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	<title>⇒ Glaube + Heimat &#187; Jürgen Schilling</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Forum am Vormittag</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 16:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Ester-Maria Wedler]]></category>
		<category><![CDATA[Gotha]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Schilling]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengemeinde Gotha]]></category>

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		<description><![CDATA[Traditionelle kirchliche Angebote brauchen eine Ergänzung. Da ist sich Jürgen Schilling, Pfarrer in Gotha, sicher. Und nicht nur in der ­Familien- oder Jugendarbeit müssen neue Wege beschritten werden, sondern auch jene, die das Berufsleben hinter sich haben, gestalten heute ­ihren Alltag anders als noch vor 30 Jahren.
»Der klassische Seniorenkreis erreicht viele nicht mehr«, sagt Schilling. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1924" class="wp-caption alignleft" style="width: 570px"><img class="size-full wp-image-1924 " title="zgo3u30" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/02/zgo3u30.jpg" alt="Keine neue Erfindung, aber ein neues Angebot in der Residenzstadt Gotha: ein evangelisches Forum, vor allem für ­Menschen, die nicht mehr im Berufsleben stehen. Pfarrerin Esther-Maria Wedler, Kirchenrätin Gundula Bomm, Pfarrer ­Jürgen Schilling und die Kinderärztin Uta Haase (von links) präsentieren das Werbematerial.	 Foto: Helmut Fischer" width="560" height="373" /><p class="wp-caption-text">Keine neue Erfindung, aber ein neues Angebot in der Residenzstadt Gotha: ein evangelisches Forum, vor allem für ­Menschen, die nicht mehr im Berufsleben stehen. Pfarrerin Esther-Maria Wedler, Kirchenrätin Gundula Bomm, Pfarrer ­Jürgen Schilling und die Kinderärztin Uta Haase (von links) präsentieren das Werbematerial.	 Foto: Helmut Fischer</p></div>
<p>Traditionelle kirchliche Angebote brauchen eine Ergänzung. Da ist sich Jürgen Schilling, Pfarrer in Gotha, sicher. Und nicht nur in der ­Familien- oder Jugendarbeit müssen neue Wege beschritten werden, sondern auch jene, die das Berufsleben hinter sich haben, gestalten heute ­ihren Alltag anders als noch vor 30 Jahren.</p>
<p>»Der klassische Seniorenkreis erreicht viele nicht mehr«, sagt Schilling. Gotha sei eine vergleichsweise alte Stadt. Die Fachschulen sind »weggewandert« und damit auch die jungen Leute. Von den 48.000 Einwohnern sind 13.000 über 60 Jahre alt. In der evangelischen Kirche sei der Anteil prozentual sogar noch höher, so der Pfarrer. Mit einem »Evangelischen ­Forum« im <a href="http://www.augustinerkloster-gotha.de/" target="_blank">Augustinerkloster Gotha</a> wollen nun die <a href="http://www.kirchgemeinde-gotha.de/" target="_blank">Kirchengemeinde Gotha</a> und die Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen, die im Augustinerkloster ihr Büro für die Region West hat, neue Wege beschreiten und auf die veränderte Situation eingehen.</p>
<p>Jeweils am zweiten Mittwoch im Monat können sich Menschen zu ­einem vielfältigen Programm treffen. Am 10. Februar beginnt die neue Reihe mit einem Vortrag von Altbischof Werner Leich, der über die Auf- und Umbrüche in Kirche und Gesellschaft reden wird. Sein Blick wird nicht nur zurückgehen, informiert Schilling, sondern auch Visionen für die Zukunft umreißen.</p>
<p>Das Konzept wurde in einer Gruppe erarbeitet, der neben Jürgen Schilling, Pfarrerin Ester-Maria Wedler und Gundula Bomm von der Erwachsenenbildung auch engagierte Gemeindeglieder angehören. Eine davon ist Uta Haase. Die Kinderärztin im Ruhestand gehört zum Zielpublikum, wobei die Vormittagsreihe allen offen steht, die Zeit haben und sich für eines der Themen interessieren.</p>
<p>Allerdings, so Schilling, würden Erziehungsthemen eher nicht auf dem Programm stehen, dafür Generationenfragen. Uta Haase ist zudem Mitglied im Beirat der Seniorenakademie der Stadt Gotha. Sie versteht das ­Forum als Ergänzung zur Seniorenakademie, nicht als Konkurrenz. Denn was die evangelische Kirche anbiete, sei Gemeindearbeit im umfassenden Sinne. Außerdem, so schätzt sie ein, seien die Gemeindeglieder eher keine Besucher der Seniorenakademie. »Kloster und Bildung gehören zusammen«, betont Gundula Bomm. Deshalb sei hier ein guter Ort für Begegnung und Diskussion.</p>
