im Kirchenkreis, über ein ­Konzept diskutiert worden. Die Frühjahrssynode fasste 2010 einen Beschluss: St. Martini, das an der größten Kreuzung der Kreisstadt gelegene Gotteshaus, wird unter Beachtung<br />
des Denkmalschutzes zur Jugendkirche umgebaut. Zusätzlich zu den Jugendgottesdiensten soll sie dann täglich nachmittags und abends als Begegnungsstätte geöffnet sein. Der Nutzungsvertrag wurde zwischen der Kirchengemeinde St. Georgii/St. Martini und dem Evangelischen Kirchenkreis Mühlhausen als Träger geschlossen.</p>
<p>Die Gemeindeglieder sehen das Projekt mit einem lachenden und ­einem weinenden Auge, konstatiert Ortspfarrer Marc Pokoj. Zwar bleibe die Kirche Eigentum der Gemeinde, aber das Gemeindeleben wird sich nun in St. Georgii abspielen. Da gäbe es schon Abschiedsschmerz für jene, die in St. Martini getauft und konfirmiert wurden. »Es können natürlich weiterhin Taufen oder Trauungen in der Jugendkirche gefeiert werden«, informiert der Pfarrer. Die Kirche bleibe sakraler Raum. Insgesamt erführe das Projekt von den Gemeindegliedern ­jedoch Zustimmung. Seit der Reformation sind Georgii und Martini eine Gemeinde. In den 1970er Jahren war die Stelle für einige Zeit mit zwei Pfarren besetzt. Nun gebe es schon lange nur noch eine Stelle. Zwei Kirchen zu unterhalten sei zudem nicht sinnvoll.</p>
<p>Die Jugendkirche wird aus Eigenmitteln des Kirchenkreises, Mitteln der Landeskirche und der Union Evangelischer Kirchen ermöglicht. Ohne Gestaltung der Außenanlagen belaufen sich die Kosten auf rund 654000 Euro. Für Architekt Paulick ist die Tatsache, dass sich junge Menschen ein eigenes Kirchengebäude wünschen, ein Grund, hoch motiviert ans Werk zu gehen. Das sei schließlich etwas anderes, als einen Sakralbau umzugestalten, den die Auftraggeber später zur Fremdnutzung anbieten. Das künftige Aussehen im Innenraum charakterisiert er als die Form eines ungeschliffenen Diamanten. Die Jugend nennt es cool. Auf dem Computerbildschirm hat St. Martini, die Neue, schon Gestalt angenommen. Von allen Seiten soll der Blick hinführen zum später runden Altar und den Chorraum als Mittelpunkt. Viel Platz wird im dann doppelt so großen Chorbereich sein für Theateraufführungen, Jugendband und eine Videoleinwand.</p>
<p>Die meisten Bänke ziehen um in die evangelische Kirche Windeberg. Neue, große Seitenfenster bringen viel Licht hinein, denn eine Kirchenseite erhält eine verglaste Lounge mit Sitzgruppen. Sehen und gesehen werden, rausschauen und von draußen sehen, was drin ­passiert, Lust auf Glauben wecken, Öffnung der Kirche für alle – optisch und symbolisch – ist das Anliegen.</p>
<p>Das Gebäude soll behindertengerecht, also schwellenarm, auch im übertragenen Sinne, zu erreichen sein. Eine Teeküche, Sanitäranlagen sind geplant; in der zweiten Ebene Sitznischen sowie ein großer Raum für Gruppenveranstaltungen und Rückzugsort. Auf der Orgelempore, der dritten Ebene, wird ein zwei Meter breiter und 14 Meter langer Steg der Technik-Installation dienen. Für Wär­me sorgt in Zukunft eine Fußbodenheizung. Umgebaut wird abschnittsweise, der erste Bauabschnitt beginnt in diesem Jahr. Hierfür ist die Finanzierung von 224000 Euro abgesichert. Zum Landesjugendtreffen 2011 soll das Erdgeschoss funktionsfähig sein.</p>
<p><em>Christine Bose</em></p>
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		<title>Ein geschenkter Urlaubstag</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 11:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>

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		<description><![CDATA[Kinder aus dem Kreis Hildburghausen besuchten den Freizeitpark in Heroldsbach
Die Freundinnen Vanessa (10) und Vezire (11) sind im Gegensatz zu den jüngeren Ausflüglern kein bisschen müde, als sie auf dem Parkplatz im südthüringischen Städtchen Hildburghausen aus dem Bus steigen. Fröhlich plappern sie drauflos, was das für ein toller Ferientag im Freizeit- und Erlebnispark Schloss Thurn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3200" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/TH-Seite-8.jpg" alt="Kerstin Rickes nimmt ihre beiden Töchter nach einem erlebnisreichen Ferientag am Bus wieder in Empfang. Foto: Ingried Ehrhardt" title="TH-Seite-8" width="560" height="420" class="size-full wp-image-3200" /><p class="wp-caption-text">Kerstin Rickes nimmt ihre beiden Töchter nach einem erlebnisreichen Ferientag am Bus wieder in Empfang. Foto: Ingried Ehrhardt</p></div><br />
<strong>Kinder aus dem Kreis Hildburghausen besuchten den Freizeitpark in Heroldsbach</strong></p>
<p>Die Freundinnen Vanessa (10) und Vezire (11) sind im Gegensatz zu den jüngeren Ausflüglern kein bisschen müde, als sie auf dem Parkplatz im südthüringischen Städtchen Hildburghausen aus dem Bus steigen. Fröhlich plappern sie drauflos, was das für ein toller Ferientag im Freizeit- und Erlebnispark Schloss Thurn in Heroldsbach war. Auf Karussells sind sie gefahren, Ritterspiele haben sie gesehen, auch eine Westernshow. Aber das Größte, das war die Fahrt auf der Wildwasserbahn. »Am liebsten wären wir gar nicht mehr aus dem Boot geklettert«, schwärmt Vanessa. »Na ja, dafür hat uns für die Achterbahn der Mut gefehlt«, gesteht Vezire.<br />
25 Kinder steigen an jenem Juni-Montagabend glücklich, zufrieden und manche auch erschöpft aus dem Reisebus. Die meisten werden von ihren Müttern in Empfang genommen. Natürlich sind die neugierig. Die Mütter wissen den geschenkten Urlaubstag der Diakonie Mitteldeutschland sehr wohl zu schätzen. »Nur gut, dass es dieses Projekt gibt«, gesteht eine ­Alleinerziehende aus Poppenhausen. Sie lebt von ALG II. Ihre beiden Jungs ­haben den Tagesausflug mitgemacht. Die Tochter sei noch zu klein. »So einen Ausflug könnte ich nie ­bezahlen. Es ist doch nicht nur der Eintritt, wir müssten was essen, dann wollen die Kinder Eis, was trinken.« Die Frau ist glücklich, dass es ihren Söhnen gefallen hat. Es werde für die beiden wohl der erlebnisreichste Tag in den Ferien bleiben, erklärt sie ­offen. Was könne sie den Jungs schon bieten? Ein Schwimmbadbesuch gehöre schon zum Besonderen.<br />
