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	<title>⇒ Glaube + Heimat &#187; Gotha</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Ein Kirchendorf in der Stadt</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 09:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Gotha]]></category>
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		<category><![CDATA[Thüringentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Thüringentag in Gotha boten auch die Kirchen ein Programm.
Auf dem Neumarkt dröhnt Rockmusik, in der Margarethenkirche spielt die Orgel. Auf dem Klosterplatz dinieren Leute in der Gourmetmeile. Nebenan in der Augustinerkirche suchen Menschen Besinnung vom Festtagstrubel. Im angrenzenden Kreuzgang empfängt Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht »Prinzessinnen«, die für Thüringer Produkte werben.
Es ist am vergangenen Wochenende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_7039" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/07/glaube11.jpg" rel="shadowbox[post-7028];player=img;"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/07/glaube11.jpg" alt="Müde Füße massierte Pfarrerin Brunhilde Stötzner aus Mühlberg neben der Margarethenkirche. Der Spendenerlös ging an die Rumänienhilfe der Kirchengemeinde Neudietendorf-Ingersleben. Foto: Helmut Fischer" title="glaube1" width="580" height="387" class="size-full wp-image-7039" /></a><p class="wp-caption-text">Müde Füße massierte Pfarrerin Brunhilde Stötzner aus Mühlberg neben der Margarethenkirche. Der Spendenerlös ging an die Rumänienhilfe der Kirchengemeinde Neudietendorf-Ingersleben. Foto: Helmut Fischer</p></div><br />
<strong>Zum Thüringentag in Gotha boten auch die Kirchen ein Programm.</strong></p>
<p>Auf dem Neumarkt dröhnt Rockmusik, in der Margarethenkirche spielt die Orgel. Auf dem Klosterplatz dinieren Leute in der Gourmetmeile. Nebenan in der Augustinerkirche suchen Menschen Besinnung vom Festtagstrubel. Im angrenzenden Kreuzgang empfängt Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht »Prinzessinnen«, die für Thüringer Produkte werben.</p>
<p>Es ist am vergangenen Wochenende beim <a href="http://www.thueringentag-gotha.de/" target="_blank">Thüringentag in Gotha</a> wie im Alltag: Kirche setzt einen Gegenpol und ist Teil des Ganzen. Die eigene Losung »Das Herz adelt« zum Landesfest-Motto »Gotha adelt« steht dafür. Wie sich diese umsetzen lässt, verdeutlichen während des 13. Thüringentags <a href="http://www.kirchgemeinde-gotha.de/" target="_blank">Kirchengemeinden aus Gotha</a> und Umgebung mit Gottesdiensten, Konzerten und einem Kirchendorf. Gleich nach der offiziellen Eröffnung des Thüringentags, der mit insgesamt 250 Veranstaltungen an drei Tagen ein Mammutprogramm bietet – setzen Landesbischöfin Ilse Junkermann und Weihbischof Reinhard Hauke das geistliche Startsignal mit einem ökumenischen Friedens­gebet. Die Besucher haben die Qual der Wahl: die »Nacht der Kirchen« mit Vocalkreis Gotha, Kammerchor Cantabile und Gothaer Gospelchor und anderen konkurriert mit »Queen Klassical« im Hof von Schloss Friedenstein.</p>
<p>Nach einem prächtigen Feuerwerk um Mitternacht findet sich mancher noch zu nächtlicher Stunde zum Taizé-Gebet in der Margarethenkirche ein. »Lebenswege« kreuzen sich dort. »Wir haben das Kirchenschiff mit Bibelzitaten ausgelegt«, erläutert Pfarrer Martin Hundertmark. Schließlich kommen dieses Wochenende viele Menschen von weither nach <a href="http://www.suite101.de/content/die-historische-residenzstadt-gotha-in-thueringen-a53288" target="_blank">Gotha</a>.</p>
<p>Um St. Margarethen ist ein »Kirchendorf« aufgebaut. An Ständen zeigen unter anderem die Rumänienhilfe Neudietendorf-Ingersleben, die katholische Kirchengemeinde Gotha und der <a href="http://www.gemeindedienst-ekm.de/" target="_blank">Gemeindedienst der mitteldeutschen Kirche (EKM)</a> Präsenz. Die Pfarrer Matthias Ansorg und Karsten Müller stellen die EKM-<a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/01/07/klimaschutz-geht-alle-an/" target="_blank">Kampagne »Klimawandel – Lebenswandel«</a> vor. Sie freuen sich über reges Interesse.</p>
