Leserreisen 2016/2017


Reisen in guter Gemeinschaft 2014

Insel Madeira – Subtropischer Garten im Atlantik

Ausgebucht

20. bis 27. März 2017

G+H-Reisebegleitung:
Pfarrer i. R. Hanfried Victor, Tabarz

Die »Insel des ewigen Frühlings« verdankt ihre farbenreiche Blütenpracht und sattgrüne Vegetation mit über 700 Pflanzenarten vor allem dem subtropischen, konstant-milden Klima inmitten des Ozeans. Die Landschaft zeigt sich imposant: steile Küsten, wilde grüne Schluchten, uralter Lorbeerwald, verwitterte Lavagipfel, Wasserfälle, Levadas – Bewässerungskanäle, einmalig in Europa. Vor Jahrmillionen als Laune der Natur entstanden, wurde der Archipel von portugiesischen Seefahrern im 15. Jahrhundert eher zufällig entdeckt. Ihre Nutzflächen rangen die Bauern den Bergen mit in die Felsen gehauenen Terrassen ab. Später brachten britische Adelige Pflanzenexoten aus aller Welt mit, die auf dem fruchtbaren vulkanischen Boden exzellent gediehen.

Foto: Veranstalter

Foto: Veranstalter

Vom zentral gelegenen 4*-Hotel in der Inselmetropole Funchal an der sonnenverwöhnten Südküste aus führen Unternehmungen zu den reichen religiösen, kulturellen und Kunstschätzen aus fünf Jahrhunderten der heute autonomen Republik. Geistliche Impulse und Einblicke in das Leben der Madeirer bereichern die Reise. Schnuppern und erleben Sie gemeinsam »Gottes Botanischen Garten« bei angenehmen 17 °C (Durchschnittstemperatur), die Entfernungen sind überschaubar!

1. Tag: Direktflug von Erfurt nach Funchal, Hotelbezug, »Bemvindo! – Willkommen!«
2. Tag: Inselrundfahrt mit Zwischenstopps an Kirchen: an der Südküste westlich zu einer der höchsten Steilküsten Europas, Cabo Girão
(580 m), über die Kleinstädte Ribeira Brava, Ponta do Sol und Calheta zur Westspitze der Insel, Ponta do Pargo. Anschließend nordöstlich über Porto Moniz und die Hochebene Paul da Serra /Gebirgsmoor zurück nach Funchal.
3. Tag: Besichtigung des Frauenklosters Santa Clara (Franziskaner) in Funchal, weiter zu den Aussichtspunkten Pico dos Barcelos (355 m) und Eira do Serradeo (1095 m – Blick auf den Boden eines erloschenen Vulkans). Fahrt ins Nonnental, Curral das Freiras. Weiter nach Monte mit barocker Pilgerkirche Nossa Senhora do Monte. Zurück über Terreiro da Luta mit der Statue der Madonna des Friedens.
4. Tag: Passfahrt über Ribeiro Frio, Kalter Fluss, zu den Küstenorten im Norden: Santana mit strohgedeckten Bauernhäusern, Ponta Delgada und São Vicente.
5. Tag: Besichtigungen in Funchal, u. a. Kathedrale.
6. Tag: Leichte Levada-Wanderung, 2 Std., ab Vale Pareíso.
7. Tag: Freizeit
8. Tag: »Adeus, Garten Eden!« – Tranfer zum Flughafen, Direktflug von Funchal nach Erfurt.

Reisepreis:
1 355 € p. P. im DZ, EZ-Zuschlag 249 € (4*-Hotel Baia Azul in Funchal, HP)

Veranstalter:
mundo Reisen, Heusenstamm

Fordern Sie die ausführliche Reisebeschreibung an, Sie bekommen sie dann unverbindlich (mit dem Anmeldeformular) zugesandt.
Information / Anmeldung: Redaktion, Ramona Schurig, Lisztstraße 2a, 99423 Weimar
Telefon (0 36 43) 24 61 20, Fax (0 36 43) 24 61 12, E-Mail <redaktion@glaube-und-heimat.de>


Heiliger Berg Athos – Wandern von Kloster zu Kloster

Hinweis:
Reiseangebot nur für Männer

Ausgebucht

5. bis 12. September 2017

G+H-Reisebegleitung:
Harald Krille, Weimar

Die Chalkidiki-Halbinsel im Norden Griechenlands ist als eines der beliebtesten Badeparadiese des Landes bekannt. Nur zwei ihrer drei »Finger« sind öffentlich zugänglich –
der östlichste, vielleicht der schönste, bleibt den Touristen verwehrt. Als Ort der Ruhe und Einkehr ist er von mönchischem Leben bestimmt und heißt »Ágion Óros«, der Heilige Berg. Man kann Athos mit dem Boot umfahren und ahnen, wie naturbelassen dieses Eiland mit seinen herrlichen Klöstern wohl sein mag, denn betreten kann man es nicht. Nur für männliche Personen ist das Visum gleichsam ein Schlüssel in eine »vergessene Welt« wie ein wundervolles Naturparadies. Lernen Sie mit unserem Wanderführer Nikos in einer kleinen Gruppe von acht Männern den Heiligen Berg Athos, den »Garten der Gottesmutter« Maria, mit seinen Klöstern und byzantinischen Kunstschätzen kennen.

