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	<title>Glaube + Heimat &#187; Wort zur Woche</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<item>
		<title>Und großes Staunen erfüllt die Seele</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 14:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Claudia Kuhn]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 48.11]]></category>

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		<description><![CDATA[Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden. Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.
Psalm 48,11
Zum Gotteslob in seiner ganzen Größe sind wir gerufen. Einzustimmen in den Lobpreis bis an der Welt Enden. Haben Sie das in diesem Sommer vielleicht auch schon an einem besonderen Ort ­getan? Auf dem Gipfel eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden. Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.<br />
Psalm 48,11</em></p></blockquote>
<p>Zum Gotteslob in seiner ganzen Größe sind wir gerufen. Einzustimmen in den Lobpreis bis an der Welt Enden. Haben Sie das in diesem Sommer vielleicht auch schon an einem besonderen Ort ­getan? Auf dem Gipfel eines Berges, wo man sich dem Himmel ein Stück näher fühlt, die Wolken zu fassen sind und die sonst so großen Dinge klein ­erscheinen.</p>
<p>Oder standen Sie am Meeresufer mit dem Blick über die Weiten des Wassers und am Horizont das scheinbare Ende, Weitblick ohne Ablenkung, und der Wind bläst einem ins Gesicht. Die Gedanken werden frei. Unser menschliches Auge scheint die Grenzen der Erde zu erfassen und großes Staunen erfüllt die Seele.<br />
Gott, du erfüllst das All. Wo ich sitze oder stehe, wo ich liege oder gehe, bist du, Gott, bei mir, wo auch immer ich bin. Auf dem Gipfel der Berge oder am Rand des großen Meeres. Ich brauche solche Momente in den Engen des Alltags, in den Engen meiner Gedanken.</p>
<div id="attachment_3237" class="wp-caption alignleft" style="width: 174px"><img class="size-medium wp-image-3237 " style="margin: 3px 2px" title="Kuhn-Claudia" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/Kuhn-Claudia-bearb-205x300.jpg" alt="Claudia Kuhn" width="164" height="240" /><p class="wp-caption-text">Claudia Kuhn</p></div>
<p>Und dann trete ich ein in einen großen Dom, ­einen Ort, an dem meine Gebete zu dir aufsteigen können. Einen Ort, an dem schon Menschen über Generationen deine Nähe gesucht haben und ­suchen und wo Himmel und Erde sich berühren. ­Einen Ort, wo dein Wort erklingt und mir deine Größe und Gerechtigkeit immer wieder aufs Neue vor Augen führt und eine große Sehnsucht wach wird nach deiner Gerechtigkeit in einer Welt voller Grenzen, voller Enge, voller Kleinheiten.<br />
Die Sehnsucht, einen Weg mit Ihm zu gehen,  sich von Ihm begeistern zu lassen oder wie es der Psalm 48 am Ende ausdrückt: Ziehet um Zion herum und umschreitet es, zählt seine Türme; habt gut acht auf seine Mauern, durchwandert seine Paläste, dass ihr den Nachkommen davon erzählt: Wahrlich, das ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet.</p>
<p><em>Claudia Kuhn, Pfarrerin in Osterburg</em></p>
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		<title>Wie die Sonne nach dem Regen</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 14:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Albrecht Steinhäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 67.8]]></category>

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		<description><![CDATA[Es segne uns Gott, und alle Welt  fürchte ihn!
