Humanitäre Katastrophe
20. August 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT
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Der schleppende Beginn der Hilfsaktionen für die über 20 Millionen Menschen, die von den Überflutungen in Pakistan betroffen sind, ist für die Betroffenen nichts anderes als eine zweite Katastrophe. Von einer Spendenflut wie nach dem Tsunami ist derzeit jedenfalls noch nicht sehr viel zu sehen – auch wenn sich die Direktorin der Diakonie-Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel, bereits am vergangenen Freitag beeindruckt von der Spendenbereitschaft der Deutschen zeigte. Doch die wenigen Millionen Euro, die bislang auf den Konten der Hilfsorganisationen eingingen, sind nichts im Vergleich zur Größe der deutschen Bevölkerung. Statistisch gesehen sind wir noch weit davon entfernt, dass jeder Bundesbürger auch nur einen Euro gespendet hat.
Da wiegt es umso schwerer, wenn mitten in einer Flutkatastrophe der im Haushalt des Auswärtigen Amtes angesiedelte Etat für humanitäre Hilfe um 20 Prozent gekürzt wird. Zurecht beklagen Diakonie und Caritas dieses realitätsferne Vorgehen der Bundesregierung. Denn so wenig Naturkatastrophen vorhersagbar sind: Der Klimawandel wird nach Meinung der meisten Experten dazu führen, dass ihre Zahl eher weiter steigt als fällt. Staatliche Hilfe wie Spendengelder werden sich auf immer mehr Katastrophen aufteilen müssen. Wer da bei der humanitären Hilfe kürzt, wird eines Tages selbst in den Fluten untergehen.
Benjamin Lassiwe