Foto: Veranstalter

Foto: Veranstalter

1. Tag: Flug ab Nürnberg nach Thessaloniki, Transfer zum Hotel, Einführungsvortrag in die Orthodoxie.
2. Tag: Stadtrundgang im Zentrum der makedonischen Hauptstadt: Kirche des Heiligen Dimitrios, byzantinisches Ikonenmuseum, Galeriusbogen, antike Agora, Weißer Turm. Nachmittags Freizeit.
3. Tag: Einreise in die Autonome Mönchsrepublik. Schifffahrt; ein Mönch empfängt uns am Kloster Dochiariou an der Insel-Ostseite. Wanderung südwärts über das Kloster Xenofontos mit Blick auf den Berg Athos (2 033 m) zum russischen Kloster Panteleimon (7 km). Abendessen, Begegnung mit Mönchen, Quartier.
4. Tag: Nach dem Morgengebet und Mönchsfrühstück Küstenwanderung südwärts zum Kloster Xiropotamou und auf den Bergkamm (550 m) mit Blick zur Ostküste. Hinunter in die Hauptstadt Karyes zur Skete (Mönchsdorf) Agiou Andreou mit der Kirche Protaton. Nach der Mittagsrast weiter zum Kloster Koultoumousiou (10 km), Quartier.
5. Tag: Wanderung südöstlich zum Kloster Iviron hoch über dem Meer. Weiter gen Süden bis zur Skete Mylopotammou. Weinprobe mit Vater Epifanios am Weinberg, den die Mönche des Klosters Agios Evstathios bewirtschaften. Im Kloster Philotheou (15 km) Quartier.
6. Tag: Wanderung nordwärts über das Kloster Stavronikita zum Kloster Pantokratoras direkt am Meer. Im Kloster Vatopedi (15 km) Quartier.
7. Tag: Fahrt zum Hafen Dafni, Ausreise aus »Marias Garten«. Per Schiff zum Hafen Ouranoupolis. Weiterfahrt nach Thessaloniki, Übernachtung.
8. Tag: Transfer zum Flughafen, Rückflug nach Nürnberg.

Reisepreis:
1 275 € p. P. im DZ, EZ-Zuschlag (nicht auf Athos) 49 € (Visum, HP, Wanderverpflegung, Gepäcktransport)

Veranstalter:
Hellas Reisen, Dresden

Fordern Sie die ausführliche Reisebeschreibung an, Sie bekommen sie dann unverbindlich (mit dem Anmeldeformular) zugesandt.
Information / Anmeldung: Redaktion, Ramona Schurig, Lisztstraße 2a, 99423 Weimar
Telefon (0 36 43) 24 61 20, Fax (0 36 43) 24 61 12, E-Mail <redaktion@glaube-und-heimat.de>


Siebenbürgen – Begegnungen und Gottes feste Burgen

Ausgebucht

25. September bis 2. Oktober 2017

G+H-Reisebegleitung:
Propst Dr. Johann Schneider, Halle

Das Zusammenspiel von Religion, Kunst und Handwerk wird Ihnen auf Ihrer Reise durch Siebenbürgen immer wieder begegnen. Wehrhafte evangelische Kirchenburgen mit ihren freistehenden, von Schutzmauern umgebenen Kirchen sowie neue und sanierte Klöster zeugen von der 850-jährigen Geschichte Transsilvaniens, dem »Land hinter den Wäldern«. Kostbare anatolische Wandteppiche zieren die Innenwände der Kirchen. Und selbstbewusste Religiosität prägt das Land, in dem sich fast jeder Einwohner zu einer der vielen Konfessionen bekennt.

Foto: Veranstalter

Foto: Veranstalter

Die Rundreise führt Sie zur reizvollsten Jahreszeit, dem siebenbürgischen Herbst, innerhalb des südlichen Karpatenbogens durch das waldreiche Hügelland. Dabei wird der promovierte Theologe Johann Schneider, Regionalbischof für Halle-Wittenberg, Ihr Reisebegleiter sein. In Mediaș geboren, hält er innigen Kontakt zu Land und Leuten seiner Heimat und wird Sie dort vielfältig und authentisch mit Einheimischen zusammenführen.

1. Tag: Flug ab Leipzig via München oder Wien nach Sibiu/Hermannstadt, Transfer zum Hotel, Begrüßung.
2. Tag: Gang durch die Altstadt (europäische Kulturhauptstadt 2007), Besuch des Nationalmuseums im Brukenthal-Palais.
3. Tag: Ausflug zu exemplarischen siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen: Slimnic/Stolzenburg – Burgruine, Dorfkirche; Axente Sever/Frauendorf – kleine Burg; Mediaș/Midiasch – Margarethenkirche, Kirchenkastell; Alba Julia/Karlsburg – Festung. Besuch des Hinterglas-Ikonenmuseums in Sibiel/Budenbach. Abendessen bei einer Bauernfamilie.
4. Tag: Ausflug nach Hosman/Holzmengen – Burg mit Basilika; Cisnădioara/Michaelsberg – Burgruine und Bergkirche; Cisnădie/Heltau.
5. Tag: Fahrt über Cârța/Kerz mit Besichtigung der ehem. Zisterzienserabtei über Bran/Törzburg mit Burg (fak.) bis Brașov /Kronstadt im Burzenland (Hotelbezug für zwei Nächte).
6. Tag: Evangelischer Kirchentag. Besichtigung der historischen Altstadt. Fahrt nach Prejmer/Tartlau mit Burg und Kirche mit dem »Tartlauer Altar« (Unesco Welterbe) und nach Hărman/Honigberg mit Burg und Marienkapelle.
7. Tag: Gemeinsamer Gottesdienst mit der Gemeinde in Mediaș/Midiasch. Fahrt nach Sighişoara/Schäßburg im Kokeltal mit der mittelalterlichen, vollständig bewohnten Burgstadt (Unesco Welterbe, Quartier im Herzen der alten Burg).
8. Tag: Transfer zum Flughafen, Rückflug via München oder Wien nach Leipzig.

