Bedauerlich

15. April 2018 von redaktionguh  
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Es könnte ein Meilenstein in der Ökumene sein: Als Deutschlands katholische Bischöfe in Ingolstadt den Entwurf einer Handreichung beschlossen haben, wonach auch protestantische Ehepartner unter streng geregelten Voraussetzungen und im pastoralen Einzelfall zur Eucharistie gehen könnten, haben sie den Wunsch vieler Menschen an der Gemeindebasis erfüllt.

Deswegen ist es leicht, das Schreiben der sieben Bischöfe nun als konservative Rolle rückwärts zu verurteilen. Aber das wäre zu einfach. Die Deutsche Bischofskonferenz muss das Kirchenrecht der katholischen Weltkirche im Blick haben. Deswegen ist es in Ordnung, wenn dieser Entwurf von Rom noch einmal überprüft wird – zumal die Bischöfe an dieser Stelle nicht auf tönernen Füßen stehen. Mit Reinhard Kardinal Marx und dem Magdeburger Bischof Gerhard Feige haben schließlich zwei Theologen an dem Entwurf gearbeitet, die nicht nur bekennende Ökumeniker sind, sondern auch ihr Kirchenrecht ziemlich genau kennen. Und die wissen, dass es der Linie von Franziskus entspricht, den seelsorgerlichen Einzelfall bei wichtigen Entscheidungen in den Blick zu nehmen.

Nein, was wirklich bedenklich ist, ist das Bild, den dieses Schreiben auf die inneren Zustände in der Bischofskonferenz wirft: Ganz offensichtlich gelingt es Kardinal Marx nicht, einen beträchtlichen Teil seiner Amtsbrüder bei wichtigen Entscheidungen mitzunehmen. Und das ist das, was auch aus evangelischer Sicht nachhaltig zu bedauern ist: Denn in Zeiten kleiner werdender Gemeinden kann sich keine Kirche neue Konflikte leisten. Wer in der Öffentlichkeit zerstritten wirkt, schadet immer auch dem Partner in der Ökumene – und war es nicht schon Jesus selbst, der die Jünger einstmals aufforderte, alle eins zu werden?

Benjamin Lassiwe

Kommentare bitte an: leserbriefe@glaube-und-heimat.de

Alles nach Plan?

31. Juli 2017 von redaktionguh  
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Zwischenbilanz: Veranstalter in Wittenberg zufrieden – Besucherzahlen hinter den Erwartungen

Das Reformationsjubiläum wartet weiter auf den großen Durchbruch. Für die »Weltausstellung Reformation« in Wittenberg, zu der rund 500 000 Besucher erwartet worden waren, sind bislang erst 70 000 Eintrittskarten verkauft worden. Sie läuft noch bis zum 10. September.

Guter Dinge: (v. li.) Ulrich Schneider, Geschäftsführer r2017, Margot Käßmann, Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör und Pfarrer Christian Ferber vor dem Segens­roboter der Weltausstellung Reformation. Foto: r2017

Guter Dinge: (v. li.) Ulrich Schneider, Geschäftsführer r2017, Margot Käßmann, Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör und Pfarrer Christian Ferber vor dem Segens­roboter der Weltausstellung Reformation. Foto: r2017

Die Ausstellung in den Grünanlagen rund um die Wittenberger Altstadt sollte einer der Höhepunkte im Jahr der 500. Wiederkehr von Luthers Thesenanschlag sein. Insgesamt kostet die Weltausstellung rund 20 Millionen Euro, neben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zählen auch das Land Sachsen-Anhalt und der Bund zu den Geldgebern. Die Veranstalter zeigten sich dennoch zufrieden: »Die Weltausstellung hat an Fahrt aufgenommen«, sagte Geschäftsführer Ulrich Schneider. »Die Teilnehmerzahlen werden zunehmend stärker.« Reformationsbotschafterin Margot Käßmann sagte, sie »schätze besonders die Qualität der Begegnung von vielen Menschen, die Zuwendung zu existenziellen Fragen«. Die Weltausstellung zeige, dass 500 Jahre Reformation nicht eine Schau der Historie seien. »Wer bisher dabei ist, ist begeistert.«

Im Unterschied zum Millionenprojekt Weltausstellung kann die Stadt Wittenberg selbst im Lutherjahr nicht über fehlende Gäste klagen: Allein die Schlosskirche, an deren Tür Luther 1517 seine 95 Thesen angeschlagen haben soll, zählte seit Jahresanfang rund 280 000 Besucher. Und das Luther-Panorama des Künstlers Yadegar Asisi, ein begehbares Kunstwerk, das Besucher in die Zeit des 16. Jahrhunderts zurückversetzt, wurde seit Oktober 2016 von rund 250 000 Menschen besucht. Die genuin kirchlichen Angebote werden dagegen deutlich schwächer wahrgenommen. Der von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ausgestellte Segensroboter, der als eines der Highlights der Weltausstellung gilt, hat nach Angaben von Standleiter Christian Ferber seit Beginn der Weltausstellung 3 800 Mal den Segen gespendet. Pro Woche würden etwa 380 bis 400 Menschen den Roboter nutzen – was zeigt, dass die Besucher zwar in Wittenberg sind, die teure Weltausstellung aber wohl weitgehend ignorieren.

