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	<title>⇒ Glaube + Heimat &#187; Martin Luther</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Labsal für die Menschen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 14:30:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Georg Philipp Telemann]]></category>
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		<description><![CDATA[Lutherdekade: Eisenach steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Themenjahres »Reformation und Musik«
Das Thema »Reformation und Musik« ist nicht nur eine klingende Hommage an den Reformator. Es rückt zugleich auch den reichen Schatz der protestantischen Kirchenmusik neu ins Bewusstsein.
»Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes, sie vertreibt den Teufel und macht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lutherdekade: Eisenach steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Themenjahres »Reformation und Musik«</strong><br />
<div id="attachment_9070" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2012/01/Chor-Themenbild12.jpg" alt="Gründe zum Singen gibt es viele, in diesem Musik-Themenjahr vielleicht besonders zahlreiche – auch bei den Konzerten in Eisenach und anderswo. Foto: epd-bild" title="Lutherdekade" width="580" height="435" class="size-full wp-image-9070" /><p class="wp-caption-text">Gründe zum Singen gibt es viele, in diesem Musik-Themenjahr vielleicht besonders zahlreiche – auch bei den Konzerten in Eisenach und anderswo. Foto: epd-bild</p></div><br />
<em>Das Thema »Reformation und Musik« ist nicht nur eine klingende Hommage an den Reformator. Es rückt zugleich auch den reichen Schatz der protestantischen Kirchenmusik neu ins Bewusstsein.</em></p>
<p>»Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes, sie vertreibt den Teufel und macht die Menschen fröhlich.« So sah Luther die Bedeutung der Musik für die Menschen, für ihr Gemüt, ihren Glauben. Der Reformator war selbst ein Musizierender, hat viel Wert auf die Musik während der Gottesdienste gelegt. Das einfache Volk sollte nicht nur die Worte der Kirche, sondern auch die Musik im Gotteshaus verstehen und mit dem Glauben verbinden.</p>
<p>In der Sonderausstellung »Luthers Bilderbiografie« auf der Wartburg, die am 4.&#xA0;Mai eröffnet wird, werden die Stationen des Reformators auf Leinwandbildern gezeigt. Diese hatte Großherzog Carl Alexander 1872 in Auftrag gegeben und damit drei einstige Wohngemächer des Reformators herrichten lassen. Die Ausstattungen wurden nach 1952 zerstört, die aus 18 Leinwandbildern bestehende Luther-Bilderbiografie konnte jedoch gerettet werden und wird nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.</p>
<p>Ansonsten steht Eisenach ganz im Zeichen des <a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2011/10/31/rau-frisch-und-direkt/" target="_blank">Themenjahres »Reformation und Musik«</a>. Bereits am Reformationstag des vergangenen Jahres war es in der Georgenkirche&#xA0;– in der Kirche, wo einst Martin Luther predigte und Johann Sebastian Bach getauft wurde&#xA0;– eröffnet worden. »Reformation und Musik« ist nicht nur eine klingende Hommage an den Reformator, sondern erinnert an den reichen Schatz der protestantischen Kirchenmusik und rückt ihn ins Bewusstsein.</p>
<p>Mit einer Fülle an Musikveranstaltungen, Kantaten-Gottesdiensten, Ausstellungen, Konzerten, Workshops wird man in <a href="http://www.eisenach.de/" target="_blank">Eisenach</a> dem Themenjahr mehr als gerecht. Bis heute ist die Stadt am Fuße der Wartburg eng mit Musik und bedeutenden Komponisten verbunden. Im Mittelpunkt des musikalisch geprägten Themenjahres stehen neben Martin Luther auch Johann Sebastian Bach und <a href="http://www.classic-arietta.de/lexikon/georg_philipp_telemann.html" target="_blank">Georg Philipp Telemann</a>, die ebenso wie der Reformator eng mit der Wartburgstadt verbunden waren.</p>
<p>So schöpfte Johann Sebastian Bach, der 1685 in Eisenach geboren wurde, beim Komponieren tief aus seinem protestantisch geprägten Glauben. Mit zahlreichen Konzerten und Gottesdiensten im Rahmen der Thüringer Bachwochen (30.&#xA0;März bis 22.&#xA0;April) rückt das Schaffen des Komponisten in den Mittelpunkt.</p>