Reisepreis:
995 € p. P. im DZ, EZ-Zuschlag 165 € (3*-Hotels, HP)

Veranstalter:
Biblische Reisen, Stuttgart

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Information / Anmeldung: Redaktion, Ramona Schurig, Lisztstraße 2a, 99423 Weimar
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Hurtigrute – Frühlingserwachen an der norwegischen Küste

Ausgebucht

Frühbucher bis 12. 8. 2016

10. bis 21. April 2017

Reisebegleitung: Superintendent i. R. Arne Witting

Foto: Hurtigrute

Foto: Hurtigrute

Nach einem langen Winter steigt die Sonne täglich höher. Folgen Sie ihr im Frühling auf der klassischen Postschiffroute an Norwegens langer Küste mit tiefen Fjorden und hohen Bergen: vom Tauwetter im Süden zum wilden, ungezähmten Norden mit meterhohen Schneewehen in der Arktis und zurück zu den blühenden Fjorden im Süden – vorbei an tosenden Wasserfällen in spektakulären Bergkulissen und der artenreichen Vogelwelt; eine Komposition von Leben, Farben und Licht.

Foto: Hurtigrute

Foto: Hurtigrute

Mit etwas Glück können Sie das Polarlicht erleben. Während der Tour mit der M/S Richard With beobachten Sie die betriebsamen Anlandungen in kleinen und größeren Häfen. Erkunden Sie Land und Leute von der Seeseite – über die Ostertage in einer kleinen Gruppe mit theologischer Begleitung und geistlichem Programm.
1. Tag: Linienflug von Berlin nach Bergen, Stadtrundfahrt in der alten Hansestadt mit Besuch der Stabkirche Fantoft und Marienkirche. Transfer zum Hafen, am Abend: Leinen los, nordgehend!
2. Tag: Durch die Schärengärten am Westkap zur Jugendstilstadt Ålesund. Im Abendlicht entlang der Bergkette Romsdalalpen.
3. Tag: Krönungsstadt Trondheim, Sitz der Präses der Bischofsversammlungen der Norwegischen Kirche. Weiter durch den schmalen Stokksund.
4. Tag: Überquerung vom Nördlichen Polarkreis. Über Bodö zu den Berginseln der Lofoten.
5. Tag: Über Harstad nach Tromsø, »Paris des Nordens«.
6. Tag: Über Hammerfest nach Honningsvåg, unweit ragt das Nordkap aus dem Arktischen Ozean.
7. Tag: Landgang in Kirkenes, dem Wendepunkt der Kreuzfahrt. Am Mittag: Leinen los, südgehend!
Ostersonntag:  In den südwestlichen Breiten nach Hammerfest ist die Wahrscheinlichkeit, das Nordlicht zu sehen, am größten. Vorbei an der Insel Silda, ein Stück über das offene Meer nach Skjervoy und Tromsø.
9. Tag: Über Harstad in den imposanten Raftsund zwischen den Inselgruppen der Vesterålen und Lofoten. Nach Wetterlage Abstecher in den mythischen Trollfjord. Weiter nach Svolvær.
10. Tag: Querung des Polarkreises, steuerbord die Gebirgskette »Sieben Schwestern« und der sagenhafte Torghatten.
11. Tag: Zwischenstopp in Trondheim, über den Trondheimfjord nach Kristiansund.
12. Tag: Letzte Seemeilen zwischen den Schären vor Bergen. Ausschiffung und Rückflug nach Berlin.

Reisepreis:
ab 1 864 Euro p. P. in der 2-Bett-Kabine, VP (exkl. Getränke), Flüge ab/an Berlin,
exkl. optional angebotene Ausflüge
Veranstalter:
Christlicher Freizeit- und Reisedienst, Puschendorf
Gruppengröße:
rund 10 G+H-Teilnehmer (eigene Reisebegleitung)

Fordern Sie die ausführliche Reisebeschreibung an, Sie bekommen sie dann unverbindlich (mit dem Anmeldeformular) zugesandt.

Information/Anmeldung: Redaktion Glaube+Heimat, Ramona Schurig, Lisztstraße 2a, 99423 Weimar

Telefon (0 36 43) 24 61 20, Fax (0 36 43) 24 61 12

E-Mail <redaktion@glaube-und-heimat.de>



Portugal – Spiritualität, Seefahrt und Weltkulturerbe

23. bis 30. Mai 2016

Reisebegleitung: Pfarrer i.R. Hanfried Victor, Tabarz

Hoch oben bei Braga: Portal der Wallfahrtskirche Bom Jesús

Hoch oben bei Braga: Portal der Wallfahrtskirche Bom Jesús

Ihre Reise verläuft vom gebirgig-grünen Norden Portugals über den Alentejo mit seinen weiten Korkeichenwäldern bis zur von Sandstränden umzogenen, mediterranen Algarve. In dem Land, dessen Geschichte seit dem 12. Jahrhundert von der Religion geprägt wurde und wo Sie mehrfach auf Weltkulturerbe treffen, leben die Christen bis heute ihren Glauben in Verehrung der Mutter Gottes: Lassen Sie Wallfahrtsstätten wie Fátima auf sich wirken, erklimmen Sie die berühmten Stufen der Kirche Bom Jesús zur Andacht, begegnen Sie Gläubigen in den deutschsprachigen Gemeinden und einem Geistlichen des römisch-katholischen Patriarchats. Südlich von Sagres wird vielleicht eines der alten Schiffe Heinrich des Seefahrers in See stechen …

1. Tag: Direktflug von Erfurt nach Porto. Hotelbezug.
2. Tag: Fahrt nach Braga, Orgelspiel in der Kathedrale Sé. Andacht in der Kirche Bom Jesús. Rückfahrt nach Porto, idyllische Bootsfahrt auf dem Douro, Besuch des neoklassizistischen Börsenpalastes.
3. Tag: Fahrt nach Coimbra – mit Zwischenstopp im artenreichen Buçaco Wald zum Spaziergang. Besichtigung der Kirche Santa Cruz, der Universität (UNSECO-Erbe) und der Bibliothek. Weiter zum Wallfahrtsort Fátima, dort Gottesdienst. Weiter nach Lissabon, Hotelbezug.
4. Tag: Stadtrundfahrt mit Besuch der Burg de São Jorge, Besichtigung des Aussichtsturmes Miradouro da Graça und der Kathedrale Sé. Spaziergang durch die belebten Gassen der Alfama. Nachmittags Besuch der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde Lissabon.
5. Tag: Vormittags Begegnung mit einem geistlichen Vertreter des Patriarchats. Nachmittags Freizeit. Fakultativ: Fahrt nach Sintra (UNSECO-Erbe), Besuch des Königspalastes. Erkundung des westlichsten Punktes Kontinentaleuropas, des Cabo da Roca. Weiter zum einstigen Fischerdorf Cascais und zum Seebad Estoril.

