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	<title>⇒ Glaube + Heimat &#187; Bibel</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Alle in einem Topf</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 21:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Koran]]></category>
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Was geht mich dieser monströse Prediger an, der einen Koran verbrannt hat? Es würde mich sehr erleichtern, könnte ich sagen: »Nichts!« Die USA sind bekanntermaßen auch im Blick auf Mutationen des Christentums ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Jeder darf eine Kirche aufmachen, sich Pastor nennen und gegebenenfalls auch Unheil verkünden – bis der Staatsanwalt kommt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/04/koran.jpg" rel="shadowbox[post-6063];player=img;"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/04/koran.jpg" alt="koran" title="koran" width="580" height="387" class="alignnone size-full wp-image-6114" /></a><br />
Was geht mich dieser monströse Prediger an, der einen<a href="http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=471599" target="_blank"> Koran verbrannt</a> hat? Es würde mich sehr erleichtern, könnte ich sagen: »Nichts!« Die USA sind bekanntermaßen auch im Blick auf Mutationen des Christentums ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Jeder darf eine Kirche aufmachen, sich Pastor nennen und gegebenenfalls auch Unheil verkünden – bis der Staatsanwalt kommt. Was geht mich dieser Prediger an, der auf unheiligem Ego-Trip das heilige Buch der Muslime verbrennen musste – um den Preis nicht weniger Menschenleben bei den anschließenden <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-04/afghanistan-kandahar-proteste" target="_blank">Protest-Exzessen in Afghanistan</a>?</p>
<p>Hätte ich mir vor zehn Jahren darüber Rechenschaft geben müssen, ich hätte mich wohl irgendwie herausargumentiert. Doch heute, wo uns Menschen und Medien alle in einen Topf schmeißen, komme ich nicht herum: Da werden schnell Kirchen aller Konfessionen, Sekten, auch alle, deren Herz an anderen Offenbarungen hängt, wie z. B. dem Koran, in eins gesetzt. Meine Mitbürger, auch die überaus liebenswerten, sind je auf ihre Art Gott los geworden und schauen verwirrt oder aus gegebenem Anlass auch verärgert auf die Religiösen – auf den Unfrieden, der von ihnen ausgeht.</p>
<p>Mangelnde Erfahrung, fehlende Grundkenntnisse machen dann auch den Koran-Verbrenner zu einem der Unseren und vertiefen den Graben zwischen der Mehrheits-Gesellschaft und uns Christen. Nein, der Brandstifter aus Florida geht mich an, ob ich will oder nicht. Auf den Zorn Jesu kann er sich natürlich nicht berufen. Jesus konnte außer Fassung geraten, wenn es um Unrecht an den Kindern ging oder um den Mammon. Zwischen verschiedenen Gotteserfahrungen aber hat er Brücken gebaut und nicht Hass gesät.</p>
<p>Und die weltliche Rechtsordnung? Gotteslästerung ist ein Straftatbestand, mit dem ich wenig anfangen kann. Aber Menschen vorsätzlich aufeinander zu hetzen, das darf keine Rechtsordnung dulden.</p>
<p><em>Harald Rohr</em></p>
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		<title>Friede statt Sicherheit</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 12:12:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bonhoeffer]]></category>
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		<category><![CDATA[Militärseelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Weltfriedenstag]]></category>

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		<description><![CDATA[»Christus ist unser Friede«, heißt es in der Bibel.  Doch wo bleibt heute die Deutlichkeit des kirchlichen Friedenszeugnisses?

