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	<title>⇒ Glaube + Heimat &#187; Mühlhausen</title>
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	<description>Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland</description>
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		<title>Die schnelle Eingreiftruppe</title>
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		<pubDate>Sun, 22 May 2011 13:13:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Herbert Sölter]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Posaunenchor für Senioren]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit fünf Jahren gibt es in Mühlhausen einen besonderen Posaunenchor.
Es gibt die Landsenioren, Seniorensport und –tanzgruppen. Warum sollte es nicht auch einen Posaunenchor für Senioren geben? Das war die Frage, die sich das Ehepaar Sölter aus Mühlhausen vor gut fünf Jahren stellte. Ursprünglich wollten sie sich nach 50 Jahren aktivem Bläserdienst zur Ruhe setzen. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Seit fünf Jahren gibt es in Mühlhausen einen besonderen Posaunenchor.</h5>
<div id="attachment_6484" class="wp-caption alignright" style="width: 590px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2011/05/Blaeser.jpg" alt="­Posaunenchor der Petri-Gemeinde Mühlhausen – das jüngste Mitglied ist 71 Jahre." title="Blaeser" width="580" height="398" class="size-full wp-image-6484" /><p class="wp-caption-text">­Posaunenchor der Petri-Gemeinde Mühlhausen – das jüngste Mitglied ist 71 Jahre.</p></div>
<p>Es gibt die Landsenioren, Seniorensport und –tanzgruppen. Warum sollte es nicht auch einen Posaunenchor für Senioren geben? Das war die Frage, die sich das Ehepaar Sölter aus Mühlhausen vor gut fünf Jahren stellte. Ursprünglich wollten sie sich nach 50 Jahren aktivem Bläserdienst zur Ruhe setzen. Aber so ganz konnten sie das Musizieren dann doch nicht lassen.  »Man kommt davon einfach nicht los«, erklärt Herbert Sölter. Und so gründeten die beiden im Januar 2006 den einzigen evangelischen Seniorenbläserkreis der damaligen Kirchenprovinz Sachsen.</p>
<p>Ein langjähriger Bläserkollege schloss sich den Sölters, als er von ­deren Idee hörte, gleich an. Zunächst fehlte der neuen Bläsergruppe aber noch ein Tenor. Doch der war recht schnell gefunden, und so wurde aus dem Trio rasch ein Quartett. In den folgenden Jahren kamen noch mehr leidenschaftliche Musiker hinzu. Eine Dame wurde von ihrem Mann sogar mit einem Instrument beschenkt – als Dank für den erfolgreichen Kampf ­gegen den Krebs und damit sie sich ­ihren Wunsch erfüllen konnte, im ­Bläserkreis mitzuspielen.</p>
<p>So ist das Ensemble mittlerweile bis auf sieben Mitglieder angewachsen. »Wir sind alle über 70«, berichtet Charlotte Sölter. Ihr Mann ist mit 82 Jahren das älteste Mitglied, das jüngste ist 71 Jahre alt. Alle kennen sich bereits aus dem Mühlhäuser ­Posaunenchor, in dem sie über Jahrzehnte mitgewirkt haben. Herbert Sölter erinnert sich, dass 1954 Friedrich Kilian als neuer Kantor in die Petri-Gemeinde kam und den hiesigen ­Posaunenchor ins Leben rief. </p>
<p>»Ich konnte damals noch nicht einmal Noten lesen«, erzählt er weiter. Aber sein Interesse war so groß, dass er schnell das nötige Handwerkszeug erlernte. Kurze Zeit später folgte seine Gattin, denn sie wollte während der Proben nicht mehr allein zu Hause sitzen. Nach einiger Zeit bildete das Ehepaar sogar selbst Posaunisten und Trompeter aus.</p>
<p>Sechs Jahre später, nachdem Kilian Mühlhausen verlassen hatte, übernahm Herbert Sölter schließlich selbst die Leitung des Chores. Unzählige Konzerte hat das Ensemble in dieser Zeit gegeben. Doch im Laufe der Jahre wurden den rüstigen Rentnern die vielen Auftritte zu stressig.</p>
