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	<title>⇒ Glaube + Heimat &#187; Sachsen-Anhalt plus</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Porta Fidei – Tür des Glaubens</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 09:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander von Plock]]></category>
		<category><![CDATA[Osterwieck]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanikirche]]></category>

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		<description><![CDATA[Fotoausstellung zur berühmten Nowgoroder Bronzetür in Osterwieck
Wer die berühmte Bronzetür der Sophienkathedrale in Nowgorod sehen möchte, muss nicht unbedingt nach Russland reisen. In Form von über 50 großformatigen Farbdrucken kommt sie vom 26. Februar bis 15. April in die Stephanikirche in Osterwieck bei Halberstadt. Die Fotos stammen von Professor Richard Knapinski, Kunsthistoriker an der Katholischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fotoausstellung zur berühmten Nowgoroder Bronzetür in Osterwieck</strong></p>
<div id="attachment_9336" class="wp-caption alignright" style="width: 604px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/02/Sachsen-Anhalt-links-rechts-06.jpg" rel="shadowbox[post-9334];player=img;"><img class="size-full wp-image-9336" title="Sachsen-Anhalt-links-rechts-06" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/02/Sachsen-Anhalt-links-rechts-06.jpg" alt="Der Magdeburger Gießer Riquin (li.) und sein jugendlicher Gehilfe Waismuth durften sich auf der Bronzetür zusammen mit ihren bischöflichen Auftraggebern als Figuren mit eingegossenen Namen darstellen. Die zu erkennenden Schäden rühren daher, dass die Tür immer wieder begehrte Kriegsbeute war und deshalb mehrmals demontiert und sogar vergraben wurde. Fotos: Veranstalter" width="594" height="422" /></a><p class="wp-caption-text">Der Magdeburger Gießer Riquin (li.) und sein jugendlicher Gehilfe Waismuth durften sich auf der Bronzetür zusammen mit ihren bischöflichen Auftraggebern als Figuren mit eingegossenen Namen darstellen. Die zu erkennenden Schäden rühren daher, dass die Tür immer wieder begehrte Kriegsbeute war und deshalb mehrmals demontiert und sogar vergraben wurde. Fotos: Veranstalter</p></div>
<p>Wer die berühmte Bronzetür der Sophienkathedrale in Nowgorod sehen möchte, muss nicht unbedingt nach Russland reisen. In Form von über 50 großformatigen Farbdrucken kommt sie vom 26. Februar bis 15. April in die Stephanikirche in Osterwieck bei Halberstadt. Die Fotos stammen von Professor Richard Knapinski, Kunsthistoriker an der Katholischen Universität Lublin in Polen.</p>
<p>Die Nowgoroder Bronzetür ist kunst- und kulturhistorisch mit dem Namen Wichmann von Seeburg verbunden, der von 1152 bis 1192 einer der bedeutendsten Magdeburger Erzbischöfe war. Sie ist eines der berühmtesten Kunstwerke der Romanik und wurde gleich nach dem Amtsantritt des Bischofs in der schon von seinem Vorgänger Friedrich von Wettin begründeten Bronzegusshütte geschaffen. Bischof Alexander von Plock hat sie vermutlich auf der Durchreise zur Krönung des ersten staufischen Königs Friedrich Barbarossa in Aachen für seine Bischofskirche an der fernen Weichsel in Auftrag gegeben. 1152 bis 1154 wurde sie gegossen.</p>
<p><strong>Besteht aus 46 einzeln gegossenen Teilen</strong></p>
<p>Ebenso wie die beiden Bischöfe haben sich darauf der Magdeburger Gießer Meister Riquin und sein jugendlicher Gehilfe Waismuth darstellen dürfen. Im 15. Jahrhundert kam noch das Relief Meister Abrahams dazu. Denn er war es, der die Tür, die schon im 13. Jahrhundert in Plock zur Kriegsbeute geworden war, nach mehreren Zwischenstationen im 15. Jahrhundert für das westliche Portal der orthodoxen Sophienkathedrale in Nowgorod-Welikij wieder zusammengefügt hat.</p>
<p>Möglich war dies alles nur, weil die Tür aus 46 einzeln gegossenen Teilen besteht, die auf einer Unterlage aus Holz befestigt und von Pflanzenrankenbordüren umrandet sind. Die meisten der dargestellten Szenen weisen eingegossene lateinische Inschriften auf, wogegen die eingeritzten russischen Inschriften aus dem 15. Jahrhundert stammen. So konnte die Tür mehrmals demontiert, sogar in der Erde vergraben und dann wieder zusammengesetzt werden.</p>
<p>Dies hat sicherlich die ursprüngliche Anordnung zerstört. Auf dem in Nowgorod befindlichen Original sind viele beschädigte Stellen und Risse zu erkennen, die auf wenig sorgfältige Wiederherstellungen und Reparaturen der Tür zurückzuführen sind.</p>
<p>Die Anordnung, in der die Tafeln heute aus Szenen des Alten und Neuen Testaments, historischen Figuren und sinnbildlichen, allegorischen Darstellungen zusammengesetzt und aneinandergereiht sind, macht deutlich, dass der ›Schlüssel‹ für das Verständnis des Kunstwerks dabei verlorengegangen ist.</p>
<p>Denn auf der Tür, die in Magdeburg für die Kathedrale in Plock an der Grenze der damaligen christlichen Welt gegossen worden war, ging es thematisch vorrangig nicht um das ›Leben Jesu‹ sondern um die Verkündung des christlichen Glaubens durch die ›Zwölf Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses‹, von denen jeder der Apostel nach der Überlieferung bei der Aussendung durch Christus selbst einen Satz formulierte und mit auf den Weg genommen hat (Divisio Apostolorum).</p>
<p><strong>Verlorene Anordnung erschwert Deutung</strong></p>
<p>Die Deutung des Programms hat Richard Knapinski schon ab 1980 umgetrieben, als er noch Diözesankustos in Plock war. Sie war das Thema seiner Doktorarbeit im Jahr 1988. Vor zwei Jahren konnte er erstmals digitale Fotografien für Farbkunstdrucke erarbeiten, deren Qualität es ermöglichte, die Tür in allen Einzelheiten zu studieren.</p>
<p>Bronzetüren sind schon seit der Antike bekannt, jedoch sind nur sehr wenige erhalten geblieben. Zu denen, die aus dem Mittelalter überkommen sind, gehören die Bernwardstür im Hildesheimer Dom, die um das Jahr 1000 entstand, und die Bronzetür des Ausgburger Domes von 1065.</p>
<p><em>(mkz) </em></p>
<p><strong>Eröffnung und Einführung in die Ausstellung am 26. Februar um 16 Uhr durch Professor Richard Knapinski aus Lublin</strong></p>
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		<title>»Der Mythos Anhalt lebt«</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 07:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[800 Jahre Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Anhaltische Kirchentag]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Landeskirche Anhalts]]></category>

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		<description><![CDATA[Landeskirche plant zum Jubiläum »800 Jahre Anhalt« ein vielfältiges Programm.
Knapp zwei Wochen vor dem offiziellem Eröffnungsfestakt in Dessau-Roßlau hat die anhaltische Landeskirche ihren Beitrag zum 800. Gründungsjubiläum der historischen Region Anhalt präsentiert.