»Nur das Eine große ökumenische Konzil der Heiligen Kirche Christi aus aller Welt kann es so sagen, dass die Welt zähneknirschend das Wort vom Frieden vernehmen muss und dass die Völker froh werden, weil diese Kirche Christi ihren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>»Christus ist unser Friede«, heißt es in der Bibel.  Doch wo bleibt heute die Deutlichkeit des kirchlichen Friedenszeugnisses?</em><br />
</strong><br />
»Nur das Eine große ökumenische Konzil der Heiligen Kirche Christi aus aller Welt kann es so sagen, dass die Welt zähneknirschend das Wort vom Frieden vernehmen muss und dass die Völker froh werden, weil diese Kirche Christi ihren Söhnen im Namen Christi die Waffen aus der Hand nimmt und ihnen den Krieg verbietet und den Frieden Christi ausruft über die rasende Welt.« (<a href="http://www.heiligenlexikon.de/BiographienD/Dietrich_Bonhoeffer.htm" target="_blank">Dietrich Bonhoeffer</a>,&#160;1934) Dieses uneingeschränkte »Wort vom Frieden« als die klare Botschaft der Kirchen steht noch immer aus.</p>
<p><strong>Weltfriedenstag: Die Kirche muss sich wieder stärker friedensethischen Fragen zuwenden.</strong></p>
<div id="attachment_3536" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-3536" title="Friedenstaube-77645_2128627" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/08/Friedenstaube-77645_2128627.jpg" alt="Foto: epd-bild" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Foto: epd-bild</p></div>
<p>Es ist aufgegriffen worden 1985 im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konziliarer_Prozess" target="_blank">konziliaren Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung</a>. Die Verpflichtung zu diesem konziliaren Prozess ist in die Verfassung der mitteldeutschen Kirche&#160;(EKM) aufgenommen worden. Und das ist gut so! Aber wie kommt der geschriebene Buchstabe in die lebendige Wirkkraft durch die Kirche? Es ist still geworden um diesen Prozess.</p>
<p>Der <a href="http://blog.ekmd.de/attachment/aa234c91bdabf36adbf227d333e5305b/724ff526050a11df9f72b7637103aefeaefe/offenerbrief_hausenerfriedensgespraeche.pdf" target="_blank">»Hausener Friedenskreis«</a>, der Friedensgruppen innerhalb und außerhalb der EKM sammelt, ist mehr eine Ausnahme. Auch gibt es einzelne, mutige Stimmen. Aber wir brauchen mehr von ihnen. Wir brauchen den Geist von Wittenberg, in dem das Schwert zum Pflug geschmiedet wurde – in aller Öffentlichkeit. Es steht viel geschrieben zum gerechten Frieden. Es gibt umfassendes Argumentationsmaterial, dass Krieg die ultima ratio ist, um die Sicherheit eines Landes zu gewährleisten. Aber es gibt keine ultima ratio, es wird immer eine ultima irratio sein. Friede wird nicht durch Sicherheit erlangt. »Denn Friede muss gewagt werden. (&#8230;) Friede heißt, sich gänzlich ausliefern dem Gebot Gottes. Kämpfe werden nicht mit Waffen gewonnen, sondern mit Gott, sie werden auch da noch gewonnen, wo der Weg zum Kreuz führt.«&#160;(D.&#160;Bonhoeffer)</p>
<p>Der als Symbol in die Friedensarbeit der Kirche eingegangene Text Micha 4 erzählt davon: Erst Schwerter umschmieden zu Pflugscharen, dann wird Sicherheit unter dem Feigenbaum sein. Was bringt uns als Kirche dazu, militärpolitischen Verlautbarungen mehr zu trauen als der biblischen Friedensvision? Woran soll Kirche erkannt werden, wenn nicht daran, dass sie diese Verheißungen immer wieder neu zu leben versucht? Wir sind vor 20&#160;Jahren Zeugen geworden, dass gerade diese Verheißung politische Dimension angenommen hat und zu gesellschaftlicher Veränderung führte. Was sich einmal ereignete, kann sich immer wiederholen, auch in Afghanistan.</p>
<p>Infolge der biblischen Verheißung,  die ja auch das Verlernen des Kriegshandwerkes einschließt, kann evangelische Friedensethik heute nur Bonhoeffer folgen: im Namen Christi jedem Sohn und jeder Tochter die Waffe aus der Hand zu nehmen. Dabei ist sekundär, ob die Waffen innerhalb einer Berufsarmee oder im Rahmen der Wehrpflicht ausgegeben werden. Friede kann nur durch Friede und Entfeindung vorbereitet werden, niemals um vermeintliche Sicherheiten zu verteidigen. Demzufolge wird Kirche nicht noch einmal Soldaten segnen. Es steht nicht geschrieben: Wenn es dein Land fordert, dann töte und lass’ dich töten. Es steht nur geschrieben: Du sollst nicht töten. Weniger ist mehr, ist alles.</p>
<p>Der größte Einbruch in die friedensethische Position unserer Kirche war die Übernahme des <a href="http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2007_02_20_1_militaerseelsorgevertrag.html" target="_blank">Militärseelsorgevertrages</a>, der Pfarrer zu Militärbeamten macht, die junge Menschen betend in den Krieg begleiten, statt sie zur Umkehr zum Leben, in das Haus ihrer Familie und aus den Stiefeln in die Sandalen zu ermutigen. Ich halte eben dies für den biblisch begründeten Auftrag eines Seelsorgers an Soldaten. »Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.«&#160;(Jes&#160;9)</p>
