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	<title>Glaube + Heimat &#187; Titelseite</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Vom Zins, der Zukunft schafft</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 13:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzausgleich West-Ost]]></category>

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		<description><![CDATA[Sachstand: Auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung bleibt der Finanzausgleich West-Ost aktuell
West-Geld bedeutet für die Ost-Kirche noch immer Überlebenshilfe. Doch was im Osten viel ist, ist für den Westen wenig. Das könnte schon morgen ganz anders sein.
Wenn Sie Menschen in einem Saal mit 52 Betten am Morgen gemeinsam aufstehen lassen, dann kann es eng werden«, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3229" class="wp-caption alignnone" style="width: 600px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/titel_guh_30.jpg" alt="Foto: Burkhard Dube" title="titel_guh_30" width="590" height="363" class="size-full wp-image-3229" /><p class="wp-caption-text">Foto: Burkhard Dube</p></div><br />
<strong>Sachstand: Auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung bleibt der Finanzausgleich West-Ost aktuell</strong><br />
<em>West-Geld bedeutet für die Ost-Kirche noch immer Überlebenshilfe. Doch was im Osten viel ist, ist für den Westen wenig. Das könnte schon morgen ganz anders sein.</em></p>
<p>Wenn Sie Menschen in einem Saal mit 52 Betten am Morgen gemeinsam aufstehen lassen, dann kann es eng werden«, sagt Werner Braune. »Zumal dann, wenn sie mehrfach behindert sind und es für alle nur vier Waschbecken und fünf Toiletten gibt.« Woran sich der langjährige Diakoniechef erinnert, gehörte zum Alltag der Diakonie in der DDR. Zumindest bis Anfang der 1970er Jahre. Dass damals Abhilfe geschaffen werden konnte, lag vor allem an einem Sonderbauprogramm, mit dem zahlreiche diakonische Einrichtungen von Arnstadt bis Schwerin durch westliche Finanzhilfen saniert oder erneuert werden konnten.</p>
<p>Vier Milliarden Deutsche Mark sind in den 40 Jahren DDR für Kirche und Diakonie in der DDR von den westdeutschen Partnerkirchen zur Verfügung gestellt worden – rund 100 Millionen DM im Jahr. In welchem Maße damit die kirchlichen Haushalte im Osten unterstützt wurden, war sicherlich zwischen den damals acht evangelischen Landeskirchen unterschiedlich. Genaue Zahlen kennt ohnehin keiner, denn ein Teil dieser Finanzhilfe erfolgte über die Partnerbeziehungen zwischen Ost und West.</p>
<p>Alles in allem haben sie Leben und Überleben ermöglicht. Sei es durch die Einfuhr von Autos über GENEX oder die Bruderhilfe, die für kirchliche Mitarbeiter das schmale Gehalt aufbesserte. »Ohne die West-Hilfe hätten wir keinen einzigen Röntgenapparat gehabt«, sagt der heutige EKD-Finanzchef Thomas Begrich, der zehn Jahre Verwaltungsleiter am evangelischen Johanniter-Krankenhaus in Genthin und von 1990 bis 2003 Finanzdezernent im damaligen Magdeburger Konsistorium war. In dieser Zeit hat er nicht nur maßgeblich an den kirchlichen Strukturreformen, sondern auch am Plan für den Finanzausgleich zwischen den Kirchen in Ost und West mitgearbeitet.</p>
<p>Natürlich hat sich nach der Wiedervereinigung die Situation grundlegend geändert – nicht dagegen die Finanzhilfe. 143 Millionen Euro beträgt der kirchliche Finanztransfer von West nach Ost. Das sind nach Angaben von Finanzchef Begrich rund zehn Prozent der Mittel, die den ­ostdeutschen Kirchen alljährlich insgesamt zur Verfügung stehen – durch Kirchensteuer, Staatsleistungen, Kollekten, Spenden oder Mieteinnahmen.</p>
<p>Gemessen an den gesamten Haushaltsmitteln der EKD und ihrer Gliedkirchen, die Begrich auf zehn Milliarden Euro veranschlagt, sind das nicht einmal 1,5 Prozent. Aber schon ein Vergleich der Kirchensteuereinnahmen macht deutlich, dass sich die ­Finanzsituation der Kirchen in Ost und West auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer erheblich unterscheidet. So stammen zwar 43 Prozent aller kirchlichen Einnahmen aus der Kirchensteuer, also 4,3 Milliarden Euro. Davon nehmen allerdings die ostdeutschen Kirchen gerade mal sieben Prozent, also rund 300 Millionen Euro ein. Die verbleibenden vier Milliarden Euro erhalten die westdeutschen Kirchen.</p>
<p>»Die 143 Millionen, die die West-Kirchen für den Osten bereitstellen, bringen die nicht um, retten aber die Kirchen im Osten für die Gesellschaft«, sagt Thomas Begrich. Für ihn ist es müßig zu fragen, warum es den Ausgleich noch geben muss, ob das durch die DDR bedingt ist oder nicht. Wichtig sei vielmehr »so zu leben, dass wir vom Finanzausgleich unabhängig« werden. Nicht wenige wünschen sich das, könnte doch manche Entscheidung im Osten unabhängiger vom Westen getroffen werden.</p>
<p>Auch darum wäre es für Finanzchef Begrich »richtig unvernünftig«, den ostdeutschen Kirchen mehr Geld zu geben, weil es der Entwicklung eigener Ideen im Wege stünde. Daran hat es aber in den vergangenen 20 Jahren in den Kirchen im Osten mit der inzwischen von acht auf sechs reduzierten Zahl an Landeskirchen nicht gefehlt. Es gibt einfachere Strukturen oder die Verlagerung der Verantwortung von Pfarrern auf Laien. Und ­dieser Prozess muss sicherlich weitergehen. Denn noch ist die Pfarrerdichte, gemessen an den Kirchenmitgliedern, im Osten doppelt so hoch wie im Westen.</p>
<p>Als Beispiel nennt Begrich den Kirchenkreis Egeln, den er jüngst besuchte. Und dabei nicht schlecht staunte. Gut 150 Laien gibt es dort, die den Gottesdienst gestalten nach einer Agenda, die sie selbst entworfen ­haben. So hat sich hier wie auch ­anderswo wahrgemacht, was der Finanzer gern den Kirchen Ost ins Stammbuch schreibt: Ihr müsst den Finanzausgleich den West-Kirchen verzinsen, indem ihr ihnen zeigt, wie man unter den veränderten Bedingungen einer kleiner werdenden Kirche gute Arbeit macht. Denn eines Tages werden auch sie solche Konzepte brauchen, die ihr schon heute entwickelt habt.</p>
<p><em>Bettina Röder</em></p>
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		<title>Weltumspannende Gemeinschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 09:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>

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		<description><![CDATA[
Vom 20. bis 27. Juli wird in Stuttagart die Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes sein
Unterschiedliche Erwartungen haben die Delegierten im Reisegepäck. Das ist bei den sechs Christen aus Mitteldeutschland so und erst recht bei den internationalen Gästen, die nach Stuttgart fahren.