Psalm 67, Vers 8 
»Du bist genau, was ich brauch, du bist wie ein Segen. Du bist genau, was ich brauch, wie Sonne nach dem Regen.« So singt es Xavier Naidoo auf seiner CD »Telegramm für X«. Ein Sänger, der sich nicht scheut, Lebenserfahrungen in Bezug zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3152" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/1020189_327752841.jpg" alt="Foto: Eryk Klucinski, sxc.hu" title="Foto: Eryk Klucinski, sxc.hu" width="560" height="420" class="size-full wp-image-3152" /><p class="wp-caption-text">Foto: Eryk Klucinski, sxc.hu</p></div>
<blockquote><p><strong>Es segne uns Gott, und alle Welt  fürchte ihn!<br />
Psalm 67, Vers 8 </strong></p></blockquote>
<p>»Du bist genau, was ich brauch, du bist wie ein Segen. Du bist genau, was ich brauch, wie Sonne nach dem Regen.« So singt es Xavier Naidoo auf seiner CD »Telegramm für X«. Ein Sänger, der sich nicht scheut, Lebenserfahrungen in Bezug zu seinem Glauben zu setzen. Und der Erfolg damit hat.</p>
<p>Gerade bei jungen Leuten gibt es offensichtlich ein Gespür, dass Leben mehr braucht als Selbstgenügsamkeit und Spaß. Ein Gefühl dafür, dass Leben Gründung braucht. Orientierung und Bewahrung. Segen.</p>
<p>Nicht von ungefähr bitten wir in besonderen Lebenssituationen auch in besonderer Weise um den Segen Gottes. Am Beginn des Lebens, an der Schwelle zum Erwachsenwerden, bei der Gründung einer Familie, bei Krankheit, am Ende des Lebens. Segen gibt uns die Gewissheit, nicht alleingelassen zu sein. Gott will uns tragen. Gerade da, wo wir seiner Nähe bedürfen. Darauf dürfen wir bauen. Gesegnetes Leben ist erfülltes Leben. Nicht ziellos und immer nur suchend. Gesegnetes Leben kann finden. In Dankbarkeit und Zuversicht.</p>
<p>Der Wochenpsalm macht uns darauf aufmerksam, dass Gottes Segen für unser Leben aber auch weiterwirkt. Über uns hinaus. Als Gesegnete können wir Menschen anders begegnen. Mit großer innerer Freiheit und einer zuversichtlichen Gelassenheit gegenüber dem, was kommt. Als Gesegnete können wir Zeugnis geben von dem Grund, der unser Leben trägt. Und wenn es gut geht, dann kommen da vielleicht auch Menschen ins Fragen. Ob nicht der Segen, der uns trägt, ob der nicht auch ihr Leben meint. Ob nicht auch ihr Leben dieses Grundes, dieser Orientierung und Zuversicht bedarf.</p>
<p>Weil wir um Gottes Segen wissen und aus ihm ­leben, können wir selbst auch anderen zum Segen werden. Und vielleicht können die ja dann auch sagen: »Du bist genau, was ich brauch, du bist  wie ein Segen. Du bist genau, was ich brauch, wie Sonne nach dem Regen.«</p>
<p><em>Albrecht Steinhäuser,  Beauftragter bei Landtag  und Landesregierung  Sachsen-Anhalt</em></p>
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		<title>Wenn die Fragen aufhören</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/07/01/wenn-die-fragen-aufhoren/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 13:25:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Pfarrer Mathias Rost]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 73.25]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
Psalm 73, Vers 25

Es gibt Fragen, die eine klare, einfache Antwort brauchen, und solche, mit denen wir niemals ans Ende kommen. Unter den letzteren sind die Fragen nach Himmel und Erde noch die leichteren, etwa die: Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.<br />
Psalm 73, Vers 25<br />
</strong></p></blockquote>
<p>Es gibt Fragen, die eine klare, einfache Antwort brauchen, und solche, mit denen wir niemals ans Ende kommen. Unter den letzteren sind die Fragen nach Himmel und Erde noch die leichteren, etwa die: Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?</p>
<p>Schwieriger sind die Fragen, die der Seele keine Ruhe lassen, zum Beispiel: Wie bin ich geworden, der ich jetzt bin? Oder: Wozu soll das gut sein, dass ich mich ein Leben lang mit dieser Last abschleppen muss? Nicht weniger schwierig sind die Fragen, mit denen ich geradewegs bei Gott lande: Wieso geht es denen, die nicht nach Ihm fragen, so gut? Warum lässt Gott das zu? Mit solchen Fragen quält sich der Beter des 73. Psalms. Sie gehen ihm schwer an die Nieren. Solche Fragen drängen sich auf, wenn einer mit wachen Augen durch die Welt geht.</p>
<p><div id="attachment_3099" class="wp-caption alignleft" style="width: 244px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/Portrait-MRost-234x300.jpg" alt="Pfarrer Matthias Rost" title="Portrait-MRost" width="234" height="300" class="size-medium wp-image-3099" /><p class="wp-caption-text">Pfarrer Matthias Rost</p></div>Es gibt aber auch die Augenblicke, in denen alle Fragen aufhören, Zeiten, in denen das Kreisen der Gedanken unterbrochen ist, Momente, in denen ich weiß: Alles wird gut. Und solche Augenblicke kennt der Psalmbeter offensichtlich auch.</p>
