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	<title>⇒ Glaube + Heimat &#187; Luther</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Luther und die Hexen</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 14:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hexenverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Lehmann]]></category>
		<category><![CDATA[Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Schmalkalden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderausstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonderausstellung in Schmalkalden stellt die Rolle Martin Luthers als Befürworter der Hexenverfolgungen infrage.
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Seine markigen Worte haben Gehör im einfachen Volk gefunden. Martin Luther, der Lobpreiser von Wein, Weib und Gesang, wird gern auch als eine jener historischen Autoritäten belangt, die den tausendfachen Mord an vermeintlichen Hexen billigten, ihn sogar einforderten.
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Ein populäres Missverständnis, wie Kai Lehmann, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Sonderausstellung in Schmalkalden stellt die Rolle Martin Luthers als Befürworter der Hexenverfolgungen infrage.</strong></h5>
<p>&#xA0;<br />
<a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/LutherunddieHexen1.jpg" rel="shadowbox[post-8848];player=img;"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/12/LutherunddieHexen1.jpg" alt="LutherunddieHexen" title="LutherunddieHexen" width="214" height="350" class="alignright size-full wp-image-8884" /></a>Seine markigen Worte haben Gehör im einfachen Volk gefunden. Martin Luther, der Lobpreiser von Wein, Weib und Gesang, wird gern auch als eine jener historischen Autoritäten belangt, die den tausendfachen Mord an vermeintlichen Hexen billigten, ihn sogar einforderten.<br />
&#xA0;<br />
Ein populäres Missverständnis, wie Kai Lehmann, Direktor des <a href="http://www.schmalkalden.com/entdecken-erleben/sehenswertes/museum-schloss-wilhelmsburg.html" target="_blank">Schmalkaldener Museums</a>, betont. Zwar habe Luther als Kind seiner Zeit durchaus an die Existenz von Hexen und die von ihnen ausgehende Gefahr geglaubt und deren Verhör und Bestrafung verlangt. Doch: »Hätte man sich in den protestantischen Gebieten an die Worte Luthers gehalten, dann hätte es zumindest keine Massenverfolgungen geben dürfen«, sagt Lehmann.<br />
&#xA0;<br />
Die gab es aber sehr wohl, wie eine <a href="http://www.mdr.de/thueringen/sued-thueringen/hexenausstellung100.html" target="_blank">Sonderausstellung</a> in der Hofstube von Schloss Wilhelmsburg in detektivischer Detailarbeit darlegt. Rund 300 Akten rollen Hexenprozesse aus dem Thüringer Süden noch einmal auf, über Gerüchte, peinliche Verhöre bis hin zur peniblen Abrechnung der Prozesskosten, welche die Angeklagten oder deren Angehörige selbst zu tragen hatten.<br />
&#xA0;<br />
Neben dem Grauen und der Angst jener Zeit verbürgen die Zeugnisse einen auffälligen Gegensatz: Während im nahe gelegenen Meiningen 250 Hexen der Prozess gemacht wurde, ging in der Herrschaft Schmalkalden nur eine einzige Hexe im Jahr 1597 ins Feuer. Vier weitere Verfahren endeten ohne Todesurteil, wenngleich mit dem bitteren Los der Landesverbannung.<br />
&#xA0;<br />
Der Druck von unten, die Suche nach Sündenböcken für Schicksalsschläge, sei in der einen wie der anderen Stadt vorhanden gewesen, erklärt Lehmann. Doch in Schmalkalden habe es »eine extreme Verfolgungsunwilligkeit der Obrigkeit« gegeben. »Sie haben mit der ›Freiheit eines Christenmenschen‹ entschieden, so wie es Luther gesagt hat.« Darüber hinaus habe der Reformator in Hiob eine Leitfigur gesehen: Gott lässt Schaden als Prüfung zu.<br />
&#xA0;<br />
So warnte Luther seine Zuhörer in einer Predigt vom 12.&#xA0;September&#xA0;1529 vor zu großer Ängstlichkeit, »dass ihr eine irgendwo auftretende Pustel oder Krankheit gleich den Zauberern zuschreibt«.<br />
&#xA0;<br />
Für Kurator Kai Lehmann ergibt sich daraus im Umkehrschluss, dass viele Anzeigen gegen Hexen wegen vermeintlichem Schadenszauber – etwa verdorbener Ernten – im Sinne Luthers gar nicht zulässig waren. Zumal die Bezichtigungen bei genauerem Hinsehen überwiegend aus dem familiären Umfeld der Beklagten kamen und daher andere Beweggründe vermuten lassen.<br />