<p>Nur eins bemängelt Ansorg selbstkritisch: »Uns fehlt etwas die Weite.« Schließlich habe Kirche in Thüringen mehr als den Kirchenkreis Gotha zu bieten. <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/07/03/%C2%BBoase-der-stille-im-festtrubel%C2%AB/" target="_blank">Zum Sachsen-Anhalt-Tag</a> vor wenigen Tagen in Gardelegen habe er das anders erlebt – mit einem breiteren Spektrum. Die »Nacht der Kirchen« dagegen sollte zu künftigen Thüringentagen fortgesetzt werden. »Das hat den Freitagabend geprägt«, findet Ansorg, der selbst als Gospelchor-Sänger mitgewirkt hat. Schön sei auch, dass Kirchen als Ruhepol im geschäftigen Treiben des Thüringentages aufgesucht werden, meint Pfarrerin Esther-Maria Wedler.</p>
<p>Wer viel auf den Beinen ist, bekommt müde Füße. Pfarrerin Brunhilde Stötzner aus Mühlberg weiß ein gutes Mittel dagegen: Fußmassage. Sie sitzt vor der Margarethenkirche und lädt dazu ein, sich die Füße massieren zu lassen. »Meistens sind es Frauen, die kommen.«</p>
<p>Für Brunhilde Stötzner ist das eine Art der Begegnung, die sie so im Alltag nicht erlebt. Zudem massiert sie für einen guten Zweck: für die ­Rumänienhilfe der Kirchengemeinde Neudietendorf-Ingersleben. Bei allem Feiern sollte eben nicht ganz vergessen werden, dass es Not in der Welt gibt, sagt Erdmuth Feige vom Arbeitskreis Rumänienhilfe. Und Pfarrer Georg Schuchardt von der katholischen Kirchgemeinde St. Bonifatius findet: »Zum Thüringentag ist es wichtig, dass Kirche auf Glauben aufmerksam macht.«</p>
<p><em>Helmut Fischer</em></p>
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		<title>Einmal essen, zweimal satt</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 10:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
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		<category><![CDATA[Herbststraßensammlungen]]></category>
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Herbststraßensammlung: In Gotha ist der Erlös für das Sozialprojekt »Liora« bestimmt.
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Schon zum zweiten Male gab es in Gotha einen Auftakt zur Herbststraßensammlung mit Erbensuppe: 250&#160;Portionen stellte diesmal der Bodelschwingh-Hof Mechterstädt in der Gulaschkanone bereit, um auf diese Art Aufmerksamkeit für die Sammlung zu erzielen. Doch nicht nur das. Unter dem diesjährigen Motto der Herbststraßensammlung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4528" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/11/SDIM5566.jpg" rel="shadowbox[post-4500];player=img;"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/11/SDIM5566.jpg" alt="Kathrin Scharffenberg und Ellen Lips lassen sich die Suppe in ihrer Mittagspause schmecken, auch weil sie damit Gutes tun können. (Foto: Werbeagentur Margret Simmen)" title="SDIM5566" width="580" height="387" class="size-full wp-image-4528" /></a><p class="wp-caption-text">Kathrin Scharffenberg und Ellen Lips lassen sich die Suppe in ihrer Mittagspause schmecken, auch weil sie damit Gutes tun können. (Foto: Werbeagentur Margret Simmen)</p></div>
<h5><em>&nbsp;</em><br />
<strong>Herbststraßensammlung: In Gotha ist der Erlös für das Sozialprojekt »Liora« bestimmt.</strong><br />
&nbsp;<br />
</h5>
<p>Schon zum zweiten Male gab es in Gotha einen Auftakt zur Herbststraßensammlung mit Erbensuppe: 250&nbsp;Portionen stellte diesmal der Bodelschwingh-Hof Mechterstädt in der Gulaschkanone bereit, um auf diese Art Aufmerksamkeit für die Sammlung zu erzielen. Doch nicht nur das. Unter dem diesjährigen Motto der Herbststraßensammlung von Kirche und Diakonie »Einmal essen macht zweimal satt« waren die Passanten aufgerufen, neben 1,50&nbsp;Euro für die Suppe zugleich eine Spende in ebensolcher Höhe für die Sammelbüchse zu entrichten.</p>