Boot auf dem Douro, beladen mit Portwein-Fässern

Boot auf dem Douro, beladen mit Portwein-Fässern

6. Tag: Fahrt zur Algarve. Besuch einer Korkeichenfabrik im Alentejo. Zwischenstopp in Évora. Besichtigung der Knochenkapelle und des Diana Tempels. Hotelbezug an der Algarve.
7. Tag: Ausflug nach Sagres. Besuch der Seefahrerschule Heinrich des Seefahrers. Weiter zum Cabo São Vicente und nach Lagos, Rundgang zum ehemaligen Sklavenmarkt. Weiter zum Kap Ponta da Piedade. Abends Gottesdienst mit der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in Carvoeiro.
8. Tag: Fahrt nach Faro. Evtl. Besuch der Kathedrale Santa Maria. Direktflug von Faro nach Erfurt.

Reisepreis: 1199,– € p. P. im DZ, EZ-Zuschlag 199,– € (4*Hotels, Halbpension)
Veranstalter: mundo Reisen, Heusenstamm
Anmeldungen bis 22. Januar 2016 (25 Teilnehmer)

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Informationen/Anmeldung: Redaktion »Glaube+Heimat«, Ramona Schurig, Lisztstraße 2a, 99423 Weimar, Telefon (03643)246120, Fax (03643)246112, E-Mail <redaktion@glaube-und-heimat.de>


Peloponnes – Antike Mythen und frühes Christentum

4. bis 12. September 2016

Reisebegleitung: Chefredakteur Harald Krille, Weimar

Meeresturm Burtzi in Methony am südwestlichen Ende der Peloponnes

Meeresturm Burtzi in Methony am südwestlichen Ende der Peloponnes

Die olivenbaumübersäte »Hand«, die griechische Insel des Pelops, war seit jeher ein begehrter Zankapfel. Die Geschichte ihrer Orte ist mythendurchsetzt – Mykene ist nur einer unter vielen. Vor allem spiegeln sich die Mythen in bis heute gebräuchlichen Sentenzen und Sprichwörtern wieder wie der »Sisyphos-Arbeit« oder den »Argos-Augen«. Selbst die Lebenswelt der frühen Griechen scheint in einzelnen Wörtern wie »lakonisch« oder »spartanisch« durch. Während Ihrer Rundreise leben die Mythen, spannend erzählt, dort auf, wo sie einst stattfanden. Daneben illustrieren Ihnen erhaltene Kunstschätze die klassische und vorklassische Zeit, die Architektur byzantinischer bis fränkisch-venezianischer Färbung zeugt von der wechselhaften Herrschaft. Nehmen Sie die Gelegenheit zum Gespräch mit Popen der griechisch-orthodoxen Kirche und zu Begegnungen mit Einheimischen während der Rundreise wahr. Entspannen Sie auf der Platia Náfplios.

1. Tag: Flug von Leipzig nach Athen. Fahrt über den Kanal von Korinth. Hotelbezug in Kalamata.
2. Tag: Fahrt nach Messini. Rundgang zum Asklepios-Heiligtum, antiken Theater und den Resten des Stadions und Gymnasiums. Weiter zur Festung von Pylos über der Bucht von Navarino und zur Festung von Methoni mit dem markanten Wehrturm.
3. Tag: Ausflug nach Sparta, Besuch des Museums. Weiter zur byzantinischen Ruinenstadt Mystras mit ihrer fränkischen Burg und den Bürgerhäusern.
4. Tag: Fahrt entlang der Westküste nach Olympia. Besichtigung beginnend beim Heiligen Hain mit den Säulengängen, über den Tempel des Zeus bis hin zum Stadion. Besuch des Museums für antike Technologie in Katakolon. Übernachtung in Patras.

Griechisch-orthodoxe Geistliche in Altkorinth

Griechisch-orthodoxe Geistliche in Altkorinth

5. Tag: Rundfahrt in der Hafenstadt Patras. Treffen mit dem Pfarrer in der monumentalen Andreaskirche. Besuch des architektonisch modernen archäologischen Museums. Rundgang im mykenischen Park. Besuch des legendären Weingutes Clauss.
6. Tag: Begegnung mit dem Popen im Kloster Agía Lávra in den Bergen Arkadiens. Weiterreise nach Kalávryta und zur reizvollen Vouraikó-Schlucht. Von dort Wanderung auf dem alten Bahndamm zur Station Zachlorou. Fahrt mit der Zahnradbahn ins Tal nach Diakopto.
7. Tag: Erkundung des alten Korinth mit der Prachtstraße, der Agora und dem Apollon-Tempel. Weiterfahrt zum von Schliemann wiederentdeckten Mykene, zur Burg des Agamemnon. Nachmittags Spaziergang in der ehemaligen Hauptstadt Griechenlands, in Náfplio.
8. Tag: Tag steht zur freien Verfügung/Badetag.
9. Tag: Heimflug von Athen nach Leipzig.