Kerstin Rickes und ihre Töchter ­leben ebenfalls von ALG II. Für die kleine Lisa-Marie (7) und ihre Schwester Julia (12) ging ein wunderschöner Tag zu Ende. Dass es noch ein Abschiedsgeschenk, ein neues Buch nach Wahl aus der großen Bücherkiste gibt, macht den Tag perfekt. Das Lesegeschenk stammt von der Kultur-<br />
stiftung »Selbst.Los!«. Auch Kerstin ­Rickes aus Hildburghausen ist alleinerziehend. Ihr Ziel ist es, eine ­Arbeit zu finden, von der sie und ihre Kinder leben können. Deshalb besucht sie, die sich ehrenamtlich in der »Tafel« engagiert, derzeit einen Lehrgang, der sie befähigt, demente oder behinderte Menschen zu betreuen. Dieser nimmt noch einen Teil der Sommerferien ein. »Ich bin froh, dass meine Töchter die Fahrt in den Freizeitpark hatten«, erklärt sie dankbar.<br />
Auch für Tina Lenk, Diplom-Sozialpädagogin und Kirchenkreissozialarbeiterin der Kreisdiakoniestelle Hildburghausen/Eisfeld, endet ein ereignisreicher, glücklicher Tag. Sie war die Organisatorin des Tagesausfluges für diese Kinder, die von Armut betroffen sind. Gemeinsam mit vier Frauen oblag ihr auch die Betreuung und Verantwortung für die 25 Steppkes aus Hildburghausen und Umgebung. Tina Lenk kennt aus der täglichen Arbeit die Probleme und Nöte Alleinerziehender. Auch deshalb sei es so wichtig, dass sich das Diakoniewerk der Superintendenturen Sonneberg, Hildburghausen, Eisfeld als Träger der Kreisdiakoniestelle weiter engagiere und solche Projekte wie »einen Urlaubstag schenken« verwirkliche. Dass der bayerische Freizeitpark Schloss Thurn den südthüringischen Kindern den Eintritt und das Mittagessen sponserte, das sei nicht nur eine überraschende, sondern obendrein eine ganz tolle Geste des Unternehmens gewesen, freut sich Tina Lenk.<br />
Ingrid Ehrhardt</p>
<p><a href="http://www.urlaubschenken.de" target="_blank">www.urlaubschenken.de</a></p>
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		<title>Der Meininger Orgelsommer lädt wieder ein</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 07:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[István Ella]]></category>
		<category><![CDATA[Meiningen]]></category>
		<category><![CDATA[Meininger Orgelsommer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob der große Barockkomponist selbst ertönte oder Kompositionen zu dessen Namen erklangen, im Konzert des Ungarn István Ella,  mit dem am vergangenen Mittwoch der Meininger Orgelsommer eröffnet wurde, drehte sich alles um »Bach«. Nach dem äußerst erfolgreich verlaufenen ersten Orgelsommer im Jahr 2009 wird die Konzertreihe an der ­Reger-Orgel der Meininger Stadtkirche eine weitere Auflage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3170" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/Istvan_Ella_II.jpg" alt="Mit einem Konzert des Ungarn István Ella wurde am vergangenen Mittwoch der Meininger Orgelsommer eröffnet." title="Istvan_Ella_II" width="560" height="373" class="size-full wp-image-3170" /><p class="wp-caption-text">Mit einem Konzert des Ungarn István Ella wurde am vergangenen Mittwoch der Meininger Orgelsommer eröffnet.</p></div><br />
Ob der große Barockkomponist selbst ertönte oder Kompositionen zu dessen Namen erklangen, im Konzert des Ungarn István Ella,  mit dem am vergangenen Mittwoch der <a href="http://www.kim-net.de/lilac_cms/de/3526,,/Evangelisch-Lutherische-Gemeinde/Musik/Meininger-Orgelsommer-in-der-Stadtkirche-Meiningen-2010.html" target="_blank">Meininger Orgelsommer</a> eröffnet wurde, drehte sich alles um »Bach«. Nach dem äußerst erfolgreich verlaufenen ersten Orgelsommer im Jahr 2009 wird die Konzertreihe an der ­Reger-Orgel der Meininger Stadtkirche eine weitere Auflage erfahren. Bis zum Abschlusskonzert am 1. September wird nun an jedem Mittwoch um 20 Uhr das große symphonische Instrument in festlichen Konzerten ­erklingen.</p>
<p>Meiningens Stadtkantor Sebastian Fuhrmann ist es wieder gelungen, international anerkannte Musiker für diese Reihe zu gewinnen. Am 14. Juli sind Alena-Maria Stolle (Sopran) und Jürgen Natter (Orgel) zu hören. Am 21. Juli ist Hartmut Meinhardt, Bad Salzungen, zu Gast und die Angebote im Juli beschließen am 28. Anna Gann (Sopran), Gunter Sieberth (Oboe) und Sebastian Fuhrmann (Orgel). Die ­weiteren Konzerte werden jeweils ­aktuell in der Rubrik »Termine« angezeigt.</p>
<p>Die Stadtkirche erlebte als ältestes Gotteshaus der Stadt viele bauliche Veränderungen. Im Zusammenhang mit dem letzten großen Umbau zwischen 1884 und 1889 erhielt sie eine Orgel der Firma Martin Schlimbach &amp; Sohn aus Würzburg. In seiner Zeit als Hofkapellmeister in Meiningen komponierte Max Reger unter deren Eindruck bedeutende Werke für dieses Instrument. Durch Eberhard Friedrich Walcker aus Ludwigsburg wurde es 1932 nach den Vorgaben des längst verstorbenen Komponisten erweitert. Besonders das von ihm gewünschte Schwellwerk eröffnet dem Organisten besondere Gestaltungsmöglichkeiten und eine enorme ­Klangentfaltung.</p>
<p>In den letzten Kriegstagen wurde das wertvolle Instrument schwer beschädigt. Die notwendigen Reparaturarbeiten konnten danach aber nie umfassend ausgeführt werden. Unter der engagierten Mithilfe vieler und mit einem großen Kraftakt der Kirchengemeinde konnte schließlich im Mai 1994 die Wiedereinweihung der Reger-Orgel gefeiert werden.</p>
<p><em>Uta Schäfer</em></p>
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		<title>Eine Missionarin im Großstadtdschungel</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 07:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Heidrun Böhm]]></category>
		<category><![CDATA[Missionarin]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>

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		<description><![CDATA[Heidrun Böhm lebt in Chiang Mai im Norden Thailands.
