Wo finde ich Gott?

20. April 2018 von redaktionguh  
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Im Konfirmationsalter beginnt oft die Suche nach dem Lebenssinn. Wo suchen Jugendliche heutzutage? Im Internet. Ein Selbstversuch.

Kennen Sie wikiHow? Unter dem Motto »Hier lernst du alles« findet man auf dieser Internetseite Anleitungen zu fast allen Themen des Lebens. Von der Frage »Wie ziehe ich nach Australien um?« oder »Wie berechne ich das Kubikmaß einer Kiste?« bis zu »Wie wende ich eine Haarspülung richtig an?«. Aber auch auf die existenzielle Frage, wo Gott zu finden ist, kennt wikiHow Antworten.

Wer diese Seite besucht, wird gleich mit »du« angeredet, was deutlich machen soll, dass sich das Angebot an junge Menschen richtet. »Wenn du ein Verlangen verspürst, einen Kontakt mit Gott herzustellen oder deine Verbindung zu Gott zu verbessern, gibt dir dieser Artikel einige Tipps, welche ersten Schritte du machen kannst, um herauszufinden, wer er wirklich ist.« Gleich in der ersten von zwölf Empfehlungen wird darauf hingewiesen, dass man nicht unbedingt eine Kirche braucht, um Gott zu finden. Versuchen könne man es aber trotzdem zunächst dort: »Wenn du Glück hast, findest du eine geistliche Kirche, die glaubt, dass sich Gott frei ohne Grenzen bewegt, und mit Menschen, die liebenswürdig und entgegenkommend sind. Wenn du so einen Platz findest, wäre es eine gute Idee in Erfahrung zu bringen, woran diese Menschen glauben.« Es geht dann weiter mit dem Vorschlag, einen Gottesdienst zu besuchen, religiöse Literatur zu lesen, den Verstand zu gebrauchen, offen zu sein und wachsam, vor allem gegenüber Menschen, die behaupten, im Besitz der einzigen Wahrheit zu sein. »Die meisten Kirchen haben nur einen Teil der Wahrheit«, heißt es weiter.

Fragen stellen, mit anderen sprechen und das Gespräch mit Gott suchen, die Anleitung klingt fast, als wäre sie aus dem Lehrbuch für den Konfirmandenunterricht. Allein schon, dass man der Frage nach Gott bei wikiHow einen ausführlichen Artikel widmet, zeigt, dass die Sinnsuche und Wertorientierung vor allem unter Jugendlichen wieder an Bedeutung gewinnt. Es wird aber auch deutlich, dass diese Frage scheinbar eher in der Anonymität des Internets gestellt wird.

Landesgartenschau Sachsen-Anhalt in Burg: Nicht nur in der Natur, auch bei den Angeboten der Kirchen auf der Landesgartenschau kann man sich auf die Suche nach Gott begeben. Die Glasarche (Foto) steht als Symbol für die Bewahrung und Erhaltung von Gottes Schöpfung. Foto: Reiner Eckel

Landesgartenschau Sachsen-Anhalt in Burg: Nicht nur in der Natur, auch bei den Angeboten der Kirchen auf der Landesgartenschau kann man sich auf die Suche nach Gott begeben. Die Glasarche (Foto) steht als Symbol für die Bewahrung und Erhaltung von Gottes Schöpfung. Foto: Reiner Eckel

Was heißt das nun für die Kirche und Kirchengemeinden? Auf der Frühjahrssynode wurde eingehend über die Thesen von Professor Michael Domsgen zur Gemeindesituation beraten (siehe auch Seite 5). Dabei scheint vor allem die Antwort auf die Frage, »wie Evangelium so kommuniziert werden kann, dass es Menschen erreicht«, zentral. Die Akzeptanz von Kirche in der Öffentlichkeit ist relativ hoch. Allerdings wissen immer weniger Menschen etwas mit christlichen Inhalten anzufangen.

Die Offenheit für religiöses Denken wird hauptsächlich in der Kindheit und Jugend geweckt. Religiöse Erziehung spielt einer Studie der EKD zurfolge, die bereits 2004 veröffentlicht wurde, selbst unter kirchenaffinen Familien immer weniger eine Rolle. Da sind neue Impulse für die Gemeindearbeit gefragt, so wie sie bei der Frühjahrstagung im Kloster Drübeck formuliert wurden. Unter dem Motto »Evangelisch – Ein Kreuz für die Welt« erarbeiteten die Synodalen Anregungen und Empfehlungen für die Kirchengemeinden. Eine Gemeindesynode scheint dafür aber längst nicht ausreichend. In den Beratungen war deshalb die Rede von einem Aufbruchsignal und dem Anfang eines weitergehenden Prozesses. Für eine Bilanz der Gruppengespräche ist es noch zu früh. Die Beratungen nahmen so viel Zeit in Anspruch, dass ein Fazit und eine Zusammenfassung keinen Platz mehr fanden. Das Gemeindedezernat der EKM hat deshalb angekündigt, die Ergebnisse der sieben Arbeitsgruppen in den kommenden Wochen auswerten und aufbereiten zu wollen. Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt darüber in der Kirchenzeitung berichten.

