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	<title>⇒ Glaube + Heimat &#187; Titelseite</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Den Generationenkonflikt aushebeln</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 13:24:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Europäische Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Franckesche Stiftungen]]></category>
		<category><![CDATA[Generationenkonflikt]]></category>

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		<description><![CDATA[Europäisches Jahr:  Zwei 19-jährige Hallenserinnen organisieren Generationengespräche in den Franckeschen Stiftungen

Die Europäische Kommission hat 2012 zum »Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den ­Generationen« ausgerufen. Ein Projekt in Halle bringt die Generationen bereits seit Jahren an einen Tisch.

Alt und Jung an einem Tisch zusammenzubringen, das liegt Peggy Herfurth und Sarah Wießner am Herzen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Europäisches Jahr:  Zwei 19-jährige Hallenserinnen organisieren Generationengespräche in den Franckeschen Stiftungen<br />
</strong></p>
<p><em>Die Europäische Kommission hat 2012 zum »Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den ­Generationen« ausgerufen. Ein Projekt in Halle bringt die Generationen bereits seit Jahren an einen Tisch.<br />
</em></p>
<div id="attachment_9315" class="wp-caption alignleft" style="width: 610px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/02/Titelseite-06.jpg" rel="shadowbox[post-9314];player=img;"><img class="size-full wp-image-9315" title="Titelseite-06" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/02/Titelseite-06.jpg" alt="Für Peggy Herfurth (li.) und Sarah Wießner sind die Generationengespräche ein Herzensanliegen. Foto: Günter Bauer" width="600" height="301" /></a><p class="wp-caption-text">Für Peggy Herfurth (li.) und Sarah Wießner sind die Generationengespräche ein Herzensanliegen. Foto: Günter Bauer</p></div>
<p>Alt und Jung an einem Tisch zusammenzubringen, das liegt Peggy Herfurth und Sarah Wießner am Herzen. Die beiden 19-jährigen Hallenserinnen organisieren seit letztem Jahr im Familienkompetenzzentrum der Franckeschen Stiftungen Generationengespräche. Themen wie Sterbehilfe, Demokratieverständnis oder auch einfach nur Hobbys und Lieblingsbücher werden dabei einmal im Monat von Senioren, Schülern und Studenten gemeinsam beleuchtet.</p>
<p>»Wir wollen den Generationenkonflikt aushebeln – es ist nicht alles nur schwarz-weiß«, sagt die Abiturientin Peggy Herfurth mit Nachdruck. Oft sei das Ergebnis, dass die Meinungen gar nicht gegeneinander laufen, sondern sehr eng beieinander liegen, so die Erfahrung von Sarah Wießner, die Archäologie studiert.</p>
<p>Genau das ist das Anliegen der Generationengespräche, die die Sichtweisen und Potenziale der Generationen deutlich machen wollen: Problembewusstsein und Solidarität füreinander sollen hier gefördert werden. Die Idee stammt von zwei Studentinnen, die die Reihe bereits vor Jahren initiiert hatten – schon damals haben Peggy und Sarah als begeisterte Sechstklässler des Landesgymnasiums Latina teilgenommen.</p>
<p>Im vergangenen Jahr übernahm das Duo schließlich die Organisation und kann auf einen Kern von gut acht Senioren und vier bis sechs Jugendliche vertrauen, die regelmäßig zu den Treffen kommen. »Was uns fehlt, sind Teilnehmer mittleren Alters, also zwischen 25 und 45 Jahren«, bedauern die beiden. Doch über eine neue Internetseite und via Facebook wollen sie künftig noch kräftiger die Werbetrommel rühren, um weitere Interessenten für die Gesprächsrunden zu finden.</p>
<p>Spannend für beide Seiten war etwa ein Themennachmittag zur Wende 1989. Dafür hatten Peggy Herfurth und Sarah Wießner auch Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen interviewt – er hatte ihnen über seine Erlebnisse aus dieser Zeit, die Montagsdemos in Leipzig und den Verfall der Stiftungen während der DDR berichtet. »Wir waren ja damals noch gar nicht geboren«, bringt Peggy Herfurth den springenden Punkt an der Sache zur Sprache.</p>
<p>Im Generationengespräch berichteten sie von dem Interview und lösten so eine heftige Diskussion aus. Denn während die Jüngeren, die in einer Demokratie aufgewachsen sind, sich sehr froh über die Wiedervereinigung zeigten, gab es von den Älteren neben Pro- auch Kontrastimmen, berichtet Sarah Wießner. Dass etwa ein Kindergarten- und ein Ausbildungsplatz in der DDR sicher waren, hätten einige als positiv angesehen.</p>
<p>Überrascht waren die beiden dagegen, dass sich Alt und Jung beim Gespräch über Sterbehilfe sehr einig waren. Hier hatte Sarah ein Beispiel aus ihrem eigenen Lebensumfeld angebracht: Ein Todkranker war in die Schweiz gefahren, um die dort legale Sterbehilfe für sich in Anspruch zu nehmen. »Sterben ist die eigene Entscheidung«, war sich damals die Diskussionsrunde einig, berichtet sie.</p>
<p>Sowohl die Jungen als auch die Alten hätten die Meinung vertreten, dass ein Leben, das nur mit Geräten erhalten wird, für sie selbst nicht akzeptabel wäre. »Oft reichen bei solchen Diskussionen die geplanten eineinhalb Stunden nicht«, freuen sich die beiden über die regen Gesprächsrunden.</p>
<p><em>Silvia Zöller</em></p>
<p><strong>Zum Auftakt des Themenjahres gibt es am 6. Februar eine Fachkonferenz mit Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und einen Markt der Möglichkeiten in Berlin. Das nächste Generationengespräch in den Franckeschen Stiftungen in Halle befasst sich am 9. Februar, 16 Uhr, mit dem Thema »Kirche heute«. Treffpunkt ist das Familienkompetenzzentrum im Haus der Generationen.</strong></p>
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		<title>Neue Lehrer braucht das Land</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 09:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Lieberknecht]]></category>
		<category><![CDATA[Jüdische Fakultät]]></category>
		<category><![CDATA[jüdische Gemeinden]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringische Landesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Erfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Nossen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#xA0;
Thema: In Mitteldeutschland sind die jüdischen Gemeinden in den letzten Jahren stark gewachsen. Nun soll Erfurt eine Jüdische ­Fakultät bekommen. Thüringer begrüßen das Bemühen der Landesregierung, hier ein jüdisches Zentrum zu errichten.