<p>Manchmal mitten im Alltag gibt es sie, manchmal im Gebet. Ein fragloses Einverständnis, ein Aufleuchten. Wie der Blick zweier Liebender. Ein Schweigen, das von einem großen Ja erfüllt ist. Ein Moment, in dem alles Grübeln und Gründeln ­Ferien hat. Ein Einssein mit Gott, mit der Welt, mit sich selbst – nur für den Augenblick, nur für jetzt. »Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts …« Wir brauchen solche mystischen Momente des Einverständnisses und der fraglosen Gegenwart in Gott. Wie ­anders könnten wir die Fragen aushalten? Wie ­anders könnten wir dem Zweifel widerstehen, ob<br />
Er überhaupt noch da ist?</p>
<p>Von Theresa von Avila stammt das Wort: »Nichts soll dich verwirren, nichts dich erschrecken. Alles geht vorüber; Gott allein bleibt derselbe. Die Geduld erreicht alles. Wer Gott hat, dem fehlt nichts: Gott allein genügt.« Im spanischen Original heißt der letzte Satz: »Solo Dios, basta!«</p>
<p><em>Pfarrer Matthias Rost, Rektor des Pastoralkollegs</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein gerechter Schiedsrichter des Lebens</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/24/ein-gerechter-schiedsrichter-des-lebens/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 14:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Folker Blischke]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 58.12b]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, Gott ist noch Richter auf Erden.
Psalm 58, Vers 12b

Ball und Fuß scheinen eins. Mühelos umdribbelt der Spieler mit der Nummer 10 zwei Abwehrspieler und setzt zum Torschuss an. Da rauscht von hinten mit ausgestrecktem Bein ein Verteidiger heran und tritt den Schützen um. Kein Pfiff ertönt. Während sich der Stürmer vor Schmerzen auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Ja, Gott ist noch Richter auf Erden.<br />
<em>Psalm 58, Vers 12b</em><br />
</strong></p></blockquote>
<p><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/Folker-Blischkeweb1.jpg" alt="Folker-Blischke" title="Folker-Blischke" width="220" height="294" class="alignleft size-full wp-image-3065" />Ball und Fuß scheinen eins. Mühelos umdribbelt der Spieler mit der Nummer 10 zwei Abwehrspieler und setzt zum Torschuss an. Da rauscht von hinten mit ausgestrecktem Bein ein Verteidiger heran und tritt den Schützen um. Kein Pfiff ertönt. Während sich der Stürmer vor Schmerzen auf dem Boden wälzt, folgt der Gegenangriff. Nicht nur mit Fußballkunst, sondern mit harten Ellbogenschlägen. Zwischen einzelnen Spielern entsteht ein Ringkampf, in den nach und nach auch Trainer und Zuschauer eingreifen. Chaos pur – doch der Mann in Schwarz bleibt unsichtbar.</p>
<p>Fußball ohne Schiedsrichter. Gott sei Dank wird uns das bei der WM erspart, auch wenn die eine oder andere Entscheidung höchst umstritten ist. Die deutsche Nationalmannschaft musste das zuletzt im Spiel gegen Serbien bitter erfahren. Doch immer ist ein Schiedsrichtergespann beauftragt, Regeln und Fairness durchzusetzen.</p>
<p>Außerhalb des Platzes scheint es anders auszusehen. Da setzen sich die stärksten Ellbogen durch. Da wird eigene Lebensfreude hinterrücks von einer Krankheit umgerissen. Da machen verbale Angriffe das Leben schwer.<br />
Der Wochenpsalm setzt diesem verbreiteten Gefühl von Ungerechtigkeit auf Erden eine erstaunliche Feststellung entgegen: »Ja, Gott ist noch Richter.« Ein Richter, der besser als der beste Schiedsrichter jedes Foul registriert, das uns zugefügt wird. Der auch die Unfairness wahrnimmt, die wir selbst täglich zu verantworten haben oder die wir erleiden müssen.</p>
<p>Gerade für die Zeiten, in denen ich mich anderen Menschen oder einem gesichtslosen Schicksal ausgeliefert fühle, ruft mir der Psalm ins Gedächtnis: Gott ist nicht egal, was hier und in meinem Leben geschieht. Er sieht es, und er wird Gerechtigkeit schaffen. Hier auf Erden und am Ende der Zeiten. Als ein gerechter Schiedsrichter des Lebens, der seine Regeln und Fairness durchsetzt – damit das Spiel des Lebens gelingt.</p>
<p><em>Folker Blischke, Pfarrer in Roßla</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ein guter Kompass für die Seele</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/17/ein-guter-kompass-fur-die-seele/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 09:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 139.1]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Perlick]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr, du erforschst mich und kennst mich.