<p>Bach selbst vertonte 30 der 38 Kirchenlieder, die von Luther verfasst wurden, er beschäftigte sich auch mit theologischen Schriften Luthers. »Bach als Lutheraner« heißt deshalb ein Symposium mit Vorträgen, Konzerten, Gottesdiensten und Ausstellungen vom 24.&#xA0;bis zum 28.&#xA0;Februar, zu dem die mitteldeutsche Landeskirche und die Friedrich-Schiller-Universität Jena einladen.</p>
<p>Eisenach verfügt mit Wartburg, <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2010/10/29/das-jubilaum-als-chance/" target="_blank">Lutherhaus</a>, Bachhaus und Georgenkirche über bedeutende historische Stätten, die Reformation und Musik verflechten. Gerade die Georgenkirche&#xA0;– das bedeutende geistliche Zentrum der Stadt&#xA0;– wird immer wieder Veranstaltungsort sein. Hier werden unter anderen Kantaten zu Gehör gebracht, die Georg Philipp Telemann in seiner Eisenacher Zeit geschrieben hat.</p>
<p>Im Rahmen des Symposiums im Februar werden im Lutherhaus unter anderem Telemanns Kantaten-Textbücher ausgestellt. Der Komponist weilte von 1708 bis 1712 in der Stadt und schrieb während dieser Zeit ganze Zyklen von Kantaten, die in der Georgenkirche uraufgeführt wurden. Mit zahlreichen Veranstaltungen werden die 15. <a href="http://www.kdw.eisenachonline.de/scripts/angebote/3656" target="_blank">Eisenacher Telemann-Tage</a> vom 7.&#xA0;bis 15.&#xA0;Juli in das Themenjahr der Lutherdekade eingebettet sein. Kantatengottesdieste, Telemann für Kinder, Konzerte, Literarisches zu Telemann werden in dieser besonderen Woche geboten.</p>
<p>Zu den hochkarätigen Veranstaltungen im Themenjahr »Reformation und Musik« gehören aber auch Aufführungen des Südthüringer Staatstheaters auf der Wartburg und im Landestheater Eisenach, Gottesdienste auf der Burg und die Wartburgkonzerte von Deutschlandradio Kultur.</p>
<p><em>Silvia Rost</em></p>
<p><a href="http://www.eisenach.de">www.eisenach.de</a></p>
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		<title>Wir freuen uns auf weitere Schritte</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 08:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>
		<category><![CDATA[Augustinerkloster]]></category>
		<category><![CDATA[Benedikt XVI.]]></category>
		<category><![CDATA[Erfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Zollitsch]]></category>

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		<description><![CDATA[#xA0;
Reformationsjubiläum: Die evangelische Kirche feiert selbstbewusst und lädt die katholische Kirche ein mitzufeiern
&#xA0;
Die Visite von Benedikt XVI. im Erfurter Augustinerkloster hat gezeigt, dass die ­Ökumene keine rein ­deutsche Angelegenheit ist. ­Wittenberg und Rom müssen aufeinander zugehen.
Vor einigen Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, dass ein römisch-katholischer Papst an einen Ursprungsort der Reformation kommt – Martin Luther [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_8078" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><a href="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/10/titel_guh44_580.jpg" rel="shadowbox[post-8059];player=img;"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/10/titel_guh44_580.jpg" alt="Erstmals hat ein Oberhaupt der katholischen Kirche mit dem Erfurter Augustinerkloster einen authentischen Lutherort betreten. Foto: epd-bild" title="Papst in Erfurt" width="580" height="357" class="size-full wp-image-8078" /></a><p class="wp-caption-text">Erstmals hat ein Oberhaupt der katholischen Kirche mit dem Erfurter Augustinerkloster einen authentischen Lutherort betreten. Foto: epd-bild</p></div>&#xA0;</p>
<h5>Reformationsjubiläum: Die evangelische Kirche feiert selbstbewusst und lädt die katholische Kirche ein mitzufeiern</h5>
<p>&#xA0;<br />
<em>Die Visite von Benedikt XVI. im Erfurter Augustinerkloster hat gezeigt, dass die ­Ökumene keine rein ­deutsche Angelegenheit ist. ­Wittenberg und Rom müssen aufeinander zugehen.</em></p>
<p>Vor einigen Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, dass ein römisch-katholischer Papst an einen Ursprungsort der Reformation kommt – Martin Luther hätte sich vermutlich die Augen gerieben. <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/09/29/kein-gastgeschenk-im-gepack/" target="_blank">Bei seiner Deutschlandreise hat Papst Benedikt XVI.</a> auf Einladung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am 23. September auch das evangelische Augustinerkloster in Erfurt besucht.</p>