<p>»Wir können das nicht mehr so wie die Jugend«, meint Charlotte Sölter. Deshalb blasen sie ihre Instrumente heute in erster Linie aus Freude an der Musik, ganz locker sei das Zusammenspiel. Hin und wieder gibt der Bläserkreis aber auch Konzerte. »Wir sind die schnelle Eingreiftruppe«, sagt die 79-jährige Trompeterin und berichtet von den Auftritten in Altersheimen oder zu höheren Jubiläen, aber auch von den Einsätzen, bei denen sie für ausgefallene Musiker einspringen.</p>
<p>Rund 30 Mal wurden sie im vergangenen Jahr aktiv, ganz beachtlich für eine Seniorengruppe.  Doch nicht nur das Proben steht beim Seniorenbläserkreis auf dem Plan, sondern auch gemeinsame Unternehmungen. Die Instrumente dürfen dabei natürlich nicht fehlen. So kann schon mal aus einem Ausflug ein kleines Konzert werden.</p>
<p><em>Daniela Lange</em></p>
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		<title>Klangvolles Jubiläum</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 12:11:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Rühlmann-Orgel]]></category>
		<category><![CDATA[St. Petri]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Mühlhäuser Rühlmann-Orgel in St. Petri trägt zum 100. Geburtstag ein frisches Kleid
Am 1. August beginnt in der St.-Petri-Kirche in Mühlhausen eine besondere Gottesdienstreihe: Die klingende Predigt. Anlass dafür ist die Wiederinbetriebnahme der Rühlmann-Orgel und deren 100-jähriges Jubiläum im September.
Pünktlich zum hundertsten Geburtstag der Orgel ist auch ihre ­Sanierung abgeschlossen. Dass eine Reparatur des Instruments [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3296" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/Seite-6-Orgelprospekte.jpg" alt="Älter als die 100-Jährige ist der reich verzierte Prospekt der  Rühlmann- Orgel, dessen Fertigstellung auf 1834  datiert wird. Foto: Dirk Vogel" title="Seite-6-Orgelprospekte" width="560" height="446" class="size-full wp-image-3296" /><p class="wp-caption-text">Älter als die 100-Jährige ist der reich verzierte Prospekt der  Rühlmann- Orgel, dessen Fertigstellung auf 1834  datiert wird. Foto: Dirk Vogel</p></div><br />
<strong>Die Mühlhäuser Rühlmann-Orgel in St. Petri trägt zum 100. Geburtstag ein frisches Kleid</strong></p>
<p><em>Am 1. August beginnt in der St.-Petri-Kirche in Mühlhausen eine besondere Gottesdienstreihe: Die klingende Predigt. Anlass dafür ist die Wiederinbetriebnahme der Rühlmann-Orgel und deren 100-jähriges Jubiläum im September.</em></p>
<p>Pünktlich zum hundertsten Geburtstag der Orgel ist auch ihre ­Sanierung abgeschlossen. Dass eine Reparatur des Instruments der Orgelbaufirma Wilhelm Rühlmann aus Zörbig vonnöten war, wurde im Laufe der Zeit immer deutlicher. So hinterließen die Weltkriege sowie Schäden im Kirchendach und der Zahn der Zeit ihre Spuren.</p>
<p>Die Reinigung der Pfeifen zur Verbesserung der Klangqualität, eine Instandsetzung des Spieltisches sowie die Erneuerung der Elektrik sind nur einige Punkte des Restaurierungsplanes gewesen. Auch der reich verzierte Prospekt der Vorgängerorgel der Firma Schulze aus Paulinzella musste sich einer denkmalschutzgemäßen Reparatur unterziehen, nachdem dort die Holzwürmer über Jahre hinweg aktiv waren. </p>
<p>Die Orgelverkleidung stammt schon aus dem Jahr 1834. Um das Projekt der Instandsetzung realisieren zu können, gründete sich im Februar 2006 der Förderverein zur Erhaltung der Rühlmann-Orgel. 42 Mitglieder engagieren sich seitdem vielseitig für die Finanzierung des Vorhabens, sie organisierten beispielsweise verschiedene Veranstaltungen, mobilisierten weitere Unterstützer und arbeiteten selbst tatkräftig mit. </p>
<p>Die Einnahmen aus einem Flohmarkt, Kuchenbasaren sowie gespendete Geldgeschenke von Jubilaren und den Gemeindemitgliedern flossen genauso in die Sanierungskasse ein wie der Erlös aus dem Verkauf eines eigens hergestellten Orgelkalenders. Zusammen mit Fördergeldern und Spenden konnten bislang über 120000 Euro gesammelt werden.</p>