Reisepreis: 1498,– € p. P. im DZ, EZ-Zuschlag 195,– € (4*Hotels, Halbpension)
Veranstalter: Hellas Reisen, Dresden
(20 Teilnehmer)

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Informationen/Anmeldung: Redaktion »Glaube+Heimat«, Ramona Schurig, Lisztstraße 2a, 99423 Weimar, Telefon (03643)246120, Fax (03643)246112, E-Mail <redaktion@glaube-und-heimat.de>


Siebenbürgen – Moldauklöster und Kirchenburgen

16. bis 23. Oktober 2016

Reiseeindrücke eines Teilnehmers

Eine Woche Siebenbürgen

Auf einer Leserreise der ekm-Kirchenzeitung waren wir auf Tour durch Siebenbürgen und Moldau in Rumänien. Begleitet wurde unsere  Reise durch den Regionalbischof für den Bereich Halle/Wittenberg, Dr. Johann Schneider, der selbst aus Siebenbürgen stammt. Mit 17 Jahren wanderte er mit seiner Familie in den 1980ern nach Westdeutschland aus. Seine informativen und humorvollen Schilderungen und Darstellungen waren eine große  Bereicherung der Reise.

Flug von Nürnberg nach Klausenburg in 1 ½ Stdn. Flugzeit. Hier erwartet uns Vadim, unser rumänischer Reiseleiter. Klausenburg (rumänisch Cluj), mit 310 000 Ew. die größte Stadt Siebenbürgens. Altstadtgang bei Regenwetter. Wir flüchten in einige der zahlreichen Kirchen. Seit Jahrhunderten leben hier die  unterschiedlichen Nationalitäten und unterschiedlichen  Konfessionen friedlich miteinander. Nur wenige 100 km weiter südlich im Balkan wurden Krieg geführte, müssen Nato-Soldaten die streitenden Nationen auseinanderhalten. Nicht so in Rumänien. Wir besuchen den Gottesdienst der ungarischen Lutheraner, Lithurgie und Choräle sind unseren sehr ähnlich. Wir bekommen das „Gesangbuch der Ev. Kirchengemeinde A.B. Klausenburg in der sozialistischen Republik Rumänien“ in die Hand gedrückt. Die 1829 gebaute klassizistische Kirche wird von der ungarischen wie von der deutschen Gemeinde genutzt. Wir wechseln in die katholische St. Michaelskirche, von dort in die Kirche einer „unierten Gemeinde“ (eine griechisch-orthodox-katholische Kirche). Schließlich geht es noch in die orthodoxe Kathedrale.  Alle Kirchen sind gut besucht. Auch im sozialistischen Rumänien waren 90% der Bürger Mitglieder einer Religionsgemeinschaft. Auch die Parteisekretäre wurden getauft und christlich beerdigt. Die städtebaulich großzügig angelegte Innenstadt ist stark von den repräsentativen Bauten der kuk-Monarchie des 18. und 19. Jhd. geprägt. Bis 1918 gehörte Siebenbürgen zum Königreich Ungarn.

Weiterfahrt im Regen nach Bistritz, der Hauptstadt des  Nösnerlandes im Norden Siebenbürgens. In der gotischen evangelischen Stadtkirche stehen nur noch wenige Kirchenbänke für die sehr kleine gewordene deutschsprachige Gemeinde. Mit einem Aufzug kann man auf den 77m hohen Kirchturm fahren und hat von dort den Blick auf die sehr deutsch wirkende Altstadtbebauung. Regenfahrt in die Ostkarpaten bei Nebel und einsetzendem Schneefall in 1200m Passhöhe. Als wir am nächsten Morgen aus dem Hotelfenster schauen ist alles weiß.

Aus den Karpaten geht es hinunter in die moldauische Bukowina. Der moldauische Fürst Stefan der Große ließ hier um 1500 für jeden Sieg über die einfallenden Osmanen  ein Kloster bauen. Wir besuchen das in Moldavita. Eine orthodoxe deutschsprachige Schwester („ein Tsunami!“) erklärt uns temperamentvoll die eindrucksvollen Außen- und Innenwandmalereien der von eine Verteidigungsmauer umgebenen farbigen Klosterkirche: das ganze Alte und Neue Testament in Bildern . „Los, los – wir sind hier nicht auf einer Beerdigung“- treibt uns die Schwester an. 44 Klöster gibt es in der Bukowina. Wir besuchen noch das in Voronet, wieder mit farbenfrohen Fresken an der Außenwand der  Kirche von 1488. Dann das Kloster Agapia. Noch 500 Nonnen leben in der barocken Anlage, z.T. In hübschen Reihenhäusern. Nach dem Verbot des Klostereintritts im sozialist. Rumänien setzte nach 1989 ein regelrechter Run ein, Nonne in einem Kloster zu werden. Wir besuchen 18.00h das Abendgebet. Aber die z.T. jungen Nonnen haben es nicht eilig zum Gebet zu kommen. Übernachtung in einem feinen Hotel in Piatra Neamt. In abendlichen Runden gibt es mit Dr. Schneider und  Vadim  immer wieder interessante Informationen über den Alltag im  Rumänien der Ceausescu-Zeit oder über die Wandlung Ceausescus vom rumänischen „Gorbatschow“ ( der die Moskauer Okkupationen in der CSR und Afghanistan kritisierte und vom US-Präsident besucht wurde) bis zum „Conducator“ nach nordkoreanischem Vorbild.

