Aufklärung tut not

5. November 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Das jüdische Leben in Thüringen hat sich in den letzten Jahren verändert. Nach 72 Jahren gibt es nun wieder einen Rabbiner. Dietlind Steinhöfel sprach mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde, Wolfgang Nossen.

Wolfgang Nossen (Foto: J.-U. Koch)

Wolfgang Nossen (Foto: J.-U. Koch)

Herr Nossen, was hat sich seit 1990 für die Jüdische Landesgemeinde Thüringen verändert?
Nossen: Sie ist vor allem größer geworden. 1989 gab es in Thüringen 26 Mitglieder. Jetzt haben wir rund 850. Mit den schwindenden Mitgliederzahlen in der DDR-Zeit wurden es auch weniger Gottesdienste. Mein Vorgänger, Rafael Scharf-Katz, bot welche zu den hohen ­jüdischen Feiertagen an.

Ist die Gemeinde durch die Zuwanderer orthodoxer geworden?
Nossen: Nein. Die Erfurter Gemeinde war noch nie orthodox, sondern immer eine liberale Gemeinde. Das sieht man schon daran, dass es ein Harmonium in der Synagoge gibt. In der zerstörten gab es sogar eine Orgel. Musikinstrumente gibt es in orthodoxen Gemeinden nicht. Die Juden, die aus der ehemaligen Sowjetunion kommen, sind religiös entwurzelt. Wir versuchen, ihnen ihre Wurzeln näherzubringen. Da erfahre ich von Aufgeschlossenheit bis zur blanken Ablehnung alles.

Wie ist die Altersstruktur?
Nossen: Die Situation in unseren kleinen Gemeinden ist sehr schwierig. Wir haben nicht einmal zehn Prozent schulpflichtige Kinder. Dieses Jahr gab es zwei Jungen, die Bar Mizwa feierten. Nächstes Jahr gibt es keinen. Anders ist es in den Großgemeinden wie Berlin, München oder Frankfurt/Main, wo zu spüren ist, wie das Judentum die Gesellschaft bereichert. Gerade Berlin ist für junge israelische Künstler ein Magnet.
Bei uns wollen manche Eltern nicht, dass sie und ihre Kinder als Juden erkannt werden. Sie haben Angst. Ich kritisiere schon seit Jahren die Aufklärung in den Schulen und das Vorgehen der Justiz. Die Kinder wissen nichts über die Geschichte. Wenn Schulklassen in die Synagoge kommen, gibt es immer sehr erstaunte Gesichter. Auch rechts-extreme Straftäter sollten zum Geschichtsunterricht verurteilt werden. Gefängnis steigert oft ihre ­Aggressivität. Und es hilft auch nicht zu sagen, das darfst du nicht. Aufklärung tut not!

Was erwarten Sie vom neuen Rabbiner?
Nossen: Seine Einführung ist ein sehr positives Ereignis. Am 4. November wird Konstantin Pal (31) in Berlin ordiniert und am 12. November in Erfurt eingeführt. Er ist für die drei Gemeinden in Jena mit 170 Mitgliedern, Nordhausen mit 35, und Erfurt zuständig. Ich denke, dass er einen sehr positiven Einfluss auf das Gemeindeleben haben wird und dass wir zusammenrücken. Ich freue mich und bin ­gespannt.

Wie ist das Verhältnis zur evangelischen Kirche?
Nossen: Mit Pröpstin Elfriede Begrich hatten wir eine sehr gute ­Beziehung, ebenso mit ihrem Vorgänger Joachim Jäger. Wie es ­weitergeht, werden wir sehen. Ich habe demnächst ein Gespräch mit Landesbischöfin Ilse Junkermann.

<h3>Erfurt hat wieder einen Rabbiner</h3> Mit Konstantin Pal (31) kommt nach 72 Jahren wieder ein Rabbiner nach Erfurt. Der gebürtige Moskauer kam 1989 mit den Eltern nach Westberlin. Im Jahr 2000 gehörte er zum ersten Abiturjahrgang der neuen ­Jüdischen Oberschule in der Bundeshauptstadt. Nach seinem ­Magisterstudium in Potsdam zur Geschichte  des Chanukkahfestes absolvierte er in diesem Jahr die Ausbildung am liberalen Potsdamer Geiger-Kolleg. Am 4. November wurde er in Berlin ordiniert. (Foto: Jens König)


Erfurt hat wieder einen Rabbiner

Mit Konstantin Pal (31) kommt nach 72 Jahren wieder ein Rabbiner nach Erfurt. Der gebürtige Moskauer kam 1989 mit den Eltern nach Westberlin. Im Jahr 2000 gehörte er zum ersten Abiturjahrgang der neuen ­Jüdischen Oberschule in der Bundeshauptstadt. Nach seinem ­Magisterstudium in Potsdam zur Geschichte des Chanukkahfestes absolvierte er in diesem Jahr die Ausbildung am liberalen Potsdamer Geiger-Kolleg. Am 4. November wurde er in Berlin ordiniert. (Foto: Jens König)