Benjamin Lassiwe

Was 2017 gefeiert wird

7. Mai 2017 von redaktionguh  
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Pünktlich zur Halbzeit des Reformationsjubiläums will die EKD mit einer Broschüre für Kirchengemeinden, Presbyterien und engagierte Christen noch einmal an dessen Grundlagen erinnern. »Uns geht es darum, zu zeigen, was eine protestantische Lebenshaltung eigentlich heute heißen kann: Innere Freiheit und Hinwendung zum Nächsten, aus Gottvertrauen leben und Orientierung aus der Bibel schöpfen – demütig und wo nötig, auch kämpferisch«, sagte die stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus bei der Vorstellung. Das Büchlein ist in die Abschnitte »Erinnern«, »Vergewissern« und »Verantworten« gegliedert. Passend zu den binnenkirchlichen Reformprozessen der EKD spricht es stets von einer »reformatorisch geprägten Lebenshaltung« und von »protestantischer Theologie«.

Martin Luther kommt im Text nur im Zusammenhang mit Johannes Calvin vor. Stattdessen heißt es im Text: »Lebendige Gottesdienste und engagierte Bibellektüre, regelmäßige Gebete und Meditationen, Zeiten der Stille und des Rückzugs sind Quellen einer evangelischen Freiheit, die sich im Alltag bewährt.« Immer wieder betont der Text ferner die gesellschaftliche Bedeutung des Protestantismus. »Wir sind überzeugt: Reformatorisch geprägte Stimmen können der (Welt-)gesellschaft guttun«, heißt es darin etwa.
Die praktischen Wirkungen dieses Textes allerdings dürften wohl begrenzt bleiben. Denn das bekanntlich am 31. Oktober 2016 eröffnete Festjahr zum 500. Jahrestag von Martin Luthers Thesenanschlag ist schon in vollem Gange. Und eine Druckauflage von lediglich 15 000 Exemplaren führt dazu, dass – rein statistisch – für jede der rund 14 000 Kirchengemeinden in Deutschland gerade einmal ein Exemplar zur Verfügung steht.

Benjamin Lassiwe

Nicht mehr viel zu sehen

24. April 2017 von redaktionguh  
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Zukunft der Kirche: Warum eine Fusion gut überlegt sein will

Es war die erste große Kirchenfusion in Ostdeutschland. Und es war jene mit den am wenigsten gleichen Partnern: Zum 1. Januar 2004 fusionierte die 70 000 Gemeindeglieder zählende Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz (EKsOL) mit der rund eine Million Gemeindeglieder zählenden Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg (EKiBB).

Heute ist von der alten EKsOL nicht mehr sehr viel zu spüren. Zwar gibt es in Görlitz einen evangelischen Generalsuperintendenten. Doch während es in den ersten Jahren noch einen Sprengel Görlitz gab, in dem die Kirchenkreise der alten Landeskirche zusammengefasst waren, wurde dieser 2014 mit dem benachbarten Sprengel Cottbus der alten EKiBB fusioniert. Auch der Titel »Regionalbischof«, den der Generalsuperintendent von Görlitz in Erinnerung an die alte schlesische Kirche noch trug, wird heute nicht mehr verwendet. Positiv gesprochen, könnte man sagen: Die ehemalige EKsOL hat sich assimiliert. Sie ist voll und ganz in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) aufgegangen und ein gleichberechtigter, aktiver Teil der neuen Kirche. Was freilich auch bedeutet: Görlitz, Hoyerswerda oder Weißwasser sind in der Landeskirche nun genau so wichtig oder unwichtig wie Angermünde, Potsdam oder Frankfurt (Oder). Vielleicht noch etwas wichtiger, denn der Görlitzer Generalsuperintendent Martin Herche macht seine Sache gut und vertritt die Interessen seines Sprengels mit Bravour. Doch er kann es eben nur in dem Maße tun, in dem es für einen einzelnen kirchlichen Mitarbeiter möglich ist.