Dass der Lutherische Weltbund (LWB) eine weltumspannende Organisation darstellt, ist Steffen Binder aus Naumburg erst so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/so29_titel.jpg" alt="guh29_titel" title="guh29_titel" width="590" height="363" class="alignnone size-full wp-image-3189" /><br />
<strong>Vom 20. bis 27. Juli wird in Stuttagart die Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes sein</strong></p>
<p><em>Unterschiedliche Erwartungen haben die Delegierten im Reisegepäck. Das ist bei den sechs Christen aus Mitteldeutschland so und erst recht bei den internationalen Gästen, die nach Stuttgart fahren.<br />
</em><br />
Dass der Lutherische Weltbund (LWB) eine weltumspannende Organisation darstellt, ist Steffen Binder aus Naumburg erst so richtig bei der Vorbereitung auf die vom 20. bis 27. Juli stattfindende Vollversammlung des LWB in Stuttgart klar geworden. »Bis dahin hatte ich den Namen vielleicht einmal gehört«, sagt Binder. Aber nun habe er die Existenz der weltweiten Gemeinschaft lutherischer Christen als eine Bereicherung wahrgenommen. Der Synodale ist einer der sechs Delegierten der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), der in Stuttgart dabei ist. Binder kommt aus der ehemaligen Kirchenprovinz Sachsen, die vor ihrer Vereinigung mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen eine unierte Kirche war. Im Gegensatz zur thüringischen Landeskirche gehörte sie nicht zum LWB. Mit der Vereinigung beider Kirchen am 1. Januar 2009 wurde die EKM Mitglied des LWB.</p>
<p>»Es ist eine große Freude, dass wir aufgenommen sind«, sagt Oberkirchenrätin Marita Krüger, Pröpstin in Meiningen. Sie arbeitet seit vielen ­Jahren für Thüringen im Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und ist vertraut mit der Arbeit der internatio­nalen Organisation.</p>
<p>Im LWB sind 140 Kirchen mit rund 70 Millionen Mitgliedern zusammengeschlossen, die in der Tradition Martin Luthers stehen. Die Vollversammlung, die in der Regel alle sechs Jahre stattfindet, ist das oberste Entscheidungsgremium des LWB. Sie ist gesetzgebendes Organ, beschließt die Verfassung des LWB, bestimmt die Strategie der Arbeit und wählt den Präsidenten bzw. die Präsidentin sowie die Mitglieder des Rates.</p>
<p>Das Motto in Stuttgart lautet »Unser täglich Brot gib uns heute«. Der Anstoß, sich mit diesem Thema zu ­beschäftigen, sei von den Kirchen in Nordamerika gekommen, erklärt ­Krüger. Mit der Finanzkrise hätten die amerikanischen Kirchen plötzlich feststellen müssen, dass sie kein Geld mehr haben. »Für uns als einladende Kirche ist das Thema auch eine Herausforderung«, gibt die Pröpstin zu bedenken.</p>
<p>»Das Thema wird in verschiedenen Konkretionen behandelt.« Die Eisenacher Superintendentin Martina Berlich, ebenfalls Delegierte für die Vollversammlung, sieht thematische Parallelen zu Thüringen, wo die heilige Elisabeth vor den Mahlzeiten immer gefragt habe, woher das Essen kommt. War es erpresst, hat sie gefastet. »Diese Frage müssten wir eigentlich weltweit stellen«, mahnt Berlich. So dürfte es Christen in Deutschland ­beispielsweise nicht gleichgültig sein, unter welchen Bedingungen Kleidung und andere Güter entstanden sind, die sie konsumieren.</p>
<p>Die Delegierten fahren mit unterschiedlichen Erwartungen nach Stuttgart. Die Eisenacher Superintendentin wünscht sich eine starke Verbindung zu den lutherischen Christen in aller Welt. Im Blick auf Resolutionen, die bei der Versammlung verfasst werden, sagt sie: »Es kommt darauf an, dass die Texte kurz, griffig und aussagefähig sind und in den Gemeinden eine Umsetzung finden.«<br />
Neben den spannenden Themen gebe es auch viel Geschäftliches zu verhandeln, sagt Marita Krüger. Die Wahlen, so ihre Erfahrung, seien zeitaufwändig. Da heiße es Quoten einzuhalten, also auf das richtige Verhältnis von ordinierten Amtsträgern und Laien, Männern und Frauen zu achten sowie die verschiedenen Regionen zu berücksichtigen.</p>
<p>Auf der Vollversammlung soll auch ein Dokument verabschiedet werden, das die Mennoniten für die Verfolgung im 16. Jahrhundert um Vergebung bittet. Die evangelische Glaubensgemeinschaft ist aus den Täuferbewegungen der Reformationszeit hervorgegangen. Die Gemeinden praktizieren die Taufe von mündigen Christen, also statt der Kinder- die Erwachsenentaufe. Sie hoffe, so Krüger, dass das Papier, welches den Dialog und die Versöhnung mit den Mennoniten anstrebt, angenommen wird.</p>
<p>Das Treffen in Stuttgart dürfe nicht ohne greifbare Ergebnisse ablaufen und es müsse etwas Handfestes entstehen, mahnt Steffen Binder. Für ihn als Architekten sei das in seinem Beruf selbstverständlich. »Bei der Kirche ist das ja nicht immer so«, weiß er aus Erfahrung. Nachdrücklich betont er: »Es muss etwas dabei herauskommen.«</p>
<p><em>Sabine Kuschel</em></p>
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		<title>Der etwas andere Rastplatz</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 07:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Autobahnkirchen]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Reisesegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seelsorge: Am 11. Juli wird der Tag der Autobahnkirchen mit einem Reisesegen begangen
37 Autobahnkirchen gibt es in Deutschland, sechs davon in der EKM – in Brehna, Brumby, Gelmeroda, Hohenwarsleben, Rothenschirmbach, St. Kilian sowie eine Autohofkapelle in Schwabhausen. Die Zahl ihrer ­Besucher steigt permanent. 
Hoch ragt der imposante Kirchturm in den Himmel. Draußen ist das Rauschen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3155" class="wp-caption alignnone" style="width: 600px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/guh_titel_28.jpg" alt="Die typischen blauen Schilder weisen den Autofahrern den Weg – auch zur Autobahnkirche nach Rothenschirmbach an der A38. Foto: Maik Schumann" title="guh_titel_28" width="590" height="363" class="size-full wp-image-3155" /><p class="wp-caption-text">Die typischen blauen Schilder weisen den Autofahrern den Weg – auch zur Autobahnkirche nach Rothenschirmbach an der A38. Foto: Maik Schumann</p></div><br />
<strong>Seelsorge: Am 11. Juli wird der Tag der Autobahnkirchen mit einem Reisesegen begangen</strong></p>
<p><em>37 Autobahnkirchen gibt es in Deutschland, sechs davon in der EKM – in Brehna, Brumby, Gelmeroda, Hohenwarsleben, Rothenschirmbach, St. Kilian sowie eine Autohofkapelle in Schwabhausen. Die Zahl ihrer ­Besucher steigt permanent. </em></p>
<p>Hoch ragt der imposante Kirchturm in den Himmel. Draußen ist das Rauschen der Autobahn zu hören und das Kommen und Wegfahren der Autos von der ­nahen Tankstelle. Im Inneren des schlicht gestalteten Kirchenraumes findet der Besucher eine Oase. Die nahe Weimar gelegene <a href="http://www.autobahnkirchen.de/html/gelmeroda.html" target="_blank">Kirche von Gelmeroda</a>, berühmt durch den Maler Lyonel Feininger, wurde schon 1994 <a href="http://www.autobahnkirche.info/" target="_blank">Autobahnkirche </a>und war die erste im Osten Deutschlands.</p>
<p>Manche wundern sich, wie Autobahn und Kirche zusammenpassen, hat Pfarrer Joachim Neubert erfahren. Die Leute meinen, dass die Autobahn als technisches Mittel und die Bewahrung der Schöpfung sich ausschließen. Doch Autobahnkirchen gehören für Neubert genauso zum Seelsorgeauftrag wie Gefängnisseelsorge, Militär- oder Schulseelsorge. »Wenn Menschen mit 160 bis 210 Kilometern pro Stunde durchs Leben rasen, müssen sie auch mal zur Ruhe kommen. Das kann man auf den normalen Rastplätzen so nicht », sagt der Pfarrer und ist sich da mit seinen Kollegen einig.</p>
<p>Die traf er am vergangenen Wochenende im Allgäu zur Jahreskonferenz, die von der Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge organisiert wird. Die kirchliche Versicherung unterstützt auch sonst die Initiative kräftig: mit dem Betreiben einer Internetseite und Anliegenbüchern, die die Autobahnkirchen kostenlos erhalten. Hier-ein schreiben Reisende Gebete und Sorgen. Wolfgang Stengel, Pfarrer an der <a href="http://www.autobahnkirche-rothenschirmbach.de/" target="_blank">Autobahnkirche St. Pancratius im Eislebener Ortsteil Rothenschirmbach</a>, nimmt wie der Gelmerodaer Pfarrer diese Anliegen im Gottesdienst auf. »Es ist überraschend, wie offen Probleme angesprochen werden: Ängste im Berufsleben, Einsamkeit«, sagt der Pfarrer.</p>
<p>Das kirchliche Leben in Rothenschirmbach habe außerdem sehr gewonnen, seitdem St. Pancratius Autobahnkirche ist. Es gibt einen ökumenischen Förderkreis, in dem auch viele Konfessionlose mitarbeiten. »Der Förderkreis kümmert sich um die Öffnungszeiten, hilft bei Konzerten und stellt einen regionalen Kalender zusammen, dessen Erlös der Kirche zugute kommt. Aus dem Förderkreis kommen viele Ideen«, ist Stengel begeistert.</p>
<p>Im vergangenen Jahr gab es acht Taufen zum Tag der Autobahnkirchen. Eltern dieser Familien haben mit Kindergartenkindern Bilder zur Arche Noah gemalt, die nun schon seit einem Jahr in der Kirche ausgestellt werden und Gemeinde wie Besucher erfreuten. Auch ein Gebetskreis habe sich gegründet und zwei Christenlehregruppen treffen sich nun. Autobahnkirchen, ist sich Stengel sicher, wirkten offener auf Menschen. Das sei »keine Gemeindekirche, wo ich nicht dazugehöre«.</p>
<p>Ein Problem für die Autobahnkirchenpfarrer ist die Finanzierung. Die meisten Kirchen leben vom großen ehrenamtlichen Engagement. Immerhin müssen sie von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein und die Kosten für Reinigung und Energie aufgebracht werden. Parkplätze und sanitäre Anlagen gehören ebenso dazu. In Gelmeroda decken Spenden und Kollekten gerade mal die Heizkosten. Auch Konzepte wollen entwickelt sein. So war ein Thema zur Jahresversammlung: Was sind die Zielgruppen? Und wie können diese auch den Weg finden? Blaulichtfahrer zum Beispiel, Motorrad- und LKW-Fahrer. Letztere sind oft längere Zeit von ihrer Familie getrennt. Es gibt Autobahnkirchen, die für Blaulichtfahrer – also Krankenwagen, Polizei, Feuerwehr – extra Gottesdienste anbieten. Das will auch Joachim Neubert aufgreifen und engeren Kontakt zur Notfallseelsorge suchen.</p>
<p>Zudem können die »Rastplätze für die Seele« ein Beitrag für die Verkehrssicherheit leisten, wenn die Fahrer hier zur Ruhe kommen. Auch als Mahnort zum vernünftigen Autofahren seien sie zu verstehen und als Erinnerungsort an die Toten auf den Autobahnen.</p>
<p><em>Dietlind Steinhöfel</em></p>
<p><a href="http://www.autobahnkirche.info/" target="_blank">www.autobahnkirche.info</a></p>
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		<title>Eine besondere Verbindung</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/07/01/eine-besondere-verbindung/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 13:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[CVJM-Landesverband]]></category>
		<category><![CDATA[Vater-Sohn-Wochenende]]></category>

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		<description><![CDATA[Ferien: Vater-Sohn-Wochenenden und andere Angebote für Väter und Kinder sind gefragt wie nie.