<p><a href="http://www.bistumspresse-zentralredaktion.de/sites/default/files/file/20110923_Papst_im_Augustinerkloster.pdf" target="_blank">Der Papst hat im Kapitelsaal vor den evangelischen und römisch-katholischen Gesprächspartnern betont</a>, wie sehr die Fragen Martin Luthers nach einem gnädigen Gott ihn beeindrucken und auch seine Fragen sind – leider hat er zu den Antworten Luthers und seinen daraus gezogenen Konsequenzen dann geschwiegen. Und im anschließenden ökumenischen Gottesdienst hat Benedikt XVI. über Martin Luther kein Wort mehr verloren. Das war schade und hat manchen traurig gemacht.</p>
<p>Ärgerlich war seine Rede vom »ökumenischen Gastgeschenk«, das er nicht dabei habe und seine Aussage, über den Glauben könne man nicht verhandeln. Diese Unterstellung hat bei vielen Menschen, die mit ganzem Herzen um ein größeres ökumenisches Miteinander ringen, Enttäuschung hervorgerufen. Welche oder welcher Protestant wollte wohl mit dem Papst über seinen Glauben verhandeln?</p>
<p>Auch wenn es sich bei dieser Formulierung wohl um eine Antwort auf Hans Küng gehandelt haben mag,  der ein solches Gastgeschenk an die Deutschen im <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,786873,00.html" target="_blank">Spiegel-Interview</a> vom 19.&#xA0;September gefordert hatte, war dies wohl dem Ort und den dort Versammelten nicht angemessen. Insbesondere römisch-katholische Geschwister beklagen die ökumenische Enge und Unfreiheit innerhalb ihrer Kirche und fühlen sich nicht selten vom Papst vor den Kopf gestoßen.</p>
<p>Wir als Evangelische sind sehr gerne Gastgeberinnen und Gastgeber im Augustinerkloster gewesen! Der Papst hat mit seinem Besuch des ­Augustinerklosters gleichsam einen Gegenbesuch angetreten zu Martin Luthers Besuch vor genau 500 Jahren in Rom. Und wir sind auch gerne und überzeugt evangelisch!</p>
<p>Denn die reformatorischen Kirchen laden alle getauften Christinnen und Christen zum Abendmahl mit Brot und Wein ein und mit der Verheißung, dass in dieser Feier die volle Gegenwart des Herrn Jesus Christus zu empfangen ist, weil nicht die Kirche, sondern Christus selbst einlädt. Die reformatorischen Kirchen betreiben Ökumene zudem nicht in Abhängigkeit davon, ob ein Papst kantig oder konziliant agiert, sondern weil wir in unserem Selbstverständnis ökumenisch ausgerichtet sind. Deshalb sind wir weder beleidigt noch euphorisiert über diesen historischen Besuch.</p>
<p>Unsere römisch-katholischen Geschwister in Deutschland haben nach der Abreise von Benedikt XVI. deutlich gemacht, dass sie die ökumenischen Aussagen des Papstes während der Begegnung konstruktiv und perspektivreich interpretieren: <a href="http://kirchensite.de/aktuelles/news-aktuelles/datum/2011/10/07/bischoefe-papst-gibt-gruenes-licht-fuer-oekumene-und-dialogprozess/" target="_blank">Erzbischof Robert Zollitsch</a> hat davon gesprochen, dass der Papst der römisch-katholischen Kirche in Deutschland den Schlüssel zur weiteren Gestaltung der Ökumene in die Hand gelegt habe, gerade mit Blick auf das Reforma­tionsjubiläum 2017.</p>
<p>Wir freuen uns auf die weiteren Schritte auf dem Weg der Ökumene! Dabei werden wir deutlich benennen, wie wir gemeinsam sein wollen und wo wir verschieden bleiben können. Es bleibt aber auch unabdingbar, dass diese Ökumene keine deutsche Angelegenheit sein kann. Nicht Hannover (der Sitz des Kirchenamts der EKD) und Bonn (der Sitz der Deutschen Bischofskonferenz) müssen aufeinander zugehen, sondern Wittenberg und Rom.<br />
<em><br />
Katrin Göring-Eckardt</em></p>
<p>Die Autorin ist Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).</p>
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		<title>Ernüchterung</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 12:49:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Benedikt XVI.]]></category>
		<category><![CDATA[innerkatholische Reformbemühungen]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>

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		<description><![CDATA[Historische Momente sehen anders aus. Nach dem Treffen des Papstes mit der Spitze der evangelischen Kirche in Erfurt herrscht zumeist Ernüchterung. Zu sehr dominiert der Eindruck, dass es mit diesem Papst weitere ökumenische Fortschritte nicht geben wird. 