Dass es in Mitteldeutschland wieder jüdische Gemeinden gibt, grenzt für den evangelischen Theologen Ricklef Münnich aus Erfurt an ein Wunder. Münnich engagiert sich schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_9258" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/352764_4176945512.jpg" alt="Die Rabbiner Alina Treiger und Konstantin Pal, der die jüdische Landesgemeinde Thüringen betreut, sind Absolventen des liberalen Abraham-Geiger-Kollegs. Foto: epd-bild/Tobias Barniske" title="352764_4176945512" width="580" height="416" class="size-full wp-image-9258" /><p class="wp-caption-text">Die Rabbiner Alina Treiger und Konstantin Pal, der die jüdische Landesgemeinde Thüringen betreut, sind Absolventen des liberalen Abraham-Geiger-Kollegs. Foto: epd-bild/Tobias Barniske</p></div><br />
&#xA0;<br />
<strong>Thema: In Mitteldeutschland sind die jüdischen Gemeinden in den letzten Jahren stark gewachsen. Nun soll Erfurt eine Jüdische ­Fakultät bekommen. Thüringer begrüßen das Bemühen der Landesregierung, hier ein jüdisches Zentrum zu errichten.</strong></p>
<p>Dass es in Mitteldeutschland wieder jüdische Gemeinden gibt, grenzt für den evangelischen Theologen Ricklef Münnich aus Erfurt an ein Wunder. Münnich engagiert sich schon lange in der <a href="http://www.deutscher-koordinierungsrat.de/Thueringen" target="_blank">Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen</a> und in der überregionalen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Er verfolgt mit Interesse das Bestreben, in Erfurt eine Jüdische Fakultät zu installieren.</p>
<p>Immerhin, so ist vom jüdischen Landesvorsitzenden Wolfgang Nossen zu erfahren, gäbe es in Deutschland 115 jüdische Gemeinden. In Sachsen-Anhalt und Thüringen leben 2410 gläubige Juden, davon gehören 850 zu den Gemeinden in Thüringen, 650 in Halle, 530 in Magdeburg und 380 in Dessau. Zudem habe es im Mittelalter ein berühmtes Rabbinerkolleg in Erfurt gegeben, so Nossen.</p>
<p>»Als Landesvorsitzender in Thüringen begrüße ich die Bemühungen natürlich, in Erfurt ein jüdisches Zentrum zu errichten«, betont er. <a href="http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/juedischefakultaet104.html" target="_blank">Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hatte während ihrer Israelreise im Dezember geäußert, Erfurt zum Zentrum für Jüdische Studien werden zu lassen</a>.</p>
<p>»Erfurt bietet mit seiner Universität nicht nur die strukturellen Voraussetzungen dafür; vielmehr ist in Erfurt das jüdische Erbe – mit dem Jüdischen Schatz, der Alten Synagoge – so vielfältig präsent, dass wir dies für die wissenschaftliche Forschung nutzen müssen«, sagte sie. Und bekräftigte dies noch einmal anlässlich ihres Besuches der Mikwe und des Steinernen Hauses in Erfurt am 17. Januar.</p>
<p>Wolfgang Nossen sieht in einer ­Jüdischen Fakultät großes Potenzial für die Synagogengemeinde. »Unsere Gemeinde besteht zu 50 Prozent aus über 60-Jährigen. Die meisten kommen aus Russland und sprechen kein Deutsch. Die Jungen verlassen Thüringen, gehen zum Studium und danach in die alten Bundesländer oder ins Ausland.«</p>
<p>Das <a href="http://www.abraham-geiger-kolleg.de/" target="_parent">Abraham-Geiger-Kolleg</a>, das seit 1999 an der Universität in Potsdam Rabbiner und Kantoren ausbildet und im letzten Jahr fünf Rabbiner ordinieren konnte, hat den Thüringer Vorschlag mit Interesse zur Kenntnis genommen. Das Land Brandenburg hatte ja signalisiert, dass kein Geld mehr da sei.</p>
<p>»Jetzt sind sie plötzlich aufgeschreckt«, kommentiert der 80-jährige Nossen dessen Bemühungen, das Geiger-Kolleg doch zu behalten. Dem Geschäftsführer des Kollegs, Walter Homolka, Rabbiner und Professor, sei das letztlich egal. »Sein Herz schlägt für das Abraham-Geiger-Kol­leg. Und er geht dorthin, wo ihm seine Arbeit ermöglicht wird.«</p>
<p>Das sieht auch Ricklef Münnich so. »Das Kolleg vertritt ein liberales Judentum. Und das ist gut.« Er erläutert: »Wer hier nach orthodoxen jüdischen Vorschriften leben will, muss einen riesigen Aufwand betreiben.« Weil es zum Beispiel kein koscheres Fleisch gibt. Das müsse man sich aus Frankfurt am Main schicken lassen. Zudem sei durch die Verfolgung in der Nazizeit jegliche Tradition weggebrochen. Die russischen Juden konnten ihren Glauben kaum leben. Sie wissen nicht viel darüber.</p>
<p>»Sie müssen erst einmal ihre Identität finden«, ist Münnich überzeugt. Das Geiger-Kolleg gehe bei seiner Ausbildung von der Situation der Menschen aus. Die Rabbinerinnen und Rabbiner von dort könnten den Juden ein Glaubensleben nahebringen. Die Jüdischen Hochschule in Heidelberg, deren Prorektor Johannes Heil in einer Tageszeitung abfällig von »Bonsai-Fakultät« sprach, sei keine Alternative. Sie bilde keine Rabbiner aus.</p>
<p>»Wir brauchen aber für die jüdischen Gemeinden Lehrer«, bekräftigt Ricklef Münnich. Der Ort sei zunächst ein Politikum. »Als Thüringer bin ich natürlich für Erfurt. Es wäre gut für die jüdische Landesgemeinde, für die Stadt, das jüdische Kulturerbe, aber auch für den Freistaat.« Aus der Thüringer Staatskanzlei ist zu erfahren, dass die Sache jetzt im Wissenschaftsministerium weiterverfolgt wird.</p>
<p>Für das jüdische Leben in Thüringen erhofft sich auch Wolfgang Nossen eine Belebung durch solch eine Fakultät in der Landeshauptstadt.</p>
<p><em>Dietlind Steinhöfel</em></p>
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		<title>Gemeinsam Akzente setzen</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 08:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen]]></category>
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		<category><![CDATA[Ökumene]]></category>

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		<description><![CDATA[Ökumene: Bundesweite Gebetswoche für die Einheit der Christen wird in Köthen eröffnet.
Nach der öffentlichen ­Aufmerksamkeit durch den Papstbesuch im vergangenen Jahr folgen nun wieder die Mühen der Ebene. Die regionalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen setzen auf die Zusammenarbeit vor Ort.
»Lasst das Trennende beiseite und sucht das Gemeinsame!« Der Köthener Kreisoberpfarrer Dietrich Lauter gibt den Vertretern der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ökumene: Bundesweite Gebetswoche für die Einheit der Christen wird in Köthen eröffnet.</strong><br />
<div id="attachment_9187" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/köthen-jakobskirche-Panorama1412.jpg" alt="In der sanierten Stadtkirche St. Jakob in Köthen startet am 22. Januar die Gebetswoche zur Einheit der Christen mit einem Gottesdienst. Foto: Heiko Rebsch" title="köthen-jakobskirche-Panorama1412" width="580" height="147" class="size-full wp-image-9187" /><p class="wp-caption-text">In der sanierten Stadtkirche St. Jakob in Köthen startet am 22. Januar die Gebetswoche zur Einheit der Christen mit einem Gottesdienst. Foto: Heiko Rebsch</p></div><br />
<em>Nach der öffentlichen ­Aufmerksamkeit durch den Papstbesuch im vergangenen Jahr folgen nun wieder die Mühen der Ebene. Die regionalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen setzen auf die Zusammenarbeit vor Ort.</em></p>
<p>»Lasst das Trennende beiseite und sucht das Gemeinsame!« Der Köthener Kreisoberpfarrer Dietrich Lauter gibt den Vertretern der katholischen Pfarrei St. Maria, der Alt-katholischen Gemeinde, der Baptisten sowie des Kirchenkreises bei der Gründungsversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Köthen einen guten Rat mit auf den Weg. Gerade auf dem flachen Land sei die kirchliche Situation oft schwierig. »Hier müssen wir sehen, wie wir vor Ort Ökumene leben können.« Angesichts von mehr als 80 Prozent Nichtchristen liegt dem evangelische Theologen daran, in den Dörfern etwas voranzubringen. »Da lässt sich durchaus etwas machen«, ist er überzeugt.</p>
<p>Der Zusammenschluss zur lokalen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Ende vergangenen Jahres kommt aber auch sonst gerade rechtzeitig. An diesem Sonntag wird zumindest die <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2009/12/23/genug-gemeinsame-themen/" target="_blank">Ökumene in Deutschland</a> auf die Kleinstadt in Anhalt blicken. Dann startet dort mit einem Gottesdienst die bundesweite Gebetswoche für die Einheit der Christen.</p>
