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	<title>⇒ Glaube + Heimat &#187; Felix Leibrock</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Heilige Verse nonstop</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 13:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Die drei Bücher der Weltreligionen]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Leibrock]]></category>
		<category><![CDATA[Friederike von Kirchbach]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Lammert]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Maria Woelki]]></category>

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		<description><![CDATA[Thüringer Pfarrer Felix Leibrock veranstaltete mit 56&#xA0;Prominenten Lesemarathon vor der Berliner Synagoge.
elig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen&#xA0;…« Leise klingen die Worte aus der Bergpredigt des Matthäus-Evangeliums über die Oranienburger Straße in Berlin. Vor der jüdischen Synagoge, dem »Centrum Judaicum«, ist ein Zelt aufgebaut, einige Menschen haben auf Plastikstühlen davor Platz genommen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Thüringer Pfarrer Felix Leibrock veranstaltete mit 56&#xA0;Prominenten Lesemarathon vor der Berliner Synagoge.</strong></p>
<p><div id="attachment_7715" class="wp-caption alignright" style="width: 174px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/09/Felix_Leibrock.jpg" alt="Felix Leibrock " title="Felix_Leibrock" width="164" height="164" class="size-full wp-image-7715" /><p class="wp-caption-text">Felix Leibrock </p></div>Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen&#xA0;…« Leise klingen die Worte aus der Bergpredigt des Matthäus-Evangeliums über die Oranienburger Straße in Berlin. Vor der jüdischen Synagoge, dem »Centrum Judaicum«, ist ein Zelt aufgebaut, einige Menschen haben auf Plastikstühlen davor Platz genommen. An einem Lesepult sitzt Direktor Hermann Simon und liest Verse aus dem Neuen Testament der Christen.</p>
<p>Auch Koransuren und die Hebräische Bibel sind in der Oranienburger Straße schon erklungen&#xA0;– als Teil der Aktion »Die drei Bücher der Weltreligionen«, veranstaltet vom Thüringer Pfarrer Felix Leibrock. </p>
<p>Drei Tage lang hat er vom 13. bis 15.&#xA0;September jeweils von 7 bis 22&#xA0;Uhr mit prominenten Unterstützern aus den Heiligen Schriften gelesen. »Im vergangenen Herbst wollte ein Pfarrer in den USA den Koran verbrennen«, sagt Leibrock, während Simon im Hintergrund weiterliest. Daraufhin habe er mit der jüdischen Gemeinde in Berlin das ­Gespräch gesucht. »Statt Bücher zu verbrennen, sollten wir sie lesen und als Religionen aufeinander zugehen und ein Zeichen setzen.«</p>
<p>Insgesamt 56 Menschen beteiligten sich nun an Leibrocks Lese-Aktion, für die Berlin als Veranstaltungsort ausgewählt wurde, »weil sie hier stärker wahrgenommen wird als in Thüringen«. Die Bandbreite reichte von Bundestagspräsident Norbert Lammert über den neuen katholischen Erzbischof von Berlin, Rainer Maria Woelki, bis zur evangelischen Pröpstin Friederike von Kirchbach.</p>
<p>Auch Mitglieder des Zentralrats der Juden und des Zentralrats der Muslime beteiligten sich an der Aktion, mit der Leibrock auch um Spenden für die Deutsch-Israelische Hilfe für krebskranke Kinder und die Lutherkirche in Apolda wirbt. </p>
<p>Doch am meisten war der Thüringer Pfarrer selbst mit Lesen beschäftigt. »Ich schätze, dass am Tag zwölf Stunden auf mich entfallen«, sagt Felix Leibrock während der Aktion. Und das Lächeln in seinem Gesicht verrät, dass diese Vorstellung für ihn nicht unbedingt erschreckend ist.</p>
<p><em>Benjamin Lassiwe</em></p>
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		<title>Der Tod kann nicht das letzte Wort Gottes sein</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 16:01:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Bergarbeitern in Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Leibrock]]></category>
		<category><![CDATA[Lebendig begraben]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.
