Himmlische Spurensuche

9. April 2010 von Redaktion GLAUBE+HEIMAT  
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Tangermünde lädt am ersten Juniwochenende zum 6. Altmark-Kirchentag ein

Die Initaitoren des Altmärkischen Kirchentages mit den druckfrischen Programmen vor der Stephanskirche in Tangermünde.  Unter dem größten Kirchendach der Altmark gibt es zum Kirchentag viel Musik. Foto: Kerstin Kinszorra

Die Initaitoren des Altmärkischen Kirchentages mit den druckfrischen Programmen vor der Stephanskirche in Tangermünde. Unter dem größten Kirchendach der Altmark gibt es zum Kirchentag viel Musik. Foto: Kerstin Kinszorra

Am 5. und 6. Juni 2010 sind alle Christen der Altmark eingeladen, nach Tangermünde zu kommen, um gemeinsam den 6. Altmärkischen Ökumenischen Kirchentag zu feiern. Das Programm mit Gottesdiensten und Andachten, Konzerten und Theateraufführungen steht in diesem Jahr unter dem Motto »Zeig mir den Himmel«. Die Superintendenten Michael Kleemann (Stendal) und Matthias Heinrich (Salzwedel) werden das Christentreffen am Sonnabendnachmittag eröffnen. Danach erzählt das Musicalprojekt Altmark die Geschichte der »Esther – Königin von Susa«. Zum offiziellen Beginn mit dem Gottesdienst um 17 Uhr sollen zeitgleich alle Kirchenglocken der Altmark läuten.

Sowohl die Landesbischöfin der EKM, Ilse Junkermann, als auch der Bischof des katholischen Bistums Magdeburg, Gerhard Feige, werden Gottesdienste während des Kirchentages gestalten. Eine besondere Herausforderung stellt die Idee der Morgenandachts-Stafette dar. »Wir haben vor, am Sonntagmorgen in den rund 400 Kirchen der Altmark ab 7.30 Uhr gleichzeitig Andacht zu halten«, sagt der Jerichower Pfarrer Christoph Enders. »Wir haben ja in der Altmark die höchste Dichte an Kirchengebäuden in ganz Deutschland und wollen zeigen, dass Kirche in jedem Ort lebendig ist.« Christoph Enders ist zuversichtlich, dass sich in jedem Ort Menschen finden werden, die die Kerzen entzünden, die Glocken läuten und eine kurze Andacht halten. Direkt danach sollen sie sich dann aufmachen zum zentralen Morgengottesdienst in der Tangermünder Stephanskirche, der um 10.15 Uhr beginnt.

»Wir in der Altmark wollen zeigen, dass die   Kirche in jedem Ort lebendig ist«

Danach öffnet rund um das Tangermünder Rathaus der bewährte »Markt der Möglichkeiten«, auf dem sich Initiativen, Gruppen und Vereine vorstellen. Kinder und Jugendliche finden Angebote, die sich speziell an sie richten, an der Nordseite der Stephanskirche. Bis in den Nachmittag hinein gibt es viele Konzerte. Zum Beispiel haben sich mehrere altmärkische Posaunenchöre zusammengetan und geben ein Serenadenkonzert mit dem Titel »Blech in der Rabatte«. Ob die zentrale Podiumsdiskussion am Sonntagmittag ebenso harmonisch wird wie die Musik, bleibt abzuwarten. Die Kirchentagsorganisatoren haben bewusst ein kontroverses Thema gewählt. Unter dem Motto »Energiewunderland Altmark« wollen Umweltschützer und Vertreter großer Energiekonzerne ergründen, wie künftig Energie produziert wird, ob in der Altmark oder anderswo.

Auch neben der Podiumsdiskussion hofft Stendals Superintendent, Michael Kleemann auf ein deutliches Zeichen: »Zum einen nach innen, denn so ein Kirchentag stärkt das Wir-Gefühl der Christen. Und zum anderen nach außen, damit die Gesellschaft darauf aufmerksam wird, dass Christen selbstverständlich dazugehören.« Er hoffe, »dass wir in Tangermünde nicht nur eine Jahreshauptversammlung abhalten«, sondern viele Interessierte anziehen. Die Stadt biete sich dafür hervorragend an.
Zu den vergangenen Altmark-Kirchentagen waren jeweils zwischen 1000 bis 3000 Gäste gekommen, eine ähnliche Besucherzahl wünschen sich die Organisatoren auch für die 6. Auflage Anfang Juni. 

Kerstin Kinszorra

www.altmaerkischer-kirchentag.de