<p>Nicht nur der Chef der <a href="http://www.ack-sachsenanhalt.de/" target="_blank">ACK Sachsen-Anhalt</a>, der Ballenstedter Kreisoberpfarrer Jürgen Dittrich, verspricht sich davon eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Ökumene vor Ort. »Minderwertigkeitskomplexe brauchen wir hier nicht zu haben.« Tatsächlich besteht die ACK in Sachsen-Anhalt seit mehr als 30 Jahren. Zuletzt hat die <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/04/03/bis-zur-einheit-dauert-es/" target="_blank">Arbeitsgemeinschaft von zwölf Mitgliedskirchen</a> und drei Gastmitgliedern vor knapp drei Jahren eine engere Zusammenarbeit beschlossen.</p>
<p>Auch in Thüringen loben die Verantwortlichen die guten Beziehungen der zehn Mitgliedskirchen untereinander. »Die Situation der Ökumene vor Ort ist in den letzten Jahren eigentlich immer gut gewesen«, befindet die Meininger Pröpstin Marita Krüger, die Geschäftsführerin der <a href="http://www.ack-thueringen.de/" target="_blank">ACK Thüringen</a> ist. Das kann auch Pfarrer Heinz Gunkel, Ökumenereferent im Bistum Erfurt, bestätigen. Selbst die Differenzen nach dem Papstbesuch haben aus seiner Sicht in der regionalen ACK keine Rolle gespielt. »Das war bei uns nicht das Thema.« Außerdem habe Benedikt XVI. den Kirchen damit eine Aufgabe vor die Füße gelegt, findet Gunkel.</p>
<p>Aus seiner Sicht geht es im Augenblick darum, die Zuständigkeiten zwischen der EKM und den Bistümern Erfurt und Magdeburg neu auszutarieren. Zudem habe es in der Vergangenheit immer theologische Gespräche gegeben – zum Amt oder über das Thema Mission. Auch der Ballenstedter Kreisoberpfarrer setzt auf die gemeinsame theologische Arbeit. Zuletzt ist in der ACK Sachsen-Anhalt eine Verständigung über das Taufverständnis angestoßen worden.</p>
<p>Neben diesen Gesprächen setzen schließlich gemeinsame Aktionen Akzente. Der wiederkehrende Ökumenetag in Sachsen-Anhalt etwa gehört ebenso dazu wie das Miteinander bei den Kirchen- und Katholikentagen. »Ökumene in der Mitte« lautet das Motto des bundesweit einmaligen Standes von zwei Landeskirchen und zwei Bistümern zu solchen Veranstaltungen. Dazu kommen die aktuellen Fragen im Blick auf die Lutherdekade und was die Kirchen hier zusammen angehen können.</p>
<p>»Was uns in Thüringen im Moment bewegt, ist der Rückgang der Mitgliedszahlen«, erklärt die Meininger Regionalbischöfin. Die Kirchen müssten deshalb fragen, wie sie in einer säkularen Gesellschaft gemeinsam ihre Anliegen vertreten könnten. Das ist auch ganz im Sinn des ACK-Vorsitzenden in Sachsen-Anhalt, der auf die 2001 von den Europäischen Kirchen unterzeichnete Charta Oecumenica verweist. Danach sollen sich die Kirchen schon jetzt zu mehr Gemeinsamkeiten verpflichten. Leider sei das aber noch nicht überall angekommen, bedauert Dittrich. »Aber eigentlich müssten wir begründen, wenn wir etwas nicht zusammen machen.«</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
<blockquote><p><strong>Sonntag, 22. Januar</strong><br />
Köthen, Sankt Jakob, 14 Uhr: »Wir werden alle verwandelt« – Bundesweiter Auftaktgottesdienst der Gebetswoche für die Einheit der Christen mit dem Vorsitzenden der ACK, dem Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber, Kreisoberpfarrer Jürgen Dittrich (Harzgerode), Bischof Gerhard Feige (Magdeburg), Kirchenpräsident Joachim Liebig und Regina Claaß vom Bund Ev.-Freikirchlicher Gemeiden in Deutschland. Musik: Bach-Chor Köthen. Leitung: KMD Martina Apitz</p></blockquote>
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		<title>Zeit und Geduld sind gefragt</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 14:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Kleemann]]></category>
		<category><![CDATA[neues Finanzgesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Geld: Seit dem 1. Januar gilt in der mitteldeutschen Landeskirche das neue Finanzgesetz.
Die Kirchengemeinden und Kirchenkreise der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland – vor allem die in Thüringen – müssen sich auf mehr Eigenverantwortung einstellen.
Wenn Günter Meyn vor Kirchenältesten die Zahlen und Grafiken erläutert, sind die Reaktionen sehr unterschiedlich. Der promovierte Bauingenieur aus Weimar kennt sich aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_9117" class="wp-caption alignright" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/Titelseite312.jpg" alt="Auch Rechnen will gelernt sein, gerade im Blick auf die Finanzen. Foto: bilderbox.com" title="Titelseite312" width="580" height="387" class="size-full wp-image-9117" /><p class="wp-caption-text">Auch Rechnen will gelernt sein, gerade im Blick auf die Finanzen. Foto: bilderbox.com</p></div><br />
<strong>Geld: Seit dem 1. Januar gilt in der mitteldeutschen Landeskirche das neue Finanzgesetz.</strong></p>
<p><em>Die Kirchengemeinden und Kirchenkreise der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland – vor allem die in Thüringen – müssen sich auf mehr Eigenverantwortung einstellen.</em></p>
<p>Wenn Günter Meyn vor Kirchenältesten die Zahlen und Grafiken erläutert, sind die Reaktionen sehr unterschiedlich. Der promovierte Bauingenieur aus Weimar kennt sich aus im <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/03/28/der-aufstand-blieb-aus/" target="_blank">neuen Finanzsystem der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland</a> (EKM), das die Synode 2011 verabschiedete und seit 1. Januar gilt. Er weiß, was sich vor allem für die Thüringer verändert und kennt ihre Sorgen.</p>
<p>»Die Gemeindekirchenräte sind dankbar für die Informationen. Wenn die Bilanz jedoch negativ ausfällt, gibt es skeptische Mienen«, sagt der 71-Jährige, der selbst seit Jahren in Kreissynode und im Gemeindekirchenrat ist. Er sieht manches durchaus positiv. »Die Transparenz ist für mich das wichtigste Anliegen«, betont er. Nach der neuen Verordnung könne man die eigene Finanzkraft besser einschätzen. Zudem gebe es nun für einige Jahre Planungssicherheit. Das sei ein nicht zu unterschätzender Aspekt.</p>
<p>Vom Solidarprinzip profitierten die Thüringer, denn es fließe mehr Geld in die Kassen. Ungewohnt sei natürlich die Eigenverantwortung, die nun übernommen werden muss, vor allem bei der Verwaltung der Personalkosten. Da gibt es große Einschnitte. So sei zum Beispiel der Kirchmeister in Weimar, der vor allem Baufragen bearbeitet, bisher überwiegend für die Stadtkirchen zuständig gewesen.</p>
<p>Jetzt müsse er zum einen den neuen Baulastfonds, der von 15.000 auf 170.000 Euro angestiegen ist, verwalten und sich auch um die Dörfer kümmern. Zudem bekommt der Kreiskirchenrat eine höhere Verantwortung bei Finanzentscheidungen. »Große Kirchen können das gut schaffen, bei kleineren wird es schwieriger«, gibt Günter Meyn zu bedenken.</p>
<p>Ebenso in Apolda wird es Veränderungen geben. Die Kirchengemeinde habe zwei Mitarbeiter, für die eine Lösung gefunden werden muss, sagt Superintendentin Bärbel Hertel. »Es gibt drei Möglichkeiten«, zählt sie auf: Die Kirchengemeinde kann die Mitarbeiter übernehmen, muss sie entlassen oder sie werden von allen Kirchengemeinden finanziert. Dann erwarteten diese auch eine Gegenleistung.</p>
<p>Der Küster Robert Bergmann zum Beispiel solle nun 26 Stunden für Apolda arbeiten und den Rest für die Dörfer. »Die normalen Küsterdienste können in Apolda Ehrenamtliche übernehmen, wie das in den Dörfern schon längst gang und gäbe ist. Herr Bergmann muss nicht mehr jeden Handgriff selbst erledigen.« Menschlich sei das schon schwierig, räumt Bärbel Hertel ein. Deshalb müssen die Aufgaben klar geregelt werden. »Auch so eine Arbeit muss sich umstrukturieren lassen«, ist sie sicher. Doch die Superintendentin kann noch gar nicht so richtig einschätzen, wie sich alles entwickelt, und beklagt, dass Informationsveranstaltungen im Vorfeld nicht gut besucht waren. Auch deshalb gäbe es <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/03/18/enteignung-oder-solidarprinzip/" target="_blank">noch viel Unsicherheit</a>.</p>
