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	<title>Glaube + Heimat &#187; Luther</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>»Zentrum Taufe« nimmt Gestalt an</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 14:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[AFF Architekten]]></category>
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		<description><![CDATA[Bis 2012 soll die Taufkirche Luthers in Eisleben umgestaltet werden.
ie Entscheidung über die Gestaltung des »Zentrums Taufe« in der Sankt-Petri-Pauli-Kirche in Eisleben ist gefallen. 
Das Gutachtergremium unter dem Vorsitz der Dresdner Architektin Angela Mensing-de Jong empfiehlt der Gemeinde Sankt-Andreas-Nikolai-Petri, den Entwurf des Berliner Architekturbüros AFF&#160;Architekten zu realisieren. Der zweite Platz ging an das »complizen«-Planungsbüro aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Bis 2012 soll die Taufkirche Luthers in Eisleben umgestaltet werden.</h5>
<p><div id="attachment_3672" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/09/Taufe.jpg" alt="Alexander Georgi (li.) vom Architekturbüro AFF in Berlin erklärt Björn Teichmann vom Büro für urbane Projekte und Pfarrerin Iris Hellmich seinen Entwurf. (Foto: Heinz Noack)" title="Taufe" width="300" height="447" class="size-full wp-image-3672" /><p class="wp-caption-text">Alexander Georgi (li.) vom Architekturbüro AFF in Berlin erklärt Björn Teichmann vom Büro für urbane Projekte und Pfarrerin Iris Hellmich seinen Entwurf. (Foto: Heinz Noack)</p></div>Die Entscheidung über die Gestaltung des <a href="http://www.kirche-in-eisleben.de/petri_paulikirche.html" target="_blank">»Zentrums Taufe« in der Sankt-Petri-Pauli-Kirche in Eisleben</a> ist gefallen. </p>
<p>Das Gutachtergremium unter dem Vorsitz der Dresdner Architektin Angela Mensing-de Jong empfiehlt der Gemeinde Sankt-Andreas-Nikolai-Petri, den Entwurf des Berliner Architekturbüros AFF&nbsp;Architekten zu realisieren. Der zweite Platz ging an das »complizen«-Planungsbüro aus Halle und Platz drei wurde an den Schweizer Frédéric Dedelley vergeben. Insgesamt bewertete das Gremium fünf Entwürfe.</p>
<p>Kernstück des Vorschlages des Teams um den Architekten Alexander Georgi aus Berlin sind eine neue barrierefreie Bodenplatte und die Verlagerung des Taufortes in das Zentrum. Dabei dominiert ein großes, rundes und ebenerdiges Wasserbecken. In unmittelbarer Nachbarschaft wird der historische Luthertaufstein seinen Platz finden. </p>
<p>Das neue ökumenische Taufzentrum solle sich für alle Taufpraktiken wie das Übergießen, Eintauchen sowie Untertauchen eignen, hieß es. Der historische Annenaltar verbleibt an seinem gegenwärtigen Standort. Das neue Gestühl, Lesepult und Altartisch sollen aus einheimischen Obsthölzern gefertigt werden. »Ein wichtiger Bezug auf die Region, in der einst der Obstbau dominierte«, erklärte der Architekt. Außerdem soll die gesamte Raumbeleuchtung verändert werden.</p>
<p>Wichtig sei für die Jury der sensible Umgang mit der historischen Bausubstanz gewesen, erklärte Mensing-de Jong. Für Superintendent Falko Schilling stellt der Entwurf auch ein Konzept dar, den Menschen nicht nur einen Raum anzubieten. »Sie sollen hier erfahren, was christlicher Glaube ist, und sich hier auch taufen lassen.«</p>
<p>Die Umsetzung des Projektes wird in den Händen von Simone Carstens-Kant vom Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda liegen. Die Arbeiten sollen bis Ende&nbsp;2012 abgeschlossen sein. Für die Gesamtkosten wurden bisher 600.000&nbsp;Euro veranschlagt. Allerdings scheint das letzte Wort in einigen Detailfragen noch nicht gesprochen zu sein. So gibt es nach Ansicht von Björn Teichmann, Büro für urbane Projekte, mit dem Entwurf vorerst ein Grundangebot. »Im weiteren Verlauf wird noch Einzelnes präzisiert werden.«</p>
<p>Für die spätgotische Hallenkirche dürfte es wohl der größte Eingriff in das Erscheinungsbild seit der Reformation sein. Danach wird sich das Innere der Taufkirche Martin Luthers in einem völlig neuen Bild präsentieren.</p>
<p><em>Heinz Noack</em></p>
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		<title>Wettstreit</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 13:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Lutherjubiläum 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Vermarktung]]></category>

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		<description><![CDATA[Droht den Bundesländern Sach­sen-Anhalt und Thüringen ein Wettstreit im Blick auf das Lutherjubiläum 2017? 