Im Leben vieler Jungen sind ihre Väter kaum präsent. Auch in Kindergärten und Grundschulen gibt es nur wenige Männer. Die CVJM-Landesverbände in Sachsen-Anhalt und ­Thüringen bieten deshalb besondere Freizeitprojekte für Väter und Söhne an.
»Theodor hat besonders das Hüttenbauen im Wald gefallen«, erzählt Martin Herold [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3109" class="wp-caption alignnone" style="width: 600px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/titel_guh27.jpg" alt="Wenn der Vater mit dem Sohne … dann können beide was erleben.	Foto: Bilderbox.com" title="titel_guh27" width="590" height="363" class="size-full wp-image-3109" /><p class="wp-caption-text">Wenn der Vater mit dem Sohne … dann können beide was erleben.	Foto: Bilderbox.com</p></div><br />
<strong>Ferien: Vater-Sohn-Wochenenden und andere Angebote für Väter und Kinder sind gefragt wie nie.</strong></p>
<p><em>Im Leben vieler Jungen sind ihre Väter kaum präsent. Auch in Kindergärten und Grundschulen gibt es nur wenige Männer. Die CVJM-Landesverbände in Sachsen-Anhalt und ­Thüringen bieten deshalb besondere Freizeitprojekte für Väter und Söhne an.</em></p>
<p>»Theodor hat besonders das Hüttenbauen im Wald gefallen«, erzählt Martin Herold von seinem Vater-Sohn-Wochenende, das er im vergangenen Jahr beim <a href="http://www.cvjm-thueringen.de/cv/" target="_blank">CVJM Thüringen</a> buchte. »Ein Pfadfinder hat uns begleitet und dabei geholfen, wie mit natürlichen Hilfsmitteln eine Hütte gebaut oder ein Feuer entfacht werden kann.« Dabei sei es nicht wichtig gewesen, ob das Feuer wirklich zu lodern begann. »Allein an den Versuch und an die Freude am gemeinsamen Tun wird sich mein heute siebenjähriger Sohn sicher auch später erinnern.« Vor allem das ist dem Vater von drei Söhnen und zwei Töchtern wichtig. Schon mehrfach hat er derartige Angebote wahrgenommen. Ganz bewusst will er mit einem seiner Kinder Zeit verbringen und dabei die Beziehung vertiefen.</p>
<p>So ein Väter-Kinder-Wochenende, wie es der CVJM sowohl in Thüringen als auch in Sachsen-Anhalt anbietet, ist dieser Tage schnell ausgebucht. Väter nutzen zunehmend Chancen, um jenseits von ausgefülltem Arbeitsalltag und althergebrachter Klischees gemeinsam mit ihrem Nachwuchs Zeit zu verbringen. »Ein neues Bewusstsein der Väter ist am Heranreifen«, schätzt Friedbert Reinert, Referent der Männerarbeit in der EKM und beim CVJM Thüringen, ein. »Das Bild vom Mann und Vater verändert sich.«</p>
<p>Immer häufiger scheint es Vätern wichtig, über einen hingehauchten Gute-Nacht-Kuss hinaus eine Rolle im Leben ihrer Kinder zu spielen und durch gemeinsames Erleben Spuren zu hinterlassen. »Außerdem gibt es eine große Anzahl alleinerziehender Väter, über die kaum einer spricht, und die Kontakt zu Gleichgesinnten suchen.« Der stellt sich ein bei einer Segeltour in Holland wie zu Himmelfahrt mit Vätern, Großvätern, Kindern und Enkeln oder einer fünftägigen Floßtour in Schweden, die außerdem in diesem Jahr geplant ist. »Unsere Wochenendangebote wie die Kanutour auf der Saale sind jedoch kürzer und preisgünstiger und vor allem deshalb der Renner.«</p>
<p>Auf der Internetseite des CVJM Sachsen-Anhalt ist das Vater-Sohn-Wochenende nach Wernigerode schon lange ausgebucht. »Warteliste möglich!«, heißt es hoffnungsvoll, falls Teilnehmer vielleicht krankheitshalber zurücktreten. Doch die Chance ist gering. »Die Nachfrage ist groß und freut uns«, sagt Reinhard Grohmann, Leiter des <a href="http://www.faz-halle.de/cms/index.php" target="_blank">CVJM-Familienzentrums »faz« in Halle</a>. »Sicher, wir würden gern mehr dieser Wochenenden anbieten, aber dafür reichen unsere Ressourcen nicht aus. Dafür gehen wir verstärkt in die Gemeinden und organisieren Kreativtage für Väter und Kinder, die ebenso wirkungsvoll sein können. Man kann uns dafür buchen.«</p>
<p>Schon seit Jahren ist die Männerarbeit in den Fokus der besonderen Aufmerksamkeit des Familienzentrums in Halle gerückt. »Es geht darum, die Väter mehr in die Erziehungsverantwortung hineinzunehmen. Wir versuchen das über die Erlebnispädagogik.« Sie sei ein wichtiges Element, wenn man sich die Frage stellt: »Was bleibt vom Elternsein übrig? Die Kinder stets dazu angehalten zu haben, das Zimmer aufzuräumen, die Krümel vom Tisch zu wischen oder die Spülmaschine auszuräumen?«, gibt Grohmann zu bedenken und wünscht, dass sich durch gemeinsam Erlebtes ein neuer Beziehungsfaden spannt, der Väter und Kinder auf besondere Weise miteinander verbindet. Ein gemeinsam verbrachtes Wochenende gibt da beste Anknüpfungspunkte und lässt neue Antworten auf alte Fragen finden wie: Was hält mich, was trägt uns, und kann ich mich wirklich auf dich verlassen?</p>
<p>»Väter sind stark im Kommen, haben aber auch viel nachzuholen«, bringt es Reinhard Grohmann auf den Punkt und erzählt, dass mit der Männerarbeit im Zentrum nun wiederum verstärkt nach Angeboten für die Mütter gefragt wurde. So hat man in diesem Jahr zum ersten Mal auch ein Wochenende für Mütter und Töchter konzipiert, das ebenso schnell vergriffen war. Und so gilt für alle Gleiches: Die gemeinsam, bewusst verbrachte Zeit und die Einmaligkeit der Erlebnisse und Erfahrungen werden bleiben, lebenslang. »Daran werden sich die Kinder erinnern. Das ist ein ernstzunehmendes Tau«, wie es Grohmann nennt, »das über die Zeit des Kindseins hält.«</p>
<p><em>Cornelia Heller</em></p>
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		</item>
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		<title>Vor dem Abflug zum Gebet</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/24/vor-dem-abflug-zum-gebet/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 14:26:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Flughafenseelsorger]]></category>
		<category><![CDATA[Schkeuditz]]></category>

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		<description><![CDATA[strong>Urlaub: Auf dem Flughafen Leipzig/Halle können Reisende in der Kapelle Ruhe und seelischen Beistand finden.