<p>Im Norden der EKM ändert sich weniger. Michael Kleemann, Superintendent in Stendal, sieht die Finanzlage seines Kirchenkreises stabil. »Das neue Finanzsystem bringt im Augenblick keine erruptionsartigen Veränderungen«, sagt er. Doch als Kleemann vor 14 Jahren als Superintendent anfing, wurde die finanzielle Eigenständigkeit gerade eingeführt. »Das war ein langer Lernprozess«, erinnert er sich.</p>
<p>Inzwischen diskutiere niemand mehr, dass von Pachteinnahmen 80 Prozent an den Baulastfonds abgeführt werden müssen. Und die Gemeinden sehen, dass dadurch auch für sehr kleine Gemeinden manches möglich ist, die das sonst nie gestemmt hätten. Zudem würden die Leute ganz anders Geld einwerben, auch weil sie wissen, was damit passiert.</p>
<p>Dass die Länderunterschiede bei der Finanzierung des Religionsunterrichts zum Beispiel in Thüringen mehr Probleme bereiten, macht Günter Meyn Kopfzerbrechen. Es wird einige Jahre dauern, bis Lösungen gefunden sind und das gemeinsame Finanzsystem in allen 37 Kirchenkreisen gleichermaßen akzeptiert wird.</p>
<p><em>Dietlind Steinhöfel</em></p>
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		<title>Labsal für die Menschen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 14:30:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Eisenach]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Philipp Telemann]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Sebastian Bach]]></category>
		<category><![CDATA[Lutherdekade]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Reformation und Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Wartburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Lutherdekade: Eisenach steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Themenjahres »Reformation und Musik«
Das Thema »Reformation und Musik« ist nicht nur eine klingende Hommage an den Reformator. Es rückt zugleich auch den reichen Schatz der protestantischen Kirchenmusik neu ins Bewusstsein.
»Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes, sie vertreibt den Teufel und macht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lutherdekade: Eisenach steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Themenjahres »Reformation und Musik«</strong><br />
<div id="attachment_9070" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/Chor-Themenbild12.jpg" alt="Gründe zum Singen gibt es viele, in diesem Musik-Themenjahr vielleicht besonders zahlreiche – auch bei den Konzerten in Eisenach und anderswo. Foto: epd-bild" title="Lutherdekade" width="580" height="435" class="size-full wp-image-9070" /><p class="wp-caption-text">Gründe zum Singen gibt es viele, in diesem Musik-Themenjahr vielleicht besonders zahlreiche – auch bei den Konzerten in Eisenach und anderswo. Foto: epd-bild</p></div><br />
<em>Das Thema »Reformation und Musik« ist nicht nur eine klingende Hommage an den Reformator. Es rückt zugleich auch den reichen Schatz der protestantischen Kirchenmusik neu ins Bewusstsein.</em></p>
<p>»Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes, sie vertreibt den Teufel und macht die Menschen fröhlich.« So sah Luther die Bedeutung der Musik für die Menschen, für ihr Gemüt, ihren Glauben. Der Reformator war selbst ein Musizierender, hat viel Wert auf die Musik während der Gottesdienste gelegt. Das einfache Volk sollte nicht nur die Worte der Kirche, sondern auch die Musik im Gotteshaus verstehen und mit dem Glauben verbinden.</p>
<p>In der Sonderausstellung »Luthers Bilderbiografie« auf der Wartburg, die am 4.&#xA0;Mai eröffnet wird, werden die Stationen des Reformators auf Leinwandbildern gezeigt. Diese hatte Großherzog Carl Alexander 1872 in Auftrag gegeben und damit drei einstige Wohngemächer des Reformators herrichten lassen. Die Ausstattungen wurden nach 1952 zerstört, die aus 18 Leinwandbildern bestehende Luther-Bilderbiografie konnte jedoch gerettet werden und wird nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.</p>
<p>Ansonsten steht Eisenach ganz im Zeichen des <a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2011/10/31/rau-frisch-und-direkt/" target="_blank">Themenjahres »Reformation und Musik«</a>. Bereits am Reformationstag des vergangenen Jahres war es in der Georgenkirche&#xA0;– in der Kirche, wo einst Martin Luther predigte und Johann Sebastian Bach getauft wurde&#xA0;– eröffnet worden. »Reformation und Musik« ist nicht nur eine klingende Hommage an den Reformator, sondern erinnert an den reichen Schatz der protestantischen Kirchenmusik und rückt ihn ins Bewusstsein.</p>
<p>Mit einer Fülle an Musikveranstaltungen, Kantaten-Gottesdiensten, Ausstellungen, Konzerten, Workshops wird man in <a href="http://www.eisenach.de/" target="_blank">Eisenach</a> dem Themenjahr mehr als gerecht. Bis heute ist die Stadt am Fuße der Wartburg eng mit Musik und bedeutenden Komponisten verbunden. Im Mittelpunkt des musikalisch geprägten Themenjahres stehen neben Martin Luther auch Johann Sebastian Bach und <a href="http://www.classic-arietta.de/lexikon/georg_philipp_telemann.html" target="_blank">Georg Philipp Telemann</a>, die ebenso wie der Reformator eng mit der Wartburgstadt verbunden waren.</p>
<p>So schöpfte Johann Sebastian Bach, der 1685 in Eisenach geboren wurde, beim Komponieren tief aus seinem protestantisch geprägten Glauben. Mit zahlreichen Konzerten und Gottesdiensten im Rahmen der Thüringer Bachwochen (30.&#xA0;März bis 22.&#xA0;April) rückt das Schaffen des Komponisten in den Mittelpunkt.</p>
<p>Bach selbst vertonte 30 der 38 Kirchenlieder, die von Luther verfasst wurden, er beschäftigte sich auch mit theologischen Schriften Luthers. »Bach als Lutheraner« heißt deshalb ein Symposium mit Vorträgen, Konzerten, Gottesdiensten und Ausstellungen vom 24.&#xA0;bis zum 28.&#xA0;Februar, zu dem die mitteldeutsche Landeskirche und die Friedrich-Schiller-Universität Jena einladen.</p>
<p>Eisenach verfügt mit Wartburg, <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2010/10/29/das-jubilaum-als-chance/" target="_blank">Lutherhaus</a>, Bachhaus und Georgenkirche über bedeutende historische Stätten, die Reformation und Musik verflechten. Gerade die Georgenkirche&#xA0;– das bedeutende geistliche Zentrum der Stadt&#xA0;– wird immer wieder Veranstaltungsort sein. Hier werden unter anderen Kantaten zu Gehör gebracht, die Georg Philipp Telemann in seiner Eisenacher Zeit geschrieben hat.</p>
<p>Im Rahmen des Symposiums im Februar werden im Lutherhaus unter anderem Telemanns Kantaten-Textbücher ausgestellt. Der Komponist weilte von 1708 bis 1712 in der Stadt und schrieb während dieser Zeit ganze Zyklen von Kantaten, die in der Georgenkirche uraufgeführt wurden. Mit zahlreichen Veranstaltungen werden die 15. <a href="http://www.kdw.eisenachonline.de/scripts/angebote/3656" target="_blank">Eisenacher Telemann-Tage</a> vom 7.&#xA0;bis 15.&#xA0;Juli in das Themenjahr der Lutherdekade eingebettet sein. Kantatengottesdieste, Telemann für Kinder, Konzerte, Literarisches zu Telemann werden in dieser besonderen Woche geboten.</p>
<p>Zu den hochkarätigen Veranstaltungen im Themenjahr »Reformation und Musik« gehören aber auch Aufführungen des Südthüringer Staatstheaters auf der Wartburg und im Landestheater Eisenach, Gottesdienste auf der Burg und die Wartburgkonzerte von Deutschlandradio Kultur.</p>
<p><em>Silvia Rost</em></p>
<p><a href="http://www.eisenach.de">www.eisenach.de</a></p>
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		<title>Nach ganz anderen Regeln</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2011/12/29/nach-ganz-anderen-regeln/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 10:10:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[2. Korintherbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreslosung 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Liebig]]></category>
		<category><![CDATA[Prophetie]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Regeln sind klar: Wer die Macht hat, setzt sich durch! Groß ist besser als klein! Gesund ist besser als krank! Reich ist besser als arm!