Offenbarung 1, Vers 18

Frau Schulz betreut ihren demenzkranken Mann seit Jahren. Sie gibt ihm viel, opfert sich für ihn auf. Doch nichts mehr kommt zurück. Kein Dank, kein Verständnis, keine Geste. Er spricht nur noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-6216" title="buch" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/04/buch.jpg" alt="buch" width="590" height="178" /></p>
<blockquote><p><strong>Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.</strong><br />
<em>Offenbarung 1, Vers 18<br />
</em></p></blockquote>
<p>Frau Schulz betreut ihren demenzkranken Mann seit Jahren. Sie gibt ihm viel, opfert sich für ihn auf. Doch nichts mehr kommt zurück. Kein Dank, kein Verständnis, keine Geste. Er spricht nur noch zusammenhanglos und wirr. »Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig«, liest sie in der Bibel. Bei meinem Mann ist es umgekehrt, sagt sie sich. Er war lebendig, stirbt aber geistig immer mehr ab.</p>
<div id="attachment_6215" class="wp-caption alignright" style="width: 185px"><img class="size-full wp-image-6215 " title="Leibrock" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/04/Leibrock.jpg" alt="Felix Leibrock, Pfarrer in Apolda" width="175" height="240" /><p class="wp-caption-text">Felix Leibrock, Pfarrer in Apolda</p></div>
<p>Sie kauft für die Ostertage ein. Ein trauriges Fest wird es. Die Kinder sind in den Urlaub gefahren. Nicht mal sie werden kommen. </p>
<p>Ihr Weg führt sie an einer Buchhandlung vorbei. Im Fenster sieht sie einen Buchtitel – »Lebendig begraben«. </p>
<p>Das Buch will sie über Ostern lesen. Es handelt von 33 Bergarbeitern in Chile. Der Grubenschacht ist eingestürzt. Sie sind 700 Meter unter der Erde in einen Lagerraum geflohen. Manche schließen mit dem Leben ab. Doch dann dringt ein Bohrer zu ihnen durch, ein Schacht wird gegraben. Ganz Chile betet. Die oben und die unten. Nach einem Vierteljahr werden die Bergarbeiter ans Licht gezogen, zurück ins Leben.</p>
<p>Frau Schulz ist gefesselt von dem Buch, liest es in kurzer Zeit. Sie erinnert sich an die Bilder der wartenden Angehörigen aus dem Fernsehen, den Jubel, als einer nach dem anderen aus dem Schacht kommt. </p>
<p>Ihr fällt wieder der Bibelsatz ein. </p>
<p>Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig. Der das sagt, spricht aus einer anderen Welt. Eine Offenbarung. </p>
<p>Müssen die Bergarbeiter in Chile den Satz jetzt nicht mit ganz anderen Empfindungen lesen?, fragt sie sich. Und – ist der Satz nicht auch zu mir gesagt? Sie geht zu ihrem Mann und streichelt seinen Kopf.</p>
<p>Nein, dieses geistige Absterben, das kann nicht das letzte Wort Gottes mit seinem Leben sein. Ostern ist doch das Fest der Hoffnung. »Ostern«, sagt ihr Mann in diesem Augenblick mehrfach. Leise nur, aber klar verständlich. </p>
<p>Zum ersten Mal seit langem leuchten die Augen von Frau Schulz wieder.</p>
<p><em>Felix Leibrock</em></p>
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		<title>Damit wir nicht zuschanden werden</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 10:18:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Leibrock]]></category>
		<category><![CDATA[Gebote]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 119]]></category>
		<category><![CDATA[rechtschaffen]]></category>
		<category><![CDATA[Schande]]></category>
		<category><![CDATA[Vers 80]]></category>
		<category><![CDATA[zuschanden]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Herz bleibe rechtschaffen  in deinen Geboten,  damit ich nicht zuschanden werde.
Psalm 119, Vers 80 
Ein Friedhof der toten Wörter. Gäbe es ihn, wir könnten aus unserem Psalmvers im Lutherdeutsch gleich zwei Wörter zur Bestattung freigeben: rechtschaffen und zuschanden. Oder benutzen wir diese Wörter noch? Wenn Wörter außer Mode kommen, besagt das noch nicht, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1854" class="wp-caption alignright" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/01/917180_42610003.jpg" alt="Foto: Alexander Kalina, sxc.hu" title="917180_42610003" width="560" height="373" class="size-full wp-image-1854" /><p class="wp-caption-text">Foto: Alexander Kalina, sxc.hu</p></div>
<blockquote><p><strong>Mein Herz bleibe rechtschaffen  in deinen Geboten,  damit ich nicht zuschanden werde.<br />
Psalm 119, Vers 80 </strong></p></blockquote>
<p>Ein Friedhof der toten Wörter. Gäbe es ihn, wir könnten aus unserem Psalmvers im Lutherdeutsch gleich zwei Wörter zur Bestattung freigeben: rechtschaffen und zuschanden. Oder benutzen wir diese Wörter noch? Wenn Wörter außer Mode kommen, besagt das noch nicht, dass auch ihr Inhalt nicht mehr zutrifft. Zuschanden werden, darin steckt das Wort Schande. Schande bedeutet in seinem Ursprung »Beschädigung«, später dann Minderung oder gar Verlust der Ehre.</p>
<p>Der hier den Psalm betet, scheint vor dieser Beschädigung, vor diesem Verlust der Ehre Angst zu haben. Auch unter uns Heutigen ist diese Angst verbreitet. Statt Ehre sagen wir vielleicht eher Ansehen. Wer fürchtet sich nicht davor, sein Ansehen zu verlieren? Zum Gespött der Leute zu werden? Ausgegrenzt zu sein in Schule, Beruf, Bekanntenkreis?</p>
<p>Um es mit einem Beispiel zuzuspitzen: Vor kurzem ist in einem Thüringer Dorf aufgeflogen, dass der ehrenamtliche Bürgermeister spielsüchtig ist und Gemeindegelder veruntreut hat. Viel schlimmer für ihn als die zu erwartende Bestrafung auf dem Gerichtsweg ist der Verlust von Ansehen. Er kann sich kaum noch in seinem Dorf blicken lassen. Er hat Angst, »zuschanden« zu werden.</p>
<p>Was hilft gegen diese Angst? Der Psalmbeter möchte rechtschaffen bleiben, sein Ansehen behalten. Für ihn ist das unauflöslich mit Gottes Geboten verbunden. Sie sind ihm Halt, Orientierung. Wie ein Geländer auf dem Dach eines Aussichtsturmes. Ich kann den Rundblick genießen, aber ich stürze nicht in die Tiefe.</p>
<p>Die Gebote Gottes sind Angebote für uns, unserem Leben ein Geländer zu geben. Damit wir nicht zuschanden werden. Nur eine Generation nach Luther hat das ein Dichter so ausgedrückt: »Lass mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und Herr, von dir lass mich nichts treiben, halt mich bei deiner Lehr.«</p>
<p><em>Felix Leibrock,  Pfarrer in Apolda</em></p>
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