<p>Die Verbindung aus dem Biedermeier-Prospekt und der original erhaltenen romantischen Rühlmann-Orgel ist eine Seltenheit und muss unbedingt bewahrt bleiben, betont die Vereinsvorsitzende Ines Großkopf. »Dies ist eine ganz besondere Orgel«, sagt sie und verweist auf die Einschätzung des Orgelsachverständigen Albrecht Lobenstein, der das Kunstwerk von hohem Rang ebenso lobte wie der Orgelstimmer, der das Instrument in St. Petri als eine der schönsten Orgeln ganz Thüringens bezeichnet.</p>
<p>Das erste Mal nach dem Pfeifenausbau im September des letzten Jahres wird die Orgel im Rahmen der »Klingenden Predigt« durch Organist Christian Kopp mit Eigenkompositionen am kommenden Sonntag zu hören sein. Die Predigtreihe im August werden Kreiskantor Oliver Stechbart, der sich der klassischen Orgelliteratur zuwendet, und Kantor Albrecht Lobenstein mit Improvisationen fortsetzen. Dabei wird der Predigttext des Sonntags musikalisch umgesetzt.</p>
<p>Das Orgeljubiläum wird mit Konzert und Festgottesdienst am Wochenende des 11. und 12. September gefeiert. Die Kirchengemeinde St. Petri/Margarethen freut sich auf das neue Klangerlebnis der instandgesetzten Rühlmann-Orgel, die auch in Zukunft zu Gottesdiensten, Taufen, Hochzeiten und Trauerfeiern wieder in klarem Ton erklingen wird.<br />
<em><br />
Daniela Lange</em></p>
<p><em>Festgottesdienst mit Pröpstin Elfriede Begrich und Kantor Christian Kopp am 1. August, 10 Uhr, St. Petri, Mühlhausen</em></p>
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		<title>Niedrige Schwellen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 13:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion GLAUBE+HEIMAT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendkirche]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlhausen]]></category>
		<category><![CDATA[St. Martini]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Mühlhäuser Gotteshaus St. Martini wird Jugendkirche
Das Thema ist bundesweit aktuell: Kirchen stehen leer; nach einer künftigen Nutzung wird gesucht. »Bei uns in Mühlhausen ist es umgekehrt, wir haben eine gut funktionierende Jugendkirche, das heißt regelmäßige Veranstaltungen für junge evangelische Christen und für alle interessierten Jugendlichen, in der St.-Martini-Kirche. Von der Ausstattung her war es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3234" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/07/Mhl_St_Martini_10.jpg" alt="Baureferentin Elke Bergt und der Architekt Bernward Paulick besprechen das Mühlhäuser Bauvorhaben.  Foto: Christine Bose" title="St. Martini Mühlhausen" width="560" height="374" class="size-full wp-image-3234" /><p class="wp-caption-text">Baureferentin Elke Bergt und der Architekt Bernward Paulick besprechen das Mühlhäuser Bauvorhaben.  Foto: Christine Bose</p></div><br />
<strong>Das Mühlhäuser Gotteshaus St. Martini wird Jugendkirche</strong></p>
<p>Das Thema ist bundesweit aktuell: Kirchen stehen leer; nach einer künftigen Nutzung wird gesucht. »Bei uns in Mühlhausen ist es umgekehrt, wir haben eine gut funktionierende Jugendkirche, das heißt regelmäßige Veranstaltungen für junge evangelische Christen und für alle interessierten Jugendlichen, in der St.-Martini-Kirche. Von der Ausstattung her war es bisher ein Provisorium«, erläutern Elke Bergt, Baureferentin des Kirchenkreises, und Architekt Bernward Paulick von der Bauhütte Volkenroda. Es gibt Angebote und Gottesdienste, doch nur zu festgesetzten Zeiten.</p>
<p>Seit fast zwei Jahren war mit den jungen Frauen und Männern um Micha Hofmann, Referent für Jugendarbeit im Kirchenkreis, über ein ­Konzept diskutiert worden. Die Frühjahrssynode fasste 2010 einen Beschluss: St. Martini, das an der größten Kreuzung der Kreisstadt gelegene Gotteshaus, wird unter Beachtung<br />