Mit den Ferien beginnt die große Reisezeit – auch am Flughafen Leipzig/Halle. Pfarrer Matthias Richter ist evangelischer Flughafenseelsorger in Schkeuditz und muss dabei auf fast alles gefasst sein.
An der Tafel im Terminal B blinken die Ankünfte: Wien, Brüssel, München. Für Antalya, Paris [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3061" class="wp-caption alignnone" style="width: 600px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/titel_26.jpg" alt="Auf dem Flughafen Leipzig/Halle kümmern sich der evangelische Seelsorger Matthias Richter (Mi.) und seine katholischen Kollegen Nikolaus Timpe (li.) und Paul Christian (re.) um Fluggäste und Mitarbeiter. Foto: Uwe Winkler" title="Titel 26" width="590" height="363" class="size-full wp-image-3061" /><p class="wp-caption-text">Auf dem Flughafen Leipzig/Halle kümmern sich der evangelische Seelsorger Matthias Richter (Mi.) und seine katholischen Kollegen Nikolaus Timpe (li.) und Paul Christian (re.) um Fluggäste und Mitarbeiter. Foto: Uwe Winkler</p></div><strong>Urlaub: Auf dem Flughafen Leipzig/Halle können Reisende in der Kapelle Ruhe und seelischen Beistand finden.</strong></p>
<p><em>Mit den Ferien beginnt die große Reisezeit – auch am Flughafen Leipzig/Halle. Pfarrer Matthias Richter ist evangelischer Flughafenseelsorger in Schkeuditz und muss dabei auf fast alles gefasst sein.</em></p>
<p>An der Tafel im Terminal B blinken die Ankünfte: Wien, Brüssel, München. Für Antalya, Paris und Palma de Mallorca sind die »Check-in«-Zeiten angezeigt. Nahe der Anzeigentafel, in einer Männerrunde im Restaurant, geht es um Verkäufe, »Deals«, wie sie es nennen: Einer der drei blickt kurz auf sein Ticket und schnappt seine Tasche: »It’s time. Alles klar soweit, oder?« An der Kasse zieht eine Frau mühsam an einer dicken Reisetasche und kauft ihrem Kind, dem Badeflossen und Schnorchel aus dem Rucksack gucken, einen kleinen Salatteller. Am Fahrstuhl wartet ein Bote mit seinem Paketwagen und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Es ist Montag, 10 Uhr. Am <a href="http://www.leipzig-halle-airport.de/de/index.html" target="_blank">Flughafen Leipzig/Halle</a> ist die Woche mustergültig gestartet. Geschäftig und schnell. Vor allem aber pünktlich.</p>
<p>Pfarrer Matthias Richter geht an dem Paketboten vorbei, ein Manager schüttelt den Kopf über Richters langsamen Schritt und drängt zur Rolltreppe. Der Seelsorger verschwindet in Zimmer B 1164, dem Doppelbüro neben der <a href="http://www.flughafen-leipzig-halle-seelsorge.de.tl/-Oe-ffnungszeiten.htm" target="_blank">Flughafenkapelle</a>. »Zehn bis eins, das ist meine Kernzeit hier. Zwei Mal die Woche, montags und dienstags, an den anderen Tagen bin ich in meiner Gemeinde in Wiederitzsch. Vieles läuft per Telefon, das ist unkompliziert. Gespräche, Verabredungen, Treffen mit Fluggästen und Mitarbeitern. Und drei Gottesdienste oder Andachten«, sagt Richter.</p>
<p>Der Pfarrer ist im achten Jahr Flughafenseelsorger, einer von weltweit mehr als 100. In Deutschland hat er unter anderem Kollegen in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf und Dresden. Und er hat Büronachbarn, seine katholischen Kollegen Paul Christian und Nikolaus Timpe: »Wir sprechen uns ab, machen auch ökumenische Gottesdienste.« In der schlichten Kapelle neben den beiden Büros steht eine nüchterne kleine Kanzel, eher ein rundes Pult. Darauf steht ein Kreuz, dahinter hängt eine Ikone. Ein ruhiger Ort zum Innehalten, in dem die Flughafenansagen nur ein dumpfes Geräusch in der Ferne sind.</p>
<p>Oft trifft Pfarrer Richter amerikanische Soldaten. Fast täglich fliegen die Einheiten von hier in die Konfliktgebiete in Afghanistan oder im Irak. »Die haben ein ganz anderes Verhältnis zum Glauben. Die Hälfte der Soldaten sitzt vor ihrem Abflug mit einer Bibel in der Hand da.« Dann winkt Richter ab. Der Flughafen als Drehkreuz für die amerikanischen Einheiten ist ein heikles Thema.</p>
<p>Richters Tätigkeit ist ein Spagat. Er bewegt sich zwischen dem Beistand für die Mitarbeiter des Airports und dem Gebet der Soldaten vor dem Kampfeinsatz. Auf einen Notfall, die Versorgung von Menschen in Notlagen, kann man nicht so richtig vorbereitet sein, wie Richter sagt. Man kann nur lernen, nicht vor schwierigen Situationen zu flüchten. Dafür gibt es den Austausch der Flughafenseelsorger und internationale Konferenzen, den Konvent der Sonderseelsorger und das Airport-Assistant-Team.</p>
<p>Doch all das ist theoretisch. Richters tägliche Arbeit ist weit entfernt von Katastrophen. Gläubige empfangen hier den Reisesegen, es gibt Andachten, die Pfarrer führen Gespräche, geben Trost und Beistand. Die kleinen Sorgen und der Alltag, das findet eben auch am Flughafen statt, neben dem Reisetrubel. »Ein weiteres  Hauptanliegen ist die Arbeit mit den Mitarbeitern, die mit ihren Sorgen kommen, familiären Problemen, Stress bei Arbeit,« sagt Richter.</p>
<p>Der evangelische Pfarrer und seine katholischen Kollegen versuchen darum, es bei der Gestaltung der Kapelle nicht nur den Weltreisenden recht zu machen, sondern auch einen Ort der Ruhe für die Angestellten des Flughafens aus Leipzig und Umgebung zu schaffen. So hängen in der Kapelle derzeit Bilder von Kirchen der Stadt. An diesem Montag kommt kein Fluggast zum Gottesdienst.</p>
<p>Dafür will Richter zu den Mitarbeitern. Am Wochenende hatte der Pfarrer einen Trauergottesdienst für einen jung verstorbenen Angestellten des Flughafens gestaltet. Heute will er noch einmal zu den Mitarbeitern, um mit ihnen zu sprechen und ihnen beim Trauern zu helfen – trotz der Arbeit und des Zeitdrucks. Richter geht vorbei an den Leuten, die aus Düsseldorf kommen, vorbei an den Braungebrannten aus Djerba und an den Angehörigen der Urlauber aus Heraklion. 12.25 Uhr ist die Maschine angekündigt. Sie wird pünktlich landen. Heute ist so ein Tag. Flugpläne nehmen keine Rücksicht.</p>
<p><em>Stefan Ruwoldt</em></p>
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		<title>Bleibt die Kirche im Dorf?</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/17/bleibt-die-kirche-im-dorf/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 13:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Fuhrmann]]></category>
		<category><![CDATA[Reformprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Strukturwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Sachstand: Die EKD hat das Thema »Kirche in der Fläche« auf die Agenda des Reformprozesses gesetzt.
Der Strukturwandel stellt die Kirche im ländlichen Raum vor einige Probleme. Personal- und Geldmangel sowie Gemeindezusammenlegungen machen sich hier stärker bemerkbar als in den Städten. Aber es gibt auch Chancen für neue Ansätze.