Bei der Fülle von Programmpunkten wird deutlich, dass die Organisatoren in möglichst jedem Winkel der fünf Kirchenkreise die Geschichte der acht Jahrhunderte erfahrbar machen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9268" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/8-BALopperode11M05495512.jpg" alt="Das 800-jährige Anhalt lässt sich auch gut mit dem Rad erkunden und viele alte Kirchen stehen zur Besichtigung offen. Ein besonderes Angebot für Pedalritter ist die erst im vergangenen September Jahr eröffnete, künstlerisch gestaltete Radfahrerkapelle in einem Nebenraum der Kirche in Opperode im Harz. Foto: Jürgen Meusel  " title="8-BALopperode11M05495512" width="300" height="451" class="size-full wp-image-9268" /><p class="wp-caption-text">Das 800-jährige Anhalt lässt sich auch gut mit dem Rad erkunden und viele alte Kirchen stehen zur Besichtigung offen. Ein besonderes Angebot für Pedalritter ist die erst im vergangenen September Jahr eröffnete, künstlerisch gestaltete Radfahrerkapelle in einem Nebenraum der Kirche in Opperode im Harz. Foto: Jürgen Meusel  </p></div>
<p><strong>Landeskirche plant zum Jubiläum »800 Jahre Anhalt« ein vielfältiges Programm.</strong></p>
<p>Knapp zwei Wochen vor dem offiziellem Eröffnungsfestakt in Dessau-Roßlau hat die anhaltische Landeskirche ihren Beitrag zum 800. Gründungsjubiläum der <a href="http://www.anhalt800.de/anhalt800/startseite/" target="_blank">historischen Region Anhalt</a> präsentiert.</p>
<p>Bei der Fülle von Programmpunkten wird deutlich, dass die Organisatoren in möglichst jedem Winkel der fünf Kirchenkreise die Geschichte der acht Jahrhunderte erfahrbar machen wollen. Schließlich gebe es ein eigenes vitales Interesse daran, dass der »Traditionsraum« wiederentsteht, sagte <a href="http://www.landeskirche-anhalts.de/landeskirche/kirchenpraesident" target="_blank">Kirchenpräsident Joachim Liebig</a> am 23. Januar in Dessau-Roßlau. So sei die gleichnamige Evangelische Landeskirche die einzige noch bestehende öffentlich-rechtliche Institution in den alten Grenzen – und werde dies auch bleiben.</p>
<p>Auch gegenüber früheren Kritiken, es handele sich bei dem Jubiläum um eine »rein retrospektive Veranstaltung mit Nostalgie«, zeigte sich Liebig optimistisch. »Zum Ende dieses Jahres werden wir sagen können: Das meiste hat ganz vorzüglich funktioniert.« Häufig sind weitere Träger wie etwa Kommunen und Vereine einbezogen. Jeder der Kirchenkreise hat eigene Programm-Ideen entwickelt.</p>
<p>Als Höhepunkt des landeskirchlichen Beitrages zum Jubiläum gilt der neunte <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/10/himmlisches-fest-auf-dessauer-erden/" target="_blank">Anhaltische Kirchentag</a> im Juni in Ballenstedt. »Er soll kein innerkirchliches Fest werden, sondern nach dem Anspruch der gesamten Landeskirche für alle Menschen offen stehen«, so Kreisoberpfarrer Jürgen Dittrich. Unter dem Motto »Ein’ feste Burg« sind unter anderem eine Diskussion mit <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/11/25/%C2%BBetwas-einzigartiges%C2%AB/" target="_blank">Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU)</a> sowie dem <a href="http://www.bistum-magdeburg.de/front_content.php?idcat=1528" target="_blank">Magdeburger katholischen Bischof Gerhard Feige</a> und dem evangelischen <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2009/12/23/genug-gemeinsame-themen/" target="_blank">Bischof Friedrich Weber</a> aus der Braunschweiger Landeskirche geplant.</p>
<p>Vorbereitet wird auch ein »Ökumene-Dorf«, bei dem sich Kirchen aus dem Harz präsentieren. Ballenstedt befindet sich nur wenige Kilometer von der Burgruine Anhalt entfernt, die dem Gebiet seinen Namen gab. Der Burgberg soll Ende Juni von Ministerpräsident Haseloff als »Gedenkort« ausgewiesen werden. »Der Mythos Anhalt lebt«, wirbt Dittrich.</p>
<p>Im Kirchenkreis Köthen wird zu zwei Radtouren unter dem Motto »Grenzerfahrung« eingeladen. Sie führen entlang der noch heute durchaus »absonderlichen« Grenzen Anhalts, wie Kreisoberpfarrer Dietrich Lauter einräumte. Zu einem Konzert »800 Takte für Anhalt 800« im September in der Dessauer Petruskirche erwartet der Kirchenkreis mehr als 1000 Chorsänger aus Gemeinden der ganzen Landeskirche.</p>
<p>Gewissermaßen wie ein roter Faden zieht sich durch das Jahr die 2011 in Bernburg als erste Station gestartete Wanderausstellung »Von der Wiege bis zur Bahre – gelebter Glaube in Anhalt«. Sie ist aktuell in Zerbst zu sehen und soll nach Köthen, Ballenstedt und Coswig weiterziehen.</p>
<p>Anhalt war 1212 nach dem Tod von Herzog Bernhard selbstständiges Territorium geworden. Das Gebiet, das die Bezeichnungen Fürstentum und später Freistaat sowie Land führte, wurde Ende 1945 aufgelöst.</p>
<p><em>Karsten Wiedener</em></p>
<p><a href="http://www.anhalt800.de">www.anhalt800.de</a></p>
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		<title>»Ängste verschwinden nicht durch moralische Appelle«</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2012/01/23/%c2%bbangste-verschwinden-nicht-durch-moralische-appelle%c2%ab/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 07:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[Altmarkdorf Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Holger Stahlknecht]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Kleemann]]></category>

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		<description><![CDATA[
Moderierte Gespräche sollen im Altmarkdorf Insel zur Lösung im Streit um zwei Ex-Häftlinge führen.