Der Internetkurs für Gottsucher bei wikiHow endet mit den Hinweisen, dass Gott einem näher sein kann als vermutet und dass man bereit sein sollte, das Bild, das man über das Wesen Gottes habe, zu verwerfen: »Deinen begrenzten Verstand zu verwenden, um Unendlichkeit zu begreifen, ist wie einen Fisch darum zu bitten, die Ozeane der Welt herunterzuschlucken.« Nichts anderes verstehen Christen darunter, wenn sie sich unter die Führung und den Segen Gottes stellen, der höher ist als Erfahrung, Verstand und Sinne.

Willi Wild

www.ekmd.de/kirche/landessynode

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Geile Party

8. April 2018 von redaktionguh  
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Wenn neben­stehend Klaus-Rüdiger Mai die Frage stellt, ob der Kirche nun auch noch der Glaube ausgeht, dann scheint es geradezu so, als müsse man sich damit abfinden, dass er in der Gesellschaft gar nicht mehr vorkommt.

Der Titel ließ hoffen: »Das große MDR Osterfeuer« im Fernsehen. Angekündigt als »unvergessliches Osterfest«, einen ganzen Abend lang. Dabei ist den Verantwortlichen erstaunliches gelungen: In den vier Stunden aus der Glockenstadt Apolda wurde kein einziges Mal Bezug auf die Karwoche und das Osterfest genommen. Stattdessen hieß es, Ostern sei ein Fest der Familie und fände in einer Party seinen tieferen Sinn. Kabarettist Olaf Schubert erging sich in sinnlosen Deutungsversuchen von Osterbräuchen. Das Moderatoren-Duo palaverte sich durch den Abend. Inflationär sollte das Substantiv »geil« die Veranstaltung, die Stimmung und die Feiernden beschreiben.

Dabei hätte es Ansatzpunkte für die Wahrnehmung des öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags gegeben. Unterhaltung und Inhalt müssen sich nicht zwangsläufig ausschließen. Da wäre das Osterfeuer – die Osterkerze im XXL-Format – das Licht ins Dunkel bringt. Sicher hätten die Kinder vom Schulchor der Evangelischen Grundschule Erfurt auf der Bühne das Ostergeschehen erklären können. Doch nicht mal der Besuch im Apoldaer Glockenmuseum, geschweige denn das Konzert der »Rock-Legenden« in der Lutherkirche waren der Regie einen Hinweis auf die Osternächte oder die Gottesdienste und Taufen wert.

Chance vertan. Der Historiker Michael Wolffsohn schreibt in der Süddeutschen Zeitung: »Wer nicht einmal weiß, weswegen Christen Weihnachten, Ostern oder Pfingsten feiern, ist unfähig, mit Angehörigen anderer Religionen den überlebenswichtigen Dialog zu führen.«

Willi Wild

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Der Herr ist auferstanden; er ist wahrhaftig auferstanden!

2. April 2018 von redaktionguh  
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Foto: Veit Rösler

Foto: Veit Rösler

Der Kuchen wird kleiner

Tafeln: Vor den Feiertagen erleben die Ausgabestellen einen großen Ansturm. Über die Situation in Mitteldeutschland sprach Willi Wild mit der Seminarleiterin der Tafelakademie, Beate Weber-Kehr.

Ist die von der Essener Tafel geschilderte Situation ein Einzelfall?
Weber-Kehr:
Der Umgang mit den Tafelbesuchern und die Bewältigung des Ansturms ist bei jeder Tafel ein Thema. Bei Menschen mit Migrationshintergrund geht es vor allem darum, zu erklären, was es mit den Tafeln auf sich hat. Viele denken, die Tafeln seien staatliche Stellen. Wir versuchen aufzuklären, dass es sich um ehrenamtliche Einrichtungen und gemeinnützige Vereine handelt, die kein Zweig des Sozialstaates sind. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Tafelversorgung. Gleichwohl stehen die Einrichtungen allen Bedürftigen offen.