Wer will dem widersprechen?
&#xA0;

Von Joachim Liebig
Gott widerspricht dem! Gottes Regeln sind vollständig anders. In der Jahreslosung 2012 werden sie in der kürzest möglichen Form zusammengefasst: Gott ist in den Schwachen mächtig. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/guh-1.jpg" alt="guh-1" title="guh-1" width="590" height="363" class="alignnone size-full wp-image-8943" /><br />
<h5>Die Regeln sind klar: Wer die Macht hat, setzt sich durch! Groß ist besser als klein! Gesund ist besser als krank! Reich ist besser als arm!<br />
Wer will dem widersprechen?<br />
&#xA0;<br />
</h5>
<p><em>Von Joachim Liebig</em></p>
<p>Gott widerspricht dem! Gottes Regeln sind vollständig anders. In der Jahreslosung 2012 werden sie in der kürzest möglichen Form zusammengefasst: Gott ist in den Schwachen mächtig. Es ist ein Zitat des 2. Korintherbriefes.</p>
<p>Die konfliktreiche Situation der Gemeinde in Korinth veranlasst Paulus, zwei Briefe zu schreiben. Gegen Ende des zweiten Briefes verweist er noch einmal auf seine eigene Situation. Er leidet unter einer chronischen Krankheit. Er nennt sie einen »Pfahl im Fleisch«. Die scheinbar immer wiederkehrende Schwäche veranlasst Paulus zu einer interessanten Deutung.</p>
<p>Die tiefe Erkenntnis der Barmherzigkeit Gottes einerseits korrespondiert für ihn mit dem Leiden andererseits. Auf diese Weise, so Paulus, lässt sich sein missionarischer Erfolg gewiss nicht auf ihn selbst, sondern allein auf Gott zurückführen. Gott ist in den Schwachen mächtig.</p>
<blockquote><p>Jahreslosung 2012<br />
<strong>Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.</strong><br />
<em>2. Korinther 12, Vers 9</em></p></blockquote>
<p>Die Jahreslosung eröffnet nun verschiedene Ebenen. An der Oberfläche liegt das Offenkundige. Die Regeln Gottes unterscheiden sich fundamental von den Regeln dieser Welt! Andersherum gewendet: Wer die Regeln dieser Welt für Gottes Regeln erklärt, irrt in jedem Fall.</p>
<p>Die darunterliegende Ebene findet sich vor allem in der Seelsorge. Bei schwerem Leiden und tiefer Not rufen Menschen scheinbar zu Gott, warum er sie so strafe. </p>
<p>Dahinter steht der alte Gedanke der Prophetie: Wenn Israel in die Irre geht, straft Gott. In Jahrzehnten der eigenen Seelsorge sind mir jedoch nur selten Menschen ­begegnet, die tatsächlich mit Gott ­hadern. Vielmehr ist es häufiger die selbstverliebte Frage: Ich habe doch alles richtig gemacht, warum geht es mir dennoch schlecht? </p>
<p>Wäre es tatsächlich ein Hadern mit Gott, wäre die paulinische Deutung häufiger anzutreffen. In der Schwäche zeigt sich Gottes Kraft in besonderer Weise.</p>
<p>Das Kokettieren mit der eigenen Schwäche beschreibt eine dritte Ebene der Jahreslosung. </p>
<p>Die Kirche in der Diaspora, kleine Gemeinden, Anfechtungen jeder Art – wir wollen als Kirche lieber im Windschatten der Gesellschaft bleiben und still unseren Dienst tun, so mag diese Ebene abgekürzt beschrieben werden. Die Schwäche wird dann zu einer Ausrede für mangelndes Selbstbewusstsein oder dem tiefen Wunsch, Vertrautes nicht verlassen zu wollen. Gott wird damit zu einem Bewahrer des Bestehenden, Kleinen und Unscheinbaren. Die Macht Gottes im Schwachen wird damit geleugnet.</p>
<p>Aus der kleinsten Stadt Israels erwächst der Mensch gewordene Herr aller Universen. Die kleingläubige Selbstbeschränkung ist nicht Thema der Jahreslosung 2012. </p>
<p>Nicht auf eigene Stärke zu vertrauen, sondern alles auf Gott zu setzen; nicht sich selbst, sondern immer nur Gott zu loben; Gott alles zuzutrauen – dazu leitet uns das Motto des Jahres&#xA0;2012 an. Damit können wir trotz aller Krisen in gelassenem Selbstbewusstsein und freudiger Erwartung das neue Jahr beginnen.</p>
<p><em>Der Autor ist Kirchenpräsident der anhal­tischen Landeskirche und Vorsitzender des Evangelischen Presseverbandes in Mitteldeutschland.</em></p>
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		<title>Musik ist eine Himmelsgabe</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 14:11:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Ilse Junkermann]]></category>
		<category><![CDATA[Lob Gottes]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[#xA0;
Weihnachten: Engel und Musik gehören zu Weihnachten wie die Krippe und die Botschaft, dass  Gott in einem Kind Mensch geworden ist. Dieser Glauben macht uns froh, dass wir davon »singen und sagen« wollen, wie es bei Martin  Luther in einem bekannten  Weihnachtslied heißt.  Denn Singen verbindet die Menschen untereinander und mit Gott. Hier dürfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_8868" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/titel_web2.jpg" rel="shadowbox[post-8843];player=img;"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/titel_web2.jpg" alt="Engel musizieren zur Ehre Gottes und den Menschen zur Freude, wie hier auf der Emporenmalerei der Dorfkirche von Großthiemig (Kirchenkreis Bad Liebenwerda). Foto: Archiv-Inventarisierung-EKM/A.Schorr." title="Titel GuH 52" width="580" height="192" class="size-full wp-image-8868" /></a><p class="wp-caption-text">Engel musizieren zur Ehre Gottes und den Menschen zur Freude, wie hier auf der Emporenmalerei der Dorfkirche von Großthiemig (Kirchenkreis Bad Liebenwerda). Foto: Archiv-Inventarisierung-EKM/A.Schorr.</p></div>&#xA0;<br />
<strong>Weihnachten: Engel und Musik gehören zu Weihnachten wie die Krippe und die Botschaft, dass  Gott in einem Kind Mensch geworden ist. Dieser Glauben macht uns froh, dass wir davon »singen und sagen« wollen, wie es bei Martin  Luther in einem bekannten  Weihnachtslied heißt. </strong> <strong>Denn Singen verbindet die Menschen untereinander und mit Gott. Hier dürfen Lob und Klage laut werden.</strong><br />
&#xA0;<br />
<em>Von Ilse Junkermann</em><br />
&#xA0;<br />
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Amt gewonnen, denn ihr erster Ursprung ist von dem Himmel selbst  gekommen, weil die Engel insgemein selbsten Musikanten sein.« So dichtete<a href="http://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martin_Luther.html" target="_blank"> Martin Luther</a> über die Musik und sagt damit: Musik ist eine Himmelsgabe.  Engel singen und musizieren. Sie machen Musik zum Lobe Gottes.<br />
&#xA0;<br />
Ja, wer musiziert, ist ein Engel! Wenn die Engel zu Christi Geburt ihr Loblied singen, dann verbindet ihre Musik Himmel und Erde – wie das neugeborene Kind Himmel und Erde auf neue Weise verbindet.  Am nächsten sind wir an diesem mit den Engeln gemeinsamen Singen und Musizieren, wenn wir bei jeder Abendmahlsfeier das <a href="http://www.elk-wue.de/glauben/kirchliche-feiern/gottesdienst/gottesdienstablauf/" target="_blank">Sanctus</a> anstimmen. Wer hier auf Erden das Dreimal-Heilig singt, singt mit den Engeln und allen Heiligen das Lob Gottes. So wird deutlich: Singen verbindet.<br />
&#xA0;<br />
Im Singen entsteht eine einzigartige Gemeinschaft, zu der ich als Sängerin ebenso gleich wichtig gehöre wie die anderen Sängerinnen und Sänger. Aus solchem Singen werden Taten: Im Lobe Gottes sind alle gleich, Engel und Bengel, himmlische Wesen und irdische Wesen, jeder Mensch. Da ist keiner und keine verachtet oder mehr wert oder weniger wert als ein anderer oder eine andere. So wirkt die Himmelsgabe auf der Erde: Sie gibt jedem Menschen seine Würde. Singen verbindet – und zwar alle, die sich auf Gott beziehen. Das heißt: Wer singt und sich darin auf Gott ausrichtet, sieht weg von sich und dem, was er leistet, von dem, was sie alles auf die Reihe bringt.<br />
