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	<title>â‡’ Glaube + Heimat &#187; EKD-Ratsvorsitzender</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Wissen braucht ein menschliches MaÃŸ</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 14:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[EKD-Ratsvorsitzender]]></category>
		<category><![CDATA[Melanchthon]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus Schneider]]></category>

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		<description><![CDATA[EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider wÃ¼rdigt Melanchthon und schlÃ¤gt dabei einen Bogen in die Gegenwart.
»Nichts liegt hier nÃ¤her, als das Augenmerk auf die Themen Reformation und Bildung zu werfen.Â« Nikolaus Schneider, amtierender Ratsvorsitzender der EKD und PrÃ¤ses der Kirche im Rheinland, lÃ¤sst keinen Zweifel aufkommen, worum es ihm geht. Reformation und Bildung gehÃ¶rten untrennbar zusammen. Â»Es warÂ«, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider wÃ¼rdigt Melanchthon und schlÃ¤gt dabei einen Bogen in die Gegenwart.</strong></p>
<p><div id="attachment_3126" class="wp-caption alignleft" style="width: 228px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/1264601983187-218x300.jpg" alt="Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider sprach in Magdeburg. Foto: ekir" title="Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider sprach in Magdeburg. Foto: ekir" width="218" height="300" class="size-medium wp-image-3126" /><p class="wp-caption-text">Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider sprach in Magdeburg. Foto: ekir</p></div>Â»Nichts liegt hier nÃ¤her, als das Augenmerk auf die Themen Reformation und Bildung zu werfen.Â« Nikolaus Schneider, amtierender Ratsvorsitzender der EKD und PrÃ¤ses der Kirche im Rheinland, lÃ¤sst keinen Zweifel aufkommen, worum es ihm geht. Reformation und Bildung gehÃ¶rten untrennbar zusammen. Â»Es warÂ«, sagt Schneider, Â»ein elementares Anliegen der Reformation, Menschen zu bilden.Â« Und dies sei bis heute so geblieben. Anlass fÃ¼r seinen Vortrag am vergangenen Sonnabend ist das Melanchthon-Jahr, das die EKD anlÃ¤sslich des 450. Todestages des ReforÂ­mators ausgerufen hat und das an den Â»Praeceptor GermaniaeÂ« (Lehrer Deutschlands) erinnern soll.</p>
<p>Dass Schneider den Vortrag in Magdeburg hÃ¤lt, ist ebenfalls kein Zufall. Am 26. Juni erinnert der Kirchenkreis traditionell an die EinfÃ¼hrung der Reformation in der Elbestadt. An diesem Tag vor 486 Jahren hatte Martin Luther in der Johanniskirche gepredigt, worauf sich der Rat und die Stadt wenig spÃ¤ter der Reformation anschlossen. Â»Damit ist Magdeburg die erste GroÃŸstadt gewesen, in der die evangelische Lehre eingefÃ¼hrt wurdeÂ«, erklÃ¤rt Pfarrer Sebastian NeuÃŸ in seiner EinfÃ¼hrung nicht ohne Stolz.</p>
<p>Schon bei Melanchthon sei die Forderung Â»Bildung fÃ¼r alleÂ« vorgezeichnet, unterstreicht der amtierende EKD-Ratsvorsitzende. GegenÃ¼ber einer Gesellschaft, in der die familiÃ¤re Herkunft eines Kindes Ã¼ber den Bildungserfolg entscheidet, hÃ¤tte er Â»alle rhetorischen BatailloneÂ« aufgeboten, um sie Â»auf den Weg der Bildungsgerechtigkeit zu bringenÂ«. Auch heute spiele eine frÃ¼Â­he SprachfÃ¶rderung in der Elementarbildung eine groÃŸe Rolle, besonders bei der Einbeziehung von Kindern und Â­Jugendlichen mit unterschiedÂ­lichen erzieherischen, sprachlichen und kulturellen Voraussetzungen.</p>
<p>Denn Schneider bleibt in seinem Vortrag zum Thema Â»Reformation und Bildung â€“ eine Erinnerung an Philipp MelanchthonÂ« keineswegs in der Vergangenheit stehen. Er nutzt ihn auch zu einem PlÃ¤doyer fÃ¼r einen weiten Bildungsbegriff. Heute werde den Kindern in den Schulen nur wenig Sozialkompetenz vermittelt und die Bildung zu sehr auf den Wissensaspekt verengt, moniert der EKD-RatsvorsitzenÂ­de. Wissen brauche ein Â»menschliches MaÃŸÂ«, so Schneider weiter. Oft genug hÃ¤tten die Kinder und JugendÂ­lichen wegen der hohen Zeit- und Leistungsanforderungen der Schule zu wenig MuÃŸe in der Jugendarbeit, aber auch fÃ¼r Musik, Sport und Kunst. Dabei bestehe ein wichtiger Zusammenhang von Lernen, Wissen, KÃ¶nnen, Wertebewusstsein und Handeln.</p>
<p>Aus diesem Grund sei die Kirche auch selbst BildungstrÃ¤gerin. Hier schaffe sie Â»zentrale Orte der Selbstvergewisserung fÃ¼r junge MenschenÂ«. Zugleich macht Schneider deutlich, dass Religion Bildung braucht und Bildung Religion. SchlieÃŸlich ziele die Bildung auf den ganzen Menschen und nicht nur auf den Kopf.</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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