Hoffnungszeichen für die Region
28. Mai 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT
Abgelegt unter Thüringen
Neubau des Allianzhauses in Bad Blankenburg eröffnet

Umbau und Erweiterung haben die Infrastruktur der Häuser verändert und geben Raum für die zukünftige Arbeit der Evangelischen Allianz. Foto: Andreas Abendroth
Generalsekretär Hartmut Steeb bezeichnete die Einweihung als großes Geschenk Gottes. »Wir hoffen, dass hier – genau wie in der Vergangenheit – auch in der Zukunft Menschen zum lebendigen Glauben an Gott finden.« Zahlreiche Gäste, darunter Vertreter von Kirchen und Freikirchen, aus Kommune und Landkreis, ehemalige und jetzige Mitarbeiter, Beter und Spender, Dienstleister sowie Freunde und Förderer hatten den Weg in die Kurstadt gefunden und wurden mit Brassklängen der Thüringer Blechbläser begrüßt. Zu den Ehrengästen gehörte auch die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Ilse Junkermann, und in Vertretung der Thüringer Ministerpräsidentin kam Johanna Arenhövel, Gleichstellungsbeauftragte des Freistaates Thüringen.
In den Festansprachen ging der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Jürgen Werth, im Besonderen auf die derzeitige Lage der Nation ein. »Wir befinden uns in einer Zeit, geprägt von Ratlosigkeit und Hilflosigkeit. In vielen Bereichen des Lebens, der Gesellschaft, sitzt man wie auf einem Pulverfass. Manchmal mag man nicht in die Zukunft blicken. Doch da Christen Boten der Hoffnung sind, war es richtig, dieses Projekt des Neubaus und der Sanierung der Allianzhäuser anzugehen«, führte Jürgen Werth aus. Er sei darüber froh, dass sie es gewagt hätten zu bauen, und froh, dass sie im Vorfeld nicht alles gewusst hätten. Die Arbeit der Evangelischen Allianz möge ein Hoffnungszeichen sein gegen politische Resignation und wirtschaftliche Unsicherheit.
Mit dem neu errichteten Haus wird die bauliche Infrastruktur des Tagungszentrums deutlich verbessert. Hier befinden sich die Rezeption, der große Speisesaal, die Cafeteria, ein Andachtsraum sowie verschiedene Gruppen- und Funktionsräume. Die anderen beiden Häuser wurden von Grund auf saniert und behindertengerecht ausgebaut. Gästehäuser, die sich sehen lassen können. Finanziert wurde der Bau durch öffentliche Mittel der Stadtsanierung (800.000 Euro), Zuschüsse der Evangelischen Kirche in Deutschland und der EKM (je 200.000 Euro), aber auch aus Spenden der Freunde der Evangelischen Allianz und des Allianzhauses. Rund eine Million Euro stehen noch aus und wurden über ein Darlehen finanziert.
Bischöfin Ilse Junkermann fand in ihrer Ansprache die treffende Worte für die Einweihung der Allianzhäuser. »Möge hier die Heimat für eine Gemeinschaft sein. Gastlichkeit und Freundlichkeit den Ton angeben.« Sie sieht hier ein Hoffnungszeichen für die Region, in der Christen eine Minderheit darstellen, und hofft, »dass die Menschen in diesem Haus in Zukunft Neues hören, Verborgenes wiederentdecken und es so zu einem Ausrufezeichen« für Thüringen und die Kirche werde.
Andreas Abendroth




