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24. Februar 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT
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Foto: Gianluigi Calcaterra
Der Berliner Diakonie war der Vorfall sichtlich unangenehm. Zudem sind die Folgen noch gar nicht abzusehen. Es dürfte geraume Zeit dauern, bis die Diakonie ihre Glaubwürdigkeit zurückgewonnen und den Imageschaden aus der Welt geräumt hat. Als erste Konsequenz nach dem Bekanntwerden des Skandals hatte der evangelische Wohlfahrtsverband dem Geschäftsführer ein Ultimatum gesetzt und mehr Transparenz angemahnt. Inzwischen ist der Maserati verkauft und dem Chef der Treberhilfe einen Co-Geschäftsführer zur Seite gestellt worden, um weitere Irritationen zu vermeiden. Das war das Mindeste, was die Verantwortlichen tun konnten.
Der Fall zeigt freilich auch, dass die Diakonie hier vor einem Dilemma steht. Der Dachverband ist im Prinzip ein zahnloser Tiger, der wenig Einfluss auf die Geschäftsgebaren seiner Mitglieder nehmen kann – es sei denn, eine Einrichtung schlägt derart über die Stränge. Doch für den Wohlfahrtsverband ist es von elementarer Bedeutung, dass Einrichtungen für das einstehen, was die Diakonie auszeichnen sollte: Hilfe zu bieten für die am Rande der Gesellschaft Stehenden. Mit einem Nobelauto für den Chef dürfte das kaum gelingen.
Martin Hanusch