Am nächsten Tag geht es aus der Moldau über die Bicas-Klamm der Ostkarpaten wieder nach Siebenbürgen hinunter.  Fahrt durch das ungarnsprachige Szeklerland am Fuß der Ostkarpaten ins Burzenland nach Kronstadt (rum. Brasow). Stopp in Honigberg mit Besuch der dortigen romanischen Kirchenburg. In der 12m hohen inneren  Ringmauer aus dem 13.Jhd. befanden sich Wohnungen für die vor Tataren- und Osmanenüberfällen flüchtende Dorfbevölkerung, in denen heute kleine Museumsräume das Leben der Siebenbürgersachsen darstellen. In einer Vitrine ein Büchlein: „Tief in Russland bei Stalino – die Deportation in die Sowjetunion 1945“ – die Erinnerungen eines der 30 000 nach Workuta und Donezk deportierten Sachsen. In der 3-schiffigen Kirche beeindrucken uns die Orgel, die Kirchenfahnen der Handwerkerzünfte, die orientalischen Teppiche, die von den Emporen herunterhängen. Sie sollen als Schmuckelemente von osmanischen Kaufleuten erworben worden sein. Wir finden sie überall in den siebenbürgischen Kirchen. Die Kirchenbänke sind spartanisch schmal und ohne Lehnen: es muss nicht leicht gewesen sein, auf ihnen einen 3 stündigen Gottesdienst zu absolvieren. Sonntags gibt es hier Gottesdienste für die wenigen verbliebenen Deutschen. 95% der Siebenbürgersachsen sind seit 1945 ausgewandert. 1930 waren es 300 000 Sachsen. Die Auswanderung erfolgte in den 1970er Jahren durch den „Freikauf“ der Bundesrepublik. 5000 Euro erhielt das Ceausescu-Regime für jeden Auswanderer. 1990 lebten noch 120 000 von ihnen hier. Der größte Exitus setzte 1990 ein. Heute leben nur noch 15 000 Deutsche in  Siebenbürgen. Eine jahrhunderte alte Kultur wird in wenigen Jahren ausgelöscht sein.  Meine Frage an Dr. Schneider: haben die Siebenbürger mit ihrer Auswanderung nicht selbst ihre Kultur ausgelöscht? Aber wer von uns kann beurteilen, welchen Pressionen sie unter der

Diktatur und später unter den korrupten Nachwenderegimen ausgesetzt waren.

Wir besuchen das wunderschöne Kronstadt (rum. Brasov / bis 1960 hieß es auch mal Stalinstadt!). 230 000 Ew., nach Aussagen von Vadim mit einer  prosperierende Wirtschaft. Die schönen Bauten des Zentrums könnten auch in jeder deutschen Stadt stehen, die orthodoxe Kirche am Marktplatz vielleicht ausgenommen. Am Nachmittag sind wir zu einer Gesprächsrunde mit Kaffee im Pfarrhaus der evangelischen deutschen Honterus-Gemeinde. Honterus war der Reformator Siebenbürgens, wo schon 1545 die Reformation eingeführt wurde. Das Gespräch dreht sich auch hier um die Situation der kleinen deutschen Gemeinde mit einem trotzdem imponierenden Angebot.“Wir stehen in der Tradition deutscher Kultur siebenbürgisch-sächsischer Prägung. Als Teil des öffentlichen Gemeinwesens beteiligen wir uns aktiv an dessen Gestaltung“. So steht es im aktuellen „Leitbild“ der Gemeinde. Es fehle an Pfarrern und Kirchenmusikern. Dr. Schneider will über die EKD versuchen zu helfen. Dann werden wir auf exzellente Weise von einem Kunsthistoriker durch die evangl. Pfarrkirche, die  sog. „schwarze Kirche“ , geführt. 5 Orgeln stehen hier, z.T. aus aufgelassenen Dorfkirchen der Umgebung. Orientteppiche hängen auch hier von den Emporen. Beim Spaziergang entlang der Stadtmauer haben wir den Blick auf die Silhouette der Altstadt. Per Bus geht es zu unserem Nachtquartier in einem feinen Hotel im Wintersportort Predeal südlich von Kronstadt. Die Berge erreichen hier Höhen bis 2 500m.

Am nächsten Tag geht es nach Westen in Richtung Hermannstadt entlang des Gebirgsfußes von Königstein- und Fagaras mit Blick auf die schneebedeckten Berge. Vorher ist Stopp zum Besuch der  Törzburg (rum. Bran) aus dem 14. Jhd.,  der besterhaltenen Burg Siebenbürgens. Wegen der erfundenen Verbindung mit dem sagenhaften Grafen Dracula ist sie Ziel tausender Touristen mit entsprechendem Dracula-Souvenirkitch. Die Burg bekam die angesehene rumänische Königsfamilie „rückerstattet“. 40% der Rumänen sollen für die Wiedereinführung der Monarchie sein.

Einen spannenden  Besuch erleben wir im Dorf Rotberg. Hier steht eine romanische Basilika aus dem 13. Jhd. Im Talar öffnet uns Pfarrer Eginald Schlattner die Kirche zu einer kleinen Andacht. Er stellt sich als der 99. Pfarrer dieser Gemeinde vor. Und er wird der letzte einer fast 500 jährigen evangelischen Tradition sein. 4 deutsche Gemeindeglieder leben noch in Rotberg. Weihnachten 1989 war die Kirche noch voll, Ostern 1990 war fast niemand mehr da. Auch hier wieder die Traurigkeit über eine aussterbende Kultur. Im Dorf leben noch 200 Rumänen und 1200 Zigeuner. Schlattner arbeitet noch als Gefängnisseelsorger und kümmert sich um die Zigeuner seines Dorfes: „deren Integration ist eine Illusion“. Vor allem aber ist der 83 jährige Schlattner  ein bekannter   deutschsprachiger Autor in Rumänien. In der deutschen Schiller-Buchhandlung in Hermannstadt finden wir mehrere Bücher von ihm. Hier kaufe ich sein bekanntestes Buch, „Der geköpfte Hahn“, das auch verfilmt wurde. Die Geschichte einer Familie am Kriegsende 1944  in einer wundervollen Sprache geschrieben.  Dann sitzen wir im Wohnzimmer des Pfarrhauses bei Kaffee und Tee, serviert von Schlattners Haushälterin, einer Zigeunerin, die er bei sich aufnahm. Seine Ehefrau ist schon vor 10 Jahren nach Deutschland ausgereist. Unserem abfahrenden Bus winkt er  mit Zigeunerkindern an der Hand zum Abschied zu. Zum Abendessen fahren wir auf einen Bauernhof, wo  deftige regionale Kost zu Schnaps und Wein serviert gibt. Übernachtung in Hermannstadt (rum. Sibiu).