<p>Der Erlös aus der Straßensammlung in Gotha, die von Montag bis Mittwoch gemeinsam in Kooperation mit der Diakoniesozialstation und dem Bodelschwingh-Hof stattfand, ist für die <a href="http://www.augustinerkloster-gotha.de/index.php?id=536">Begegnungsstätte »Liora« im Augustinerkloster</a> bestimmt. Diese hat das Geld auch bitter nötig. Denn die Arbeit hier finanziert sich allein aus Spendenmitteln. Und »Liora« findet immer mehr Zuspruch, was letztendlich die Kosten steigert.</p>
<p>»Wir leben von der Hand&nbsp;– in den Mund anderer«, sagt Pfarrer Wieland Hartmann, Leiter des Sozialprojektes&nbsp;– einer Begegnungsstätte der besonderen Art. Menschen bekommen hier Wärme und Geborgenheit. »Doch in erster Linie erhalten sie ein warmes Mittagessen«, beschreibt Hartmann das Anliegen. Erst wenn jemand satt sei, könne man mit ihm ins Gespräch kommen und über Wege und Auswege reden.</p>
<p>Neben Menschen in Not sind es vor allem Kinder, denen »Liora« bietet, was die Familie aus unterschied­lichen Gründen nicht leisten kann. Von 3&nbsp;bis 19&nbsp;Jahren reicht die Altersspanne der Mädchen und Jungen, die täglich in der Begegnungsstätte finden, was ihnen andernorts verwehrt ist. Was Wieland Hartmann mit seinem Team – das ausschließlich aus ehrenamtlichen Mitstreitern besteht – leistet, geht nicht zum Nulltarif. Allein die Betriebskosten belaufen sich jährlich auf 12.000&nbsp;Euro. Insgesamt müssen 30.000&nbsp;Euro aufgewendet werden, um das Projekt am Leben zu erhalten. ­Lebensmittel müssen eingekauft ­werden, Bastelmaterial ist nötig&nbsp;… </p>
<p>»Liora«, sagt Pfarrer Hartmann, sei das Synonym für leuchten. »Doch um leuchten zu können, braucht man die entsprechende Masse.« Mit der Straßensammlung in diesem Herbst in Gotha bekam diese Masse Zuwachs. Weiterhin rechnet die Diakonie mit all den Spendern, die auch in den Jahren zuvor die Begegnungsstätte unterstützten.</p>
<p>Kathrin Scharffenberg und Ellen Lips haben trotz des Regens ihr Büro verlassen, um auf dem Gothaer Neumarkt einen Teller Erbsensuppe zu ­essen. »Nicht nur, weil sie einfach prima schmeckt«, sagen die beiden, »sondern weil wir wissen, dass wir gleichzeitig etwas Gutes tun können.«</p>
<p>Das fällt ihnen umso leichter, weil die Mitarbeiter der Diakonie nicht nur mit der Sammelbüchse klappern, sondern den Angesprochenen fundiert erklären können, was mit ihren Geldspenden am Ende passiert. Und wer Glück hatte, konnte sogar von Propst Reinhard Werneburg oder Superintendent Michael Lehmann bedient werden.</p>
<p>So unfreundlich sich das Wetter in Gotha auch zu Wochenanfang präsentierte, die Straßensammlung der Diakonie brachte spürbare Hoffnung in die Herbsttristesse: für jene, die auf die Solidarität anderer angewiesen sind, und für jene, deren Spende ganz konkrete Hilfe bedeutet.<br />
<em><br />
Klaus-Dieter Simmen</em></p>
<blockquote><p>
Die Herbststraßensammlungen in der <a href="http://www.ekmd.de/">EKM</a> dauern noch bis zum 24. November.</p></blockquote>
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		<title>Forum am Vormittag</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 16:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Ester-Maria Wedler]]></category>
		<category><![CDATA[Gotha]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Schilling]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengemeinde Gotha]]></category>

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		<description><![CDATA[Traditionelle kirchliche Angebote brauchen eine Ergänzung. Da ist sich Jürgen Schilling, Pfarrer in Gotha, sicher. Und nicht nur in der ­Familien- oder Jugendarbeit müssen neue Wege beschritten werden, sondern auch jene, die das Berufsleben hinter sich haben, gestalten heute ­ihren Alltag anders als noch vor 30 Jahren.