»Wir müssen wieder miteinander reden«, sagt Christoph Hackbeil. Der Propst des Sprengels Stendal-Magdeburg gehörte zu den Theologen, die am 13. Januar am Friedensgebet in der Kirche des Dorfes Insel bei Stendal teilnahmen. Die Kirchengemeinde mit Pfarrer Alfredo Rockstroh hatte dazu eingeladen, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-9208" title="Insel-Ortsschild412" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/Insel-Ortsschild412.jpg" alt="Insel-Ortsschild412" width="580" height="456" /></p>
<p><strong>Moderierte Gespräche sollen im Altmarkdorf Insel zur Lösung im Streit um zwei Ex-Häftlinge führen.</strong></p>
<p>»Wir müssen wieder miteinander reden«, sagt Christoph Hackbeil. Der Propst des Sprengels Stendal-Magdeburg gehörte zu den Theologen, die am 13. Januar am Friedensgebet in der Kirche des Dorfes Insel bei Stendal teilnahmen. Die Kirchengemeinde mit Pfarrer Alfredo Rockstroh hatte dazu eingeladen, mit dabei waren auch der Stendaler Superintendent Michael Kleemann und Gefängnisseelsorger aus Burg. Nach dem Gebet in der Dorfkirche kam es zu Gesprächen mit den rund 35 Teilnehmern.</p>
<p>Zentrales Thema sei das Leben in Freiheit gewesen: Leben in Freiheit und Würde für zwei entlassene Straftäter, Leben ohne Angst für die Dorfbewohner. »Das sind zwei berechtigte Haltungen«, so Christoph Hackbeil gegenüber der Kirchenzeitung, »die Bewohner von Insel dürfen deshalb nicht in eine bestimmte Ecke gestellt werden.«</p>
<p>Anlass für das Gebet war der<a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/11/22/%C2%BBes-darf-nicht-sein-dass-ein-ganzes-dorf-an-diesem-konflikt-zerbricht%C2%AB/" target="_blank"> seit Monaten schwelende Streit um zwei ehemalige Sexualstraftäter</a>, die nach 26 beziehungsweise 24 Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung im Sommer aus Baden-Württemberg nach Insel gezogen waren. Freigekommen waren sie, weil der Europäische Gerichtshof die deutsche Praxis der Sicherungsverwahrung ausgesetzt hatte.</p>
<p>Ab August gab es Proteste und eine Unterschriftensammlung gegen die Pläne des 54- beziehungsweise 64-Jährigen, dauerhaft in Insel leben zu wollen. Ende September duldeten die Dorfbewohner, dass sich Mitglieder rechter Kameradschaften den Protesten anschlossen. Als der sachsen-anhaltische Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) und der Stendaler Superintendent Michael Kleemann die beiden Männer bewogen, aus Insel wegzuziehen, endeten die Proteste – vorläufig.</p>
<p>Doch weil trotz intensiver Suche von Kleemann bis heute keine neue Bleibe für die Männer gefunden wurde und der Ältere der beiden inzwischen sein Einverständnis zum Wegzug aus dem Altmarkdorf zurückzog, flammten die Proteste zu Jahresbeginn wieder auf.</p>
<blockquote><p>»Es braucht von allen Seiten Geduld und Einsatz, um einen Weg zu finden«</p></blockquote>
<p>Am 12. Januar äußerte sich Landesbischöfin Ilse Junkermann erstmals zu den Vorgängen in Insel: »Rechtsextreme von außen benutzen die Sorgen und Ängste für ihre menschenverachtende Propaganda. Mir ist klar, Ängste verschwinden nicht einfach durch Verweise auf die Rechtslage oder moralische Appelle.« Sie nehme wahr, dass sich Menschen in Insel nicht ernst genug genommen fühlen.</p>
<p>Allerdings zeige sich, dass von allen Seiten Geduld nötig sei, einen Weg zu finden, mit dem Beteiligte und Betroffene leben können. Um dieses Ziel zu erreichen, brauche es mehr gegenseitiges Verständnis, so die Landesbischöfin weiter. Es sei an dem Grundrespekt festzuhalten, der jedem Menschen zustehe, auch ehemaligen Strafgefangenen.</p>
<p>Christoph Hackbeil unterstrich gegenüber der Kirchenzeitung, dass die intensive Suche des Stendaler Superintendenten nach einer neuen Bleibe für die beiden Ex-Häftlinge ein wichtiger Beitrag gewesen sei. Aktuell komme es darauf an, als Kirche zu moderieren zwischen den Dorfbewohnern, die den Wegzug beider Männer verlangen und denen, die den Älteren beim Bleiben im Dorf unterstützen wollen. Einzelheiten, wie das ablaufen soll, müssten jetzt abgesprochen werden, so der Regionalbischof.</p>
<p><em>Angela Stoye</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fest der Anständigen</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2012/01/20/fest-der-anstandigen/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 16:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis gegen Rechts]]></category>
		<category><![CDATA[Meile der Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Neonaziaufmarsch Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmar Gabriel]]></category>

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		<description><![CDATA[&#xA0;
Magdeburg: Mehr als 10.000 Menschen beteiligten sich an der »Meile der Demokratie« gegen einen Neonaziaufmarsch.
»Eine besondere Motivation brauchte ich gar nicht, die Teilnahme ist doch selbstverständlich für mich.« Bereitwillig gibt Marie-Luise Olbrecht aus Barleben am Stand des Magdeburger Hegel-Gymnasiums Auskunft über ihre Beweggründe, warum sie sich am Protest gegen den Neonaziaufmarsch beteiligt. Den Fragebogen, bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_9213" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/MDmeile_0356412.jpg" alt="Ein Mittel gegen Kälte ist ein warmer Schal – Wer einen benötigte, konnte sich am Stand des Cafés »Krähe« aus einem kunterbunten Sortiment einen aussuchen und gegen eine Spende mitnehmen (oben). Das musikalische Programm auf der Kirchenbühne am Hundertwasserhaus eröffnete der Magdeburger Gospelchor »Go(o)d Voices«. Fotos: Viktoria Kühne" title="MDmeile_0356412" width="580" height="353" class="size-full wp-image-9213" /><p class="wp-caption-text">Ein Mittel gegen Kälte ist ein warmer Schal – Wer einen benötigte, konnte sich am Stand des Cafés »Krähe« aus einem kunterbunten Sortiment einen aussuchen und gegen eine Spende mitnehmen (oben). Das musikalische Programm auf der Kirchenbühne am Hundertwasserhaus eröffnete der Magdeburger Gospelchor »Go(o)d Voices«. Fotos: Viktoria Kühne</p></div><br />
&#xA0;<br />
<strong>Magdeburg: Mehr als 10.000 Menschen beteiligten sich an der »Meile der Demokratie« gegen einen Neonaziaufmarsch.</strong></p>
<p>»Eine besondere Motivation brauchte ich gar nicht, die Teilnahme ist doch selbstverständlich für mich.« Bereitwillig gibt Marie-Luise Olbrecht aus Barleben am Stand des Magdeburger Hegel-Gymnasiums Auskunft über ihre Beweggründe, warum sie sich am Protest gegen den Neonaziaufmarsch beteiligt. Den Fragebogen, bei dem die Schüler neben der Motivation, auch eigene Erfahrungen mit Rassismus und die Stellung zu einem NPD-Verbot wissen wollen, haben sie selbst erarbeitet.<br />
<img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/MDmeile_0406412.jpg" alt="MDmeile_0406412" title="MDmeile_0406412" width="580" height="364" class="alignnone size-full wp-image-9214" /><br />
&#xA0;<br />
Im Zelt der Landeszentrale für politische Bildung nebenan lesen  Schülerinnen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums derweil aus den  Flugblättern der Weißen Rose. »Die Namensgeber unserer Schule habe sich früh für Demokratie eingesetzt, jetzt wollen wir ihnen nacheifern«, sagt  die 15-jährige Laura von der AG Schule ohne Rassismus. Die beiden  Magdeburger Gymnasien gehören zu den elf Schulen, die am 14. Januar bei  der »<a href="http://www.meile-der-demokratie.de/" target="_blank">Meile der Demokratie</a>« mit von der Partie sind. Zu der Aktion, die  bereits zum vierten Mal stattfindet, haben das Magdeburger »Bündnis gegen Rechts« und die Stadtverwaltung aufgerufen.</p>
<p style="text-align: left">Fast den gesamte Breiten Weg über stehen an diesem Sonnabend die Informationsstände und Bühnen der verschiedenen Initiativen. Es herrscht ein bisschen Volksfeststimmung, als sich die Menschenkette zu einem »Band der Demokratie« formiert. Am Ende sind es mehr als 10.000 Menschen, die ausgesprochen friedlich und fröhlich gegen den Aufmarsch von rund 1200 Rechtsextremisten demonstrieren.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left">
»Rechtsextremismus und christlicher Glaube sind unvereinbar«</p></blockquote>
<p>Anlass für deren »Trauermarsch« ist der Jahrestag des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_auf_Magdeburg" target="_blank">Luftangriffs auf Magdeburg am 16. Januar 1945</a>, bei dem mehrere Tausend Menschen getötet und große Teile der Innenstadt zerstört wurden. »Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Rechten diesen Jahrestag für ihre Propaganda umdeuten«, findet Magdeburgs Superintendent Michael Seils. Auch der Kirchenkreis und das Bistum beteiligen sich deshalb mit einem Programm auf einer Kirchenbühne am Hundertwasserhaus an dem Aktionstag. Besonders angetan zeigt sich der Superintendent davon, wie viele Jugendliche mitmachen.<br />
&#xA0;<br />
