Pflege nur für Reiche?

16. September 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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FotoIm Streit um die Zukunft der Pflegeversicherung bahnt sich eine Grundsatzentscheidung an. Politiker wie Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) setzen auf eine private Zusatzversicherung.

Mehr Eigeninitiative – das mag manchem als berechtigte Forderung erscheinen. Doch setzt sich diese Position durch, wird damit der Weg in eine Zwei-Klassen-Pflege eingeschlagen: Rundum-­Betreuung für die Reicheren, Minimalversorgung für alle, die im Berufsleben wenig beiseitelegen können.

Dass sich etwas verändern muss, soll die Pflege immer mehr Älterer finanzierbar bleiben, steht außer Zweifel. Doch am solidarischen Grundprinzip darf es deshalb keine Abstriche geben.

Ob jemand im Alter auf fremde Hilfe angewiesen sein wird, kann er durch eigene Leistung nicht beeinflussen. Ihn angemessen zu pflegen ist eine Frage der menschlichen Würde und sollte nicht von seinem Jahresgehalt abhängen. Der Vorschlag der Diakonie, bei der Beitragsberechnung neben dem Arbeitseinkommen auch Kapital- und Mieterträge zu berücksichtigen, ist der richtige Weg. Die Strategie, durch mehr Wettbewerb die Pflegekosten zu minimieren jedenfalls, hat sich als Irrweg erwiesen.

Angemessene Pflege hat ihren Preis.

Wer Anreize zum Kostendumping schafft, kann nicht auf der anderen Seite die Einhaltung hoher Qualitätsstandards und Bezahlung der Pflegekräfte nach Tarif fordern.

Vielmehr sind klare Kriterien dafür nötig, was ein Pflegebedürftiger braucht. Sie sollten der Maßstab für die Finanzierung sein. Reduziert werden muss dafür der bürokratische Aufwand, der Pflegekräfte von ihrer eigentlichen Arbeit abhält. Gebraucht werden künftig auch neue Formen, organisiert in den Kommunen. Netzwerke der Hilfe, die pflegende Angehörige, Ehrenamtliche und die Ressourcen von Pflegeheimen effektiv miteinander verbinden.

Tomas Gärtner

Zwischen Ökonomie und Nächstenliebe

9. September 2011 von redaktionguh  
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Leitbild: Diakonische Einrichtungen setzen verstärkt auf geistliche Begleitung der Mitarbeiter.
 
Die Diakonie steht unter Druck. Die Einrichtungen müssen sich auf dem Sozialmarkt behaupten.  Umso wichtiger wird es da,  das eigene Profil zu schärfen.
 

Gert Kraft hatte keine Ahnung, was ihn erwartet. Der Hausmeister des Altenzentrums Sarepta im thüringischen Waltershausen gehörte zu den ersten Teilnehmern des Kurses »Grundlagen diakonischen Handelns«, der seit 2008 läuft. Neben Informationen zur Geschichte der Diakonie gibt es dabei Basisinformationen zu Kirche und Glauben. Bereut hat der 59-Jährige seine Teilnahme bis heute nicht, obwohl er keiner Kirche angehört. »Für den Umgang mit Menschen habe ich unheimlich viel gelernt«, sagt er rückblickend.

Wo Diakonie draufsteht, soll nach Möglichkeit auch Diakonie drin sein. (Foto: epd-bild)

Wo Diakonie draufsteht, soll nach Möglichkeit auch Diakonie drin sein. (Foto: epd-bild)

Mit seinem Angebot steht das Altenzentrum keineswegs allein. In immer mehr diakonischen Einrichtungen gibt es Angebote der geistlichen Begleitung.

Auch im Diakonischen Werk des Kirchenkreises Naumburg-Zeitz gehören eine Weiterbildung oder gemeinsame Aktionen von Diakonie und Gemeinde inzwischen fest zum Programm. »Es ist nicht die Qualität in der Pflege oder die Sozialarbeit, die uns von anderen Einrichtungen unterscheidet«, ist Siegfried Kosdon, Geschäftsführer in Naumburg, überzeugt.

In den Einrichtungen des Diakonischen Werkes, zu denen ein Beratungszentrum, die Sozialstation, ein Altenhilfezentrum, die Frauen- und Kinderschutzwohnung sowie eine Möbelbörse mit insgesamt 140 Mitarbeitern zählen, wird deshalb das besondere Profil herausgestellt.