Wie gehen die Tafeln mit dem Ansturm vor Feiertagen um?
Weber-Kehr:
Da hat jede Tafel für sich ein System entwickelt, um die Besucherströme zu kanalisieren. Hier geht es vor allem um eine gerechte Verteilung. Oft werden Nummern vergeben, damit niemand vergeblich in einer Warteschlange steht. Oder aber es gibt ein genaues Zeitfenster, in der eine Familie oder Einzelpersonen zur Ausgabestelle bestellt werden. Im Grunde ist alles eine Frage der Organisation und des Verteilsystems.

Was bekommen die, die zu spät dran sind?
Weber-Kehr:
In den Tafel-Statuten steht eindeutig, dass jeder Bedürftige etwas bekommt. Wir wollen allen helfen, die Hunger haben. Es spielt für uns keine Rolle, welche Hautfarbe, Herkunft oder sexuelle Ausrichtung ein Mensch hat.

Beate Weber-Kehr, Weimar, ehem. stellv. Bundes­vorsitzende der Tafeln in Deutschland. Foto: privat

Beate Weber-Kehr, Weimar, ehem. stellv. Bundes­vorsitzende der Tafeln in Deutschland. Foto: privat

Wie gehen Sie mit Rassismus-Vorwürfen um?
Weber-Kehr:
Der Bundesverband hat sich sehr früh eine Carta gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung gegeben. Klar ist aber auch, wenn immer mehr Menschen zu den Tafeln kommen, müssen wir uns überlegen, wie wir den Ansturm bewältigen können. Wir sind auf Spenden angewiesen und auf ehrenamtliche Hilfe. Unter Umständen muss für den Einzelnen der Kuchen kleiner gemacht werden. Das Gratis-Essenspaket hat einen Wert von 40 bis 50 Euro und wird für einen Obulus abgegeben. Wenn es in der bisherigen Größe nicht mehr reicht, muss es eben auch mal mit weniger gehen, damit alle etwas davon haben.

Wie empfinden Sie die Aufmerksamkeit, die den Tafeln in der letzten Zeit zu Teil wurde?
Weber-Kehr:
Es ist wichtig, dass der Fokus auf diese ehrenamtliche Arbeit und die spezifischen Probleme gelenkt worden ist. Immerhin engagieren sich 60 000 Menschen bei den Tafeln in Deutschland. Auf einmal hat jeder etwas dazu zu sagen, allerdings oft mit gefährlichem Halbwissen. Wenn das Ergebnis ist, dass sich die Situation verbessert, dann hat der vermeintliche Skandal in Essen durchaus etwas gebracht.

Wie ist die Situation bei den Tafeln in Mitteldeutschland?
Weber-Kehr:
Die Situation ist ähnlich zu der in anderen Regionen. Der Ausländeranteil ist sehr hoch. Wir merken, dass dadurch andere, ich will sie jetzt mal als die traditionellen Tafelbesucher bezeichnen, wegbleiben. Manche Tafeln haben nicht mehr so ein großes Angebot. Mittlerweile kalkulieren die Märkte einfach besser.

Der Bundesverband hat reagiert und vermittelt über Logistikunternehmen bundesweit die Lebensmittel, so dass die Tafeln zusätzlich Spenden verteilen können.

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Mission in der Region

23. März 2018 von redaktionguh  
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»Gehet hin und lehret alle Völker«, so lautet der sogenannte Missionsbefehl Jesu in der neuen Lutherbibel. Früher: »macht zu Jüngern alle Völker«. Mission ist möglich, nicht überall, aber immer, meint unsere Gastautorin.

Pep Guardiola hat eine, Daimler-Benz, die Sparkasse und einige andere auch: eine Mission. Bei den einen heißt das »Mission Meisterschaft«, bei den anderen »Mission Marktführerschaft« oder »Mission Finanzcheck«. Sie haben es nicht schwer mit dem Wort »Mission« und bringen damit ein Ziel, ihre Motivation, eine Zukunftshoffnung, ihren Auftrag zum Ausdruck.

In der Kirche fremdeln jedoch viele mit diesem Begriff und mit dem, was sich dahinter verbirgt. Oder was unterstellt wird, dass es sich dahinter verbirgt: zum Glauben gezwungen, bestimmte moralische oder ethische Verhaltensnormen, sonntags immer in den Gottesdienst gehen. Die Palette ist lang, auf der aufgelistet wird, warum Mission heute in der Kirche nicht mehr geht oder gehen kann.

Wir tragen ganz offenbar schwer an den Missionsstrategien unserer Vorfahren und den ganz unterschiedlichen Spielarten von eher gewaltsamen Wegen, andere zum Glauben zu bringen oder gar zu zwingen. Darf die Kirche heute noch missionieren?