des Denkmalschutzes zur Jugendkirche umgebaut. Zusätzlich zu den Jugendgottesdiensten soll sie dann täglich nachmittags und abends als Begegnungsstätte geöffnet sein. Der Nutzungsvertrag wurde zwischen der Kirchengemeinde St. Georgii/St. Martini und dem Evangelischen Kirchenkreis Mühlhausen als Träger geschlossen.</p>
<p>Die Gemeindeglieder sehen das Projekt mit einem lachenden und ­einem weinenden Auge, konstatiert Ortspfarrer Marc Pokoj. Zwar bleibe die Kirche Eigentum der Gemeinde, aber das Gemeindeleben wird sich nun in St. Georgii abspielen. Da gäbe es schon Abschiedsschmerz für jene, die in St. Martini getauft und konfirmiert wurden. »Es können natürlich weiterhin Taufen oder Trauungen in der Jugendkirche gefeiert werden«, informiert der Pfarrer. Die Kirche bleibe sakraler Raum. Insgesamt erführe das Projekt von den Gemeindegliedern ­jedoch Zustimmung. Seit der Reformation sind Georgii und Martini eine Gemeinde. In den 1970er Jahren war die Stelle für einige Zeit mit zwei Pfarren besetzt. Nun gebe es schon lange nur noch eine Stelle. Zwei Kirchen zu unterhalten sei zudem nicht sinnvoll.</p>
<p>Die Jugendkirche wird aus Eigenmitteln des Kirchenkreises, Mitteln der Landeskirche und der Union Evangelischer Kirchen ermöglicht. Ohne Gestaltung der Außenanlagen belaufen sich die Kosten auf rund 654000 Euro. Für Architekt Paulick ist die Tatsache, dass sich junge Menschen ein eigenes Kirchengebäude wünschen, ein Grund, hoch motiviert ans Werk zu gehen. Das sei schließlich etwas anderes, als einen Sakralbau umzugestalten, den die Auftraggeber später zur Fremdnutzung anbieten. Das künftige Aussehen im Innenraum charakterisiert er als die Form eines ungeschliffenen Diamanten. Die Jugend nennt es cool. Auf dem Computerbildschirm hat St. Martini, die Neue, schon Gestalt angenommen. Von allen Seiten soll der Blick hinführen zum später runden Altar und den Chorraum als Mittelpunkt. Viel Platz wird im dann doppelt so großen Chorbereich sein für Theateraufführungen, Jugendband und eine Videoleinwand.</p>
<p>Die meisten Bänke ziehen um in die evangelische Kirche Windeberg. Neue, große Seitenfenster bringen viel Licht hinein, denn eine Kirchenseite erhält eine verglaste Lounge mit Sitzgruppen. Sehen und gesehen werden, rausschauen und von draußen sehen, was drin ­passiert, Lust auf Glauben wecken, Öffnung der Kirche für alle – optisch und symbolisch – ist das Anliegen.</p>
<p>Das Gebäude soll behindertengerecht, also schwellenarm, auch im übertragenen Sinne, zu erreichen sein. Eine Teeküche, Sanitäranlagen sind geplant; in der zweiten Ebene Sitznischen sowie ein großer Raum für Gruppenveranstaltungen und Rückzugsort. Auf der Orgelempore, der dritten Ebene, wird ein zwei Meter breiter und 14 Meter langer Steg der Technik-Installation dienen. Für Wär­me sorgt in Zukunft eine Fußbodenheizung. Umgebaut wird abschnittsweise, der erste Bauabschnitt beginnt in diesem Jahr. Hierfür ist die Finanzierung von 224000 Euro abgesichert. Zum Landesjugendtreffen 2011 soll das Erdgeschoss funktionsfähig sein.</p>
<p><em>Christine Bose</em></p>
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		<title>Ein Campus – drei Schulformen</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 14:18:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktionguh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Piontek]]></category>
		<category><![CDATA[Divi-Blasii-Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhold Goldmann]]></category>
		<category><![CDATA[Schulzentrum]]></category>

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		<description><![CDATA[Schulzentrum: In Mühlhausen wurde das bisher größte Schulbauprojekt der EKM verwirklicht
Am Freitag, 19. Februar, wird Landesbischöfin Ilse Junkermann mit einem Festgottesdienst das Evangelische Schulzentrum Mühlhausen eröffnen. 