Auch in Waltershausen werden die 75 Mitarbeiter zusammen mit dem Bodelschwingh-Hof Mechterstädt auf Inhalte eingestimmt. Viermal im Jahr sollen die Beschäftigten – vom Hausmeister bis Heimleiter – erfahren, wie die Diakonie tickt. »Das darf eben nicht nur draußen dranstehen«, findet Ute Kampa, die in der Einrichtung für die geistliche Begleitung zuständig ist.

Diese Mitarbeiterschulung kommt nicht von ungefähr.

Mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter in den diakonischen Einrichtungen der Diakonie Mitteldeutschland gehören keiner Kirche an, schätzt Henry Moes-Bogenhardt, stellvertretender Vorsitzender des Gesamtausschusses der Mitarbeitervertretungen (GAMAV).

Das ist zwar in Waltershausen anders. Dort sind noch etwa 80 Prozent der Mitarbeitenden Mitglied einer Kirche.

Dennoch wissen die Verantwortlichen auch hier, wie wichtig es ist, nicht nur etwas für die Bewohner, sondern auch die Mitarbeiter zu tun. Natürlich müsse die Diakonie wirtschaftlich denken und mit dem Kostendruck fertig werden, weiß Ute Kampa.

Trotzdem dürfe die Nächstenliebe dabei nicht zu kurz kommen. Zudem erwarteten die Mitarbeiter, dass es in einer diakonischen Einrichtung anders zugeht als auf dem freien Markt.

Das sieht auch der stellvertretende GAMAV-Vorsitzende so. Er mahnt deshalb eine andere Einstellung an. »Vielfach ist nicht mehr das christliche Handeln das A und O in der Geschäftsführung, sondern allein der wirtschaftliche Erfolg«, ist Moes-Bogenhardt überzeugt. Hier unterscheide sich die Diakonie nur wenig von anderen Wohlfahrtsverbänden.

Eine der Ursachen sieht der Mitarbeitervertreter des Paul-Gerhardt-Stiftes in Wittenberg darin, dass sich die Diakonie nach 1990 zu weit ausgebreitet hat und der Kontakt zur Kirche lockerer geworden ist. Dazu kämen die Ausgliederungen von ganzen Arbeitsbereichen wie Reinigungsdiensten, Küchen oder der Betriebstechnik.

Das sei zwar kein Phänomen der Diakonie. Trotzdem schlage es negativ zu Buche.

Die Mitarbeiter erwarteten hier immer noch einen besonderen Umgang miteinander, gerade auch von den Chefs. Er fordert deshalb ein stärkeres Eingreifen der Dachverbandes, wenn Mitglieder die Grundsätze verletzen. »Dann muss auch mal eine Einrichtung rausfliegen.«

Diakonie-Geschäftsführer Kosdon weiß durchaus um die Probleme im Verhältnis zwischen Kirche und Diakonie.

Parallelstrukturen habe es jedoch in allen Epochen gegeben, meint er. Wichtig ist aus seiner Sicht deshalb, »den Blick füreinander nicht zu verlieren«. Das setzt allerdings auch in den Gemeinden ein stärkeres Bewusstsein voraus, in die Gesellschaft hineinzuwirken. Die Diakonie wiederum müsse sich bewusst machen, wer ihr Auftraggeber sei.

»Und das«, fügt er hinzu, »sind nicht allein das Sozialamt oder die Krankenkasse.«

Martin Hanusch

Kleine Reise mit großer Wirkung

18. Juli 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Halle liegt am Meer. Im Rahmen der Diakonie-Aktion »Kindern Urlaub schenken« konnten einige Mädchen und Jungen in einem nachempfundenen Strandstück auf dem halleschen Markt im Sand buddeln.	 Foto: Jens Schlüter

Halle liegt am Meer. Im Rahmen der Diakonie-Aktion »Kindern Urlaub schenken« konnten einige Mädchen und Jungen in einem nachempfundenen Strandstück auf dem halleschen Markt im Sand buddeln. Foto: Jens Schlüter

Diakonie hat wieder die Aktion „Kindern Urlaub schenken“ gestartet. Der pädagogische Wert der Erholungstage steht dabei im Mittelpunkt.

Liegestühle im Sandstrand, Baden im Pool, einfach mal unbeschwert ein paar freie Tage genießen – das ist für viele Kinder in Mitteldeutschland nicht möglich. Um Mädchen und Jungen aus sozial schwachen Familien ein paar Ferientage zu ermöglichen, hat die Diakonie Mitteldeutschland auch in diesem Jahr wieder die Aktion »Kindern Urlaub schenken« gestartet. Mit einer Lasterladung Sand, die sich flott in einen Strandspielplatz verwandelte, machte die Diakonie in dieser Woche auf dem halleschen Marktplatz darauf aufmerksam. 40 Kinder, denen die Diakonie so ein paar Ferientage schenkt, nahmen den Mega-Sandkasten schnell in Beschlag.