Psalm 139, Vers 1
Sigmund Freud erforschte im letzten Jahrhundert mit großer Ernsthaftigkeit die Untiefen der menschlichen Seele. Des Menschen Lebensschnittmuster müsste doch in ihm selbst zu finden sein. Das Rätsel seiner Existenz muss sich aus den Landschaften seiner Psyche erklären. Und so wird die Hoffnung groß, endlich Licht in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3014" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/1272580_83520902.jpg" alt="Foto: Pawel Kryj, sxc.hu" title="Kompass" width="560" height="373" class="size-full wp-image-3014" /><p class="wp-caption-text">Foto: Pawel Kryj, sxc.hu</p></div>
<blockquote><p><strong>Herr, du erforschst mich und kennst mich.<br />
Psalm 139, Vers 1</strong></p></blockquote>
<p>Sigmund Freud erforschte im letzten Jahrhundert mit großer Ernsthaftigkeit die Untiefen der menschlichen Seele. Des Menschen Lebensschnittmuster müsste doch in ihm selbst zu finden sein. Das Rätsel seiner Existenz muss sich aus den Landschaften seiner Psyche erklären. Und so wird die Hoffnung groß, endlich Licht in das Tiefendunkel der Seele bringen zu können. Aber das Jahrhundert Freuds ist eines der finstersten und seelenlosesten in der Geschichte der Menschheit geworden.</p>
<p>Die Dichter der Psalmen benutzen einen anderen Kompass für ihre ausgedehnten Wanderungen durch die Landschaft der Psyche. In Psalm 42 begegnet uns eine Seele, die nach Gott dürstet und schließlich fragt: »Was betrübst du dich, meine Seele?«</p>
<p>Die große Poesie der Psalmen nimmt das schwere Dunkel in den Blick. Allerdings fehlt ihr die permanente Selbstbezogenheit. Die Sehnsucht der Seele richtet sich nach Gott aus. Und so kann der Beter des 139. Psalms unbeschwert sagen: »Herr, du erforschst mich und kennst mich.« Dieses Wissen steht am Anfang eines grandiosen Gebetes. Es ist der Text einer nach Gott hin weit geöffneten Seele. Nur Gott kennt mich wirklich, ganz und tief. Nur der mich geschaffen hat, kann erforschen, was in mir wohnt.</p>
<p>Reichtum und Gelassenheit dieses wunderbaren Psalms verdanken sich einer unerschütterlichen Gottbezogenheit der Seele. In großen Bildern öffnet sie sich auf die Nähe Gottes hin und lernt ein Staunen, aus dem die Seele ohne die gefährliche Verkrümmung in sich selbst leben kann. Und immer hört man den ersten Vers wie eine Grundmelodie heraus: »Herr, du erforschst mich und kennst mich.«</p>
<p>In einem weiten Bogen wandert der Beter durch diesen wunderbaren Text. Und mittendrin, in Vers 14, stimmt er den Lobruf seines gottbegeisterten Lebens an: »Wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.«</p>
<p><em>Thomas Perlick, Pfarrer in Römhild</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unter dem einen Himmel sichtbar</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/10/unter-dem-einen-himmel-sichtbar/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 12:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Kerntopf]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 36.6]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Psalm 36, Vers 6