Da möchte man noch mal Schülerin sein! Großzügig, modern und farbenfroh präsentiert sich der neue Schulkomplex des Evangelischen Schulzentrums Mühlhausen. Auch wenn kurz vor dem Schluss der Winterferien noch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schulzentrum: In Mühlhausen wurde das bisher größte Schulbauprojekt der EKM verwirklicht</strong></p>
<div id="attachment_2017" class="wp-caption alignleft" style="width: 570px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/02/11-MHLSchule-Volkmann.jpg" alt="Ein Farbtupfer in der evangelischen Landschaft – und das nicht nur äußerlich – ist das neue Schulzentrum Mühlhausen, Fotos: Daniel Volkmann" title="Schulzentrum Muehlhausen" width="560" height="372" class="size-full wp-image-2017" /><p class="wp-caption-text">Ein Farbtupfer in der evangelischen Landschaft – und das nicht nur äußerlich – ist das neue Schulzentrum Mühlhausen, Fotos: Daniel Volkmann</p></div>
<p><em>Am Freitag, 19. Februar, wird Landesbischöfin Ilse Junkermann mit einem Festgottesdienst das Evangelische Schulzentrum Mühlhausen eröffnen. </em></p>
<p>Da möchte man noch mal Schülerin sein! Großzügig, modern und farbenfroh präsentiert sich der neue Schulkomplex des Evangelischen Schulzentrums Mühlhausen. Auch wenn kurz vor dem Schluss der Winterferien noch in allen Ecken gewerkelt wird, ist der Eindruck überwältigend: breite Flure, behindertengerechte Zugänge, moderne Fachräume. Der Physiksaal hat eine digitale Tafel, der Chemieraum einen ­mobilen Abzug, den Schulleiter Reinhold Goldmann, selbst Chemielehrer, mit Freude vorführt. Gleich nebenan haben die Lehrerinnen und Lehrer geräumige Vorbereitungsräume.</p>
<p>Seit September 2008 wurde die 30 Jahre alte Typenschule saniert und erweitert. Damals begannen die Tiefbauarbeiten mit einigen Schwierigkeiten. Denn die Schule steht auf einem alten Steinbruch. Aus diesem, so erzählt Superintendent Andreas Piontek, sei die Mühlhäuser Divi-Blasii-Kirche gebaut. Den Bauleuten indes machte der Grund zu schaffen. Bis in eine Tiefe von 16 Metern musste mit Bohrpfählen gegründet werden. Auch die Architekten hatten keine leichte Aufgabe. Es galt, das Konzept eines modernen Schulzentrums im alten DDR-Plattenbau umzusetzen. So wurde ein neuer Flurbereich angebaut, von dem aus alle Klassenzimmer erreichbar sind. Diese selbst konnten dadurch vergrößert werden. Zudem wurde ein neuer Schuleingang geschaffen, der die Orientierung erleichert.</p>
<p>Auch die alte Sporthalle ist erweitert worden und hat nun mehrere Bereiche: Neben einer großen Halle mit gefedertem Fußboden, gepolsterten Wänden, extra Eingang und Sanitärbereich für Rollstuhlfahrer gibt es einen kleineren Gymnastikraum. Vorgebaut wurde eine Mensa, die auch als Aula genutzt werden kann – und am Freitag für den Festgottesdienst. An der Außenwand der Turnhalle ist ein Platz für eine Kletterwand vorbereitet.<br />
8500 Quadratmeter Geschossfläche hat das Areal nach den Angaben des Weimarer Architekturbüros Nitschke und Donath. Die Baukosten beliefen sich auf rund 5,8 Millionen Euro, getragen vom Freistaat, der Landeskirche und dem Kirchenkreis Mühlhausen.</p>