Besser koordienieren

29. Oktober 2010 von redaktionguh  
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Der Kulturausschuss des Bundestages befasste sich Anfang Oktober mit der Lutherdekade. Patrick Kurth, FDP-Abgeordneter aus dem Kyffhäuserkreis, kritisierte die zu nationale Ausrichtung. Benjamin Lassiwe fragte nach.
 

patrick-kurthHerr Kurth, was erwarten Sie von der Lutherdekade?
Kurth: Ich würde mir einige unmittelbare und dringend nötige Schritte wünschen, um die Lutherdekade zu optimieren. Erstens ­bedarf es aus meiner Sicht einer verbesserten Koordination und Bündelung der einzelnen Akteure sowie deren Kompetenzen.
Zweitens müssen sich die Beteiligten breiter aufstellen, wobei die Aktivitäten Wittenbergs als Vorbild dienen sollten. Bisher weitgehend unberücksichtigt ist die weltumspannende Bedeutung und das damit verbundene touristische und wirtschaftliche Potenzial. Ich wünsche mir zudem, das Bewusstsein für das Jubiläum im Ausland zu stärken und die Öffentlichkeitsarbeit internationaler auszurichten.

Im Kulturausschuss haben Sie kritisiert, dass die Dekade zu akademisch und zu theologisch daherkomme. Was heißt das konkret?
Kurth: Das Thema Reformation ist aus wissenschaftlicher Sicht höchst bedeutsam und anspruchsvoll. Die theologische Bedeutung wird richtigerweise auf höchstem Niveau aufgearbeitet und präsentiert. Insgesamt fehlt aber eine ausreichende Berücksichtigung der wirtschaftlichen Aspekte und die enormen Chancen für die beteiligten Regionen. Es muss gerade auch um das Interesse von Personen und vor allem Jugendliche geworben werden, die bislang nicht tief in der Thematik verwurzelt sind.
Die Lutherdekade kann zudem für die Region als Signal der Einheit fungieren. Sie verbindet die drei Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Diese Verbundenheit gilt es, auch in Zukunft zu bewahren.

Wie steht die FDP zu den staatlichen Investitionen in die Dekade?
Kurth: Grundsätzlich begrüßt die FDP, dass die christlich-liberale Koalition es der Bundesregierung ermöglicht, nun in die Förderung von Projekten einzusteigen.
Natürlich darf es nicht bei dem Engagement des Bundes bleiben, vielmehr sind die beteiligten Länder, Kommunen und vor allem auch die Verbände, Kirchen sowie weitere beteiligte Institutionen und Personen gefordert, ihren Beitrag zum Gelingen der Lutherdekade zu leisten, nicht nur rein finanziell.

Welche Rolle soll Wittenberg in der Dekade spielen, und was erwarten Sie für die übrigen Lutherstätten?
Kurth: Die Lutherstadt Wittenberg ist ein herausragender Ort des Wirkens Martin Luthers. Augenscheinlich ist jedoch die Konzentration auf einen Ort nicht das Ergebnis einer entsprechenden Planung, sondern ist eher der Aktivität vor Ort zu verdanken. Eine solche aus Zufälligkeit und Sprunghaftigkeit entstehende Konzentration hilft nicht und ist Beleg für eine bisher mangelnde Gesamtkoordination.

Bildung und Gerechtigkeit

20. August 2010 von redaktionguh  
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Die Sparpläne des Thüringer Bildungsministeriums im Bereich der freien Schulen sind bei den Kirchen auf heftige Kritik gestoßen. »Glaube+Heimat« befragte Minister Christoph Matschie dazu.

Christoph Matschie (SPD), Diplom-Theologe, seit 2009 Thüringer Kultusminister und stellvertretender Ministerpräsident

Christoph Matschie (SPD), Diplom-Theologe, seit 2009 Thüringer Kultusminister und stellvertretender Ministerpräsident

Herr Minister Matschie, bisher hat es den Anschein, dass Ihr Ministerium vor allem im Bereich der freien Träger spart. Ist das nicht der Weg des geringsten Widerstandes?
Matschie: Wir stehen in Thüringen vor einer dramatischen Haushaltssituation. Im Landesetat klafft nächstes Jahr zwischen den prognostizierten Einnahmen und Ausgaben eine Lücke von 1,2 Milliarden Euro. An den notwendigen Einsparungen muss sich auch mein Haus beteiligen. Dabei stellen wir alle Bereiche auf den Prüfstand, auch die staatliche Förderung der Thüringer Schulen in freier Trägerschaft. In diesem Bereich liegen wir über dem Bundesdurchschnitt, insbesondere bei den Regelschulen, wo wir bundesweit am meisten fördern. Hier ist es möglich zu sparen, ohne die Qualität zu gefährden. Wichtig ist: Es wird keine Schule in freier Trägerschaft in ihrem Bestand gefährdet.