<p>»Als feindliche Schüsse dröhnten, erhielt ich den Befehl, die Abschüsse zu orten. Auf die Kompassangabe hin schlugen wir zu. Doch wir trafen keine Aufständischen, sondern ein kleines Dorf. Es wurde ausgelöscht.«&#160;Afghanistan&#160;2008.</p>
<p>Am 21. November 2009 hat die<a href="http://www.ekmd.de/attachment/aa234c91bdabf36adbf227d333e5305b/5272ee14d6e511de883b5ff1210381ca81ca/DS_11.4-2B.pdf" target="_blank"> EKM-Synode einen Beschluss </a>gefasst, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, »die deutschen Truppen so bald wie möglich aus Afghanistan zurückzuziehen«. Das ist weit weniger als die meisten Politiker und Experten schon längst fordern. Wo ist die Deutlichkeit des Friedensauftrages in unserer Kirche geblieben, wenn die Formulierung »noch in dieser Legislaturperiode« aus besagtem Beschluss herausgenommen werden musste? Wovor haben wir Angst?</p>
<p>»Christus ist unser Friede.« Wer seinen Bruder, welcher Nation, Religion  auch immer, mit der Waffe bedroht, bedroht Christus. Wer ihn tötet – auch aus »Versehen« oder im »falschen Krieg« –, tötet Christus. Er spricht zu uns: »Selig sind die Friedensstifter.« Das eine Wort, unter dem sich die Welt verändern wird, das sie aufmerken und umkehren lässt, dieses Wort steht immer noch aus. Wir werden als Kirche gut daran tun, uns an dieses Wort »Friede statt Sicherheit« heranzuwagen.</p>
<p><em>Elfriede Begrich</em></p>
<p>Die Autorin war Pröpstin in Erfurt.</p>
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		<title>Kraft zum Leben und Wachsen</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 13:45:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzensymbolik]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 1.3]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula Meckel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen,  der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.
Psalm 1, Vers 3
Wenn von jemandem gesagt wird, er sei »ein Kerl wie ein Baum« spricht das von Größe und Stärke und Standhaftigkeit, irgendwie vertrauenerweckend. An solchen Menschen kann man sich ­anlehnen, sich geborgen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen,  der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.</strong><br />
<em>Psalm 1, Vers 3</em></p></blockquote>
<div id="attachment_1763" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/01/UM-MZ.jpg" rel="shadowbox[post-1737];player=img;"><img class="size-full wp-image-1763 " style="margin-left: 2px;margin-right: 2px" title="UM-MZ" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/01/UM-MZ.jpg" alt="Ursula Meckel ist Pastorin in Thale" width="200" height="318" /></a><p class="wp-caption-text">Ursula Meckel ist Pastorin in Thale</p></div>
<p>Wenn von jemandem gesagt wird, er sei »ein Kerl wie ein Baum« spricht das von Größe und Stärke und Standhaftigkeit, irgendwie vertrauenerweckend. An solchen Menschen kann man sich ­anlehnen, sich geborgen und beschützt fühlen.</p>
<p>Bäume haben weitere gute Eigenschaften: Sie sorgen für ein gutes Klima, viele tragen Früchte und außerdem sind sie einfach schön. In Schlagern ­werden Bäume als beschützenswert beschrieben, ihr erreichbares hohes Alter gilt als Traumziel.</p>
<p>Auch in der Bibel werden Bäume immer wieder erwähnt. Das Alte wie das Neue Testament nennen unterschiedliche Baumarten wie den Olivenbaum oder den Feigenbaum, mit dessen relativ großen Blättern das erste Menschenpaar Adam und Eva nach dem Sündenfall ihre Blöße bedeckten. Dem Baum als Symbol des Sündenfalls, um dessen Stamm sich eine Schlange windet, steht häufig das hölzerne Kreuz als Symbol der Erlösung gegenüber.</p>
<p>In der Pflanzensymbolik haben verschiedene Baumarten und ihre Blätter, Zweige und Früchte eine besondere Bedeutung. So weist die Akazie auf die Unsterblichkeit der Seele hin, der Ölbaum auf den Frieden; der Zapfen der Pinie auf die Leben spendende Gnade und Kraft Gottes; die Stechpalme, aus deren Zweigen der Legende nach die Dornenkrone gefertigt war, auf die Passion Christi.</p>
<p>Mit so einem bedeutsamen und symbolträchtigen Gewächs vergleicht der Psalmist den Menschen, der sich auf Gott einlässt und ihm voll und ganz vertraut. Dieser Mensch weiß, woher er kommt und wohin er geht, er ist fest verwurzelt in der Erde und weiß, woher er die benötigten Kräfte zum Leben und Wachsen bekommt.</p>
<p>Der sich auf Gott einlassende Mensch findet in dem Vergleich sowohl Anspruch als mutmachenden Zuspruch: Die kräftespendenden Quellen werden nicht versiegen!</p>
<p><em>Ursula Meckel</em></p>
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