&#xA0;<br />
Wichtigstes Argument, dem Reformator die historische Bürde des Hexenverfolgers zu nehmen, sei jedoch sein Zweifel am Hexenflug und Hexentanz. Beide Vergehen musste eine angeklagte Hexe aber im Verhör gestehen, um eindeutig überführt werden zu können. Mit fatalen Folgen: Ihre Peiniger zwangen die Frauen (und wenigen Männer), andere Hexen zu bezichtigen, die ihnen beim Hexensabbat begegnet seien.<br />
&#xA0;<br />
Durch diese Besagung, meist eine Denunziation unter Folter, wurden weitere Hexenprozesse ausgelöst – eine verhängnisvolle Kette, die sich anhand der Akten für viele Verfolgungshochburgen im Südthüringer Raum belegen lässt. Doch solche Kettenprozesse hätte es, so Lehmann, gar nicht geben dürfen, hätte man der Skepsis des Reformators gegenüber diesen Elementen des Hexenkultes Beachtung geschenkt.<br />
&#xA0;<br />
Keine Besagung und keine Anzeigen wegen Schadenszauber – das wäre der Garaus für jegliche Massenverfolgungen von Hexen gewesen. Mit ihrer etwas konstruiert wirkenden Beweisführung wird es die Ausstellung nicht leicht haben, an den einpräg­samen Sätzen Martin Luthers zum Thema Hexen zu rütteln. Eine Aufforderung, das gängige Lutherbild gerade in der Reformationsdekade einmal unaufgeregt auf den Prüfstand zu stellen, ist sie jedoch allemal.<br />
&#xA0;<br />
<em>Susann Winkel</em><br />
&#xA0;<br />
<strong>Die Ausstellung »Luther und die Hexen« ist bis 15.&#xA0;Januar&#xA0;2013 auf Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden zu sehen. Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10&#xA0;bis&#xA0;16 Uhr, Informationen unter Telefon: 03683/403186</strong>&#xA0;</p>
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		<title>Historischer Besuch</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 10:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Augustinerkloster]]></category>
		<category><![CDATA[Erfurt]]></category>
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		<category><![CDATA[Ökumene]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist eine kleine kirchenpolitische Sensation und eine große Geste dazu. Papst Benedikt XVI. will bei seinem Deutschlandbesuch im September einen deutlicheren ökumenischen Akzent setzen. So wird das Oberhaupt der ­katholischen Kirche in Erfurt nicht nur mit der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland zu ­einem Gespräch zusammentreffen, er will mit den EKD-Vertretern auch einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/04/benedetto_xvi_web.jpg" rel="shadowbox[post-6126];player=img;"><img class="size-full wp-image-6145 alignright" style="margin: 2px;border: 0pt none" title="benedetto_xvi_web" src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/04/benedetto_xvi_web.jpg" alt="benedetto_xvi_web" width="235" height="324" /></a>Es ist eine kleine kirchenpolitische Sensation und eine große Geste dazu. <a href="http://www.bistum-erfurt.de/front_content.php?idcat=1836&amp;idart=16981" target="_blank">Papst Benedikt XVI. will bei seinem Deutschlandbesuch</a> im September einen deutlicheren ökumenischen Akzent setzen. So wird das Oberhaupt der ­katholischen Kirche in Erfurt nicht nur mit der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland zu ­einem Gespräch zusammentreffen, er will mit den EKD-Vertretern auch einen gemeinsamen Wortgottesdienst im Augustinerkloster feiern. Damit setzt er ein klares ­Zeichen für das Miteinander der Kirchen. Schon allein das verdient Anerkennung und Respekt.</p>
<p>Zudem kann der Symbolgehalt gar nicht hoch genug bewertet werden. Denn mit der Begegnung und dem Gottesdienst im  <a href="http://www.augustinerkloster.de/" target="_blank">Augustinerkloster</a> wird erstmals nach 500 Jahren ein Papst einen authentischen Lutherort besuchen. Zugleich kommt Benedikt XVI. damit aber auch an einen Ort, der für die gemeinsamen Wurzeln steht, schließlich hat Luther hier als Mönch gelebt. Ohnehin hätte der Papst bei seinem Besuch im »Kernland der Reformation« auch schlecht an der evangelischen Kirche vorbeigehen können. Das wäre ein deutlicher Affront.</p>