Zwar hat Benedikt&#xA0;XVI. die Schwelle zum Augustinerkloster überschritten und im Gespräch mit der EKD auch den Theologen Martin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/09/benedikt.jpg" alt="benedikt" title="benedikt" width="590" height="198" class="alignright size-full wp-image-7789" />Historische Momente sehen anders aus. Nach dem <a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/09/29/kein-gastgeschenk-im-gepack/">Treffen des Papstes mit der Spitze der evangelischen Kirche in Erfurt</a> herrscht zumeist Ernüchterung. Zu sehr dominiert der Eindruck, dass es mit diesem Papst weitere ökumenische Fortschritte nicht geben wird. </p>
<p>Zwar hat Benedikt&#xA0;XVI. die Schwelle zum Augustinerkloster überschritten und im Gespräch mit der EKD auch den Theologen Martin Luther und das Erreichte gewürdigt. Doch im Gottesdienst hat er es sehr bewusst vermieden, auch nur den Namen Luther in den Mund zu nehmen oder auf das Reformationsgedenken einzugehen.</p>
<p>Ganz überraschend kommt das nicht. </p>
<p>Mit einer großen Geste hatte ohnehin niemand mehr gerechnet. Dazu sind im Vorfeld die<a href="http://www.glaube-und-heimat.de/2011/09/16/ein-bruder-zu-gast-bei-luther/"> Erwartungen an den Besuch</a> immer weiter heruntergeschraubt worden. Am Ende ist der Papst allen handfesten Fragen, etwa nach dem gemeinsamen Abendmahl konfessionsverschiedener Ehepartner, aus dem Weg gegangen. </p>
<p>Dafür hat er seinerseits der evangelischen Seite einiges ins Stammbuch geschrieben&#xA0;– im Blick auf selbstgemachten Glauben oder bei ethischen Fragen wie der Embryonenforschung. Selbst den innerkatholischen Reformbemühungen erteilte er später eine Absage.</p>
<p>Was bleibt nun von einer Begegnung, die früh mit dem Stempel historisch versehen worden ist?</p>
<p>Positiv ist allein die Tatsache zu werten, dass der Papst die Tür nicht ganz zugeschlagen hat und möglicherweise der Kirche vor Ort mehr Entscheidungsspielraum lässt. Ob diese geäußerte Hoffnung tatsächlich zutrifft, muss sich erst zeigen. </p>
<p>Ansonsten verstärkt sich der Eindruck, dass es Benedikt weniger um einen Dialog, sondern vor allem um eine Abwehr der Moderne geht. Die Beziehung zur evangelischen Kirche ist für ihn dabei allenfalls zweitrangig. In der weltweiten Christenheit sieht er eher in den Orthodoxen adäquate Gesprächspartner.</p>
<p>Für das weitere offizielle Miteinander der großen Kirchen in Deutschland dürfte das kein gutes Zeichen sein, ein geschichtliches schon gar nicht.</p>
<p><em>Martin Hanusch</em></p>
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		<title>Von Hus bis Luther – Schätze der Reformationszeit</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 13:52:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
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		<description><![CDATA[
Die historische »Himmelgartenbibliothek« wird 2013 nach Nordhausen zurückkehren.