Die Zeiten, in denen es in Görlitz ein Konsistorium mit Bischof gab, der als wichtiger Gesprächspartner von Politik und Gesellschaft eingeladen wurde, und den Blick auf die schlesische Oberlausitz lenkte, sind vorbei. Und die wenigen Male, bei denen sich Landessynode, Kirchenleitung und Bischof der EKBO öffentlich wahrnehmbar zu sächsischen Themen äußerten, muss man mit der Lupe suchen. Außer einem gemeinsamen Aufruf der für Sachsen zuständigen Bischöfe, zur Landtagswahl zu gehen, ist nicht sehr viel gewesen. Zudem gab es einen personellen Aderlass: Viele engagierte Görlitzer, die für die Selbstständigkeit ihrer Landeskirche kämpften, haben sich frustriert zurückgezogen. Als 2013 Zahlen vorgelegt wurden, hatte der damals noch selbstständige Sprengel Görlitz, verglichen mit 2003, rund ein Drittel seiner Gemeindeglieder verloren.

Was heißt das für Anhalt? Die kleine, engagierte Landeskirche sollte sich jede Überlegung in Richtung einer Fusion oder Konföderation sehr genau überlegen. Fusionen können sinnvoll sein, das zeigt die Neubildung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland oder der Nordkirche. Sie können aber auch dazu führen, dass von einem Partner nicht mehr viel zu sehen ist, wie sich am Beispiel der EKBO zeigt. Föderationen oder Kooperationen könnten in solch einem Fall der sinnvollere Weg sein. Doch wenn die Landeskirche Anhalts gewillt ist, den Gürtel enger zu schnallen, das überkommene Kirchenbeamtentum abzuschaffen und sich stärker an freikirchlichen Modellen des Kircheseins zu orientieren, hätte sie wohl auch als selbstständige Einheit eine gute Zukunft.

Benjamin Lassiwe

Reformationsfrühling

17. März 2017 von redaktionguh  
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Reformation und Tourismus:
Reicht die Anziehungskraft des Lutherjahres als Touristen-Magnet, um gezielt Menschen nach Mitteldeutschland zu ziehen? Die Stammländer der Reformation scheinen gut vorbereitet und setzen auf das Prinzip Hoffnung.

Das Reformationsjubiläum 2017 ist »eine große Chance« für den Tourismus in Mitteldeutschland. Das sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Zusammen mit seinen Kollegen Wolfgang Tiefensee (SPD) aus Thüringen und Armin Willingmann (SPD) aus Sachsen-Anhalt oder, wie es Tiefensee formulierte, »der Boygroup aus Mitteldeutschland«, blickte er dort auf das anstehende Großereignis und seine Bedeutung für den Tourismus in der Region. Man spüre mittlerweile weltweit ein großes Interesse für die Region, sagte Dulig. Sogar in Südkorea sei er auf das Reformationsjubiläum angesprochen worden. Sachsen wolle 2017 dabei vor allem als Kulturland punkten. »Die große Chance, die wir haben, ist, dass unsere Region auf der Weltkarte sichtbar wird«, sagt Dulig. Denn noch wisse nicht jeder mit den Begriffen »Sachsen«, »Sachsen-Anhalt« und »Thüringen« etwas anzufangen.

Auf der ITB in Berlin: Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (v. li.) mit r2017-Geschäftsführer Ulrich Schneider und dem Wittenberger Kirchmeister Bernhard Naumann als Luther. Foto: IMG Sachsen-Anhalt

Auf der ITB in Berlin: Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (v. li.) mit r2017-Geschäftsführer Ulrich Schneider und dem Wittenberger Kirchmeister Bernhard Naumann als Luther. Foto: IMG Sachsen-Anhalt

Ähnlich äußerten sich auch seine Kollegen aus den beiden anderen Ländern: »Erste Anmeldezahlen verraten, dass in Wittenberg in diesem Jahr einiges los sein wird«, sagte Willingmann. In Wittenberg seien schon heute so viele Vorbuchungen für Stadtführungen eingegangen, wie es sie im ganzen Jahr 2016 gegeben habe. Und auch Tiefensee berichtete, dass man deutlich spüre, dass das Interesse der Gäste an der Region wachse und die Übernachtungszahlen ansteigen. In Wittenberg werde im Reformationsjahr zudem »öffentliches WLAN im großen Stil« eingerichtet. Was die Besucher erlebten, sollten sie über Twitter, Instagram und Facebook direkt in die Welt hinaus transportieren können. »Solche WLAN-Netze gibt es im Ausland schon überall – jetzt zeigen wir, dass wir das auch in Wittenberg hinkriegen.« So sieht das auch Tiefensee: Seiner Ansicht nach wäre Luther heute der Erste, der die modernen Medien genutzt hätte. »Er wäre schon längst bei Instagram«, sagte Tiefensee. Seine Thesen hätte er in einer modernen Weise publiziert und seine Verbindung mit Katharina von Bora in die Genderdebatte eingebracht. »Wenn ich den Lutherweg gehe, sehe ich zwangsläufig mehr als Luther«, sagte Tiefensee. Er hoffe deswegen, dass durch das Jubiläum auch das Interesse an den übrigen Sehenswürdigkeiten angekurbelt werde. »Wir in Thüringen haben es dringend nötig, bekannter zu werden.«