<p>Wunderdinge sollte freilich niemand von dem Besuch erwarten. Schließlich bleibt das ökumenische Verhältnis schwierig. Einerseits ist es auch dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation zu verdanken, dass die katholische Kirche 1999 die <a href="http://www.velkd.de/downloads/GER_Text.pdf" target="_blank">Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre</a> unterschrieben hat, die die reformatorischen Kernanliegen aufgreift. Auf der anderen Seite hat Joseph Ratzinger nie einen Hehl daraus gemacht, dass er <a href="http://www.welt.de/politik/article1014608/Papst_brueskiert_die_Evangelische_Kirche.html" target="_blank">die evangelische Kirche nicht als Kirche im eigentlichen Sinn</a> anerkennt, weil sie nach seiner Ansicht im Sakraments- und Amtsverständnis »Defizite« aufweist. Das hat zu heftigen Verstimmungen geführt. Dass der Papst nun den Weg in Luthers Augustinerkloster sucht, ist zumindest eine kleine Wiedergutmachung.</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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		<title>»Zentrum Taufe« nimmt Gestalt an</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 14:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt plus]]></category>
		<category><![CDATA[AFF Architekten]]></category>
		<category><![CDATA[Eisleben]]></category>
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		<category><![CDATA[Taufkirche]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis 2012 soll die Taufkirche Luthers in Eisleben umgestaltet werden.
ie Entscheidung über die Gestaltung des »Zentrums Taufe« in der Sankt-Petri-Pauli-Kirche in Eisleben ist gefallen. 
Das Gutachtergremium unter dem Vorsitz der Dresdner Architektin Angela Mensing-de Jong empfiehlt der Gemeinde Sankt-Andreas-Nikolai-Petri, den Entwurf des Berliner Architekturbüros AFF&#160;Architekten zu realisieren. Der zweite Platz ging an das »complizen«-Planungsbüro aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Bis 2012 soll die Taufkirche Luthers in Eisleben umgestaltet werden.</h5>
<p><div id="attachment_3672" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/09/Taufe.jpg" alt="Alexander Georgi (li.) vom Architekturbüro AFF in Berlin erklärt Björn Teichmann vom Büro für urbane Projekte und Pfarrerin Iris Hellmich seinen Entwurf. (Foto: Heinz Noack)" title="Taufe" width="300" height="447" class="size-full wp-image-3672" /><p class="wp-caption-text">Alexander Georgi (li.) vom Architekturbüro AFF in Berlin erklärt Björn Teichmann vom Büro für urbane Projekte und Pfarrerin Iris Hellmich seinen Entwurf. (Foto: Heinz Noack)</p></div>Die Entscheidung über die Gestaltung des <a href="http://www.kirche-in-eisleben.de/petri_paulikirche.html" target="_blank">»Zentrums Taufe« in der Sankt-Petri-Pauli-Kirche in Eisleben</a> ist gefallen. </p>
<p>Das Gutachtergremium unter dem Vorsitz der Dresdner Architektin Angela Mensing-de Jong empfiehlt der Gemeinde Sankt-Andreas-Nikolai-Petri, den Entwurf des Berliner Architekturbüros AFF&nbsp;Architekten zu realisieren. Der zweite Platz ging an das »complizen«-Planungsbüro aus Halle und Platz drei wurde an den Schweizer Frédéric Dedelley vergeben. Insgesamt bewertete das Gremium fünf Entwürfe.</p>
<p>Kernstück des Vorschlages des Teams um den Architekten Alexander Georgi aus Berlin sind eine neue barrierefreie Bodenplatte und die Verlagerung des Taufortes in das Zentrum. Dabei dominiert ein großes, rundes und ebenerdiges Wasserbecken. In unmittelbarer Nachbarschaft wird der historische Luthertaufstein seinen Platz finden. </p>
<p>Das neue ökumenische Taufzentrum solle sich für alle Taufpraktiken wie das Übergießen, Eintauchen sowie Untertauchen eignen, hieß es. Der historische Annenaltar verbleibt an seinem gegenwärtigen Standort. Das neue Gestühl, Lesepult und Altartisch sollen aus einheimischen Obsthölzern gefertigt werden. »Ein wichtiger Bezug auf die Region, in der einst der Obstbau dominierte«, erklärte der Architekt. Außerdem soll die gesamte Raumbeleuchtung verändert werden.</p>