Mittendrin: Im Wohngebiet am Erfurter Herrenberg steht die evangelische Gustav-Adolf-Kirche. Die Kirche wurde 1900 auf freier Flur errichtet. 1980 entstand der Plattenbau-Stadtteil, der die Kirche heute umgibt. Foto: Willi Wild

Mittendrin: Im Wohngebiet am Erfurter Herrenberg steht die evangelische Gustav-Adolf-Kirche. Die Kirche wurde 1900 auf freier Flur errichtet. 1980 entstand der Plattenbau-Stadtteil, der die Kirche heute umgibt. Foto: Willi Wild

Ja, wenn sie darunter versteht, dass das Evangelium von Jesus Christus immer eine Einladung ist, Gott kennenzulernen. Wenn klar ist, dass diese Einladung nie eine Vorladung ist und nie sein kann. Wenn jede Einladung immer auch berücksichtigt, dass glauben zu können nicht in unserer Macht steht, sondern Geschenk Gottes bleibt. Wenn ich als Einladende weiß, dass ich selbst im Dienst Gottes stehe.

Dem Gegenüber steht ein klares »Nein«, wenn missionieren bedeutet, unter Zwang gesetzt zu werden. Wenn es meint, dass als Christ zu leben die einzige Form ist, wie man – vermeintlich – richtig lebt. Wenn die Freiheit des anderen durch missionierendes Tun missachtet wird. Gott sendet Menschen aus, in der Nachfolge Jesu zu leben und in seine Nachfolge einzuladen. Als Christen sind wir in Dienst genommene Jünger. Mit Petrus und Johannes gesprochen: »Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.«
(Apostelgeschichte 4,20).

Mission »ja« oder »nein« ist also gar nicht die Frage. Mission ist kein Arbeitsfeld der Kirche, das man lassen kann oder nicht. Sie ist ein Wesenszug einer lebendigen Kirche. Eine Kirche, die nicht will, dass Menschen von Gott erfahren, Gott erleben können, eigene Wege als Nachfolger Jesu auszuprobieren – wird irgendwann aufhören Kirche zu sein. Denn sie hat sich dann von ihrer Quelle wie von ihrem Sinn entfernt. Eine »missionale« Kirche lässt sich erleben durch diejenigen, die als Jüngerinnen und Nachfolger Jesu mitten in dieser Welt unterwegs sind.

Gibt es ein Rezept für gute beziehungsweise gelingende Mission? Diese Frage höre ich gelegentlich. Und ich antworte: Erzählt einfach von eurem Leben als Christen, von Erfahrungen, von Begegnungen, von euren Fragen und Zweifeln. Lasst andere, die danach fragen, einen Blick bekommen auf die Wege, die Gott mit Menschen geht. »Lasst euch selbst als lebendige Steine zur Gemeinde aufbauen«, wie Petrus schreibt (1. Petrus 2,5).

Lebendige Steine, an denen sich andere orientieren können oder neugierig werden, sich nähern oder in Distanz bleiben. Mission umfasst die gesamte Breite kirchlicher Existenz in der Welt: einladende Verkündigung, diakonisches und soziales Engagement, Verantwortung für die Schöpfung wie für Gerechtigkeit. Mission, verstanden als Teilnahme an der »missio dei«, an Gottes Mission, ist sowohl Ausgangspunkt der Kirche als auch ihre erfrischende und neu belebende Quelle.

Gerade in der Kirche in Mitteldeutschland, die sich in einer der am stärksten entkirchlichten Gegenden der Welt behaupten muss, kann das Mut machen. Ihre Mitglieder dürfen sich als Teil des wandernden Gottesvolkes wissen und dabei lebendig, neugierig, offen, klar im Bekenntnis und einladend sein dürfen, ohne Angst vor neuen Wegen und mit der Kraft von Bewährtem Nachfolge gestalten.

Juliane Kleemann

Die Autorin ist theol. Referentin im EKD-Zen­trum für Mission in der Region.

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Dienen und verdienen

16. März 2018 von redaktionguh  
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Spannungsfeld: 30 000 Mitarbeiter sind in diakonischen Einrichtungen der Diakonie Mitteldeutschland beschäftigt. Für den Dachverband ist der soziale Dienst Ausdruck christlichen Glaubens. Die 1 700 Einrichtungen sind aber auch Teil der Sozialwirtschaft.