Missionar zu sein hatte sie sich früher so vorgestellt: Auf dem Land oder im Dschungel, also weit weg von der Zivilisation, Menschen das Evangelium zu bringen und selbst möglichst einfach zu leben ohne Luxus und technische Hilfsmittel. Diese Sicht hat Heidrun Böhm mittlerweile revidiert. Heute lebt sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heidrun Böhm lebt in Chiang Mai im Norden Thailands.</strong></p>
<div id="attachment_3165" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-3165" style="margin: 2px" title=" Heidrun Böhm" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/hboehm1.jpg" alt="In Deutschland berichtet Heidrun Böhm zurzeit über ihre Arbeit. Foto: Ines Rein-Brandenburg" width="300" height="400" /><p class="wp-caption-text">In Deutschland berichtet Heidrun Böhm zurzeit über ihre Arbeit. Foto: Ines Rein-Brandenburg</p></div>
<p>Missionar zu sein hatte sie sich früher so vorgestellt: Auf dem Land oder im Dschungel, also weit weg von der Zivilisation, Menschen das Evangelium zu bringen und selbst möglichst einfach zu leben ohne Luxus und technische Hilfsmittel. Diese Sicht hat Heidrun Böhm mittlerweile revidiert. Heute lebt sie in Chiang Mai, einer Großstadt im Norden Thailands, bewohnt eine Wohnung mit Klimaanlage und Waschmaschine, zählt Auto, Videoanlage und Mobiltelefon zu ­ihren Arbeitsmitteln. »Man muss gut ausgestattet sein, um von den Menschen auch ernst genommen zu werden«, hat sie erkannt.</p>
<p>Heidrun Böhm wurde von der Deutschen Missionsgemeinschaft entsandt und arbeitet in Thailand mit der Organisation Pioneers zusammen. Der Kontakt mit der thailändischen Bevölkerung entsteht über praktische Angebote. Zum einen über Englischkurse für Studierende, zum anderen über das Verteilen von Rollstühlen. Da im Buddhismus eine Behinderung als »schlechtes Karma« gesehen wird, erhalten die Betroffenen und ihre Familien wenig Unterstützung von den eigenen Landsleuten. Die Christen geben damit nicht nur materielle Hilfe, sondern auch Hoffnung und Ermutigung.</p>
<p>Zum international zusammengesetzten Team gehören viele Amerikaner. »Die Amerikaner haben das Motto: Das Beste für Gott – und entsprechend achten sie auf moderne Ausrüstung, effektiven Einsatz und bringen hohes persönliches Engagement ein«, sagt sie voll Hochachtung. »Die haben nur zwei Wochen Jahresurlaub, aber den setzten sie ein, um als Freiwillige Rollstühle zu verteilen.«</p>
<p>Ursprünglich hatte sie einen ganz anderen Weg eingeschlagen. 1959 in Eisenach geboren, studierte sie Pharmazie in Greifswald und arbeitete zwölf Jahre lang als Apothekerin in Gotha und Eisenach. Nach der Wiedervereinigung musste sie sich neu orientieren, da fiel ihr eine Information der Akademie für Weltmission in die Hände. Sie besuchte Kurse, führte viele Gespräche mit Missionaren, lernte Englisch. 1992 reiste sie zum ersten Mal nach Thailand. Sie hatte Missionare kennengelernt, die dort die Bibel in die Sprache eines der Bergvölker übersetzten und bekam Gelegenheit, drei Monate lang diese Arbeit kennenzulernen. Noch heute staunt sie, dass ihr damaliger nichtchristlicher Arbeitgeber sie monatelang unbezahlt freigestellt und sogar finanziell unterstützt hat.</p>
<p>Nach einem einjährigen Studium an der Bibelschule Falkenberg entschied sie sich ganz für die missionarische Arbeit. Zweieinhalb Jahre musste sie lernen, um die Sprache Thai einigermaßen zu beherrschen.  Etwa alle zweieinhalb Jahre verbringt sie sieben Monate Urlaub in Deutschland. In dieser Zeit berichtet sie von ihren Erfahrungen. »Was wäre aus meinem Leben geworden, wenn ich nur Atheisten gekannt hätte und keine Hoffnung von Gott?«, fragt sie und ist froh über ihre Aufgabe in Thailand.</p>
<p><em>Ines Rein-Brandenburg</em></p>
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		<title>Ein Schuhkarton Ansichtskarten</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 07:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Ute Banse]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor 20 Jahren begann die Erfolgsgeschichte von Ute Banse.