Die Evangelische Schulstiftung beklagt die fehlende Kommunikation im Vorfeld. Haben die freien Träger noch Einfluss auf den Gesetzentwurf innerhalb eines Stellungnahmeverfahrens?
Matschie: Die freien Träger waren über die anstehende Novellierung informiert. Einige freie Träger haben dem zuständigen Fachreferat in meinem Hause Änderungsvorschläge übergeben, die im Rahmen der Erstellung des Gesetzentwurfs geprüft wurden und in vielen Punkten auch Berücksichtigung fanden. Aktuell führen wir das Anhörungsverfahren durch und geben allen freien Schulträgern Gelegenheit, ihre Stellungnahmen abzugeben. Berechtigte Hinweise werden wir natürlich berücksichtigen.

Wenn evangelische Schulen und andere freie das Schulgeld anheben müssen, steht dann nicht die Bildungsgerechtigkeit auf dem Spiel? Kann das Ihr Ziel sein?
Maschie: Die Bildungsgerechtigkeit ist nicht gefährdet. Unser Schulgesetz bestimmt, dass Schulen in freier Trägerschaft nur dann staatlich gefördert werden, wenn sie Regelungen gegen eine soziale Selektion vorsehen. Im Übrigen sollte eine Erhöhung des Schulgelds immer nur die letzte Möglichkeit sein. Zunächst geht es auch für die freien Träger darum, alle Effizienzreserven voll auszuschöpfen und genau wie das Land alle Ausgaben exakt zu prüfen.
Wenn wir über Gerechtigkeit sprechen, gehört allerdings auch folgender Gedanke dazu: Die Tatsache, dass es aufgrund eines Gerichtsurteils Lehrerüberhänge an staatlichen Schulen gibt, darf nicht zu höheren Zahlungen für die Schulen in freier Trägerschaft führen, wie es gegenwärtig noch ist.

Fürchtet der Staat als Schulträger die Konkurrenz der freien Schulen?
Matschie: Ich will Thüringen zum Bildungsland Nummer eins machen. Dazu gehören auch die Schulen in freier Trägerschaft, die zur vielfältigen Bildungslandschaft beitragen. Sie sind eine gesunde Konkurrenz. Ihre Arbeit schätze ich sehr.

Eine schlecht verheilte Wunde

21. Januar 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Interview: Bischöfin Ilse Junkermann über Missverständnisse in der Versöhnungsdebatte und einladende Gottesdienste

Ihre Äußerungen zur Versöhnung mit DDR-Tätern und zu Gottesdiensten mit geringen Teilnehmerzahlen haben ­Widerspruch provoziert. Dietlind Steinhöfel sprach mit Ilse Junkermann.

Hat keine Angst vor heißen Eisen: Landesbischöfin Ilse Junkermann 	(Foto: Heiko Kleinschmidt)

Hat keine Angst vor heißen Eisen: Landesbischöfin Ilse Junkermann (Foto: Heiko Kleinschmidt)

Frau Landesbischöfin, Ihr Aufruf zur Versöhnung zwischen Opfern und Tätern des DDR-Regimes hat hohe Wellen geschlagen. Hatten Sie mit diesen Reaktionen gerechnet?

Junkermann: Dass es Reaktionen gibt, darauf habe ich gehofft. Ich habe nicht damit gerechnet, so missverstanden zu werden, als ob ich sage: Versöhnung hieße, Schwamm drüber. Das bedauere ich außerordentlich. Denn mir steht klar vor Augen, dass gerade die Opfer noch weniger vergessen können, weil sie unter den Folgen bis heute leiden. Aber man kann nicht pauschal sagen: So geht es den Opfern und so den Tätern oder so sind die Opfer und so die Täter.

Mein Anliegen ist ein seelsorger­liches, zu schauen, wie es den konkreten einzelnen Menschen geht: die bespitzelt wurden, die im Gefängnis waren oder die in ganz unterschiedlicher Weise Täter waren.

Sie fassen gleich zum Anfang Ihrer Amtszeit ein so heißes Eisen an?

Junkermann: Versöhnung ist immer ein heißes Eisen, weil Menschen ­verletzt und Menschen schuldig geworden sind. Ich habe gemerkt, dass dieses Thema unter der Oberfläche schwelt. Es ist wie bei einer schlecht verheilten Wunde.