<p>Begonnen wird der Vormittag mit einem Stehkaffee und lockerer Begegnung, bevor um 10 Uhr Vortrag und Diskussion folgen. Anschließend sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Mittagsgebet in die Sakristei der Augustinerkirche eingeladen. Und wer möchte, kann danach am gemeinsamen Mittagessen im Klostercafé teilnehmen. »Wir verstehen uns wie das Forum in der Antike als Ort, an dem man miteinander ins Gespräch kommt und gemeinsam nach Antworten sucht auf die gesellschaftlichen und religiösen Fragen der Zeit«, heißt es im Faltblatt. Kirchenrätin Gundula Bomm hat einen Karton ­davon im Regal stehen. Die Informa­tionsblätter müssen nun unter die Leute gebracht werden.</p>
<p>Acht Foren sind für dieses Jahr ­geplant. Der wohl prominenteste Referent wird am 19. Mai Henning Scherf sein, ehemaliger Bürgermeister von Bremen. Er spricht über »Meine Erfahrungen für die Zukunft«.</p>
<p>Auch theologische Themen stehen auf dem Programm, jedoch keine hochakademischen Ausführungen, sondern »alltagstaugliche« Vorträge wünscht sich Jürgen Schilling. Er ist sich sicher, dass das »Evangelische Forum Gotha« eine gute Tradition werden kann.</p>
<p><em>Dietlind Steinhöfel</em></p>
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		<title>Hinterm Horizont geht’s weiter</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 13:58:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort zur Woche]]></category>
		<category><![CDATA[2. Timotheus 1]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Schilling]]></category>

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		<description><![CDATA[Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. 
2. Timotheus 1, Vers 10
ch gehe über unseren Friedhof. Die Blätter der Bäume rascheln im Wind. Mein Weg führt vorbei an einer Stele. Sie hat ihren Platz auf der sogenannten grünen Wiese. Hier werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. </strong><br />
<em>2. Timotheus 1, Vers 10</em></p></blockquote>
<p><div id="attachment_896" class="wp-caption alignleft" style="width: 204px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2009/09/juergen-schilling.jpg" alt="Jürgen Schilling" width="194" height="278" class="size-full wp-image-896" /><p class="wp-caption-text">Jürgen Schilling</p></div>Ich gehe über unseren Friedhof. Die Blätter der Bäume rascheln im Wind. Mein Weg führt vorbei an einer Stele. Sie hat ihren Platz auf der sogenannten grünen Wiese. Hier werden Urnen beigesetzt, die kein eigenes Grab mit Stein und Namen erhalten. Die Stele trägt die Inschrift: »Begrenzt ist das Leben, doch unendlich die Erinnerung.« </p>
<p>Ich stocke und denke: Was da steht, ist falsch. Andersherum wird ein richtiger Gedanke daraus. Denn begrenzt ist unsere Fähigkeit, sich zu erinnern. Leider Gottes verblasst manche Erinnerung viel zu schnell. Ewiges Leben aber, das gibt es.</p>
<p>Das sind meine Überlegungen. Zugleich weiß ich, dass die Gedanken jener, die zu einem Grab gehen, andere sind. Sie haben den Tod vor Augen und den sehnlichen Wunsch im Herzen, die Erinnerung möge nie vergehen. Was ist ewiges Leben für sie?</p>
<p>Manches bleibt ja wirklich. Homers Ilias und Goethes Osterspaziergang. Luthers »Hier stehe ich &#8230;!« und van Goghs Sonnenblumen. Bachs »Jauchzet, frohlocket!« und Augustins »Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir«. Auch Großmutters Kuchenrezept wird noch in der Generation der Urenkel weitergegeben. Bleibt es auch ewig?</p>
<p>Auf dem Weg komme ich an einem Grabstein vorbei, auf dem steht: »Ich lebe und ihr sollt auch leben.« Christus sagt das in einer seiner Abschiedsreden. Ich frage mich: Was denken die, die eben noch gelesen haben, das Leben sei begrenzt? Ob sie den Horizont erkennen, den Jesus uns damit eröffnet?</p>
<p>Ich gehe weiter und stelle fest, ein Friedhof ist ein geschäftiger Ort. Hier gibt es ein Kommen und Gehen, es wird mit Harke und Gießkanne hantiert, man trifft Bekannte, fragt sie, wie es ihnen geht, erzählt vom eigenen Leben. Es werden auch Tränen geweint. Und es wird die Auferstehung Jesu verkündet. </p>
<p>Ich gehe durchs Tor zurück in die Stadt. Und ich bin mir sicher: Erinnerungen dürfen verblassen. Denn das Leben bleibt.</p>
<p><em> Jürgen Schilling,  Pfarrer in Gotha</em></p>
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