Ab diesem Wochenende wird vielen von uns aufs Neue bewusst, dass der Himmel nicht am Horizont zu Ende ist. Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika zeigt uns wieder einmal die Weite, die diese Erde ausmacht, und auch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.<br />
Psalm 36, Vers 6<br />
</strong></p></blockquote>
<p>Ab diesem Wochenende wird vielen von uns aufs Neue bewusst, dass der Himmel nicht am Horizont zu Ende ist. Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika zeigt uns wieder einmal die Weite, die diese Erde ausmacht, und auch die Weite des Himmels, der sie umspannt. Nicht jedem Fußballfan wird dabei deutlich sein: So weit dieser Himmel reicht, so weit finden wir die Gegenwart Gottes. Seine Güte und seine Wahrheit sind ein fester Bestandteil dieses Himmels. Dies zu erleben, da stehen wir uns oft genug selbst im Weg.</p>
<p>Immer wieder, wenn wir unsere Partner in Tansania besuchen, erleben wir etwas von diesem Himmel. In Itamba, einem kleinen Dorf in der Süd-West-Diözese, konnten wir gerade mit über 700 Schülerinnen und Schülern etwas von der Freude ihres tiefen christlichen Glaubens erleben. Ich beneide unsere Schwestern und Brüder in Tansania, wie einfach sie ihren Glauben ausdrücken und auf den Punkt bringen können und wie dankbar sie alles annehmen, was ihnen gegeben ist.</p>
<p><div id="attachment_2972" class="wp-caption alignleft" style="width: 238px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/Dieter-Kerntopf-228x300.jpg" alt="Dieter Kerntopf ist Pfarrer in Colbitz" title="Dieter-Kerntopf" width="228" height="300" class="size-medium wp-image-2972" /><p class="wp-caption-text">Dieter Kerntopf ist Pfarrer in Colbitz</p></div>Und wenn ich dann vom Süden in Richtung Norden schaue, wird mir sehr viel deutlicher als im Alltag, welche Güte wir von Gott erfahren können, aber auch, wo wir die Wahrheit, wo wir seine Wahrheit noch nicht erfasst haben. Um Gottes Himmel, um seine Güte und Wahrheit zu erkennen, benötigen wir den Blick über den eigenen Tellerrand. Dabei können wir vieles erleben, was für unser Leben auf der nördlichen Erdhalbkugel hilfreich sein kann.</p>
<p>Es ist schön zu wissen und zu erfahren, dass es keinen Ort auf dieser Welt gibt, an dem wir Gottes Güte und seine Wahrheit nicht finden könnten. Sein Himmel ist an jeder Stelle dieser Welt erfahrbar. Dies werden wir auch am Bildschirm miterleben können, wenn sich während der Fußballweltmeisterschaft viele Spieler am Spielfeldrand bekreuzigen und damit auch einen Ausdruck ihres christlichen Glaubens zeigen, der unter diesem einen Himmel sichtbar wird.</p>
<p><em>Dieter Kerntopf, Pfarrer in Colbitz</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Hoffnungsbild vom Friedensreich Gottes</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/06/03/ein-hoffnungsbild-vom-friedensreich-gottes/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 14:29:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Voigt]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 76.7]]></category>

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		<description><![CDATA[Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinken in Schlaf Ross und Wagen.