&#xA0;<br />
Wer Gott besingt, singt keine Loblieder auf sich selbst. Aus solchem Singen werden Einsichten: Wer Gott lobt, lässt Gott die Ehre und weiß um die Grenzen der Menschen. Er und sie nimmt Abschied von der trügerischen Zuversicht, der Mensch werde mit seinem Können und Wissen schon alle Risiken und Probleme bewältigen und beherrschen können: die Atomkraftwerke, den Klimawandel, die Dynamik der Finanzmärkte oder kriegerische Einsätze.<br />
&#xA0;<br />
Singen verbindet alle, die sich auf Gott beziehen. Das sind die, die in Gott ihren Sinn und ihre Mitte suchen und immer wieder finden. Deshalb gehören zu einer Musik und zu Liedern, die Himmel und Erde verbinden, unbedingt auch all die Töne, in denen Klage laut wird. Es ist die Klage über alle Not, die Gott fern erscheinen lässt. Die Klage darf, ja sie muss laut werden über Hass und Gewalt auf Erden, über Krieg und schlimmen Bürgerkrieg, über systematische Vergewaltigungen als bewusste Mittel der Kriegsführung, über die Schere zwischen Arm und Reich, die seit zehn Jahren auch in unserem Land immer weiter auseinandergeht. Daran hat Gott kein Wohlgefallen.<br />
&#xA0;<br />
So werden aus solchem Singen Taten: Aus ihm entspringt eine Zuwendung zu Menschen, die in Not sind. Die, die es schwer haben und die ein Unglück getroffen hat und denen Gott fern ist, die sollen Menschennähe spüren und solche Nähe von Menschen erfahren, die sich auf Gott beziehen. Solche Menschen als Glaubenszeugen, die das Lob Gottes singen, begegnen uns in den biblischen Texten – und auch oft im täglichen Leben. Dass Menschen Engel singen hören, gehört zur Geburt Christi.<br />
&#xA0;<br />
In Christus öffnet Gott den Himmel für die Menschen und wirkt auf Veränderung dieser Welt hin, zu einer Welt, die Gott und die Menschen mit Wohlgefallen betrachten können. Gott gibt seinen Willen kund: Seine Welt und seine Menschen sollen himmlisch froh werden. Gott verbindet sich mit ihnen, mit uns, im Kind in der Krippe, im Mann am Kreuz, im Auferstandenen, der unerkannt den Weg der Trauer und Enttäuschung mitgeht.<br />
&#xA0;<br />
So wünsche ich Ihnen frohe, klingende Christfesttage mit Musik, die eine Ahnung davon gibt, wie schön es dereinst im Himmel sein wird.<br />
&#xA0;<br />
<em>Die Autorin ist Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.</em>&#xA0;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Eine Flamme verbindet Völker</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2011/12/19/eine-flamme-verbindet-volker/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 09:47:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Dessauer Petruskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Spenn]]></category>
		<category><![CDATA[ORF]]></category>
		<category><![CDATA[Pfadfinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Pfadfinder: Aussendung des Friedenslichtes in der Dessauer Petruskirche bildete den Auftakt für Mitteldeutschland.
Es ist nur ein kleines Licht, das alljährlich in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet wird. Aber als Friedenslicht geht es um die Welt und findet seinen Weg zu Millionen Menschen.
Martin, August und Andreas haben eine lange Reise hinter sich, als sie am Sonntagmorgen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pfadfinder: Aussendung des Friedenslichtes in der Dessauer Petruskirche bildete den Auftakt für Mitteldeutschland.</strong></p>
<div id="attachment_8812" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-8812" title="Ruttke-Friedenslicht-Petrus_72" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/Ruttke-Friedenslicht-Petrus_72.jpg" alt="Neuzeitlicher Weihnachtsbrauch der Pfadfinder: Seit 25 Jahren verteilen sie das Friedenslicht aus Bethlehem ein Symbol der Hoffnung. Foto: Thomas Ruttke" width="580" height="387" /><p class="wp-caption-text">Neuzeitlicher Weihnachtsbrauch der Pfadfinder: Seit 25 Jahren verteilen sie das Friedenslicht aus Bethlehem ein Symbol der Hoffnung. Foto: Thomas Ruttke</p></div>
<p><em>Es ist nur ein kleines Licht, das alljährlich in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet wird. Aber als Friedenslicht geht es um die Welt und findet seinen Weg zu Millionen Menschen.</em></p>
<p>Martin, August und Andreas haben eine lange Reise hinter sich, als sie am Sonntagmorgen in der Dessauer Petruskirche eintreffen. Ihr wichtigstes Reisegepäck hat die Fahrt von Wien gut überstanden. Beim sonntäglichen Gottesdienst halten die Jugendlichen ein letztes Mal die Hand schützend vor eine Kerzenflamme, und ein Licht ums andere entzündet sich an dem kleinen Feuer, das aus Österreich kommt.</p>
<p>Das <a href="http://www.friedenslicht.de/" target="_blank">Friedenslicht aus Bethlehem</a> ist in dieser Woche in Deutschland angekommen. In Dessau wurde es am vergangenen Sonntag in Empfang genommen. Die drei Pfadfinder des hiesigen Stammes waren am Donnerstag zuvor nach Wien gereist, wo der zentrale Aussendungsgottesdienst gefeiert wurde. Am Sonntag dann entstiegen die Jungen dem Nachtzug, um wenig später in der Petruskirche beim Aussendungsgottesdienst das Licht an die Gemeinden weiterzugeben.<br />
<img class="alignright size-full wp-image-8813" title="friedenslicht_logo2" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/friedenslicht_logo2.jpg" alt="friedenslicht_logo2" width="250" height="264" /><br />
»Sie hatten noch gar nicht Zeit, uns von der Reise zu berichten«, sagt <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2009/07/03/allzeit-bereit-fur-eine-gute-tat/" target="_blank">Matthias Spenn, Vorsitzender der Pfadfinder-Landesleitung</a>, der an diesem Morgen die Predigt hält. Der Reisebericht freilich wird gleich nach dem Gottesdienst nachgeholt, denn es sind nicht allein Pfadfinder aus der Region, die in die Petruskirche gekommen sind.  In Dessau wurde der Aussendungsgottesdienst erstmals gefeiert. Pfadfinder aus Sachsen-Anhalt und Thüringen, die in einem gemeinsamen Landesverband des VCP organisiert sind, reisten dafür in die Stadt. »Wir haben gut 45 Gäste, die auch hier übernachtet haben.«</p>
<p>Die Aktion des Friedenslichtes geht zurück auf eine Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF) im Jahr 1986. Das in der Geburtsstadt Jesu entzündete Licht wird seitdem alljährlich am dritten Adventswochenende an Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Europa weitergegeben. Anschließend wird das Friedenslicht mit dem Zug in über 30 Städte in Deutschland gebracht und dort in zentralen Aussendefeiern an die Gruppen gegeben, die es zu Weihnachten in vielen regionalen und lokalen Aktionen an »alle Menschen guten Willens« weiterreichen. Rund 100.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder geben bis Heiligabend das Friedenslicht in Deutschland an über 1,5 Millionen Haushalte weiter. Sie sorgen dafür, dass dieses Symbol der Hoffnung auf Frieden an Weihnachten in zahlreichen Kirchengemeinden und Wohnzimmern, Krankenhäusern und Kindergärten, Seniorenheimen, Asylbewerberunterkünften, Rathäusern und Justizvollzugsanstalten leuchtet.</p>
