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	<title>Glaube + Heimat &#187; Katja Albrecht</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>»Es darf in der Kirche kein Klima des Vertuschens geben«</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 11:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Frühwald]]></category>
		<category><![CDATA[Jesuitenorden]]></category>
		<category><![CDATA[Katja Albrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>

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		<description><![CDATA[EKM-Personaldezernent Christian Frühwald über den Umgang mit Missbrauchsfällen
Herr Frühwald, die katholische Kirche wird derzeit durch das Bekanntwerden immer neuer Missbrauchsfälle erschüttert. Sind Sie überrascht, wie viel da jetzt an die Öffentlichkeit gelangt?
Frühwald: Erst mal bin ich froh, dass es überhaupt ans Licht kommt. Bei aller ökumenischen Verbundenheit, darf es keine Räume in unserer Schwesterkirche geben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>EKM-Personaldezernent Christian Frühwald über den Umgang mit Missbrauchsfällen</strong></p>
<p><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/02/9-fruehwald-christian-195x300.jpg" alt="9-fruehwald-christian" title="9-fruehwald-christian" width="195" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-2099" /><strong>Herr Frühwald, die katholische Kirche wird derzeit durch das Bekanntwerden immer neuer Missbrauchsfälle erschüttert. Sind Sie überrascht, wie viel da jetzt an die Öffentlichkeit gelangt?<br />
Frühwald:</strong> Erst mal bin ich froh, dass es überhaupt ans Licht kommt. Bei aller ökumenischen Verbundenheit, darf es keine Räume in unserer Schwesterkirche geben, in denen dieses schwere Verbrechen geduldet wird. Sexueller Missbrauch ist ein Verbrechen.<br />
Zweitens zeigt die große Anzahl von Fällen, dass nicht nur Aufklärung, sondern vor allem eine offene Debatte in der Römisch-Katholischen Kirche Not tut. Die Ausbildung, die Rolle und die Lebensweise der Priester muss ebenso zur Diskussion gestellt werden wie das scheinbar in bestimmten katholischen Einrichtungen herrschende Klima der Angst, Fehler und Nöte zu offenbaren.</p>
<p><strong>Gab oder gibt es aktuell in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Missbrauchsfälle? Wie viele sind Ihnen bekannt?<br />
Frühwald:</strong> Es gab in der Vergangenheit vereinzelte Fälle in der EKM, allerdings sind mir aus den letzten sieben Jahren nur zwei bekannt. In diesen Fällen haben wir klar und konsequent gehandelt und die Täter aus dem kirchlichen Dienst entfernt. Häufiger sind leider in den letzten Jahren Straftaten im Kontext der Kinderpornografie entdeckt worden, die ich für genauso menschenverachtend und bestrafenswert halte.</p>
<p><strong>Ist die evangelische Kirche eher vor sexuellen Übergriffen auf Schutzbefohlene gefeit?<br />
Frühwald:</strong> Auch wir sind nur ein Querschnitt der Gesellschaft, das heißt es kann auch uns passieren. Gerade in den Bereichen, wo Erwachsene mit Kindern und Jugendlichen gemeinsam leben und arbeiten, müssen wir aufmerksam sein und für Aufklärung und Stärkung der Kinder sorgen. Unsere Konferenz der Mitarbeitenden in der Jugendarbeit hat dazu gerade eine Handreichung beschlossen, die wir als Kirchenamt in den nächsten Monaten jetzt in Handlungen, also Fortbildungen und Schulungen umsetzen werden.</p>
<p><strong>In der katholischen Kirche sind in der Vergangenheit die Fälle unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt worden. Jetzt versucht der Jesuitenorden dem Verdacht entgegenzuwirken, hier werde etwas vertuscht. Wie muss Kirche angemessen reagieren, wenn ein Verdacht aufkommt?<br />
Frühwald:</strong> Da gibt es nur eine Antwort: in Klarheit und Konsequenz. Die Beschuldigten müssen sofort suspendiert werden, um auch sie und ihre Familien zu schützen. Denn auch in diesem Bereich gilt die Unschuldsvermutung bis zum Beweis der Schuld. Es muss alles getan werden, um den Opfern den Raum zu eröffnen, den sie brauchen. Vor allem aber müssen kompetente und geschulte Juristen, wenn nötig sogar der Staatsanwalt, die Untersuchungen durchführen. Es darf kein Klima des Vertuschens durch die Führungskräfte erzeugt werden.<br />
<strong><br />
Die Opfer geraten bei der Diskussion schnell aus dem Blick. Was kann die Kirche für sie tun?<br />