Er gilt als der Urvater der Inneren Mission: Johann Daniel Falk (»O du fröhliche«), an dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr erinnert wird. Falk wendete sich der Pflege und Erziehung verwaister und verwahrloster Jugendlicher zu. 1813 gründete er dazu die »Gesellschaft der Freunde in der Not«. Im Weimarer »Lutherhof« richtete er ein Waisenhaus und eine Sonntagsschule ein. Er, der sieben seiner insgesamt zehn Kinder begraben musste, sah es als göttlichen Auftrag an, sich den Schwächsten zuzuwenden. Er nannte es das »praktische Christentum«: »Eine Predigt ist keine Tat, aber eine Tat ist eine Predigt«, so Falk. Dabei war ihm das Leben Jesu Vorbild: »Christus hat gar nicht geschrieben, aber viel gehandelt. Wir müssen suchen, dass wir ihm in diesem Stück ähnlich werden.«

Die Falksche Rettungshaus-Idee inspirierte Johann Hinrich Wichern zum Rauhen Haus in Hamburg. Vor 170 Jahren rief er auf dem Kirchentag in Wittenberg zur Gründung der »Inneren Mission« auf. Auch für den Begründer der modernen Diakonie waren, wie für Falk, der Glaube an Gott und die christliche Nächstenliebe Motivation ihres diakonischen Handelns.

Und heute? Welche Rolle spielt der gelebte christliche Glaube als einstiges Alleinstellungsmerkmal? Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, appelliert an die kirchlichen Krankenhäuser, dem Glauben im Klinikalltag mehr Platz einzuräumen. Neben professioneller Sozialarbeit solle auch Zeit und Raum für ein Gebet sein, so Brysch in der katholischen Wochenzeitung »Kirche+Leben«. Wenn es in kirchlichen Krankenhäusern allein ums Geld gehe, »bietet das christliche Türschild keinen Mehrwert«.

Diakonie im Ehrenamt: Die »Grünen Damen« Sabine Werner (links) und Birgit Schäfer besuchen Patienten der Fachklinik für Orthopädie im Marienstift Arnstadt. Foto: Daniela Klose/Marienstift

Diakonie im Ehrenamt: Die »Grünen Damen« Sabine Werner (links) und Birgit Schäfer besuchen Patienten der Fachklinik für Orthopädie im Marienstift Arnstadt. Foto: Daniela Klose/Marienstift

Ein Drittel, rund 600 aller Kliniken in Deutschland, sind in kirchlicher Trägerschaft. Die Diakonie ist nach dem Staat und der Caritas der größte Arbeitgeber. »Es spielt sicher eine Rolle, dass die Kirchen alte Institutionen sind, die sich bis in die Neuzeit hinein behaupten konnten und rechtliche Sonderregelungen haben«, erklärte der Volkswirtschaftler Dominik Enste im Deutschlandfunk. »Basierend auf dieser starken Stellung haben sich die Kirchen durchsetzen können, zumal der Wettbewerb in der Pflege erst langsam Einzug gehalten hat.«

Die Diakonie arbeitet heute in einem stark gewandelten Umfeld, so Harald Christa. Der Professor für Sozialmanagement an der Evangelischen Hochschule Dresden stellt fest, dass die diakonischen Anbieter auf dem »Sozialmarkt« gezwungen sind, die Aufwands- und Ertragsseite ihrer Arbeit im Blick zu haben, um konkurrenzfähig zu sein.

Eine deutliche Unterscheidung zu privaten Trägern gibt es für die Mitarbeiter. Bei der Diakonie gilt ein besonderes Arbeitsrecht. Angestellte akzeptieren beispielsweise mit ihrem Arbeitsvertrag, dass die Einrichtung, in der sie arbeiten, Teil der Kirche ist. Für Pfarrer Andreas Müller, den Direktor des Arnstädter Marienstifts, ist die Praxis christlichen Lebens einer der wichtigen »weichen Faktoren« diakonischen Wirtschaftens.

In der evangelischen Klink erwarteten die Patienten, egal ob konfessionell gebunden oder nicht, den Geist christlicher Nächstenliebe. Angebote wie Andachten und Gottesdienste seien Ausdruck der christlich-diakonischen Prägung der Stiftung. In Seminaren für die Mitarbeiter werde zudem regelmäßig das evangelische Leitbild der Einrichtung erläutert.

Die Chancen diakonischer Träger, das eigene Profil gerade im Wettbewerb mit anderen zu entwickeln, sieht der Vorstandsvorsitzende der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein, Klaus Scholtissek. Das Beispiel Jesu gehe über die tätige Nächstenliebe hinaus. Vielmehr solle man Menschen mit ihren existenziellen Fragen nicht alleine lassen und ihnen Zeugnis geben »über die Hoffnung, die in euch ist«. Da könnten sich Kirche und Diakonie noch mehr als gegenseitige Ressourcen verstehen und bereichern, so Scholtissek.