Pfarrer Wolfram Kummer ist Realist. »Die Gemeinden«, sagt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3020" class="wp-caption alignnone" style="width: 600px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/titel_guh25.jpg" alt="Damit die Kirche im Dorf bleiben kann, müssen sich möglichst viele engagieren. Eine Umsetzung kommt jedenfalls kaum in Betracht – eine Ausnahme machte hier lediglich die Kirche im sächsischen Heuersdorf, die vor zweieinhalb  Jahren mit einem Spezialtransporter nach Borna gefahren wurde.	Foto: epd-bild" title="Damit die Kirche im Dorf bleiben kann, müssen sich möglichst viele engagieren. Eine Umsetzung kommt jedenfalls kaum in Betracht – eine Ausnahme machte hier lediglich die Kirche im sächsischen Heuersdorf, die vor zweieinhalb  Jahren mit einem Spezialtransporter nach Borna gefahren wurde.	Foto: epd-bild" width="590" height="363" class="size-full wp-image-3020" /><p class="wp-caption-text">Damit die Kirche im Dorf bleiben kann, müssen sich möglichst viele engagieren. Eine Umsetzung kommt jedenfalls kaum in Betracht – eine Ausnahme machte hier lediglich die Kirche im sächsischen Heuersdorf, die vor zweieinhalb  Jahren mit einem Spezialtransporter nach Borna gefahren wurde.	Foto: epd-bild</p></div><br />
<strong>Sachstand: Die EKD hat das Thema »Kirche in der Fläche« auf die Agenda des Reformprozesses gesetzt.</strong></p>
<p><em>Der Strukturwandel stellt die Kirche im ländlichen Raum vor einige Probleme. Personal- und Geldmangel sowie Gemeindezusammenlegungen machen sich hier stärker bemerkbar als in den Städten. Aber es gibt auch Chancen für neue Ansätze.</em></p>
<p>Pfarrer Wolfram Kummer ist Realist. »Die Gemeinden«, sagt der Theologe aus dem thüringischen Gefell, »kommen bei all den Strukturveränderungen nicht mehr mit.« Er muss es wissen. Seit elf Jahren versieht der Pfarrer gemeinsam mit seiner Frau im Süden des Kirchenkreises Schleiz an der Grenze zu Bayern seinen Dienst. Der Pfarrbereich ist seither immer größer geworden. Statt einer Kleinstadt und einem Dorf ist das Pfarrerehepaar heute für sieben Dörfer sowie die Kleinstädte Gefell und Hirschberg mit insgesamt 1.860 Gemeindegliedern zuständig.</p>
<p>Durch die Strukturreformen mussten sie zudem ihre Arbeitsweise umstellen. Ein Regionalbeirat mit dem Nachbarpfarramt hat sich gebildet, in dem die Termine abgestimmt werden. Konfirmandenarbeit und Christenlehre sind jeweils für Stadt und Land gebündelt. Und es gibt gemeinsame Gottesdienste zu Himmelfahrt und am Pfingstmontag. »Ansonsten werden Regionalgottesdienste kaum angenommen«, weiß Kummer aus Erfahrung. Zudem sieht er wenig Bereitschaft, mit anderen Gemeinden zusammenzuarbeiten. Schon in den Gemeindekirchenräten gelinge es kaum, Verständnis für die Regionalisierung zu wecken. »Die Menschen in unserer volkskirchlich geprägten Gegend definieren sich über die eigene Gemeinde und den eigenen Kirchturm«, ist der Pfarrer überzeugt.</p>
<p>Dabei spürt er die Folgen des demografischen Wandels bereits jetzt deutlich. »Die alten Gemeindeglieder sterben und die jungen ziehen in die Speckgürtel von München und Stuttgart.« Das entspricht der allgemeinen Entwicklung. Jedes Jahr verliert die mitteldeutsche Kirche (EKM) rund 20.000 Mitglieder. In den nächsten Jahren wird sich der Trend wohl fortsetzen. So geht das Statistische Landesamt in Sachsen-Anhalt von einem Bevölkerungsrückgang bis 2025 von 25 Prozent aus. Auch in Thüringen rechnet das Landesamt mit sinkenden Zahlen gerade in strukturschwachen Regionen.<br />
Die EKD hat schon vor geraumer Zeit erkannt, dass der Wandel auf dem Land gestaltet werden muss. Nun soll das Thema »Kirche in der Fläche« eine hohe Priorität im angestoßenen Reformprozess erhalten. Am 21. Juni sind Landpfarrer erstmals zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen. Um Wünsche, Visionen und Beschwernisse soll es dabei ebenso gehen wie um eine Möglichkeit, Perspektiven einer »neuen Landlust« anzusprechen.</p>
<p>Nachholbedarf gibt es hier auch in der mitteldeutsche Kirche. »Die Herausforderung besteht darin«, sagt Christian Fuhrmann, Gemeindereferent im EKM-Kirchenamt, »wie wir regionale Voraussetzungen schaffen, die ein lebendiges Gemeindeleben ermöglichen.« Einen Ansatz sieht er in der stärkeren Zusammenarbeit mit den Vereinen und Verbänden in den Dörfern. Zu oft sei die Erfahrung für die Mitarbeiter vor Ort entmutigend, räumt der Theologe ein.</p>
<p>Noch wehren sich die Verantwortlichen, von einem Rückzug aus der Fläche zu sprechen. Doch faktisch wird das Netz von Pfarrern und kirchlichen Mitarbeitern schon jetzt immer großmaschiger. Für Fuhrmann kann das nur eines bedeuten: »Wir müssen das Ehrenamt stärken und den Mitarbeitern mehr Wertschätzung entgegenbringen.« Genau das vermisst jedoch der Pfarrer im thüringischen Gefell, er fühlt sich auch ein Stück weit alleingelassen. »Wenn man nicht aufpasst, ist man schnell am Ende seiner Kräfte.«</p>
<p>Wunderdinge versprechen sich Pfarrer von dem Treffen nicht, wohl aber Anregungen für die eigene Arbeit. So gibt es in Kirchheilingen (Kirchenkreis Mühlhausen) bereits seit zehn Jahren eine starke regionale Zusammenarbeit. Das beginnt mit einem Teampfarramt und hört beim »Chor der Generationen« sowie den Emmauskursen nicht auf. »Das Thema brennt mir unter den Nägeln«, sagt Pfarrerin Magdalena Wohlfahrt, die ein Kirchspiel von sieben Dörfern und 1.300 Gemeindegliedern mit betreut und zudem für die Regionalarbeit zuständig ist. Sie plädiert für einen Perspektivwechsel und neue Formen in der Gemeindearbeit, vor allem mit Kindern. So seien gerade jüngere Familien trotz der verbreiteten Entkirchlichung durchaus für den Glauben ansprechbar. »Das macht neue Hoffnung, da müssen wir ansetzen.«</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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		<title>Über die Verhältnisse</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/10/uber-die-verhaltnisse/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 11:52:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Diakonie]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Spenn]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldnerberatung]]></category>

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		<description><![CDATA[Soziales: Beratungsstellen der Diakonie helfen Menschen, die in Geldnot geraten sind.
Immer mehr Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen sind hoch verschuldet und müssen Insolvenz
anmelden. Für sie ist der Gang zur Schuldnerberatung häufig der letzte Ausweg.