Rund 2.500 Mädchen und Jungen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen werden in den Sommerferien dank der Aktion der Diakonie an Ausflügen teilnehmen, mehrtägige Urlaubsfahrten machen oder Ausstellungen besuchen. Insgesamt werden 150 Projekte mit 100.000 Euro gefördert, so Frieder Weigmann, Pressesprecher der Diakonie Mitteldeutschland. Doch nach wie vor werden Spenden für die Aktion benötigt, denn erst rund 40.000 Euro sind bisher eingegangen – der Wohlfahrtsverband finanziert somit einen Großteil der Projekte vor.

»Nur so ist eine intensive Arbeit auch mit den Eltern möglich«

Wie wichtig diese kleinen Reisen für Kinder sind, berichtet Kristina Spindler vom Jugend- und Familienzentrum St. Georgen in Halle. »Nur so ist eine intensive Arbeit auch mit den Eltern möglich«, betont sie. An der sechstägigen Reise nach Güntersberge im Harz nehmen Kinder und Eltern teil – aber es gibt nur drei feste  Freizeitangebote. Dadurch sollen die Eltern in der Zeit einen Anschub erhalten, welche Beschäftigungen mit ihren Söhnen und Töchtern möglich sind. Im Alltag der häufig problematischen Familien sei dies nicht mehr die Normalität. »Viele der Kinder, die wir betreuen, haben Psychiatrie-Erfahrung«, so Kristian Spindler.

Für Leonard Dölle, der in der Jugendwerkstatt Bauhof in Halle Schulverweigerer betreut, hat die Aktion »Kindern Urlaub schenken« einen ganz großen Pluspunkt: »Hier stellt die Einrichtung einen Zuschuss-Antrag, nicht die Eltern.« Damit sei eine wesentliche Hürde weggenommen.

Dölles Erfahrung aus den Vorjahren ist, dass die Kinder und Jugendlichen eine positive Gruppenerfahrung machen und ihnen so auch mehr Durchhaltevermögen und Selbstbewusstsein vermittelt wird. Gerade deswegen legen viele Träger, so auch das evangelische Bildungszentrum »Villa Jühling« in Halle, Wert auf eine bunte Mischung der Teilnehmer: Kinder, die einen Zuschuss erhalten haben, fahren einfach in einer Gruppe mit. Es wird keine eigene »Kindern Urlaub schenken«-Freizeit organisiert.

»Die Stadt Halle gehört mit einer Kinderarmutsquote von 38,1 Prozent deutschlandweit zu den Spitzenreitern«, betont Frieder Weigmann, warum gerade hier Spenden so wichtig sind. Deshalb unterstützt auch die Share Value Stiftung die Aktion und verdoppelt jede Spende aus der Saalestadt. Mit nur 15 Euro kann einem Kind ein Ferientag ermöglicht werden.

Silvia Zöller

Spendenkonto der Diakonie Mitteldeutschland: Konto-Nr. 2002000 bei der KD Bank (BLZ 35060190) – Kennwort: Kindern Urlaub schenken

Tarifwerk ist nur Kosmetik

16. Juli 2011 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Zum 1. Juli hat die Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes der EKD eine Lohnerhöhung um zwei Prozent beschlossen und ein einheitliches Tarifwerk in Ost und West. Dietlind Steinhöfel sprach mit Manfred Quentel aus Eisenach vom Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen in der Diakonie Mitteldeuschland.

Manfred Quentel

Manfred Quentel

Was bedeutet der Beschluss zum einheitlichen Tarifwerk der Diakonie innerhalb der EKD?
Quentel: Die Beschäftigten haben im Westen wenig, im Osten nicht mehr Geld in der Tasche. Im Westen wurde dafür die Arbeitszeit erhöht, sodass realistisch nur 0,7 Prozent Erhöhung übrigbleibt. Die Diakonischen Werke im Osten haben eigenständige Arbeitsrechtliche Kommissionen und können die EKD-Beschlüsse aushebeln, indem sie andere Beschlüsse fassen oder die Beschlüsse einfach nicht übernehmen. Dieser Beschluss wurde von keiner Kommission im Osten übernommen. Er ist also nicht praxistauglich, sondern sieht nur politisch schön aus.

Inwiefern ist die mitteldeutsche Diakonie nicht daran gebunden?