Was der Reformator heute den Wirtschaftspolitikern bedeutet? »Ich schaue auf die Person Luther mit ganz großer Bewunderung«, sagte Tiefensee. Er fände es »sehr gut, dass Luther nicht nur für Dialog innerhalb der Kirchen steht, sondern dass das Thema Luther weit über die Kirche hinausstrahlt.« Luther stehe nicht nur für eine Reformation innerhalb der Kirche, sondern letztlich am Anfang der Moderne. »Luther hat versucht, dem einfachen Volk mit einfacher Sprache etwas nahezubringen, was lebenswichtig ist«, sagte Tiefensee. »Das hat ganz direkt mit Mitbestimmung und Teilhabe auch in der heutigen Zeit zu tun.« Vom Thesenanschlag gehe das Signal aus, dass ein Einzelner »mit einer wohldurchdachten und gut überlegten Kampagne auch etwas erreichen kann«, ergänzte Willingmann. Die Reformation sei auch ein Auftrag: »Es geht darum, zu zeigen, dass wir uns einem ständigen Veränderungsprozess unterwerfen.«

Benjamin Lassiwe

Für wen sind die Kirchentage gedacht?

13. Februar 2017 von redaktionguh  
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Interview: Im Mai finden in acht Städten Mitteldeutschlands die Kirchentage auf dem Weg statt. Benjamin Lassiwe sprach dazu mit dem Marketingchef des Trägervereins
für das Reformationsjubiläum, Christof Vetter.

Herr Vetter, wann sind die Kirchentage auf dem Weg eigentlich ein Erfolg?
Vetter:
Ich glaube, da muss man unterscheiden – zwischen dem inhaltlichen Erfolg und dem Zahlenerfolg. Der inhaltliche Erfolg wird dann eintreten, wenn wir es schaffen – und die Programme sehen so aus, als könnten wir das schaffen –, für die Region Mitteldeutschland Impulse zu setzen. Für die Menschen, die dort leben und für die Menschen, die dort bleiben, wenn wir wieder weg sind.

Und was ist mit dem Erfolg in Zahlen?
Vetter:
Wir haben Planzahlen, die insgesamt, für alle Kirchentage auf dem Weg, bei 80 000, der Größenordnung eines Kirchentags, liegen. Ob wir diese Planzahlen erreichen, ist eine kritische Frage, die man im Endeffekt erst danach beantworten kann.

Es wird Menschen geben, die sagen, zum Berliner Kirchentag gehe ich nicht – der ist mir zu groß. Für diese Menschen sind die Kirchentage auf dem Weg genau das Richtige. Kleiner, überschaubarer, intimer. Dazu kommen die Besucher aus der Region: Bei den letzten Kirchentagen in Dresden und in Stuttgart kamen unglaublich viele Menschen aus der unmittelbaren Umgebung.

Wofür lohnt es sich, eine Eintrittskarte zu kaufen? Viele Veranstaltungen finden doch im Freien statt?
Vetter:
Die Eintrittskarte lohnt sich zunächst mal unter dem Aspekt der Ehrlichkeit. Auch ein Kirchentag kostet Geld. Mit der Eintrittskarte trägt man sein Scherflein zum Gelingen der Veranstaltung bei. In den geschlossenen Räumen wird es, wie bei jedem anderen Kirchentag auch, Einlasskontrollen geben – die Open-Air-Veranstaltungen werden aber, wie bei jedem Kirchentag üblich, kostenfrei besuchbar sein. Wir freuen uns ja auch über Menschen, die nur eine Stunde oder eine halbe Stunde dabei sein können.

Und: Es gilt die traditionelle Kirchentagsregel – wer sich eine Eintrittskarte wirklich nicht leisten kann, kann sich beim Teilnehmendenservice melden, und dann finden wir eine Lösung.