Ein Sprichwort sagt: »Am Ende vom Geld ist noch zu viel Monat übrig.« Wie viel Wahrheit hinter diesen amüsanten Worten steckt, erleben die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2951" class="wp-caption alignnone" style="width: 600px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/titel_guh24.jpg" alt="Der Gang zu einer Schuldnerberatungsstelle ist für viele Betroffene die einzige Chance, um aus dem Teufelskreis immer neuer Schulden herauszukommen. Foto: epd-bild" title="Der Gang zu einer Schuldnerberatungsstelle ist für viele Betroffene die einzige Chance, um aus dem Teufelskreis immer neuer Schulden herauszukommen. Foto: epd-bild" width="590" height="363" class="size-full wp-image-2951" /><p class="wp-caption-text">Der Gang zu einer Schuldnerberatungsstelle ist für viele Betroffene die einzige Chance, um aus dem Teufelskreis immer neuer Schulden herauszukommen. Foto: epd-bild</p></div><br />
<strong>Soziales: Beratungsstellen der Diakonie helfen Menschen, die in Geldnot geraten sind.</strong></p>
<p><em>Immer mehr Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen sind hoch verschuldet und müssen Insolvenz<br />
anmelden. Für sie ist der Gang zur Schuldnerberatung häufig der letzte Ausweg.<br />
</em><br />
Ein Sprichwort sagt: »Am Ende vom Geld ist noch zu viel Monat übrig.« Wie viel Wahrheit hinter diesen amüsanten Worten steckt, erleben die Mitarbeiter in den Schuldnerberatungsstellen der <a href="http://www.diakonie-mitteldeutschland.de/index.html" target="_blank">Diakonie Mitteldeutschland</a> jeden Tag. Menschen in der Krise, ohne Geld und ohne Aussicht auf Besserung. Manche sind froh, dass ihnen geholfen wird, andere erweisen sich als beratungsresistent oder kommen erst, wenn es zu spät ist. Mit der aktuellen Finanzkrise haben die Geldprobleme aber wenig zu tun. Sie haben vielfältige Ursachen.</p>
<p>Johannes Spenn ist Referent für Gesellschaftliche Integration in Halle und für die Schuldnerberatung zuständig. 13 Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen mit einzelnen Außenstellen arbeiten in Sachsen-Anhalt und Thüringen unter dem Dach der Diakonie Mitteldeutschland. Die Zahl ist seit Jahren konstant, obwohl der Bedarf stetig steigt. Spenn hat in der jüngsten Vergangenheit einen Trend beobachtet. »Es kommen immer mehr Jugendliche zu uns«, sagt er. »Sie haben meist keinen Schulabschluss und keine Ausbildung. Sie sind Menschen ohne Zukunft.« Sie plagen sich mit Handyrechnungen und der Tatsache, täglich über ihre Verhältnisse zu leben. »Sie sind jung und wollen sich alles leisten«, erklärt Spenn. »Aber die Realität holt sie irgendwann ein.«</p>
<p>Neben den Jugendlichen ist es die Generation 50 plus, die immer häufiger mit Geldsorgen kämpft. Ihr Einkommen kann die laufenden Kosten wie Miete, Energie oder Telefon nicht decken. Auch Langzeitarbeitslose kommen in die Beratung. Aussichten auf eine feste Arbeit und damit auf eine Chance, den Schuldenstrudel hinter sich zu lassen, haben die wenigsten. Doch auch wer das offizielle Rentenalter erreicht hat, kann nicht immer durchatmen. »Auch hier stehen Einkommen und Ausgaben oft in keinem gesunden Verhältnis«, weiß der 58-Jährige. »Hier rächen sich die gebrochenen Erwerbsbiografien.«</p>
<p>Der Einstieg zum Dasein als Schuldner ist meist klassisch. Über Arbeitslosigkeit, Schicksalsschläge, Trennungen oder Scheidungen führen die Wege der in Not geratenen Menschen in die Schuldnerberatung. Die Privatinsolvenz ist oft die einzige Lösung. Seit 1999 können Privatpersonen (keine Unternehmer) Insolvenz anmelden und müssen dabei sechs Jahre lang so viele Schulden abbezahlen wie möglich. In dieser Zeit darf der Schuldner von seinem monatlichen Einkommen 990 Euro behalten. Nach den sechs Jahren kann bei Gericht ein Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt werden. »Viele geraten aber auch in finanzielle Not, weil sie sich Dinge leisten, die sie nicht bezahlen können«, sagt Spenn. Auch der Anstieg der Lebenshaltungskosten ist ein entscheidender Faktor. »Es ist wie in einem Hamsterrad.«</p>
<p>Dafür sprechen auch die Zahlen der Statistiker. Die Thüringer Amtsgerichte zählten allein im ersten Quartal dieses Jahres 699 Verbraucherinsolvenzen. Das entspricht einem Anstieg von 8,5 Prozent (oder 55 Verfahren) gemessen am Vorjahreszeitraum. Die renommierte Wirtschaftsauskunftei Bürgel gibt für Sachsen-Anhalt 1171 Privatinsolvenzen im selben Zeitraum an, was einem Zuwachs von mehr als 14 Prozent entspricht. Bundesweit wurden im ersten Quartal 34710 Privatinsolvenzen und damit knapp 14 Prozent mehr als vor einem Jahr gezählt. Für das gesamte Jahr prognostiziert Bürgel bis zu 140.000 Verbraucherinsolvenzen.</p>
<p>Der Erfolg der Schuldnerberatung hängt von der Komplexität des Problems ab. Als Anbieter von Beratungsdiensten erwartet die Diakonie Mitteldeutschland auch weiterhin eine entsprechende finanzielle Förderung, um die Angebote möglichst qualitätsgerecht anbieten zu können. Ganz wichtig: Die Beratungsleistungen müssen für die Nutzer kostenfrei bleiben, denn gerade dadurch zeichnet sich Beratung in freier Trägerschaft aus. »Wir kämpfen mit der Politik um den Leistungserhalt, um den Status quo«, bringt es Diakonie-Sprecher Frieder Weigmann auf den Punkt. Er glaubt: »Trotz der Zunahme von privater Überschuldung wünschen Kommunen und Gebietskörperschaften nicht mehr Beratungsstellen.« Denn auch bei ihnen ist am Ende vom Geld noch zu viel Monat übrig.</p>
<p><em>Sabrina Gorges</em></p>
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		<title>Schöne Orte zum Verweilen</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/03/schone-orte-zum-verweilen/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 14:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Erfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Erfurter Augustinerkloster]]></category>

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		<description><![CDATA[Offene Gärten: Die Kirche hat auch in dieser Beziehung einiges zu bieten.
Pfarr- und Klostergärten haben oft einen besonderen Charme. Einige davon laden am Tag der Offenen Gärten in Thüringen und am Tag der Parks und Gärten in Sachsen-Anhalt zur Besichtigung ein.
Umschlossen von altem Gemäuer und Efeu liegt der Klostergarten neben dem Renaissancehof des Erfurter Augustinerklosters. Durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2903" class="wp-caption alignnone" style="width: 600px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/guh_titel_23.jpg" alt="In Sachsen-Anhalt stehen am nächsten Wochenende die 40 »Gartenträume«-Parkanlagen für Besucher offen. Mit  dabei ist auch das Kloster Drübeck, das erst kürzlich ein Labyrinth (Foto) neu eröffnet hat. Daneben lohnt ein Abstecher in die historischen Gärten an der Klosterkirche. Am 12. Juni gibt es zudem abends ein Jazzkonzert und am 13. Juni einen Sonderführung zu besonderen Bäumen und Gehölzen der Umgebung. Foto: Frank Drechsler" title="Titel guh 23" width="590" height="363" class="size-full wp-image-2903" /><p class="wp-caption-text">In Sachsen-Anhalt stehen am nächsten Wochenende die 40 »Gartenträume«-Parkanlagen für Besucher offen. Mit  dabei ist auch das Kloster Drübeck, das erst kürzlich ein Labyrinth (Foto) neu eröffnet hat. Daneben lohnt ein Abstecher in die historischen Gärten an der Klosterkirche. Am 12. Juni gibt es zudem abends ein Jazzkonzert und am 13. Juni einen Sonderführung zu besonderen Bäumen und Gehölzen der Umgebung. Foto: Frank Drechsler</p></div><br />
<strong>Offene Gärten: Die Kirche hat auch in dieser Beziehung einiges zu bieten.</strong></p>
<p><em>Pfarr- und Klostergärten haben oft einen besonderen Charme. Einige davon laden am Tag der Offenen Gärten in Thüringen und am Tag der Parks und Gärten in Sachsen-Anhalt zur Besichtigung ein.</em></p>
<p>Umschlossen von altem Gemäuer und Efeu liegt der Klostergarten neben dem Renaissancehof des <a href="http://www.augustinerkloster.de/" target="_blank">Erfurter Augustinerklosters</a>. Durch die Spitzbogenfenster der Kirche hört man Choralgesang. Die Schwestern vom Casteller Ring, einer evangelischen Kommunität, sind gerade beim Mittagsgebet. Petra Stangenberger macht sich am Kräuterbeet zu schaffen. Am 13. Juni soll die Pforte nicht nur den Schwestern und Hausgästen offen stehen, sondern jedem, der am Tag der Offenen Gärten den Weg hierher findet. Bis dahin wird der üppige Rosenbusch im buchsbaumgesäumten Wegekreuz so verschwenderisch blühen und duften, wie es nur alte Sorten können.</p>
<p>Seit fünf Jahren betreut die studierte Gartenbauingenieurin diesen besonderen Ort, der mit seiner Gestaltung und Pflanzenauswahl an mittelalterliche Klostergärten erinnert, ohne sie zu kopieren. Hier wachsen Blumen für den Altarschmuck, vergessenes Wissen um die Heilkraft der Kräuter wird weitergegeben, auf den steinernen Bänken lässt sich Fliederduft und Ruhe atmen, das Auge freut sich am Zusammenklang von Architektur und frischem Grün. Wer am Tag der Offenen Gärten hier ist, kann von 11 bis 17 Uhr Kräuter verkosten, mit Waid färben und bei Führungen dazulernen. Im nächsten Jahr soll auf dem weitläufigen Klostergelände auch ein Bibelgarten zu sehen sein.</p>