<img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/MDmeile_0508412.jpg" alt="MDmeile_0508412" title="MDmeile_0508412" width="290" height="186" class="alignleft size-full wp-image-9220" /><br />
<img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/MDmeile_0543412.jpg" alt="MDmeile_0543412" title="MDmeile_0543412" width="290" height="192" class="alignleft size-full wp-image-9221" /><br />
<img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/MDmeile_0424412.jpg" alt="MDmeile_0424412" title="MDmeile_0424412" width="290" height="435" class="alignleft size-full wp-image-9222" /><br />
Schon zum Auftakt der Meile würdigen Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper und <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/04/18/ein-bildungs-und-kulturprofi-aus-christlicher-verantwortung/" target="_blank">Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh</a> (beide SPD) das klare Zeichen, das die Stadt und die Initiativen mit ihrer Aktion gegen Rechtsextremismus und Fremdenhass setzen. Gerade angesichts der Mordserie des Zwickauer Neonazi-Trios sei es nötig deutlich zu machen, dass die Menschen demokratisch und tolerant leben wollen, betont Dorgerloh.</p>
<p>Neben Vertretern der Landespolitik, unter ihnen Innenminister Holger Stahlknecht (CDU), ist auch Bundesprominenz beim Protest gegen den Aufmarsch der Rechtsextremisten dabei. »Wir sind heute hier, weil wir nicht zulassen wollen, dass alte und neue Nazis diesen Tag missbrauchen«, hebt Grünen-Chefin Claudia Roth hervor.</p>
<p>Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel betont, dass der Rechtsextremismus kein ostdeutsches Problem sei und spricht sich erneut für ein NPD-Verbot aus. Auch die Linken-Vorsitzende Gesine Lötzsch fordert ein solches Verbot und ruft dazu auf, dem Aufstand der Anständigen einen »Aufstand der Zuständigen« folgen zu lassen.</p>
<p>Den Aufstand probt am Vormittag bereits eine »Mahnwache« vor dem Gemeindehaus der Synagogengemeinde. Rund 350 Teilnehmer schützen das Haus, das direkt gegenüber dem Bahnhof liegt, wo die Neonazis mit Sonderzügen ankommen. Aber auch die Nikolaikirche in der Magdeburger Neuen Neustadt ist an den Protesten beteiligt.</p>
<p>Dort hat Pfarrer Hans-Martin Krusche-Ortmann zu einer Andacht eingeladen. »Durch unser Glockenläuten ist vielleicht sogar die Kundgebung der Neonazis verhindert worden«, meint er im Nachhinein nicht ohne Stolz. Hier bieten die Besucher den rechten Demonstranten sogar mit einem Plakat direkt die Stirn. »Rechtsextremismus und christlicher Glaube«, steht darauf zu lesen, »sind unvereinbar.«</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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		<item>
		<title>»An diesem Tod tragen alle schwer«</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 17:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[Annegret Friedrich-Berenbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Dessau-Roßlau]]></category>
		<category><![CDATA[Innenministerium von Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Klemens Koschig]]></category>
		<category><![CDATA[Landgericht Magdeburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Als sich am Sonnabendvormittag etwa 70 Menschen vor dem Polizeirevier in Dessau-Roßlau versammelten, war es noch friedlich. Unter ihnen waren Oberbürgermeister Klemens Koschig (parteilos), Vertreter des Stadtrates, der Polizei sowie von Kirchen, Vereinen und Initiativen. Sie gedachten des Todes von Oury Jalloh.
Der Asylbewerber aus Sierra Leone war am 7. Januar 2005 von der Polizei festgenommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9139" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-9139" title="07-01-12-gedenken-11-B312" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/07-01-12-gedenken-11-B312.jpg" alt="Als sich am Sonnabendvormittag Dessauer Bürger zum Gedenken an Oury Jalloh vor dem Polizeirevier versammelten, war es noch friedlich. Foto: Lutz Sebastian" width="580" height="386" /><p class="wp-caption-text">Als sich am Sonnabendvormittag Dessauer Bürger zum Gedenken an Oury Jalloh vor dem Polizeirevier versammelten, war es noch friedlich. Foto: Lutz Sebastian</p></div>
<p>Als sich am Sonnabendvormittag etwa 70 Menschen vor dem Polizeirevier in Dessau-Roßlau versammelten, war es noch friedlich. Unter ihnen waren Oberbürgermeister Klemens Koschig (parteilos), Vertreter des Stadtrates, der Polizei sowie von Kirchen, Vereinen und Initiativen. Sie gedachten des Todes von Oury Jalloh.</p>
<p>Der Asylbewerber aus Sierra Leone war am 7. Januar 2005 von der Polizei festgenommen worden, weil sich Frauen auf der Straße von ihm belästigt fühlten und er sich gegen herbeigerufene Beamte wehrte. In den Mittagsstunden kam er an einer Liege gefesselt bei einem Brand in einer Gewahrsamszelle ums Leben. Nach Darstellung der Ermittler soll Jalloh seine Liege mit einem Feuerzeug selbst entzündet haben.</p>
<p>Die bislang nicht geklärten Umstände seines Todes beschäftigen seither die Gerichte. In dieser Woche ist vor dem Landgericht Magdeburg der Strafprozess gegen einen Polizisten, dem eine Mitschuld an dem Tod des Asylbewerbers angelastet wird, fortgesetzt worden. Der Bundesgerichtshof hatte den Freispruch in erster Instanz für Andreas S. aufgehoben und das Verfahren zurück an das Landgericht verwiesen. Der Freispruch für einen zweiten Polizisten ist rechtskräftig.</p>
<p>»Am Tod von Oury Jalloh tragen wir alle schwer«, sagte die Dessauer Kreisoberpfarrerin Annegret Friedrich-Berenbruch bei dem Gedenken. »Die Jahre, die über dieses Sterben dahingegangen sind, machen die Last und den Schmerz nicht geringer und anklagende Fragen wollen nicht verstummen.«</p>
<p>Sie verwies auf die Menschenwürde als unschätzbares Gut, welches höchst sensibel sei und nicht verletzt werden dürfe. »Menschenwürde ist ein immer zu schützendes Gut und steht jedem Menschen zu, egal wo er herkommt, wie er denkt und glaubt.« Die Reife und Güte einer Gesellschaft zeige sich gerade in schwierigen und mühsamen Situationen des Lebens und Arbeitens, so die Pfarrerin weiter. Sich gerade dann am Grundsatz der unantastbaren Menschenwürde festzuhalten und sich zu orientieren, zeichne die Gesellschaft und jeden einzelnen Entscheidungsträger aus.</p>
<p><strong>Passkontrollen führten zu Zusammenstößen</strong></p>
<p>Am Sonnabendnachmittag gab es einen Protestzug durch die Innenstadt mit nach Polizeiangaben 150 Teilnehmern. Er führte auch zu dem Polizeirevier, in dem der Asylbewerber ums Leben gekommen war. Beim Protestzug der »Initiative in Gedenken an Oury Jalloh« wurde unter anderem eine vollständige Aufklärung der Todesumstände, Wiedergutmachung gegenüber der Familie Jallohs sowie ein Ende von Rassismus in deutschen Behörden gefordert.</p>
<p>Passkontrollen unter den Kundgebungsteilnehmern führten am Abend zu <a href="http://www.mdr.de/mdr-aktuell/video33196.html" target="_blank">massiven Auseinandersetzungen</a> mit Einsatzkräften, wobei zwei Personen verletzt wurden. Anlass für die Kontrollen waren das Mitführen von Transparenten und Plakaten gewesen, auf denen die Todesumstände von Jalloh als Mord bezeichnet wurden. Da dies möglicherweise den Straftatbestand der Beleidigung oder gar der Verleumdung von Polizeibeamten erfülle, sei für die weiteren Ermittlungen eine Identitätsfeststellung erforderlich gewesen, sagte Polizeisprecher Ralf Moritz. Weitere Aufklärung auch über die Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Kundgebungsteilnehmern müssten die weiteren Ermittlungen erbringen.</p>
<p>Das Innenministerium von Sachsen-Anhalt hat eine Untersuchung der Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten zugesichert. Videomaterial und alle bekannten Fakten würden dem Innenausschuss des Landtages unverzüglich zugänglich gemacht, erklärte Minister Holger Stahlknecht (CDU) am 9. Januar in Magdeburg. Es müsse und werde eine lückenlose Aufklärung geben.</p>
<p>Die Dessauer Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt betonte, der Polizeieinsatz habe dem Dialog zwischen der Stadt, der afrikanischen Gemeinschaft, der Polizei und der Staatsanwaltschaft schwer geschadet.</p>
<p><em>(ast/epd)</em></p>
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		<title>Ein Leuchtturm der Ökumene</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 12:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchenkreis Bad Liebenwerda]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumenischen Haus der Begegnung und Stille]]></category>
		<category><![CDATA[St. Franziskus]]></category>
		<category><![CDATA[Zisterzienserinnenkloster Marienstern]]></category>

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		<description><![CDATA[In Mühlberg weihen evangelische und katholische Christen ein »Haus der Begegnung und Stille« ein.