Wenn man manchen Berichten der jüngsten Zeit Glauben schenkt, hat das Rennen um die beste Ausgangsposition in der Reformationsdekade längst ­begonnen. Da werden die Lutherstädte Eisleben und Wittenberg plötzlich zu Konkurrenten von Wartburg oder dem Lutherstammort Möhra erklärt. Die Evangelische Kirche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/01/luther.jpg"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/01/luther.jpg" alt="luther" title="luther" width="143" height="496" class="alignright size-full wp-image-1760" /></a>Droht den Bundesländern Sach­sen-Anhalt und Thüringen ein Wettstreit im Blick auf das Lutherjubiläum 2017? </p>
<p>Wenn man manchen Berichten der jüngsten Zeit Glauben schenkt, hat das Rennen um die beste Ausgangsposition in der Reformationsdekade längst ­begonnen. Da werden die Lutherstädte Eisleben und Wittenberg plötzlich zu Konkurrenten von Wartburg oder dem Lutherstammort Möhra erklärt. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) tut gut daran, sich an solchen Streitigkeiten und Spiegelfechtereien nicht zu beteiligen. Ihr Augenmerk muss vielmehr auf die inhaltliche Ausgestaltung der nächsten Jahre gerichtet sein.</p>
<p>Mit Erfurt, Eisenach, Eisleben, Möhra, Torgau und Wittenberg vereint sie fast alle wichtigen Lutherstätten auf sich, lediglich Schmalkalden und Coburg zählen nicht zu ihrem Gebiet. Diese Fülle an authentischen Orten ist zweifellos ein großes Pfund, mit dem die EKM in der Lutherdekade wuchern kann. </p>
<p>Schon aus diesen Gründen muss der Kirche daran gelegen sein, dass die beteiligten Bundesländer im Blick auf das große Jubiläum intensiv zusammenarbeiten. Ansonsten besteht die Gefahr der Zersplitterung, die niemandem weiterhilft.</p>
<p>Natürlich haben die Länder, was den Tourismus betrifft, eigene Interessen. </p>
<p>Allerdings dürfte sich ein amerikanischer oder skandinavischer Tourist, der auf den Spuren Luthers wandelt, kaum von deutschen Ländergrenzen beeindrucken lassen. Er wird die Wartburg genauso sehen wollen wie das Geburtshaus in Eisleben oder das Schloss Hartenfels in Torgau. Das sollte auch den Verantwortlichen klar sein. </p>
<p>Den Kirchen kann es zudem nicht allein um eine touristische Vermarktung des Reformators gehen.</p>
<p>Im Mittelpunkt aller kirchlichen Bemühungen um das Jubiläum 2017 muss vielmehr die Bedeutung des Reformators für Kirche und Gesellschaft stehen und die Frage, was uns das heute, 500 Jahre danach, zu sagen hat. Im stark säkularisierten »Kernland der Reformation« ist das wohl Aufgabe genug.</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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