Die Programme sind bei den Kirchentagen auf dem Weg unterschiedlich umfangreich. In Leipzig findet fast ein eigener Kirchentag statt. In kleineren Orten, wie Halle oder Dessau, wird es da nicht schwierig mit der Resonanz?
Vetter:
Ich glaube nicht, dass es in Dessau schwierig wird. Dort ist die anhaltische Landeskirche zu Hause – und diese Kirche ist wieder einmal hoch motiviert.

Illustration: Daniel Leyva, r2017

Illustration: Daniel Leyva, r2017

Und Leipzig war ja schon Gastgeber für einen normalen Kirchentag und einen Katholikentag im letzten Jahr: Dort gibt es eine besondere Tradition – und in diesem Jahr noch einen besonderen Anreiz. Menschen, die miteinander Posaune, Trompete oder Tuba spielen, und im Festgottesdienst am 28. Mai in Wittenberg spielen, können sich dort schon einmal treffen und ein Konzert geben. Das ist natürlich ein Höhepunkt, den andere Städte nicht bieten können.Aber jeder Kirchentag hat ein eigenes, regional vorbereitetes Programm – und deswegen unterscheiden sich die Programme vor Ort auch.

Was ist aus Ihrer Sicht der Höhepunkt? Worauf freuen Sie sich am meisten?
Vetter:
Der Höhepunkt ist natürlich der große Festgottesdienst in Wittenberg, wo die Besucher aus Berlin, von den Kirchentagen auf dem Weg und aus ganz Ostdeutschland zusammenkommen werden. Denn Wittenberg liegt gar nicht so weit weg, wie man immer denkt.

Von Braunschweig oder Hannover ist das eine normale Tagesreise. Da kann man früh morgens losfahren und zum Gottesdienst in Wittenberg dabei sein.

Faszinierend finde ich die öffentliche Darstellung der »Lichtgeschichte der Reformation« in Leipzig, das Theater auf der Elbe in Magdeburg, es gibt da ganz vieles …

Wer steckt denn eigentlich hinter dem Verein für das Reformationsjubiläum?
Vetter:
Das ist ganz einfach zu erklären: Hinter dem Trägerverein stecken der Deutsche Evangelische Kirchentag und der Rat der EKD. Beide haben den Verein gegründet. Heute gibt es dort knapp 100 hauptamtliche Mitarbeiter.

Manche machen gern Großveranstaltungen, andere lieben den Kirchentag und wieder andere haben Lust, bei etwas ganz Großem dabei zu sein.Und dann sind da die 180 Volunteers – die jungen Freiwilligen, die mit uns leben und arbeiten. Und die sind ganz stark dabei, die bringen ganz viele kreative Ideen mit ins Spiel.

Sprechen wir über den Festgottesdienst. Da gab es immer wieder einmal die Frage nach dem Sicherheitskonzept – wie steht es darum?
Vetter:
Da sind wir derzeit wenige Wochen vor der Fertigstellung. Es gibt einen klar definierten und mit den Behörden des Landes Sachsen-Anhalt, des Landkreises Wittenberg, der Stadt und den Bundesbehörden abgesprochenen Zeitrahmen.

Es war klar, es muss bis Ende Februar ein Organisationskonzept vorliegen. Dann wird man es mit den Behörden, mit denen man das entwickelt hat, noch einmal genau anschauen. Und dann werden wir die entscheidenden Teile, die die Menschen wirklich betreffen, auch in angemessener Form bekanntgeben und kommunizieren, sodass jeder, der vom Kirchentag auf dem Weg zum Abschlussgottesdienst kommt, der einen Tagesausflug dorthin macht oder der in Wittenberg selbst lebt, rechtzeitig erfährt, wie es für ihn ganz persönlich funktioniert.

www.r2017.org

Es bleibt ein Experiment

12. Februar 2017 von redaktionguh  
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Gibt es in Deutschland genug engagierte Protestanten, um neben dem Berliner Kirchentag auch die sechs mitteldeutschen Kirchentage auf dem Weg zu einem Erfolg werden zu lassen? Mit den Posaunenchören in Leipzig, den Friedensthemen in Magdeburg oder den Umweltthemen in Dessau könnte das klappen.

Freilich – der Begriff »Erfolg« ist wie bei vielen anderen Themen auch an dieser Stelle relativ. Wer die Kirchentage auf dem Weg mit den Kirchentagen der DDR vergleicht, wird ebenso scheitern müssen wie bei einem Vergleich mit dem großen Deutschen Evangelischen Kirchentag. Die Kirchentage auf dem Weg werden anders sein. Sie werden eine neue Veranstaltungsform sein, die es so im deutschen Protestantismus noch nicht gab.