Rundherum Weihnachtssterne und draußen auf dem Erfurter Domplatz etwa 30 Grad Hitze. Bei ihr sei immer ein bisschen Weihnachten, sagt Ute Banse. Die 62-Jährige evangelische Christin ist seit nunmehr 20 Jahren selbstständig. Am Tag der Währungsunion, am 1. Juli 1990, habe sie mit einem Schuhkarton voll Ansichtskarten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3162" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/SEND_uk20100701a0002.jpg" alt="Ute Banse blickt auf bewegte 20 Jahre zurück. In ihrem Laden führt sie ausschließlich christliche Bücher und Devotionalien. Foto: Uli Koch" title="Ute Banse" width="560" height="391" class="size-full wp-image-3162" /><p class="wp-caption-text">Ute Banse blickt auf bewegte 20 Jahre zurück. In ihrem Laden führt sie ausschließlich christliche Bücher und Devotionalien. Foto: Uli Koch</p></div><br />
<strong>Vor 20 Jahren begann die Erfolgsgeschichte von Ute Banse.</strong></p>
<p>Rundherum Weihnachtssterne und draußen auf dem Erfurter Domplatz etwa 30 Grad Hitze. Bei ihr sei immer ein bisschen Weihnachten, sagt Ute Banse. Die 62-Jährige evangelische Christin ist seit nunmehr 20 Jahren selbstständig. Am Tag der Währungsunion, am 1. Juli 1990, habe sie mit einem Schuhkarton voll Ansichtskarten und einem alten Campingtisch angefangen. Die Idee zum mobilen Verkaufs- und Informationsstand an den Domstufen waren der gelernten Bekleidungsingenieurin gekommen, als sie als Stadtführerin ­arbeitete. »Die Touristen konnten ­nirgendwo Postkarten kaufen am Sonntag«, sagt sie. Wegen der Erziehung ihrer vier Kinder war sie lange Zeit als Hausfrau tätig gewesen. Nun suchte sie ein neues Betätigungsfeld. Sie besorgte sich eine Gewerbegenehmigung und stand nun täglich bis spät in die Nacht auf dem Domplatz.</p>
<p>Am 1. Juli 1990 hatte sie nur wenig DM-Wechselgeld. Aber für westdeutsche Touristen brauchte sie welches. Ihr »Startkapital« kam aus kleinen privaten Geldgeschenken von Menschen aus der Partnergemeinde. »Am ersten Tag habe ich 86 D-Mark eingenommen und war stolz wie ein Spanier«, erzählt sie. Es waren verrückte Zeiten, in denen vieles möglich war.</p>
<p>Die Geschäftsfrau, die inzwischen drei Angestellte hat, war bis 1996 mobil unterwegs. Später nicht mehr mit Campingtisch, sondern mit einem großen Wagen. Eines Tages kam der Evangelische Kirchenkreis auf sie zu, der den Kirchenladen »Lydia« in der Pergamentergasse betrieb. Der Kirchenkreis hatte einen Mietvertrag über zehn Jahre. Der Laden jedoch lief nicht besonders. »Sie suchten jemanden, der das auf eigene Verantwortung übernimmt«, blickt sie zurück. Zuerst meinte sie, den Laden fortzuführen sei gegen jede kaufmännische Vernunft. Doch im Gespräch mit Pfarrer Jeremias Treu kamen ihr so viele Ideen, dass sie es doch wagte. »Inzwischen bin ich zur ›Schwester Kirchenladen‹ geworden«, lacht sie. Neben dem Kirchenladen lief der mobile Stand weiter, betreut durch ihre Söhne. »Das war sicheres Geld, das ich in den Laden stecken konnte.«</p>
<p>Ihre kirchlichen Ehrenämter – Ute Banse war im Gemeindekirchenrat und im Kreiskirchenrat – hat sie nach ihrer Selbstständigkeit bald abgegeben. Aber ihr Glaube spielt weiterhin im Leben und Geschäft eine große Rolle. Einmal sei ein junges Mädchen in ihren Laden gekommen und habe gefragt: »Glauben Sie das alles, was in den Büchern steht?« Darauf habe sie geantwortet: »Ich glaube nicht alles, was in den Büchern steht, aber ich glaube, dass mich mein Christsein ­bewahrt vor Mutlosigkeit und Übermut.« Dass sich dieses Mädchen später taufen ließ, war für sie ein besonderes Erlebnis. Ihr Beruf sei eben auch Berufung.</p>
<p>Im Sortiment des Kirchenladens, der nun schon einige Jahre am Domplatz sein Domizil gefunden hat, sind ausschließlich christliche Literatur und Karten, zudem Kerzen für Taufe oder Trauung, Weihnachtssterne, Adventskalender – und Krippen zum Sammeln. Im Keller des Geschäftes werden die Krippen ausgestellt – von Juni bis Januar. Viele würden einzelne Krippenfiguren kaufen – das Jesuskind zum Beispiel für einen Täufling, die Heilige Familie für ein Brautpaar – und so nach und nach eine Weihnachtskrippe zusammenstellen. Zudem betreibt sie eine Kerzenverzierwerkstatt im Keller des Hauses.</p>
<p>Anders als in ihren »mobilen Zeiten« bleibt der Kirchenladen am Sonntag geschlossen. Der Herr habe einen Ruhetag eingelegt, auch der Mensch brauche diesen Tag, kann sie aus eigener Erfahrung sagen.</p>
<p>Am Jubiläumstag gab es Blumen und viel Besuch. Vor dem Haus hatte sich der Druckgrafiker Hans Otto Mempel mit einer mobilen Buchdruckmaschine postiert, auf der die Besucher Lesezeichen herstellen konnte. Auch das Lebensmotto von Ute Banse ist darauf zu lesen: »Wagen statt klagen!« So ist aus bescheidenen Anfängen ein bekanntes Fachgeschäft geworden.</p>
<p><em>Dietlind Steinhöfel</em></p>
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		<title>Ein Stück Himmel auf Erden</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 13:50:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Ilse Junkermann]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchweihe]]></category>
		<category><![CDATA[Teichwitz]]></category>

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		<description><![CDATA[200 Gäste feierten mit den Teichwitzern die Wiedereinweihung ihrer Kirche.