Willi Wild

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Willkommen am Stand der EKM

1. März 2018 von redaktionguh  
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Noch bis Sonntag begrüßen Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen die Besucher der Thüringen Ausstellung auf dem Messegelände in Erfurt. Anne Haertel (li.) und Sabine Kappelt (re.) informierten über die Angebote des Kinder- und Jugendpfarramts der EKM.

Schaufensterpuppen sollen auf kirchliche Trauungen, Taufen und Konfirmation aufmerksam machen.

Die Kirchenzeitung ist mit den aktuellen Ausgaben vor Ort.

Der Stand der EKM ist nicht zu übersehen. Am Übergang von der Halle 1 zur Halle 4, direkt beim Messecafé, werden die Gäste von 10 bis 18 Uhr willkommen geheißen.

Neben der Landeskirche präsentieren sich auch diakonische Einrichtungen wie das Arnstädter Marienstift.

www.thueringen-ausstellung.de

Foto: Willi Wild

Foto: Willi Wild

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Von »Milchglasnost« und anderen Wundern

26. Februar 2018 von redaktionguh  
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Kirchenpresse: Es ist überaus spannend, im Jahrgang 1988 der evangelischen Wochenzeitungen »Glaube und Heimat« und »Die Kirche« zu blättern.

Während die eine für die Leser der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen bestimmt war, erschien die andere in der Landeskirche Berlin-Brandenburg und verfügte unter anderem über eine Magdeburger Ausgabe für die Kirchenprovinz Sachsen. Bei der Lektüre fällt auf, dass sich die Chefredakteure Gottfried Müller und Gerhard Thomas oftmals an der Grenze des Machbaren bewegten – und diese gelegentlich überschritten. Immer im Bestreben, brennende gesellschaftliche Themen anzusprechen, die in der offiziellen SED-Presse und den Zeitungen der Blockparteien nicht vorkamen, aber die Menschen bewegten.

So findet sich im gebundenen Jahrgang 1988 der Magdeburger Ausgabe die Eintragung, dass fünf Nummern nicht erscheinen konnten. »Glaube und Heimat« war davon zweimal betroffen.

Chefredakteur Gerhard Thomas (li.) und Superintendent Christof Ziemer während des Abschlußgottesdienstes der 3. Ökumenischen Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in der Dresdner Kreuzkirche am 30. April 1989. Fotos (2): epd-bild

Chefredakteur Gerhard Thomas (li.) und Superintendent Christof Ziemer während des Abschlußgottesdienstes der 3. Ökumenischen Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in der Dresdner Kreuzkirche am 30. April 1989. Foto: epd-bild

Deutlich zu erkennen ist das Bestreben, an Diskussionsprozessen teilzunehmen und eigene Positionen einzubringen. So beklagt sich beispielsweise im Dezember 1987 Gottfried Müller, dass beim DDR-Schriftstellerkongress die Kirchenpresse nicht akkreditiert wurde und nur die »volkseigenen Medien« sowie Funk- und Presseleute westlicher Redaktionen vertreten waren. Dabei habe sich gezeigt, dass auf östlicher und westlicher Seite spezifische Formen von »Milchglasnost« gepflegt wurden. »Auf diese Weise«, so der Kommentator, »ereignete sich das physikalische Wunder, dass erst die Addition von Milchglasnost und Milchglasnost die volle Glasnost ergab.« Und er spricht die Hoffnung aus, »dass wir uns in einem halben Jahrzehnt, wenn man zum nächsten Kongress rüstet, auf solches Zusammenfügen von publizistischen Halbheiten nicht mehr einzulassen brauchen«.

In Nr. 1/1988 verweist er darauf, dass Volksbildungsministerin Margot Honecker in einem Interview mit der »Jungen Welt« Verständnis für junge Leute bekundet hat, »wenn sie unausgewogene, ja zugespitzte Fragen stellen«. Sie habe damit ein Problem berührt, das weit über den Schulbereich hinaus reiche. »Auch im Betrieb, in den gesellschaftlichen Organisationen, in den Massenmedien und nicht zuletzt in der Kirche sollte jederzeit Raum für Fragen sein, selbst wenn diese von den Verantwortungsträgern nicht immer als angenehm empfunden werden. Fragen dürfen ist so etwas wie ein Menschenrecht.«

Gottfried Müller, Chefredakteur »Glaube und Heimat« von 1981 bis 1990. Foto: Willi Wild

Gottfried Müller, Chefredakteur »Glaube und Heimat« von 1981 bis 1990. Foto: Willi Wild

»Die Kirche« bringt in Nr. 4 auf Seite 2 einen Beitrag von Bausoldaten, die einen »Zusatzmonat« im Umweltschutz und Sozial- und Gesundheitswesen leisteten, um ein Zeichen für zivilen Wehrersatzdienst zu setzen.