<p><div id="attachment_2018" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.glaube-und-heimat.de/files/2010/02/11-MHL-Röth-Volkmann.jpg" alt="Grundschulleiterin Andrea Röth-Wenkel bei den letzten Handgriffen." title="11-MHL-Röth-Volkmann" width="300" height="471" class="size-full wp-image-2018" /><p class="wp-caption-text">Grundschulleiterin Andrea Röth-Wenkel bei den letzten Handgriffen.</p></div>Das Besondere am Schulzentrum sind jedoch nicht nur die Gebäude, sondern mit dem Ausbau werden drei Schulformen auf einem Campus vereint sein: Grundschule, Regelschule und Gymnasium. Die Verschränkung der Schularten bringt viele Vorteile: Die Schülerinnen und Schüler erwerben soziale Kompetenz, denn es gibt keine räumlichen Grenzen. Zudem werden sie in vielen Fächern von ­denselben Lehrern unterrichtet. Sie können relativ problemlos von der ­Regelschule aufs Gymnasium wechseln und umgekehrt.</p>
<p>Die höheren Klassen waren bereits unter einem Dach. Neu ist der Zuzug der Grundschule. Dass es da zwischen älteren und jüngeren Schülern Probleme geben könnte, befürchtet die Schulleiterin der Grundschule, Andrea Röth-Wenkel, nicht. »Wir denken da positiv«, sagt sie. Die Ganztagsschule erfährt eine gute Betreuung durch die Lehrkräfte. Sie freut sich, dass nun auch das integrative Modell genehmigt wurde.</p>
<p>Die Bauarbeiten indes werden noch weitergehen. Wegen des strengen Winters konnte der Schulhof nicht fertiggestellt werden. Durch Grünstreifen, Belag- und Niveauwechsel sowie Fahrradständer und Sitzgruppen werden hier kleinere Bereiche entstehen. Neben dem Haupteingang zum Gelände ist ein Glockenturm geplant. Außerdem soll die Grundschule ein eigenes Gebäude bekommen. Zurzeit sind die Grundschüler im Obergeschoss untergebracht. Das bisherige Grundschulgebäude, eine alte Villa in der Nachbarschaft, beherbergt nun eine Lehrmittelbücherei und Kursräume.</p>
<p>»Alle drei Schularten wachsen fröhlich«, sagt Marco Eberl, Vorstandsvorsitzender der Schulstiftung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Seit den Winterferien lernen im Schulzentrum 560 Schüler. Nächstes Schuljahr werden es 730 sein, 2013 etwa 900. Knapp 70 Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieher und Sonderpädagogen sind am Schulzentrum tätig. Das sind optimale personelle Voraussetzungen für das Schulkonzept, das jeden einzelnen Schüler im Blick haben will. Getragen wird die Schule durch die Schulstiftung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Aber auch der Kirchenkreis Mühlhausen, sagt Superintendent Piontek, unterstütze den allgemeinen Haushalt jährlich mit 135.000 Euro.</p>
<p>»Wir sind stolz, dass wir dieses ­Projekt umsetzen konnten. Es ist das größte Schulbauprojekt der Landeskirche und ein schönes Zeichen an der richtigen Stelle«, zieht Marco Eberl Bilanz. »Und es ist nicht nur eine schöne Hülle. Wir können erstmals unter diesem einen Schuldach unserer Vorstellungen von Durchlässigkeit des Schulsystems mit dem Ziel einer höheren Bildungsgerechtigkeit verwirklichen.« Es sei ein wunderbarer und lebensfroher Farbtupfer in der Kirchenlandschaft.</p>
<p>Auch Schulleiter Goldmann freut sich über den gemeinsamen Start nach den Winterferien: »Jetzt kann das Schulzentrum zusammenwachsen.«</p>
<p><em>Dietlind Steinhöfel</em></p>
<p>Festgottesdienst, 19. Februar, 11 Uhr</p>
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