Ein Leser schrieb: »Wir sind schon weiter, als Frau Junkermann meint.« Sehen Sie das anders?

Junkermann: Ich dachte auch, dass alle schon weiter sind. Und dass ich deshalb nicht groß erläutern muss, was Versöhnung ist und wie Versöhnung geht. Ich habe mich sehr über diesen Leserbrief gefreut. Er zeigt, dass es einen Weg gibt und Versöhnung nicht unmöglich ist. Und dass dieser Weg schon gegangen wird. Das finde ich ermutigend.

Ich bin erschrocken, wie präsent die Verletzungen sind und wie offen die Frage ist, wohin damit. Ich sehe meine Aufgabe darin zu sagen: Wir sind als Christen so frei, Dinge anzusprechen, die weh tun. Wir haben von Gott den Auftrag, zur Versöhnung einzuladen. Dabei habe ich kein fertiges Konzept. Ich spreche in diesen Wochen Menschen an, die mir geschrieben haben – zustimmend wie ablehnend. Ich möchte sie einladen, bei ­einem Treffen gemeinsam zu überlegen: Wie können wir als Kirche solche Gesprächsräume eröffnen?

Das zweite Thema, das die Menschen unserer Landeskirche beschäftigt: Gottesdienst erst ab zehn Besuchern zu feiern. Muss man nicht unterscheiden zwischen Land und Stadt?

Junkermann: Ja, man muss immer unterscheiden. Deswegen habe ich es auch als Frage gestellt: zu überlegen, ob auf Dauer Gottesdienste mit weniger als zehn Menschen noch feierliche und festliche Gottesdienste sind. Und vor allem, ob sie einladend sind, ­ausdrücklich auch für Menschen,  die bisher nicht kommen oder selten. Die treue Arbeit gerade in kleinen ­Gemeinden hat meinen uneingeschränkten Respekt.

Gleichzeitig möchte ich fragen, ob wir ab und zu über diese Realität ­hinauswachsen können. Ich möchte, dass wir darüber reden, auch wenn es schwerfällt. So werden wir offen für Ideen, die wir vielleicht noch nicht ausprobiert haben.

Die Gemeinde-Agende des Kirchenkreises Egeln hat den Publikumspreis beim EKD-Zukunftskongress bekommen, weil sie genau darauf reagiert: Wie können wir anders Gottesdienst feiern und wieder mehr Menschen gewinnen? Ich wünsche mir, dass Menschen sich sonntags austauschen: Wie sieht unser Gottesdienst im Alltag aus? Wie kann in unserem Dorf deutlich werden, dass wir einen Auftrag in der Welt haben? Wer braucht unsere Hilfe? Aber bei aller Diskussion gilt: Die Menschen, die sonntags kommen – und seien es nur vier –, sollen wirklich Trost und Zuspruch finden. Also Kirchen schließen, Menschen nach Hause schicken – das halte ich für ausgeschlossen.

Ist Regionalisierung eine Lösung?

Junkermann: Zu großen regionalen Gottesdiensten zu einem Thema, für Jugendliche oder für eine andere Zielgruppe einzuladen, ist wichtig. Aber es ist ebenso wichtig zu fragen, was Menschen an Heimat suchen und ­womit sie sich identifizieren. Nicht zuletzt zählen da auch die vielen mit viel Einsatz der Gemeindeglieder wunderbar hergerichteten Kirchenräume. Man muss jeweils vor Ort entscheiden, was geht, weil die Mentalität in den Regionen sehr unterschiedlich ist.

Eine letzte Frage: Wie stehen Sie zur Äußerung der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmnn zu Afghanistan?

Junkermann: Bischöfin Margot Käßmann hat den umstrittenen Satz »In Afghanistan ist nichts gut« in einer Predigt gesagt. Er muss im Zusammenhang der ganzen Predigt verstanden werden. Es geht um die Frage: Gerät der zivile Aufbau, der ja angestrebt wird, in Vergessenheit? Das ist auch, was die Bürger bewegt. Ich teile die Ansicht, dass Friedensarbeit wichtiger sein muss als militärisches Engagement.

Wir haben als Kirche den Auftrag, daran zu erinnern, dass Krieg nach Gottes Willen nicht sein soll. Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir auch bei denen sind, die unter Einsatz ihres Lebens nach Afghanistan gehen, demokratisch beaufragt. Unsere Landessynode hat im November einen Klartext beschlossen: Truppenabzug sobald als möglich, Stärkung der ­Friedenshilfe, sodass sie Vorrang vor Militärischem hat, und die Diskussion darüber, damit Entscheidungen immer wieder überprüft werden. Das hat Bischöfin Käßmann angeregt, ganz wie es zu ihrem Auftrag gehört.