Quentel: Die Diakonie Mitteldeutschland hat einen Antrag auf Aussetzung gestellt. Da die Arbeitsrechtliche Kommission zurzeit nur aus Dienstgebern besteht, gab es da keinen Widerspruch. Die Mit- arbeitervertretung wurde nicht ­einbezogen. Ursprünglich war ein sogenannter Dritter Weg für alle Arbeitsbedingungen geplant.  Die Arbeitsrechtliche Kommission war paritätisch von Seiten der Dienstgeber und Dienstnehmer besetzt und sollte alle ­Bedingungen einvernehmlich aushandeln. Das ging die ersten Jahre gut, als lediglich übernommen wurde, was der Öffentliche Dienst ausgehandelt hatte.
Doch den diakonischen Arbeitgebern gelang es, sich vom Öffentlichen Dienst abzukoppeln. Jetzt sind Tariferhöhungen, die im Zuge der Inflation nötig wären, nicht durchzusetzen, weil wir kein Streikrecht haben und somit kein Mittel für einen Interessenausgleich. Wir sitzen immer am kürzeren Hebel.

Welche Lösung sehen Sie?
Quentel:
Zunächst wäre es möglich gewesen, einen Antrag auf Abänderung statt auf Aussetzung zu stellen. Damit wäre Zeit gewonnen. Da wir noch bei 92,5 Prozent vom Westtarif sind, ist der Sprung zu 100 Prozent sehr hoch. Das sehen wir selbst. Eine stufenweise Angleichung braucht Zeit. Aber ohne Mitspracherecht der Arbeitnehmervertretung gibt es keine Basis. Wir brauchen einen Tarifvertrag wie andere Angestellte auch.  Der Dritte Weg, den Kirche und Diakonie für sich gewählt haben, ist gescheitert.
Seit 2002 haben wir viele Gespräche geführt, um den Dritten Weg so zu gestalten, dass auch die Arbeitnehmer eine Chance haben, ihre Interessen zu wahren. Doch jedes Mal wurden sie kurz vor einem Ergebnis abgebrochen. So sind wir in den Arbeitsrechtlichen Kommissionen immer in der Bittsteller-Rolle. Ein wirkliches Verhandeln gibt es da nicht. Deshalb haben sich die Arbeitnehmer aus der Kommission zurückgezogen.

Katastrophehilfe für Japan

21. März 2011 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de  
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japan_hilfe

Brief der Diakonie Katastrophenhilfe vom 17. März 2011


Liebe Gemeinden der evangelischen Landes- und Freikirchen,

wir sind mit Ihnen tief bewegt von den schrecklichen Bildern von Tod und Zerstörung nach dem verheerenden Erdbeben und nachfolgendem Tsunami in Japan. Und wir teilen die Fassungslosigkeit und das Grauen angesichts der offensichtlichen Unmöglichkeit, die entfesselten Kräfte in den Kernkraftwerken zu bändigen. Wir beten zu Gott, er möge die furchtbare Bedrohung durch eine Nuklearkatastrophe vom japanischen Volk abwenden. Das flehentliche Eintreten vor Gott ist z.Zt. unsere wichtigste Möglichkeit, den Menschen in Japan Beistand zu leisten. Diese Möglichkeit sollten wir als Christen und Christinnen nicht geringer schätzen als materielle oder personelle Hilfe – auch wenn sie in der Öffentlichkeit kaum noch Konjunktur hat!

Wir sind tief beeindruckt vom Willen unserer Bevölkerung, der japanischen Bevölkerung in der Stunde der Not beizustehen. Das Mitleid und die Bereitschaft, sich zu engagieren, sind weit größer als wir erwartet haben. Das kann uns alle mit Freude, Dankbarkeit und Stolz erfüllen.

Aber es stellt unsere eigene Verantwortung als Diakonie Katastrophenhilfe auf eine Probe: Umfang und Ende dieser doppelten Katastrophe, die über Japan hereingebrochen ist, sind noch nicht absehbar. Nicht absehbar ist darum gegenwärtig, wie viel Hilfe in Japan wirklich benötigt wird, wie viel die japanische Regierung und Zivilgesellschaft davon selbst leisten kann und wie viel sie von der Gebergemeinschaft weltweit erbitten wird. Kein Land ist so gut auf Katastrophenschutz und – hilfe spezialisiert und dafür gerüstet, wie Japan. Nur wenige Länder verfügen über so viel eigene Mittel und leichte Kreditzugänge. Gegenwärtig ist für uns darum noch nicht absehbar, wie viele unserer Kollekten- und Spendenmittel tatsächlich in der Katastrophenregion gebraucht werden. .