»An die ›Himmelgartenbibliothek‹ kann ich mich noch gut erinnern. Als ich zur Konfirmantenstunde ging, lagerte sie noch in der Sakristei von St. Blasii. Wir hatten keine Ahnung vom Wert dieser Bücher und spielten oft in dem Raum, in dem es immer ein wenig moderig roch«, beschreibt Oberbürgermeisterin Barbara [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5806" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/03/160211WF017.jpg" alt="Hobbyhistoriker Hans Losche hat die Werke digitalisiert. 	(Foto: Markus Wiethoff)" title="160211WF017" width="580" height="357" class="size-full wp-image-5806" /><p class="wp-caption-text">Hobbyhistoriker Hans Losche hat die Werke digitalisiert. 	(Foto: Markus Wiethoff)</p></div>
<h5>
Die historische »Himmelgartenbibliothek« wird 2013 nach Nordhausen zurückkehren.<br />
</h5>
<p>»An die ›Himmelgartenbibliothek‹ kann ich mich noch gut erinnern. Als ich zur Konfirmantenstunde ging, lagerte sie noch in der Sakristei von St. Blasii. Wir hatten keine Ahnung vom Wert dieser Bücher und spielten oft in dem Raum, in dem es immer ein wenig moderig roch«, beschreibt Oberbürgermeisterin Barbara Rinke ihren ersten Kontakt mit den historischen Büchern. Nach der Reformation und dem Ende des Nonnenklosters in Himmelgarten bei Nordhausen kamen die Bände in die Südharzstadt. </p>
<p>Den Zweiten Weltkrieg überstanden sie in einem Schacht bei Wolkramshausen, bevor sie wieder in die Blasii-Kirche zurückkehrten. 1973 wurde die Bibliothek nach Naumburg gebracht, konnte dort aber nicht fachgerecht ­gelagert und erhalten werden. 1989 zogen die Bücher deshalb in die Lutherstadt Wittenberg, wo sie im Predigerseminar aufbewahrt werden.</p>
<p>Die <a href="http://www.nordhausen.de/" target="_blank">Stadt Nordhausen</a> will diesen Bücherschatz aus der Zeit vor, während und kurz nach der Reformation zurückholen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Der erste Schritt dafür wurde getan. Die <a href="http://www.blasiikirche-nordhausen.de/" target="_blank">Kirchengemeinde St. Blasii</a>, vertreten durch die Kirchenälteste Claudia Szkaley, unterzeichnete einen Vertrag mit der Stadt über die Lagerung in der zukünftigen Stadtbibliothek hinter dem Rathaus. Von dieser ist zwar noch nicht viel zu sehen, aber im Dezember 2010 flossen die ersten Fördermittel, sodass bald mit dem Bau begonnen werden kann.</p>
<p>Doch bis dahin gab und gibt es einiges zu tun. Hans Losche übernahm die Erstellung einer aktuellen Archivliste, die auf der Originalnomenklatur basiert. 1717 wurde der erste Katalog von Pfarrer Johannes Kindervater angefertigt, der die Bibliothek dem Verfall entrissen hatte. Danach habe es noch drei weitere ­Dokumentationen gegeben, die jedoch alle unvollständig seien, so der Hobbyhistoriker. Er ist nach Wittenberg gefahren und hat nachgesehen, was dort in den Regalen steht. Werke von Jan Hus, ­Ulrich von Hutten, Erasmus von Rotterdam, Philipp Melan­chthon und natürlich Martin Luther sind darunter. </p>
<p>Neben einer umfangreichen Suchfunktion bietet die Dokumentation von ­Losche auch die Möglichkeit, die oft kunstvollen Einbände zu betrachten. 355 der 377&#xA0;Bände mit 777&#xA0;unterschiedlichen Titeln sind noch erhalten. 18&#xA0;Bücher sind beschädigt und sollen restauriert werden.</p>
<p>»Das ist nicht bloß die Rückführung eines kulturhistorischen Gutes, sondern ein Juwel für Nordhausen«, freut sich der engagierte Ruheständler auf die »Himmelgartenbibliothek«, die 2013 ankommen wird. Am 15.&#xA0;April soll ein Vortrag alle Interessierten über die Bücher informieren und um weitere Unterstützer für die Restau­rierung werben.</p>
<p><em>Marcus Wiethoff</em></p>
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		<title>Melanchthons Werk ist bis heute »topaktuell«</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 14:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsgerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Melanchthon]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas A. Seidel]]></category>

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		<description><![CDATA[Thomas A. Seidel, Beauftragter der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung Thüringens, zum Melanchthontag
strong>Herr Seidel, der Thüringer Landtag, die Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte, die Internationale Martin Luther Stiftung, das Melanchtonhaus-Bretten und die Universität Jena laden am 19. und 20. Februar zu einem Melanchthontag ein. Warum?