Es werden Treffen sein für Engagierte, für Spezialisten, die sich abseits des großen Trubels in Berlin einem bestimmten Thema widmen wollen. Für Menschen, die vor dem großen Festgottesdienst in Wittenberg nicht die Menschenmassen der Großstadt, sondern die historischen Wirkungsstätten Luthers besuchen wollen. Für Christen aus Mitteldeutschland, die einen Kirchentag vor der Haustüre erleben.

Aber lohnt sich für so etwas der große Aufwand, wenn doch nur 5 000 Menschen nach Halle oder Dessau kommen werden? Auch das hängt davon ab, wo man den Maßstab setzt.

Wenn die 5 000 hinterher sagen, dass sie eine schöne Zeit in Halle und Eisleben hatten, und sich an diese Reise im Jahr 2017 ganz besonders gern zurückerinnern, wäre das jedenfalls ein besseres Ergebnis, als wenn 20 000 kommen, die am Ende typisch protestantisch, also grummeld unzufrieden sind. Und ansonsten dürfte es so sein wie bei allen Experimenten: Mehr wird man erst an deren Ende wissen.

Benjamin Lassiwe

Unterwegs nach Wittenberg

10. Februar 2017 von redaktionguh  
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In Mitteldeutschland gibt es zeitgleich mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag die Kirchentage auf dem Weg.

Die Bläser treffen sich in Leipzig. Wer gerne Schiff fährt, kommt nach Magdeburg. Und für Gospelfans sind Halle und Eisleben eine gute Wahl. Bis zu 100000 Menschen werden erwartet, wenn parallel zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg vom 25. bis 28. Mai in den acht Städten Leipzig, Magdeburg, Erfurt, Jena und Weimar, Dessau-Roßlau sowie Halle und Eisleben insgesamt sechs Kirchentage auf dem Weg stattfinden sollen. In der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Berlin wurde jüngst das rund 2000 Veranstaltungen umfassende Programm dieser Treffen vorgestellt.

Herbergssuche anno 2017. Für die sechs Kirchentage auf dem Weg in Magdeburg, Erfurt, Jena/ Weimar, Dessau-Roßlau, Halle/Eisleben und Leipzig werden noch jede Menge Unterkünfte gesucht. Mehr dazu unter www.r2017.org/betten. Illustration: G+H/Daniel Leyva, r2017/Katharina Gschwendtner, r2017

Herbergssuche anno 2017. Für die sechs Kirchentage auf dem Weg in Magdeburg, Erfurt, Jena/ Weimar, Dessau-Roßlau, Halle/Eisleben und Leipzig werden noch jede Menge Unterkünfte gesucht. Mehr dazu unter www.r2017.org/betten. Illustration: G+H/Daniel Leyva, r2017/Katharina Gschwendtner, r2017

»Kirchentage auf dem Weg gibt es nur im Jahr des Reformationsjubiläums«, sagte der Abteilungsleiter Marketing des Vereins Reformationsjubiläum 2017, Christof Vetter. Im Unterschied zu dem zeitgleich stattfindenden Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Potsdam böten sie etwas intimere Veranstaltungen, »wer nicht zum großen Kirchentag nach Berlin fährt, weil ihm das zu groß ist, fährt vielleicht nach Mitteldeutschland«.

Dabei werden die Kirchentage auf dem Weg schon von der Teilnehmerzahl her höchst unterschiedlich aussehen: In Halle und Dessau werden von den Veranstaltern jeweils nur 5000 Menschen erwartet. Leipzig dagegen, wo im vergangenen Jahr der Katholikentag stattfand, wird mit 50000 erwarteten Besuchern in die Nähe eines klassischen Kirchentags kommen. Denn dort treffen sich schwerpunktmäßig die Posaunenchöre, proben für den großen Festgottesdienst in Wittenberg und veranstalten am Tag zuvor ein großes Festkonzert auf dem Marktplatz.

In Magdeburg wird das Zentrum Frieden angesiedelt sein, in Jena und Weimar finden sich Samba-, Capoeira- und Folk-Bands aus allen Teilen Deutschlands ein, darunter auch Musiker von Rio Reisers Protestband »Ton, Steine, Scherben«.

Und in Dessau steht wegen des dort ansässigen Umweltbundesamtes die Bewahrung der Schöpfung ganz oben auf dem Kirchentagsprogramm. »Wir streiten und fragen, feiern und singen, beten und schweigen nicht allein in Berlin beim 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag«, sagt Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au.