In Nr. 6 berichtet »Glaube und Heimat« von einer Fürbittandacht am 30. Januar, in der sich die Berliner Kirchenleitung für die Freilassung der am Rande der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration Festgenommenen einsetzte. Ab Nr. 7 wird der Boden für die »Ökumenische Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung« bereitet, die vom 12. bis 15. Februar in Dresden tagt und an deren Vorbereitung sich engagierte Christen mit über 10 000 Vorschlägen beteiligten.

Michael von Hintzenstern

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Gott geschwärzt

25. Februar 2018 von redaktionguh  
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Die Aufarbei­tung des Archivs der DDR-Staatssicherheit scheint eine unendliche Aufgabe. In einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung kritisiert Jochen Staadt, Projektleiter im Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin, die Auskunftsbürokratie und Archivverwaltung der Stasi-Unterlagenbehörde. Auch 28 Jahre nach dem Mauerfall seien die Unterlagen noch nicht vollständig erschlossen und zugänglich gemacht.

Sachbearbeitern, die meist keine ausgebildeten Archivare seien, fehle häufig die Sachkunde über die Zusammenhänge. In seinem Erfahrungsbericht beschreibt er unter anderem sinnlose Schwärzungen, beispielsweise von Geburtsdaten bekannter Politiker, Hinweise auf Autokennzeichen oder die Anschrift der Bundespressekonferenz. Sogar der Name einer Hauskatze soll dem Schwarzstift zum Opfer gefallen sein.

Kurios: Auch Gott ist in einem Dokument unkenntlich gemacht. Ein MfS-Spitzel schrieb 1981 in einem Bericht über eine junge Christin: »X arbeitet z. Zt. in Klein Machnow als Helferin in einem Heim für Behinderte. Sie fühlt sich von Z dahin berufen«, zitiert Staadt aus der Akte. Dass die Berufene sich dabei auf Gott berief, wurde anonymisiert. Vermutlich hielt der Bearbeiter der Stasi-Unterlagenbehörde andernfalls die Wahrung des göttlichen Persönlichkeitsrechts für gefährdet. Da wundert es nicht, dass die herausgegebenen Kopien von MfS-Unterlagen oft nur schwer oder gar nicht verständlich sind.

Ein Schlussstrich oder eine schnelle Auflösung der Stasi-Unterlagenbehörde sind keine Lösung. Vielleicht sollte, so wie Staadt das empfiehlt, über eine gemeinsame, fach- und sachkundige Aufarbeitung mit Bundes- und Landesarchiven nachgedacht werden.

Willi Wild

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Die blühende Ökumene

19. Februar 2018 von redaktionguh  
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Bundesgartenschau 2021 Kirchen in Erfurt dabei

Der Land- und Gartenbau hat in Thüringens Landeshauptstadt eine lange Tradition. Vor über 150 Jahren gab es dort bereits eine erste Internationale Gartenbauausstellung. Die Kirchen planen jetzt eine Teilnahme bei der Buga2021. Oberkirchenrat Christian Fuhrmann, Leiter des Gemeindedezernats im Landeskirchenamt der EKM gibt Auskunft:

Christian Fuhrmann. Foto: EKM

Christian Fuhrmann. Foto: EKM

Wie will sich die EKM bei der Buga in Erfurt präsentieren?
Fuhrmann:
Die Kirchenpräsenz auf der Buga2021 wird ökumenisch sein. Auf dem Petersberg ist ein Pavillon der Kirchen geplant. Ob es uns gelingen wird, einen Ort der geistlichen Besinnung in direkter Nähe des Ega-Geländes anzubieten, ist noch offen.

Wie ist der aktuelle Stand?
Fuhrmann:
Bunt wie die Blumen ist unsere ökumenische Gemeinschaft. Wir hoffen, dass von dieser manches aufblühen wird. Vertreter aus dem Bistum Erfurt, dem Kirchenkreis Erfurt und der EKM bilden eine Steuerungsgruppe. Im März wird die Stelle der Projektkoordinierung im Augustinerkloster besetz werden.