Geschichten gibt es, die nach Zeit verlangen, bis sie ein glückliches Ende finden. Die Geschichte der Restaurierung der 1734 erbauten Teichwitzer Kirche ist eine solche. Über sechs Jahre zog sich die Sanierung hin. Am 27. Juni fand sie ihr glückliches Ende. Landesbischöfin Ilse Junkermann weihte die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3116" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/gh_kirchweihe_teichwitz_001.jpg" alt="Abschluss eines langen Weges: Landesbischöfin Ilse Junkermann (auf der ­Kanzel) weiht mit einem Festgottesdienst die restaurierte Teichwitzer Kirche wieder ein. Foto: Karsten Schaarschmidt" title="Kirchweihe Teichwitz" width="560" height="373" class="size-full wp-image-3116" /><p class="wp-caption-text">Abschluss eines langen Weges: Landesbischöfin Ilse Junkermann (auf der ­Kanzel) weiht mit einem Festgottesdienst die restaurierte Teichwitzer Kirche wieder ein. Foto: Karsten Schaarschmidt</p></div><br />
<strong>200 Gäste feierten mit den Teichwitzern die Wiedereinweihung ihrer Kirche.</strong></p>
<p>Geschichten gibt es, die nach Zeit verlangen, bis sie ein glückliches Ende finden. Die Geschichte der Restaurierung der 1734 erbauten Teichwitzer Kirche ist eine solche. Über sechs Jahre zog sich die Sanierung hin. Am 27. Juni fand sie ihr glückliches Ende. Landesbischöfin Ilse Junkermann weihte die Kirche des 120-Seelen-Dorfes nahe dem ostthüringischen Weida, deren Namenspatron nun Johannes der Täufer ist, vergangenen Sonntag wieder ein. »Jede Kirche ist ein Stück Himmel auf Erden, und ich freue mich, das Teichwitz wieder ein Stück Himmel auf Erden hat«, gratulierte sie der Gemeinde.</p>
<p>Es ist ein strahlendes Stück Himmel auf Erden. »Unvergleichlich« sei der jetzige mit dem Zustand vor der Renovierung, freut sich Pfarrer Martin Schäfer. »Klein und eng« habe das vormals von Dunkelblau und Grautönen beherrschte Gotteshaus gewirkt, das sich nun »hell und weit« vorstellt. Sechs frühere Farbfassungen fand Malermeister Eckhard Kahnt, zwei wurden von der Gemeinde favorisiert und von den Handwerkern brillant umgesetzt, inklusive feiner Marmorierungen am Kanzelaltar sowie an den Emporen.</p>
<p>Die Wiedereinweihung ihrer Kirche feierten die Teichwitzer mit einem Fest unter dem Motto »Gemeinden laden Gemeinden ein«. Und mit gut 200 Gästen, darunter die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg sowie der langjährige Teichwitzer Pfarrer Joachim Schmidt, freuten sich auch zahlreiche Christen des Kirchspiels Weida, zu dem außer Teichwitz neun weitere Gemeinden gehören, mit den Christen des kleinen Dorfes. Der vom Posaunenchor Weida und von Chören der Gemeinden musikalisch begleitete sowie neben der Landesbischöfin von Pfarrer Martin Schäfer und Pastorin Christine Schäfer gestaltete Gottesdienst am Sonntagmorgen war der Auftakt der ganztägigen Feier. In ihrer Predigt verwies Landesbischöfin Junkermann darauf, dass die Teichwitzer mit dem neuen Namenspatron »eine besondere Verpflichtung« übernehmen würden, nämlich, von sich weg auf andere, auf Menschen in Not zu zeigen, für sie »Wegbereiter und Wegbegleiter« im christlichen Sinne zu sein. Mit der Orientierung an Johannes dem Täufer »können unsere Wege Friedenswege sein«, sagte sie.</p>
<p>Gern habe sie die Einladung nach Teichwitz angenommen, so Ilse Junkermann am Rande des Festes. »In der Kirche kommt es nicht auf Größe an, sondern darauf, dass Menschen sich verbinden und treu zu ihrer Kirche stehen«, so die Landesbischöfin, beeindruckt vom großen Engagement der kleinen Gemeinde. Der Besuch helfe ihr, die Menschen kennenzulernen und sei Unterstützung, dass sie darauf vertrauen könnten, »dass Gottes Geist selbst in den kleinsten Gemeinden wirkt«.</p>
<p>Stolz, dass die Landesbischöfin den Weg nach Teichwitz fand, ist auch Erika Schaller. Als »Motor der Kirchensanierung« bezeichnete Pfarrer Schäfer die langjährige Bürgermeisterin des Ortes, die ebenfalls Mitglied im Gemeindekirchenrat ist. Erika Schaller selbst gibt sich bescheiden. »Nicht so viel Lob, das ist nicht meine Sache«, sagt sie. Es sei trotz der vielen Arbeit eine schöne Zeit gewesen, denkt sie an die Jahre der Renovierung der Kirche zurück, vor allem, weil im Dorf an einem Strang gezogen worden sei. »Einer allein kann nichts bewirken, hier sind immer alle mitgegangen«, sagt sie und ist »glücklich, dass wir die Sanierung nun geschafft haben«.</p>
<p>Dieses gemeinsame Engagement war bei dem sich an den Gottesdienst anschließenden Fest auf dem Dorfplatz und in der Kirche wieder spürbar. Dort erinnerte eine Dokumentation an die Schritte der Sanierung, ein Video informierte über Johannes den Täufer, der Flötenkreis lud zu einer musikalischen Feierstunde ein, und selbstredend war für das leibliche Wohl gesorgt. Übrigens, die Kollekte des Tages wird für die bevorstehende Sanierung der Orgel verwendet, aber angesichts der schon erbrachten, großartigen Leistung bestehen keine Zweifel, dass die Teichwitzer auch diese Aufgabe meistern werden.</p>
<p><em>Karsten Schaarschmidt</em></p>
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		<title>Musik, Tanz und Besinnung</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 13:48:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz und Folkfest]]></category>
		<category><![CDATA[TFF]]></category>
		<category><![CDATA[TFF-Rudolstadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Kirche beteiligt sich mit eigenen Angeboten am Rudolstädter Tanz- und Folkfestival.