Man veranstalte Kirchentage auch dort, »wo die reformatorischen Ideen groß wurden, von wo aus sie verbreitet und weitergedacht wurden«. Dabei wolle man auch nicht verkennen, in welchem Umfeld die Veranstaltungen stattfänden: »Nichts, was mit Religion und Glauben zu tun hat, ist in Berlin und Mitteldeutschland selbstverständlich.«

Selbstverständlich bei einem Kirchentag ist dagegen der Auftritt der EKD-Lutherbotschafterin Margot Käßmann. Während sie am Donnerstag auf dem Berliner Kirchentag zu Gast ist, wird sie am Freitag und Samstag der Kirchentagswoche vor allem bei den »Kirchentagen auf dem Weg« präsent sein. »Die Kirchentage auf dem Weg nehmen auf, dass die Region Mitteldeutschland für die Reformationszeit prägend war«, sagt Käßmann. »Sie laden ein, Orte der Reformation kennenzulernen und den Menschen in diesen Orten zu begegnen.« Weil die Veranstaltungen kleiner sind als die des großen Kirchentags in Berlin, sind auch die Eintrittskarten etwas günstiger: Die Dauerkarte in Dessau oder Leipzig kostet 59 Euro, während sie in Berlin mit 99 Euro zu Buche schlägt. Für das gesamte Projekt der Kirchentage auf dem Weg, das wie der Berliner Kirchentag auch in den großen Festgottesdienst in Wittenberg mündet, haben die Veranstalter Kosten von 12,5 Millionen Euro kalkuliert: Zwei Millionen Euro werden dabei von den gastgebenden Kommunen aufgebracht – entweder als Bargeld oder als geldwerter Vorteil. »Die Stadt Dessau hat uns beispielsweise angeboten, dass ihr Bauamt unsere Bühne gleich selbst konstruiert«, sagt der Geschäftsführer des Reformationsjubiläums, Hartwig Bodmann. »So brauchen wir keinen Architekten mehr, und die Bühne ist auch gleich genehmigt.«

Und die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterstützen die Veranstaltungsreihe mit 4,8 Millionen Euro. Den Rest will der Kirchentag über Teilnehmerbeiträge, Spenden, Sponsoring und die Unterstützung der beteiligten Landeskirchen selbst aufbringen.

Benjamin Lassiwe

Synode vor dem Spagat

6. November 2016 von redaktionguh  
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Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) steht vor einer Herausforderung: Wie geht man künftig mit dem Thema Judenmission um? Im jüdisch-christlichen Dialog hat sich eines klar herauskristallisiert: Die Juden haben ihren eigenen Weg zum Heil. Es ist nicht nötig, sie zu missionieren.

Das allerdings sehen nicht alle so. In der evangelikalen Szene gibt es eine ganze Reihe von Missionswerken, die sogenannte jüdisch-messianische Gemeinden unterstützen. Also Gruppen, die von sich selbst sagen, Juden zu sein, die an Jesus als den Messias glauben –, was sie im Grunde zu Christen macht. Sie entfalten gerade unter den aus Osteuropa zugewanderten, jüdischen Spätaussiedlern eine lebhafte, freikirchlich geprägte Mis­sionstätigkeit.

Die EKD steht nun vor einem Spagat. Dass sie sich zum Thema Judenmission verbindlich positionieren muss, ist angesichts der Auseinandersetzungen etwa um die Einladung messianischer Juden zu den Kirchentagen der letzten Jahre höchst angebracht und nachvollziehbar. Dass sie die Judenmission nicht unterstützen kann, ist angesichts der deutschen Geschichte ebenso wie angesichts des jüdisch-christlichen Dialogs mehr als nur verständlich.

Doch wie geht man mit Menschen um, die aus freien Stücken um die Taufe ansuchen? Und wie schafft man es, das eigene fromme Lager nicht völlig zu verprellen? Klar ist da im Moment da wohl nur eines: Kein Text, der in die EKD-Synode eingebracht wird, verlässt sie so, wie er hineingekommen ist – und am Ende jeder Tagung steht ein Kompromiss. Wie er aussehen wird, darüber werden die Synodenausschüsse bei ihrer Tagung in Magdeburg wohl noch in mancher Nachtsitzung beraten.

Benjamin Lassiwe

Der Altarbehang der Königin

10. Oktober 2016 von redaktionguh  
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Dänemarks Monarchin Margrethe II. war Ehrengast bei der Wiedereröffnung der Schlosskirche in Wittenberg.

