Fürbittengebet für Japan
21. März 2011 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de
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Fürbitt-Vorschlag „Japan“ für den Sonntag „Reminiscere“ vom Kirchenamt der EKD
Der Gottesdienst am kommenden Sonntag wird in vielen Gemeinden auch im Zeichen der Erdbeben- und Nuklearkatastrophe in Japan stehen. Dieser zweite Sonntag der Passionszeit heißt „Reminiscere“. Er ist benannt nach einem Vers aus Psalm 25: „Gedenke (lat. Reminiscere) Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind“ (Psalm 25,6). Das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat eine Fürbitte für Japan formuliert, die sie den Gemeinden gerne anbietet:
Du Gott des Lebens,
in unserem Erschrecken und mit unseren Sorgen wenden wir uns zu dir.
Bilder der Todesflut und der Zerstörung gehen uns nach,
Ängste vor einer atomaren Verseuchung treiben uns um.
Wo warst Du, Gott, als das Chaos in Deine gute Schöpfung einbrach?
Du Gott des Lebens,
wir bitten dich für alle vom Unglück betroffenen Menschen,
denen der Boden unter den Füßen wegbrach,
die mit knapper Not davonkamen,
deren Zukunft ungewiss ist.
Wir bitten dich für die, die ihrer Heimat beraubt wurden,
die verzweifelt nach ihren Familien und ihren Freunden suchen,
die um ihre Lieben trauern.
Gib ihnen Kraft für die naheliegenden Aufgaben,
und lass sie an ihrem Schicksal nicht verzagen.
Du Gott des Lebens,
wir kommen heute zu dir mit unserer Sorge
angesichts zerstörter Atomreaktoren.
Wir bitten für alle, die zu retten und zu helfen versuchen:
Schenke ihnen Geistesgegenwart und Kraft.
Stehe den Verantwortlichen bei,
dass sie die richtigen Entscheidungen treffen
und die Risiken recht einschätzen.
Hilf, dass die Gefährdeten Schutz finden
und dass die tödliche Strahlung eingedämmt werden kann.
Du Gott des Lebens,
dir vertrauen wir uns an.
Du hast das Leben erschaffen und den Tod besiegt.
Auf dich hoffen wir in unserer Sorge
und unserer Angst.
Erhöre unser Rufen
und nimm unser Bitten barmherzig an.
Katastrophehilfe für Japan
21. März 2011 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de
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Brief der Diakonie Katastrophenhilfe vom 17. März 2011
Liebe Gemeinden der evangelischen Landes- und Freikirchen,
wir sind mit Ihnen tief bewegt von den schrecklichen Bildern von Tod und Zerstörung nach dem verheerenden Erdbeben und nachfolgendem Tsunami in Japan. Und wir teilen die Fassungslosigkeit und das Grauen angesichts der offensichtlichen Unmöglichkeit, die entfesselten Kräfte in den Kernkraftwerken zu bändigen. Wir beten zu Gott, er möge die furchtbare Bedrohung durch eine Nuklearkatastrophe vom japanischen Volk abwenden. Das flehentliche Eintreten vor Gott ist z.Zt. unsere wichtigste Möglichkeit, den Menschen in Japan Beistand zu leisten. Diese Möglichkeit sollten wir als Christen und Christinnen nicht geringer schätzen als materielle oder personelle Hilfe – auch wenn sie in der Öffentlichkeit kaum noch Konjunktur hat!
Wir sind tief beeindruckt vom Willen unserer Bevölkerung, der japanischen Bevölkerung in der Stunde der Not beizustehen. Das Mitleid und die Bereitschaft, sich zu engagieren, sind weit größer als wir erwartet haben. Das kann uns alle mit Freude, Dankbarkeit und Stolz erfüllen.
Aber es stellt unsere eigene Verantwortung als Diakonie Katastrophenhilfe auf eine Probe: Umfang und Ende dieser doppelten Katastrophe, die über Japan hereingebrochen ist, sind noch nicht absehbar. Nicht absehbar ist darum gegenwärtig, wie viel Hilfe in Japan wirklich benötigt wird, wie viel die japanische Regierung und Zivilgesellschaft davon selbst leisten kann und wie viel sie von der Gebergemeinschaft weltweit erbitten wird. Kein Land ist so gut auf Katastrophenschutz und – hilfe spezialisiert und dafür gerüstet, wie Japan. Nur wenige Länder verfügen über so viel eigene Mittel und leichte Kreditzugänge. Gegenwärtig ist für uns darum noch nicht absehbar, wie viele unserer Kollekten- und Spendenmittel tatsächlich in der Katastrophenregion gebraucht werden. .
Um verantwortlich und korrekt mit Ihren Kollekten und Spenden umgehen zu können, bitten wir Sie darum, Ihre Spende und Kollekte ab sofort auf das Konto der Diakonie Katastrophenhilfe mit dem Stichwort ‚Allgemeiner Katastrophenfonds‘ einzuzahlen. Aus diesem Fonds finanzieren wir jede Hilfe, die wir in Japan mit Partnern unseres Vertrauens zugunsten der betroffenen Bevölkerung leisten können. .Dessen können Sie gewiss sein! Dazu stehen wir nicht zuletzt über das weltweite Netzwerk der Kirchen ACT in Kontakt mit Vertretern der ev. Kirchen in Japan.
Sollte Hilfsbereitschaft aber größer sein als der Hilfsbedarf, dann können wir damit auch Menschen in anderen Krisenregionen helfen, die weniger im Licht der Öffentlichkeit stehen, aber ebenso hilfsbedürftig sind und dringend auf unsere Unterstützung hoffen.
So helfen Sie uns, so korrekt und verantwortungsbewusst mit Ihren Kollekten umzugehen , wie Sie es von uns gewohnt sind und von uns erwarten dürfen,
Danke für Ihre Hilfe, Danke für Ihr Vertrauen!
Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel
Vorstand Diakonie Katastrophenhilfe
Stuttgart, den 17.3.2011
Diakonie Mitteldeutschland
Spendenkonto: 800 8000
BLZ: 520 604 10 (Ev. Kreditgenossenschaft)
Spendenstichwort: Allgemeiner Katastrophenfonds