Wenn sich ab Freitag (2. Juli) Tausende Musikbegeisterte zum 20. Tanz- und Folkfestival in Rudolstadt (TFF) treffen, öffnet wie alle Jahre auch die evangelische Stadtkirche St. Andreas ihre Pforten. Mit elf Konzerten, Gottesdienst und Kirchencafé beteiligt sich die Kirchengemeinde am größten Folk-Roots-Weltmusik-Festival in Deutschland.
»Die Kirche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3113" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/tff-2009-huun-huur-tu-foto-andreas-Abendroth-22.jpg" alt="Die Musiker suchen Ruhe vor dem Auftritt, die Festival-Gäste eher am Abend nach Musik und Tanz. Da sind Taizé-Gebete um Mitternacht ein guter Ausgleich. Foto: Andreas Abendroth" title="tff-2009-huun-huur-tu-foto-andreas-Abendroth" width="560" height="372" class="size-full wp-image-3113" /><p class="wp-caption-text">Die Musiker suchen Ruhe vor dem Auftritt, die Festival-Gäste eher am Abend nach Musik und Tanz. Da sind Taizé-Gebete um Mitternacht ein guter Ausgleich. Foto: Andreas Abendroth</p></div><br />
<strong>Kirche beteiligt sich mit eigenen Angeboten am Rudolstädter Tanz- und Folkfestival.</strong></p>
<p>Wenn sich ab Freitag (2. Juli) Tausende Musikbegeisterte zum <a href="http://www.tff-rudolstadt.de/" target="_blank">20. Tanz- und Folkfestival in Rudolstadt (TFF)</a> treffen, öffnet wie alle Jahre auch die evangelische Stadtkirche St. Andreas ihre Pforten. Mit elf Konzerten, Gottesdienst und Kirchencafé beteiligt sich die Kirchengemeinde am größten Folk-Roots-Weltmusik-Festival in Deutschland.</p>
<p>»Die Kirche ist von Anfang an mit eigenen Beträgen dabei«, sagt Pfarrer Johannes-Martin Weiss. Die Festival-Bewegung komme aus der bürgerbewegten Zeit 1989/90. Die offene Jugendarbeit der Kirche habe daran großen Anteil gehabt, war doch damals die Kirche einer der wenigen öffent­lichen Räume, wo auch »subversive« Musik gespielt wurde. In Ermangelung eigener Bühnen standen ihre Räume für das Folkfestival offen.</p>
<p>In den letzten Jahren ist das TFF ­expandiert. Über 80 Gruppen aus 30 Ländern werden in den drei Juli-Tagen auftreten.<br />
»Insgesamt haben wir in diesem Jahr über 1.000 Künstler vor Ort«, informiert Petra Rottschalk, Fachdienstleiterin für Kultur in der Stadt und Mitorganisatorin des Festivals. Auch für die evangelische Kirchengemeinde wird es wieder ein Kraftakt. Es sei ein Ausnahmezustand wie Heiligabend, Osternacht oder Pfingsten mit vielen Taufen, meint Pfarrer Weiss. »Da gibt’s für alle Pfarrer Urlaubssperre.«</p>
<p>Der Schwerpunkt des Folkfestivals in Rudolstadt liegt in diesem Jahr bei Äthiopien, der Instrumentenschwerpunkt bei Trompete, und bei den Tänzen wird dem Stepptanz besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Hier gibt es nicht nur zahlreiche Vorführungen sondern auch Workshops, wo die Besucher selbst den Stepptanz lernen können.<br />
Auch die Kirche passt sich diesen Schwerpunkten an. Im traditionellen Kirchenkonzert zur Eröffnung am Freitag wird diesmal Trompete erklingen. Im Tanzfestgottesdienst am Sonntag, 10 Uhr, tritt die Gruppe »Kralytsia« aus der Ukraine auf, die auch geistliche Lieder spielt.</p>
<p>Die Andreaskirche liegt außerhalb des Festivalgeländes, sodass die Besucher auch ohne Eintrittskarte alle Angebote wahrnehmen können. Den ganzen Tag über ist Programm – drei Konzerte am Freitag, fünf am Sonnabend und vier am Sonntag. 200 bis 300 Zuhörer wurden in den vergangenen Jahren gezählt. Bei schlechtem Wetter seien es auch bis 800, sagt Weiss.</p>
<p>Für Freitag- und Sonnabendnacht bereitet die evangelische Jugend zudem Taizé-Gebete vor. Hier kämen bis zu 70 Menschen, die Ruhe und Entspannung suchen. Die Pfarrer sind während des Festes Ansprechpartner für Menschen, die seelsorgerlichen Beistand brauchen. Das würde durchaus genutzt. Die kirchlichen Angebote, so Pfarrer Weiss, hätten einen festen Platz beim Festival und die Kirche sei ein wichtiger Raum im großen Trubel.</p>
<p><em>Andreas Abendroth</em></p>
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		<title>Grenzenlos – Respekt üben</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 14:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Respekt]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Sonneberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonneberger Schülerprojekt präsentierte sich erfolgreich im Erfurter Landtag.