Die Handwerker sind noch mit den letzten Arbeiten zugange, doch ein baldiges Ende ist absehbar. In Mühlberg an der Elbe (Kirchenkreis Bad Liebenwerda) soll am 12.&#xA0;Januar das »Ökumenische Haus der Begegnung und Stille« eingeweiht werden. »Wir empfinden große Erleichterung«, sagt Mühlbergs Pfarrerin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Mühlberg weihen evangelische und katholische Christen ein »Haus der Begegnung und Stille« ein.</strong><br />
<div id="attachment_9061" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/DSC_17622.jpg" alt="Pfarrerin Kerstin Höpner-Miech und Pater Ansgar freuen sich über den Abschluss eines langen Prozesses, bei dem im Kloster Marienstern eine ökumenische Begegnungsstätte entstanden ist. Foto: Karsten Bär " title="DSC_17622" width="580" height="384" class="size-full wp-image-9061" /><p class="wp-caption-text">Pfarrerin Kerstin Höpner-Miech und Pater Ansgar freuen sich über den Abschluss eines langen Prozesses, bei dem im Kloster Marienstern eine ökumenische Begegnungsstätte entstanden ist. Foto: Karsten Bär </p></div><br />
Die Handwerker sind noch mit den letzten Arbeiten zugange, doch ein baldiges Ende ist absehbar. In Mühlberg an der Elbe (Kirchenkreis Bad Liebenwerda) soll am 12.&#xA0;Januar das »Ökumenische Haus der Begegnung und Stille« eingeweiht werden. »Wir empfinden große Erleichterung«, sagt Mühlbergs Pfarrerin Kerstin Höpner-Miech. Ein langer Prozess, der von vielen Mühen und auch von Rückschlägen geprägt war, gehe zu Ende.</p>
<p>Mit dem »Ökumenischen Haus der Begegnung und Stille« haben die evangelische und die katholische Gemeinde der kleinen Elbstadt dem alten Zisterzienserinnenkloster Marienstern neues Leben eingehaucht. Der Kern der Klosteranlage wurde baulich wiederhergestellt und mit neuen Akzenten versehen. Das Äbtissinenhaus erstrahlt bereits seit einem guten Jahr in neuem Glanz. Es bietet Übernachtungsmöglichkeiten, hat Küche, Tagungs- und Speiseräume. Das Bettenhaus mit zwölf Zimmern ist neu entstanden. Es schließt die Lücke in der Klausur, an der sich einst der Kapitelsaal der Nonnen befand. Der Kreuzgang ist mit modernem Antlitz wiederhergestellt worden.</p>
<p>»Das Haus soll offen sein für suchende Menschen, für einzelne Gäste, die hier Ruhe finden, aber auch für Gruppen, die zu Tagungen zusammenkommen wollen«, erzählt Pater Ansgar Schmidt, der die katholische Gemeinde St.&#xA0;Franziskus betreut. »Es soll ein Ort sein zum Arbeiten, Denken, etwas Erleben.« Durch eigene Veranstaltungen&#xA0;– vom Besinnungswochenende bis zum Kinoabend&#xA0;– wollen die beiden Gemeinden der Stadt das Haus der Begegnung mit Leben erfüllen. Auch auswärtige Nutzer haben bereits ihr Interesse bekundet.</p>
<p><strong>Zahlreiche Rückschläge</strong></p>
<p>Seit fast elf Jahren&#xA0;– so lange wie Pater Ansgar, der dem Orden der Claretiner angehört, in Mühlberg tätig ist&#xA0;– dauern die Anstrengungen an, aus dem Kloster Marienstern wieder ein geistliches Zentrum zu machen. Nach seiner Säkularisierung im 16.&#xA0;Jahrhundert als Gut genutzt, waren hierfür umfangreiche Sanierungs-, Restaurierungs- und Wiederaufbauarbeiten nötig. Mittel der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Brandenburg ermöglichten dies. Den Eigenanteil trugen das Bistum Magdeburg, der Orden der Claretiner, ein eigens gegründeter Förderverein und das Bonifatius-Werk. Insgesamt flossen 2,3 Millionen Euro in das Projekt.</p>
<p>Bauverzögerungen und ausbleibende Geldmittel ließen die Umsetzung des Vorhabens immer wieder stocken. Auch ein Tornado, der am Pfingstmontag 2010 über Mühlberg hinwegwütete, warf die Bemühungen zurück&#xA0;– noch immer fehlt die Turmspitze der Klosterkirche, die vom Sturm herabgerissen wurde. »Auch wenn es immer noch einige Bauarbeiten geben wird, finden nun die Anstrengungen der letzten zehn Jahre ihren Abschluss«, freut sich Pater Ansgar über die baldige Einweihung.</p>
<p>Vorgesehen ist, das »Ökumenische Haus der Begegnung und Stille« durch einen ökumenischen Träger zu betreiben, der die betriebswirtschaftliche Verantwortung übernimmt und dem Bistum Magdeburg als dem größten Geldgeber des Vorhabens rechenschaftspflichtig sein soll. »Eine derartige Trägerschaft ist durchaus ungewöhnlich«, meint Pfarrerin Höpner-Miech. »Aber wir wollen damit auch ganz bewusst ein Zeichen setzen und einen Leuchtturm der Ökumene schaffen.«</p>
<p><em>Karsten Bär</em></p>
<p>Die Einweihung des »Ökumenischen Hauses der Begegnung und Stille« beginnt am 12.&#xA0;Januar um 16 Uhr. Um 17 Uhr findet eine ökumenische Andacht in der Klosterkirche statt. Anschließend laden die Veranstalter zu einem Rundgang. Gäste, die zur Einweihung ein Geschenk machen wollen, werden gebeten, für den Brunnen im Kreuzgang zu spenden.</p>
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		<title>»Krone Anhalts« ist Baustelle</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 12:30:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[Anhalt 800]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Koller]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss Bernburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Das 800-jährige Jubiläum kommt für das Schloss in Bernburg zu früh.