»Der klassische Seniorenkreis erreicht viele nicht mehr«, sagt Schilling. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1924" class="wp-caption alignleft" style="width: 570px"><img class="size-full wp-image-1924 " title="zgo3u30" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/02/zgo3u30.jpg" alt="Keine neue Erfindung, aber ein neues Angebot in der Residenzstadt Gotha: ein evangelisches Forum, vor allem für ­Menschen, die nicht mehr im Berufsleben stehen. Pfarrerin Esther-Maria Wedler, Kirchenrätin Gundula Bomm, Pfarrer ­Jürgen Schilling und die Kinderärztin Uta Haase (von links) präsentieren das Werbematerial.	 Foto: Helmut Fischer" width="560" height="373" /><p class="wp-caption-text">Keine neue Erfindung, aber ein neues Angebot in der Residenzstadt Gotha: ein evangelisches Forum, vor allem für ­Menschen, die nicht mehr im Berufsleben stehen. Pfarrerin Esther-Maria Wedler, Kirchenrätin Gundula Bomm, Pfarrer ­Jürgen Schilling und die Kinderärztin Uta Haase (von links) präsentieren das Werbematerial.	 Foto: Helmut Fischer</p></div>
<p>Traditionelle kirchliche Angebote brauchen eine Ergänzung. Da ist sich Jürgen Schilling, Pfarrer in Gotha, sicher. Und nicht nur in der ­Familien- oder Jugendarbeit müssen neue Wege beschritten werden, sondern auch jene, die das Berufsleben hinter sich haben, gestalten heute ­ihren Alltag anders als noch vor 30 Jahren.</p>
<p>»Der klassische Seniorenkreis erreicht viele nicht mehr«, sagt Schilling. Gotha sei eine vergleichsweise alte Stadt. Die Fachschulen sind »weggewandert« und damit auch die jungen Leute. Von den 48.000 Einwohnern sind 13.000 über 60 Jahre alt. In der evangelischen Kirche sei der Anteil prozentual sogar noch höher, so der Pfarrer. Mit einem »Evangelischen ­Forum« im <a href="http://www.augustinerkloster-gotha.de/" target="_blank">Augustinerkloster Gotha</a> wollen nun die <a href="http://www.kirchgemeinde-gotha.de/" target="_blank">Kirchengemeinde Gotha</a> und die Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen, die im Augustinerkloster ihr Büro für die Region West hat, neue Wege beschreiten und auf die veränderte Situation eingehen.</p>
<p>Jeweils am zweiten Mittwoch im Monat können sich Menschen zu ­einem vielfältigen Programm treffen. Am 10. Februar beginnt die neue Reihe mit einem Vortrag von Altbischof Werner Leich, der über die Auf- und Umbrüche in Kirche und Gesellschaft reden wird. Sein Blick wird nicht nur zurückgehen, informiert Schilling, sondern auch Visionen für die Zukunft umreißen.</p>
<p>Das Konzept wurde in einer Gruppe erarbeitet, der neben Jürgen Schilling, Pfarrerin Ester-Maria Wedler und Gundula Bomm von der Erwachsenenbildung auch engagierte Gemeindeglieder angehören. Eine davon ist Uta Haase. Die Kinderärztin im Ruhestand gehört zum Zielpublikum, wobei die Vormittagsreihe allen offen steht, die Zeit haben und sich für eines der Themen interessieren.</p>
<p>Allerdings, so Schilling, würden Erziehungsthemen eher nicht auf dem Programm stehen, dafür Generationenfragen. Uta Haase ist zudem Mitglied im Beirat der Seniorenakademie der Stadt Gotha. Sie versteht das ­Forum als Ergänzung zur Seniorenakademie, nicht als Konkurrenz. Denn was die evangelische Kirche anbiete, sei Gemeindearbeit im umfassenden Sinne. Außerdem, so schätzt sie ein, seien die Gemeindeglieder eher keine Besucher der Seniorenakademie. »Kloster und Bildung gehören zusammen«, betont Gundula Bomm. Deshalb sei hier ein guter Ort für Begegnung und Diskussion.</p>
<p>Begonnen wird der Vormittag mit einem Stehkaffee und lockerer Begegnung, bevor um 10 Uhr Vortrag und Diskussion folgen. Anschließend sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Mittagsgebet in die Sakristei der Augustinerkirche eingeladen. Und wer möchte, kann danach am gemeinsamen Mittagessen im Klostercafé teilnehmen. »Wir verstehen uns wie das Forum in der Antike als Ort, an dem man miteinander ins Gespräch kommt und gemeinsam nach Antworten sucht auf die gesellschaftlichen und religiösen Fragen der Zeit«, heißt es im Faltblatt. Kirchenrätin Gundula Bomm hat einen Karton ­davon im Regal stehen. Die Informa­tionsblätter müssen nun unter die Leute gebracht werden.</p>
<p>Acht Foren sind für dieses Jahr ­geplant. Der wohl prominenteste Referent wird am 19. Mai Henning Scherf sein, ehemaliger Bürgermeister von Bremen. Er spricht über »Meine Erfahrungen für die Zukunft«.</p>
<p>Auch theologische Themen stehen auf dem Programm, jedoch keine hochakademischen Ausführungen, sondern »alltagstaugliche« Vorträge wünscht sich Jürgen Schilling. Er ist sich sicher, dass das »Evangelische Forum Gotha« eine gute Tradition werden kann.</p>
<p><em>Dietlind Steinhöfel</em></p>
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