<p>Wichtig sei für die Jury der sensible Umgang mit der historischen Bausubstanz gewesen, erklärte Mensing-de Jong. Für Superintendent Falko Schilling stellt der Entwurf auch ein Konzept dar, den Menschen nicht nur einen Raum anzubieten. »Sie sollen hier erfahren, was christlicher Glaube ist, und sich hier auch taufen lassen.«</p>
<p>Die Umsetzung des Projektes wird in den Händen von Simone Carstens-Kant vom Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda liegen. Die Arbeiten sollen bis Ende&nbsp;2012 abgeschlossen sein. Für die Gesamtkosten wurden bisher 600.000&nbsp;Euro veranschlagt. Allerdings scheint das letzte Wort in einigen Detailfragen noch nicht gesprochen zu sein. So gibt es nach Ansicht von Björn Teichmann, Büro für urbane Projekte, mit dem Entwurf vorerst ein Grundangebot. »Im weiteren Verlauf wird noch Einzelnes präzisiert werden.«</p>
<p>Für die spätgotische Hallenkirche dürfte es wohl der größte Eingriff in das Erscheinungsbild seit der Reformation sein. Danach wird sich das Innere der Taufkirche Martin Luthers in einem völlig neuen Bild präsentieren.</p>
<p><em>Heinz Noack</em></p>
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		<title>Wettstreit</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 13:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Lutherjubiläum 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Vermarktung]]></category>

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		<description><![CDATA[Droht den Bundesländern Sach­sen-Anhalt und Thüringen ein Wettstreit im Blick auf das Lutherjubiläum 2017? 
Wenn man manchen Berichten der jüngsten Zeit Glauben schenkt, hat das Rennen um die beste Ausgangsposition in der Reformationsdekade längst ­begonnen. Da werden die Lutherstädte Eisleben und Wittenberg plötzlich zu Konkurrenten von Wartburg oder dem Lutherstammort Möhra erklärt. Die Evangelische Kirche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/01/luther.jpg" rel="shadowbox[post-1735];player=img;"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/01/luther.jpg" alt="luther" title="luther" width="143" height="496" class="alignright size-full wp-image-1760" /></a>Droht den Bundesländern Sach­sen-Anhalt und Thüringen ein Wettstreit im Blick auf das Lutherjubiläum 2017? </p>
<p>Wenn man manchen Berichten der jüngsten Zeit Glauben schenkt, hat das Rennen um die beste Ausgangsposition in der Reformationsdekade längst ­begonnen. Da werden die Lutherstädte Eisleben und Wittenberg plötzlich zu Konkurrenten von Wartburg oder dem Lutherstammort Möhra erklärt. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) tut gut daran, sich an solchen Streitigkeiten und Spiegelfechtereien nicht zu beteiligen. Ihr Augenmerk muss vielmehr auf die inhaltliche Ausgestaltung der nächsten Jahre gerichtet sein.</p>
<p>Mit Erfurt, Eisenach, Eisleben, Möhra, Torgau und Wittenberg vereint sie fast alle wichtigen Lutherstätten auf sich, lediglich Schmalkalden und Coburg zählen nicht zu ihrem Gebiet. Diese Fülle an authentischen Orten ist zweifellos ein großes Pfund, mit dem die EKM in der Lutherdekade wuchern kann. </p>
<p>Schon aus diesen Gründen muss der Kirche daran gelegen sein, dass die beteiligten Bundesländer im Blick auf das große Jubiläum intensiv zusammenarbeiten. Ansonsten besteht die Gefahr der Zersplitterung, die niemandem weiterhilft.</p>
<p>Natürlich haben die Länder, was den Tourismus betrifft, eigene Interessen. </p>
<p>Allerdings dürfte sich ein amerikanischer oder skandinavischer Tourist, der auf den Spuren Luthers wandelt, kaum von deutschen Ländergrenzen beeindrucken lassen. Er wird die Wartburg genauso sehen wollen wie das Geburtshaus in Eisleben oder das Schloss Hartenfels in Torgau. Das sollte auch den Verantwortlichen klar sein. </p>
<p>Den Kirchen kann es zudem nicht allein um eine touristische Vermarktung des Reformators gehen.</p>
<p>Im Mittelpunkt aller kirchlichen Bemühungen um das Jubiläum 2017 muss vielmehr die Bedeutung des Reformators für Kirche und Gesellschaft stehen und die Frage, was uns das heute, 500 Jahre danach, zu sagen hat. Im stark säkularisierten »Kernland der Reformation« ist das wohl Aufgabe genug.</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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