Jeannette Rockstroh ist erfahren bei der Verknüpfung von Kirche und Schule. Scheinbare Grenzen zwischen Menschen abzubauen, ist ihr Herzenssache, und ihr Credo lautet: »Respekt ist etwas, das man lernen kann.« Die Sonneberger Gemeindepädagogin weiß aus ihrer Tätigkeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, wie weit heutzutage Jugendwahn und Altwerden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3070" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/P1070182.jpg" alt="Interessant und erlebnisreich war für die Schülerinnen und Schüler der Lohauschule des Sonneberger Herrmann- Pistor-Gymnasiums der Besuch im Erfurter Landtag. Zusammen mit Gemeindepädagogin Jeanette Rockstroh durften sie am 12. Juni in die Landeshauptstadt fahren, um hier am Ehrenamtstag ihr Projekt »Respekt« zu präsentieren. Die ­Südthüringer gehörten zu den sieben, die unter mehr als 100 Bewerbungen aus ganz Thüringen ­ausgewählt worden waren. Foto: Jeanette Rockstroh" title="Respekt" width="560" height="420" class="size-full wp-image-3070" /><p class="wp-caption-text">Interessant und erlebnisreich war für die Schülerinnen und Schüler der Lohauschule des Sonneberger Herrmann- Pistor-Gymnasiums der Besuch im Erfurter Landtag. Zusammen mit Gemeindepädagogin Jeanette Rockstroh durften sie am 12. Juni in die Landeshauptstadt fahren, um hier am Ehrenamtstag ihr Projekt »Respekt« zu präsentieren. Die ­Südthüringer gehörten zu den sieben, die unter mehr als 100 Bewerbungen aus ganz Thüringen ­ausgewählt worden waren. Foto: Jeanette Rockstroh</p></div><br />
<strong>Sonneberger Schülerprojekt präsentierte sich erfolgreich im Erfurter Landtag.</strong></p>
<p>Jeannette Rockstroh ist erfahren bei der Verknüpfung von Kirche und Schule. Scheinbare Grenzen zwischen Menschen abzubauen, ist ihr Herzenssache, und ihr Credo lautet: »Respekt ist etwas, das man lernen kann.« Die Sonneberger Gemeindepädagogin weiß aus ihrer Tätigkeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, wie weit heutzutage Jugendwahn und Altwerden auseinanderdriften. Deshalb initiierte sie im vergangenen Jahr das Projekt »Respekt«, mit dem sie einmal im Monat junge und alte ­Menschen zusammenbringt.</p>
<p>Die Religionsschülerinnen und -schüler der 5. Klasse aus der Sonneberger Lohauschule besuchen dann im Rahmen des Teilprojektes »Alt und Jung« das direkt gegenüberliegende Annastift. Hier erfreuen sie mit einem kleinen Programm die betagten Bewohner und hören auch von diesen, wie sie einst ihre Jugendzeit erlebten und was ihnen damals wichtig war. Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler ist freiwillig und erfolgt im Anschluss an den regulären Unterricht.</p>
<p>»Das Problem ist, dass es heutzutage ja kaum noch diese sogenannten Mehrgenerationen-Familien gibt und die älteren Bürger – noch dazu, wenn sie pflegebedürftig sind – mehr und mehr ausgegrenzt werden. Diesem Trend entgegenzuwirken ist Sinn ­unseres Projektes«, erklärt Jeanette Rockstroh.</p>
<p>Vonseiten des diakonischen Alten- und Pflegeheimes wurde diese Idee gern aufgenommen und engagiert begleitet. Inzwischen ging die beiderseitige Zurückhaltung von Jung und Alt in Nähe über. »Dass das alles nicht ganz so einfach gehen würde, war klar. Aber das Erlernen von Respekt vor dem Alter wird in Zukunft mehr und mehr eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft einnehmen müssen«, so Gemeindepädagogin Rockstroh vorausblickend.</p>
<p>Zum gemeindepädagogischen Projekt »Respekt« gehört noch ein weiteres Teilprojekt. »Arm und Reich« heißt es und widmet sich einem anderen Spannungsfeld der Gesellschaft. In Zusammenarbeit mit der Diakonie Sonneberg helfen zwei bis drei Schüler der 6. Klassen einmal im Monat für eine Stunde bei der »Tafel« ihrer Stadt. Bei ganz praktischem Tun erleben sie hier Menschen, die in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation ihr Leben organisieren müssen.<br />
Selbstverständlich werden die Jugendlichen mit ihren Eindrücken, die sie während ihres ehrenamtlichen Engagements sammeln, nicht allein gelassen. Es gibt im Anschluss Auswertungsgespräche und in Bildern, Zeichnungen und Texten halten sie ihre Erfahrungen fest.</p>
<p>Die Präsentation der Teilprojekte »Arm und Reich« sowie »Jung und Alt« kam Mitte Juni am »Tag der offenen Tür« im Thüringer Landtag so gut an, dass »wir für 2011 nach Jena eingeladen wurden, um das Gesamtprojekt ›Respekt‹ näher vorzustellen«, freut sich Jeanette Rockstroh über die Resonanz.</p>
<p><em>Thomas Höfling</em></p>
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		<title>Lebendiges Wasser verbindet</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/17/lebendiges-wasser-verbindet/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 14:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Breitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Werratal-Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[Werratal-Tag: Breitungen war Gastgeber für eine ganze Region.