Um verantwortlich und korrekt mit Ihren Kollekten und Spenden umgehen zu können, bitten wir Sie darum, Ihre Spende und Kollekte ab sofort auf das Konto der Diakonie Katastrophenhilfe mit dem Stichwort ‚Allgemeiner Katastrophenfonds‘ einzuzahlen. Aus diesem Fonds finanzieren wir jede Hilfe, die wir in Japan mit Partnern unseres Vertrauens zugunsten der betroffenen Bevölkerung leisten können. .Dessen können Sie gewiss sein! Dazu stehen wir nicht zuletzt über das weltweite Netzwerk der Kirchen ACT in Kontakt mit Vertretern der ev. Kirchen in Japan.

Sollte Hilfsbereitschaft aber größer sein als der Hilfsbedarf, dann können wir damit auch Menschen in anderen Krisenregionen helfen, die weniger im Licht der Öffentlichkeit stehen, aber ebenso hilfsbedürftig sind und dringend auf unsere Unterstützung hoffen.

So helfen Sie uns, so korrekt und verantwortungsbewusst mit Ihren Kollekten umzugehen , wie Sie es von uns gewohnt sind und von uns erwarten dürfen,

Danke für Ihre Hilfe, Danke für Ihr Vertrauen!


Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel

Vorstand Diakonie Katastrophenhilfe
Stuttgart, den 17.3.2011

Diakonie Mitteldeutschland
Spendenkonto: 800 8000
BLZ: 520 604 10 (Ev. Kreditgenossenschaft)
Spendenstichwort: Allgemeiner Katastrophenfonds

Ein starkes Stück

22. Oktober 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Diakonie_Logo
Stark für andere – so präsentiert sich die Diakonie in der Öffentlichkeit. Auf Bundesebene leistet sie sich derzeit ein starkes Stück – und gibt dabei ein schwaches Bild ab. Zum zweiten Mal in vier Jahren stolpert der oberste Diakoniechef über eine Affäre. 2006 war Jürgen Gohde untragbar geworden, nachdem er sich über Ungereimtheiten bei Hartz IV derart ungeschickt geäußert hatte, dass nur die Forderung ankam, den Regelsatz zu senken. Jetzt ist sein Nachfolger Klaus-Dieter Kottnik zurückgetreten, offiziell »aus Gesundheitsgründen«.

Ein Zusammenhang mit dem Skandal um seinen im August gefeuerten persönlichen Referenten Walter Merz wird jedoch nicht bestritten. Pfarrer Merz war zeitweilig Partner der Unternehmensberatung »Dr. Dithmar und Partner«, verschwieg dies, obwohl die Diakonie lukrative Aufträge an die Firma vergab. Besonders pikant: Deren Inhaberin Christiane Dithmar, eine promovierte Theologin, war persönliche Referentin des vormaligen Diakoniechefs Gohde, ehe sie 2003 ihr Unternehmen gründete.

Das Aufsichtsgremium Diako­nische Konferenz wollte diese ­dubiosen Vorgänge vergangene Woche aufklären, hat dies jedoch auf eine Sondersitzung im Dezember vertagt. Dann soll auch die Nachfolge Kottniks geregelt werden, denn es warten große Aufgaben. Die Vereinigung des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (DWEKD) mit dem Evangelischem Entwicklungsdienst (EED) steht für 2012 oder 2013 bevor. Das künftige »Evangelische Zentrum für Entwicklung und Diakonie« soll seinen Sitz in Berlin nehmen. Zu tun gibt es also reichlich.

»Kirche ohne Diakonie ist wirkungslos, Diakonie ohne Kirche ist richtungslos.« Doch Diakonie kann christliche Werte noch so hoch ­halten, sie muss im Wettbewerb auf dem Markt bestehen. Externe Beratung ist dabei eine Selbstverständlichkeit. Vetternwirtschaft ist es nicht.

Wolfgang Weissgerber

Über die Verhältnisse

10. Juni 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Der Gang zu einer Schuldnerberatungsstelle ist für viele Betroffene die einzige Chance, um aus dem Teufelskreis immer neuer Schulden herauszukommen. Foto: epd-bild

Der Gang zu einer Schuldnerberatungsstelle ist für viele Betroffene die einzige Chance, um aus dem Teufelskreis immer neuer Schulden herauszukommen. Foto: epd-bild


Soziales: Beratungsstellen der Diakonie helfen Menschen, die in Geldnot geraten sind.

Immer mehr Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen sind hoch verschuldet und müssen Insolvenz
anmelden. Für sie ist der Gang zur Schuldnerberatung häufig der letzte Ausweg.