Psalm 76, Vers 7
Der Krieg ist sehr verschieden vom Frieden«, heißt der Titel einer Geschichte von James Krüss. Wie verschieden der Krieg vom Frieden ist, erlebte der weltberühmte Autor als Soldat im ­Zweiten Weltkrieg. Und wieder erleben es in diesen Tagen Menschen, die unsäglich leiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinken in Schlaf Ross und Wagen.<br />
<em>Psalm 76, Vers 7</em></strong></p></blockquote>
<p><div id="attachment_2928" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/06/1243996_56375506.jpg" alt="Foto: majaFOTO, sxc.hu" title="Foto: majaFOTO, sxc.hu" width="560" height="373" class="size-full wp-image-2928" /><p class="wp-caption-text">Foto: majaFOTO, sxc.hu</p></div><br />
Der Krieg ist sehr verschieden vom Frieden«, heißt der Titel einer Geschichte von James Krüss. Wie verschieden der Krieg vom Frieden ist, erlebte der weltberühmte Autor als Soldat im ­Zweiten Weltkrieg. Und wieder erleben es in diesen Tagen Menschen, die unsäglich leiden und trauern. Ob in Afghanistan, Thailand, Nord- und Südkorea, Jamaika, beim Angriff auf den Gaza-Konvoi … überall töten Kriegstreiber auf »Ross und Wagen«.</p>
<p>Umso schlimmer empfinde ich es, wenn Menschen, die nach Gott fragen, vorgehalten wird, sie seien Träumer, Utopisten, Gutmenschen, Sozialromantiker oder Gerechtigkeitsfanatiker. Die Welt sei doch viel komplizierter und differenzierter. So einfach, wie es die Bibel und die Kirchen sagen, gehe es doch nicht mit Frieden und Gerechtigkeit.</p>
<p>Seit Urzeiten ist Menschen eine tiefe Sehnsucht nach Frieden und Ruhe inne. Sie malen Bilder, ­erzählen Geschichten und singen Lieder ihrer ­Hoffnung, um einander in ihrem Ringen um eine bessere Welt zu stärken und zu ermutigen. Psalm 76 gehört dazu. Er malt erzählend, singend und betend ein Hoffnungsbild vom Friedensreich Gottes.</p>
<p>»Dort zerbricht er die Pfeile des Bogens, Schild, Schwert und Streitmacht. Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinken in Schlaf Ross und Wagen. Wenn du das Urteil lässt hören vom Himmel, erschrickt das Erdreich und wird still, wenn Gott sich aufmacht zu richten, dass er helfe allen Elenden auf Erden.«</p>
<p>Der Beter des Psalms hofft zuerst auf Gottes Gegenwart und Hilfe, weil er weiß, dass menschliche Bemühungen um Frieden und Gerechtigkeit im Strudel von Schuld, Verzweiflung und Ohnmacht untergehen können. Du bist herrlicher und mächtiger, betet er und vertraut der Kraft Gottes. Sie macht ihn frei und stark, in der Vision vom Friedensreich Gottes hier und jetzt seine Stimme für die Elenden zu erheben. Der Krieg ist sehr verschieden vom Frieden. Deshalb beten wir auch heute um den Frieden Gottes, der höher ist als alles, was wir begreifen können.</p>
<p><em>Christine Voigt, Pfarrerin in Bischofroda</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ist dieser Gott noch heilig?</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 12:16:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Debus]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 99.5]]></category>

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		<description><![CDATA[Erhebet den Herrn, unsern Gott, betet an vor dem Schemel seiner Füße, denn er ist heilig.
Psalm 99, Vers 5
Gott ist heilig! So heißt es am Ende dieses Psalmwortes. Das ist mir nicht neu! Ich singe es immer wieder beim Abendmahl. Natürlich redet die Bibel auch davon: Gott ist heilig. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich. Klar, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Erhebet den Herrn, unsern Gott, betet an vor dem Schemel seiner Füße, denn er ist heilig.<br />
Psalm 99, Vers 5</strong></p></blockquote>
<p>Gott ist heilig! So heißt es am Ende dieses Psalmwortes. Das ist mir nicht neu! Ich singe es immer wieder beim Abendmahl. Natürlich redet die Bibel auch davon: Gott ist heilig. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich. Klar, denken Sie, natürlich ist er das. Aber mal Hand auf’s Hirn, was heißt das denn eigentlich?</p>
<p>Ich bin ehrlich zu Ihnen: Wenn ich wirklich durchbuchstabiere, was das heißt, wäre mir manchmal lieber, unser himmlischer Vater, der dreieinige Gott, dessen heilige Gegenwart wir zu Pfingsten feiern, wäre gar nicht so heilig, wie es die Bibel sagt.</p>
<p><div id="attachment_2765" class="wp-caption alignright" style="width: 231px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/05/DSCF0196-221x300.jpg" alt="Michel Debus, Pfarrer in Triebes" title="Michel debus" width="221" height="300" class="size-medium wp-image-2765" /><p class="wp-caption-text">Michel Debus, Pfarrer in Triebes</p></div>Schnell habe ich diese Eigenschaft Gottes eingeordnet in eine ganze Reihe von Eigenschaften, die mir weit mehr gefallen, zum Beispiel gnädig, gütig, liebevoll. Von seiner Liebe lässt sich viel sagen. Viele reden vom lieben Gott, der mich liebt, egal was ich tue und wie ich lebe.</p>