Welche Bedeutung hat die Gartenschau für die Landeskirche?
Fuhrmann:
Als Christen unterschiedlicher Konfessionen erzählen wir von unserem Glauben. Gott hat uns die Welt zur verantwortlichen Gestaltung anvertraut. Natur begegnet uns heute in Europa fast ausschließlich als »Kulturlandschaft«. Was heißt es, dass wir als Menschen gemeinsam in einer Verantwortungsgemeinschaft für unseren Planeten stehen? Wir wollen alle Gäste der Buga2021 einladen, bei uns etwas zu entdecken. Wir freuen uns aber genauso auf Anregungen und neue Impulse durch unsere Gäste.

Mitteldeutsch-2-07-2018Was versprechen Sie sich vom Engagement und der Dauerpräsenz?
Fuhrmann:
Mit unserer ökumenischen Präsenz sind wir Kirchen auf dem Markt. Eine tolle Chance. Wir sind ein Marktstand unter anderen. Ich glaube, dass die bewusste Gestaltung dieser Situation für uns als Gemeinden im 21. Jahrhundert neue Erfahrungen mit sich bringt.

Wie teuer soll und darf es werden?
Fuhrmann:
Wir gehen von bis zu 450 000 Euro Gesamtkosten aus. Das Geld kommt aus unterschiedlichen Quellen. Als EKM sparen wir unseren Anteil über Jahre an. Für die Reformationsdekade mit dem Festjahr 2017 war es uns gelungen, unseren Anteil realistisch zu planen und zu steuern. Es war kein zusätzlicher Griff in Rücklagen nötig. Das wird uns hoffentlich wieder gelingen.

Die Fragen stellte Willi Wild.

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Angriffe nicht angemessen

12. Februar 2018 von redaktionguh  
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Landesbischöfin nimmt Landeskirchenrat in Schutz

Nach der persönlichen Erklärung des Stendaler Superintendenten Michael Kleemann zur verweigerten Verlängerung der Amtszeit der Landesbischöfin äußert sich Ilse Junkermann jetzt in einem Statement. Darin bekräftigt sie noch einmal, dass sie »die Entscheidung des Landeskirchenrats voll und ganz respektiere«. Der Landeskirchenrat (LKR) habe im Rahmen des Bischofswahlgesetztes gehandelt, so Junkermann. Darin steht, dass die Amtszeit bis zu fünf Jahre vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze einmalig um bis zu fünf Jahre verlängert werden kann. Dazu muss der Landeskirchenrat mit Zustimmung der Landesbischöfin einen entsprechenden Antrag an die Landessynode stellen.

Landesbischöfin Ilse Junkermann  bei der Herbstsynode in Erfurt. Foto: Willi Wild

Landesbischöfin Ilse Junkermann bei der Herbstsynode in Erfurt. Foto: Willi Wild

In ihrer Stellungnahme verteidigt Junkermann den Landeskirchenrat gegen öffentliche Kritik. Sie halte die Angriffe weder für angemessen noch für begründet, so die Landesbischöfin, die dem Leitungsgremium vorsteht. »Dass Personalberatungen der Vertraulichkeit unterliegen, legt zugleich allen Beteiligten eine Last auf, die Last, dass die Beratungen und Entscheidungen von außen nur sehr begrenzt nachvollziehbar sind. Dies kann verständlicherweise manche Phantasien und Mutmaßungen befördern«, so Junkermann weiter.

Von Anfang an sei ihr bewusst gewesen, dass das Amt für eine befristete Zeit übertragen worden sei. »Ich selbst habe auf eine Beratung und Entscheidung, wie sie das bereits zitierte Gesetz vorsieht, großen Wert gelegt – gerade auch angesichts der Möglichkeit, dass der LKR sich gegen einen Antrag auf Amtszeitverlängerung aussprechen kann. Niemand hat mich mit diesem regulären Vorgang ›ins Messer laufen‹ lassen.« Sie habe auch von den Aspekten der Beratungen, die vor der Entscheidung in geheimer Abstimmung zusammengetragen worden seien, Kenntnis erhalten. Es liege in der Natur der Sache, so die Bischöfin weiter, dass nicht alle Gründe für sie nachvollziehbar seien.

»Besonders gefreut habe ich mich über die ausdrückliche Erklärung und Bitte des Landeskirchenrats um eine gute und konstruktive Zusammenarbeit bis zum Ende meiner Amtszeit im Sommer 2019.« Sie sei zuversichtlich, dass das auch gelinge.

Zur Kritik Kleemanns an der Form der Veröffentlichung der Entscheidung des Landeskirchenrats will sich die Landesbischöfin nicht öffentlich äußern. Das brauche eine interne Klärung, teilte sie mit.

(G+H)

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