Hermannstadt, 137 000 Ew. 2007 war die Stadt „Kulturhauptstadt Europas. In Vorbereitung darauf wurde die Altstadt „in einem beispiellosen Einsatz in nur wenigen Jahren  grundlegend saniert. Bürgerhäuser, Kirchen und Plätze erstrahlen in wahrhaft neuem Glanz“ (Text des Reiseführers). Und Kurt Tucholsky schrieb 1918: „Hermannstadt ist  entzückend : bestes,  gutes altes Deutschland“. Wir werden zu Besuch im Konsistorium zum Gespräch mit dem Bischof der „Evangelischen Kirche Siebenbürgen A.B. in Rumänien“ erwartet. Auch hier geht es um die Probleme der immer kleiner werdenden deutschen Gemeinden. Auf einem Plakat lese ich den Text: „Entdecke die Seele Siebenbürgens- Durch Tourismus Siebenbürgens einmalige Kulturlandschaft retten“.  Stadtführung mit Vadim, Besuch der katholischen Dreifaltigkeitskirche 1733 im Zuge der Gegenreformation von Jesuiten gebaut, Besuch der gotischen evangelischen Stadtpfarrkirche von 1520. Hier führt uns eine junge Frau aus Köln, die ihr „freiwilliges soziales Jahr“ in Hermannstadt verbringt. Auch hier, wie schon in anderen Kirchen finden wir eine Tafel mit den Namen der Opfer des Krieges und der „Deportation nach Russland 1945-1949“. Gegenüber der Kirche steht das deutschsprachige „Brukenthal-Gymnasium“. Die Zahl der Schüler mit deutscher Herkunft ist hier aber inzwischen in der Minderheit. Viele Rumänen schätzen heute die Qualität der Ausbildung an den deutschen Schulen Siebenbürgens sehr. Bummel durch die wunderschöne Altstadt mit ihren Geschäften, Gaststätten, Fußgängerzonen. In der deutschen Buchhandlung liegt auch ein Buch des jetzigen rumänischen Staatspräsidenten Klaus Johannis mit dem rumänischen Titel „Pas cu pas“  (Schritt um Schritt). Johannis war Bürgermeister von Hermannstadt. Er wurde von den Rumänen mit großer Hoffnung in das Amt des Staatspräsidenten gewählt. Die Deutschen seien in Rumänien sehr angesehen und beliebt, versichert uns unser Führer Vadim immer wieder.

Auf der Weiterfahrt wird die Kirchenburg von Wurmloch besucht. Um die Wehrkirche herum steht wieder eine trutzige Mauer mit Wehrgang und Schießscharten, in der heute ein kleines Museum untergebracht ist. Das nächste Nachtquartier ist für uns in Baaßen. Der Unternehmer des Reisebüros, mit dem wir unterwegs sind, hat in seinem Heimatdorf mehrere Bauernhöfe gekauft und sie zu einer Pension ausbauen lassen.  Hier gibt es für uns auch eine Kutschfahrt in das Nachbardorf Bonnesdorf (mit Kirchenburg in noch desolatem Zustand) und einen Folklore-Abend  mit Volksmusik und – tanz. Baaßen soll lt. Reiseführer ein Kurort sein. Man merkt es beim Zähneputzen: aus der Leitung kommt Mineralwasser mit entsprechendem Geschmack.

Von hier aus besuchen wir Schäßburg, im 14.Jhd. als sechste der sieben Burgen der Sachsen gegründet. Wir steigen hinauf zur Bergstadt, einem einmaligen architektonischen Ensemble. Kirchen und Bürgerhäuser sind top restauriert und auf viele Touristen eingestellt. Über die überdachte Schülertreppe von 1642 geht es über 180 Stufen hinauf in die evangelische Bergkirche. Die helle gotische Hallen-Kirche von 1345 bewahrt auch eine Reihe von mittelalterlichen Flügelaltären, die zu ihrem Schutz aus aufgelassenen Dorfkirchen hierher verbracht wurden. Über den deutschen Bergfriedhof geht es hinunter ins Pfarrhaus zum Gespräch mit dem Schäßburger Stadtpfarrer im Dienstzimmer mit den Bildern aller seiner Vorgänger an den Wänden. Auch hier geht es um die Situation der Gemeinde. Sie ist mit noch 1200 Sachsen eine der größten Gemeinden in Siebenbürgen. Weiterfahrt zum Besuch von Birthälm mit der größten der siebenbürgischen Kirchenburgen. Seit 1993 steht sie auf der UNESCO-Welterbeliste. 300 Jahre war Birthälm Bischofssitz der siebenbürgisch-sächsischen Bischöfe. Drollig: in der Ringmauer gibt es ein „Ehegefängnis“. Vor dem Vollzug der Ehescheidung mussten die zerstrittenen Paare 3 Wochen in einem 12 qm großen Raum mit einem Bett und nur einem Besteck zubringen. Die Folge: in 300 Jahren hätte es hier nur eine Scheidung gegeben.

Schließlich gibt es noch einen Besuch in der Kirchenburg von Meschen. Das ist der Heimatort von Dr. Schneider, der immer wieder humorvoll über seine Jugend in Siebenbürgen erzählt. Wir werden hier von Mariana Rempler gastfreundlich mit Kaffee, gebackenen Krapfen aber auch mit Speck und Schnaps empfangen. In der Kirche finden wir eine Tafel zu Ehren des britischen Thronfolgers Prince Charles, der sich aktiv für den Erhalt dieser Kirchenburg eingesetzt hat. Mariana hat ihn begleitet. Sie fungiert hier als sogen. „Burghüterin“, der hiesige Begriff für die Küsterin. Die unermüdliche  Frau betreibt in Meschen auch eine kleine „Pensiune agroturistica“. Nur einmal in ihrem Leben habe sie 2 Wochen Urlaub gehabt.