Die Geschichte der Region Anhalt ist nirgendwo so zu erleben wie im Schloss Bernburg. »Nur hier kann man die Geschichte von einem desolaten Staatswesen bis hin zu einer der bedeutendsten Dynastien an einem Ort nachvollziehen«, sagte Heiko Laß, Historiker am Kunstzentrum Bochum, kürzlich bei einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das 800-jährige Jubiläum kommt für das Schloss in Bernburg zu früh.</strong><br />
<div id="attachment_8978" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/Schlosss.jpg" alt="Seit langem sieht das Schloss in Bernburg so aus, als wäre hier Verpackungskünstler Christo am Werk gewesen. War er aber nicht. Gerüste und Planen sind für die umfangreichen Restaurierungsarbeiten notwendig. Foto: Engelbert Pülicher" title="Schloss Bernburg" width="580" height="386" class="size-full wp-image-8978" /><p class="wp-caption-text">Seit langem sieht das Schloss in Bernburg so aus, als wäre hier Verpackungskünstler Christo am Werk gewesen. War er aber nicht. Gerüste und Planen sind für die umfangreichen Restaurierungsarbeiten notwendig. Foto: Engelbert Pülicher</p></div><br />
Die Geschichte der Region Anhalt ist nirgendwo so zu erleben wie im Schloss Bernburg. »Nur hier kann man die Geschichte von einem desolaten Staatswesen bis hin zu einer der bedeutendsten Dynastien an einem Ort nachvollziehen«, sagte Heiko Laß, Historiker am Kunstzentrum Bochum, kürzlich bei einem Kolloquium in Bernburg aus Anlass des <a href="http://www.anhalt800.de/anhalt800/startseite/" target="_blank">Anhalt-Jubiläums 2012</a>.<br />
<img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/Anhalt800.jpg" alt="Anhalt800" title="Anhalt800" width="580" height="204" class="alignnone size-full wp-image-8979" /><br />
Schon im Jahr 1477 betitelten die askanischen Fürsten das Schloss Bernburg in einem Teilungsvertrag als »des Stammes der Fürsten zu Anhalt Herz und Erhalt«. Und der Hofmaler Wilhelm von Kügelgen bezeichnete das Schloss im 19.&#xA0;Jahrhundert als »Krone Anhalts«. Es war Fürst Wolfgang, der das Bauwerk ab dem 16.&#xA0;Jahrhundert in eines der eindrucksvollsten Renaissanceschlösser verwandeln ließ. Der mitteldeutsche Renaissancebaumeister Andreas Günther begann 1538 mit dem Umbau der Burganlage, die erstmals 1138 erwähnt wurde.</p>
<blockquote><p>»Es wäre schon toll, wenn wir zumindest in einem Raum eine Ausstellung präsentieren könnten«</p></blockquote>
<p>Allerdings soll das Schloss bei den Feierlichkeiten zu »Anhalt 800« nur eine Nebenrolle spielen. Zwar wird das Jubiläum in Bernburg Ende Mai mit einer Festwoche gefeiert und die Abschlussveranstaltung im Oktober soll auf dem Schloss stattfinden. Auch die Musikschule wird das Jubiläum mit mehreren Konzerten begleiten. Aber das Schloss bleibt dabei, so Olaf Böhlk von der Kulturstiftung in Bernburg, nur eine schöne Kulisse. »Es wäre schon toll, wenn wir zumindest in einem Raum eine Ausstellung präsentieren könnten.«</p>
<p>Doch daraus wird nichts. Ebenso werden weite Teile des Schlosses für Touristen nicht zugänglich sein. Nur die Ausstellungen im Krummen Haus, wo das Museum untergebracht ist, werden geöffnet sein. Dabei investieren die Stadt und die Stiftung Dome und Schlösser des Landes Sachsen-Anhalt bereits seit mehreren Jahren in die Sanierung des Schlosses. Derzeit wird unter anderem am Langhaus und am Christiansbau gebaut. Es werden die barocken Zwischendecken und der Dachstuhl rekonstruiert, das Dach neu gedeckt, Fenster eingesetzt und vieles mehr.</p>
<p>»Das Jubiläum kommt für das Schloss angesichts der Arbeiten einfach zu früh«, sagt der Bernburger Baudezernent Holger Köhncke. »Wir werden nur schrittweise wieder Leben in das Schloss bekommen«, fügt sein Kollege, der Kulturdezernent Paul Koller, hinzu. Fest steht gegenwärtig nur, dass das Museum nach der Sanierung in den Christiansbau ziehen soll&#xA0;– bisher waren dort die Kulturstiftung, eine private Musikschule, eine Künstlerin und das Kabarettarchiv untergebracht.</p>
<p>Olaf Böhlk indes kritisiert, dass das Schloss bisher als bedeutender Knotenpunkt in der mitteldeutschen Kulturlandschaft nicht in die überregionalen Forschungen einbezogen wurde. Auch vermisst er die Transparenz bei den Sanierungsarbeiten. »Dabei können überregionale Großereignisse wie das Anhalt-Jubiläum als Impulsgeber für die konzeptionelle Entwicklung aufgegriffen werden«, meint Böhlk.</p>
<p>Die Kulturstiftung schlägt vor, die mitteldeutschen Kulturschätze der Renaissance und die touristische Infrastruktur mit Hilfe des Internets besser zu vermarkten. Eine Idee der Stiftung besteht darin, ein virtuelles Leitsystem auf der Basis des kostenlosen Dienstes »Google Earth« anzubieten. Nach dem Vorbild derartiger, bereits bestehender Leitsysteme könnte auch in Mitteldeutschland ein solches System aufgebaut werden. Das wäre nicht nur kostengünstig. Es würde auch viele Menschen erreichen, so Böhlk.</p>
<p><em>Susanne Schlaikier</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Abberufung ausgesetzt</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 10:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Schwartz]]></category>
		<category><![CDATA[Neinstedter Anstalten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Vorsteher der Neinstedter Anstalten, Jürgen Schwartz, kann vorerst im Amt bleiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Vorsteher der Neinstedter Anstalten, Jürgen Schwartz, kann vorerst im Amt bleiben.</strong><div id="attachment_8983" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-8983" title="Unterschriften" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/Unterschriften.jpg" alt="Mitarbeiter der Neinstedter Anstalten sammelten in der Woche vor Weihnachten Unterschriften für den Verbleib ihres Vorstehers im Amt. Foto: Jürgen Meusel " width="300" height="451" /><p class="wp-caption-text">Mitarbeiter der Neinstedter Anstalten sammelten in der Woche vor Weihnachten Unterschriften für den Verbleib ihres Vorstehers im Amt. Foto: Jürgen Meusel </p></div></p>
<p>Der abberufene Vorsteher der Neinstedter Anstalten, Jürgen Schwartz, kann vorerst im Amt bleiben. Sämtliche Beschlüsse des Kuratorium der Evangelischen Stiftung vom 16. Dezember würden vorläufig ausgesetzt und nicht ausgeführt, teilte Kuratoriumsvorsitzende Rosemarie Kaatz am Samstag auf der<a href="http://www.neinstedter-anstalten.de/neuigkeiten-mitteilung-der-vorsitzenden-des-kuratoriums-vom-30-12-2011-224" target="_blank"> Internetseite der Stiftung</a> mit. Demnach könne Schwartz sein Amt als Vorsteher und Vorstandsvorsitzender bis zu einer endgültigen Entscheidung des Kuratoriums weiter ausüben. Schwartz war ursprünglich zum 31. Dezember gekündigt worden.</p>
<p>Nach umfangreicher juristischer Prüfung von verschiedenen Eingaben und Einwänden sei die Entscheidung für das Aussetzen der Abberufung &#8220;unabdingbar&#8221; gewesen, betonte Kaatz. Über das weitere Vorgehen soll auf der nächsten Kuratoriumssitzung am 13. Januar beraten werden. Die Neinstedter Anstalten bei Thale gehören zu den größten Sozialdienstleistern in Sachsen-Anhalt.</p>
<p>Die Entscheidung, die Kündigung auszusetzen, konnte Kaatz laut Satzung in dem Fall offenbar allein treffen. Die Diplom-Landwirtin im Ruhestand lebt in Schackensleben nordwestlich von Magdeburg und ist neben ihrem Ehrenamt als Kuratoriumsvorsitzende auch CDU-Abgeordnete im Kreistag des Landkreises Börde. Zudem hat auch das Amtsgericht Quedlinburg am Freitag per einstweiliger Verfügung die Abberufung von Schwartz gestoppt.</p>
<p>Zu den Gründen hieß es bislang nur, dass der aus vier Personen bestehende Vorstand &#8220;insgesamt&#8221; dem Kuratorium schriftlich mitgeteilt habe, dass er nicht mehr handlungsfähig ist. Demzufolge war auch Schwartz unter den Autoren des Briefes. Der frühere Oldenburger Pfarrer ist erst seit Mai in dieser Leitungsfunktion.</p>