<p>Pfarrer Matthias Spenn begrüßt vor seiner Predigt natürlich besonders herzlich die Jugendlichen, die das Friedenslicht nach Dessau brachten. »Dass das Licht Menschen verbindet, ist ein Wunder, das wir heute hier erleben«, sagt er. Wie ein Neugeborenes sei das Licht bis zum Heiligabend zu hegen und zu pflegen, denn ausgehen dürfe es nicht. Den besten Schutz boten für den Weg in die Haushalte Windlichter, mit denen die Gemeindeglieder diesmal in den sonntäglichen Gottesdienst kamen.</p>
<p>Die diesjährige Friedenslichtaktion steht unter dem Motto »Licht verbindet Völker«. »Das Friedenslicht erinnert uns daran, dass Frieden nicht überall auf der Welt selbstverständlich ist – es ermahnt uns, für die Menschen einzustehen, die unter Krieg und Verfolgung leiden«, erklärte Kathrin Moosdorf, Vorsitzende des <a href="http://www.pfadfinden-in-deutschland.de/" target="_blank">Rings Deutscher Pfadfinderinnenverbände</a>. Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), die Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG), der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und der Verband der Altpfadfindergilden (VDAPG) wollen mit dem Friedenslicht ein gemeinsames Zeichen setzen.</p>
<p><em>Ilka Hillger</em></p>
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		<item>
		<title>Gemeinsam durch den Advent</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2011/12/09/gemeinsam-durch-den-advent/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 08:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Adventskalender]]></category>
		<category><![CDATA[Barleben]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Könitz]]></category>

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		<description><![CDATA[Aktion: In Barleben setzen evangelische und katholische Kirchengemeinde Akzente im Advent
&#xA0;

Immer mehr Gemeinden entdecken die Adventszeit neu für sich. Neben lebendigen Adventskalendern und Aktionen auf dem Weihnachtsmarkt gibt es das »Fensterln im Advent«. Hier wie dort sollen die Besucher eingestimmt werden auf das kommende Weihnachtsfest.
Weihnachtliche Festbeleuchtung lässt den Breiteweg in Barleben (Kirchenkreis Haldensleben-Wolmirstedt) erstrahlen. Lichterketten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aktion: In Barleben setzen evangelische und katholische Kirchengemeinde Akzente im Advent</strong><br />
&#xA0;<br />
<img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/Titelseite.jpg" alt="Titelseite" title="Titelseite" width="580" height="385" class="alignnone size-full wp-image-8683" /><br />
<em>Immer mehr Gemeinden entdecken die Adventszeit neu für sich. Neben lebendigen Adventskalendern und Aktionen auf dem Weihnachtsmarkt gibt es das »Fensterln im Advent«. Hier wie dort sollen die Besucher eingestimmt werden auf das kommende Weihnachtsfest.</em></p>
<p>Weihnachtliche Festbeleuchtung lässt den Breiteweg in <a href="http://www.kirche-barleben.de/" target="_blank">Barleben</a> (Kirchenkreis Haldensleben-Wolmirstedt) erstrahlen. Lichterketten verdrängen in den Abend- und Nachtstunden die eher trübe Atmosphäre. Mehrere große Weihnachtsbäume sind geschmückt. Es ist so, als ob die Kommune vor den Toren Magdeburgs auf diese Weise ein Stück weit ihren Wohlstand zeigen will. Die Wirtschaft prosperiert, man kann sich etwas leisten. Auch an diesem Freitagabend vor dem zweiten Advent leeren sich die Straßen, denn die Geschäfte schließen eher schnell. Ruhe kehrt ein. Nur am Weihnachtsmarkt werden noch die letzten Arbeiten ausgeführt, damit er am nächsten Tag öffnen kann.</p>
<p>Eine scheinbar kleine Gruppe zieht die Hauptstraße entlang. An der Spitze wird eine Kerze getragen, drei Lampions lassen weihnachtliche Stimmung wachsen. Irgendwo blinkt ein goldener Stern auf, den die Barleber Frauen und Männer mit sich führen. An Haustüren warten Menschen, die sich dem Zug anschließen. Nach 500&#xA0;Metern ein kurzer Stopp. Dann ertönt Bläsermusik von einem Hof auf einem Gewerbegrundstück. Die Gemeinschaft ist auf über 100&#xA0;Personen angewachsen, fast unmerklich.</p>
<p>Die Kerze, die für den Glauben steht, wird neben einem schon brennenden Licht des Friedens abgestellt. Zeit für Besinnung im Advent haben auf ganz besondere Weise die beiden christlichen Gemeinden in ökumenischer Verbundenheit geschaffen. Posaunenmusik, Gesang und Lesungen wechseln einander ab. Der katholische Pfarrer Willi Kraning spricht von einer Gegenwart, in der Technik zunehmend den Alltag bestimmt. »Wo beginnt das Reich Gottes«, fragt er. Vertrauen und Glauben seien es, die als etwas Verlässliches dem Menschen bei aller Veränderung bleiben.</p>
<p>»Ich lade Sie ein, ins Haus zu ­kommen«, sagt Karl-Heinz Keindorff, Inhaber der Wirtschaftsagentur Barleben. Für ihn ist das »Fensterln im Advent« etwas Neues, obwohl es das zum dritten Mal gibt. Viel Überredung seiner Mitarbeiterin Claudia Peukert war nicht notwendig, um ihn als Gastgeber für diesen Abend zu gewinnen. Alle Abende stehen jeweils unter einem bestimmten Stichwort&#xA0;– Friede, Glaube, Hoffnung und Liebe.</p>
<p>Bei selbstgebackenen Plätzchen, Glühwein und Süßigkeiten wird geplaudert. Pfarrer Kraning hat die Idee für die vier Abende im Dezember andernorts entdeckt. In Badersleben im Vorharz gebe es das schon lange, erzählt er. Entstanden sein soll die Idee, die sich zunehmend in unterschiedlicher Gestaltung ausbreitet, in Görlitz.</p>
<p>Für den evangelischen Pfarrer Johannes Könitz haben sich die geschmückten Fenster in Firmen oder privaten Häusern etabliert. Wer sein Haus im Advent öffnen will, der muss sich inzwischen auf eine Warteliste eintragen lassen. Für die vier Abende habe man keine Sorgen, Ziele zu finden. Trotzdem möchte man im kommenden Jahr neue Gastgeber gewinnen, in der Neubausiedlung etwa, die an den alten Dorfkern angrenzt. Viele Zugezogene würden dort wohnen. Da solle auch symbolisch die Verbindung zwischen den Menschen entstehen.</p>
<p>Ansonsten haben sich in Mitteldeutschland vielerorts »<a href="http://www.lebendiger-adventskalender.de/" target="_blank">Lebendige Adventskalender</a>« etabliert. Es gibt ihn etwa in Münchenbernsdorf im Kirchenkreis Gera. Täglich bis 24.&#xA0;Dezember ziehen die Teilnehmer mit einer Laterne in Privathäuser, Geschäfte, das Gemeindehaus, das Rathaus oder Einrichtungen wie Feuerwehr und Kindergarten, um einen geistlichen Impuls zur Adventszeit zu hören, miteinander zu singen und zu beten.</p>
<p>Kinder und Erwachsene erleben auch in Großengottern (Kirchenkreis Mühlhausen) die Adventszeit gemeinsam. In diesem Jahr begleiten sie den kleinen Engel Rafi auf seiner Suche nach dem Christkind. Kirchengemeinden organisieren zunehmend solche Reihen, die die Vorweihnachtszeit prägen sollen. Menschen werden ­eingeladen, sich in Gemeinschaft zu besinnen, das Fest intensiver vorzubereiten, Nähe zu finden.</p>
<p><em>Klaus-Peter Voigt</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Platz ist in der winzigsten Kirche</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 13:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
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		<description><![CDATA[h5>Entdeckt: Die Nikolaus-Kapelle in Dörflas ist Mitteldeutschlands kleinstes Gotteshaus.