Am Abend sind wir noch in Mediasch. Die Stadt  (44 000 Ew.) ist Zentrum der rumänischen Gasgewinnung. Das Kirchenkastell ist die einzige Stadt-Kirchenburg  Siebenbürgens. Hier kommen wir zum Abschluss unserer Reise zu einer Andacht mit dem jungen Stadtpfarrer zusammen. Die Orgel wird von einer jungen Hallenserin gespielt. Sie hat an der Kirchenmusikschule studiert und lebt seit 8 Jahren in Siebenbürgen. Wir stehen zum Abendmahl vor dem Altar. Als der Kelch gereicht wird,  zucke ich zusammen: das ist doch kein Wein! Tatsächlich hatte der „Burghüter“ in der Vorbereitung eine Flasche aus dem Schrank geholt, die aber Sliwowitz enthielt! „Als ich das merkte war es zu spät“,  meint lachend unser Regionalbischof.

Am nächsten Morgen geht es zum Flughafen nach Klausenburg.

Zehn Stunden später sind wir wieder in Langenbogen. Es war eine sehr interessante Reise. Sie hat unser Bild von Rumänien verändert. „Rumänien ist heute nach Jahren der Korruption unter den „gewendeten“ alten Eliten auf einem guten demokratischem Weg. Wir hoffen vielleicht in 10 Jahren einen bescheidenen Wohlstand zu haben, wie ihn heute Ungarn oder Tschechien haben“, meint unser Reiseführer Vadim. Es ist dem schönen Land zu wünschen.

Helmut Zimmermann (25.10.2016)


Reisebegleitung: Propst Johann Schneider, Halle

Sighișoara: Der Stundenturm mit seinen glasierten Ziegeln prägt das Stadtbild

Sighișoara: Der Stundenturm mit seinen glasierten Ziegeln prägt das Stadtbild

Das Zusammenspiel von Religion, Kunst und Handwerk wird Ihnen auf Ihrer Reise durch Siebenbürgen immer wieder begegnen. Wehrhafte evangelische Kirchenburgen, neue und sanierte Klöster. Anatolische Wandteppiche, die das Innere der Kirchen zieren. Selbstbewusste Religiosität prägt das Land, in dem sich fast jeder Einwohner zu einer der vielen Konfessionen bekennt. Gerade zur reizvollsten Jahreszeit, dem siebenbürgischen Herbst, werden Sie innerhalb des idyllischen Karpatenbogens reisen. Ihr Reisebegleiter wird der promovierte Theologe Johann Schneider sein, Regionalbischof für Halle-Wittenberg. In Mediaș geboren, hält er innigen Kontakt zu Land und Leuten seiner Heimat, auch den Roma, und wird Ihnen besondere, authentische Begegnungen ermöglichen.

1. Tag: Direktflug von Nürnberg nach Cluj-Napoca/Klausenburg. Hotelbezug.

2. Tag: Fahrt nach Bistrița/Bistritz. Inzwischen ist der 2008 abgebrannte 75 m hohe Turm der Stadtpfarrkirche wieder aufgebaut. Stadtrundgang mit Besichtigung der evangelischen Kathedrale. Spätnachmittags Besichtigung des Klosters Moldovița. Weiter nach Câmpulung Moldovenesc/Langenau.

3. Tag: Besichtigung der Klöster Humor, Sucevita und Agapia mit ihren wundervollen und gut erhaltenen Außenmalereien. Fahrt nach Piatră Neamț, deren Johanneskirche fürstlich über dem Ort thront.

4. Tag: Reise über die wilde Bicazklamm mit ihren hohen Felswänden gen Hărman/Honigberg mit der romantischen Kirchenburg. Weiter nach Brașov/Kronstadt, der heimlichen Hauptstadt Siebenbürgens, und Predeal.

5. Tag: Ausflug nach Bran/Törzburg. Auf der Castelul Bran soll Dracula gewohnt haben … Weiter nach Sibiel/Budenbach. Besuch des Glasikonenmuseums. Heiteres Abendessen bei Gebirgsbauern. Fahrt nach Sibiu/Hermannstadt.

Die Stadtpfarrkirche über dem Dächermeer von Sibiu, europäische Kulturhauptstadt 2007

Die Stadtpfarrkirche über dem Dächermeer von Sibiu, europäische Kulturhauptstadt 2007

6. Tag: Fahrt nach Valea Viilor/Wurmloch mit der wehrhaften Peterskirche. Weiter zum Kurort Bazna/Baasen. Nachmittags mit dem Pferdewagen zur sächsischen Kirchenburg in Boian/Bonnesdorf.
7. Tag: Besichtigung der imposanten Kirchenburg von Biertan/Birthälm, einst Bischofssitz der Evangelischen Kirche A. B. Weiter zur malerischen Altstadt von Sighișoara/Schäßburg. Später festliches Abendessen mit Folkloreprogramm in Bazna.
8. Tag: Gemeinsamer Gottesdienst mit der Gemeinde in der Margarethenkirche Mediaș/Mediasch. Danach Rundgang im Ort, der sich den Charakter einer mittelalterlichen deutschen Stadt bewahrt hat. Heimflug von Cluj-Napoca nach Nürnberg.

Reisepreis: 999,– € p. P. im DZ, EZ-Zuschlag 149,– € (3*/4*-Hotels, Halbpension)
Veranstalter: mundo Reisen, Heusenstamm (25 Teilnehmer)

Fordern Sie die ausführliche Reisebeschreibung zu den Reisen an, die Sie interessieren: Sie bekommen sie dann (unverbindlich) mit dem Anmeldeformular zugesandt.
Informationen/Anmeldung: Redaktion »Glaube+Heimat«, Ramona Schurig, Lisztstraße 2a, 99423 Weimar, Telefon (03643)246120, Fax (03643)246112, E-Mail <redaktion@glaube-und-heimat.de>