Sie entspringt in rund 800 Metern Höhe im Thüringer Schiefergebirge, schlängelt sich in vielen Bögen durch zauberhafte Landschaft in nordwestlicher Richtung, um nach etwa 300 Kilometern und knapp 700 Meter tiefer zusammen mit der Fulda zur Weser zu werden – die Werra, Grenzfluss und ­Lebensader zugleich.
ns Wasser fällt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Werratal-Tag: Breitungen war Gastgeber für eine ganze Region.</strong></p>
<p><em>Sie entspringt in rund 800 Metern Höhe im Thüringer Schiefergebirge, schlängelt sich in vielen Bögen durch zauberhafte Landschaft in nordwestlicher Richtung, um nach etwa 300 Kilometern und knapp 700 Meter tiefer zusammen mit der Fulda zur Weser zu werden – die Werra, Grenzfluss und ­Lebensader zugleich.</em></p>
<p><div id="attachment_3034" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/8-Breitungen.2a-300x235.jpg" alt="Als Vertreter der Kirchengemeinde Barchfeld war Lucas Weitz mit der gefüllten Taufkanne seiner Heimatgemeinde zum Gottesdienst gekommen. Jörg Bräuning präsentierte nicht nur die Wernshäuser Taufkanne. Mit seiner Flößertracht erinnerte der Kirchenälteste auch an die Flößertradition auf der Werra. Foto: Wolfgang Swietek" title="Als Vertreter der Kirchengemeinde Barchfeld war Lucas Weitz mit der gefüllten Taufkanne seiner Heimatgemeinde zum Gottesdienst gekommen. Jörg Bräuning präsentierte nicht nur die Wernshäuser Taufkanne. Mit seiner Flößertracht erinnerte der Kirchenälteste auch an die Flößertradition auf der Werra. Foto: Wolfgang Swietek" width="300" height="235" class="size-medium wp-image-3034" /><p class="wp-caption-text">Als Vertreter der Kirchengemeinde Barchfeld war Lucas Weitz mit der gefüllten Taufkanne seiner Heimatgemeinde zum Gottesdienst gekommen. Jörg Bräuning präsentierte nicht nur die Wernshäuser Taufkanne. Mit seiner Flößertracht erinnerte der Kirchenälteste auch an die Flößertradition auf der Werra. Foto: Wolfgang Swietek</p></div>Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich still und leise. Und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise.« Das beliebte Kirchenlied singen die Besucher während des Gottesdienstes im großen Festzelt an der Salzunger Straße in Breitungen. Mit dieser Begegnung fügten sich die Christen der Werragemeinde nicht nur in das umfangreiche Programm des Werratal-Tages ein, der am vergangenen Wochenende viele Besucher nach Breitungen lockte, auch thematisch nahm der Gottesdienst das Anliegen dieses Treffens auf. »20 Jahre grenzenloses Werratal – Ein Fluss verbindet &#8230;« hatten sich die Fluss-Anlieger als Thema gewählt, die aus Thüringen und auch die von »jenseits« der innerdeutschen Grenze.</p>
<p>Berührungsängste kennt man in Breitungen ohnehin nicht und praktischer Sinn kennzeichnet das Zusammenleben. Aus den Ortsteilen Herrenbreitungen, Frauenbreitungen und Altenbreitungen bestehend und auf beiden Flussseiten liegend, gibt es hier beispielsweise seit Jahrhunderten zwei evangelische Kirchengemeinden. Die eine davon in Herrenbreitungen mit Pfarrer Wolfgang Schulte ist Teil der Kirchenprovinz Kurhessen-Waldeck, während die evangelischen Christen von Altenbreitungen und Frauenbreitungen mit Pfarrer Stephan Koch zur einstigen thüringischen Landeskirche, jetzt EKM, gehören. Beim Festgottesdienst feierten sie selbstverständlich gemeinsam.</p>
<p>»Beeindruckend, wie wichtig dieser Fluss für uns Menschen ist. Sein lebendiges Wasser verbindet uns, die wir an den Ufern leben. Gemeinsam feiern wir, aber auch das gleiche Schicksal müssen wir teilen, wenn der Fluss bei Hochwasser über die Ufer tritt«, so Pfarrer Stephan Koch in seiner Predigt. Wasser sei das wichtigste Lebensmittel. »Gott sei Dank leben wir in einem Land«, so Stephan Koch, »in dem wir nur den Hahn aufdrehen müssen, und das Wasser sprudelt.« In vielen Regionen der Welt sei dies jedoch nicht so.</p>
<p>Zugleich erinnerte er an die Geschichte, aus der überliefert sei, wie heftig die eigenen Brunnen als Grundlage allen Lebens verteidigt wurden. Und er spannte den Bogen hin zur liturgischen Bedeutung des Wassers bei der Taufe. »Im Zeichen des Wassers wäscht Gott die Sünde ab«, sagte Pfarrer Stephan Koch.</p>
<p>Mit Taufkannen hatten Vertreter von fünf Kirchengemeinden »lebendiges Werrawasser« mitgebracht, das sie dann symbolhaft in einem Gefäß vereinten, um ihre Gemeinsamkeit zu demonstrieren. Jörg Bräuning (Wernshausen), Dorothea Raatz (Mila), Traude Pfaff (Alten- und Frauenbreitungen), Dieter Leyh (Herrenbreitungen) und Lucas Weitz (Barchfeld) hatten diese Aufgabe im Auftrag ihrer Kirchengemeinden übernommen.</p>
<p>Auch am Sonntagnachmittag waren die Breitunger Christen beim Werratal-Tag präsent und beteiligten sich mit je einem selbstgebauten Gefährt an der Gaudifloßfahrt auf der Werra, setzten sozusagen das Kirchenlied »Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt« ins Bild. Die beiden Pfarrer Wolfgang Schulte und Stephan Koch gingen dabei selbst mit aufs Wasser, hatten als Kapitäne das Steuer fest in der Hand.</p>
<p>Leider listet der Flyer zum Werratal-Tag, der schon Wochen zuvor überall entlang des Flusses in öffentlichen Gebäuden und Touristinformationen auslag, die Aktivitäten der Kirchengemeinden nicht auf. Das Programm am Sonntag beginnt erst um 10 Uhr mit dem Spiel des Puppentheaters Meiningen. Der beeindruckende Festgottesdienst bleibt unerwähnt. Um so erfreulicher, dass trotzdem viele Besucher am Sonntagmorgen den Weg ins Festzelt fanden, um den ganz auf diesen Tag zugeschnittenen Gottesdienst miteinander zu feiern.</p>
<p><em>Wolfgang Swietek</em></p>
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