<p>Ist dieser Gott dann noch heilig? Denn wenn er das ist, dann hat er ein Problem damit, wenn mir in meinem Leben anderes heilig wäre. Dann ist er unwillig, wenn mir nichts über meine Gesundheit geht. Dann ist er verärgert, wenn ich mich damit abfinde, dass Geld die Welt regiert. Dann ist er zornig, wenn mein Erfolg und mein bequemes Leben an erster Stelle stehen und es mir egal wäre, was mit seiner Schöpfung und seinen geliebten Kindern in der Welt passiert.</p>
<p>Wenn er wirklich heilig ist, dann muss ich mir gut überlegen, wie ich als Beter eigentlich lebe, ob ich mich so, wie ich bin, auch nur in die Nähe des Schemels seiner Füße wage. Wenn er wirklich heilig ist, dann muss ich knien vor ihm aus Demut und mein Leben in seinem Angesicht ändern. Wenn wir damit ernst machen, hat das Folgen.</p>
<p>Vielleicht ist das auch der Grund, warum wir mehr über Gottes Liebe wissen, als über seine Heiligkeit. Zum Glück für uns ist er beides: liebevoll und heilig. Wir sollten aufpassen, das eine nicht mit dem anderen zu überdecken.</p>
<p><em>Michel Debus, Pfarrer in Triebes</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wenn die Last die Lust wird</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 12:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Uhle-Wettler]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 68.20]]></category>

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		<description><![CDATA[Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.
Psalm 68, Vers 20
Es kann belastend sein, wenn Menschen über ihre scheinbare Lasten klagen. Mit den Jahren wächst auch die Lust, die Lasten zu beschreiben. In manchen Runden erlebe ich ein klagendes Feilschen, wenn es darum geht, wer denn stärker belastet sei. Es ist oft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.<br />
Psalm 68, Vers 20</strong></p></blockquote>
<p>Es kann belastend sein, wenn Menschen über ihre scheinbare Lasten klagen. Mit den Jahren wächst auch die Lust, die Lasten zu beschreiben. In manchen Runden erlebe ich ein klagendes Feilschen, wenn es darum geht, wer denn stärker belastet sei. Es ist oft nicht zum Aushalten. Auch kirchliche Mitarbeiter sind davor nicht gefeit. Die Worte Leid und Last werden dabei inflationär gebraucht. Wer wirkliche Lasten trägt, macht nicht viele Worte darum. Man sieht es ihm an – am Gang. Man spürt es ihr ab – am Blick.</p>
<p><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/05/Wort-zur-Woche-Wettler-184x300.jpg" alt="Wort-zur-Woche---Wettler" title="Wort-zur-Woche---Wettler" width="184" height="300" class="alignright size-medium wp-image-2704" />Dietrich Bonhoeffers wegweisende Theologie, zwischen Widerstand und Ergebung, nimmt Bezug auf die Kraft, die uns zuwachsen kann, wenn Lasten uns drücken. Gott gibt uns die Kraft, wenn wir sie brauchen. Er gibt sie uns nicht vorher, damit wir uns nicht so sehr auf uns, sondern allein auf IHN verlassen.</p>
<p>Da wir das Leben vorwärts leben müssen, aber nur rückwärts verstehen können, hat manch auferlegte Last auch innere und äußere Reifeprozesse vorangetrieben. Sie ermöglichen uns erst, die eigentliche Lebenstiefe zu ergründen.<br />
Es werden Veränderungen gesellschaftlicher und kirchlicher Art auf uns zukommen, die wir noch nicht einmal ahnen. Lasten auszuhalten hat auch etwas mit der inneren Einstellung zum Leben zu tun. Wohl dem, der über ein Gegengewicht verfügt, wenn die wirklichen Lasten drücken.</p>
<p>Ich staune oft, wie es Menschen gelingt, einen anderen Menschen über längere Zeiträume zu pflegen, zu tragen, manchmal auch zu ertragen. Ich bewundere Alleinerziehende, die ihre Kinder nicht mit Geld bestechen können.<br />
Jeder hat sein Päckchen zu tragen, sagt der Volksmund. Jeder und Jede. Das Aushalten bringt wahrscheinlich die notwendige Geduld mit sich. Gott hilft uns auch. Wir sollten ihn nicht vorschnell bitten, das Päckchen von unseren Schultern zu nehmen. Er könnte es durch ein Paket ersetzen.<br />
<em></em></p>
<p><em>Jörg Uhle-Wettler, Pfarrer in Bad Düben</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kein Zeichen der Schwäche</title>
		<link>http://www.glaube-und-heimat.de/2010/05/07/kein-zeichen-der-schwache/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 13:47:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Kalthoff]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 95.6]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat.
