Gemeindebriefpreis ausgeschrieben – Visitenkarte der Gemeinde

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Evangelischer Presseverband und mitteldeutsche Landeskirche haben einen Gemeindebriefpreis ausgelobt. Hier kommen die Teilnahmebedingungen.

Sie sind die Visitenkarten der Kirchengemeinden und die heimlichen Riesen in der evangelischen Medienlandschaft: die Gemeindebriefe. In den meisten Gemeinden der mitteldeutschen Kirche und Anhalts gibt es inzwischen Publikationen, die regelmäßig über das gemeindliche Leben informieren.

Nach jüngsten Untersuchungen erreicht das Medium Gemeindebrief mehr als zwei Drittel aller evangelischen Haushalte. Die Machart ist dabei sehr verschieden und reicht von einfachen Informa tionsblättern bis zu aufwendig gestalteten Heften. Doch unabhängig von der gegenwärtigen Gestaltung gibt es zumeist noch »Luft nach oben«.

Der Evangelische Presseverband in Mitteldeutschland, Herausgeber der Kirchenzeitung »Glaube+Heimat«, und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) haben deshalb einen Gemeindebriefpreis ausgelobt. Anders als bei herkömmlichen Wettbewerben soll nicht einfach der schönste oder beste Gemeindebrief prämiert werden. Ausgezeichnet werden vielmehr Veränderung und Weiterentwicklung des Gemeindebriefkonzeptes. Es ist also ein echter Innovationspreis.

Dem entsprechen auch die Kriterien: Neben der Gestaltung (Layout und Bilder), Übersichtlichkeit (Struktur und Orientierung) sowie Themenauswahl und Darstellungsformen sollen auch andere Aspekte zugrundegelegt werden:

  • Wie werden die unterschiedlichen Generationen angesprochen?
  • Wie wird gemeindliches Leben nach außen vermittelt?
  • Welche Anstrengungen hat die Gemeindebriefredaktion unternommen, zu ökologischen Lösungen zu kommen (Papier und Verbreitung)?
  • Mit welcher Sorgfalt geht die Redaktion an die Arbeit?
    Schließlich ist der Gemeindebrief auch eine Art »Liebesbrief an die Gemeinde«.

Alle diese Kriterien sollen bei der Auswahl und Prämierung eine Rolle spielen.

Als Preisgelder winken 1.500 Euro für den Sieger, 1.000 Euro für den Zweit- und 500 Euro für den Drittplatzierten. Die Schirmherrschaft des Gemeindebriefpreises hat der EKM-Gemeindedezernent, Oberkirchenrat Christoph Hartmann, übernommen. Einsendeschluss für teilnehmende Redaktionen ist der 31. Oktober 2011.

Eine namhaft besetzte Jury, zu der unter anderem die Erlanger Publizistikprofesssorin Johanna Haberer gehört, wird die Gemeindebriefe und die vorgelegten Gemeindebriefkonzepte analysieren, vergleichen und die überzeugendste Weiterentwicklung auszeichnen. Eingereicht werden soll je ein Exemplar des Gemeindebriefes vor der Überarbeitung und ein Heft nach der Umstellung, sodass die Veränderung deutlich wird.

Auch Gemeindebriefredaktionen, die bereits im vergangenen Jahr 2010 mit einer Weiterentwicklung begonnen haben, können sich mit ihrem Konzept am Gemeindebriefpreis beteiligen. Es geht vor allem darum zu zeigen, dass und wie sich die Hefte entwickelt haben. »Glaube+Heimat« wird in den nächsten Monaten regelmäßig Beiträge zu Fragen von Struktur, Layout, Bild- und Textsprache sowie weiteren Aspekten rund um den Gemeindebrief veröffentlichen.

Außerdem soll ein Seminartag für Gemeindebriefredaktionen in Erfurt und Magdeburg angeboten werden. Auch hier ist das Ziel, den Redakteuren bzw. Redaktionsteams das nötige Handwerkszeug zu vermitteln, damit die Gemeindebriefe informativer und übersichtlicher werden, eben eine Visitenkarte der Gemeinde.

Martin Hanusch

Einsendungen richten Sie bitte an den:
Wartburg Verlag,
Redaktion Glaube+Heimat,
Lisztstraße 2a, 99423 Weimar.


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