Ein Sprichwort sagt: »Am Ende vom Geld ist noch zu viel Monat übrig.« Wie viel Wahrheit hinter diesen amüsanten Worten steckt, erleben die Mitarbeiter in den Schuldnerberatungsstellen der Diakonie Mitteldeutschland jeden Tag. Menschen in der Krise, ohne Geld und ohne Aussicht auf Besserung. Manche sind froh, dass ihnen geholfen wird, andere erweisen sich als beratungsresistent oder kommen erst, wenn es zu spät ist. Mit der aktuellen Finanzkrise haben die Geldprobleme aber wenig zu tun. Sie haben vielfältige Ursachen.

Johannes Spenn ist Referent für Gesellschaftliche Integration in Halle und für die Schuldnerberatung zuständig. 13 Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen mit einzelnen Außenstellen arbeiten in Sachsen-Anhalt und Thüringen unter dem Dach der Diakonie Mitteldeutschland. Die Zahl ist seit Jahren konstant, obwohl der Bedarf stetig steigt. Spenn hat in der jüngsten Vergangenheit einen Trend beobachtet. »Es kommen immer mehr Jugendliche zu uns«, sagt er. »Sie haben meist keinen Schulabschluss und keine Ausbildung. Sie sind Menschen ohne Zukunft.« Sie plagen sich mit Handyrechnungen und der Tatsache, täglich über ihre Verhältnisse zu leben. »Sie sind jung und wollen sich alles leisten«, erklärt Spenn. »Aber die Realität holt sie irgendwann ein.«

Neben den Jugendlichen ist es die Generation 50 plus, die immer häufiger mit Geldsorgen kämpft. Ihr Einkommen kann die laufenden Kosten wie Miete, Energie oder Telefon nicht decken. Auch Langzeitarbeitslose kommen in die Beratung. Aussichten auf eine feste Arbeit und damit auf eine Chance, den Schuldenstrudel hinter sich zu lassen, haben die wenigsten. Doch auch wer das offizielle Rentenalter erreicht hat, kann nicht immer durchatmen. »Auch hier stehen Einkommen und Ausgaben oft in keinem gesunden Verhältnis«, weiß der 58-Jährige. »Hier rächen sich die gebrochenen Erwerbsbiografien.«

Der Einstieg zum Dasein als Schuldner ist meist klassisch. Über Arbeitslosigkeit, Schicksalsschläge, Trennungen oder Scheidungen führen die Wege der in Not geratenen Menschen in die Schuldnerberatung. Die Privatinsolvenz ist oft die einzige Lösung. Seit 1999 können Privatpersonen (keine Unternehmer) Insolvenz anmelden und müssen dabei sechs Jahre lang so viele Schulden abbezahlen wie möglich. In dieser Zeit darf der Schuldner von seinem monatlichen Einkommen 990 Euro behalten. Nach den sechs Jahren kann bei Gericht ein Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt werden. »Viele geraten aber auch in finanzielle Not, weil sie sich Dinge leisten, die sie nicht bezahlen können«, sagt Spenn. Auch der Anstieg der Lebenshaltungskosten ist ein entscheidender Faktor. »Es ist wie in einem Hamsterrad.«

Dafür sprechen auch die Zahlen der Statistiker. Die Thüringer Amtsgerichte zählten allein im ersten Quartal dieses Jahres 699 Verbraucherinsolvenzen. Das entspricht einem Anstieg von 8,5 Prozent (oder 55 Verfahren) gemessen am Vorjahreszeitraum. Die renommierte Wirtschaftsauskunftei Bürgel gibt für Sachsen-Anhalt 1171 Privatinsolvenzen im selben Zeitraum an, was einem Zuwachs von mehr als 14 Prozent entspricht. Bundesweit wurden im ersten Quartal 34710 Privatinsolvenzen und damit knapp 14 Prozent mehr als vor einem Jahr gezählt. Für das gesamte Jahr prognostiziert Bürgel bis zu 140.000 Verbraucherinsolvenzen.

Der Erfolg der Schuldnerberatung hängt von der Komplexität des Problems ab. Als Anbieter von Beratungsdiensten erwartet die Diakonie Mitteldeutschland auch weiterhin eine entsprechende finanzielle Förderung, um die Angebote möglichst qualitätsgerecht anbieten zu können. Ganz wichtig: Die Beratungsleistungen müssen für die Nutzer kostenfrei bleiben, denn gerade dadurch zeichnet sich Beratung in freier Trägerschaft aus. »Wir kämpfen mit der Politik um den Leistungserhalt, um den Status quo«, bringt es Diakonie-Sprecher Frieder Weigmann auf den Punkt. Er glaubt: »Trotz der Zunahme von privater Überschuldung wünschen Kommunen und Gebietskörperschaften nicht mehr Beratungsstellen.« Denn auch bei ihnen ist am Ende vom Geld noch zu viel Monat übrig.