Die Schlosskirche war Ausgangspunkt der Reformation. Hier soll vor 500 Jahren Martin Luther seine 95 Thesen angeschlagen haben. Die Lutherrose bildet den Mittelpunkt des Behangs, den die dänische Königin bestickt hat. Foto: epd-bild/Jens Schlüter

Die Schlosskirche war Ausgangspunkt der Reformation. Hier soll vor 500 Jahren Martin Luther seine 95 Thesen angeschlagen haben. Die Lutherrose bildet den Mittelpunkt des Behangs, den die dänische Königin bestickt hat. Foto: epd-bild/Jens Schlüter

Als Geschenk zur Wiedereröffnung übergab die Königin einen selbst bestickten Altarbehang, der als Altarschmuck für hohe Feiertage, etwa das Pfingstfest, gedacht ist. In der Mitte ziert das Antependium die Lutherrose, das Wappen Martin Luthers. An den Rändern hat die Monarchin Feuerflammen aufgestickt. Sie stünden nicht nur für den Heiligen Geist, sondern auch für Martin Luther, so Margrethe in ihrer Ansprache, »den temperamentvollen Feuergeist, der in vielen Seelen ein Feuer entfachte«.

Margrethe II. ist eine bekannte Künstlerin

Dass sich ein Staatsoberhaupt für mehrere Monate hinsetzt und eine Kirchentextilie gestaltet, mag ungewöhnlich klingen. Doch in ihrer Heimat ist die Regentin als Künstlerin bekannt. Gemälde von ihr finden sich mittlerweile in einer Reihe von Museen und Galerien, Kostüme und Bühnenbilder schmückten Ballettaufführungen etwa im Kopenhagener Tivoli. Und als Oberhaupt der Lutherischen Volkskirche Dänemarks hat die Monarchin zahlreiche Messgewänder und Kirchentextilien gestaltet. Die Anfrage aus Wittenberg sei trotzdem eine »große und überaus freudige« Überraschung gewesen, erklärte die Monarchin. Denn zwischen dem dänischen Königshaus und der Lutherstadt gibt es enge Beziehungen. 1523, als die Dänen den damaligen König Christian II. aus dem Land jagten, fand er Zuflucht in Wittenberg, hörte die Predigten Martin Luthers und konvertierte zum evangelischen Glauben. Christian III. führte dann 1536 den lutherischen Glauben ein. »Dänemark und die dänische Kirche haben allen Grund, dankbar zu sein für die engen Beziehungen zwischen Wittenberg und Dänemark«, sagte Margrethe.

Die Königin geht regelmäßig zum Gottesdienst

In einem Interview outete sich Margrethe II. als fleißige Kirchgängerin. Sie bemühe sich, so oft wie möglich in die Kirche zu gehen. »Ein richtig guter Gottesdienst ist ein Gottesdienst, bei dem das Evangelium, die übrigen Texte, die Predigt und die Liedauswahl unzertrennlich zusammenhängen«, sagte die Monarchin in einem Interview mit dem in Kopenhagen erscheinenden »Kristeligt Dagblad«. Sie betonte darin, selbst großen Wert auf das Abendmahl zu legen. »Kann man sich nicht über irgendetwas anderes im Gottesdienst freuen, gibt es immer noch das Abendmahl«, sagte die Königin. »Es ist nicht nur ein Stück Brot und ein Schluck Wein und ein Symbol.« Man empfange Brot und Wein. »Und man hat zugleich das Recht, zu sagen »Ja, das ist jetzt, es geschieht.« Das Abendmahl sei sowohl ein Mysterium als auch etwas sehr Handfestes.

Oberhaupt der dänischen Staatskirche

Margrethe, die Oberhaupt der dänischen Staatskirche ist, sprach sich in dem Interview für ein weiterhin enges Verhältnis von Kirche und Staat aus. »Weil Kirche und Staat zusammenhängen, wird die Kirche nicht zu etwas exzeptionellem, sondern etwas, wo wir einfach immer hingehen können«, so die Königin weiter. »Es ist wichtig, dass man nicht irgendetwas Besonderes können muss, um zu einer Gemeinde zu gehören.« Deswegen sollte man nicht »mit einem Ausrufezeichen auf dem Rücken« zur Kirche gehen. Allerdings gehen auch in Dänemark die Kirchenmitgliederzahlen zurück. Während vor 10 Jahren noch 83 Prozent der Bevölkerung der Staatskirche angehörten, sind es nun nur noch 77 Prozent. »Seitens der Kirche sollte man auf die Mitgliederzahlen aufmerksam sein, und es gibt viele Meinungen darüber, was man tun soll – aber ich glaube, man sollte mächtig aufpassen, keine Werbekampagnen zu starten«, sagte Margrethe. »Ich glaube nicht, dass so etwas sein soll.«

Benjamin Lassiwe

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