<p>Allein 15 Kirchen-, Kloster- und Pfarrgärten sind bei den 235 Thüringer Gärten dabei, die interessierte Besucher in diesen Wochen willkommen heißen. Viele tun es zum wiederholten Mal wie der romantische Himmelsgarten in Orlamünde, der weitläufige Pfarrgarten in Mühlberg oder der historische Herdergarten in Weimar. In Sachsen-Anhalt will das <a href="http://www.kloster-druebeck.de/" target="_blank">Kloster Drübeck</a> am Tag der Parks und Gärten »Lust am Garten« machen.</p>
<p>Die Vorbereitung für solche Tage  ist arbeitsintensiv. Kundige Ansprechpartner,  vielleicht Musik oder Ausstellungen müssen organisiert werden. Immer größer werdende Pfarrbereiche lassen den Amtsinhabern wenig Spielraum für Zusätzliches. Da ist eine konzertierte Aktion vieler Mithelfer nötig, damit sich der Pfarrgarten einladend öffnen kann.</p>
<p>Viele werden staunen über alten Baumbestand, reizvolle Nebengebäude, das Zusammenspiel historischer Mauern und bunter Blumenpracht. Da wäre sicher noch mancher Pfarrgarten sehenswert, den die Veranstalter noch nicht im Blick hatten oder die Bewohner noch nicht ins Spiel gebracht haben. Zehn Jahre ist es her, seit die aus England kommende Idee der Open Gardens in Thüringen Fuß gefasst hat. Immer mehr Städte und Regionen haben sich dem Vorreiter Weimar angeschlossen und eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Seit drei Jahren sind auch Mühlhausen und Umgebung mit von der Partie.</p>
<p>Das Plakat der Aktion hängt am Tor des Pfarrhauses in Bollstedt. Letzten Sonntag hat es den schönen Blick in Hof und Garten freigegeben, der sich mit Pavillon und Baumhaus weit hinzieht und an der Unstrut endet. In der breiten Tordurchfahr saßen Gartenfreunde an der Kaffeetafel, fachsimpelten, fragten und interessierten sich auch für Geschichte und Gemeinde. Um die 150 Besucher bestaunten den hölzernen Laubengang und das sorgfältig restaurierte Fachwerk im gepflasterten großen Innenhof. Die mächtige Kastanie blüht gerade. Am Laubengang klettern Geißblatt, Clematis und Echter Wein. Überall wachsen Funkien und Geranien in Kübeln, stehen Fundstücke aus der Scheune, die nicht mehr zu retten war.</p>
<p>Irdene Gefäße, die kleinen und großen Keramikkugeln und getöpferten Ampeln, hat die Frau von Pfarrer Matthias Reißland selbst gemacht. Überall ist ihre künstlerische Hand und sein praktischer Sinn zu spüren. 20 Jahre lang haben sie gemeinsam mit vielen anderen das desolate Anwesen saniert und für Gemeindegruppen geöffnet. Inzwischen sind im Pfarrgarten ihre drei Söhne groß geworden und ein kleiner Schössling aus der Dachrinne der Kirche zu einem stattlichen Baum herangewachsen. Offensichtlich fühlen sich im Bollstedter Pfarrgarten Pflanzen und Menschen wohl.</p>
<p><em>Christine Lässig</em></p>
<p><a href="http://www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de/" target="_blank">www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Immer noch eine singende Kirche?</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/05/28/immer-noch-eine-singende-kirche/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 11:53:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Frankenhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Chortreffen]]></category>
		<category><![CDATA[Landeskirchenchortag]]></category>

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		<description><![CDATA[Landeskirchenchortag:  Erstmals gibt es ein Treffen von Chören aus der gesamten mitteldeutschen Kirche
Eingebunden in die Feiern zum Jubiläum des ersten deutschen Musikfestes, das 1810 in Bad Frankenhausen über die Bühne ging, wird am 30. Mai zum Landeskirchenchortag in die nordthüringische Stadt eingeladen. Doch wie steht es um das Singen in der Kirche?
An die 500 Sängerinnen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2817" class="wp-caption alignnone" style="width: 600px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/05/titel_guh_21.jpg" alt="Nicht überalll gelingt es den Kirchenchören, junge Sängerinnen und Sänger zu gewinnen. Nachwuchsarbeit ist deshalb besonders gefragt. Foto: Jürgen Meusel" title="Titel Chortreffen" width="590" height="363" class="size-full wp-image-2817" /><p class="wp-caption-text">Nicht überalll gelingt es den Kirchenchören, junge Sängerinnen und Sänger zu gewinnen. Nachwuchsarbeit ist deshalb besonders gefragt. Foto: Jürgen Meusel</p></div><br />
<strong>Landeskirchenchortag:  Erstmals gibt es ein Treffen von Chören aus der gesamten mitteldeutschen Kirche</strong></p>
<p><em>Eingebunden in die Feiern zum Jubiläum des <a href="http://jubilaeum.musikfeste-seit-1810.de/" target="_blank">ersten deutschen Musikfestes</a>, das 1810 in Bad Frankenhausen über die Bühne ging, wird am 30. Mai zum Landeskirchenchortag in die nordthüringische Stadt eingeladen. Doch wie steht es um das Singen in der Kirche?</em></p>
<p>An die 500 Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Gebiet der <a href="http://www.ekmd.de/" target="_blank">Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) </a>werden in der Unterkirche des traditionsträchtigen Ortes gemeinsam das Gotteslob anstimmen. Das ist zugleich eine Premiere. Früher fanden Landeskirchenchortage in der Thüringer Landeskirche im Abstand von drei Jahren statt. In der ehemaligen Kirchenprovinz Sachen gab es regelmäßige Propstei-Kirchenchortreffen. Erstmals wird das Treffen nun für Sänger aus beiden früheren Landeskirchen organisiert.</p>
<p>Von den 34 Chören, die in <a href="http://www.bad-frankenhausen.de/" target="_blank">Bad Frankenhausen</a> dabei sind, kommen 24 aus Thüringen und zehn aus der einstigen Kirchenprovinz Sachsen. »Hauptanliegen ist das Singen in einer großen Gemeinschaft«, sagt Landessingwart Christoph Peter (Eisenach). Das sei gerade für die kleinen Chöre ein ganz besonderes Erlebnis.</p>
<p>Denn das gemeinsame Singen ist auch in der Kirche beileibe keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Frage »Sind wir noch eine singende Kirche?« wird zwar von den Obmännern der beiden weiterhin existierenden Kirchenchorwerke mit einem eindeutigen »Ja!« beantwortet. Dennoch stimmen sie nicht ohne Problemanzeige zu.</p>
<p>»Bewegende Chorkonzerte mit kirchenmusikalischen Werken verschiedener Stilepochen, mitreißende Aufführungen von Kindermusicals, festlich gestaltete Gottesdienste«, so KMD Christoph Peter, zeugten ebenso von der Sangesfreude »wie die Singwochen für alle Generationen und die gut besuchten Chorleiterseminare«. Allerdings sei das Wörtchen »noch« in der Fragestellung nicht von der Hand zu weisen. Dabei verweist er auf die »Unterschiede zwischen Ideal und Wirklichkeit« beim Singen mit Kindern oder auch ihren Eltern sowie »beim Überliefern von wichtigen ›Kernliedern‹ in- und außerhalb der Kirche«.</p>
<p>Wie Kantor Matthias Visarius (Zörbig) berichtet, wachse »zurzeit die zweite Generation heran, die nicht mehr singt«. Auf der anderen Seite kämen vor allem ältere Menschen, die noch singen, in die Kirche. »Wie es allerdings in zehn Jahren aussieht, darüber wage ich keine Prognose«, führt er weiter aus. Selbst die Kirchenchöre seien von diesem Trend nicht verschont. Es werde immer schwerer, junge Menschen zum Mitmachen zu bewegen. Derzeit existieren in der EKM 750 Chöre mit 15.000 Sängerinnen und Sängern.</p>
<p>Die Schwerpunkte der Kirchenchorarbeit sollte deshalb darin liegen, »als erstes den Leuten ihr ureigenstes Instrument zu erhalten, also Stimmbildung zu machen, aber auch darin, Gottesdienste lebendig mitzugestalten«. Neben der Weiterführung bewährter Formen, so Landessingwart Christoph Peter, stelle »das Wachsen des Altersdurchschnitts gerade in ländlichen Chören« eine Herausforderung dar, auf die mit »einer ausführlichen und guten Stimmbildung« reagiert werden müsse. Das sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund zu berücksichtigen, »dass auch Chorleitung mehr und mehr eine neben- und ehrenamtliche Tätigkeit wird«.</p>
<p>Das Anliegen des Programms in Bad Frankenhausen, so Christoph Peter, sei vor allem das gemeinsame Musizieren in einem großen Chor, beim offenen Singen, im Gottesdienst und danach in der Öffentlichkeit der gastgebenden Stadt. Wie sein Kollege Matthias Visarius versichert, gelte es dabei, »nicht nur die Mitwirkenden in den Chören zu erreichen, sondern vor allem auch Menschen, die nichts mit der Kirche zu tun haben oder sich nicht in die Kirche trauen, indem wir zum Abschluss auch auf dem Marktplatz singen werden«. Da die meisten Chöre sehr klein sind und oft nur zwei- bis dreistimmig singen könnten, biete der Landeskirchenchortag die Chance, auch größere Werke zusammen aufzuführen.</p>
<p><em>Michael von Hintzenstern</em></p>
<p>Ablauf: 10 Uhr Gesamtprobe aller Chöre, 11.45 Uhr Mittagessen, 13 Uhr Offenes Singen, 14 Uhr Kaffeepause, 15 Uhr Gottesdienst, anschließend Abschluss-Singen vor dem Rathaus</p>
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		<title>Glaube ist wie Fußball</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 12:09:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal ist es mit Gott wie auf dem Fußballrasen: Ein neuer Geist kann das Spiel drehen – und aus niedergeschlagenen Menschen mutige machen. Das ist Pfingsten.