Sabrina Gorges

Jeder ist willkommen

5. März 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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In Greiz erwartet die Diakonie Gäste und Ratsuchende im »Café O. K.«.

Einfach mal entspannen und  miteinander sprechen – im Greizer  »Café O. K.« ist das gut und preiswert möglich. Foto: Irmengart Müller-Uri

Einfach mal entspannen und miteinander sprechen – im Greizer »Café O. K.« ist das gut und preiswert möglich. Foto: Irmengart Müller-Uri

Es ist ein Café, das aus dem Rahmen fällt. Im alten Greizer Diakonat am Kirchplatz, in dem jetzt der Diakonieverein Carolinenfeld mit seinen Beratungsstellen untergebracht ist, befindet sich auch das »Café O. K.«. Der ungewöhnliche Beiname »okay« ist nicht nur als »in Ordnung« zu verstehen, er bedeutet vielmehr: Hier ist jeder willkommen, unabhängig vom Alter, vom Geldbeutel oder der sozialen Lebenssituation. Man muss nicht gut gekleidet sein und man muss auch nichts verzehren. Aber: Jeder wird angenommen und kann sich mit seinen Fragen und Problemen an die Mitarbeiter des Diakonievereins wenden.

Auf der Basis des christlichen ­Menschenbildes bemüht sich hier seit Jahren Ehe-, Familien- und Lebensberaterin Ursula Rudorf Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor dem Verlust ihres Selbstwertgefühls zu ­bewahren. Darüber hinaus lernen Kinder sich gegenseitig zu akzeptieren, ohne irgendwelche Leistungen vorzuweisen. Der Gefahr einer Ausgrenzung wird somit entgegengewirkt. Mehr noch: Die Mitarbeiter versuchen, Begabungen unauffällig auf-­zuspüren und sie zu fördern. Dazu ­gehört auch das Angebot von Ferienausflügen.

Das Café wird zu den Öffnungszeiten gut angenommen. Eine Tasse Tee steht für jeden bereit. Wer möchte, kann auch ein preiswertes Mittag­essen einnehmen. Die Räume sind barrierefrei angelegt und können mit Kinderwagen oder mit Rollstühlen gut erreicht werden. Das Café muss sich im Wesentlichen selbst tragen, erhält aber jährlich eine Förderung durch die Stadt Greiz und findet auch in den Gemeinden tatkräftige Unterstützung. Staatliche Mittel in Form von Arbeitsfördermaßnahmen ermöglichen einigen Mitarbeitern, kontinuierlich im Café tätig zu sein.

Das »Café O. K.« ist praktischer Ausdruck christlicher Nächstenliebe. Hier wird sich unmittelbar dem Bedürftigen zugewandt, und vielleicht wird dieser oder jener letzten Endes sogar vor der Gefahr bewahrt, als ­Ergebnis seiner vielen Verletzungen eines Tages gewalttätig zu werden.

Irmengart Müller-Uri

Das »Café O. K.« ist von Montag bis Freitag von 9.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet und am Sonnabend heißt es von 10 bis 15 Uhr: »Kinder tafeln in Greiz«

»Ganz unten angekommen«

7. Januar 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Bei der gegenwärtigen Kälte greifen Obdachlose noch häufiger zur verhängnisvollen Flasche. 	Foto: Maik Schuck

Bei der gegenwärtigen Kälte greifen Obdachlose noch häufiger zur verhängnisvollen Flasche. Foto: Maik Schuck

Hilfsangebot: Diakonie Mitteldeutschland bietet Notunterkünfte und Beratungsdienste für Obdachlose

Rund 20.000 Menschen leben bundesweit auf der Straße. Im Winter bleiben ihnen oft nur die Notunterkünfte. Die Einrichtungen der Diakonie verzeichnen hierzulande allerdings noch keine gestiegene Nachfrage.

»Es ist ein Stigma, wenn man ›Ettersburger Straße 74‹ im Ausweis stehen hat, da wird jedes Gespräch sofort abgebrochen«, erzählt Ronald St. von seinen Erlebnissen beim Blutspenden, bei der Suche nach einer Wohnung oder nach Arbeit. Hinter der Ettersburger Straße 74 in Weimar verbirgt sich das Obdachlosenheim der Stadt. Ronald St. ist 29 und Alkoholiker, saß schon im Knast, weil er im Suff handgreiflich wurde. Die Schule, mehrere Ausbildungen und Entzugstherapien hat er abgebrochen. Seit etwa vier Monaten wohnt er im Obdachlosenheim, seine Freundin ebenfalls. »Man wird für doof gehalten« – diese Erfahrung musste er, einmal ganz unten angekommen, immer wieder machen.