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Lange lag die Kapelle in Ostthüringen in einem Dornröschenschlaf.  Heute macht sie ihrem Namenspatron alle Ehre und den Besuchern Freude.
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So klein, dass sie in der Nacht zum 6. Dezember in einen Schuh passen würde, ist sie nun auch wieder nicht, wohl aber ist die Nikolaus-Kapelle mit ihren 33&#xA0;Quadratmetern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_8574" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/nikol_kapelle_doerflas_herden.jpg" alt="Das Kleine nochmals verkleinert: Klaus Herden vor der Nikolaus-Kapelle in Dörflas mit dem von Klaus Springer gefertigten Modell des Gotteshauses. (Foto: Karsten Schaarschmidt)" title="nikol_kapelle_doerflas_herden" width="580" height="321" class="size-full wp-image-8574" /><p class="wp-caption-text">Das Kleine nochmals verkleinert: Klaus Herden vor der Nikolaus-Kapelle in Dörflas mit dem von Klaus Springer gefertigten Modell des Gotteshauses. (Foto: Karsten Schaarschmidt)</p></div><br />
<h5><strong>Entdeckt: </strong><em>Die Nikolaus-Kapelle in Dörflas ist Mitteldeutschlands kleinstes Gotteshaus.<br />
&#xA0;</em></h5>
<h5>Lange lag die Kapelle in Ostthüringen in einem Dornröschenschlaf.  Heute macht sie ihrem Namenspatron alle Ehre und den Besuchern Freude.<br />
&#xA0;</h5>
<p>So klein, dass sie in der Nacht zum 6. Dezember in einen Schuh passen würde, ist sie nun auch wieder nicht, wohl aber ist die <a href="http://www.nikolaus-kapelle-doerflas.de/" target="_blank">Nikolaus-Kapelle</a> mit ihren 33&#xA0;Quadratmetern Grundfläche erwiesenermaßen die kleinste Kirche Mitteldeutschlands. Erbaut wurde das im Wortsinn sakrale Kleinod 1935 in der Ostthüringer Gemeinde Dörflas von Karl-Wilhelm Wetzel, einem Geraer Unternehmer, dessen Familie 1916 das Rittergut im Ort erwarb. »Es ist die Atmosphäre, die Nähe zu den Menschen, die das Besondere dieser kleinen Kirche bezeugen«, sagt Pfarrer&#xA0;i.R. Klaus Herden, der das »Kapellchen«, wie er sie liebevoll nennt, betreut und sich um ihren Erhalt kümmert.</p>
<p>»Die Kapelle habe ich errichten lassen, damit in ihr Gläubige Trost und Hoffnung finden«, notierte Wetzel einst. Für ihn war es zudem ein Stück Heimat, das er für sich und seine Familie in den kleinen Ort zwischen Schleiz und Ziegenrück holte. Denn die 1935 in nur knapp drei&#xA0;(!) Monaten erbaute Kapelle ist der Trinitatiskirche seiner Geburtsstadt Gera nachempfunden.</p>
<p>Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Rittergut zerstört, der etwas abseits gelegenen Kapelle blieb dieses Schicksal erspart. Mit der Bodenreform 1945 war die kleine Kirche aus dem Privatbesitz in das Eigentum der benachbarten Kirchengemeinde Crispendorf übergegangen. »Zwar wurde die Kapelle zu DDR-Zeiten bis Mitte der 1980er Jahre noch regelmäßig und danach sporadisch genutzt, sie fiel dennoch in einen Dornröschenschlaf«, erinnert sich Pfarrer Herden, der in diesen Jahren als Superintendent in Schleiz tätig war.</p>
<p>Ende der 1990er Jahre sprach ein Ehepaar aus Dörflas den Pfarrer an, ob er ihnen nicht beim Erhalt helfen könne. »Das war die Initialzündung«, sagt Herden. Schnell findet sich eine Initiativgruppe aus Dörflas und Umgebung, um den Verfall zu stoppen. Von 1998 bis 1999 sanieren und restaurieren sie unter großer finanzieller und ideeller Anteilnahme die Kapelle. »Dach und Dachrinnen wurden repariert, und der von einem Eisenofen über die Jahre vollkommen verrußte Innenraum renoviert«, erzählt Ruthilde Herden.</p>
<p>»Ohne die zahlreichen Helfer, von denen sich heute viele im 2001 gegründeten Förderverein ›Nikolaus-Kapelle Dörflas‹ engagieren, und ohne die Unterstützung meiner Frau hätte ich die Aufgabe nicht bewältigen können«, dankt Pfarrer Herden. Am Pfingstmontag 1999 wurde die Kapelle auf den Namen des Bischofs Nikolaus von Myra neu geweiht.</p>
<p>»Der heilige Nikolaus war im Mittelalter der Patron der Seefahrer und Reisenden, die Kapelle liegt am Saale-Orla-Wanderweg und am Europäischen Fernwanderweg Eisenach-Budapest, so schenken wir den Reisenden einen Ort der Besinnung«, erklärt Herden die Namensgebung. Vor allem aber lehre Nikolaus uns das Teilen, er habe viele Menschen unterstützt, oft auch heimlich, »und wenn wir das Teilen nicht begreifen, wird eines Tages unsere Welt keine Chance mehr haben«.</p>
<p>Diesem Kanon folgen häufig die Gottesdienste, die nunmehr monatlich in der Kapelle gefeiert werden, so wurden unter anderem Kollekten für Erholungsaufenthalte für Kinder aus benachteiligten Familien oder für Hilfsprojekte in Armenien gesammelt. Genutzt wird die Kapelle außerdem für Trauungen, Taufen oder für geistliche Abendmusiken. Mittlerweile hat die Kapelle eine Liebhabergemeinde gefunden und wird auch von Christen aus dem weiteren Umland besucht.</p>
<p>Pfarrer Herden versteht das Gotteshaus jedoch nicht »als Konkurrenz zu anderen Gemeinden, sondern als gemeindeübergreifendes Angebot«. Wie sehr manchem die Kapelle ans Herz gewachsen ist, beweisen unter anderem eine von Pastorin Helga Kern aus Nürnberg gestaltete Nikolausikone oder das Modell der Kapelle, das Klaus Springer aus Schleiz gebaut hat. Schließlich kommt es nicht auf die Größe an, Platz ist auch in der kleinsten Kirche, selbst wenn die mit 50 Besuchern schon proppevoll ist.</p>
<p><em>Karsten Schaarschmidt</em></p>
<p><a href="www.nikolaus-kapelle-doerflas.de">www.nikolaus-kapelle-doerflas.de</a></p>
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