Seidel: Um im Rahmen der deutschlandweiten »Reformationsdekade Luther 2017« an den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Thomas A. Seidel, Beauftragter der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung Thüringens, zum Melanchthontag</strong></p>
<p><div id="attachment_2043" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/02/399px-Dr_Thomas_A_Seidel2-200x300.jpg" alt="Thomas A. Seidel, Quelle: Internationale Martin Luther Stiftung" title="399px-Dr_Thomas_A_Seidel" width="200" height="300" class="size-medium wp-image-2043" /><p class="wp-caption-text">Thomas A. Seidel, Quelle: Internationale Martin Luther Stiftung</p></div><strong>Herr Seidel, der Thüringer Landtag, die Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte, die Internationale Martin Luther Stiftung, das Melanchtonhaus-Bretten und die Universität Jena laden am 19. und 20. Februar zu einem Melanchthontag ein. Warum?<br />
Seidel:</strong> Um im Rahmen der deutschlandweiten »Reformationsdekade Luther 2017« an den »Praeceptor Gemaniae«, an den schon zu seiner Zeit und völlig zu Recht hoch gerühmten »Lehrer Deutschlands« zu erinnern. Am 19. April 2010 jährt sich zum 450. Mal der Todestag Philipp Melanchthons, dieses kongenialen Weggefährten Martin Luthers. Für die Evangelische Kirche in Deutschland  und die staatlichen Partner im Bund und in den Ländern war das der Anlass,  dieses Jahr unter das Motto »Reformation und Bildung« zu stellen.<br />
Die in Ihrer Frage genannten Institutionen greifen diesen thematischen Anstoß gern auf und stellen den  2. Thüringer Melanchthontag unter die Überschrift »Staat, Religion, Bildung – reformatorisches Erbe vor der Herausforderung der säkularen Gesellschaft.«</p>
<p><strong>Was hat uns Melanchthon heute noch zu sagen?<br />
Seidel:</strong> Sehr viel. Beispielsweise, dass gute, immer wieder geübte Theologie und verständliche, zu Herzen gehende Verkündigung zusammen gehören, ebenso wie Kult(us) und Kultur. Als ein in europäischer Tradition stehender Theologe und Philosoph macht er auf die anthropologischen Grundbedingungen und Ziele von Bildung aufmerksam. Für ihn steht außer Frage, dass Wissensvermittlung und Persönlichkeitsbildung zusammengehören. Das ist bis heute topaktuell.</p>
<p><em>»Es gibt viel zu tun, um Bildungsgerechtigkeit zu gestalten«</em></p>
<p><strong>Ist das reformatorische Erbe wirklich noch eine Herausforderung für die säkulare Gesellschaft?<br />
Seidel:</strong> Das reformatorische Erbe ist keine museale Angelegenheit. Es ist eine energische und kenntnisreiche Einladung zur Auseinandersetzung mit zentralen Texten und Bildern europäischer Kultur. Ohne den literarischen und spirituellen Kosmos der Bibel und ohne seine sozialethischen Konsequenzen sind Deutschland und Europa ebenso wie viele Wirkweisen der sogenannten »westlichen Welt« weder zu denken noch zu gestalten. Ohne diese Herausforderung, die sich an Kirche und Welt gleichermaßen richtet, droht der Gesellschaft und der Politik entweder der Hitzetot des Aktionismus oder der Kältetot der Gleichgültigkeit. Wie man beides vermeidet, kann man unter anderem bei Philipp Melanchthon lernen.</p>
<p><strong>Und wie steht es um die Bildungsgerechtigkeit heute?</strong><strong><br />
Seidel: </strong>20 Jahre nach friedlicher Revolution und Wende 1989/90 können wir man Freude auf eine plurale und lebendige Schul- und Bildungslandschaft in Thüringen schauen. Dennoch gibt es viel zu tun, um Bildungsgerechtigkeit als eine zentrale Aufgabe sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe zu gestalten. Auch hier kann Melanchthon sehr anregend sein: Als Pädagoge und Bildungspolitiker verweist er auf den notwendigen Zusammenhang von Bürgersinn und Schulbildung für die Vitalität einer rechtsförmigen, couragierten Zivilgesellschaft.</p>
<p>Mit seiner »Lobrede auf die neue Schule« hebt er uns dieses heute auf die sozial- und kultuspolitische Agenda: »Wer keine Mühe darauf verwendet, dass seine Kinder so gut wie möglich unterrichtet werden, handelt nicht nur Pflichtvergessen gegenüber Gott, sondern verbirgt hinter einem menschlichen Aussehen seine tierische Gesinnung. (&#8230;) Daher besteht gerade in einer wohlgeordneten Bürgerschaft ein Bedarf an Schulen, in denen die Jugend, die Pflanzstätte der Bürgerschaft, ausgebildet wird.«</p>
<p><em>Es fragte Martin Hanusch.</em></p>
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