Meine Lieblingsfußballmannschaft in Chile ist die »U« – »LaU« wird sie liebevoll von ihren Fans genannt. Sie ist einer der größten Fußballclubs in Chile und hat mehrfach den Meistertitel gewonnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2753" class="wp-caption alignnone" style="width: 600px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/05/titel_guh_20.jpg" alt="Nicht nur in Südafrika herrscht schon große Vorfreude auf die Fußballweltmeisterschaft – wie hier bei einem Fanfest.  Pfingsten wiederum ist das Fest eines Neubeginns für eine besondere Mannschaft, die Kirche. Foto: epd-bild" title="Fussballbegeisterung" width="590" height="363" class="size-full wp-image-2753" /><p class="wp-caption-text">Nicht nur in Südafrika herrscht schon große Vorfreude auf die Fußballweltmeisterschaft – wie hier bei einem Fanfest.  Pfingsten wiederum ist das Fest eines Neubeginns für eine besondere Mannschaft, die Kirche. Foto: epd-bild</p></div><br />
<strong>Manchmal ist es mit Gott wie auf dem Fußballrasen: Ein neuer Geist kann das Spiel drehen – und aus niedergeschlagenen Menschen mutige machen. Das ist Pfingsten.</strong></p>
<p>Meine Lieblingsfußballmannschaft in Chile ist die »U« – »LaU« wird sie liebevoll von ihren Fans genannt. Sie ist einer der größten Fußballclubs in Chile und hat mehrfach den Meistertitel gewonnen. In dem einen Jahr spielte die »U« richtig schlecht. Mein Sohn und ich haben im Stadion oft mitgezittert und geschimpft. Und dann spielte sie sogar noch um den Klassenerhalt.</p>
<p>In dieser Situation übernahm die Vereinsführung die Verantwortung. Der Trainer wurde gewechselt. Und ein weiterer wichtiger Faktor: Man holte den in die Jahre gekommenen »Matador« zurück. Man hörte in der Stadionrunde, die sich wieder füllte: »Dal, dale dale leon …« – frei übersetzt: »Gib’s ihnen, Löwe!« Der Matador, Marcelo Salas, ist das Idol in der »U«. Und mit ihm und dem neuen Trainer kam die Wende. Aus einem Abstiegskandidaten wurde ein Meisterschaftsaspirant! Das ist Fußball! Da schlägt das Herz höher, wenn man spürt, wie ein neuer Geist durch eine Mannschaft geht und dieselben Spieler, die vorher frustriert gegen den Abstieg kämpften, auf einmal befreit aufspielen. Herrlich!</p>
<p>Vielleicht haben sich so die Jünger gefühlt: niedergeschlagen, nichts geht mehr, »Flasche leer«, wie ein bekannter Trainer über einen Spieler sagte. Und gerade diese Menschen fangen mutig, entschlossen und ohne Angst an aufzustehen, weiterzumachen, das, was sie gelernt haben, zu leben und auszuspielen. Wie im Fußball – oder?<br />
Pfingsten ist das Fest eines Neubeginns für eine besondere Mannschaft: die Kirche. Im Mittelpunkt steht nicht Gott, auch nicht Jesus, sondern ein Geist, der Heilige Geist. Aber dieser Geist kommt von ihm, dem Herrn allen Lebens. Diesen Geist lebte Jesus und er wirkte so ansteckend, dass Menschen aufstanden und Neues wagten gegen allen Schein.<br />
Dieser gute Geist bewirkt bei Menschen – nicht nur früher, sondern auch heute – neue Kraft und neuen Mut. Wer vom Heiligen Geist erfüllt wird, spürt, dass sich innerliche Leere füllt mit der Liebe, die von Gott kommt.</p>
<p>In der Urkirche war der Heilige Geist wirksam, als alles verloren schien. Jesus, der Hoffnungsträger, war gekreuzigt worden und gestorben. Die Nachricht von der Auferstehung galt noch als unerhört. Die Weggefährten waren ratlos. Sie kamen zusammen in ihrer sprachlosen und etwas verlorenen Stimmung, um zu überlegen, wie es weitergehen sollte. Und da geschah es. Als sie so beisammen saßen und erzählten, spürten sie, wie ein neuer Geist in ihnen wach wurde. Alles, was Jesus ihnen erzählt hatte von der Gemeinschaft untereinander, erfüllte sie plötzlich wieder. Das war er, der neue Geist, den sie so nötig gebraucht hatten. »Sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist«, heißt es in der Bibel (Apostelgeschichte 2, 4).</p>
<p>Ein neuer Geist kann nicht herbeigezwungen werden. Diese Geisteskraft kommt von Gott. Vielleicht beginnt sie manchmal bei kleinen Minderheiten wie den Jüngern. Vielleicht beginnt sie in der Diaspora, in der Zerstreuung. Vielleicht beginnt sie da, wo Menschen sich allein fühlen.</p>
<p>Den Pfingstgeist habe ich über neun Jahre auch dadurch gespürt, dass wir in unserer kleinen Kirche in Chile nicht alleingelassen wurden. Gerade das Diasporawerk der EKD, das Gustav-Adolf-Werk, hat uns immer wieder tatkräftig zur Seite gestanden, dass wir den Mut nicht verloren – und dass wir bei allem Kraft behielten, uns für andere Menschen in den Armenvierteln einzusetzen. Darin habe ich den verbindenden Geist auch über alle Sprachbarrieren hinweg gespürt. Unsere Gottesdienste haben wir immer wieder zweisprachig gefeiert. Die einen haben manchmal das Spanisch nicht verstanden und umgekehrt einige Chilenen kein Deutsch. Aber wir feierten gemeinsam.</p>
<p>Das ist es auch: Der Geist Gottes macht Mut zum Neuanfang – wie für eine Fußballmannschaft. Und dieser Geist schenkt Gemeinschaft über Kontinente und Sprachgrenzen hinweg. Das wollen wir Pfingsten feiern – am Geburtstag der Kirche.</p>
<p><em>Enno Haaks</em></p>
<p>Enno Haaks war von 2001 bis 2009 Pfarrer in Santiago de Chile und ist jetzt Generalsekretär des <a href="http://www.gustav-adolf-werk.de/" target="_blank">Gustav-Adolf-Werkes</a>, das evangelische Minderheitskirchen in aller Welt unterstützt.</p>
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