Die Sozialbetreuung des Heims in Weimar verantworten Diakonie und Caritas gemeinsam. Vier Sozialarbeiter stehen bereit, sie teilen sich das Kontingent von 55 Wochenstunden. »Eigentliche Sozialarbeit und Einzelfallhilfe können wir unter diesen Bedingungen gar nicht leisten«, so Tonio Manser, Leiter der Einrichtung. In den Notwohnungen kommen bis zu 80 Personen unter, 27 finden im Übernachtungsheim einen Schlafplatz. Aber nur etwa die Hälfte der Plätze ist belegt, mit sinkender Tendenz.

Das ist laut Manser eine der erfreulicheren Folgen von Hartz IV, da seitdem die Mieten direkt über das Arbeitsamt bezahlt werden können, wodurch viele Schulden wegfallen. Die meisten der Bewohner sind in Arbeitsmaßnahmen beschäftigt. So gibt es enge Verbindungen zur »Neuen Arbeit«. In dieser Einrichtung der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein bekommen schwer Vermittelbare wie Obdachlose in verschiedenen Projekten vom Fahrradrecycling über gesunde Ernährung bis zur Denkmalpflege befristete Ein-Euro-Jobs und werden dabei sozial betreut. Eine Wiedereingliederung auf dem offenen Arbeitsmarkt sei aber für die meisten der Beschäftigten utopisch, so die stellvertretende Bereichsleiterin Christiane Englert.

Die Magdeburger Stadtmission kümmert sich besonders darum, Obdachlosigkeit mit umfangreichen Beratungsangeboten vorzubeugen. »Die Ursachen sind komplex, und wenn man Schulden hat, ist die Gefahr sehr groß, obdachlos zu werden«, sagt Schwester Erika Tietze, 1. Vorstand der Magdeburger Stadtmission. Das Projekt »Prävention Obdachlosigkeit«, eine unabhängige Schuldenberatung, finanziert sich ausschließlich über Spenden. Der Bedarf ist groß: »Wir könnten unendlich beraten, aber wir haben nur Geld für eine Stelle«, so Tietze. Bis zum 6. Januar wurden dafür während der Advents- und Weihnachtszeit mit der »Aktion Bäckercent« in knapp 30 Bäckereien Spenden gesammelt. In den letzten Jahren lag der Erlös zwischen 300 und 500 Euro.

Nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sind in Deutschland insgesamt etwa 227.000 Menschen wohnungslos, rund 20.000 leben ohne Unterkunft auf der Straße. Für Betroffene bietet auch die Diakonie Mitteldeutschland in Erfurt, Weimar, Genthin, Sangerhausen, Wittenberg und Saalfeld Übernachtungsmöglichkeiten an. Darüber hinaus können Obdachlose oder Gefährdete in zahlreichen Einrichtungen wie Wärme- und Teestuben sowie Beratungsstellen Hilfe finden. Allerdings gibt es im Winter nicht mehr Anfragen als sonst auch.

In der Wärmestube Mühlhausen, wo sich Obdachlose und andere Hilfsbedürftige treffen, um sich aufzuwärmen und bei einem Kaffee miteinander zu plaudern, sind das ganze Jahr über zwischen 15 und 20 Besucher da. Auch die Übernachtungsangebote der Diakonie in Wittenberg sind im Winter nicht besonders ausgelastet. Sylvia Voigt, Leiterin des »Hauses Zuflucht« der Stadtmission Erfurt, kann das bestätigen: »Das habe ich in den ganzen Jahren noch nicht erlebt, dass der Zulauf im Winter größer ist. Wann und warum die Leute kommen, da gibt es kein System.« In Erfurt werden die Bewohner des Hauses auch von den anderen Bürgern gut versorgt: mit Handschuhen, gestrickten Mützen und dicken Socken.

Der freie Verein Streetwork Gera öffnet schon seit zehn Jahren von November bis April ein Nachtasyl mit neun Plätzen für obdachlose Jugendliche. In den vergangenen beiden Monaten gab es 28 Übernachtungen, etwas mehr als in den letzten Jahren. Vereinsvorsitzender Andreas Heimerdinger erklärt: »Prinzipiell kommen sie immer irgendwo unter. Im Winter gibt es nicht mehr Obdachlose als sonst, aber es wird stärker bewusst.«

Jonathan Steinert