<p>Nach ihrem Bekanntwerden hatten zahlreiche Mitarbeiter ihre Solidarität mit Schwartz unter anderem vor dessen Wohnung auf dem Anstaltsgelände bekundet und sich zu täglichen Andachten getroffen. Schwartz war Pfarrer Jürgen Wieggrebe nachgefolgt, den die Stiftung im April nach 17 Jahren in den Ruhestand verabschiedet hatte.</p>
<p>Das Kuratorium der Evangelischen Stiftung Neinstedter Anstalten hatte  kurz vor Weihnachten erstmals Stellung zu den Gründen für die <a href="../2011/12/26/%C2%BBbesturzung-wut-und-trauer%C2%AB/" target="_blank">Abberufung von Vorsteher Jürgen Schwartz</a> genommen. Der aus vier Personen bestehende Vorstand »insgesamt« habe am  16. November dem Kuratorium geschrieben, dass er nicht mehr  handlungsfähig sei, heißt es in einer am 22. Dezember auf der  Internetseite der Stiftung verbreiteten Erklärung des obersten  Leitungsgremiums.</p>
<p>In dieser »schwierigen Situation« habe das Kuratorium als  Aufsichtsorgan reagieren müssen, um eine Vorstandsarbeit wieder zu  ermöglichen. »Dazu ist aus Sicht des Kuratoriums keine andere Lösung  zielführend gewesen«, hieß es in der Mitteilung.</p>
<p>Das Stiftungskuratorium hatte am 16. Dezember die Abberufung von  Jürgen Schwartz zum 31. Dezember beschlossen. Am Abend dieses Tages  wurde auf der Internetseite der Stiftung mit Verweis auf die  Kuratoriumssitzung in einem Satz und ohne Angaben von Gründen  mitgeteilt, dass Schwartz ausscheide. Der frühere Oldenburger Pfarrer  ist erst seit Mai Vorsteher der Neinstedter Anstalten.</p>
<p>Die Entscheidung des Kuratoriums war unter anderem vom Ältestenrat der »<a href="http://www.lindenhof-neinstedt.de/Inhalte/1_Gemeinschaft/index.php" target="_blank">Diakonischen Gemeinschaft der Brüder und Schwestern des Lindenhofs Neinsted</a>t«, von der Mitarbeitervertretung, vom Kirchenkreis Halberstadt und der örtlichen Kirchengemeinde kritisiert worden.</p>
<p><em> </em></p>
<p>Die Neinstedter Anstalten gehen auf ein 1850 von dem Unternehmer-Ehepaar Nathusius als &#8220;Lindenhof&#8221; gegründetes Knabenrettungs- und Brüderhaus zurück. Zu der heutigen Stiftung gehören 870 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten im Landkreis Harz und im Bördekreis. Die Einrichtung betreibt unter anderem Wohngruppen für geistig und seelisch behinderte Menschen sowie Werkstätten, Kliniken und eine Fachschule.</p>
<p><em>(epd/mkz)</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>»Bestürzung, Wut und Trauer«</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2011/12/26/%c2%bbbesturzung-wut-und-trauer%c2%ab/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 12:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Jaekel]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Schwartz]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchenkreis Halberstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Neinstedter Anstalten]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuer Vorsteher soll die Neinstedter Anstalten zum Jahresende verlassen. Warum bleibt offen. 
&#xA0;
Wer am vergangenen Freitag im Internet unterwegs war, konnte auf der Seite der Neinstedter Anstalten diesen Satz entdecken: »Das Kuratorium der Neinstedter Anstalten teilte im Anschluss an die Kuratoriumssitzung vom 16.12.2011 mit, dass Herr Pfarrer Jürgen Schwartz zum 31.12.2011 aus dem Amt des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Neuer Vorsteher soll die Neinstedter Anstalten zum Jahresende verlassen. Warum bleibt offen. </strong></h5>
<p>&#xA0;<br />
<div id="attachment_8900" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/6-schwartz11M02748.jpg" rel="shadowbox[post-8854];player=img;"><img class="size-full wp-image-8900 " style="margin: 2px" title="Schwartz" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/6-schwartz11M02748.jpg" alt="Jürgen Schwartz" width="240" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Jürgen Schwartz</p></div></p>
<p>Wer am vergangenen Freitag im Internet unterwegs war, <a href="http://www.neinstedter-anstalten.de/neuigkeiten-mitteilung-des-kuratoriums-der-neinstedter-anstalten-221" target="_blank">konnte auf der Seite der Neinstedter Anstalten diesen Satz entdecken</a>: »Das Kuratorium der Neinstedter Anstalten teilte im Anschluss an die Kuratoriumssitzung vom 16.12.2011 mit, dass Herr Pfarrer Jürgen Schwartz zum 31.12.2011 aus dem Amt des Vorstehers und Vorsitzenden des Vorstandes ausscheidet.« Punkt. Kein Wort der Erklärung. Geht er freiwillig? Oder wurde er gegangen? Warum will oder soll der frühere Oldenburger Pfarrer aus dem Dienst der diakonischen Einrichtung scheiden, den er erst im Mai angetreten hatte?<br />
&#xA0;<br />
Seit sich die Nachricht verbreitete, herrschen unter den rund 870 Mitarbeitern der Stiftung »Bestürzung, Wut und Trauer«, wie es Mitarbeiter gegenüber der Kirchenzeitung ausdrückten. Pfarrer Schwartz sei ein »Hoffnungsträger« und solle bleiben. Am Sonnabend kam es zu einer ersten Sympathiekundgebung vor dem Haus des Vorstehers mit rund 100 Teilnehmenden. Am Sonntag wurde im Gottesdienst beschlossen, sich vorerst bis 23. Dezember immer um 19 Uhr in der Lindenhofskirche zur Andacht zu versammeln. Am Montag begann eine Unterschriftenaktion für den Verbleib des Vorstehers im Amt.<br />
&#xA0;<br />
Jürgen Schwartz will zu den Gründen für den Kuratoriumsbeschluss wegen des »schwebenden Verfahrens« nichts sagen. Er betont aber, dass keine Verfehlungen vorliegen. »Ich habe keine Straftat begangen«, sagt er und verweist darauf, dass das Kuratorium in der Wochenmitte (nach Redaktionsschluss) öffentlich etwas sagen wolle. Die Andachten der Mitarbeiter, die vielen Zeichen der Sorge und Solidarität hätten ihn berührt.<br />
&#xA0;<br />
Während das Kuratorium noch schweigt, findet der Ältestenrat der Diakonischen Gemeinschaft der Brüder und Schwestern des Lindenhofs Neinstedt deutliche Worte. Die Entscheidung sei eine »maßlose Ungerechtigkeit gegenüber Herrn Schwartz und seiner Familie«, heißt es da. »Die Entscheidungsträger müssen sich erklären.« Der Älteste der Gemeinschaft, Hans Jaekel, und ein Diakon, der ordentliches Kuratoriumsmitglied ist, legten gemeinsam Widerspruch gegen die Entscheidung ein. Da der Ältestenrat bei der Berufung des Vorstehers ordnungsgemäß um ein Votum gebeten worden war, müsse dies bei einer Abberufung ebenso geschehen. Dies sei nicht erfolgt.<br />
&#xA0;<br />
Auch im Kirchenkreis Halberstadt herrscht »Fassunglosigkeit«. Zusätzlich betroffen mache »die Art und Weise, eine solch weitreichende Entscheidung begründungslos mitzuteilen, was zwangsläufig zu Spekulationen führt«, heißt es in einem von Superintendentin Angelika Zädow unterzeichneten Brief an das Kuratorium.<br />
&#xA0;<br />
Die Mitarbeitervertretung (MAV) spricht in ihrer Stellungnahme vom 20. Dezember von dem hohen Ansehen, das Pfarrer Schwartz bei Mitarbeitern und Bewohner genießt. Er werde als »zugewandt, zuhörend und gestaltend« wahrgenommen. Die MAV erwarte, dass »dieser wohltuend erlebte Umgang den Neinstedter Anstalten auch in Zukunft erhalten bleibt«.<br />
&#xA0;<br />
<em>Angela Stoye</em><br />
&#xA0;</p>
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		<title>Ochs und Esel aus Fleisch und Blut</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 15:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[Alfredo Rockstroh]]></category>
		<category><![CDATA[Krippenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Möringen]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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Im altmärkischen Möringen wirken am 24. Dezember lebendige Tiere beim Krippenspiel mit.