Psalm 95, Vers 6
Für die meisten von uns ist die kniende Gebetshaltung ungewohnt. Wir stehen beim Beten oder bleiben gleich sitzen. Knien ist unbequem. Im Alltag knie ich mich hin, wenn ich etwas suchen oder den Fußboden schrubben muss. Knien ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat.<br />
Psalm 95, Vers 6</strong></p></blockquote>
<p>Für die meisten von uns ist die kniende Gebetshaltung ungewohnt. Wir stehen beim Beten oder bleiben gleich sitzen. Knien ist unbequem. Im Alltag knie ich mich hin, wenn ich etwas suchen oder den Fußboden schrubben muss. Knien ist mühsam.</p>
<p>Auch sonst gehen wir ungern in die Knie. Die kniende Haltung kann als Zeichen der Schwäche und Unterwürfigkeit gesehen werden. »Er ist in die Knie gegangen«, steht für verlieren, nachgeben müssen. Wer will schon so beten?<br />
Manchmal knie ich mich aber auch hin, wenn ich mich einer Sache oder jemandem nähern will, der weiter unten ist: einem Kind, einem Menschen im Rollstuhl, einem Maiglöckchen, einer Katze. Ganz unwillkürlich beuge ich meine Knie, damit ich ihnen näher sein kann, damit ich sie genauer sehen, hören, begreifen kann. Manchmal ist das, was ich so entdecke, dann so schön und bewegend, dass mir die Knie weich werden.</p>
<p><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/05/1-Kallthoff_Charlotte-bearb-200x300.jpg" alt="1-Kallthoff_Charlotte-bearb" title="1-Kallthoff_Charlotte-bearb" width="200" height="300" class="alignright size-medium wp-image-2660" />Der Sonntag Rogate wird in vielen Gemeinden unserer Kirche als Partnerschaftssonntag gefeiert. Auch bei der Begegnung mit Partnern aus andern Ländern Europas, aus Tansania oder den USA (um nur die Gebiete zu nennen, mit denen die EKM ­offizielle Partnerschaften pflegt) ist Annäherung ­nötig, auch Neugierde, Entdeckerlust und manchmal das Suchen nach einer gemeinsamen Ebene. Und manchmal werden da Knie weich vor Rührung und gegenseitiger Anteilnahme.</p>
<p>In manchen der Partnerkirchen können wir ­erleben, dass beim Beten ganz selbstverständlich gekniet wird. Ich lade Sie ein, diesen Sonntag beim ­Beten einmal zu knien. So sind Sie in der Gebetshaltung mit ­einigen unserer Geschwister im Glauben verbunden. Vielleicht entdecken Sie auch etwas beim knienden Beten, beim betenden Knien. Vielleicht fühlen Sie sich Gott näher, der sich denen zuwendet, die unten sind, und der uns alle gemacht hat.</p>
<p><em>Pfarrerin Charlotte Kalthoff, EKM-Partnerschaftsreferentin</em></p>
]]></content:encoded>
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