Frühwald:</strong> Wir müssen Ansprechpartner benennen. Mit unserer Gleichstellungsbeauftragten Katja Albrecht haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie öffnet Männern wie Frauen einen geschützten Raum, in dem sie erzählen können. Sie kann sie gezielt unterstützen, die Vorwürfe überprüfen zu lassen. Durch ihre Stellung außerhalb der kirchlichen Hierarchie ist diese Funktion der Gleichstellungsbeauftragten unersetzlich für ein offenes und vertrauensvolles Klima in unserer Kirche. Darüber hinaus müssen auch die Leitenden aus Kirchenamt und Bischofskonvent offen sein für Gespräche mit den Betroffenen. Ihre Geschichte und die Bearbeitung muss uns ein Anliegen sein und von uns unterstützt werden.</p>
<p><em>Die Fragen stellte Martin Hanusch.</em></p>
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		<title>Mehr weibliche Führungskräfte angemahnt</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 10:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Diakonisches Werk]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Katja Albrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Silke Kösel]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Claus]]></category>

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		<description><![CDATA[»Forum  Gleichstellungsarbeit« diskutierte in Halle über konkrete Schritte
An der Spitze der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) stehen Frauen: eine Bischöfin und eine Kirchenamtspräsidentin. Das spiegelt jedoch nicht die Situation in der Landeskirche wider. So werden im Landeskirchenamt lediglich zehn der 29 Referate von Frauen geleitet. Noch weniger weibliche Führungskräfte finden sich auf der mittleren Ebene. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>»Forum  Gleichstellungsarbeit« diskutierte in Halle über konkrete Schritte</strong></p>
<div id="attachment_1858" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-1858  " style="border: 0pt none;margin: 2px" title="Portrait-Albrecht-draussen3" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/01/Portrait-Albrecht-draussen3.jpg" alt="In Gleichstellungsfragen kompentent: Katja Albrecht, Foto: Archiv" width="300" height="398" /><p class="wp-caption-text">In Gleichstellungsfragen kompentent: Katja Albrecht, Foto: Archiv</p></div>
<p>An der Spitze der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) stehen Frauen: eine Bischöfin und eine Kirchenamtspräsidentin. Das spiegelt jedoch nicht die Situation in der Landeskirche wider. So werden im Landeskirchenamt lediglich zehn der 29 Referate von Frauen geleitet. Noch weniger weibliche Führungskräfte finden sich auf der mittleren Ebene. Nur acht Superintendentinnen werden in den 38 Kirchenkreisen ­gezählt. Thomas Claus vom <a href="http://www.g-i-s-a.de/content/artikel/221" target="_blank">Gender Institut Sachsen-Anhalt (GISA)</a> aus Magdeburg stellte am 23. Januar beim »Forum  Gleichstellungsarbeit« in Halle erste Ergebnisse einer Auswertung vor, welche die Geschlechtergerechtigkeit in der EKM untersucht.</p>
<p>Rund 30 Teilnehmerinnen – Männer eingeschossen – diskutierten das Thema. Die Studie habe bisher gezeigt, so Claus, dass zwar in der EKM die Geschlechtergerechtigkeit für richtig gehalten werde, doch es gebe keine strukturelle Verankerung. Gleichstellung müsse einmal durch Führungspersönlichkeiten und zum anderen durch das stetige Bewusstmachen vermittelt werden.</p>
<p>Silke Kösel vom Diakonischen Werk der EKD rollte das Thema ­biblisch-theologisch, historisch und strukturell auf. Frauen hätten zwar viel angestoßen, aber »Frauen in der Kirche hatten immer schon mehr Dienst als Einfluss«. Kirche und Diakonie bewegten sich gerade in der Gleichstellungsfrage zu langsam. »Wir sind keine Heißsporne des Wandels«, verwies die promovierte Theologin auf die Trägheit der Institutionen.</p>
<p>In der anschließenden Podiumsdiskussion und den Arbeitsgruppen ging es um konkrete Schritte. Die Gleichstellungsarbeit müsse aus der »Frauenecke« raus, denn sie sei nicht nur eine Geschlechterfrage, sondern beträfe auch Menschen mit Behinderungen oder Migranten. Einig waren sich die Teilnehmerinnen, dass die Gleichstellungsarbeit nicht alleinige Aufgabe einer Gleichstellungsbeauftragten sein könne.</p>
<p>Katja Albrecht, die dieses Amt in der EKM innehat, war mit dem Ergebnis des Tages zufrieden. Die Teilnehmerinnen hätten sehr konzentriert gearbeitet und konkrete Ziele benannt, unter anderem: EKM-Verfassung in gerechter Sprache, Begleitung von Frauen in Führungsämtern, Fortführung des Mentorings. Katja Albrecht hofft, dass die Kreativität und die Energie dieses Forums in die EKM ­hineinwirkt. Sie wertete es als positives Zeichen, dass die Landeskirche eine Gender-Studie in Auftrag geben hat mit dem Ziel, den Frauenanteil unter den hauptamtlichen Mitarbeitern zu erhöhen. In der EKD sei solch eine Untersuchung bisher einmalig.</p>
<p><em>Dietlind Steinhöfel</em></p>
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