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Maria wird auf dem Esel nach Bethlehem reiten. Dort steht im Stall schon der Ochse und wenig später kommen noch die Hirten mit ihren Schafen dazu.« Wenn Alfredo Rockstroh erzählt, klingt das zunächst wie eine arg gekürzte Fassung der Weihnachtsgeschichte. Wer dem Pfarrer aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_8887" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/krippenspprobe-gr.-m.jpg" rel="shadowbox[post-8856];player=img;"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/krippenspprobe-gr.-m.jpg" alt="Einige Kinder stellten das für die Christvesper eingeübte Krippenspiel schon einmal am 10. Dezember dem MDR-Fernsehen vor. Foto: Gemeinde." title="Krippensprobe" width="580" height="386" class="size-full wp-image-8887" /></a><p class="wp-caption-text">Einige Kinder stellten das für die Christvesper eingeübte Krippenspiel schon einmal am 10. Dezember dem MDR-Fernsehen vor. Foto: Gemeinde.</p></div><br />
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<h5><strong>Im altmärkischen Möringen wirken am 24. Dezember lebendige Tiere beim Krippenspiel mit.</strong></h5>
<p>&#xA0;<br />
Maria wird auf dem Esel nach Bethlehem reiten. Dort steht im Stall schon der Ochse und wenig später kommen noch die Hirten mit ihren Schafen dazu.« Wenn Alfredo Rockstroh erzählt, klingt das zunächst wie eine arg gekürzte Fassung der Weihnachtsgeschichte. Wer dem Pfarrer aus <a href="http://www.pfarrbereich.de/" target="_blank">Möringen in der Altmark</a> aber genau zuhört, kann sich gut vorstellen, dass der Heiligabend-Gottesdienst etwas ganz Besonderes wird. Denn diese Kurzfassung ist quasi das Drehbuch für ein Krippenspiel mit lebendigen Tieren. »Ich denke, das wird ein großes Spektakel«, sagt Alfredo Rockstroh und hofft vor allem auf gutes Wetter. Bereits im vorigen Jahr waren lebende Tieren beim Krippenspiel dabei, aber in diesem Jahr sollen es noch mehr sein: »In dieser vollkommenen Weise wird es eine Premiere.«<br />
&#xA0;<br />
Gottesdienste mit Tieren hat Pfarrer Rockstroh in Möringen schon häufiger gefeiert. Denn seine Ehefrau Silvia betreibt eine <a href="http://www.nutztier-arche-mitgeschoepfe.de/" target="_blank">Nutztierarche</a>. Gemeinsam setzt sich das Ehepaar für den Erhalt alter Nutztierrassen ein. Hier leben zwei Kaltblutpferde, drei Rinder, zwei Ziegen, fünf Schafe, vier Schweine und Geflügel. Nicht nur beim Krippenspiel am Heilig Abend sind die Tiere Teil der kirchlichen Arbeit. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen etwas erfahren über die Artenvielfalt der Schöpfung und den Umgang mit den Tieren. Zum Beispiel bei Projekttagen im Rahmen des Biologie-, Sozialkunde- oder Ethikunterrichts. Europaweit gibt es über 200 Nutztierarchen, die sich zum Ziel gesetzt haben, alte, vom Aussterben bedrohte Haustierrassen zu erhalten.<br />
&#xA0;<br />
Beim Krippenspiel am Heiligen Abend steht die Leonardskirche in Möringen für die Stadt Nazareth. Von hier aus macht sich Josef mit Maria auf dem Esel auf zum Gemeindehaus, pardon, nach Bethlehem, und weil ja bekanntlich kein Raum in der Herberge ist, müssen die beiden weiterziehen auf den Hof der Nutztierarche. Hier wartet schon der Ochse im Stall. Ein Lagerfeuer sorgt für das passende Ambiente und für heiße Getränke wird auch gesorgt.<br />
&#xA0;<br />
Einen Unterschied zur Weihnachtsgeschichte gibt es aber: Der Ochse im Möringer Krippenspiel ist ein Bulle – ein Cachena-Rind mit beeindruckenden Hörnern. Wenn sie ausgewachsen sind, bringen die kastanienbraunen Tiere bis zu einer halben Tonne auf die Waage. Von dieser Rasse, die ursprünglich in Spanien und Portugal beheimatet war, gibt es in Deutschland nur rund 45 Tiere. Die Hirten werden begleitet von einer kleinen Herde rauhwolliger pommerscher Landschafe. Eine robuste Rasse, die kurz vor dem Aussterben stand, deren Bestände sich aber inzwischen wieder erholt haben. Dieses Landschaf ist von der UNO auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen gesetzt worden.<br />
&#xA0;<br />
Kinder und Jugendliche aus der Kirchengemeinde sind die Schauspieler, aber ohne die Unterstützung des Gemeindekirchenrates und der vielen Helfer wäre das Krippenspiel in dieser Form nicht denkbar, sagt Rockstroh: »Ich bin sehr dankbar, dass die Gemeinde dieses voll und ganz unterstützt und trägt.«  <br />
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<em>Thorsten Keßler</em><br />
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<strong>Die Christvesper »Unterwegs zur Krippe« in der Leonardskirche in Möringen begint um 17 Uhr. Danach folgt die Gemeinde Maria und Josef auf den Hof der Nutztierarche, wo das Krippenspiel weitergeht und mit dem gemeinsamen Singen von »Stille Nacht« endet.</strong><br />
<em>&#xA0;<br />
www.pfarrbereich.de<br />
www.nutztier-arche-mitgeschoepfe.de<br />
www.vieh-ev.de</em></p>
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